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 Explore Scientific 127/952 ED?
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Oria
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
31 Beiträge

Erstellt am: 30.05.2019 :  08:13:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

ich bin schon seit längerem auf der suche nach einem passenden Teleskop. Ich dachte ich hätte mich jetzt auf Newton fokussiert, aber irgendwie fände ich ein Apo doch besser.

So auf die schnelle habe ich das Explore Scientific 127/952 ED Alu Essential gefunden.
Gibt es zwischen dem und Explore Scientific AP 102/714 ED FCD-100 Hexafoc einen Unterschied, bzw. was ist der Unterschied zwischen Crayford und Hexafoc?

Da dieses ja ein relativ weites FOV hat, kennt ihr gute Barlow oder andere Sachen, mit den man 2x vergrößern kann ohne das groß Qualität verloren geht?
Oder sollte ich doch einen anderen Apo nehmen?
Ich hätte bei diesen Leichtgewichten auch wieder an eine EQ6-R Pro gedacht.

Mein eigentliches Sucherfernrohr passt nicht auf den Tragegriff, kennt jemand eine passende Alternative?


MfG Niklas

Bearbeitet von: am:

Günni
Mitglied im Astrotreff


31 Beiträge

Erstellt  am: 30.05.2019 :  10:57:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Niklas,

ich kann dir nicht alle Fragen beantworten, aber die eine oder andere Erfahrung mit auf den Weg geben.
Ich habe den ES127/952 Carbon und bin mit der Optik meines(!) Gerätes sehr zufrieden.
Das Teil hat bei mir einen lange genutzten Takahashi FS128 verdrängt.
Es gibt von anderen Usern aber auch gegenteilige Berichte bezügl. der optischen Qualität.
Deswegen vermute ich, dass es diesbezüglich eine sehr große Streuung bei dem Teil gibt. Auf jeden Fall solltest du also die Möglichkeit haben, das von dir ausgewählte Gerät vor dem Kauf überprüfen zu können, damit du keine "Gurke" erwischst.
Einen letzten,fast nicht wahrnehmbaren Hauch von Blausaum (nur bei sehr hohen Vergrößerungen an harten Kontrastkanten) bin ich durch Verwendung eines Baader/Zeiss BBHS Zenitprismas los geworden. Mit dem Prisma ist auch bei höchsten Vergrößerungen kein Farbfehler mehr wahrnehmbar.
Als Barlow habe ich die TeleVue Powermate 2" 2-fach in Benutzung und bin auch mit dieser hoch zufrieden und kann sie guten Gewissens weiter empfehlen.
Mein ES 127 sitzt auf einer AZ-EQ6 und auch mit dieser Montierung bin ich absolut zufrieden.

CS
Günter

Bearbeitet von: am:
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5655 Beiträge

Erstellt  am: 30.05.2019 :  11:08:04 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Grüß Dich Niklas,
es kommt immer darauf an, was Du machen möchtest und wie Dein Budget ist. Mein Hauptgebiet ist visuelles Beobachten und Planeten und Mondfilmen/fotographieren. Bei Deepskyfotos kann ich nur das widergeben, was ich von Deepskyfotographen gesehen und gehört habe.

Für Deepskyfotos bevorzugt man meist Newtons oder kleine APOs bis ca. 90 mm Öffnung.
Newtons haben den Vorteil, dass sie einerseits farbrein sind(alle Wellenlängen die selbe Brennweite besitzen) und dass sie die größte Öffnung fürs Geld bieten. Im Bereich f/4 bist f/6 sind sie oft sehr günstig. Allerdings ist eine gute Justage notwendig. f/4 ist auf Dejustage kritischer wie f/6. Außerdem brauchst Du einen Komakorrektor.
Gute APOs sind weitgehend justierstabil, so dass sie auch nach einem Transport in der Regel justiert bleiben, oft über Monate oder Jahre hinweg. Schön ist bei APOS auch, dass sie meist deutlich weniger Tubusseeing zeigen wie ein Standardnewton. (Newtons kann man da auch optimieren, aber standardmäßig sind sie für Lokales- und Tubusseeing deutlich anfälliger wie Refraktoren. Aus eigener Erfahrung kann ich das für REfraktoren im Bereich bis 5" und Newtons ab 114 mm sagen).

Visuell sind die meisten APOs farbrein, bei Fotografie sind die Ansprüche oft höher.
Es gibt aber da verschiedene Möglichkeiten die Farbreinheit des APOs etwas zu steigern. Man kann z.B. eine SW Kamera nutzen und mit einem Filterrad für rot, grün und blau getrennt fokusieren.
Manchmal gibt es aber trotzdem oder deshalb bunten Halos um Sterne. So genau hab ich es nicht verstanden.
Wenn es ein APO wird, dann würd ich schauen, dass er so farbrein wie möglich ist. Bei gleichem Öffnungsverhältnis und Glassorten und größerer Öffnung wird der APO immer etwas weniger farbrein sein.
ein 5" f/7 ist bei gleichen Glassorten meist weniger farbrein wie ein 4" f/7. Es kommt auch auf die Glasschmelze an, aber so als Richtlinie kann das hoffentlich helfen.
Der ES AP 102/714 ED FCD-100 ist ein Triplet mit einer Linse aus FCD-100. Man kennt jetzt nicht die anderen Glassorten der anderen beiden Linsen, aber es sollte besser sein wie ein 4" f/7 mit FCD-1.
Bei dem ES 127/952 kommt es auf die verwendete Glassorte an. Ich würde aber vermutlich mit 4" f/7 mit dem FCD-100 bevorzugen, da eine geringere Brennweite einfacher zu handhaben ist. Ungenauigkeiten bei der Nachführung fallen bei längerer Brennweite mehr auf und der Farbfehler kommt bei gleichem Öffnungsverhälnis und mehr Brennweite mehr zu tragen.
Interessant sind die Aufnahmen vom Peter:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=239086
Der Verwendet auch eine 5" APO in dem Fall mit FPL53 und einer Farbkamera.
Für Planeten und Mondaufnahmen werden je nach Kamera meist Barlows verwendet. Bei meiner ASI 120MC mit 3,75 um Pixel war f/18 der Idealwert. Im Bereich f/16 bis f/22 hab ich gute Aufnahmen machen können, wobei f/16 schon die untere Grenze war. Da gibt es aber unterschiedliche Meinungen.
Ich war mit der günstigen Shorty 2x sehr zufrieden:
https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p1892_TS-Optics-Optics-TSShorty-2x-Apo-Barlowlinse--1-25-Zoll--3-elementig---foto-visuell.html
Wie immer gibt es da auch Qualitätsschwankungen.
Weiters besitze ich noch die Televue 2,5x:
https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p923_Tele-Vue-PMT2513---2-5x-Powermate-Barlow-1-25-.html
Sie ist noch hochwertiger und ich bin auch sehr zufrieden.
Die Lacerta 2x soll ebenfalls gut sein:
https://teleskop-austria.at/TeleexLa2_Lacerta-2x-Teleextender-Premium-Barlow-Linse-1#m
Mit der Lacerta habe ich aber keine eigenen Erfahrungen. Einen Teil meiner Aufnahmen kannst Du auf astrobin anschauen:
https://www.astrobin.com/users/Niklo/

Nachtrag:
Wenn es um Planeten, Mondfotos und das visuelle Beobachten geht, dann zeigt Dir die größere Öffnung mehr und feinere Details. Da wäre dann also der 5" APO besser wie ein 4" APO.

Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 30.05.2019 11:15:12 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5655 Beiträge

Erstellt  am: 30.05.2019 :  11:11:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Günni,
welche Glassorte ist in Deinem ES127/952? FCD-1 oder FCD-100?
Ja, eine Sterntest vor dem Kauf würd ich auch empfehlen um schlechte Exemplare auzuschließen.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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Der_Peter
Meister im Astrotreff


314 Beiträge

Erstellt  am: 30.05.2019 :  11:21:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Niklas,

anhand Deiner Fragen glaube ich, Du weißt noch nicht, was Du warum willst oder wollen solltest... ;)

Mach doch erst mal den Fernrohrführerschein, dann wird vieles klarer:
https://sites.google.com/site/wissenschaftsbuch286/-pdf-fernrohr-fuehrerschein-in-4-schritten-eine-anleitung-fuer-teleskop-besitzer-kostenlos-download

___________

Clear Skies!

Bearbeitet von: am:
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Günni
Mitglied im Astrotreff


31 Beiträge

Erstellt  am: 30.05.2019 :  19:31:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Roland,

mein ES127 ist aus der ersten Serie mit FCD-1.

CS
Günter

Bearbeitet von: am:
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17876 Beiträge

Erstellt  am: 30.05.2019 :  21:02:08 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Niklas,
Zitat:
...bzw. was ist der Unterschied zwischen Crayford und Hexafoc?
Prinzip Crayford ist bekannt? Der Hexafox hat eine Zahnstange zum Bewegen und ein secheckiges Führungsrohr statt dem üblichen runden. Soll mehr Steifigkeit bringen.
Zitat:
Da dieses ja ein relativ weites FOV hat, kennt ihr gute Barlow oder andere Sachen, mit den man 2x vergrößern kann ohne das groß Qualität verloren geht?
Gruudporblem- du brauchst für verschieden große Objekte eigentlich unterschiedliche Teleskope. Per Barlow Brennweite verdoppeln bedeutet dummerweise eine vierfach so lange Belichtungszeit.

Du solltest dich wirklich mal zu einem der überall stattfindenden Teleskoptreff bewegen. Dort hst du eine Vielzahl an verschiedenen Teleskopen, Montierungen und sonstigem incl. der Benutzer. Das dürfte mehr Fragen erklären als du hier stellen kannst.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: am:
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Oria
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
31 Beiträge

Erstellt  am: 31.05.2019 :  11:13:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

Ich würde wirklich gerne zu einem Treffen gehen, nur habe ich jetzt und in nächster Zeit nicht die Möglichkeit dazu.

Trotzdem wollte ich noch kurz was zum Backfocus fragen.

Wenn der Apo die Fokuslage 165mm hat, dann ein Flattener rein kommt und bei dem der Backfokus bei 111mm liegt, müsste man dann so viele Verlängerungsstücke anschrauben bis bei den 111mm ist oder müsste man nur zusehen, dass man weniger als diese Länge hat?

MfG

Bearbeitet von: Oria am: 31.05.2019 11:15:07 Uhr
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17876 Beiträge

Erstellt  am: 31.05.2019 :  11:43:27 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi,
Zitat:
Original erstellt von: Oria

Hallo,

Ich würde wirklich gerne zu einem Treffen gehen, nur habe ich jetzt und in nächster Zeit nicht die Möglichkeit dazu.

Trotzdem wollte ich noch kurz was zum Backfocus fragen.

Wenn der Apo die Fokuslage 165mm hat, dann ein Flattener rein kommt und bei dem der Backfokus bei 111mm liegt, müsste man dann so viele Verlängerungsstücke anschrauben bis bei den 111mm ist oder müsste man nur zusehen, dass man weniger als diese Länge hat?

MfG

Der Backfokus muss größer sein als das Auflagemaß der Kamera und was du noch dazwischen einbringen willst (Off Axis Guider, Filterrad etc.). Der mögliche Verstellweg des OAZ bestimmt, ob du dann zusätzlich Abstandshülse benötigst oder nicht.

Eine Canon DSLR hat 44mm, eine Nikon hat 46,5mm Auflagemaß. Der passende T2 Adapter sorgt für den korrekten Abstand passend zu dem Auflagemaß. Für die Canon würde das für dein Beispiel bedeuten- 165mm-44mm => 121mm bzw. 111mm-44mm=>67mm. Lässt sich der Okularauszug um z.B. 50mm max. ausfahren muss der verbleibende Abstand mit Zwischenringen ausgefüllt werden, also 121mm-50mm=>71mm+x bzw. 67mm-50mm=>17mm+x.

Das +x bedeutet- es muss etwas mehr Abstand als der rechnerische Wert eingebracht werden, damit der OAZ nicht am äußeren Anschlag steht und du noch etwas Weg zum Einstellen des Fokus hast.

Bearbeitet von: am:
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