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Seite: von 3

HSp
Neues Mitglied

Deutschland
8 Beiträge

Erstellt  am: 15.03.2019 :  21:27:57 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Timm,

danke für deine Antwort - das sehe ich auch so.

Aber weißt du noch, wie damals alle in der Sternwarte und auch du gesagt haben, dass der Spiegel zu dünn sei? Du hattest in der Zeit einen Versuch mit einem dünnen 12" Zerodur Spiegel laufen, der seine Form nicht behielt, was dich zu dieser Einschätzung bewog. Was ist eigentlich aus diesem 12" Spiegel geworden? Ich nehme an, dass du vorher den Spiegel nur auf 3 Punkten gelagert hattest und dann ein Auflagesystem genommen hast? (Ich erinnere mich noch daran, dass du mit einem Lötkolben dem Spiegel zugesetzt hast, um heraus zu finden, woran es lag.) Ja, das war eine interessante und innovative Zeit!

Aber letztendlich konnte ich beweisen, dass es möglich ist, einen 17.5"er transportabel zu gestalten und trotzdem eine optische Performance zu haben, die der eines "schweren" stationären Gerätes entspricht. Kurz darauf begann die Dobson-Revolution. Ein paar Jahre später waren 16" Standard. Und mit den großen Öffnungen und den Nebelfiltern, die gerade damals herauskamen, konnten wir Details sehen, die vorher nur fotografisch zugänglich waren, z.B. die Arme des Krebsnebels im visuellen OIII.

Das war eine interessante Zeit. Ich war zu jeder Gelegenheit am Sudelfeld und habe mein Studium vernachlässigt.

Ich habe deine berufliche Internetseite studiert, auf der jetzt deine Teleskop-Projekte sind. Mei - bist du ein wilder Hund! Tschuldigung für die Entgleisung, aber das musste gesagt werden!

Herzliche astronomische Grüße von
Helmut


Bearbeitet von: am:
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Fintel
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1760 Beiträge

Erstellt  am: 15.03.2019 :  21:28:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
hallo Helmut,

danke für die schnelle Info.
Habe auch diese Ausgabe nun vorliegen.
Werde mir heute vorm Zubettgehen die beiden Artikel
zu Gemüte führen.
Ja, anno`85 waren das ja Traumgeräte & Himmel für mich...
Da schliff ich in Hamburg wohnend an einem kleinen 6" Rohling herum.
Der mit kürzerer Brennweite meinen Meade 6" f/8 Newton ergänzen sollte.

Gruß
Christian

Bearbeitet von: am:
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BenN
Meister im Astrotreff


608 Beiträge

Erstellt  am: 15.03.2019 :  23:07:38 Uhr  Profil anzeigen  Besuche BenN's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo miteinander,

wo wir gerade in die 80er Jahre zurück gehen, grabe ich mal einen der schönen Beobachtungsberichte von Hans-Georg aus. Da geht es um die legendär gute Sudelfeld-Nacht vom 3./4. Dezember 1986, bei der Helmut's 17,5 Zöller eine zentrale Rolle spielt. Mit dabei waren: Hans-Georg (YS), Johannes (HF), Mario (MC), Helmut (HS) und ich (BN), in Klammern die Kürzel unserer Namen, wie sie Hans-Georg in seinen Aufzeichnugen verwendet. Hier Ausschnitte, die genannten Beobachtungen beziehen sich alle auf Helmut's Teleskop:

"Durchwegs perfekt: Wolkenlos, brillante Durchsicht, Fernsicht unerreicht; absolut trocken, statische Blitze am Plastikteil bei der kleinsten Berührung; Grenzgröße Zenit +7.0 ... unglaubliche Sternenpracht. Temperatur +4/+5 Grad, sehr mild und angenehm ...

MC, HS und BN sind schon seit 18:00 am Spechteln; Cirrusnebel muss gigantisch gewesen sein, alle taumeln verklärt herum ...
NGC 891: Unvergeßlicher Eindruck, der Anblick im 17,5" Newton: Dunkelband klaffend übers ganze Gesichtsfeld ...
M42 im HS-Newton: Alle [Okulare]; Filterkombinationen, das zentrale Ereignis des Abends: Wie Spinnweben im Mondlicht, Trapez mit 6 Komponenten und Dutzende von DW-Feindetails; Konvektionszellen im hellen Zentralsektor; Totenkopf mit Faserfeinstruktur; reflektierender Bogen; übergreifende Arme; M43-Spalte; Fasern, Globulen, Brücken, Netze aus Filamenten; die Umgebung ebenfalls gewaltig (2024 mit UHC-Filter vortrefflich !) ...
M33: Uferlose Detailfülle; HII-Regionen gleißend hell und zahlreich, total gesichtsfeldfüllend ! ...
Pferdekopf, [7mm Okular], UHC: Gigantisch groß, hell, flächig; Alles da, Kopfform plastisch zu sehen, die Schockfront ist extrem markant: Begeisterungstaumel ! ...
Dazu kommen noch zahlreiche, äußerst exotische HS-Objekte, die er aus entlegensten Quellen herausgefummelt hatte; viele haben gar keine NGC-Nummern mehr, sind aber alle im 17,5" Newton umwerfend ...

3:00 Das Wetter ist nach wie vor unendlich schön; schade darum, doch die Kondition ist alles andere als unerschöpflich ...
7:40: HF merkt den Wecker, nachdem YS seinen Wecker überhört hatte - gigantische Fernsicht ! Klare Luft, herrlichstes Morgenlicht; in den Tauern leuchtet schon die Sonne; ab 7:50 Sonnenlicht am Sonnwendjoch: Um 7:55 Green Flash direkt am Ostrand der Ellmauer Halt, kurz und intensiv: Jubel !"

Eine fantastische Nacht ! Und nach wie vor meine längste Spechtelnacht, rund 13 Stunden praktisch durchgehend am Teleskop. Ich wollte mit Helmut's Teil einfach alles sehen ...

Servus
Ben

http://cougar.bakonyi.de/~ben/astro/index.html

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Timm
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2640 Beiträge

Erstellt  am: 16.03.2019 :  15:12:29 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Timm's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Helmut,

danke für den wilden Hund!
Ja, seit damals hat sich viel getan im Teleskopbau.
Mein 12-Zoll Zerodurspiegel war nach einer Retusche von Matry Trittelvitz sehr gut geworden.
Daraus wurde mein erster Klose-Dobson.
Der hat mittlerweile schon den vierten Besitzer und alle sind damit zufrieden gewesen.
Nach 10 weiteren großen Dobsons bin ich jetzt beim endgültigen Klose-Dobson gelandet.
28 Zoll und etwa 40 Kilo ist einsame Spitze! Es gibt nur einen noch leichteren Dobson... auch von mir.
Der 16er wiegt 13 Kilo!
Ein Ami hat mal eine Liste erstellt mit Selbstbauten, auf der viele leichte Teleskope aufgeführt sind:
https://docs.google.com/spreadsheets/d/166-qFpG_lzN1sRhsNZGHQDEed2zBjjhIXr9y2ccCtPA/edit#gid=1189266623

Ich freue mich, dass ich dort vertreten bin!

cs
Timm

48°24'39"N / 8°0'38"O
und
26°52'53"S / 25°01'32"O

carpe noctem
observo ergo sum


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