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NGC4711
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
73 Beiträge

Erstellt am: 22.06.2019 :  19:19:16 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Servus in die Gemeinde

und eine kurze Frage: Ist bereits allgemein bekannt, dass diese Teleskop-Familie lediglich 60 mm und nicht 70 mm nutzbare Apertur aufweist (wie es deren Name eigentlich vermuten lässt)?

Die verbauten Etalons besitzen zwar einen physischen Durchmesser von 70 mm, welcher jedoch durch die Fassung auf effektive 60 mm reduziert wird.

"Freundlicherweise" hat MEADE auf dem Frontring des vorderen Etalons diese 60 mm Durchmesser angegeben; jedoch nicht bei den Produktnamen dieser Sonnenteleskope.


Wie seht ihr das ?

Grüße

Volker

110/2720 Schiefspiegler, 105/1470 Maksutov, 200/600 Astrograph, 200/800 Newton, 72/432 APO, 120/600 Refraktor, 35/400 Sonnenteleskop, 500/2240 Newton
4000 / 1150 Radioteleskop, 100 mm Wachter Gigant

Bearbeitet von: NGC4711 am: 23.06.2019 00:42:49 Uhr

donadani
Meister im Astrotreff


709 Beiträge

Erstellt  am: 22.06.2019 :  19:43:12 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Danke für die Info - kannte ich noch nicht... ;)

Daystar benennt seine Solarscout Teleskope ja auch "SS60-DS" - man könnte da evtl. auf die Idee "DS" wie doublestack kommen... was natürlich reiner Zufall ist... DS steht hier NATÜRLICH für "Daystar" :)

Ach so und der Kauf eines Quarks hat gewisse Parallelen mit Lottospielen - ich hatte zwei und beide waren... naja - einer mit Flecken im Bild und einer mit Halbwertsbreite weit weg von dem was angegeben wird. Letzterer wurde zur Reparatur in die Staaten zurück geschickt um den Fehler zu beheben - woww! - der war hinterher genauso schlecht wie vorher - wenigstens nichts verschlimmbessert - das muss man ja auch erst mal hinbekommen.

Kann man nicht mal die Deutsche Umwelthilfe auf diese Firmen ansetzen? ;)



Bearbeitet von: am:
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NGC4711
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
73 Beiträge

Erstellt  am: 22.06.2019 :  19:58:49 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: donadani

Danke für die Info - kannte ich noch nicht... ;)

Daystar benennt seine Solarscout Teleskope ja auch "SS60-DS" - man könnte da evtl. auf die Idee "DS" wie doublestack kommen... was natürlich reiner Zufall ist... DS steht hier NATÜRLICH für "Daystar" :)

Ach so und der Kauf eines Quarks hat gewisse Parallelen mit Lottospielen - ich hatte zwei und beide waren... naja - einer mit Flecken im Bild und einer mit Halbwertsbreite weit weg von dem was angegeben wird. Letzterer wurde zur Reparatur in die Staaten zurück geschickt um den Fehler zu beheben - woww! - der war hinterher genauso schlecht wie vorher - wenigstens nichts verschlimmbessert - das muss man ja auch erst mal hinbekommen.

Kann man nicht mal die Deutsche Umwelthilfe auf diese Firmen ansetzen? ;)




Man müsste einen Kumpel in USA haben, so einen guten Harvard- oder Yale-Absolventen im Fach Jura, welcher sich solch einer Fragestellung lokal widmen würde.

110/2720 Schiefspiegler, 105/1470 Maksutov, 200/600 Astrograph, 200/800 Newton, 72/432 APO, 120/600 Refraktor, 35/400 Sonnenteleskop, 500/2240 Newton
4000 / 1150 Radioteleskop, 100 mm Wachter Gigant

Bearbeitet von: am:
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Spica 44
Meister im Astrotreff


618 Beiträge

Erstellt  am: 22.06.2019 :  22:21:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Volker,

das verstehe ich jetzt nicht so ganz. Ich besitze zwar kein 70er
Coronado SMT aber bei meinem SMT60Bf15 hat die Frontlinse schon
70mm freien Durchlass. Die Linse mißt, mit dem Meterstab ungefähr
gemessen, ca. 80mm. Der Etalon sitzt doch hier mittig im Tubus,
wo man auch die Feinkorrektur einstellt, weil Du schreibst, die verbauten Etalons. Der darin verbaute Etalon kann dann 60mm haben.


Lichtmäßig müßte das SMT dem Frontetalonsystem SM60 überlegen sein.
Der Frontetalon hat für einen externen Refraktor der Wahl 60mm.

Ich habe hier im Astrotreff deshalb schon einmal einen Thread gestartet, der aber wegen der privaten Händler innerhalb
eines Tages aus den ersten 100 rausgerutscht ist.

Mir ging es fragend darum, bei der Anschaffung eines Doppelstacks mit einem 60SM Frontfilter die Lichtleistung zu schmälern (bei hoher Vergrößerung der 400mm Brennweite) und ich deshalb einen größeren
"Doppelstack" Front-Etalon für sinnvoll hielt.

Ich denke mal anders rum. Coronado gibt halt jetzt als Größe den
Frontlinsendurchmesser an was bei Refraktoren ja sonst auch üblich
ist.
Die Haptik und Qualität des SMT finde ich ist ganz oben angesiedelt.

Viele Grüße
Marwin

Bearbeitet von: Spica 44 am: 22.06.2019 22:29:44 Uhr
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donadani
Meister im Astrotreff


709 Beiträge

Erstellt  am: 22.06.2019 :  22:56:54 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Marwin,

H-Alpha Etalon-Filter brauchen immer paralleles Licht daher sitzen sie bei Frontetalonsystemen (wie z.B. dem SMIII70) VOR der eigentlichen Optik und wenn der Etalonfilter ODER der IR-Filter (das schöne rote Glaselement) da nur 60mm Durchlass haben nützt eine noch so große Linse dahinter nichts. Wenn das Coronado SMIII 70 effektiv wirklich nur 60mm nutzt halte ich die Namensgebung schlicht für Irreführung.

Bei deinem II-er System wird das Licht vor dem Etalon im Inneren durch ein separates Linsensystem "parallelisiert" und dann nach dem Etalon wieder zum Fokus hin gebündelt. Dabei kann der Strahlengang natürlich auch beschnitten werden. Was bei Deinem SM60II also hinten effektiv ankommt - keine Ahnung. Wenn der Etalon mit der Linsenkombi an der richtigen Stelle sitzt kannst Du prinzipiell jegliche Linsengröße als Eingangsöffnung verwenden. Lunt macht das ja z.B. beim großen LS-152THa so. Das "große" H-Alpha Teleskop hat effektiv nur einen 50mm Etalon der sehr weit hinten im Tubus sitzt. Wolfgang Lille sagte mir mal (vorausgesetzt Frontetalon ist nicht möglich natürlich) - ideal ist eine Position etwa genau in der Mitte des Tubus, da man dann noch einen recht großen H-Alpha Spot bekommt - weiter hinten "eher suboptimal"...

Schön für den Hersteller - man braucht also nur einen popligen 50mm Etalon, den man mit einem billigen 6" China-Teleskop verheiratet und dann für zigtausend Euro vertickt - das ist mal ein Business! haben sicher eine Höllenmarge die Teile. Das beste ist dann noch der DS-Filter, der ebenfalls nur aus einem 50mm Etalon in einer dicken Alufassung besteht. Kostet glaube ich um die 4-5 tausend EUR :o - ein 60mm Front Etalon von Coronado gerade mal 1.200 - nochmal: "Respekt"!

Hatte auch mal so ein Teil - aber zum Glück nur gebraucht - da war Einkaufs- gleich Verkaufspreis :)

Am besten warten bis mal ein gebrauchter 90mm Frontetalon auftaucht, mit einem Vixen 90M verheiraten und glücklich sein. Später kann man dann noch einen zweiten 90M davor schnallen und ist im 7ten H-Alpha Himmel und das völlig ohne lästigen Stromanschluss.

Bearbeitet von: donadani am: 22.06.2019 23:15:47 Uhr
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NGC4711
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
73 Beiträge

Erstellt  am: 22.06.2019 :  23:14:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: donadani

Hi Marwin,

H-Alpha Etalon-Filter brauchen immer paralleles Licht daher sitzen sie bei Frontetalonsystemen (wie z.B. dem SMIII70) VOR der eigentlichen Optik und wenn der Etalonfilter ODER der IR-Filter (das schöne rote Glaselement) da nur 60mm Durchlass haben nützt eine noch so große Linse dahinter nichts.

Bei deinem System wird das Licht vor dem Etalon im Inneren durch ein separates Linsensystem "parallelisiert" und dann nach dem Etalon wieder zum Fokus hin gebündelt. Dabei kann der Strahlengang natürlich auch beschnitten werden. Was bei Deinem SM60II also hinten effektiv ankommt - keine Ahnung. Wenn der Etalon mit der Linsenkombi an der richtigen Stelle sitzt kannst Du prinzipiell jegliche Linsengröße als Eingangsöffnung verwenden. Lunt macht das ja z.B. beim großen LS-152THa so. Das "große" H-Alpha Teleskop hat effektiv nur einen 50mm Etalon der sehr weit hinten im Tubus sitzt. Wolfgang Lille sagte mir mal ideal ist eine Position etwas genau in der Mitte des Tubus, da man dann noch einen recht großen H-Alpha Spot bekommt.

Schön für den Hersteller - man braucht nur einen popligen 50mm Etalon, den man mit einem billigen China-Teleskop verheiratet und dann für zigtausend Euro vertickt - das ist mal ein Business! haben sicher eine Höllenmarge die Teile. Das beste ist dann noch der DS-Filter, der ebenfalls nur aus einem 50mm Etalon in einer dicken Alufassung besteht. Kostet glaube ich um die 4-5 tausend EUR :o - ein 60mm Front Etalon von Coronado gerade mal 1.200 - nochmal: "Respekt"!

Hatte auch mal so ein Teil - aber zum Glück nur gebraucht - da war Einkaufs- gleich Verkaufspreis :)

Am besten warten bis mal ein gebrauchter 90mm Frontetalon auftaucht, mit einem Vixen 90M verheiraten und glücklich sein. Später kann man dann noch einen zweiten 90M davor schnallen und ist im 7ten H-Alpha Himmel und das völlig ohne lästigen Stromanschluss.



Eine (etwas gewagte) Konstruktion hatte ich vor einigen Jahren mit einem kleinen Lunt realisiert:

Eine einzelne bikonkave Linse (das System arbeitet streng monochromatisch) mit negativer Brennweite des davor befindlichen Refraktors generiert an der Stelle, wo das einfallende Strahlenbündel den Durchmesser für das nachfolgende Sonnenteleskop aufweist, wieder Parallel-Licht für dessen Etalon.





Wurde aber (wohl zu früh ?) zur Seite gelegt, da ein 20-zölliger Newton gebaut werden wollte :-) .




110/2720 Schiefspiegler, 105/1470 Maksutov, 200/600 Astrograph, 200/800 Newton, 72/432 APO, 120/600 Refraktor, 35/400 Sonnenteleskop, 500/2240 Newton
4000 / 1150 Radioteleskop, 100 mm Wachter Gigant

Bearbeitet von: NGC4711 am: 23.06.2019 00:09:49 Uhr
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Spica 44
Meister im Astrotreff


618 Beiträge

Erstellt  am: 23.06.2019 :  11:11:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Christoph und Volker,

danke für die Erklärung, das leuchtet mir schon ein mit dem Frontetalon. Ich wußte nicht, dass das SMT70/III keinen
mittig verbauten Etalon hat. Klar, somit hätte Volker mit seiner Fragestellung recht.

Ist jetzt vielleicht ein bißerl OT, aber bei den PST-Umbauten werden
Refis mit 100mm und mehr eingesetzt, obwohl der Etalon im PST-Kästchen
wohl sehr klein sein muß. (ich hab ja auch noch einen fast neuen PST
bei mir rumliegen) Ohne Korrekturlinse für den paralellen Strahlengang wie bei dem gezeigten Sonnenteleskop von Volker.

Ist aber wohl ein anderes Thema.

Viele Grüße und schönen Sonntag (ich glaube bei uns im Isarwinkel
schneit`s bald wieder so tief hängen die "Sichtverhinderer")

Marwin





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donadani
Meister im Astrotreff


709 Beiträge

Erstellt  am: 23.06.2019 :  11:28:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Marwin,

auch beim PST sollte ein telezentrisches System verbaut sein - ist halt alles im PST-Kasten enthalten...

Gruß
Christoph


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CorCaroli
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4181 Beiträge

Erstellt  am: 23.06.2019 :  11:30:18 Uhr  Profil anzeigen  Besuche CorCaroli's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,

Zitat:
obwohl der Etalon im PST-Kästchen
wohl sehr klein sein muß.


Das Etalon vom PST hat einen Durchmesser von 20mm und liegt im Drehring/Tuningring verbaut vor dem PST Kasten. Im Kasten sind nur die Prismen und die Fokussierung verbaut.
Siehe auch hier:
http://www.corcaroli.de/Sonne/Sonnensetup_H-alpha.html

Beim Solarmax ist das aber eine wiedersprüchliche Angabe der Öffnung.
Wenn es als "Coronado SolarMax III 60mm" bezeichnet würde, dann wäre es eine ehrliche Angabe der verfügbaren Öffnung. So ist es nur ein "Marketinggag", auf dem man erst mal kommen muss.
Ich dachte bisher auch, das dieses Teleskop ein nutzbare Öffnung von 70mm hat und nicht nur 60mm, da diese vom Etalon beschnitten werden.

Viele Grüße
Gerd

corcaroli.de - Deep Sky und die Beobachtung der Sonne.

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donadani
Meister im Astrotreff


709 Beiträge

Erstellt  am: 23.06.2019 :  11:48:26 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Gerd,

dann sitzen die Linsen eben zusammen mit dem Etalon in der Einheit VOR dem Kasten ;)

...schau mal hier: https://www.cloudynights.com/topic/532447-how-do-i-test-pst-etalon/

Gruß
Christoph

Bearbeitet von: donadani am: 23.06.2019 11:49:46 Uhr
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CorCaroli
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4181 Beiträge

Erstellt  am: 23.06.2019 :  12:01:05 Uhr  Profil anzeigen  Besuche CorCaroli's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,

Zitat:
dann sitzen die Linsen eben zusammen mit dem Etalon in der Einheit VOR dem Kasten ;)


Dazu habe ich nichts geschrieben und auch nichts anderes behauptet.
Ich habe nur die Frage nach der Größe vom Etalon beantwortet. Wäre ich schneller mit tippen gewesen, wäre meine Antwort vor deiner erschienen und hätte keine Missverständnisse verursacht...

corcaroli.de - Deep Sky und die Beobachtung der Sonne.

Bearbeitet von: am:
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donadani
Meister im Astrotreff


709 Beiträge

Erstellt  am: 23.06.2019 :  12:03:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Btw. ein 60mm Frontetalon des gleichen Herstellers kostet mit 10mm Blockfilter neu 1.790,- EUR. Das Komplettteleskop - ebenfalls mit 60mm nutzbarer Öffnung und 10mm BF 2.990,- ergo zahlt man für einen 70mm Achromaten (vermutlich Made in China) mit ebensolchem Auszug gut 1.200,- EUR.

Denke für den Betrag kann man sich auch einen schönen Zeiss Telementor mit Montierung (oder AS63 ohne...) inkl. Adapter organisieren - würde wetten der macht am Ende mehr Spaß als das "kurze" Komplettteleskop...

...und ein neuer SM60 muss es ja auch nicht unbedingt sein...

...aber jo - ist natürlich alles nicht so schön golden... ;)

Wobei ein 2" Feather Touch mit 70mm Achro ist da auch drin, der hat dann zumindest einen goldenen Fokussierknauf :)

(==>)Gerd - hatte gedacht, Du meinst, das PST hätte keine Telezentrik - was mich gewundert hätte... - danke für die Aufklärung - cheers!

Bearbeitet von: donadani am: 23.06.2019 12:16:28 Uhr
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