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Seite: von 2

Elektronengehirn
Neues Mitglied im Astrotreff


16 Beiträge

Erstellt am: 09.03.2019 :  22:50:08 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Leute,

ich bin neu hier im Forum. Besitze seit ca. 12 Jahren ein Meade ETX-105EC, welches ich damals günstig als Ausstellungsstück gekauft habe. Mit Autostar-GOTO und Stativ für 600€.

Ich bin Gelegenheitsastronom, in manchem Jahr nutze ich es häufiger, manches Jahr mache ich aber auch gar nichts. Deshalb weiss ich auch die GoTo-Steuerung des Meade zu schätzen.

Nun möchte ich eine Klasse "aufsteigen" und habe schon viel gelesen. Ich möchte ein weitgehend universelles Teleskop zur Planetenbeobachtung und für größere DeepSpace Objekte - eventuell auch mal Kurzzeitaufnahmen mit einer Kamera (hab eine 300€-Touptek). Manchmal aber auch nur einen Doppelstern trennen oder den Mond genießen....

Letzten Endes wird es wohl diesmal in Richtung Celestron gehen, bei Meade gibt es irgendwie keine Weiterentwicklung, denke ich in letzter Zeit zunehmend..

Ich interessiere mich für das Nexstar Evolution 9.25, oder das CPC 925 GPS. Hatte mir das EVO 925 mal im Hellen angeschaut und hatte den Eindruck, dass die einseitige Gabel mit dem Scope irgendwie ein bisschen überfordert ist und das Ganze ziemlich leicht wackelt. Für nur 300€ mehr bekommt man das wesentlich stabilere CPC 925. Das ist natürlich ein ganzes Stück (8-10kg?) schwerer, aber ich denke wenn man Stativ und Scope separat aus dem Keller hochschleppt, noch gerade so allein aufbaubar ohne dass man sich einen Bruch hebt. Außerdem ist die Stromversorgung beim EVO viel besser gelöst.

Wie seht ihr das? Ist das CPC das klar sinnvollere Teleskop?

Dann ist mir noch aufgefallen, das beide Scopes unterschiedliche Handsteuerungen haben. Die vom Evo (Nexstar+) ist moderner, hat auch einen USB-Anschluss (und das Teleskop WLAN) und kann upgedated werden (das finde ich wichtig). Außerdem gibt es eine App-Steuerung, die mich als Nerd auch reizt, und sei es nur zum ausprobieren.
Die Handbox (Nexstar) vom CPC scheint man nicht updaten zu können, und sie hat nur einen RS232 (WTF?) Anschluß. Also ehrlich: bei einem so teuren Teleskop als Schnittstelle nur RS232 anzubieten finde ich schon grenzwertig... die Rechner die diese Schnittstelle haben muss man suchen. Und die Adapter... bäh

Stimmt dass, das beide Teleskope mit unterschiedlichen Handboxen ausgeliefert werden oder ist einfach die Darstellung im Netz veraltet?

Tut mir leid, dass ich als Neuling mit so einem Großen Beitrag mit der Tür ins Haus falle, aber vielleicht kennt sich ja jemand im Detail mit den Celestron SCs aus oder steht vor einen ähnlichen Entscheidung?

Viele Grüße und Danke schonmal vorab,
Michael

Realname: Michael. Meine Interessen: Katzen, Menschen, Sternenlicht, Kopter, mein BMW i3, mein Ebike, Schießsport.
Teleskop: Meade ETX-105EC mit Autostar #197.

Bearbeitet von: Elektronengehirn am: 10.03.2019 00:19:59 Uhr

pescadorTT
Meister im Astrotreff

Deutschland
848 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2019 :  00:10:45 Uhr  Profil anzeigen  Besuche pescadorTT's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Elektronenhirn (gibt doch bestimmt auch einen normalen Namen oder? ), willkommen im Astrotreff!

Zu den einzelnen Montierungen kann ich leider nichts beitragen, außer, dass mit diesen Astrofotografie eher mäßig möglich ist (Planeten und Mond ausgenommen). Zum SC 9.25 aber schon etwas, da ich selbst eines besaß. Zum einen ist das 9.25 durch seine Brennweite mit f10 ein feines Gerät, welches sich hervorragend für Mond, Planeten und kleine PN's eignet, zum anderen passt es aber eher nicht so richtig für großflächige Objekte. Das SC ist schön handlich und passt noch gut auf eine EQ6 oder CGEM (auch fotografisch). Mit einer dieser Montierungen könntest Du später auch auf Fotografie setzen, wenn das überhaupt interessant für Dich sein sollte. Und wenn Interesse bestehen sollte, dann ist das SC 9.25 durch sein langsames Öffnungsverhältnis leider eher nicht der perfekte Partner für Fotografie (Ausnahme Mond & Planeten), es sei denn, man investiert in hochwertige Reducer....

Beste Grüße,
Sven

| 12,5"/ f4,7 Christian Busch Spiegel im Dieter Martini Truss auf gepimpter G11 mit Gemini II |
| ED 70/420 mit Mgen II | Vixen 102 M auf AZ | TAL1 | Revue 60/700 | Revue 60/910 |



Bearbeitet von: am:
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Elektronengehirn
Neues Mitglied im Astrotreff


16 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2019 :  00:22:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Sorry mit meinem Namen, hab mein Posting ergänzt,

Fotografie spielt bei mir nicht so die große Rolle - dafür ist die Zeit zu knapp :-)
Lieber die seltenen Abende mit Beobachtungen verbringen.
Aber Danke für die Bestätigung dass das SC 925 ein tolles Scope ist...

LG, Micha

Realname: Michael. Meine Interessen: Katzen, Menschen, Sternenlicht, Kopter, mein BMW i3, mein Ebike, Schießsport.
Teleskop: Meade ETX-105EC mit Autostar #197.

Bearbeitet von: Elektronengehirn am: 10.03.2019 00:26:26 Uhr
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17111 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2019 :  00:28:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo "Elektronenhirn",

willkommen hier auf Astrotreff.
Zitat:
Ich möchte ein weitgehend universelles Teleskop zur Planetenbeobachtung und für größere DeepSpace Objekte...
Augehend von dem vorhandenen wäre das kein Aufstieg in dem Sinn. Mit dem deutlichen Zugewinn an Öffnung gewinnst du zwar etwas Licht bezüglich schwachen Sternen, aber das Blickfeld wird dank der höheren Brennweite kleiner und für flächige Objekte hast du auch keinen Gewinn an Lichtstärke.

Für mehr Deepsky wäre eine Optik mit mehr Öffnung, aber nicht so viel mehr an Brennweite besser geeignet, also keine f/10, sondern eher was mit f/6 oder f/5. Damit wäre auch fotografisch eher was zu erreichen.
Zitat:
ist moderner, hat auch einen USB-Anschluss (und das Teleskop WLAN) und kann upgedated werden (das finde ich wichtig).
Ich versteh immer nicht, weshalb man eine Steuerung upddaten muss bzw. weshalb das als so wichtig angesehen wird. An der Objektdatenbank wird sich kaum was ändern, neue Sterne/Galaxien gibt es ja eher nicht und auch am Funktionsumfang sollte sich an einer Steuerung kaum was ändern. Einzig Fehler der vorhandenen SW/Firmware beseitigen- aber es gibt auch reichlich Beiträge, die über ein fehlgeschlagendes Update mit all den daraus folgenden unschönen Folgen erzählen.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

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Elektronengehirn
Neues Mitglied im Astrotreff


16 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2019 :  00:55:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hmm, mein jetziges Meade hat f/14 und eine 105mm Öffnung.
Beim SC9.25 „verbessere“ ich mich auf f/10 und es kommt sicher die 5-fache Menge Licht rein... ich finde das schon einen „Aufstieg“, auch wenn die absolute Brennweite größer ist. Meinst Du nicht?

Ein Newton wollte ich auch nicht so gerne haben, weil so lang und sperrig beim tragen. Ein GoTo Dobson, da habe ich auch keine Erfahrung damit ob ich damit klarkomme.
Vielleicht hole ich mir mal ein preiswertes Dobson irgendwann mal, wenn ich mehr Zeit mit Astronomie verbringen sollte.

Grüße
Micha

Realname: Michael. Meine Interessen: Katzen, Menschen, Sternenlicht, Kopter, mein BMW i3, mein Ebike, Schießsport.
Teleskop: Meade ETX-105EC mit Autostar #197.

Bearbeitet von: Elektronengehirn am: 10.03.2019 01:01:24 Uhr
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pescadorTT
Meister im Astrotreff

Deutschland
848 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2019 :  10:59:55 Uhr  Profil anzeigen  Besuche pescadorTT's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Micha,

wie sind denn Deine Beobachtungsbedingungen? Schaust Du vom Balkon oder spechtelst Du aus dem Garten? Wohnst Du in einer Stadt oder ländlich? Musst Du eventuell sogar irgendwo hin fahren? Ich würde mir als erstes die Frage stellen, wie viel Aufwand pro Spechteleinheit für Dich in Ordnung ist und das dann mit Deinen Gegebenheiten vor Ort abstimmen. Jedes qualitative Teleskop hat seinen Zweck sowie Vor- und Nachteile, aber bevor man allzu schnell Geld verprasst, bedarf es im Vorfeld bestmöglich eine gründliche Planung.

Wird schon

Viele Grüße,
Sven

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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17111 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2019 :  12:00:20 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Micha,
Zitat:
Beim SC9.25 „verbessere“ ich mich auf f/10 und es kommt sicher die 5-fache Menge Licht rein
Du gewinnst etwas bei der Grenzgröße von Sternen, das Lichtsammelvermögen hilft nur an der Stelle wirklich.

Für flächige Objekte hilft das nichts, die werden nicht heller. Von f/14 auf f/10 verkürzt zwar die nötige Belichtungszeit etwas, aber sie bleibt dabei immer noch sehr hoch. Also muss du lange belichten und entsprechend auch diese lange Belichtungszeit exakt nachführen.

Und azimutal montiert bekommst du dann Bildfeldrotation, die Gabelmontierung müsste wenigstens mit einer Polhöhenwiege aufgerüstet werden. Alternativ das SC auf eine parallaktsiche Montierung schnallen.

Noch zu erwähnen- mit 2000mm Brennweite wird der Bildausschnitt auf deiner Touptec winzig ausfallen.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
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Mettling
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5758 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2019 :  12:34:12 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Micha,

Prinzipiell hat Stefan recht, dass Du bei flächigen Objekten keinen Helligkeitsgewinn zu erwarten hast, wenn Du bei vergleichbarer Austrittspupille (AP) beobachtest. Die AP ist die Öffnung geteilt durch die Vergrößerung und gewissermaßen ein Maß für die visuelle Lichtstärke der gewählten Teleskop/Okular-Kombination.

Man sieht mit größerer Öffnung bei gleicher AP aber dennoch deutlich mehr als mit dem kleinen Teleskop, vor allem wenn sich die Öffnung mehr als verdoppelt. Die flächigen Objekte werden zwar nicht heller, aber bei gleicher Helligkeit größer und es können mehr Details erkannt werden. Vor allem auch bei kleinen Objekten wie PNs, Galaxien und Sternhaufen. Deshalb lohnt sich meiner Meinung nach ein Aufstieg vom kleinen Maksutov auf das große SCT auf jeden Fall. Goto ist eine sinnvolle Sache bei mehr als 2000mm Brennweite, ich vermisse Goto bei meiner Kombination C8/SP-DX manchmal schon.
Die Einarmgabel des Evolution ist nicht so super stabil, dürfte aber visuell ausreichend sein. Wenn Dir der Sinn nach mehr Stabilität steht, auch für Planeten- und Mondfotografie, und Du das höhere Gewicht und den Preis nicht scheust, nimm das CPC. Zu den Handboxen kann ich nichts sagen, dass in der Astronomie immer noch RS232 verbaut wird, finde ich genauso haarsträubend wie Du.

Ein Tipp: besorge Dir einen 2"-Zenitspiegel zum direkt an den Tubus schrauben und ein 2"-Übersichtsokular mit 40-50mm Brennweite. Das ergibt dann das maximal mögliche Gesichtsfeld bei niedriger Vergrößerung und APs von 4-5mm. Sehr sinnvoll zur Beobachtung lichtschwacher großflächiger Nebelgebiete, beispielsweise im Schwan. Dazu noch ein schöner OIII- oder UHC-Filter in 2" von Astronomik und es kann los gehen.

Bis dann:
Marcus

EDIT: ooh, Schnapszahl. 5555 Beiträge.

16" f/3,7 Dobson, 6" Reisedobs, C8, ED 80/560, Sunlux (Skylux/PST-Mod)
Vixen SP-DX und Porta, Star Adventurer
Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle.

Bearbeitet von: Mettling am: 10.03.2019 12:35:22 Uhr
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Elektronengehirn
Neues Mitglied im Astrotreff


16 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2019 :  12:37:47 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: pescadorTT

wie sind denn Deine Beobachtungsbedingungen? Schaust Du vom Balkon oder spechtelst Du aus dem Garten? Wohnst Du in einer Stadt oder ländlich? Musst Du eventuell sogar irgendwo hin fahren?



Ich wohne am Rande einer kleinen Stadt außerhalb von Bonn. Beobachte den NW/W/SW/S-Himmel von meiner Terrasse aus. Polaris sehe ich nicht. Kompasse funktionieren auch nicht wirklich gut. Auf der anderen Hausseite steht leider eine Straßenlaterne, die ziemlich viel verschmutzt. Also alles nicht so optimal.

Groß wegfahren werde ich nicht oder nur selten. Wenn das Teil in meinen Kleinwagen überhaupt rein passt. (Ein CPC oder Evo würde wohl). Es muss auch relativ schnell gehen - wenn es nicht so kalt ist draußen bin ich aber schon mal ein paar Stunden am Teleskop.

Klar, wie stefan-h schrieb, hat f/10 schon seine Nachteile, aber was wären die Alternativen zu einem SC-Spiegel? Beim Newton muss man wohl öfters Spiegel nachjustieren - will ich vermeiden.Refraktor ist mir zu spezialisiert - also bleibt nur der Kompromiss SC.

Für Fotos ist ein AZ-montiertes SC wohl schwierig - aber Fotos spielen bei mir auch nicht so die Rolle.

Das es aber kein/wenig Helligkeitsgewinn bei Flächenobjekten geben soll, hätte ich nicht gedacht. Ich hoffe, dass es zumindest ein bisschen spektakulärer wird als bei meinem f/14 105mm Meade.

Immerhin: mit dem sehe ich im Optimalfall die Cassiniteilung und hab auch schon mal einen Mondschatten auf Jupiter erahnt... das muss doch besser werden mit einem 8' / 9.25'. Vielleicht spare ich mir auch den Aufpreis und nehme das etwas kompaktere 8'

Realname: Michael. Meine Interessen: Katzen, Menschen, Sternenlicht, Kopter, mein BMW i3, mein Ebike, Schießsport.
Teleskop: Meade ETX-105EC mit Autostar #197.

Bearbeitet von: Elektronengehirn am: 10.03.2019 12:46:41 Uhr
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Mettling
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5758 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2019 :  12:53:19 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Elektronengehirn

Das es aber kein/wenig Helligkeitsgewinn bei Flächenobjekten geben soll, hätte ich nicht gedacht. Ich hoffe, dass es zumindest ein bisschen spektakulärer wird als bei meinem f/14 105mm Meade.



Hallo Micha,

Auf jeden Fall! Wie schon geschrieben, entscheidend ist die Austrittspupille.
Wenn Du ein Objekt nebeneinander mit dem 4"er und dem 9,25"er beobachtest und die Okulare jeweils so wählst, dass das Objekt in beiden Teleskopen gleich stark vergrößert wird, erscheint es im größeren Teleskop auch heller. Denn die AP des größeren Teleskops ist dann deutlich größer (größere Öffnung durch gleiche Vergrößerung gibt größere AP).
Wenn Du die Objekte jeweils so vergrößerst, dass Du in beiden Teleskopen mit der gleichen AP beobachtest, erscheinen die Objekte auch gleich hell. Im C9,25 aber sind sie aber 2,3x größer, wodurch Du mehr Details siehst.

Es kommt also darauf an, mit welchen Okularen und welchen Austrittspupillen Du beobachtest. Tendenziell hast Du bei den im Deepsky üblichen Vergrößerungen mit einem größeren Teleskop die Möglichkeit mit größeren Austrittspupillen zu beobachten und dadurch mehr zu erkennen. Das ist der Grund warum sich die Leute (wie ich auch) ja größere Teleskope anschaffen. Sonst würde es ja gar keinen Sinn machen sich einen 16"-Dobson für Deepsky in den Garten zu stellen.

Bis dann:
Marcus

EDIT: Formulierung verbessert

16" f/3,7 Dobson, 6" Reisedobs, C8, ED 80/560, Sunlux (Skylux/PST-Mod)
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Bearbeitet von: Mettling am: 10.03.2019 13:17:29 Uhr
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17111 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2019 :  13:24:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Micha,

bezüglich Handhabug- bei der Gabelversion musst du Tubus und Gabel immer als komplettes Teil tragen. Da hast du bei demCelestron CPC 800 SC (XLT) 8" immerhin schon 19kg, bei dem Celestron CPC 925 SC (XLT) schon 26,3kg. Da geht jeweils wohl das Stativgewicht ab (Angabe als komplettes Gewicht), aber so wirklich viel leichter wird das nicht.

Würdest du z.B. dieses Celestron Advanced VX 8" SCT 203 parallaktische Lösung nehmen hast du zwar kaum weniger Gesamtgewicht, aber die einzelnen Teile sind leichter und damit einfacher zu handhaben.

Zum Helligkeitsgewinn hat Marcus das ja noch gut erklärt. Für deinen
Fall würdest du bei gleicher Vergrößerung eine etwa doppelt so große AP (bei jeweils gleicher Vergrößerung) erhalten, damit auch ein sichtbar helleres Abbild. So gesehen also schon ein Gewinn.

Den größten Gewinn hättest du bei Übersicht, mit einem 2" Plössl 55mm läge die AP bei 5,5mm und du siehst ein Feld von 1,3°, das ETX zeigt dir da 1,8° Feld, aber nur mit 3,9mm AP. Das 8" bringt dir also das hellere Bild, das ETX zeigt dir das etwas dunklere, aber größere Feld.

Dabei ist aber nicht berücksichtigt, das bei 2" Nutzung der dazu auch nötige 2" Zenitspiegel durch den längeren Lichtweg auch eine Verstellung des Hauptspiegels erzwingt. Das führt bei einem SC oder Mak zu einer Brennweitenverlängerung und Beschneidung der Öffnung, aus dem 200/2000 wird dadurch vielleicht ein 190/2150 (Zahl rein als Beispiel angenommen, aber so in etwa ergibt sich das).

Gruß
Stefan

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pescadorTT
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Deutschland
848 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2019 :  14:49:34 Uhr  Profil anzeigen  Besuche pescadorTT's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Micha,

Stefan und Marcus haben ja sehr viel zum System geäußert. Wenn ich nun so an Deinen Beobachtungsplatz denke, wirst Du zusätzlich noch eine Tau- Streulichkappe benötigen. Solltest Du wirklich fast nur vom Balkon aus spechteln, fällt ein Standard Dobson damit eigentlich schon aus der Reihe der möglichen Gerätschaften und das SC würde Dir dort gute Dienste erweisen. Würde mir aber gleichfalls keine AZ Montierung zulegen, sondern direkt eine Parallaktische. Das mit dem angesprochenen 2" Auszug ist übrigens eine super Sache. Hatte den Baader Diamond Steeltrack und der hat ganz wunderbar funktioniert.

Viele Grüße,
Sven

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Elektronengehirn
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16 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2019 :  23:00:20 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Danke Euch allen für den Support und die Erhellung!

Der 2‘ Auszug ist auf jeden Fall etwas, was ich haben möchte früher oder später.
Für meine Einsatzzwecke ist es wohl wirklich nicht so entscheidend, ob ich einen 8 oder 9.25 Tubus kaufe. Außer dass man Geld und Gewicht sparen kann.

Bin jetzt doch noch mal ans Denken gekommen wegen dem Polarmount. Der ist wirklich universeller und letzten Endes leichter.
Den Umgang damit könnte ich sicher lernen, hab schon mal in der Jugend mit einem Quelle-Newton rumgespielt.

Allerdings sehe ich Polaris nicht von meiner Terasse aus. Das Biest ist hinter meinem Haus!
Und wie gut das GoTo-Alignment ohne Polarisanpeilung funktioniert, weiß ich noch nicht.
Hat das jemand schon ausprobiert?
Zur Not muss das Fernabsatzgesetz zur Hilfe eilen....

Viele Grüße
Micha

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Bearbeitet von: Elektronengehirn am: 10.03.2019 23:01:17 Uhr
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Nobbi
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Erstellt  am: 11.03.2019 :  12:43:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,

noch eine kurze Anmerkung zum Firmwareupdate, das ist eigentlich auch über die alten Handcontroller ptroblemlos möglich, und das CPC hat meines Wissens auch einen nextstar+. Unter https://www.nexstarsite.com/ findest Du evtl. noch mehr Infos.
Eure Meinung zum Thema RS232 kann ich überhaupt nicht teilen, erstens sind viele USB Anschlüsse in Montierungen auch nur als virtuelle comports ausgelegt (d.h. der Adapter ist ist dann quasi aufs Board gewandert), und man ist beim nächsten OS Update auf den Herstellertreiber angewiesen. Einen RS232 Anschluß kannst Du auch unter aktuellen Rechnern programmieren, wenn der Hersteller vor zehn Jahren vom Markt gefegt wurde. Und die Datenmengen, um die es hier geht, ist ja nun mal winzig. Schön ist natürlich, wenn man beide
Anschlüsse hat.

Gruß
Norbert

Bearbeitet von: am:
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Elektronengehirn
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16 Beiträge

Erstellt  am: 11.03.2019 :  17:40:56 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ja, ich hab da auch nochmal nachrecherchiert, die CPCs werden wohl ungefähr ab 2012 mit dem Nexstar+ ausgeliefert, und natürlich auch alle anderen aktuellen (inkl AVX). Die Fotos mit dem alten HC sind wohl alle älter :-)
Der "neue" Controller ist wohl unempfindlicher gegen Kälte und ist etwas flotter... und die neuen Firmware-Versionen gibt es nur für den Nexstar+

Meiner Meinung nach müssten moderne Teleskope eigentlich einen Netzwerkanschluss / WLAN haben und eine Ansteuerung über einen integrierten Webserver. Einstellungen liessen sich damit wesentlich komfortabler machen und die Möglichkeiten stiegen enorm (z.B. Softwareentwicklung mit Zugriff auf eine Web-API). Die Hardware dafür kostet nur ein paar Euro... die aufgerufenen Preise für GPS- und WLAN-Adapter sind gelinde gesagt bislang unverschämt.

Ich finde es auch wichtig, die Objektdatenbank aktualisieren zu können - Asteroiden, Kometen, Satelliten... da ändert sich ja des öfteren etwas. Aber das kann man ja auch machen bei den aktuellen Teleskopen, selbst bei meinem alten Meade ETX geht das ja!

Grüße, Micha

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Bearbeitet von: Elektronengehirn am: 11.03.2019 19:37:19 Uhr
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Elektronengehirn
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16 Beiträge

Erstellt  am: 17.03.2019 :  12:14:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat

Vielen Dank nochmal an alle für ihre Ratschläge und Tipps. Ihr seid toll! Hat mich wieder richtig gut reingebracht in die Materie...

Ich denke es wird wohl doch ein CPC 925 werden, mit Zubehör 2 Zoll Zenithspiegel und einem guten 55mm Okular und DeepSky-Filter. Später ggf. noch ein Focal Reducer. Bei kürzeren Okularen greife ich dann zu 1.25 Zoll.....

Ich entscheide mich bewusst gegen einen EQ-Mount, weil ich halt fast nur mit dem Auge beobachten will (da empfinde ich einen Alt/Az-Mount als komfortabler) und Polaris von meiner Terasse aus eigentlich (knapp) nicht sichtbar ist. Außerdem schließe ich Fotos mit langen Belichtungszeiten für mich eigentlich aus. Ein präsentables Mond oder Planetenfoto bekommt man auch mit dem CPC hin...

Später kommt vielleicht noch ein 10 oder 12 Zoll Dobson dazu, wenn ich wirklich mal woanders beobachten will, das CPC will ich ungern durch die Gegend fahren. Interessiert mich auf jeden Fall auch, so ein Gerät. Vor allem, weil die relativ günstig zu haben sind - eventuell auch gebraucht.

Das im Threadtitel erwähnte Evolution 925 schließe ich inzwischen aus, Mit nem fetten 2 Zoll Okular ist mir das zu wackelig und überfordert!
Das CPC 1100 hingegen ist mir dann doch zu monströs - das legt ja nochmal knapp 10kg (ich nehme an überwiegend in der Gabel und im Tubus die man ja nicht trennen kann) drauf. Außerdem nochmal einen 1000er mehr - irgendwann ist auch mal gut. Das 925 ist, so denke ich, ein Instrument für mehrere Jahrzehnte...

Das Ganze gehe ich dann aber ohnehin erst im Sommer an (vielleicht zur Jupiter-Opposition), und genieße bis dahin noch ein wenig die Zeit mit meinem ETX105.

Mein altes Meade-Schätzchen werde ich dann wohl verkaufen. Das läuft noch einwandfrei und kann einen Einsteiger erfreuen.

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