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Seite: von 17

30sec
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2313 Beiträge

Erstellt  am: 13.05.2019 :  22:12:10 Uhr  Profil anzeigen  Besuche 30sec's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo A-Team :-) und Daniel,
wir wissen ja noch nicht, wo die Reise hin geht. Jeder Schritt bringt uns vorwärts, gibt aber auch eine Richtung vor. jetzt wissen wir von dem Zirrus und haben auch schon Bilder, da wäre es doch blöd diesem Pfad nicht zu folgen. Ob man alles in ein einzelnes Bild packen kann ist fraglich, aber warum machen wir nicht 2. oder sogar 3 Bilder? Einmal das Zentrum, möglichst scharf, dann die GX mit Staubband und etwas Umgebung und als drittes Bild das Umfeld mit dem Zirrus. Wenn wir z.B. einen Artikel veröffentlichen, dann kann man 2 oder 3 Bilder zeigen. Für eine Präsentation könnte ich mir auch eine Zusammenstellung vorstellen. Sogar zu einem Wettbewerb ließen sich mehrere Bilder einreichen.
Ich würde sogar auch noch mal mit meinen Samyangs drauf halten und Andreas hatte ja auch schon die Idee. Da das Umfeld ja nicht uninteressant ist finde ich das gerechtfertigt. Also von mir aus wäre das ok so, aber ich bin ja nicht alleine das ´Entscheidungsgremium´.
Übrigens es wird der 1.Juli werden fürs AdW.(ohne Gewähr)
Viele Grüße,
ralf

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HNSolid
Meister im Astrotreff

Deutschland
542 Beiträge

Erstellt  am: 13.05.2019 :  22:20:39 Uhr  Profil anzeigen  Besuche HNSolid's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Daniel,

Für die relativ kurze Belichtungszeit hast du da sehr viel von dem galaktischen Cirrus einfangen können. Ich finde, das Bild sieht so schon sehr gut aus :)
Hast auch eine gute Schärfe und Tiefe.
Klar, Ralf hatte ja schon geschrieben, dass wir erstmal alle Daten sammeln und er dann später schaut in welcher Form er die einzelnen Komponenten im Endbild einarbeiten kann.

Am besten du lädst das irgendwo bei Dropbox, Googledrive oder eigener Homepage hoch und schickst mir den link. Ich schick dir dann wiederum den link zur Seite mit Passwort, dann hast du auch auf alle Daten Zugriff (und das Zwischenergebnis).
Ein unbearbeitetes 16bit tif oder fits Summenbild (mit darks und flats) wäre am besten. Kannst das aber auch gerne schon linear strecken, aber bitte nicht entrauschen oder ebnen.

Dann hoffen wir auf den Jahrhundert Januar/Februar ;)

Gruß Piotr


Skywatcher Newton 150/750 / NEQ5 Synscan,
Canon EOS 450DA + 700D, ASI178MM, Guiding mit PHD2 am 8x50 Finder Scope mit ALccd5L IIc

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HNSolid
Meister im Astrotreff

Deutschland
542 Beiträge

Erstellt  am: 13.05.2019 :  22:31:21 Uhr  Profil anzeigen  Besuche HNSolid's Homepage  Antwort mit Zitat
Oh, da war Ralf schneller ;) auf dem Handy tippen dauert etwas länger bei mir ..

(==>)Ralf, finde ich gut die Idee! Einmal closeup und einmal wide field.
Ich hab hier noch das Canon 70-200 L f4 liegen, da könnte ich auch die ASI dranhängen?

Skywatcher Newton 150/750 / NEQ5 Synscan,
Canon EOS 450DA + 700D, ASI178MM, Guiding mit PHD2 am 8x50 Finder Scope mit ALccd5L IIc

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DaRestem
Meister im Astrotreff

Deutschland
601 Beiträge

Erstellt  am: 13.05.2019 :  22:44:07 Uhr  Profil anzeigen  Besuche DaRestem's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Ralf,
nun ja, zwei Bilder einschicken wär vielleicht auch ne Möglichkeit. Aber ich denke, das ganze Projekt ist so auf Gigantomanie ausgelegt (Du wolltest es ja so :)), warum kein giganto-Bild einreichen? Das eben gezeigte Bild lässt sich sehr gut drizzeln, die original Bildgröße wäre dann also grob 12000x8500 Pixel. Dann würde das doch eigentlich ganz gut wieder zu eurem Maßstab passen, oder? Und den Dynamikumfang bekommt man ganz gut geregelt, da sollte es keine Probleme geben.

Dann hätte man ein großes Feld und Tiefe und trotzdem die Auflösung um alle Details in der GX abzubilden. Das Ergenis wäre dann vermutlich 100-150MB groß, aber die Engländer haben doch bestimmt keine Größenbeschränkung ;)

Piotr, ich schick dir morgen einen Link per PM.

Bis dann,
Daniel

Astrobin
Astro-visuell HP
Planetarische Nebel-visuell HP

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30sec
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2313 Beiträge

Erstellt  am: 14.05.2019 :  00:27:36 Uhr  Profil anzeigen  Besuche 30sec's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Daniel,
also geschmunzelt habe ich jetzt schon. Nicht deinetwegen, sondern weil sich so viele Leute Fotos auf dem Handy anschauen. Und da sind 12000 Pixel breit sicher sehr "cool". Ich habe mal unser aktuelles Bild als Maßstab genommen, da wären es so 18000 Pixel breit, wenn wir an Schärfe nichts verschenken wollen. Das ist nicht gerade handlich. Die Dateigröße ist es sicher nicht, als JPG wird's nicht so viel werden, aber so manche Bildbetrachtersoftware wird's nicht packen. ich stelle mir auch einen Vortrag vor, wo unser Bild gezeigt wird. Selbst bei einem 2K-Beamer müsste man noch 900% reinzoomen um die Details zu sehen.
Ich lass mich mal überraschen wie scharf dein Bild ist.
Viele Grüße,
ralf

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DaRestem
Meister im Astrotreff

Deutschland
601 Beiträge

Erstellt  am: 14.05.2019 :  14:42:51 Uhr  Profil anzeigen  Besuche DaRestem's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Ralf,
nein, natürlich kann eine Übersichtsaufnahme in Sachen Schärfe bei Weitem nicht mit euren Detailaufnahmen mithalten, das ist ja klar. Ich hatte nur laut darüber nachgedacht wie es vielleicht ginge, das Beste aus beiden Welten zu einem Ergebnis zu kombinieren. Ich glaube, dass ich so eine Art Bild schon öfter im Netz gesehen hatte, also ein "brauchbar" scharfes Feld, vielleicht mit interessanten Informationen drin und dann darin eben ein ganz bestimmtes Detail auf dem sich die gebündelte Schärfe konzentriert. Ein Beispiel aus dem Gedächtnis wäre z.B. ein knackscharfer Zentralbereich von M57 und drum herum das weniger gut aufgelöste HA-Halo.

Den Übergang vernünftig hinzubekommen ist vielleicht nicht leicht, könnte aber so gut machbar sein, dass es beim Betrachten zumindest nicht weh tut. Man könnte ja, wenn man denn wollte, zweigleisig fahren und während der finalen EBV immer mal schauen wie es sich machen würde, wenn sich beide Extreme zu Einem fügen. Wenns nicht gut aussieht, dann kann man immer noch beide Ergebnisse einzeln zeigen.

Aber wenn das im Sinne der Projektidee keinen Sinn macht, dann machts halt keinen Sinn, wäre jetzt auch nicht Schlimm.

Zitat:
sondern weil sich so viele Leute Fotos auf dem Handy anschauen. Und da sind 12000 Pixel breit sicher sehr "cool".


Ich denke, das wird auch schon alleine mit der hochauflösenden Version mit den langen Brennweiten nicht so toll funktionieren. Ich habe das Zwischenergebnis noch nicht gesehen, vermute aber, dass es nicht 1024x768 ist ;)
Und irgendwo muss man ja eine Grenze des Sinnvollen ziehen, einerseits die Jury zu beeindrucken und andererseits eine handytaugliche Auflösung könnte schwer in einem Ergebnis zu verwirklichen sein.

Viele Grüße,
Daniel

Astrobin
Astro-visuell HP
Planetarische Nebel-visuell HP

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30sec
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2313 Beiträge

Erstellt  am: 14.05.2019 :  20:23:25 Uhr  Profil anzeigen  Besuche 30sec's Homepage  Antwort mit Zitat
hallo Daniel,
was definitiv möglich ist, ist ein recht großes Feld um M64 herum und dort ist dann der Zirrus zu sehen. D.h. deine Bilder(und die der anderen "Feld-Belichter") wären zumindest nicht umsonst bzw. sie würden zum Gesamtergebnis beitragen. Alles weitere definiert sich über die Schärfe der WW-Aufnahme.
Ich habe Erfahrungen im PN Bereich, da war die Kombination oft nicht mehr sinnvoll bzw. ästhetisch.
Was die Handys angeht, das ist natürlich eine Pest. Selbst auf einem Bildschirm kann ich nie das Bild als Ganzes und gleichzeitig in seiner optimalen Schärfe sehen. Ich musste mich zwar dran gewöhnen, aber perfekt ist das nicht. Deshalb ist die Idee mit den Abzügen auch so gut, finde ich.
Viele Grüße,
ralf

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30sec
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2313 Beiträge

Erstellt  am: 14.05.2019 :  22:34:12 Uhr  Profil anzeigen  Besuche 30sec's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo A-Team und Interessierte,
ich hatte ja versprochen meine Bildbearbeitung mal etwas detaillierter zu beschreiben. Hier eine Zusammenfassung. Das ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, ständig verändere ich auch Dinge. Vieles geschieht im Detail und ich habe gelernt, ja lernen müssen, dass Sorgfalt das erste Gebot ist. Wichtig ist mir auch, dass ich weiß was da wirklich gemacht wird und auf sehr viel Schnickschnack kann man sowieso verzichten.
Der Gedanke von Gemeinschaftsbelichtungen ist ja klar, Für gewöhnlich finden sich aber Leute mit ähnlichen Geräten und ähnlicher Bildqualität. Bei unserem Projekt ist das anders. Es gibt sehr viele und sehr unterschiedliche Bilder. Eine grundsätzliche Frage war zu klären: kann man sinnvoll ein gutes und ein schlechteres Bild kombinieren? In der Tiefe sicher kein Problem, machen wir ja beim Stacken auch so. Wenn ich 1000 Bilder a 2 Sek. stacke, dann ist das Ergebnis praktisch gleich zu einem Stack von 999 Bildern. Befindet sich auf dem einen Bild aber eine Satellitenspur, so ist sie im Endbild definitiv sichtbar. Jedes Bild trägt also zur Tiefe und zum Inhalt bei. Mit der Schärfe ist das aber schon schwieriger. Ein scharfes Bild wird durch Überlagerung eines unscharfen Bildes ja in Summe unschärfer. Richtig, aber gleichzeitig wird auch das SNR verbessert. Dieses kann man zur Anhebung des Kontrastes nutzen oder zum Schärfen nutzen (was ja in gewisser Weise auch eine Kontrastanhebung auf kleinen Skalen bedeutet). Wählt man die Schärfungsparameter sinnvoll, so kann man das unscharfe Bild auf das schärfere "hochziehen", denn der "Kristallisationspunkt" ist der scharfe Stern. Zwei unscharfe Bilder bekommt man so aber nicht zu einem scharfen, wäre zwar schön, geht aber nur innerhalb der vorhandenen PSF. Perfekt ist das alles nicht, aber sinnvoll in dem Sinne, dass das Bild am Ende besser ist, schon.
Konkret habe ich zunächst erst einmal die Bilder in der Luminanz gestreckt ,Farbbilder wurden kopiert und eine Kopie in den Farbordner gesteckt, der kam später dran. Soweit es ging streckte ich linear und zwar so weit, bis ich ein Rauschen im Hintergrund sah. In den Lichtern gab es aus versch. Gründen noch kein Rauschen. Zum einen wegen der nichtlinearen Streckung zum Schuss, zum anderen, weil Lichter von sich aus weniger rauschen. Dieses SNR habe ich zur Schärfung der Lichter genutzt. Mein favorisiertes Werkzeug ist die iterative PSF Schärfung. Ist nicht ganz einfach die Parameter richtig zu setzen. Als Besonderheit kann man die PSF so wählen (man markiert dazu einen Stern) , dass eben nur hellere Strukturen geschärft werden. Das Endbild zeigt oft hässliche Sterne, diese wurden manchmal noch aus dem nur gestreckten Bild ersetzt. Witzig dabei: Bei so vielen Bildern von so vielen versch. Geräten sind die „Hässlichkeiten“ auch verschieden. Am Ende waren die Sterne ganz ansprechend weil gemittelt.
Gröbere Gradienten konnte ich in PS mit dem Verlaufsfilter, per Hand gesetzt, ausgleichen. Das ist nicht unwichtig, denn ich habe an keiner Stelle definiert was Hintergrund ist und was nicht (z.B. nicht Hintergrund ebnen in Fitswork oder DBE in PI) Mein , noch UNsichtbares (!) Signal ist so erhalten geblieben.
Dann habe ich jeweils 2 ähnliche Bilder verheiratet. Dazu habe die die Helligkeit angepasst und vor Allem dafür gesorgt, dass das Rauschen in beiden Bildern gleich stark ist und das unabhängig davon wie tief oder wie scharf das Bild war, immer 50/50. Die Übergänge zu den einzelnen Fotos sind oft ein großes Problem. Bisher kenne ich nur die Möglichkeit die Bilder so gut es geht anzupassen, und die Kante dabei mit auslaufen zu lassen. Das ist echte Handarbeit aber nach dem Mitteln von vielen versch. Bildern mitteln sich auch die Restfehler raus. PS macht das theor. auch alleine, aber nicht immer und nicht gut genug und vor Allem bleibt PS nicht bei 50/50.
Verzerren musste ich nur ganz wenig. Mit Teleobjektiven ist das manchmal echt schwierig. Die letzten Bilder zusammenzufügen war hingegen ein Hochgenuss.
Dann die Farbe. Hier konnte ich richtig „rumsauen“. Das L Rauschen konnte man einfach ignorieren und bei so viel Material gab es auch kein Farbrauschen. Auch die Bildkanten wurden ignoriert. Zusammengefügt habe ich hier nach Augenmaß. Das reine Farbbild wurde etwas geschärft und in der Sättigung angehoben.
In PS über Ebenen habe ich dann nur die Farbinfos auf das L Bild übertragen.
Alle dunklen Bereiche habe ich in der Farbsättigung dann wieder gesenkt. Danach kam nur noch Feinarbeit und auch ein wenig echte Retusche.

Viele Grüße,
ralf

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wynnie
Meister im Astrotreff

Deutschland
267 Beiträge

Erstellt  am: 15.05.2019 :  12:45:40 Uhr  Profil anzeigen  Besuche wynnie's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

zur Darstellung großer Bilder im Netz gibt es ja entsprechende Tools bzw. Anbieter die eine Präsentation möglich machen. In der Basisversion sind einige sogar kostenlos. Es geht ja 'nur' um die Präsentation einiger weniger Bilder. Gigapixel Bilder sind da kein Problem.

EasyZoom
Zoomify Free

Nur mal so als möglicher Denkanstoß ... das eigentliche Ergebnis kenne ich ja (noch) nicht. Bin aber gespannt wie ein Flitzebogen

Viele Grüße
Michael

_________________________
per aspera ad astra ...

Skywatcher Explorer-150PDS
GSO 200/1000
EQ6-R

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HNSolid
Meister im Astrotreff

Deutschland
542 Beiträge

Erstellt  am: 19.05.2019 :  23:16:26 Uhr  Profil anzeigen  Besuche HNSolid's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

kurzer Zwischenstand: Wir haben jetzt ca. 140 Std. zusammen.

CS Piotr

Skywatcher Newton 150/750 / NEQ5 Synscan,
Canon EOS 450DA + 700D, ASI178MM, Guiding mit PHD2 am 8x50 Finder Scope mit ALccd5L IIc

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pescadorTT
Meister im Astrotreff

Deutschland
842 Beiträge

Erstellt  am: 20.05.2019 :  07:28:36 Uhr  Profil anzeigen  Besuche pescadorTT's Homepage  Antwort mit Zitat
Moin Ralf,

Danke Dir noch für die detaillierten Infos zum Bildbearbeitungsprozess. Interessante Wege, um an das Resultat zu kommen. Bestimmt war der Weg nicht immer eine Butterfahrt und mit Glückshormonen gefüllt, aber sicherlich ein Fest in der Finalisierung und beim Rauskitzeln von schwachen Details und Tiefe. Top.

Moin Piotr, nun also schon 140Std. – supergut! Die nächsten Tage / Wochen sehen im Rheinland / Bergischen laut Prognosen leider eher wettertechnisch schlecht aus, um noch mehr Stunden sammeln zu können. Aber gut Ding will Weile haben :)


Schönen Start in die Woche wünsche ich,
Sven




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Blechi
Senior im Astrotreff


115 Beiträge

Erstellt  am: 20.05.2019 :  19:18:39 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

das Zwischenergebnis ist schon echt gut, ich hab mich auch mal ein bisschen an der Bildbearbeitung versucht, bin aber gescheitert. Vor allem dass diese Staubbänder in der Galaxie so gut zu sehen sind finde ich faszinierend. Kann mir gar nicht erklären wieso die überhaupt so plötzlich erst irgendwann sichtbar werden. Eigentlich werden doch immer im dunklen Hintergrund neue Details sichtbar, aber dass das auch in hellen Bereichen also der Galaxie passiert...?

Noch was anderes:
Jetzt im Sommer wird es ja die gesamte Nacht gar nicht mehr richtig dunkel. Lohnt es sich da trotzdem zu fotografieren? Wer von euch macht das und wie weit steht die Sonne dann unter dem Horizont wenn ihr loslegt?

Gruß
Armin

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30sec
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2313 Beiträge

Erstellt  am: 20.05.2019 :  20:55:41 Uhr  Profil anzeigen  Besuche 30sec's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,
also ich für meinen Teil werde im Sommer nichts mehr machen können. Es wird zu spät dunkel und die Nacht ist zu hell. Die 2. Nachthälfte im frühen Frühjahr bietet noch mal eine gute Chance. Das bedeutet, wir könnten uns u.U. ein Herbstobjekt zusätzlich aussuchen.
Schön Armin, dass du das Staubband und die Bildbearbeitung ansprichst. Als "Scheitern" darfst du das nicht sehen, nur als, "Schritte die noch nicht gemacht sind"(ich selber mache beruflich viel Bildbearbeitung und selbst mit diesem Vorteil lerne ich seit 16 Jahren immer noch etwas dazu. Das letzte Erlebnis bei dem ich sagte, wow, das mach ich jetzt immer, ist nur 2 oder 3 Monate her.
Viele "traditionelle" Vorgehensweisen sehen es genau so wie du schreibst (Lichter sollen sich aus dem Hintergrund lösen). Meine ersten Erfahrungen habe ich da bei M102 gemacht. Ein dunkles schmales Staubband auf hellem Hintergrund und nichts funktionierte so, wie es sollte. Eine Bearbeitung habe ich damals als/im Negativbild gemacht, damit die Prozesse wieder griffen. Am Ende bin ich dann aber wieder auf die "unbestechliche" unscharfe Maskierung in PS zurück gekommen, die macht keinen Unterschied zwischen hell und dunkel. Im folgenden Fall habe ich 2 versch. Radien genutzt, den einen im Pixelbereich 2-3 PX, eben so, dass die Details innerhalb des Bandes verstärkt wurden, den anderen Radius wählte ich sehr groß, ca. 30-50 Px. Die Intensität darf dann natürlich nicht so stark sein. In seiner Wirkung erinnert diese Schärfung an einen Hochpassfilter, bringt aber mehr Details zur Geltung und ich würde die Bearbeitung mit dem Filter durchaus als besondere Form der Streckung bezeichnen.
Übrigens haben wir die Grenzgröße neu "vermessen". Die belastbarsten Daten stammten aus dem SDSS-DR12 Katalog und Sterne jenseits von 23 mag sind im ´Grün-Band´ sichtbar (am Rande aber wohl noch nicht). Mindestens 2 Galaxien sind noch nirgends aufgeführt und haben noch keinen Namen oder Nummer. (vielleicht gibt es Zusatzkataloge, keine Ahnung, aber lasst mir den Glauben erst einmal) so gesehen, Sven, nein! nur Butterfahrt!
Gruß,
ralf

Bearbeitet von: am:
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pescadorTT
Meister im Astrotreff

Deutschland
842 Beiträge

Erstellt  am: 20.05.2019 :  22:01:59 Uhr  Profil anzeigen  Besuche pescadorTT's Homepage  Antwort mit Zitat
Freut mich Ralf

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pete_xl
Meister im Astrotreff


436 Beiträge

Erstellt  am: 25.05.2019 :  17:50:16 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

endlich bin auch ich auch so weit mit meiner M64 ;-).

Leider hatte ich nur dünne Farbdaten von meiner ASI1600mmp. Deswegen habe ich ein L-RGB aus ASI-Luminanzdaten und RGB-Daten einer alten Aufnahme meiner Pentax K3ii gebaut. Ich hatte den Bildausschnitt mit Faktor 3x in APP gedrizzled, die Luminanz in Photoshop bearbeitet, das Farbbild der K3ii in APP auf das Luminazbild registriert und das beides in Photoshop verheiratet. Am Ende habe ich das Ergebnis für das Internet auf 33% (Originalmaßstab) herunterskaliert. Diese Version sieht jetzt so aus:



https://astrob.in/407238/0/

Die Aufnahme besteht aus 414 x 15s gain 139 Luminanz von der ASI1600mmp und 100 x 180s ISO 800 RGB von der Pentax K3ii. Alles wurde mit dem 130/910 mm Refraktor produziert.

Wenn ich das richtig kapiert habe, schicke ich Piotr einen Link zu meiner Dropbox und er läd sich die Aufnahmen herunter, nicht wahr? Ich würde dann auch noch die volle Drizzle-Auflösung dazustellen und ihr könnt entscheiden welche Version ihr verwenden wollt. Über den Link zur aktuellen Version des Gemeinschaftsprojektes würde ich mich freuen.

Viele Grüße
Peter





Bearbeitet von: pete_xl am: 25.05.2019 18:59:18 Uhr
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