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marsface47
Senior im Astrotreff


146 Beiträge

Erstellt am: 19.03.2019 :  11:19:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Moin Moin,
ich befinde mich noch in der "Lernphase" und finde leider immer wieder widersprüchliche Empfehlungen zu den o.g. Aufnahmen, daher nochmal folgdene (m.E.) Unklarheiten:
a) Wenn ich Flats mit ISO 100 mit DSLR im AV-Modus aufnehme, muss ich die Darks auch mit derselben ISO machen?
b) Welchen Einfluss hat es, wenn Darks und Flats nicht draußen (ggf. sehr niedrige Temperaturen), sondern mit Raumtemperatur gemacht werden?
c) Wie viele sind empfehlenswert? Mal höre ich max. 5, dann wieder genau so viele wie Lights.
d) Welchen Einfluss hat es, wenn man ggf. Flats und Bias beim Stacken weglässt?
VG + CS
Peter

iOptron Smart EQ Pro+
IN ED 70/420 APO Doublet
Skywatcher 102/1300 Mak
Tanzutsu 76/600 katad. Newton
Canon 60 D
Canon 1000 D (demn. Astro-Umbau)
u.v.w.

Bearbeitet von: am:

Ronald_Stenzel
Senior im Astrotreff


206 Beiträge

Erstellt  am: 19.03.2019 :  17:20:55 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Ronald_Stenzel's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Peter,

a.) alle Bildtypen immer mit gleicher ISO, also Lights, Darks, Flats, Bias
b.) du handelst dir Rauschen ein, bei den Flats ist es weniger kritisch, bei den Darks aber extrem wichtig!
c.) also "maximal 5" ist absolut falsch. Theoretisch am Besten so viele wie möglich! Ich handle es so: Darks wenigstens so viele wie Lights.
d.) fehlende Flats: es hängt vom Staub im Sensorbereich und von der Vignettierung deines optischen Systems ab. Wenn kein Staub auf dem Sensor und dein Sensor nicht vignettiert wird (z.B. eine KB-, oder Mittelformatoptik), dann machen fehlende Flats nichts aus. Bei geringer Vignettierung kann man auch mit z.B. FITSWORK dem sehr gut zu Leibe rücken. Bias würde ich nicht weglassen, die machen doch die wenigste Arbeit! Ich mache jene z.B. auf dem Acker, während ich alles abbaue, mal 30...40x auf den Auslöser drücken ist schnell gemacht.

viele Grüße - Ronald

Bearbeitet von: am:
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30sec
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2316 Beiträge

Erstellt  am: 19.03.2019 :  19:59:24 Uhr  Profil anzeigen  Besuche 30sec's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Peter,
es kommt immer auch darauf an, wie du arbeitest. Guidest du nicht und läuft dein Motiv durchs Bildfeld, dann brauchst du wenige Darks (10 % der Lights vllt.) Mit Dithern würde ich mehr machen, ansonsten tatsächlich so viele wie Lights. Geht dann aber auch als Bibliothek.
Darks müssen aber zwingend die gleiche Temperatur, ISO usw. haben.(+/- 2-4°C) Im Sommer, wenn der Chip richtig warm wird passieren merkwürdig Dinge, zumindest bei Canon, da passt dann plötzlich gar nichts mehr.
Perfekt passende Flats mit einer DSLR sind mir persönlich noch nie gelungen, ich lasse sie weg. Wenn, dann aber die Kamera am Teleskop lassen. Bias werden nur für Flats gebraucht.
Wenn du auf den ganzen Plumpatsch verzichten willst, dann stelle an deiner Kamera "Rauschunterdrückung bei Langzeitbelichtung" ein. Hast du Pech, dann belichtet die Kamera nach jedem Light selber ein Dark. Das kostet natürlich viel Zeit. Hat du Glück, je nach Modell, macht die Kamera ein Dark(incl. xy) für 7 Bilder, das ist dann schon eine Vereinfachung.
Ich wünsche dir einen erfolgreichen Start in dieses schöne Hobby.
viele Grüße,
ralf


Bearbeitet von: am:
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GanymedRN
Meister im Astrotreff

Deutschland
312 Beiträge

Erstellt  am: 19.03.2019 :  20:02:07 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Peter,

Ronald hat ja schon eine Menge beantwortet.
Nur eine Erklärung wozu die Kalibrationsbilder (Dark, Flat, Bias) überhaupt dienen.
    Jedes Light hat verschiedene Fehleranteile.
  • Da ist erst mal das Ausleserauschen. Dies versucht man durch Subtraktion des Master-BIAS auszugleichen.
  • Dann gibt es das thermische Rauschen. Dies versucht man mit durch Subtraktion eines Master-Dark auszugleichen. Auch sog. Hotpixel kann man hiermit reduzieren wobei man das besser mit sog. Dithering macht.
  • Das eigentliche Signal wird durch den optischen Pfad beeinflusst. Hier gibt es z.B. Staub oder auch Vignettierung (= nicht gleichmäßige Ausleuchtung des Sensors). Das versucht man mittels Teilen durch ein Master-Flat zu korrigieren.

Zu viele Darks kann man eigentlich nicht machen und ich mache auch immer eine gute Anzahl davon. 10 mache ich mindestens.
BIAS sind super einfach zu machen da habe ich immer mehr als 30.
Ich mache auch meistens mehr als 30 Flats.
Ich stelle das Teleskop am Ende der Serie aufrecht und lege die Flatfolie darauf. Während ich abbaue laufen die Flats.
Dann Deckel aufs Teleskop und eine Serie BIAS Bilder.
Die Darks mache ich zuhause, da ich eine gekühlte Kamera mit genauer Temperaturregelung habe. Ungekühlt müste man das dann auch draußen machen da eine andere Temperatur evtl. noch mehr Rauschen im Bild erzeugt.


LG
Roger
200mm/f5 Newton
Celestron C11
100mm/f7 Triplet Apo
ATIK383L+, ASI178MM, ASI294MC Pro
NEQ6-Pro

Bearbeitet von: GanymedRN am: 19.03.2019 20:04:38 Uhr
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