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 Sonnenprojektion mit 90/500 Weitfeldrefraktor
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Gliese 581
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1372 Beiträge

Erstellt am: 07.06.2019 :  21:44:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

ich würde die Sonne gerne mal per Sonnenprojektion mit meinem 90/500 Weitfeldrefraktor beobachten. Schadet es dem Refraktor irgendwie wenn ich ihn einfach so ohne Schutz auf die Sonne richte? Kann da irgendetwas im Teleskop verschmoren oder ist das unbedenklich? Ist der Weitfeldrefraktor dafür überhaupt gut geeignet oder wäre dafür ein Refraktor mit mehr Brennweite besser geeignet?

Gruß
Martin



Spacewalk Infiniti NL* 16"f/4,2 mit BDSC, Spacewalk EQ Plattform
GSO 12"/f5 Deluxe auf Martini RB
SW 6"/f5 auf Martini RB, SW Mak 127/1500 2", TS 90/500 2", Revue 10x50, Baader Hyperion Zoom 3,5 - 24mm, Skywatcher AZ4-2, Televue Nagler 7 & 13mm Typ 6, TV Panoptik 24mm, Astronomik UHC in 2", Baader OIII in 2"
LUNT LS50THa/B400 H-Alpha Sonnenteleskop

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Argonaut
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
11 Beiträge

Erstellt  am: 08.06.2019 :  19:35:40 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Martin,

sofern keine Kunststoffteile im Tubus verbaut sind, sollte das kein Problem sein.
Ich beobachte die Sonne seit 1988 mit einem Vixen 80/910 und Projektionsschirm, und obwohl
ich manchmal über eine halbe Stunde draufhalte, hat es dem Instrument noch nicht geschadet.
Das Einzige was warm wird, ist das Okular, aber selbst das hat dem Vixen Ortho 12mm
noch keinen Schaden zugefügt. Deine Brennweite ist etwas kurz, an meinem Gerät bekomme
ich mit dem 12mm-Okular am großen Vixen Projektionsschirm ein Sonnenbild von 150mm Durchmesser.
Kommt drauf an, wie weit der Schirm vom Okular entfernt ist.
Auch der Farbfehler sollte etwas deutlicher sein als an meinem Gerät.


Viele Grüße
Klaus

Bearbeitet von: am:
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Gliese 581
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1372 Beiträge

Erstellt  am: 09.06.2019 :  10:21:43 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Klaus,

Danke für deine Antwort.

Das ist eine gute Frage mit den Kunststoffteilen. In dem Refraktor sind irgendwie mehrere schwarze Blenden verbaut aber ob die aus Kunststoff sind, das kann ich nicht sagen. Welche Okulare kann ich überhaupt für die Sonnenprojektion verwenden? Ich habe zb die Goldkanten, Okulare von ES und von TV und die Orthos von Baader. Könnte ich die Goldkanten dafür nehmen?

Nach ein Projektionsschirm müsste ich mich auch noch umsehen.

Gruß
Martin



Spacewalk Infiniti NL* 16"f/4,2 mit BDSC, Spacewalk EQ Plattform
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SW 6"/f5 auf Martini RB, SW Mak 127/1500 2", TS 90/500 2", Revue 10x50, Baader Hyperion Zoom 3,5 - 24mm, Skywatcher AZ4-2, Televue Nagler 7 & 13mm Typ 6, TV Panoptik 24mm, Astronomik UHC in 2", Baader OIII in 2"
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Bearbeitet von: Gliese 581 am: 09.06.2019 10:24:01 Uhr
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hoefats
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1170 Beiträge

Erstellt  am: 09.06.2019 :  10:49:50 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

für die Projektion nur Okulare mit unverkitteten Linsen verwenden Huygens etwa.
Zur Überprüfung ob Plastik oder Alu fällt mir spontan nur der Schmortest ein.
Stecknadel über Kerzenflamme erhitzen und ggf mit Zange leicht an die Blende drücken.
Für ein etwas geschultes Gehör reicht auch der Klopftest.

Gruß, Tobi

C 50/540 auf T-Mont

Mit kreischendem Bremsgeräusch fuhr der Zug im Bahnhof ein.
Die Leute stiegen aus und entleerten sich.
(Max, 10 Jahre, SOS Kinderdorf)




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Hico
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2062 Beiträge

Erstellt  am: 09.06.2019 :  10:55:11 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Hico's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Martin,

darf ich fragen woher die Motivation kommt, die Sonne per Projektion zu beobachten? Ich frage nur, weil Du so sicher nie die Detailfülle sehen wirst, wie direkt durch‘s Okular (natürlichen ausschließlich mit geeignetem Sonnenfilter!).

Noch dazu halte ich den Refraktor aufgrund des Öffnungsverhältnisses nur für bedingt geeignet.

An Okularen würde ich niemals die teuren verwenden, da die Okus schon `ne Menge Hitze abkönnen müssen! Sie sollten keine Kunststoffteile enthalten.

Eine weitere Alternative zum Projektionsschirm wäre noch eine Art Projektionstrichter. Ich hab mir sowas aus einer alten Sprühflasche (mit abgesägtem Boden), einer weißen Folie als Projektionsfläche und einem 20mm Okular (weiß jetzt nicht was für eins) gebaut.

Hier mein Sky“Zebra“ (ehemals Skylux ) mit angedocktem Projektionstrichter:


Und hier die Projektionsfläche mit der kompletten Sonnenscheibe die zu dem Zeitpunkt auch ein paar Flecken zeigte:


Hier während einer öffentlichen Beobachtung auch im finalen Zustand - d.h. mit kleinem Schirm gegen Sonnenlichteinfall auf die Guckseite der Projektionsfläche und komplett mit Aluklebefolie umwickelt.




Auslöser für den Bau war die Überlegung, eine ungefährliche Variante zu bauen, die ich so bedenkenlos bei meinen unregelmäßigen „Bürgersteig-Astronomie-Sessions“ oder in Kindergärten und Schulen einsetzen kann. Aber das ist dabei auch nur ein zusätzliches Gimmick, das sowieso nur Sinn macht, wenn auch Flecken (und nicht unbedingt so Mini-mini-Fleckchen) da sind. Parallel hab ich neben einem PST dann auch noch ein Teleskop für direkte Weißlichtbeobachtung am Okular dabei.

Gruß, schöne Pfingsten und klaren Himmel
Heiko

www.heiko-schaut-ins-all.de

... aus des Weltalls Ferne, funken Radiosterne ... (Hütter,Schneider,Schult)

51°16`N 8°50`O

12" f/5 Meade Lightbridge Dobson, 8“ f/10 Meade LX50 SC, 6" f/5 Meade Newton auf LXD-75, 4,5" f/7,9 Newton auf mot. azimutaler Montierung, 4" f/4 Celestron Explora Scope Kugeldobson, 76/700 Bresser "Tchibo-Dobson", 70/700 SkyZebra Refraktor, 60/900 Bresser (Tasco) Refraktor, Coronado PST auf EQ-2, diverse FG von 7x35 bis 20x80 Triplet, EOS1000Da, EOS750D, ASI120MC

Bearbeitet von: Hico am: 09.06.2019 11:03:01 Uhr
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Avier50
Altmeister im Astrotreff


1035 Beiträge

Erstellt  am: 09.06.2019 :  14:44:06 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Martin,
Okulare mit verkitteten Linsen können bei der auftretenden Hitze Schaden erleiden. Es muss ja nicht gleich der Kitt rauslaufen aber auch eine Trübung bei längerem Gebrauch wird teuer. Leider gibt es gute neue Huygensokulare kaum noch zu kaufen.
Wenn das Sonnenbild immer in der Bildfeldmitte bleibt, erleiden auch Plasteteile im Teleskop inneren kaum Schaden. Aber schon ein kurzes Auswandern kann zum "abrauchen" führen, wenn die Sonne Blenden oder andere Innenteile erfasst!
Also nachführen oder nur für die Sekunden der eigentlichen Beobachtung die Öffnung freigeben.
Das ist sowieso bei j e d e r Sonnenbeobachtung mit freier Öffnung anzuraten!
Der größte Vorteil der Snnenprojektion mit den ueblichen Amateur Teleskopen liegt eigentlich darin, dass mehrere Personen gleichzeitig beobachten können.
Aber jede direkte Beobachtung zeigt ungleich mehr Details!
Viel Erfolg
Andreas

Bearbeitet von: am:
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Gliese 581
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1372 Beiträge

Erstellt  am: 09.06.2019 :  15:05:26 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

ja genau das ist die Idee dahinter. Ich würde das mit der Sonnenprojektion einfach gerne mal ausprobieren und 2. könnte ich dann meinen Kindern auch mal Gefahrlos und direkt die Sonne zeigen. Der Blick direkt ins Okular zeigt sich immer etwas schwierig. Durch Abschattung, wenn man nicht richtig ins Okular schaut haben sie manchmal Schwierigkeiten etwas zu erkennen. Bei der Sonnenprojektion wäre das bestimmt einfacher, etwas zu erkennen.

Bestes Beispiel mein Schwiegervater. Ihm wollte ich mal die Sonne im Weißlicht zeigen und beim Blick ins Okular meinte er nur, ich sehe da nix ich sehe da nur alles weiß.

Huygens Okulare habe ich leider keine. Da müsste ich mal umsehen, ob ich die irgendwo bekomme....

Gruß
Martin



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Bearbeitet von: Gliese 581 am: 09.06.2019 15:09:57 Uhr
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hoefats
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1170 Beiträge

Erstellt  am: 09.06.2019 :  17:16:50 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

oder Ramsden - bzw. Mittenzwey- Okulare.
Ggf eine Suchanfrage stellen?
Letzte Hoffnung Auktionshaus, Bezugsquellen kenne ich leider keine.

Gruß, Tobi

C 50/540 auf T-Mont

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