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timf5344
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
75 Beiträge

Erstellt am: 11.04.2019 :  12:56:01 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

ich hatte mal eine vermutlich eher mathematische Frage. Aktuell nutze ich an meinem 150/1200-Newton eine ASI120MC sowie eine Canon EOS 450d.
Jetzt würde mich interessieren, welche Brennweite bei den beiden Kameras ideal wäre. Ich habe online eine "Faustformel" gefunden, die mir das ausgeben könnte. Die ASI hat eine Pixelgröße von 3,75ym, die 450d eine von 5,19ym.

Wenn ich für Planeten (also die ASI) die folgende Formel nutze, komme ich auf 3093mm:
3,75/(tan(0,5/3600)/500)

Für Deep-Sky (also die Canon) komme ich auf 2327mm:
5,19/(tan(138/(3600*150))/500)

Die Formeln habe ich von hier: https://sternen-surfer.jimdo.com/tipps/pixelgr%C3%B6%C3%9Fe-und-brennweite/

Stimmen meine Berechnungen denn so? Denn wenn ich für Deep-Sky eine 2-fach Barlow und für Planeten eine 2,5-fach Barlow verwende, käme ich an die ideale Brennweite heran.

Davon abgesehen, erschließt sich mir einerseits nicht, weswegen die 500 als fixer Wert in beiden Formeln vorkommt. Außerdem ist mir der generell unterschiedliche Aufbau der Formeln für Deep-Sky und Planeten ebenfalls nicht ganz klar. Klar, muss bei Planeten deutlich kürzer belichtet werden, aber warum nehme einmal mal 500 und einmal durch 500?

Vielleicht kann ein Kundiger mich da mal etwas aufklären.
Anschließend würde für mich noch die Frage im Raum stehen, ob ich meine bislang vorhandene 2-fach Barlow nutze, die mal ca. 30 EUR neu gekostet hat oder ob ich mir eine neue Barlow von TeleVue besorgen würde. Mir ist nicht ganz klar, ob sich der Preisunterschied von ca. 100 EUR wirklich merklich auf die Bildqualität in der Fotografie auswirken würde.

Viele Grüße
Tim

Skywatcher Newton 150/1200 auf NEQ5 mit Celestron Advanced GT
ASI120MC an 60/280-Leitrohr
Canon EOS 450d

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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


16926 Beiträge

Erstellt  am: 11.04.2019 :  13:13:56 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Tim,

die Zusammenhänge und Ableitung zu einer Faustformel ist z.B. hier ganz gut beschrieben- http://www.clearskyblog.de/2015/02/17/mathematik-in-der-astronomie-teil-7-die-ideale-brennweite-oder-welche-barlow-linse-passt-astrofotografie/

Für Planeten gut nuztbares Tool- https://astrofotografie.hohmann-edv.de/grundlagen/optik.berechnen.php

Für visuelle Nutzung und auch für Planeten- und Deepskyfotografie gut nutzbares Tool- http://astronomy.tools/calculators/field_of_view/
Zitat:
Klar, muss bei Planeten deutlich kürzer belichtet werden, aber warum nehme einmal mal 500 und einmal durch 500?

Die Belichtungszeit hat damit nichts zu tun, es geht bei diesen Faustformeln oder Berechnungen mit einem der Tools lediglich um die erreichbare Auflösung entsprechend der Anpassung durch eine Barlow bzw. Brennweite des Teleskops entsprechend der Pixelgröße der Kamera.

Zur Barlow- eine einfache 30€ Barlow wird nicht an die Qualität einer Televue oder einer der anderen guten Barlows heranreichen.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

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Blechi
Senior im Astrotreff


115 Beiträge

Erstellt  am: 11.04.2019 :  14:14:53 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

ich bin ich der Meinung du hast die Formeln dort falsch angewendet, die sind dort aber auch ein bisschen verwirrend aufgelistet weil bei Planeten plötzlich eine andere Formel steht für die man das Auflösungsvermögen des Teleskops und nicht die Öffnung verwenden soll. So wäre es richtig denke ich:

Planeten/Asi : 3,75/(tan(138/(3600*150))/500)= 1681,5mm
das wäre dann die Brennweite ab der du die maximale theoretische Auflösung des Teleskops mit der Kamera ausnutzen kannst.

Das macht für Planeten Sinn, für Deepsky eher nicht. Dazu steht dort diese Formel, in der auch das Seeing berücksichtigt wird:
f * tan( FWHM ["] / 3600) x 500
1200*tan(2/3600)*500= 5,81ym

5,81ym wäre also die optimale Pixelgröße bei einem Seeing von 2"... aber auch nur wenn du überhaupt die maximal Mögliche Auflösung erreichen willst, es kommt ja eher drauf an was du überhaupt fotografieren willst, bei einem großen ausgedehnten Nebel brauchst du logischerweise eine viel kürzere Brennweite, da der sonst gar nicht ins Bild rein passt.

Für Planeten wäre eine 2x Barlow also sinnvoll.
Für Deepsky ist eine Barlow nicht sinnvoll. Der begrenzende Faktor ist nämlich das Seeing und das ist meist schlechter als man mit dem meisten Kameras und Teleskopen selbst ohne Barlow erreicht.

Gruß
Armin


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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10044 Beiträge

Erstellt  am: 11.04.2019 :  14:31:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Bei aller Optimierung der Brennweite per Barlow in Relation zur Pixelgröße. Vorher sollte man erst mal ausrechnen, ob das Bildmotiv noch überhaupt vollständig auf den Chip passt. Manche Objekte sind ja so groß, dass man Mühe hat, die passend ins Bild zu kriegen.

Kalle - Alles wird gut !
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timf5344
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
75 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2019 :  09:55:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hy zusammen,

besten Dank für eure Ratschläge. Vor allem die oben genannten Links von Stefan helfen mir sehr weiter. Mal sehen was ich mache. Vermutlich ordere ich eine neue 2-fach Barlow in besserer Qualität, denn ich gebe euch schon recht. Was bringt die beste Barlow oder Kamera, wenn ich zu nah am Objekt bin :-)

Viele Grüße und Danke
Tim

Skywatcher Newton 150/1200 auf NEQ5 mit Celestron Advanced GT
ASI120MC an 60/280-Leitrohr
Canon EOS 450d

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