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Seite: von 3

SilentDawn
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
73 Beiträge

Erstellt  am: 17.03.2019 :  16:23:28 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Sven,

mit welcher Kamera und mit welchem Objektiv (und welcher Blende) machst Du die Aufnahmen denn? Das die Striche normalerweise nach rechts gehen sollten, gilt nur für den Fall einer stillstehenden Kamera.

Wenn eine laufende Montierung ins Spiel kommt, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus, da diese ihre eigene mitlaufende Drehachse besitzt. Ist die Drehachse exakt auf den Himmelspol ausgerichtet -> Kein Problem, punktförmige Sterne solange die Montierung genau arbeitet.
Ist die Drehachse nicht exakt auf den Himmelspol ausgerichtet, wird der Stern gemäß der fehlerhaften Ausrichtung in eine andere Richtung abdriften. Also ja, es kann nachwievor an einer ungeauen Einnordung liegen.

Mit dem Balkon hast Du dir natürlich eine weitere Fehlerquelle eingehandelt, denn selbst Erschütterungen welche Du nicht zu merken glaubst werden von dem empfindlichen Kamerasensor sehr wohl wahrgenommen. Gegen solche Erschütterungen hilft leider auch kein teures Stativ. Auch Windböen können einen Balkon, je nach Bauweise. übrigens minimal erschüttern.

Auf Feldwegen und Feldern hat man ähnliche Probleme. Zum einen Windböen, je nachdem wo man sich aufgebaut hat und zum anderen der Boden selbst. Gras, Erdboden haben die unangenehme Eigenschaft nachgiebig zu sein und je nach Witterung kann es passieren, dass das Stativ mit seinen Beinen minimal einsackt. Dadurch wird die durchgeführte Einnordung natürlich zunichte gemacht.

Ein weiteres Problem ist gerade beim StarAdventurer, dass das Ausrichten der Kamera auf dem Kugelkopf für die Motivwahl auch auf den (wahrscheinlich zuvor ausgerichteten) StarAdventurer einwirkt. Ich habe mich wirklich viele Male geärgert, wenn ich eine Brennweite >= 100mm, sprich viel Gewicht, ausgerichtet habe um mein Wunschmotiv exakt zu erfassen. Nur um danach festzustellen, dass ich die Montierung dadurch selbst wieder minimal anders ausgerichtet habe und natürlich erneut die Einnordung nachkorrigieren musste.

Grüße und CS
Christian

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HHausHH
Meister im Astrotreff


384 Beiträge

Erstellt  am: 17.03.2019 :  22:26:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: SilentDawn


Ein weiteres Problem ist gerade beim StarAdventurer, dass das Ausrichten der Kamera auf dem Kugelkopf für die Motivwahl auch auf den (wahrscheinlich zuvor ausgerichteten) StarAdventurer einwirkt. Ich habe mich wirklich viele Male geärgert, wenn ich eine Brennweite >= 100mm, sprich viel Gewicht, ausgerichtet habe um mein Wunschmotiv exakt zu erfassen. Nur um danach festzustellen, dass ich die Montierung dadurch selbst wieder minimal anders ausgerichtet habe und natürlich erneut die Einnordung nachkorrigieren musste.

Grüße und CS
Christian



Genau deswegen kommt für mich kein Kugelkopf infrage. Meine Montierung ist ein ioptron skyguider, vergleichbar mit dem StarAdventurer. Darauf habe ich einen Getriebeneiger von Manfrotto mit 3 Regelknöpfen zur Feineinstellung. Da bleibt die Justierung erhalten.

Gruß
Helmut

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SilentDawn
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
73 Beiträge

Erstellt  am: 18.03.2019 :  01:25:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
So ein Neiger ist definitiv die bessere Wahl. Mit 200€ aufwärts ist so ein Getriebeneiger jedoch auch gut 3mal so teuer wie ein gewöhnlicher Kugelkopf. Die meisten Anfänger werden da fast immer instinktiv zu Letzterem greifen um ihr Budget nicht zu sprengen.

Außerdem kommt man damit preislich in Regionen, wo man eine wesentlich robustere Montierung inkl. stabilem Stativ, Synscan usw. bekommt. Natürlich wiegt diese dann mehr, allerdings ist die Handhabung dann auch deutlich besser. Hinzu kommt natürlich auch die wesentlich komfortablere Ansteuerung der Wunschmotive und das lästige Nachkorrigieren erfolgt dann, wenn nötig, über die Fernbedienung. Ob man den Mehraufwand für Transport haben will (Stromquelle) muss aber jeder mit sich selbst vereinbaren.

Grüße und CS
Christian

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HHausHH
Meister im Astrotreff


384 Beiträge

Erstellt  am: 18.03.2019 :  01:59:28 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Den Kopf hatte ich schon, da ich auch gern normal fotografiere.

Bearbeitet von: am:
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marsface47
Senior im Astrotreff


147 Beiträge

Erstellt  am: 28.03.2019 :  13:22:36 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Sven,
für die meisten Polsucher gibt es einen 90° Winkel-Sucher, der die "Gebetshaltung" vor der Montierung erspart. Der Polsucher der SA ist relativ lichtstark und man muss vorher die Montierung (ggf. ohne den Kopf) auf die richtige Polhöhe und mit Kompaß (hat doch fast jedes Handy als Zubehör) Richtung Nord aufgestellt sein, auch wenn man Polaris noch nicht sehen kann. Auch die zwar primitive, aber effektive Beleuchtung, die man so dimmen sollte, dass Polaris noch als Lichtfleck zu erkennen ist, andererseits auch das "Ziffernblatt" ist sehr hilfreich. Und die Handy-App "PolarAlign" zeigt mit einem Klick immer die Position, die Polaris auf dem "Ziffernblatt" haben muss.
VG + CS
Peter

iOptron Smart EQ Pro+
IN ED 70/420 APO Doublet
Skywatcher 102/1300 Mak
Tanzutsu 76/600 katad. Newton
Canon 60 D
Canon 1000 D (demn. Astro-Umbau)
u.v.w.

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