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 Formel für Vergrößerung
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Evolve
Mitglied im Astrotreff


25 Beiträge

Erstellt am: 15.08.2019 :  17:06:26 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Servus

Ich bin auf der Suche nach einer Formel zur Berechnung der Vergrößerung.

Im Allgemeinen fehlt mir da eine Formel zur Berechnung wie weit ich vergrößere, um dann für das richtige Objekt die richtige Vergrößerung zu wählen.

Zitat:
Die Vergrößerung eines Objektivs ist das Verhältnis der Brennweite zu der Bilddiagonale des Chips.
Vergrößerung = Brennweite / 43 mm


Vergrößerung bei meinem Teleskop= 1200 / 43 = 27,9x

Bis hierher bin, ich mir noch relativ sicher ab jetzt rate ich

Im Fall Ich nehme das Teleskop und Bau vor die Kamera ein Okular ein kann ich weiter vergrößern.

Zitat:
Vergrößerung= Objektivbrennweite / Okularbrennweite


Vergrößerung bei meinem Teleskop= 1200 / 15 mm Okular = 80x Vergrößerung
Wenige Millimeter Später kommt der Kamera Chip, wo ich vermutlich ungefähr Gleich bin mit der Vergrößerung hab ich die Vermutung nach dem gestrigen Test

Nun das ist alles sehr vage und basierend auf Vermutungen.
Kann ich jetzt wirklich, bis 300x vergrößern bevor ich schärfe verliere vom Teleskop ausgehend?
Hat jemand eine genauere Formel hierfür?

Gruß Sebastian

Kamera: Canon 6D Mark2
Teleskop: Bresser Teleskop AC 152L/1200 Messier Hexafoc EXOS-2 GoTo
Kamera Objetiv: Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM Objektiv und Canon Extender EF 2x III

Bearbeitet von: am:

stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17320 Beiträge

Erstellt  am: 15.08.2019 :  17:16:06 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi "Evolve",

bezüglich Vergößerung für visuell mit Brennweite Teleskop geteilt durch Brennweite Okular liegst du richtig.
Zitat:
Kann ich jetzt wirklich, bis 300x vergrößern bevor ich schärfe verliere vom Teleskop ausgehend?
Für visuell gilt- max. sinnvoll nutzbare Vergrößerung ist ca. 2xÖffnung. Für eine Optik mit 152mm also max. 300x, du siehst aber bereits bei 150x gut 95% aller Details, nur eben kleiner, dafür ist das Bild aber noch heller.

Bei Fotografie hast du aber keine "Vergrößerung", hier kannst du nur von einem Bildausschnitt oder Bildwinkel sprechen. Der Grund dafür ist simpel, nimm ein beliebiges Teleskop und hänge zwei verschiedene Kameras ran und mach damit Bilder. Eine Kamera mit einem kleinen Chip, die andere mit einem großen. Ergebnis- der große Chip zeigt dir ein größeres Feld obwohl du sonst nichts am Aufbau geändert hast.

Dazu kommt noch- wie schaust du dir das erstellte Bild an? Auf dem kleinen Dispay der Kamera oder einem Handy oder auf dem großen 20" Monitor oder per Beamer in Quadratmeter Größe an die Wand geworfen?

Zur Frage- Teleskop mit Okular und Kamera- das nennt man Okularprojektion. Welche Äquivalentbrennweite sich aus der Kombination Teleskop-Okular ergibt erklärt dir z.B. die folgende Seite

https://astrofotografie.hohmann-edv.de/aufnahmetechniken/grundlagen.okularprojektion.php

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: stefan-h am: 15.08.2019 17:20:33 Uhr
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Evolve
Mitglied im Astrotreff


25 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  13:03:04 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Okularprojektion: Danke für den link, so "Pi-mal-Daumen" war ich doch richtig mit meiner Vermutung einfach rechnen wie ein Teleskop, dann ist man schon da wo man ungefähr wirklich ist, in meinen fall wären es ca. 82x vergrößert anstatt 80x

Zitat:
Bei Fotografie hast du aber keine "Vergrößerung", hier kannst du nur von einem Bildausschnitt oder Bildwinkel sprechen. Der Grund dafür ist simpel, nimm ein beliebiges Teleskop und hänge zwei verschiedene Kameras ran und mach damit Bilder. Eine Kamera mit einem kleinen Chip, die andere mit einem großen. Ergebnis- der große Chip zeigt dir ein größeres Feld obwohl du sonst nichts am Aufbau geändert hast.



Deswegen hab ich mir gedacht ich rechne mit der Diagonalen meines Chips um das Ganze zu Vereinheitlichen / Vereinfachen.

Wie in einen anderen Beitrag herausgekommen ist, wird es wohl bei mir doch recht eingeschränkt sein da meine Montierung ziemlich überfordert mit meinem Teleskop ist und ich mehr Probleme bekomme je weiter ich vergrößere.

Gruß Sebastian

Kamera: Canon 6D Mark2
Teleskop: Bresser Teleskop AC 152L/1200 Messier Hexafoc EXOS-2 GoTo
Kamera Objetiv: Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM Objektiv und Canon Extender EF 2x III

Bearbeitet von: am:
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Ronald_Stenzel
Senior im Astrotreff


222 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  16:57:58 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Ronald_Stenzel's Homepage  Antwort mit Zitat
zumal bei der Fotografie die Sensordiagonale lediglich den erfassbaren Bildwinkel angibt, die Pixeldichte des Sensors wiederum entscheidet letzendlich über die Auflösung.
Deshalb: bei der Fotografie ist alles relativ ;)

viele Grüße

Bearbeitet von: am:
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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10292 Beiträge

Erstellt  am: 17.08.2019 :  00:03:22 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
In der Fotografie ist der Begriff "Vergrößerung" eigentlich Fehl am Platze. Es geht immer um die Frage, welches Gesichtsfeld man auf das Bild abbildet. Vergrößern tut man am Ende das Negativ, wenn man den Fotoabzug macht; z.B. 9*13 cm Minipostkarte oder doch Postergröße 60*90 cm. Oder Moderner: Schaut man sich das Bild auf dem Smartphone an oder auf einem Fernseher an.

Kleine Überlegung, wie man das selbst berechnen kann: Ein Refaktor (500mm Brennweite) fungiere als Teleobjektiv für eine (Astrokamera) mit einer bestimmten Chipgröße (z.B. Kleinbild 24 mm * 36 mm). Genau vorne am Objektiv sei der Refraktor drehbar fixiert. Man möchte einmal den Himmel, also 360° fotografieren, d.h. das Teleskop dreht man einmal im Kreis und macht viele Bilder. Der Kamerachip vollführt dann einmal einen Kreis, dessen Radius genau der Brennweite des Refraktors entspricht. Der Kreisumfang (2*pi*r) ist somit 2 * 500mm * 3,14 = 3140 mm. Wie oft passt der Chip mit seinen 36 mm Kantenlänge auf diese Kreislinie? Das wären dann 3140mm/36mm = 87 mal. Das heißt, das Gesichtsfeld ist dann 360° / 87 = 4,3° je Bild; zumindest im Breitformat. Zum Vergleich, der Mond hat 0,5° Ausdehnung, würde also über 8 mal auf das Bild passen.

Am Teleskop kann man ignorieren, dass der Kamerachip flach ist, und nicht auf der Kreislinie gebogen liegt. Das ändert sich erst, wenn man kurzbrennweitige Kameraobjektive nimmt, dessen Brennweite kleiner als die Länge der Chipkante sind ... Solche Objektive fangen an zu verzerren und wären ein Thema für sich.

***

Visuell sieht die Sache etwas anders aus: Der Vergrößerungsfaktor aus Teleskopbrennweite / Okularbrennweite gibt an, wievielfach ein Winkel im Auge vergrößert erscheint. Nimm z.B. den Mond. Der hat ja am Himmel 0,5° Ausdehnung. Im Okular bei 40-fach erscheint er, als ob er 20° Ausdehnung hat.

Das beantwortet jetzt immer noch nicht Deine Frage, was man mit einem Okular sehen kann. Dazu braucht man weitere Daten, nämlich das scheinbare Gesichtsfeld (sGF) des Okulars und wie man aus Vergrößerung und sGF auf das tatsächliche Gesichtsfeld umrechnet.

Beispiel:
Ein 30mm-Plössl z.B. soll 50° sGF haben (ziemlich typ. Wert für ein Plössl). In einem 1200mm Newton ergibt das 40-fache Vergrößerung. Es kann also 50° sGF / 40x = 1,2° vom Himmel auf einmal zeigen. Im Okular passt der Mond also mehr als 2 Mal hinein.

Kalle - Alles wird gut !
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Bearbeitet von: Kalle66 am: 17.08.2019 00:25:03 Uhr
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dkracht
Meister im Astrotreff

Deutschland
309 Beiträge

Erstellt  am: 17.08.2019 :  09:39:51 Uhr  Profil anzeigen  Besuche dkracht's Homepage  Antwort mit Zitat
So ist es: Vergrößerung gibt es nur, wenn man durch ein Okular schaut.
Vergrößern kann man beliebig viel. Worauf es ankommt ist die Auflösung und die hängt von der Öffnung des Teleskops ab.
Clear Skies
Dietrich

Skywatcher HEQ5 Pro, Orion ED 80/600, Canon EOS 600D APS-C, Zeiss Jena Sonnar f/4 f=300mm, Takumar 135mm, Olympus 50mm, Sigma 24mm
Software: APT, CdC, PHD2 Guiding, DSS, Fitswork, All Sky Plate Solver

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