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 Neu: noctutec Antireflex-Lack SL-94
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Seite: von 5

AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3394 Beiträge

Erstellt  am: 14.07.2019 :  20:18:49 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich auch.

Grüße Armin

Bearbeitet von: am:
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TGM
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1049 Beiträge

Erstellt  am: 14.07.2019 :  20:35:52 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
noch eine Ergänzung, man kann sich natürlich fragen, wie relevant solche Test, ob nun ein Foto Richtung helles Fenster oder in den Tubus sind.

Wenn bei eingesetztem Okular rund um die Austrittspupille alles völlig dunkel ist, dann ist das Streulicht im Teleskop gut unterdrückt. Meine Erfahrung, eloxiertes Alu sollte auf jeden Fall nicht von direktem Licht getroffen werden.

beste Grüße

Thomas



p.s. Ich entschuldige mich vorweg erst mal dafür, dass ich jetzt etwas off topic poste, denn hier geht es ja um einen neuen Lack.

Velour ist für viele die Messlatte, doch es geht noch schwärzer und vor allem matter, und obendrein mit ganz einfachen Mitteln:





Unterlage wie gehabt Velour, links ein Alu Blech über einer Kerze mit Ruß überzogen, rechts Astrofarbe Berger.

Und bei streifendem Einfallswinkel gegen das Fenster fotografiert:




Links Alu Blech mit Ruß, rechts die Berger Farbe, Unterlage wiederum Velour.

Ruß unterdrück bei streifendem Einfallswinkel die Streuung und Reflextion extrem effektiv. Dies liegt an der frakalen Struktur von Ruß (siehe hier Carbon Black)

Das Licht wird innerhalb der fraktalen Struktur hin und her gestreut und läuft sich so 'zu Tode'.
Carbon Black wird schon sehr lange als Pigment verwendet, das Problem ist sicherlich die guten optischen Eigenschaften in einen stabilen, abriebfesten Lack zu überführen. Ob sich jemand sich traut berußte Oberflächen (z.B. Innenseite von Adaptern ?) im Teleskop einzusetzen?


Beste Grüße

Thomas

Bearbeitet von: TGM am: 15.07.2019 20:07:20 Uhr
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Andreas-TAL
Mitglied im Astrotreff


92 Beiträge

Erstellt  am: 15.07.2019 :  20:14:54 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Andreas-TAL's Homepage  Antwort mit Zitat
Ich habe mal (auf die Schnelle und ohne jeden hochwissenschaftlichen Anspruch) einen eigenständigen Test, mit den mir zur Verfügung stehenden schwarzen Farben gemacht.
Die Testergebnisse und die Darstellung finden sich hier:
https://forum-stellarum.de/showthread.php?tid=6298&pid=45001#pid45001

Wie schon auch schon hier festgestellt
https://forum-stellarum.de/showthread.php?tid=3720&pid=44899#pid44899ö
schlägt dieses Black2.0 alles was ich bisher an schwarze Farben gesprüht und gemalt habe und das teilweise um Längen.
Holla, die Waldfee ...

Jetzt bin ich doppelt froh, dass sich das in meinem Tubus befindet.

Andreas-TAL

(==>)Niklo: PM kam bisher nicht an. Funktioniert die PM hier mit Yahoo Adressen? Ich habe auch eine PM an dich gesendet, scheint aber auch nicht angekommen zu sein. Mittlerweile habe ich die hinterlegte Mailadresse in eine GMX Adresse geändert. Also bitte nochmal probieren ...


Bearbeitet von: Andreas-TAL am: 15.07.2019 20:15:45 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5272 Beiträge

Erstellt  am: 15.07.2019 :  20:54:04 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,
Deine Tests sind hochinteressant. Zunächst scheint Presto bei senkrechtem Einfall am Besten zu sein. Bei flacherem Einfall ist Tetenal und Black 2.0 sehr gut und Black 2.0 noch etwas besser.
Ich hab auch Yahoo als E-Mail verwendet und es gerade nochmal probiert.
Wie ist denn der Geruch der Black 2.0? Wie hast Du Pinsel oder Farbrolle ausgewaschen? Welchen Verdünner hast Du verwendet?

Ich hab Tafellack der Albrecht GmbH bestellt. Buchensägemehl fein und grob, den Noctutev Antireflex Lack SL-94 glatt und rau.

Ich bin echt gespannt.

Hallo Armin,
es ist schön, dass es die Noctutec Farben in kleinen Mengen gibt. Nur beim Lösungsmittel zum Pinsel waschen weiß ich noch nicht, was ich verwenden kann. Ich möcht ungern 1l Verdünner kaufen.
Was kann man zum Pinsel auswaschen verwenden?
Es ist klar, dass unsere Tests nicht ideal sind.
Es wär halt ein Testaufbau interessant, den man leicht selber nachstellen kann. Ich hab mal den Tal2 mit Berger Antireflexfarbe ausgemalt und dieses Foto nach dem Trocknen aufgenommen:
http://osteuropa-kiew.de/Astro/Tal2/Bilder/DSC04335a.JPG
Die glänzenden Stellen sind die Stellen, bei denen ich noch keine Bergerfarbe hatte und noch der alte Tafellack zu sehen ist,
http://osteuropa-kiew.de/Astro/Tal2/astro_tal2.php
Vielleicht ist der Vergleich Eurer Farbe zum Stuart Semple black 2.0 für Euch auch interessant. Ihr könnts es ja messen ...

Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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Andreas-TAL
Mitglied im Astrotreff


92 Beiträge

Erstellt  am: 15.07.2019 :  21:55:18 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Andreas-TAL's Homepage  Antwort mit Zitat
(==>)Geruch: Wenn man nicht wüsste, dass die eingeduftete sein soll, würde man das als ganz normalen Geruch von Farbe wahrnehmen. So wenn man eine Wand streicht. Nix süß, nix Kirsche oder so ... ist eher Gag. Da stinkt manch andere Farbe aber weit mehr gen Himmel ...

(==>)Auswaschen: Das ist auf Wasserbasis. Pinsel und Rolle müsste man per Wasser, vieeel Wasser, seeehr vieeeeel Wasser (weil stark pigmentiert) auswaschen. Zwischen den Malgängen habe ich den Pinsel/Rolle mit Frischhalte-Folie eingepackt, damit die feucht bleiben. Sonst verliert man zuviel Farbe (für 1 Tag trocknet da, eng und dicht eingepackt, nichts aus) - gerade bei einer Rolle. Gesättigt würde eine kleine Rolle schon die halbe Tube aufnehmen. Schöner Rundpinsel dürfe für das Experiment auch gut gehen. Wenn Rolle dann eine ganz kleine und ganz dichte, damit da nicht soviel Farbe/Pigment drin verschwindet.

(==>)Verdünner: Kein Verdünner verwendet, wenn dann wäre das Wasser. Habe ich aber verzichtet, weil das natürlich die Mattierung mindert und man das durch eine weitere Schicht ausgleichen müsste.

Der Auftrag kann / soll, nach Stuart Semple, bis zu 3 oder 4x erfolgen. Hängt von der Oberfläche usw. ab. Trocknungszeit dazwischen mindestens 6 Stunden. lieber mehr. Danach nicht so lange neu drauf rumpinseln, sonst löst sich der Untergrund wieder an und man hat nix gewonnen.

Die Menge, die kommt, reicht eh´ nicht für einen kompletten / halben / viertel (?) Tubus, selbst wenn man spart und das Zeug ist ja auch ergiebig. Ich brauche noch was für einen anderen Tubus und die Hälfte ist schon im TAL-250K. Deswegen musst Du halt vorher planen wie viel du wie oft pinseln willst, oder doch verdünnen.

Andreas-TAL

Bearbeitet von: Andreas-TAL am: 15.07.2019 21:59:54 Uhr
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


16943 Beiträge

Erstellt  am: 15.07.2019 :  22:23:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi zusammen,

berußte Oberflächen sind ja ein bekannter Effekt. Sportschützen rußen z.B. das Kimmenblatt und das Korn im Bereich Kurzwaffen an. Dadurch wird der Kontrastunterschied gegenüber dem dunklen Bereich der Scheibe größer. In einer Optik hätte ich Ruß aber eher weniger gern.

Die Struktur der Oberfläche ist auf jeden Fall sehr ausschlaggebend. Fast jede schwarze Farbe auf einer glatten Fläche aufgebracht wirkt im Streiflicht betrachtet grau oder leicht glänzend.

Das alte Hausmittel lautete mal- Vogelsand oder auch feine Sägespäne in die Farbe einrühren und die Flächen damit streichen. Das bewirkt eine strukturierte Oberfläche, die Wirkung des Velours mit den unzähligen hochstehenden Fasern beruht ja auch darauf.

Zwei Bilder meines Hartpapiertubus, D=225mm, Länge 165cm. Um den mit Velour auszukleiden waren meine Arme etwas zu kurz, also Schultafellack mit einem langen abgewinkeltem Pinsel gestrichen. Das Ergebnis gefiel mir gar nicht.



Vorne eingelegt ein Reststück Velour. Vogel-/ feinen Quarzsand auf die doch recht große Fläche benutzen wollte ich nicht, bringt unnötig Gewicht und wenn was bröselt... Sägespäne in etwas Farbe eingerührt- wurde eine dicke Pampe, das Holz saugte sich voll. Also was tun?

Tubus neu gestrichen und auf die noch nasse Farbe fein zerkrümeltes Styrodur aufgestreut und mit einer Latte angedrückt. Am nächsten Tag mit dem langen Pinsel die Styrodurbrösel mit Schultafellack übertupft.

Resultat wieder mit dem vorn eingelegten Stück Velour



Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: am:
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TGM
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1049 Beiträge

Erstellt  am: 16.07.2019 :  01:31:53 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan,

sicherlich kann es helfen, wenn man die Struktur der Farbe durch Zusätze rauer macht, einige Farben haben solche Zusätze.

Dann noch ein allgemeiner Kommentar, die Beurteilung eines Lackes ist nicht so einfach, auch Fotos (ich schließe da meine nicht aus) sind mit Vorsicht zu genießen. (Dein Foto dass belegen soll, dass das zerkrümeltes Styrodur etwas bringt ist stark unterbelichtet und das Velour liegt anders, nämlich weiter vorne im Tubus).

Hier noch zwei Links zum Thema:

https://astronomie-teilen.de/reflexion-von-licht-an-absorbierenden-oberflaechen/

Dort heisst es Velour ist deutlich besser als alle Lacke (bei 45 Grad), ferner die Berger Astrofarbe und Black 2.0 nehmen sich nicht viel, doch Black 2.0 ist leicht besser.

Und ein Hinweis auf die Nextrel Farbe (Beitrag von Steffen)

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=216064

Nextrel Velvet Coating soll danach bei streifenden Einfall sogar weniger als Velour reflektieren. Übrigens, pro ml ist die Farbe nicht teurer als andere hier disktutierte Produkte.

Und schließlich noch zur Jagd nach dem schwärzesten Schwarz, vermutlich spielt das bei astronomischen Beobachtung keine so große Rolle. Bei Ferngläsern, wenn man bei Sonnenuntergang gegen die Sonne vor dem dunklen Wald ein Wildschwein ausmachen möchte ist das wohl eher relevant.

beste Grüße

Thomas



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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5272 Beiträge

Erstellt  am: 16.07.2019 :  10:29:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,
ich werde nur einen kleinen Streifen im Tubus streichen. Das mit der Stuart Semple black 2.0 hört sich echt gut an. Natürlich wünsche ich mir, dass der noctutec Antireflex-Lack SL94 auch ähnlich gut oder besser ist. Davon hab ich die glatte und raue Variante bestellt.

Schade, dass sich der Armin, der die Noctutec Farbe entwickelt hat nicht mehr meldet.

Hallo Stefan,
danke für Deinen Kommentar bezüglich des Sägemehls. Dann muss ich doch die Sägespäne auf den nassen Anstrich bringen. Ob man die andrücken muß weiß ich nicht. Ich hoffe, dass sie so kleben bleiben und nach dem Trocknen nochmal drüberstrechen. Schauen wir einmal...

Ja, ich bin echt gespannt.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


16943 Beiträge

Erstellt  am: 16.07.2019 :  10:36:53 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,

die Struktur der Oberfläche kann nicht nur helfen, die ist entscheidend. Je rauer desto weniger glänzend im Streiflicht. Jede Farbe enthält ja zusätzlich zu den eigentlichen Farbpigmenten auch ein Bindemittel und je glatter die sich ergebende Oberfläche desto stärker wirkt das Bindemittel als reflektierendes Medium. Da kann man Ruß als Pigment nehmen und trotzdem wird eine damit gestrichen glatte Fläche im Streiflicht aufgehellt erscheinen. Anders sieht es bei senkrechtem Lichteinfall aus.
Zitat:
(Dein Foto dass belegen soll, dass das zerkrümeltes Styrodur etwas bringt ist stark unterbelichtet und das Velour liegt anders, nämlich weiter vorne im Tubus
Nö, das täuscht, das Velour liegt recht genau an der gleichen Stelle und die Belichtungssteuerung war mittig auf die helle Fläche eingestellt, also in beiden Fällen gleich. Das gleiche Bild ergab sich ja auch beim visuellen Blick durch den Tubus, mit nur der Farbe eben grau und leicht glänzend, mit dem geschwärzten Streuselkuchen finster wie der berühmte Blick in den Kuhintern.

Gruß
stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

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Starjunkie
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148 Beiträge

Erstellt  am: 16.07.2019 :  14:16:07 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Starjunkie's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Roland,

zum Waschen der Werkzeuge musst Du VK-80 verwenden. Wir haben ein paar Universalverdünner aus dem Baumarkt probiert. Das funktioniert nicht richtig. Meist bilden sich komische Lackflocken.

Kleiner als 1Liter bekommen wir die Verdünnung nicht.

Zu eueren Tests:

Wie eingangs auf Seite 3 erklärt bringen solche Tests rein gar nichts. Black 2.0 mag schwärzer erscheinen. Es liegt aber kein Prüfprotokoll nach DIN zu dieser Farbe vor. Wieviel die Farbe wirklich unter linearem Licht reflektiert kann niemend sagen.

Ich habe euch ausführlich erklärt warum eine Beurteilung visuell oder mit der Kamera sinnlos ist. Mehr kann ich nicht machen.

Jeder der die Farbe unter solchen Bedingungen testet wird sicher enttäuscht. Ihr müsst euch schon auf uns und die Messungen der Lackexperten nach DIN ISO 2113 verlassen.

Nachtrag:

Wir haben ab morgen Betriebsurlaub. Deswegen werde ich in den nächsten Tagen nicht auf Fragen reagieren.

Viele Grüße

Armin


noctutec

Bearbeitet von: am:
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5272 Beiträge

Erstellt  am: 16.07.2019 :  15:56:17 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Armin,
danke für die Antwort. Komische Lackflocken sind mir egal, solange der Pinsel sauber wird. ;)
Schauen wir einmal. Zur Not muss ich den Pinsel entsorgen.

Naja, die geplanten Tests mögen nicht das letzte Körnchen Wahrheit ans Licht bringen. Wenn ich aber im flachen Winkel in den Tubus schaue, dann gilt physikalisch Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel. Wenn dann der Lack extrem spiegel sollte, dann wäre das schon eine Aussage.
Der Test nach DIN muss schon einen Praxisbezug haben sonst bringt er wenig. Der Blick im flachen Winkel durch einen f/8 Tubus hat schon Praxisbezug, das kannst Du nicht bestreiten, oder?
Freilich hoffe ich, dass der Lack nicht merklich spiegelt bzw. im flachen Winkel besser das Licht und absorbiert wie es beim Tafellack der Fall ist. Wenn er ähnlich gut ist wie der Bergerlack, dann wär das schon gut.
In Eurem eigenen Interesse würd ich aber trotzdem auch Vergleichstests mit den Spitzenkandidaten machen. Dann sehts Ihr wo Ihr stehts.
Interessant wären meiner Meinung Albrecht Schultafellack schwarz, Berger Antireflexlack, Tetenal Kameralack und Stuart Semple black 2.0.

Ich werde im 114/900 Tubus verschieden Kombinationen als Streifen in Längsrichtung des Tubus ausprobieren. Bestellt ist der Tafellack (der Klassiker), Dein Noctutec Antireflex-Lack rau und glatt. Ein Streifen wird auch das Stuart Semple black 2.0 und Berger Antireflexfarbe. Ich weiß nicht, ob das back 2.0 reichen wird. Eventuell werde ich da auch 150 ml bestellen.
Servus,
Roland

Nachtrag: Wo findet man den DIN ISO 2113? Wenn ich nach "DIN ISO 2113" suche dann finde ich z.B. unter
https://slidex.tips/download/jahresbericht-2014-din-normenausschuss-luft-und-raumfahrt-nl-din-e-v
etwas "DIN ISO 2113 Verstärkungsfasern - Gewebe - Grundlage für eine Spezifikation". Das kann es aber nicht sein.

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 16.07.2019 16:20:30 Uhr
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Andreas-TAL
Mitglied im Astrotreff


92 Beiträge

Erstellt  am: 16.07.2019 :  16:32:31 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Andreas-TAL's Homepage  Antwort mit Zitat
Ein genormter DIN Test ist sicherlich unangreifbar und es macht keinen Sinn gegen DIN Testverfahren als ungenau zu argumentieren. Was mich aber interessieren würde wäre, ob nach diesen DIN Vorgaben nur im Bereich des Reflexionswinkels gemessen wird, oder ob der Messwert das komplette diffuse Streulicht, dass ja in viele mögliche Richtungen streuen kann, wiedergibt.

Damit ich mich verständlich ausdrücke:

Ein Lichtstrahl trifft im 20° Winkel auf eine planparallele Oberfläche (Einfallswinkel). Der Ausfallswinkel beträgt dann logischerweise ebenfalls 20°. Wird nach DIN, dann auch nur in diesem Bereich (Ausfallswinkel 20°) gemessen? Hier geht es sehr viel um raue Oberflächen, die eben Licht auch in komplett andere Richtungen streuen können.

Ich habe bei DIN Normen viel zu wenig Ahnung, aber ich denke, das müsste man zuallererst mal klären.

Andreas-TAL

(==>)Niklo: Farbe ist wie besprochen und geschrieben unterwegs. Müsste am Mittwoch ankommen, wenn die Post normal schafft.



Bearbeitet von: Andreas-TAL am: 16.07.2019 16:37:19 Uhr
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Starjunkie
Anbieter


148 Beiträge

Erstellt  am: 16.07.2019 :  16:50:13 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Starjunkie's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Ronald,

ich melde mich jetzt nochmal zu Wort, bevor wir Betriebsurlaub machen.

Ich habe verschiedene Lacke getestet. Je nach Lichteinfall wirkt mal der eine Lack dunkler, mal der andere. Ich habe zum Beispiel in einem GSO-Tubus unseren SL-94 rau lackiert. Wenn man jetzt in den Tubus blickt ist dieser im lackierten Bereich deutlich dunkler und wesentlich weniger reflektierend. Rein subketiv! Es kann aber eben gut sein, dass ein anderer matter Lack deutlich schwärzer aussieht. Das heißt aber eben nicht, dass er auch weniger reflektiert. Und genau das lässt sich weder visuell noch mit einem Foto feststellen. Schon gar nicht mit einer radialen Lichtquelle.

Die DIN wurde genau deswegen verfasst, weil die Beurteilung des Glazgrades eine Sache ist, die man eben nicht so einfach bewerten kann. Das meiste Licht, was uns in Optiken Probleme bereitet ist linearer Natur. Ich schließe jetzt mal ganz bewusst Sonnenteleskope und Beobachtung unter Straßenlaternen aus.

Man muss sich erst mal die Frage stellen, welche Teile in einem Teleskop reflektieren. Geht man von einem Newton aus sind das Die Fangspinnen, die Rückseite des Fangspiegels, die Halteklammern des Hauptspiegels und natürlich blanke Schraubenköpfe. Erst sekundär sind es die Seiten des Fangspiegels und der Bereich gegenüber des Okularauszuges. Ganz zuletzt kommen dan Teile des Okularauszuges selbst. Der Rest des Tubus spielt eine völlig untergeordnete Rolle. Wenn man sich nun eine einfache Zeichnung macht, und sich herleitet von wo das Licht aus dem Unendlichen linear auf die Teile trifft, wird einem schnell klar, warum die DIN sehr gut zu unserem Problem passt.

Genau für diesen Zweck haben wir den Lack entwickelt und genau das kann er.

Der Blick in den Tubus, wenn dieser gegen eine radiale Lichtquelle gerichtet wird sagt gar nichts aus. Wie bereits erklärt fallen diese Lichttrahen aus unendlich vielen Winkeln auf die Oberfläche. Der Lack wird spiegeln. Einrauer Lack spiegelt dann sogar mehr, weil das radiale Licht auch noch gestreut wird. Du schreibst Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel. Das stimmt im linearen Licht. Im radialen Licht hast Du eben nicht einen definierten Einfallswinkel.

Ich hoffe ich konnte das jetzt verständlich erklären.

Viele Grüße

Armin


noctutec

Bearbeitet von: Starjunkie am: 16.07.2019 18:32:13 Uhr
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AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3394 Beiträge

Erstellt  am: 16.07.2019 :  16:53:40 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,
es geht bei rauher Oberfläche nicht alleine ums Zerstreuen, sondern auch um den Schattenwurf von Blenden und das Absorbieren des Lichtes. Jede Oberfläche verschluckt etwas Licht und deshalb gilt...je schwärzer um so besser..logisch.
Aber an rauhen Oberflächen wirft ein Miniblende den Hauptteil des nicht absorbierten Lichtes zurück zu den anderen Erhebungen. Dort werden wieder nur noch die Reste des reflektierten Lichtes zur nächsten Miniblende/Huckel befördert.
Beispiel: Bei 4% Rückstrahlungsvermögen und nur zweimaliger Reflexion sind nur noch 0,04 x 0,04= 0,0016% des Lichtes vorhanden. Dieses Totlaufen des Lichtes ist das Entscheidende.

Gruß Armin

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5272 Beiträge

Erstellt  am: 16.07.2019 :  17:38:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Armin,
schade, dass Du jetzt in den Urlaub fahrst. Wir können aber auch nach dem Urlauib weiterdiskutieren. Mit linearem Licht meinst Du parallele Lichtstrahlen, die aus dem Unednlichen kommen. Man könnte den Test mit einem Laser machen.
Auch bei einer Lichtquelle z.B. eine Glühbirne oder LED, die radial abstrahlt, werden die Winkel unter der Licht in einen Tubus fällt, immer kleiner, je weiter die Lichtquelle vom Tubus weg ist. Bei einem langen Tubus z.B. f/8 oder f/10 spielt Licht, das von anderen Winkeln in den Tubus kommt, bei einem gut absorbierenden und streuenden Lack kaum eine Rolle für die Reflexion bei kleinen Winkeln.
Apropos, kann man den Test auch mit der Sonne oder bei Mondschein machen. Bei letzterem hätte man weitgehend paralleles Licht. Bei der Sonne, ist noch der helle Himmel, der aber im Vergleich zur Sonne untergeordnet ist. Zwei Lacke nebeinander im Tubus, müsste man mit Mond oder Sonne als Lichtquelle schon vergleichen können.
Hmm, die Rückseite des Fangspiegels sollte weitgehend unkritisch sein, oder?
Eine er Fangspiegelspinnen hab ich auch mit Berger Antieflexionslack angestrichen. Die Schrauben im Tubus natürlich auch. Den Fangspiegelrand könnte man noch schwärzen.
Nun ja, ich werde verschieden Tests mit verschiedenen Lichtquellen machen.
Schönen Urlaub.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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