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Seite: von 4

Daniel.s
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
10 Beiträge

Erstellt am: 15.05.2019 :  22:48:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo an alle :)

Erstmal möchte ich mich vorstellen. Ich heiße Daniel, bin 31 jahre alt und auf der Suche nach einem guten Einsteiger Teleskop.
Ich bin ein echter Anfänger in diesem Gebiet, habe also noch nie ein teleskop besessen oder damit gearbeitet. Möchte aber gerne in die Welt der Astronomie eintauchen und dies zu meinem Hobby machen. Habe mich hier auch schon ein wenig umgelesen.
Hier findet man ja auf jede Frage eine Antwort. Top Forum!

Mein Budget: max. 400 euro + evt Nachrüsten für Okkulare und Filter

Meine Lage:
Wohne fast am Rande in einer Siedlung im 1 Stock,
Balkon 1,50m breit 4,50m lang, brüstung 1m hoch

Blickrichtung ist von meinem balkon von ost bis nach west

Ca 50 m vor mir ist eine Straße mit je eine Straßenlaterne links, mittig und rechts, wobei die mittige das meiste Licht zu mir wirft. Ist das ein Problem bzg. dem Streulicht? Wie stark schränkt mich das ein?

Kleiner Garten ist auch vorhanden allerdings nicht die beste Sicht...

Was will ich sehen: Planeten, Sterne und deep sky

Habe mich schon nach ein paar teleskope umgesehen aber weiß nicht was das beste für mich ist, denke ihr habt da mehr Erfahrungen.

Habe den dobson 8" ins Auge gefasst, denke der wird aber aufgrund seiner Länge auf meinem balkon schlecht zu positionieren sein, oder reichen 1,50 m in Breite? Kann man diesen auch mit der rockerbox auf einem kleinen Tisch oder hocker stellen damit die Sicht bei flacher Stellung durch die Brüstung nicht versperrt ist?

Oder habt ihr andere Vorschläge für mich bzgl. der teleskope?

Braucht man noch sonstiges Zubehör was ihr empfehlen könntet und man gegebenfalls später mitbestellen sollte? Filter oder Okkulare?

Vielleicht habt ihr ja ein paar Ratschläge parat, würde mich jedenfalls sehr freuen, da wie gesagt das alles Neuland für mich ist...

Schöne Grüße

Daniel




Bearbeitet von: am:

mintaka
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
14697 Beiträge

Erstellt  am: 15.05.2019 :  23:24:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Daniel,

willkommen beim Astrotreff.

Bei 1,5 m nutzbarer Tiefe dürfte das Handling mit einem 1,2 m Tubus schwierig werden. Da scheint mir ein 6" Tischdobson sinnvoller zu sein.
Wegen der Okulare lies dir mal http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=228474#809448 durch. Ist zwar viel Stoff, geht aber auf alle wichtigen Parameter der Okularwahl ein.
Als erstes Filter dürfte ein Neutralgraufilter (ND06) zur Lichtdämpfung am Mond reichen. Wenn du etwas mehr ausgeben willst, hol dir ein variables Doppelpolfilter.

Gruss Heinz

TIPP: Bresser bietet gerade das MESSIER 6" DOBSON als Ausstellungsware für 210 Euro an.

Bearbeitet von: mintaka am: 15.05.2019 23:30:28 Uhr
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Daniel.s
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
10 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  07:22:07 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Heinz

Vielen Dank für deine schnelle Antwort!
Hört sich gut an mit dem 6"
Das mit den okkularen werde ich mir mal durchlesen, danke.

Wieviel Unterschied besteht denn zwischen einem 8" und 6" im bezug auf das beobachten? Ist der Unterschied sehr spürbar aufgrund seiner kleineren Öffnung?

Oder spielt das für mich als Anfänger erstmal eine kleinere Rolle und ein 6" ist vollkommen ausreichend?

Achja habe den Balkon nochmal abgemessen, von Tür bis brüstung 1,64m falls die paar cm doch auch einen 8" zulasse sollten...

Gruss

Daniel

Bearbeitet von: am:
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mbba
Meister im Astrotreff

Deutschland
341 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  07:59:26 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Daniel,

auch erstmal Willkommen im Forum.

ich selbst habe auch einen 8"/1200 Dobson und benutze ihn auf einem ähnlich breiten Balkon. Das Teil ist mir einfach zu schwer es aus der dritten Etage zu tragen und dann wieder hoch.

Relativ flaches Beobachten wird natürlich zum Problem, da der Newton-Tubus seinen Okularauszug Vorne hat und somit nicht über die Brüstung ragen sollte . Ab ca. 20° Höhe wird es gut (bei mir). Auch habe ich mir ein stabiles Podest mit Höhenverstellbaren Beinen (in der Waage stehen) gebaut, damit ich über die Brüstung komme. Die Rockerbox samt Podest nimmt nicht soviel Platz weg wie ein Dreibein Stativ. Auch kannst Du die Rockerbox näher an die Brüstung schieben.

Ein Tubus mit 1200-er Brennweite auf Dreibein-Stativ geht gar nicht auf dem Balkon. Deshalb habe ich meinen 1200-er Refraktor gegen einen 1000-er Refraktor ausgetauscht. Das passt jetzt bestens .

Meines Erachtens geht ein Dobson dieser Größe, mit leichten Abstrichen, auch auf dem Balkon.

Was Dein Störlicht (Laternen) betrifft, schau mal in die neue "Astronomie - Das Magazin" Ausgabe 02, da ist ein schöner Artikel über die passenden Filter drin.
Für Deep-Sky benutze ich UHC- oder OIII-Filter. Ein CLS-Filter könnte schon Abhilfe schaffe.

Gruß und CS
Mathias

| Refraktor FH 120/600 | Refraktor FH 120/1000 | Refraktor AC 127L/1200 Messier | Maksutov SkyMax BD 127/1500 | Orion Dobson SkyQuest XT8 Plus 203/1200 | Exos-2 GoTo | AZ-S GoTo | EQ-6 R | ZWO ASI224 |

Bearbeitet von: mbba am: 16.05.2019 07:59:59 Uhr
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hasebergen
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3228 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  08:03:09 Uhr  Profil anzeigen  Besuche hasebergen's Homepage  Antwort mit Zitat
Moin Daniel.

Der Tischdobson ist eine mögliche Alternative.

Ich würde aber - aufgrund Deiner Gegebenheiten und auch Deines finanziellen Rahmens ein anderes Gerät empfehlen: Vielleicht "das" wirklich solide Einsteigsgerät schlechthin; diesen gebrauchten 114/900er Vixen-Newton (s.u.) auf einer guten stabilen NP-Montierung. Hier hast Du zwar etwas weniger Öffnung, aber ansonsten - für zudem einen wirklich guten Preis - ein durchdachtes und gutqualitatives Gerät zur Verfügung. Und - siehe den Preis und Dein Budget - noch über 200€ für Okulare & Zubehör.

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/teleskop-vixen-np-r114s-mit-zubehoer/1120083147-242-19305

Mit 4"5 kann man schon so einiges sehen, das Gerät ist zudem leicht justierbar (bei Newton immer auch eine wichtige Sache), Du hast eine äquatoriale Montierung (kann man mit Antriebsmotoren zur Nachführung (später: Photographie) ausrüsten und auch am Mond/Planeten macht dieser Newton viel Spass.

Greetz Hannes

PS und - solltest Du hier "zuschlagen"; weiteres Zubehör kannst Du dann - mit etwas Geduld - auch günstiger gebraucht erwerben, melde Dich hier einfach, auch da "wird Dir geholfen"

EDIT: ich habe gerade den etwas angelaufenen Spiegel gesehen; das relativiert d i e s e s Gerät natürlich (oder Du kannst einen Preisnachlass heraushandeln). Aber diesen Typus (der 114er Vixen Newton auf NP-Monti) für einen vergleichbaren Preis ist immer ein gutes Einstiegsgerät (bitte NIE diese als "Einstiegsgeräte" verramschten 114er Newtons von einschlägigen Händlern in Betracht ziehen; das sind i.d.R furchtbare Wackeldackel bzw. Zitterpappeln, mit denen man sich das Sternegucken eher abgewöhnen denn fortführen kann ...)

Noch´n EDIT https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/vixen-teleskop-fernrohr-astronomie-sterne/1120281561-187-3492

Diverses klassisches Zeugs - Klassikerseite: http://amateurastronomie.com/index.htm - Bereich Klassiker

--> 07-2019: Erstellung eines Einsteigerbüchleins: Was ist zu bedenken beim Einstieg - welches Teleskop ist wirklich ein "Einstiegsgerät" etc.

Facebook - Gruppe Klassische Teleskope https://www.facebook.com/groups/1101191130018058/

Bearbeitet von: hasebergen am: 16.05.2019 08:09:31 Uhr
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mintaka
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
14697 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  09:40:18 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Daniel.s

Wieviel Unterschied besteht denn zwischen einem 8" und 6" im bezug auf das beobachten? Ist der Unterschied sehr spürbar aufgrund seiner kleineren Öffnung?
Der Unterschied bei der Auflösung ist schon deutlich sichtbar, siehe http://binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_deepsky.htm .
Aber in der Praxis ist das Seeing (Luftunruhe) oft so schlecht, dass das Auflösungsvermögen eines 8-Zöllers gar nicht genutzt werden kann und man bei maximal 200-facher Vergrösserung bleibt.
Bei der Beobachtung lichtschwacher Objekte ist die Himmelsqualität oft wichtiger als die Teleskopgrösse. Wemm man zuhause keinen guten Himmel hat, sollte das Teleskop gut transportierbar sein.

Bearbeitet von: am:
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G2-Astro
Meister im Astrotreff

Deutschland
461 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  19:33:20 Uhr  Profil anzeigen  Besuche G2-Astro's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Daniel,

für so eine engen Balkon würde ich auch einen MAK127 - oder gebrachtes C8 mit Motorischer Nachführung bevorzugen, die haben den Einblick hinten und die Montierung kann, die bei dem begrenzten Blickfeld die dort vorbeikommenden Objekte dann wenigstens länger ruhig zu beobachten!

Auch empfehle ich dafür eine leicht zubauende preiswerte Astro Säule, ohne die störenden weit ausgestellten Beine eines Dreibei - Stativ!

Für weitere Infos zu Teleskop und Säule sende mir eine E - mail von hier!

Gruß Günter

www.G2-Astronomie.de
GSO 12" Dobson, C8-Orange, C8-Schmidtkamera, 140/500 - Comet-Catcher, MC100/1000 MAK; Skywatcher ED 80 PRO, Skw. 8" Dobson, Skw. 127 / 1500 MAK

Bearbeitet von: am:
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Daniel.s
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
10 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  21:49:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Guten Abend allen,

Danke für eure Rückmeldungen und Ratschläge erstmal, habe mich sehr gefreut!

Da mein balkon wahrscheinlich etwas zu klein ist fällt der 8" dobson wohl leider raus.

Hab noch ein wenig nach anderen teleskopen Umschau gehalten und bin auf den Skywatcher Teleskop N 150/750 Explorer BD NEQ-3 gekommen..
preislich zwar etwas über meinem Budget aber wenn's für mich das richtige sein sollte auch noch ok.

Könnt ihr mir zu diesem teleskop was berichten?

Hier wäre ja eine spätere eventuelle Fotografie (was ich mir sicherlich nicht so leicht vorstelle) möglich aber möchte auch mal Fotos von Planeten, sternenhaufen machen. Ist zwar im Moment noch unwichtig aber könnte ja wenn gebraucht nachgerüstet werden.

Mak127 hört sich auch gut an, ist mir aber wohl zu teuer, obwohl die toGo an sich nicht schlecht ist..

Noch ne Frage zu den parallaktischen teleskope, die Ausrichtung erfolgt am polarstern, dieser befindet sich im Norden wohin ich jedoch keine Sicht vom Balkon aus habe. Geht's dann nur nach der scheiner Methode oder auch anders?

Ist die Führung eines parallaktischen Teleskopes schwerer wie bei einem dobson?
Welche vor bzw Nachteile haben parralaktische?


Gruß
Daniel


Bearbeitet von: am:
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Schims
Neues Mitglied im Astrotreff


11 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2019 :  23:56:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Daniel, jetzt mache ich mich bei den Hardcore-Dobsonisten mal unbeliebt: Für einen Einsteiger unter diesen Bedingungen (Balkon, Umgebungslicht etc.) würde ich Dir zu einem kleinen GoTo-Teleskop (Refraktor, Maksutov, Newton, was auch immer) raten. Deep Sky ist mit den Straßenlaternen eher schwierig, aber Planeten und Mond geht eigentlich immer. Blick von Ost bis West sagt leider nichts darüber aus, ob das über Süd (sehr gut) oder Nord (leider sehr schlecht) gemeint ist.
Klar, mit einem Dobson kriegst Du das meiste Lichtsammelvermögen fürs Geld. Aber mit Straßenlaternen im Blickfeld wird das mit der Dunkeladaption des Auges und Deep Sky sowieso nicht viel. Konzentrier Dich am Anfang lieber auf die Freude am Sehen, und da ist Computerunterstützung mit GoTo einfach der kürzere Weg. Auswahl an Produkten gibt es genug - ganz gleich ob von Celestron, Meade, Bresser oder welchem Hersteller auch immer.
Ich habe z.B. durch ein Meade ETX-90 den Spaß an der Astronomie wieder gefunden, nachdem ich ihn mit immer größeren Geräten bis zu einem 14-Zoll-Dobson und einem Celestron C11 auf einer schweren Montierung mit komplizierter Handhabung verloren hatte. Das ETX ist mit langer Brennweite nicht die eierlegende Wollmilchsau, aber es steht immer auf der Terrasse, wo ich es jederzeit für Mond und Planeten schnell auf den Tisch stellen oder auf ein Stativ schrauben kann. Und es begleitet mich in jeden Urlaub. Das ETX-90 ist nur ein Beispiel, das als Gebrauchtgerät in Dein Budget passen würde. Es gibt viele ander Intrumente, die das ebenfalls tun. Was ich damit sagen will: Ein leicht handhabbares Teleskop erleichtert den Einstieg und bleibt auch dann wertvoll, wenn man Blut geleckt hat und mit etwas Erfahrung den Gerätepark erweiterst. Gern auch (Friedensangebot an diese Fraktion) durch ein Dobson.
Herzliche Grüße Christian

Bearbeitet von: am:
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17017 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  00:58:39 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi,
Zitat:
Klar, mit einem Dobson kriegst Du das meiste Lichtsammelvermögen fürs Geld. Aber mit Straßenlaternen im Blickfeld wird das mit der Dunkeladaption des Auges und Deep Sky sowieso nicht viel. Konzentrier Dich am Anfang lieber auf die Freude am Sehen, und da ist Computerunterstützung mit GoTo einfach der kürzere Weg
Na ja, das Problem Dunkeladaption bleibt ja, egal ob Dobson oder Maksutov. Nur ist der Mak dann zusätzlich die lichtschwächere Optik. Und wenn man sich auf Grund der Lichtverhältnisse mehr auf Mond und Planeten und die helleren Deepskyobjekte beschränken muss, gewinnt der größere lichtstärkere Newton (Dobson) trotzdem.
Zitat:
Ein CLS-Filter könnte schon Abhilfe schaffe
Dazu anzumerken- für visuelle Nutzung ist ein CLS weniger brauchbar. Wenn schon, dann einen richtigen OIII oder UHC. Für Nebelstrukturen lässt der CLS viel zu viel Fremdlicht durch und für Weißlichtobjekte hilft er nichts, weil er bei diesen auch Nutzlicht wegnimmt.

Gegen das direkte Störlicht einer näher stehenden Straßenlampe hilft allenfalls eine am Balkongeländer angebrachte Blende, lichtundurchlässige Stoff oder eine leichte Sperrholzplatte mit Schraubzwingen am Geländer fixiert. Schränkt natürlich auch den Bewegungs-/Beobachtungsbereich des Teleskops bezüglich niedriger stehender Objekte zusätzlich ein, aber tiefstehend mit Störlicht geht allgemein nicht sehr gut.

Gruß Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: am:
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Schims
Neues Mitglied im Astrotreff


11 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  10:11:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi, klar, das bessere Lichtsammelvermögen und die Auflösung bleiben als Argument. Aber ein Dobson auf dem Balkon ist allein wegen der Brüstung trotzdem nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig.
Deine Argumentation zum Thema CLS kann ich bestätigen. Ich habe mir vor Jahren genau mit dieser Hoffnung eins zugelegt und keinen Nutzen erkannt, seither schlummert es im Okularkoffer.

Bearbeitet von: am:
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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1697 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  10:19:08 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Daniel,
willkommen hier und im Hobby :-)

Egal wie ländlich du wohnst - weg von den Laternen. Hab das kürzlich erst wieder getestet auf nem Dorf, Laternen nicht weit weg, auch wenn nicht direkt blendend > nicht gut.

Wo Du schon Dein Alter hinschreibst - Du stehst noch voll im Saft, also ab in die Pampa mit Dir unter guten Himmel

Es gibt einige kleine Ausnahmen, v.a. bei den Photographen, die auch aus der Stadt mit diversen Filtern teilweise klasse Ergebnisse hervorzaubern. Für das Visuelle aber musst Du Dir einen gewissen Mindestaufwand angewöhnen, Dich in Gebiete zu begeben ohne größere Lichtquellen.

So stellt sich zunächst die Frage nach Deinen Möglichkeiten und Willen, welche Ausrüstung Du bewegen kannst.

Es gibt Verrückte, die planen gleich eine Sackkarre mit ein, wenn sie kein Auto haben...

Grüße
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

Bearbeitet von: NormanG am: 17.05.2019 10:20:32 Uhr
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Daniel.s
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
10 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  11:02:50 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallöchen,

Komme momentan bezüglich der Auswahl eines teleskopes nicht wirklich weiter, da mir das mir den Straßenlaternen Sorgenfalten bereitet..

Will darauf nochmal etwas näher eingehen. Wie schon erwähnt 3 Stück ca 50 m entfernt.
Wobei die rechte und linke das wenigste Licht auf mir zuwirft da sie etwas abgewandt stehen und das eigentliche Licht in eine andere Richtung strahlt. Die mittlere jedoch zeigt genau zu mir steht in südlicher Richtung und ist von meinem balkon aus auch noch ein  bisschen höhergelegen, kann also gerade noch die Birne der Laterne erkennen.
Strahlt jedoch kein weißes Licht aus sondern ein orangenes..

Da mein Hauptschwerpunt des Beobachtens vom Balkon aus stattfinden sollte, (aufs land fahren ist sicher auch mal drin) will ich sichergehen wie sehr ich wirklich eingeschränkt, auch bzgl. des Beobachtens von schwächeren Objekten.
Ich weiß wenn mans nicht selber sieht ist das schwer zu beurteilen, aber vllt hat jmd. von euch auch so ein Problem oder Erfahrungen.


Habe dennoch mal 2 teleskope im Blick.
Den Dobson 6"
Und den Skywatcher Teleskop N 150/750 Explorer BD NEQ-3 von dem ich einige gute Testberichte lesen konnte..
Klappt das mit dem dreibeinstativ auf dem Balkon oder braucht's dazu dann doch ne Röhre?

Goto ist als Anfänger ja recht hilfreich und nützlich, glaube aber das suchen und finden ist doch reizvoller und man freut sich doch erst recht wenn man was gefunden hat...

Achja Blickrichtung ist ist ost - Süd - erst
Norden geht vom Balkon nichts.
Deswegen die Frage nach der Ausrichtung zum Polarstern.

Gruß

Daniel

Bearbeitet von: am:
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17017 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  11:15:54 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Christian,
Zitat:
Original erstellt von: Schims

Hi, klar, das bessere Lichtsammelvermögen und die Auflösung bleiben als Argument. Aber ein Dobson auf dem Balkon ist allein wegen der Brüstung trotzdem nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig.
Deine Argumentation zum Thema CLS kann ich bestätigen. Ich habe mir vor Jahren genau mit dieser Hoffnung eins zugelegt und keinen Nutzen erkannt, seither schlummert es im Okularkoffer.

Es geht nicht um das bessere Lichtsammelvermögen, es geht dabei um das Öffnungsverhältnis und die sich dadurch ergebende Austrittspupille. Bei f/6 erhalte ich leichter ein helleres Bild, bei einer f/10 oder f/12 Optik ist es dagegen schwieriger, eine größere AP zu erreichen.

Und was das Geländer betrifft, tief stehende Objekte aus einer Ortschaft mit Störlicht in direkter Nachbarschaft machen eh keinen Sinn. Und bei Tubusstellung größer 40° sollte es selbst mit einem 200/1200 Dobson noch halbwegs gut ausgehen. Auch jedes parallaktisch montierte Teleskop auf einem normalen 3-Beinstativ ist bei dem kleinen Platzangebot unangenehm, irgendwo stehen die Stativbeine immer im Weg.


Hallo Daniel,

der 150/750 auf der NEQ-3 ist etwas knapp montiert, eine EQ-5 wäre stabiler. Aber für beide gilt- die gespreizten Stativbeine sind bei dem ca. 1,5m tiefen Balkon schon etwas unangenehm. Und eion Newton parallaktisch montiert ist auch unangenehm. Bei jedem Schwenk von z.B. Ost nach West dreht sich der Tubus um seine Längsachse mit. Der Okulareinblick und der Sucher stehen damit je nach Beobachtungsrichtung immer wieder an einr anderen Position.

Abhilfe- du kannst den Tubus in den Rohrschellen natürlich wieder passend zurückdrehen, dabei rutscht der Tubus aber gern längs nach hinten durch. Eine zusätzliche Rohrschelle als Durchrutschsicherung verhindert das.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: am:
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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1697 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  11:24:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Da mein Hauptschwerpunt des Beobachtens vom Balkon aus stattfinden sollte, (aufs land fahren ist sicher auch mal drin) will ich sichergehen wie sehr ich wirklich eingeschränkt, auch bzgl. des Beobachtens von schwächeren Objekten.
Ich weiß wenn mans nicht selber sieht ist das schwer zu beurteilen, aber vllt hat jmd. von euch auch so ein Problem oder Erfahrungen.


Da hilft nur: selber Landstandort mit Balkon vergleichen.

Meine Erfahrung mit Laternen hab ich geschrieben.

Es gibt hier aber unseren Ronny, der vom Balkon aus klasse Beobachtungen macht, was mich immer wieder erstaunt. Kenne aber seine Laternensituation nicht.

Alle Erfahrung von anderen nützt dir hier aber gar nix. Die spanne der Erfahrungen ist da zu groß und zu viele Variablen drin.
Du musst selber rausfinden, ob die Einbußen auf dem Balkon gegenüber dem Acker FÜR DICH vernachlässigbar sind. Das geht nur über Probieren.

Grundsätzlich ist aus meiner Sicht die Hauptidee vom Balkon Deepsky zu gucken für dieses Hobby nicht der richtige Ansatz/ Einstellung.

Aber man kann auch in seinem Gartenteich angeln ;-)

Grüße
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

Cleo
Altmeister im Astrotreff


1346 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2019 :  12:17:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Norman,

dem gibt es nicht viel hinzuzufügen...

Man kann aber durchaus im Garten neben der Straßenlampe Freude an der Astronomie finden, hat bei mir ja auch funktioniert. Wenn's an was scheitert, dann daran, dass die Ausrüstung so schlecht ist, dass es dafür nicht reicht. Aber ich glaube über den Punkt sind wir bei Daniel schon raus :-)

Daniel, ich würde an Deiner Stelle gedanklich mal die ersten zwei Jahre dafür einplanen, dass Du rausfindest, was und von wo Du gerne beobachten möchtest. Vielleicht wirst Du auch zum Mondfreak (war ich nie...) und bist mit dem Balkon auf Dauer glücklich.

Viele Grüße

Holger

Machen ist wie wollen, nur krasser.

Bearbeitet von: Cleo am: 17.05.2019 12:19:38 Uhr
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