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Seite: von 4

b_schaefer
Senior im Astrotreff

Deutschland
139 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  12:52:50 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich beobachte auch hauptsächlich vom Balkon. Mit 2x 2,8" (71mm). Und zwar hauptsächlich "Deep Sky".

Was ist "Deep Sky"? Definitionsgemäß erstmal alles außerhalb unseres Sonnensystems. Damit ist jeder einzelne Stern außer der Sonne "Deep Sky". Was wird gemeinhin darunter verstanden? Nebel, Galaxien, Sternhaufen. Was davon geht vom Balkon? Im Prinzip alles.

Die Frage ist eher, was erwartet man zu sehen? Staubbänder in Galaxien? Farbe in Nebeln? Das wird schwierig vom Balkon und zwar relativ unabhängig von der Öffnung. Zumindest bringt die Öffnung nicht mehr den theoretisch möglichen Vorteil, weil schlechte Transparenz, Lichtverschmutzung und verwirbelte Luft die Vorteile ausbremsen.

Was geht denn sicher und einfach vom Stadtbalkon? Offene Sternhaufen eigentlich immer. Doppelsterne ebenfalls, selbst in kleinen Instrumenten. Die äußeren Formen der helleren Galaxien lassen sich gut erkennen, wenn auch Details kaum erkennbar bleiben. Emissionsnebel wie der Orionnebel gehen meistens auch ziemlich gut.

Bei vielen Sachen ist man einfach auf einem niedrigeren Detailgrad unterwegs. Ich erkenne mit 71mm die meisten Kugelsternhaufen. Sie sehen in so einem kleinen Gerät aber eben nur wie ein unscharf fokussierter Stern aus. Oder ein kleines Wölkchen. Einzelsterne kann ich auch bei Hochvergrößerung nicht erkennen, da bremst mich die öffnungsbegrenzte Auflösung aus. Auch viele Planetarische Nebel (PN) kann ich finden, sehe dann aber kaum Details. Bei M57 kann ich immerhin erkennen, dass es ein kleiner Ring ist.

Nur für relativ wenige Objektkategorien kann auf dem Balkon eine große Öffnung noch was reißen, die besagten PN gehören dazu, oder auch die angesprochenen Kugelsternhaufen, aber sonst wird es mau. Dann bleibt echt die Frage, ob man sich das Hantieren mit einem großen Teleskop auf einem Balkon wirklich antun will, um dann doch eher wenig Gewinn zu haben.

Heute wird oft erklärt, dass man unterhalb von 8 Zoll eigentlich nichts spannendes sehen kann. Das mag für einen Astronomen mit 20 Jahren Beobachtungspraxis stimmen, der hat ja schon viel gesehen. Aber als Einsteiger kann man sich einige Jahre auch mit einem 60-80mm Teleskop oder einem Fernglas viele interessante Sachen anschauen. Vor allem, wenn man nicht gleich voll einsteigen kann oder will und jede klare Nacht nutzen. Ich komme bisher auf 1 bis 2 Abende bzw. Nächte pro Monat. Da habe ich noch viel Zeit, bis mir die größeren Objekte, die ich mit meinem Gerät aus der Stadt sehen kann, langweilig werden.

Bleibt der Preis: Ironischerweise wird es höchst selten billiger, wenn man auf kleinere Öffnungen geht. Gute kleine Geräte sind üblicherweise sogar teurer als brauchbare 8-Zöller. Insbesondere, wenn man noch ein wackelfreies Stativ und eine brauchbare Montierung dazurechnet. Dessen sollte man sich bewußt sein.

Preis-/Leistungsmäßig sehe ich einen soliden 5- bis 6-Zoll-Tischdobson schon als ein gewisses Optimum. Auch wenn ich persönlich eine beidäugige Beobachtung vorziehe und der daher für mich nicht in Frage käme.

Viele Grüße
Sebastian


Bearbeitet von: b_schaefer am: 17.05.2019 12:54:12 Uhr
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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1692 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  13:29:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
HiHolger,

logo kann man auch vom Balkon/v.a. auch Garten mal Spaß haben. Wenn es aber als dauerhafte, primäre Station gedacht ist... ists wie ins Fitness-Studio gehen und nur ein paar Liegestützen machen...

Tatsächlich geht heut was auch am Mond - ich schiele heut ggf. mal mitm Dob ausm Fenster, mach ich auch mal ganz gern

Schönes WE und CS
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

Bearbeitet von: NormanG am: 17.05.2019 13:31:40 Uhr
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mbba
Meister im Astrotreff

Deutschland
301 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  13:46:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Daniel,

ich beobachte auch hauptsächlich vom Balkon und nur rein visuell.
Balkonbeobachtung ist leider mit Kompromissen und Abstrichen verbunden. Platz, Nachbarn, Störlicht etc., da gibt es kein herumdeuteln.

Dobson 203/1200, Newton 150/750, Maksutov 127/1500, Refraktor 120/600 und Refraktor 120/1000 vorhanden. Der 127/1200 Refraktor geht weg, da der auf dem Balkon gar nicht zu handhaben ist. Der 1000-er Refraktor ist da sehr viel besser. Jetzt ist ein drumherum kommen, ohne irgendwo dran zu stoßen (nicht nur im Hellen ;-)), gut möglich.

Ich bin kein überzeugter ;-) Dobsianer, aber ich finde, dass es auf dem Balkon geht. Man muss ihn halt höher legen :-)). Eine 1000er Brennweite wäre da bestimmt besser, um den Platz für freies Bewegen bei flacher Beobachtung nach hinten raus zu haben. Je höher man geht um so bequemer wird's. Sitzen geht da mit einem Stuhl natürlich nicht.

Das Dreibeinstativ nimmt immer seinen Platz weg und man muss die Beine weit genug ausfahren, auch mit Montierungskopf, um auch über die Brüstung zu kommen. Und je weiter ich die Beine ausfahren muss, um so mehr Platz nimmt es weg.
Diesbezüglich wird meine nächste größere Anschaffung sehr wahrscheinlich eine Säule sein. Die wirkt natürlich nicht gegen eine gegebene Tubuslänge, da hab ich mich auf maximal 1000-er Brennweite eingeschossen (Maksutov ausgeschlossen ;-)), mehr geht einfach nicht auf dem Balkon. Aber ich bin der Überzeugung das die Säule vom Platz her mehr Bewegungsfreiheit bietet. Die Standbeine sind relativ kurz und flach am Boden.

Dreibeinstativ ist für einen Refraktor, auch mit Zenitprisma/spiegel, auf dem Balkon, s. 1200-er, problematisch, da der Einblick hinten ist. Ich will ja einen einigermaßen bequemen Einblick haben ;-). Mit dem 1000-er geht jetzt auch sitzen auf einem Stuhl fast immer ;-).

Ein Newton, der angedachte 750-er (die mitgelieferte Montierung ist arg an ihrer Grenze), ist da schon besser aufgestellt, da der Einblick Vorn ist.
Oder der schon erwähnte Maksutov.
Einfach alles was kurzbauend ist.

Als Balkonaut ist es nicht ganz einfach das passende Instrument zu finden. Wie gesagt, ich (Du) muss(t) mit Kompromissen leben.

P.S.
Nochmal zurück zum CLS-Filter.
Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es dabei darum, das störende Licht vom Licht des zu beobachtenden Objekts zu trennen und da scheint ja ein CLS-Filter doch recht gute Arbeit zu leisten. Die Filter unterdrücken ja das Licht von Natrium- und Quecksilberdampflampen. Wenn denn dann solche Laternen dort stehen... ...
Klar ein UHC-Filter oder OIII-Filter sind für DeepSky-Objekte sehr hilfreich.
Ich möchte sie nicht mehr missen.

Das ganze mit den Filtern hat sich eh dann erledigt, wenn die Gemeinden meinen, aus Kostengründen, LEDs einzusetzen.

Gruß und CS
Mathias

| Refraktor FH 120/600 - Refraktor 120/1000 - Refraktor AC 127L/1200 Messier - Maksutov SkyMax BD 127/1500 - Orion Dobson SkyQuest XT8 Plus 203/1200 - Exos-2 GoTo - AZ-S GoTo - EQ-6 R |

Bearbeitet von: am:
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Cleo
Altmeister im Astrotreff


1304 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  13:48:30 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Norman,
Zitat:
Original erstellt von: NormanG

logo kann man auch vom Balkon/v.a. auch Garten mal Spaß haben. Wenn es aber als dauerhafte, primäre Station gedacht ist... ists wie ins Fitness-Studio gehen und nur ein paar Liegestützen machen...
irgendwie passt das Bild noch nicht ganz - ich hätte eher gesagt, wie ein Mountainbike kaufen und nur zu Hause auf der Rolle fahren - das was Du schreibst, passt eher zu "unter dunklen Alpenhimmel fahren und immer nur ein 10x50-Fernglas mitnehmen..."

Ebenfalls schönes Wochenende...
Gruß, Holger

Machen ist wie wollen, nur krasser.

Bearbeitet von: Cleo am: 17.05.2019 13:51:35 Uhr
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mbba
Meister im Astrotreff

Deutschland
301 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  13:53:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Sebastian,

hat mir sehr gut gefallen was Du geschrieben hast!

Gruß und CS
Mathias

| Refraktor FH 120/600 - Refraktor 120/1000 - Refraktor AC 127L/1200 Messier - Maksutov SkyMax BD 127/1500 - Orion Dobson SkyQuest XT8 Plus 203/1200 - Exos-2 GoTo - AZ-S GoTo - EQ-6 R |

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G2-Astro
Meister im Astrotreff

Deutschland
446 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  13:56:12 Uhr  Profil anzeigen  Besuche G2-Astro's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Daniel,


ich habe bisher 14 Beobachtungsplätze für Astrofreunde meist mit Säule eingerichtet, selbst Die mit Möglichkeiten im Garten oder externer Beobachtungsstation, beobachten aber meist vom Balkon oder Terrasse!

2 haben das Teleskop in einer Loggia, 1 auf einer halbüberdachten Terrasse, auf einer festen oder fahrbaren Säule, Die mit keinem anderen Beobachtungsort mehr tauschen würden!
Der mit der Terrasse, kann die Teleskopmontierung jederzeit, gegen einen Grill oder Blumenkübel auf der Säule austauschen! Also auch kein Problem mit der Familie!

Alle können Nachts Jederzeit, für 15 - 20 Minuten oder 1-2 Stunden beobachten, ist dann kein Problem!

Gegen störendes Laternenlicht kann man was machen, der Platzbedarf ist auf dem Balkon der witzigere Faktor. Ein vorgebauter oder eingelassener Balkon, entscheiden, die Sicht nach den Seiten und nach Oben!

Ist der Sichtwinkel eingeschränkt, nutzt Goto recht wenig, da ist ein nachgerüstetes Digi -Teilkreis - System mit Anzeige über Handy preiswerter + besser, zeigt es Dir deine Teleskop - Position, zwischen den Sternen auf dem Display!

z.B. das hier > https://romer-optics-llc.myshopify.com/collections/easy-push-to <

Ich setze es an 3 verschiedenen Teleskopen ein, Steuerung und Pos.-Geber sind sehr leicht durch Magnet Halterung umzusetzen! Vom Sternwarten Gerät, zum Dobson oder Reise Maksutov kein Problem!

Mein Angebot für weitere Infos dazu steht weiterhin, per E - mail und dann auch Telefonisch, weil da der Gedankenaustausch viel schneller mit mehr Infos rüberkommt!

Gruß Günter

www.G2-Astronomie.de
GSO 12" Dobson, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, 140/500 - Comet-Catcher, MC100/1000 MAK; Skywatcher ED 80 PRO, Skw. 8" Dobson, Skw. 127 / 1500 MAK

Bearbeitet von: G2-Astro am: 17.05.2019 14:10:40 Uhr
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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1692 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  14:05:19 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
stimmt Holger, Dein Bild passt besser

So, jetzt gehts inne Sonne.

cS!
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

Bearbeitet von: am:
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GSO
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
10 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  14:44:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Daniel

Ich bin auch noch blutiger Anfänger. Habe mein Teleskop auch erst seit einem haben Jahr. Konnte auch noch nicht all zu viele Beobachtungs Nächte machen, wegen Wetter und Zeit. Meine Situation ist ziemlich ähnlich. Wohne im 1. Stock mit Balkon, ähnlich wie deiner,2 Straßenlampen wobei auch 1 auf meinen Balkon zeigt und ein Garten. Sogar mein Budget war ähnlich deinem. So bin auf die Suche gegangen und auch hier bei Astrotreff gelandet. Ich habe dann im Hintergrund Wochenlang mitgelesen, um mir Tips und Ratschläge für ein Einsteigerteleskop zu holen. Die Flut an Infos war überwältigend und irgenwann blickte ich nicht mehr durch. Für mich war das wichtigste, was und wie will ich es sehen, da hat mir der link oben sehr geholfen. Wie z.B. bei M13, den finde ich bei 200/1000 beeindruckender als bei den anderen vergleichsbildern. Deshalb hab ich mich dann für einen 10"/1250 dobson entschieden. Was einerseits das Budget nach oben trieb und nicht mehr Balkon tauglich war. Ich wollte mir auch die Chance höher vergrößern zu können nicht verwehren, wenn es auch das Seeing nicht oft zulässt, aber wenns geht will ich es auch nutzen können. Sorry für den langen Text, wollte nur ein wenig erklären warum ich beim 10zöller gelandet bin.

So jetzt meine,noch recht wenigen Erfahrungen.
Hab natürlich gleich auf dem Balkon aufgebaut, ich habs ja vorher schon gedacht, aber der Balkon ist für den 10 Zöller zu klein. Wird dann auch beim 8" nicht anders sein denke ich. Trotzdem weiter gemacht, Orion Nebel gesucht und gefunden. War schon echt super den mit eigenen Augen zu sehen. Am nächsten Abend im Garten,unter ähnlichen Bedingungen, an einem dunkleren Ort aufgebaut. Wieder Orionnebel, der Unterschied vom Balkon in den Garten hab ich schon als enorm empfunden, ich konnte seine Ausdehnung schon viel besser erkennen, ich denke das liegt an der Staßenlampe die nicht mehr so stark an das Telekop leuchtet. Am nächsten Tag, alles ins Auto, 2 km aus dem Ort gefahren, noch dunklere Umgebung und selbes Objekt und glücklicher Weise wieder ähnliche Bedingungen, der Unterschied ist so Hammer, hätte ich nie für möglich gehalten.
Da hab ich erst so richtig verstanden was es mit dem Streulicht so auf sich hat.

Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen und hab dich nich noch weiter verunsichert. Wollte nur sagen das es vom Balkon zum Garten schon ein großer Unterschied ist. Wie es mit anderen Öffnungen, Brennweiten oder Filter ausschaut weiß ich nicht da hab ich keine Erfahrungen.

Nochmals Entschuldigung für das lange schreiben.

Grüße
Thomas

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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


16926 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  14:52:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Matthias,

geht zwar etwas am eigentlichen Thema vorbei, aber trotzdem was dazu-
Zitat:
Nochmal zurück zum CLS-Filter.
Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es dabei darum, das störende Licht vom Licht des zu beobachtenden Objekts zu trennen und da scheint ja ein CLS-Filter doch recht gute Arbeit zu leisten. Die Filter unterdrücken ja das Licht von Natrium- und Quecksilberdampflampen. Wenn denn dann solche Laternen dort stehen... ...
Der CLS nimmt das von dir erwähnte störende Licht weg, aber er nimmt eben genau den gleiche Lichtanteil des Nutzlichts raus.

Grob gesagt- wenn der CLS (angenommen) 50% des betroffenen Weißlichtanteils ausfiltert, dann fehlen diese 50% auch bei deinem beobachteten Objekt. Das Abbild der Galaxie oder des Kugelsternhaufens ist damit um die Hälfte dunkler. Fotografisch ist das kein großes Problem, dann belichtest du eben etwas länger. Nur dein Auge kann das nicht, visuell bist du auf das im Moment ankommende Licht angewiesen. Und gegen die direkt im Sichtbereich stehende Lampe hilft weder der CLS noch der echte OIII/UHC

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

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mbba
Meister im Astrotreff

Deutschland
301 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  15:24:40 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan,

ich dachte, wenn ich mir das ein oder andere durchlese, das ein Filter einen bestimmten Wellenbereich(e) durch lässt und einen bestimmten blockiert.
Also im Fall des CLS-Filter, von 450nm bis 540nm und alles über 645nm wird durch gelassen und alles andere geblockt. Somit sollte doch das Licht des Objektes, das ich beobachten will, durchgelassen werden.

Zitat beginn
(https://www.astronomik.com/de/visual-filters/cls-filter.html)
Der Filter blockt die Emissionslinien von Nieder- und Hochdrucklampen (Quecksilber (Hg) und Natrium (Na)) und die Linien des Airglow vollständig ab. Alle wichtigen Emissionslinien astronomischer Objekte sowie der Spektralbereich, in dem das Auge nachts die maximale Empfindlichkeit hat, werden durchgelassen.
Zitat ende

So definiere ich mir auch einen Filter. Er soll das blocken was ich nicht sehen will und das durch lassen was ich sehen will.

Das ich gewisse eventuelle Verluste einkalkulieren muss, ist mir klar.

Der Filtereinsatz ist natürlich auch von meiner Umgebung abhängig. Wenn keine Hg und/oder Na Lampen bei mir die Straße säumen nutzt mir kein Filter was. Gegen Glühbirnen und ähnliche Lampen helft mir ein CLS-Filter nicht's. Da diese Leuchtmittel (so sagt man doch Fachgerecht) genau wie Sterne ohnehin in allen Farben des Spektrums leuchten.

Gruß und CS
Mathias

| Refraktor FH 120/600 - Refraktor 120/1000 - Refraktor AC 127L/1200 Messier - Maksutov SkyMax BD 127/1500 - Orion Dobson SkyQuest XT8 Plus 203/1200 - Exos-2 GoTo - AZ-S GoTo - EQ-6 R |

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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


16926 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  15:33:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Matthias,

ja, soweit schon richtig, aber...

Der gute OIII/UHC lässt sehr schmalbandig 90-95% des gewünschten Nutzlichts durch und sperrt annähernd 100% des Störlichts aus. Damit wird der Himmel dunkel und das erhöht den Kontrast Objekt-Umgebung.

Der CLS blockt einen großen Anteil des gesamten Spektrum um dabei die künstlichen Lichtquellen Hf/Na zu unterdrücken. Aber es gibt genug Störlicht auch aus anderen Lichtquellen, die damit nicht ausgeblendet werden und der Himmelshintergrund wird damit nur teilweise abgedunkelt. Und das Nutzlicht des Objekts ist eben genauso betroffen, damit ändert sich der Kontrast Objekt-Umgebung eben erheblich weniger bis fast gar nicht.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

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stardust3
Altmeister im Astrotreff


3114 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  16:28:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi,

wenn ich mal mitmischen darf: Angesichts der zunehmenden Flut von LED Beleuchtung, insbesondere bei gewerblicher Beleuchtung und Straßenbeleuchtung etc. haben CLS Filter meiner Meinung nach ausgedient. In naher Zukunft umso mehr. Leider :-(! (Ich mag die orangenen Natrium Dampflampen)

Und an Daniel: Fahr bitte beim nächsten Neumond Ende Mai gegen 1:30 morgens in den Wald/Feld fernab einer größeren Stadtansammlung und schau Dir das Himmelszelt mal an. Das Gleiche am Balkon die Nacht davor/danach. Idealerweise hast Du schon ein Fernglas, oder kannst es ausleihen. Nimm es mit...
Bist Du bekehrt zum Wald&Flur Beobachter? Oder bleibt es beim Balkon?

Noch besser Du fährst gleich zum Teleskoptreffen ITV ;-) in Gedern - ist ja am Rande zumindest einer Ecke von Bayern (in Hessen)!

CS,
Walter

LLAP

Bearbeitet von: stardust3 am: 17.05.2019 16:30:33 Uhr
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mbba
Meister im Astrotreff

Deutschland
301 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  16:49:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan,

der CLS-Filter ist ja auch ein Breitbandfilter.
Sehe ihn auch nicht als Allheilmittel an.
Ist wie mit den Teleskopen, ich kann zwar grundsätzlich mit jedem Teleskop alles beobachten, dennoch kann das eine das besser und das andere jenes besser.
Wenn ich was bestimmtes beobachten will, brauch ich halt einen Spezialisten. Genauso bei Filtern, da hat jeder sein Einsatzgebiet. Wie gesagt UHC-, OIII-Filter mag ich nicht mehr missen. Genauso Mondfilter.

Ich denke, das Daniel mal zu einem Treffen gehen sollte, oder Sternwarte um das alles mal "live und in Farbe" zu sehen.

Balkonbeobachtung ist einfach nicht einfach :-)).
Man beobachtet da halt immer aus einer mehr oder weniger bewohnten Ecke heraus, irgendwo stehen blöd Laternen rum, Nachbarn können gestört werden oder sich gestört fühlen, der Platz ist begrenzt usw. usw.
Man muss sich an seine Gegebenheiten mit dem Equipment heran tasten. Da ist der Griff daneben fast vorprogrammiert.
Ich bin da auch noch dabei. Okularmäßig hab ich für mich die richtige Wahl gefunden. Teleskopmäßig hab ich jetzt auch das was bei mir möglich ist. Bei den Filtern experimentiere ich noch rum. Auch wenn es mal nicht so läuft wie gedacht, der Spaß am Sterneguggen bleibt :-).

Gruß und CS
Mathias

| Refraktor FH 120/600 - Refraktor 120/1000 - Refraktor AC 127L/1200 Messier - Maksutov SkyMax BD 127/1500 - Orion Dobson SkyQuest XT8 Plus 203/1200 - Exos-2 GoTo - AZ-S GoTo - EQ-6 R |

Bearbeitet von: am:
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mbba
Meister im Astrotreff

Deutschland
301 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  17:05:52 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Walter,

das mit den LEDs hatte ich schon erwähnt ;-)).

Das wird dann eine richtige Seuche :-(.
Es ist doch bestimmt möglich da irgendwie ne vernünftige Steuerung einzubauen.
Wenn ich mir das Nacht's bei mir anschaue, ich wohne auf einem Hügel oberhalb der Ortschaft und hab einen guten Überblick über den Ort, was da so alles dauerhaft beleuchtet ist und sich kein Auto bewegt, keiner rumläuft usw. da wäre bestimmt Einsparpotential, so rein finanziell.

Es geht sich ja nicht nur um uns Hobbysternengucker sondern auch um Insekten, Tiere, Auswirkung auf uns Menschen... ...

Gruß und CS
Mathias

| Refraktor FH 120/600 - Refraktor 120/1000 - Refraktor AC 127L/1200 Messier - Maksutov SkyMax BD 127/1500 - Orion Dobson SkyQuest XT8 Plus 203/1200 - Exos-2 GoTo - AZ-S GoTo - EQ-6 R |

Bearbeitet von: am:
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Daniel.s
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
10 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2019 :  09:26:57 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Moin moin,

Vielen Dank für die vielen, sehr informationsreichen Rückmeldungen.

Mir geht es gerade wie GSO, blicke im Moment nicht mehr so recht durch.

Denke ich verabschiede mich von meinem hauptschwerpunkt vom Balkon aus, garten geht denke ich auch, die eine Laterne könnte ich mit irgendwas abschirmen und Felder liegen direkt vor meiner Haustüre...

Bezüglich teleskop muss ich mir nochmal meine Gedanken machen.

Bin da immernoch bei dem Skywatcher Teleskop N 150/750 Explorer BD NEQ-3 da wie schön erwähnt ich später evt auch mal Fotos machen kann was beim dobson wohl nicht geht und ich mir dann kein zweites anschaffen müsste aber ne andere Montierung.

Habe in ebay auch dies hier gesehen

https://m.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/teleskop-skywatcher-200-1000-f5-mit-eq5-montage-und-viel-zubehoer/1110209298-242-2937

Zwar über meinem Budget aber schon mit Zubehör wozu ich noch nicht viel sagen kann.

Das mit der Sternwarte hatte ich auch schon überlegt, werde ich bestimmt machen. Vielleicht bin ich dann etwas schlauer.

Gruß und schönes Wochenende allen

Daniel




 


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