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Seite: von 3

astrofan55
Senior im Astrotreff


109 Beiträge

Erstellt am: 15.08.2019 :  20:00:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

habe mein Meade SC 10" und Skywatcher 14" Dobson verkauft und überleg nun auf ein relativ kleines kompaktes Linsenteleskop umzusteigen mit azimutaler Montierung nur für die ausschließlich visuelle Mond/Planeten- und Sternhaufen/Doppelsternbeobachtung .
Alle Okulare habe ich verkauft, würde dann also bei Null anfangen.

Meine Voraussetzungen sind ein Himmel um 5 Magnituden .

Der Refraktor sollte mindestens 5" max 140 mm Durchmesser und f7 haben, damit er noch kompakt ist. (z B APM 140 SD f 7 oder Explore Sc 127 ED/APO FCD 100)
Ferner soll er einfach azimuthal montiert sein und schnell auskühlen sowie sehr justierstabil sein.
Ich verspreche mir von einem Refraktor auch weniger Einfluss/Anfälligkeit von Tubusseeing
im Vergleich zu Dobson und SC.

Was ich möchte:
Excelenter Kontrast und knackscharf
Farbrein bis Ap 0,5 mm visuell betrachtet sozusagen am Auge des Betrachters
Intra und Extrafokal identische runde Beugungsscheibchen
mithin Polystfrehl 95%
gut geeignet auch für Verwendung eines Binoansatzes.

Welche Geräte nach eurer Meinung könnt Ihr mir da empfehlen.
Mein Budget für den Tubus ohne Monti und Dreibein sind ca 3000 Euro.
Was würdet ihr machen, ein Dobson kommt wegen der Spikes für mich nicht mehr in Frage.

Ein 150 käme für mich nicht in Betracht, da dieses Gerät ja meistens ein f8 ist und dann
schon zu groß für mich wäre.

============================================

Im Hinterkopf spuckt mir aber auch immer noch ein APM Fernglas SD APO 100 im Kopf herum.
Laß letztens im Nachbarforum einen Erfahrungsbericht, wo derzeit am Jupiter Einzelheiten in den Jupiterbändern mit dem Fernglas beobachtet wurden, wohl bei 137 Fach.
Denke ein 127-140er Refraktor mit Binoansatz wird mir trotzdem mehr an Mond und Jupi
zeigen. Anderseits ist das Fernglas seitenrichtig abbildend und auch terrestrisch zu verwenden
und in einem Handgriff aus der Garage raus zu tragen, also einfacher und schneller zu verwenden.
Das SD Bino soll bis 137x visuell farbrein sein und absolut scharf abbilden (ist vielleicht zuvor von Wellenform auf 180x optimiert worden).
Um Intra und Extrafokal identische Beugungsringe zu bekommen bei einem z B APM 100 ED
muss es soviel ich weiß von Wellenform optimiert sein.
(Vorteil Fernglas, man könnte es im Autourlaub mit nehmen in die Berge.)

VG

Michael

Bearbeitet von: astrofan55 am: 15.08.2019 20:04:47 Uhr

Christian_P
Altmeister im Astrotreff


1388 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  11:24:08 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,


klein und kompakt wird ein 140mm APO mitsamt der Montierung sicherlich nicht. Mich würde mal interessieren, warum du die Dobsons verkauft hast. Die sind mit Sicherheit handlicher und praktischer als der Ganze APO-Apparat mit Monti.


Rein auf die optische Leistung bezogen ist das ganze eine Schnapsidee.

Deine verkauften Newton haben viel mehr (potentielle) optische Power, sodass du viel sehen kannst.

Der Wunsch nach einem APO wird dir jetzt nicht eine neue Welt des Sehens eröffnen. Vielleicht hast du falsche Vorstellungen von dem, was dir eine recht kleine Öffnung von 140mm zeigen kann, im Vergleich zu deinen ehemaligen Newtons.




Schöne Grüße
Chris


überzeugter Newton-Fan

Bearbeitet von: Christian_P am: 16.08.2019 11:26:58 Uhr
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JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
3569 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  11:51:04 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Na gut Chris, Michael mag ja auch andere Gruende gehabt haben, sich zu verkleinern. Ich denke mal, dass ein Umstieg auf einen Fuenfzoeller oder gar einen Astrofeldstecher wie den genannten APM Einbussen in der Detailsichtbarkeit bedeutet, wird ihm schon klar sein. Vielleicht war es das Handling (raus schleppen, auskuehlen, dann Wolken) oder eine Aenderung der Beobachtungsbedingungen, die zu diesem Entschluss fuehrten.

Zur Apo-Frage kann ich nicht viel beitragen. Ich habe ein 102/660mm Vixen ED, mit dem ich ganz zufrieden bin und das ich empfehlen kann, obwohl er an hellen blaueren Objekten noch etwas Farbe zeigt. Ist also nichts fuer Puristen und fuer das obengenannte Spezifikationsprofil eh zu klein.

Was ich zu bedenken gebe, ist die azimutale Montierung. Gerade bei Beobachtungen von Mond, Planeten und Doppelsternen kommen ja auch hoehere Vergroesserungen zum Einsatz. Da wuerde ich eine Nachfuehrung nicht missen wollen, damit man sich gaenzlich auf die Beobachtung konzentrieren kann, anstatt immer nachschieben zu muessen. Ist auch netter, wenn mal mal jemanden durchblicken laesst - das Objekt bleibt ja schoen zentriert.

Wenn ich die 3000 Euro haette, wuerde es wohl ein dreilinsiger chinesischer Triplett-APO mit f/7, die es unter verschiedenen Labels gibt. Ich habe durch zwei solcher Geraete (ein Noname, ein Meade) geschaut und das war ueberzeugend. Sowas sollte man fuer um die 2000 Euro bekommen. Dann gebraucht eine Vixen GPDX mindestens mit Einachssteuerung, besser noch eine HEQ5 oder EQ6 (Klassikversion reicht visuell voll aus und sollte gebraucht nicht viel kosten), und schliesslich noch ein paar Okulare. Bei den Okularen waere meine Wahl Baader Hyperion (ich bin Brillentraeger), aber gerade an Okularen scheiden sich natuerlich die Geister und dieses "Interface zum Menschen" ist natuerlich von individuellen Vorlieben abhaengig.

EDIT: Ah okay, wer lesen kann ... die 3000 Euro sind nur fuer den optischen Tubus, Da ist natuerlich dann noch etwas mehr Luft.

Best wishes,

Juergen

Wenn Du als Sterngucker keine Freunde hast, besorge Dir eine Drehbank und die Dinge aendern sich.

Bearbeitet von: JSchmoll am: 16.08.2019 11:53:08 Uhr
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CorCaroli
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4291 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  12:07:48 Uhr  Profil anzeigen  Besuche CorCaroli's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Jürgen,

Zitat:
Was ich zu bedenken gebe, ist die azimutale Montierung.


Es gibt aber auch die nachgeführten azimutalen Montierungen, wie die von iOptron (MiniTower). Diese tragen laut Händlerbeschreibung bis zu 15kg an Gewicht.
Diese wären eine Option und führen vor allem motorisch nach.

Viele Grüße
Gerd

Bearbeitet von: am:
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JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
3569 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  12:12:05 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ah, Gerd ... stimmt. Du siehst, hier spricht ein Parallaktiker. Ja, eine nachgefuehrte azimutale Montierung ist natuerlich eine Option.

Best wishes,

Juergen

Wenn Du als Sterngucker keine Freunde hast, besorge Dir eine Drehbank und die Dinge aendern sich.

Bearbeitet von: am:
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5378 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  12:17:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,
persönlich hab ich nur 4 Zoll APOs und betreibe sie im Wechsel mit 6" f/8 Newtons. Von der Bildruhe und Bildästhetik sind meine 4" APOs tatsächlich besser. Von den visuellen Planetendetails schenken sich die 4" APOs und 6" Newtons nichts. Manche Strukturen wie z.B. die Girlanden bei Jupiter sind im APO besser, die Auflösung bei der Cassiniteilung ist im Newton besser. Oft zeigt der kleinere APO aber auch mehr Details, weil ich die Newtons thermisch nicht so gut im Griff hab. Mit saugenden Lüfter kann man etwas gegen die Unzulänglichkeiten des Newtons arbeiten...
Persönlich würd ich folgendes machen.
Ich würde mir 2 Teleskope kaufen. Einen 5" f/8 Zweilinser z.B mit FPL53 und Lanthan oder gebrauchten Fluorite APO von Takahashi. Als Zweilinser ist die Auskühlung sehr schnell und das Gerät leichter..
Als Zweitgerät würd ich mir zusätzlich einen 8" f/6 Newton kaufen um auch mal mit der Öffnung nachlegen zu können.

Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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astrofan55
Senior im Astrotreff


109 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  14:10:20 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

ich antworte erst mal zu Chris und werde euch anderen aber auch noch antworten.

Zunächst muss man wissen, dass ich schon ein älterer und etwas betagter Mann geworden bin.

Ein 14" Skywatcher Rausschleppen, einstellen usw oder ein Sc 10" rausstellen montieren etc möchte ich nicht mehr, mir zu anstrengend, mittlerweile.

Ein Teil in einem bis max 25 KG rausstellen, aber nicht mehr justieren und verkabeln etc pp, das möchte ich evtl noch, mehr nicht.

Dann, ein Apo hatte ich noch nie und dachte daher das könnte was sein für mich. Natürlich nicht mit den vielen Details einer 10 oder 14" Optik das ist klar, dass geht ja ebne leider nicht.

Ein 100 oder 120 Bino von APM bleibt inkl Okulare Monti und Stativ auch unter 25 KG.
Ein 140 SF APO von APM oder der ES 127 FCD 100 bleibt auch inkl Azimutaler Monti und Dreibein unter/bis 25 KG, dass kann ich noch schaffen, in einem Akt der Anstrengung, mal eben raus stellen.

Ich bin kein Nachtschwärmer mehr. Mal rausstellen und 1 Stunde später Mond und Planeten abspechteln, vlt noch Orionnebel und M51, M57, M27 und M31 und vlt H und chi den einen oder anderen Doppel/Dreifachstern
das wars. Hauptsächlich Mond und Juli aber.

Ich will mir nicht mehr den ganzen Sternenhimmel geben.

Hab schon mal durch einen APO geschaut. Ich sich mal so=> Meine Newtons waren vlt nicht so gut justiert von mir, daher ein hatte ich ein paar Einbussen.

Aber mit dem APO habe ich ein knackscharfes und ausgestanztes Bild mit Details die ich erkennen kann ohne Deutung oder Match/Schärfeverlust, Spinnenspikes.

Mit dem APO hatte ich weniger Details als mit großen Newton, aber ich vergleiche mit einem Wandbild.

Newton => Bild etwas in pastelleneren Farben und nicht richtig scharf gezeichnet. Z B ein Porträt die Person die gezeichnet wurde erkennt sich selbst nicht richtig wieder.

APO => Bild in guten Farben und richtig scharf abgezeichnet, z B ein Porträt nahe in Fotoqualität. Die porträtierte Person erkennt sich wieder, aber es sind nicht so viel Details sichtbar wie im großen Newton.

Sternhaufen fand ich mit dem APO auch viel ästhetischer in der Betrachtung. Vergleich eines hervorragenden Fernglas 8x40 mit einem weniger guten 12x50.
Dann sich mal die Blumen im Garten durch beide Gläser anschauen (Beide Gläser natürlich auf Stativ). Man wird erkennen, dass Bild im 8x40 ist viel schöner und brillanter als das durchschnittliche aber höher vergrößernde Glas 12x50.

Ich hatte jahrelang die großen Kisten, bin zu alt für die Schlepperei und Auflauere.

Außerdem, wenn man älter wird, macht man manchmal für andere nicht rational nach vollziehbare Dinge, ich sach mal, man entwickelt sich ein Stückchen zurück. Das Alter fordert so oder so seinen Tribut,
nich bei allen, aber bei dem einen oder anderen eben doch.

VG

Michael

Bearbeitet von: am:
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astrofan55
Senior im Astrotreff


109 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  15:37:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jürgen,

danke auch Dir für Deine Tipps z B 3 Linsen Chinakracher APO, werde da mal recherchieren.

Azimutal wäre für mich der Einfachheit halber schön mit kleinem Dreibein beim APO, ansonsten wenn es ein 100 APM SD Bino wird (beim 120 Bino ginge nur als gebrauchtes Teil wird aber sehr selten angeboten) ist die Gabel und das Manfrotto das APM dazu anbietet ja schon ein gutes Set.

=
Ich kenne das, meine Devise lautet auch, eigentlich in jedem Fall Elektronik. nachführen um Konzentration zu sparen für die Beobachtung.

Vlt lässt sich azimuthal und via Batterie da noch irgend etwas machen im Fall eines APO, muss man sehen, aber eigentlich soll es dann mit nach schubsen gemacht werden.

Na ja ist halt ein Kompromiss. Kleineres Gerät, nachschubsen, einfach schnell und unkompliziert.
Zum Beisp mit dem 140er APO mit eingeschobener Taukappe 80 cm lang das Rohr ist für mich bei dem relativ dünnen Tubus noch recht Kompakt.

Aber ein einfacher und schneller Aufbau (Gerät in einem Handgriff von drinnen nach draußen stellen) verspreche ich mir , dass ich häufiger rausgehe, vlt 2 x im Monat.

Bei den großen Gerätschaften mit montieren und dergleichen (Aufbau/Abbau etc pp) hatte ich zuletzt gar keine Lust für mal 15 Minuten kucken das ganze Gerödel zu schleppen und montieren und danach abbauen und verstauen. Bin froh das ich die Garage jetzt frei habe.
Daher würde ich das Teleskop/Fernglas vlt auch ins Wohnzimmer stellen (Wohnzimmer ist groß genug) und von da dann auf die Terrasse schleppen.

Mir reicht eigentlich, wenn ich Okulare wechsle, genug zu tun, dann nur noch kucken, wieder rein gehen und später nochmal raus und nochmal durch schauen fertig.

Also bin kein Hardcorefan mehr, ab und an höchstens ein kleiner Genussspechtler.

VG

Michael

Bearbeitet von: astrofan55 am: 16.08.2019 15:44:09 Uhr
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astrofan55
Senior im Astrotreff


109 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  15:54:16 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Gerd,

danke für den Tipp azimuthal geht auch mit elektr. Nachführung. Kommt vlt in Betracht bei mir, man wird sehen, ob es ein APO oder Astroglas von APM wird.

(==>) Roland
danke für den Tipp 2 Scopes.

In der Theorie hast Du vollkommen recht, wäre ich 50 Jahre alt gerne, vlt auch einen 12" Dobson o. ä. und dazu einen APO
aber jetzt möchte ich wenn - dann nur noch ein Scope/Großfernglas (aufrechtes Bild seitenrichtig/ theresdtrisch auch zu gebrauchen auch im Autourlaub mitzunehmen hat auch was), aber keine 2 Gerätschaften mehr
Einer schrieb im Nachbarforum mit dem 100SD Fernglas habe er Details derzeit bei Jupiter in den Wolkenbändern gesehen. Vega in strahlenden Weiss ohne Farbe. So ein Astroglas kann verdammt flexibel eingesetzt werden und zeigt offenbar auch schon was.
Es ist dann ein Mix auf Fähigkeiten, die hast Du mit einem großen Newton nicht so in dem Maße, wie mit einem Fernglas nur zum Beispiel, obwohl es schon transportable Newtons gibt.
Man muss Kompromisse eingehen.

VG

Michael

Bearbeitet von: astrofan55 am: 16.08.2019 15:56:19 Uhr
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JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
3569 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  15:58:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,

genau sowas hatte ich mir gedacht, und ich kann das gut verstehen. Ich habe auch inzwischen so viel Astrokram, dass ich es gar nicht mehr schnell aufbauen koennte - 14" SCT auf schwerer Rupp-Montierung, seit Neuestem ein 200/5000mm Refraktor (Strahlengang GOTTSEIDANK gefaltet!), und dazu "kleinere" Geraete auf EQ6 etc ... ich hatte das Glueck, das bei mir mit einer grossen Rolldachhuette loesen zu koennen. Haette ich diese Moeglichkeit nicht, waere das Zeugs einfach nicht mehr praktikabel. Ich predige das auch immer in meinem Astrovortrag "How to set up your telescope", wo ich das Problem der Entscheidung, beobachten zu gehen im Hinblick auf den logistischen Aufwand naeher eroertere. Und die beiden praktikabelsten Loesungen sind entweder eine stationaere Ausstattung (=Sternwarte), oder eben ein "Grab and go"-Teleskop zum eben schnell Herausstellen.

Zu 140mm kann ich nicht viel sagen, da bislang 127mm das Groesste an "Apo" ist, wo ich durchschauen konnte (abgesehen von einem AstroPhysics 180, aber das ist schon Jahrzehnte her). Was mir bei den Apos unangenehm auffaellt, ist die wachsende Kopflastigkeit bei steigender Linsengroesse. Das Linsenpaket wird halt immer schwerer, insbesondere beim Triplett. Der Tubus ragt immer weiter nach hinten heraus, was den Hebel erhoeht, zenitnahe Beobachtungen erschwert und ausserdem komisch aussieht.

Eine Sache zu "grab and go", da die grossen Apos ja auch laenger zum Auskuehlen brauchen: Hast Du die Moeglichkeit, das Geraet sicher draussen zu lagern? Ich kannte einen Sternfreund, der seinen 150mm f/8-Selbstbaunewton auf dem massiven Betondach seiner Garage betrieb, die er mit einem Gelaender umzaeunte. Bei Nichtbenutzung wurde der Newton in einen wetterfesten Wandschrank verstaut, der abschliessbar war und aussah wie ein Verteilerkasten. Dort war das Geraet immer schoen akklimatisiert.

Eine andere Erleichterung kann eine feste Saeule sein, eventuell noch mit Montierung unter einem (wiederum abschliessbaren) Schutzkasten. Dann muss man nur den Kasten abziehen, das Rohr in den Schwalbenschwanz stecken und die Nachfuehrung anschliessen - fertig.


Best wishes,

Juergen

Wenn Du als Sterngucker keine Freunde hast, besorge Dir eine Drehbank und die Dinge aendern sich.

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Seitinger
Mitglied im Astrotreff

Österreich
60 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  20:03:26 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,

ich besitze einen 14" Dobson, ein 210 mm Mewlon und einen APO Refraktor von Takahashi TSA 120. Das am häufigsten genutzte Teleskop ist der TSA, den ich auf einer azimutalen AYO Digi Mark II auf einer Betonsäule betreibe. Mein örtlicher Himmel dürfte ca. 5 bis 5,5 mag im besten Fall hergeben. Die Ästhetik, auf die ich Wert lege, ist beim TSA bei Weitem am besten. Auskühlzeit 1 Stunde, kaum seeinganfällig, würde ich mich, wenn ich mich für nur ein Teleskop entscheiden müsste, auf alle Fälle für den Refraktor entscheiden.

CS
Wolfgang

SW

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donadani
Meister im Astrotreff


711 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  21:11:22 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
dito

bzw. hab ich schon - der große 14" Newton genau wie alle anderen sind schon lange verkauft... einer darf bleiben ein 8" f/5 Gitterrohr Dobs im Handkoffer-Format, der geht im Handgepäck mit auf Reisen wenn´s mal auf die Südhalbkugel geht aber auch nur da und das ist äußerst selten.

...die Entscheidung viel nicht altersbedingt aber für meine Hauptanwendung (Planeten vom Balkon) gibts nix besseres als einen guten Apo - ja ist teuer - aber eben auch sehr, sehr gut...

Bearbeitet von: am:
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Cleo
Altmeister im Astrotreff


1426 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  21:19:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,

genau die Montierung von Wolfgang hätte ich auch empfohlen! Die AYO läuft so schön, da erübrigt sich eine motorisierte Nachführung - außer für den Fall, dass Du öfter mal Mitbeobachter haben solltest, dann wäre das ganz praktisch.
Zum Teleskop selbst: ich hatte mal den chinesischen 127/952-Triplet-Apo da (in der Variante von Explore Scientific), die Optik war eigentlich ok, allerdings musste man den erst mal nachzentrieren und der Okularauszug war auch nur so naja. Will sagen: wenn Du Deine Ruhe haben willst, greif nicht zum günstigsten Modell und investiere lieber in vernünftige Mechanik als das letzte bisschen Farbkorrektur.

Viele Grüße

Holger

Machen ist wie wollen, nur krasser.

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astrofan55
Senior im Astrotreff


109 Beiträge

Erstellt  am: 18.08.2019 :  11:14:22 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jürgen,

hätte schon die Möglichkeit auf eigenen Grundstück im Garten eine Säule oder Instrument draußen zu lagern mit abschließbaren Schutzkasten etc pp.

Lass ich mir mal durch den Kopf gehen.

Beabsichtige erst zum Ende des Jahres etwas neues zu kaufen, von daher habe ich noch etwas Zeit für relativ ausgereifte Gedanken.

VG

Michael

Bearbeitet von: am:
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astrofan55
Senior im Astrotreff


109 Beiträge

Erstellt  am: 18.08.2019 :  11:44:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo noch mal an alle,

(==>)Wolfgang == meine Seeingverhältnisse variieren ganz ähnlich wie bei Dir im Winter komme ich auch so auf ca max 5,5 .
Hatte schon zwischen 4,5" - 17,5 Newton inkl SC 10-14 " so einiges auch MAK. Und ja, ein großer Newton reicht viel weiter und zeigt Dir an diversen Objekten auch wesentlich mehr als ein
ja immer irgend wie kleinerer Refraktor 3-6".

Aber zum Schluss möchte ich einfach nur ein kleines Gerät eben einen Refraktor, der sehr brilliant zeichnet und die Sterne sehr schön also ästhetisch zeigt bei hoher
Schärfe und ruhigen und sehr klaren Bild . Einfach einen sehr klaren brillanten und einfach sehr schönen Bildeindruck macht.

Da möchte ich es mal mit einem Refraktor versuchen.

(==>) donadani
bei mir sind jetzt auch alle großen Gerätschaften weg, hat etwas gedauert aber jetzt ist alles weg, wenn ich auch bei den Verkaufspreisen entsprechende Zugeständnisse gemacht habe.

Bei mir wird auch die Hauptanwendung Mond und Planeten in aller erster Linie und alles andere höchstens sporadisch.

(==>) Holger
denke auch die Ayo Digital II die könnte sehr gut passen, relativ leicht ca 6 KG, hohe Tragkraft bis 14 KG (der 140er APO von APM wiegt z B ca 9,8 KG)

man wird sehen was es schlussendlich wird ein 5" oder 5,5" Refraktor mit neuen Maxbright Bino II von Baader oder ein Astrofernglas 100 SD APO mit verbesserter Farbkorrektur, (seitenrichtige und aufrechte Abbildung)
obschon die Refraktoren da im Vergleich zum Astroglas mehr zeigen werden am Planeten und Mond.

****************************

Vom 120 APM SD Bino habe ich mich verabschiedet, ist mir zu teuer mit allem drum und dran und gebraucht verkauft den niemand, hab immer mal wieder geschaut ist aber nichts zu machen.

Und ein 6 " Refraktor kommt auch nicht in Frage, ist schon eine deutlich andere Dimension vom Gewicht und Größe als z B ein 5" oder auch der kurz bauende 140er von APM.
Den 6"er stellt man nicht in einem Habs vom Wohnzimmer auf Terrasse und an Mond und Planeten wird er m E. auch nicht deutlich mehr zeigen als ein 140er.

Noch ist alles offen.

VG

Michael

Bearbeitet von: astrofan55 am: 18.08.2019 11:49:53 Uhr
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Marc
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3402 Beiträge

Erstellt  am: 24.08.2019 :  20:04:07 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo, Michael
Ich bin auch ein betagter Sterngucker-51 Jahre alt-aber immer den Refraktor bis auf zwei Ausrutscher SC 8" und 12" f5 Newton(nicht meine Welt) treu geblieben smile
Nun, ich habe seit letztem Jahr mein APM Apo SD 140 f 7- bin voll begeistert von der deutsch/chinesischen Qualität-Handling mit Giro Ercole gute Kombination-was du nicht unbedingt brauchst ist ein 4 " OAZ-es reicht auch 2,5" OAZ dann schon 200- 300 € gespart-m.E. ein sehr beliebtes Teleskop der mittel gehobenen Preisklasse.
https://www.apm-telescopes.de/de/teleskope/linsenteleskope-optik-tubus/apochromaten/apm-doublet-sd-apo-140-f-7-fpl53-optischer-tubus-2.5-auszug.html

1990: Vixen 4"f10 mit GP Montierung 7 Jahre !
2001:D&G FH D 125 f 2250 mm

2018:
APM APO 140 f7 SD
2019:Istar FH 204 f8,8 ATM projekt
Hyperion 8-24 Zoom Oku. MarkIV,ES f6,7 82° Oku.

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