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RoyalFarter
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
13 Beiträge

Erstellt am: 25.02.2019 :  14:35:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo liebe Astrotreff-Community,

mein Name ist Thomas, bin 43 Jahre alt und wohne im Kölner Süden. Nachdem ich hier seit einiger Zeit die Anfängerberatung stumm mitgelesen habe, muss ich Euch nun leider selber auch behelligen. Vorab vielen Dank für Euer Feedback, Ihr seid eine ausgesprochen freundliche Community und Sorry für meinen langen Text:

Konkret geht es um ein Geschenk für meine Frau und gar nicht um ein Teleskop für mich selbst. Wir sind beide sehr technikafin, aber trotzdem blutige Teleskopanfänger. Meine Frau wünscht sich quasi seit frühester Kindheit ein Teleskop, hat es aber noch nicht übers Herz gebracht, mal ein paar Scheine in die Hand zu nehmen. Ich glaube sie ist auch in die "Und wenn man noch nur 200€ drauflegt, kriegt man sogar noch dies und jenes"-Falle getappt, die ja gerne mal zu einer Teufelsspirale wird. Und plötzlich ist man bei vielen Tausend Euro... vielleicht für den Anfang doch etwas viel.

Ich will aber jetzt Nägel mit Köpfen machen und ihr einfach mal ein Teleskop hinstellen.
Ziel sollte es sein, Mond und Planeten schön beobachten zu können und ggfs. mal eine Galaxie. Fotografie ist durchaus ein Thema, aber sicherlich erst wenn mehr Erfahrung da ist. Die Anforderungen an die Nachführung und die Aufhängung sind enorm, das ist mir nach diversen Beiträgen hier klar. Eine gute DSLR haben wir zwar, aber erstmal soll es also rein visuell ans Werk gehen. Letztlich wissen wir ja noch nicht, ob es überhaupt ein Hobby für sie (uns) ist.

Durch die Lektüre hier (und insbesondere Dank für den Verweis auf eine dreiteilige englischsprachige Einführung, in welche der puristische Bob und der Technik-Nerd Al eine wesentliche Rolle spielen), war ich bei meinem Budget von rund 800-1000€ schnell bei einem 8"-Dobson. Es war meine Idee, so ein Ding - ergänzt um 1-2 gute Okulare und das sonstige Startmaterial - als Geschenk zu beschaffen. Konkret hatte ich mir schon das Orion Dobson XT8 Plus angeschaut.

Daraus ergibt sich die erste Frage:


    (1) Das XT8 "Plus" wird im Gegensatz zum "Classic" mit zusätzlichen Okularen und einer Barlowlinse ausgeliefert und hat eine angeblich verbesserte Aufhängung. Kostet dafür aktuell aber auch 649€ im Gegensatz zum den 369€ des "Classic" (Preise vom Astroshop). Wenn ich die Beschreibung richtig verstehe, sind die optischen Komponenten im Tubus aber die gleichen. Lohnt sich dieser Aufpreis oder fährt ein Anfänger besser, wenn er sich passende, hochwertige Okulare separat oder auch später kauft?


GoTo-Steuerung und "IntelliScope" finde ich spannend, wollte ich aber nach diversen Beiträgen hier absichtlich nicht kaufen. Wir sollten uns erstmal am Himmel zurecht finden. Das Teleskop könnte auf einem recht offenen Südbalkon regelmäßig benutzt werden und ich würde meiner Frau auch den Packesel machen (quasi als Zusatzgeschenk) und ihr das Ding auch in die Eifel karren.

Heute war ich dann mal bei "Optische Systeme Jülich" in Bonn und die freundliche Dame hat mich allerdings restlos verwirrt. Ihrer Ansicht nach ist ein Dobson (zumal ohne GoTo) für einen Anfänger gar nichts. Nun möchte ich mal glauben, dass sie das nicht nur sagt, weil Jülich keine Dobsons verkauft. Sie hat zwei deutlich kleinere Teleskope empfohlen - beide um im Preisrahmen zu bleiben ohne Nachführung. Gäbe es beim Dobson ja auch nicht. Konkret waren es wohl ein Celestron Omni XLT (also sogar ein Refraktor) und ein Vixen Porta II VMC 95. (Ich bin mir jedoch nicht sicher und wollte auch nicht gleich Handybilder von den Preisschildern schießen. Aber sowas in der Richtung war's.)

Nun die zweite Frage:

    (2) Ist es wirklich für einen Anfänger besser, ein solches System statt eines preislich vergleichbaren Dobson zu nehmen?


Schlussendlich hat sie mir noch ein Gebrauchtgerät gezeigt, welches mein Budget leicht übersteigt, aber was tut man nicht alles für seine Holde? Und das wäre dann ein MEADE LX90 - ca. 5 Jahre alt. Das erscheint mir ein bisschen wie das Rundum-Sorglos-Paket, allerdings mit großer Gefahr, dass man sich an die GoTo-Steuerung zu sehr gewöhnt und irgendwann nichtmal mehr den Polarstern alleine findet...

Daher die dritte Frage:

    (3) Was ist zu dem gebrauchten MEADE LX90 im direkten Vergleich zu einem Dobson zu sagen? (Mir ist klar, dass das ein bisschen der berühmte Vergleich von Äpfeln und Birnen ist, aber naja... ich schrieb ja, dass ich restlos verwirrt wurde.)


So, das war jetzt sehr viel Text. Vielen Dank an alle, die bis hier durchgehalten haben. Mir ist klar, dass es für die Pros nervig ist, immer die gleichen Fragen zu beantworten. Vorab nochmals Danke für Eure Mühen.

Gruß,
Thomas

Bearbeitet von: am:

stefan-h
Altmeister im Astrotreff


18020 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2019 :  15:03:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,

willkommen hier auf Astrotreff.

Mal der Reihe nach-
Zitat:
Das XT8 "Plus" wird im Gegensatz zum "Classic" mit zusätzlichen Okularen und einer Barlowlinse ausgeliefert und hat eine angeblich verbesserte Aufhängung.
Die einfache Barlow macht das Kraut nicht fett, Aufhängung verbessert? Kann ich nichts dazu sagen, etwas leichter durch die Ausschnitte in der Rockerbox, ok. Gleitlager ist auch besser, Okulare sind halt nur simple Kellner, also sehr einfache.

Da würde ich eher z.B. den Galaxy D8-K-MC Dobson Teleskop 8" (klick mich) f/6 vorschlagen. Auch mit Gleitlagern, einem 2" Okular für Übersicht, die beiden anderen Okulare sind zumindest Plössl und durchaus für den Anfang brauchbar. Der 8x50 Sucher mit 90° Winkeleinblick ist auch nicht verkehrt. Einziger Nachteil, da steht die neue Lieferung wohl noch aus, dürfte aber in Kürze eintreffen.
Zitat:
Ihrer Ansicht nach ist ein Dobson (zumal ohne GoTo) für einen Anfänger gar nichts.
Ja, wenn man sowas nicht verkauft... Klar, man muss seine Objekte selbst suchen, aber das lernt man durchaus und führt zu Freude, wenn man die Objekte mit etwas Suchen dann gefunden hat. Einfachere Objekte immer wieder einstellen hilft da, um dies schneller zu erlernen. Hilfreich ein Telrad statt dem normalen Sucher, das ist der Finder unter den Suchern.

Die beiden empfohlenen Vixen und Celestron haben wenig pöffnung bei viel Brennweite, damit ist das Sichtfeld sehr klein und die Dinger sind lichtschwach. Damit findet ein Anfänger ohne goto die objekte noch viel schlechter.

Das MEADE LX90 mit Gabelmontierung (?) benötigt immer Spannungsversorgung, manuell verstellen geht da nicht. Auch hier gilt lichtschwach und kleines Sichtfeld, wenn auch dank 200mm etwas besser als die beiden anderen.

Der Vorteil beim Dobson- Rockerox hinstellen, Tubus einhängen- fertig. Der Nachteil- manuell nachführen und bis auf Mond fotografisch weniger tauglich. Die SC oder Maksutov sind dagegen eben lichtschwach, die kleineren Öffnungen lassen keine so hohen Vergrößerungen zu und fotografisch sind die zwar nutzbar (wenn parallaktisch montiert), aber mit dem langsamen Öffnungsverhältnis und der hohen Brennweite für Anfänger sehr schwierig beherrschbar.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: am:
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Dominik Braun
Meister im Astrotreff

Deutschland
619 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2019 :  15:04:40 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Dominik Braun's Homepage  Antwort mit Zitat
Hi Thomas,

zu (1): Ein moderater Aufpreis für brauchbares Zubehör lohnt sich in der Regel, aber nicht, wenn wir von 280€ Unterschied sprechen. Ich würde dieses Geld lieber gezielt in bestimmte Okulare investieren (und nicht wieder in Zubehör, das dann nach ein paar Monaten doch wieder ersetzt wird). Ich würde daher deutlich zum Classic tendieren und dann hochwertigeres Zubehör gezielt nachkaufen.

zu (2): Ob nun so ein System für einen Anfänger besser als ein Dobson ist, wird gerne diskutiert. Meine persönliche Einschätzung wäre dazu: Eher nicht, und schon gar nicht, wenn man auch Galaxien beobachten möchte. Der Dobson ist schneller aufgebaut, bietet mehr Lichtsammelvermögen und kostet weniger.

zu (3): Als Instrument für die Beobachtung vom Balkon aus und für einige andere Anwendungsfälle sicherlich interessant, aber leider haben SCs eine hohe Obstruktion und ein langsames Öffnungsverhältnis. Verglichen mit dem Dobson bedeutet das weniger Lichtsammelvermögen bei gleicher Öffnung und ein dunkleres Bild/weniger Gesichtsfeld bei gleicher Vergrößerung gleichem Okular.

Viele Grüße
Dominik

Takahashi FC-76DS, Taurus T350
Vixen Porta II

Bearbeitet von: Dominik Braun am: 26.02.2019 13:32:58 Uhr
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Cleo
Altmeister im Astrotreff


1708 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2019 :  15:20:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,

oder anders gesagt: als Allroundgerät für alles von Planeten bis DeepSky ist der Newton unschlagbar. Für visuelle Nutzung ist der Dobson perfekt (meine 11jährige Tochter kommt auch damit klar...). Fotografie würde ich separat mit kleinerer Ausrüstung angehen, da sonst zu viele Kompromisse nötig sind.

Einzige Ausnahmen: man ist nicht gewillt oder in der Lage, sich mit der Justage eines Newton-Teleskops zu beschäftigen (wobei das wirklich kein Hexenwerk ist). Oder man kommt mit dem Dobson partout nicht über die Balkonbrüstung.

Viele Grüße

Holger

Machen ist wie wollen, nur krasser.

Bearbeitet von: am:
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RoyalFarter
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
13 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2019 :  16:01:17 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

vielen Dank für die schnellen und präzisen Antworten! Damit bin ich gedanklich nun also wieder bei einem Netwon in Dobsonaufhängung. Und auch der Hinweis auf das günstigere Classic-Modell ist hilfreich, damit bleibt das Budget, um ein vernünftiges Set an Okularen für den Anfang zu finden. Zum Glück dürfte meine Frau ehrgeizig genug sein, das Dobson justieren zu wollen und so lange nach einem elendigen Nebel zu suchen, bis sie ihn wirklich gefunden hat.

Der Hinweis, dass das MEADE ausschließlich mit Strom funktioniert ist in der Tat besonders wertvoll... das hatte ich in der Form nicht beachtet. Wenn man manuell gar nicht in der Lage ist, das Ding zu bewegen, ist das sehr unschön.

Telrad ((==>)Stefan) wurde natürlich bereits in diversen Threads erörtert, das ist bei dem Basic-Modell nun auch im Startbudget, bisher wollte ich aber erstmal mit dem Leuchtpunktsucher arbeiten. Ich denke da nochmal drüber nach und lese hier weiter.

Sollte dann das Dobson doch zu Frust führen, oder stellt sich heraus, dass es doch nicht unser Hobby wird, gibt’s immer noch die Bucht.

Danke nochmals für das schnelle Feedback! Wirklich ne klasse Community hier.
Weitere Standpunkte lese ich natürlich trotzdem gern, aber ich denke ich bestelle noch diese Woche.

Gruß,
Thomas

Bearbeitet von: RoyalFarter am: 25.02.2019 16:02:29 Uhr
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RoyalFarter
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
13 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2019 :  17:36:49 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo liebes Forum!

So! Nachdem ich ja hier so schnell hilfreiche Infos erhalten habe, sieht mein Warenkorb nun wie folgt aus:

  • Orion Dobson Teleskop N 203/1200 SkyQuest XT8 Classic

  • Baader Hyperion Aspheric 36mm, 2"

  • Omegon Ultra Wide Angle 15mm 1,25"

  • Omegon Ultra Wide Angle 6mm 1,25"

  • Omegon Variabler Polfilter 1,25"

  • LED LENSER Taschenlampe T² QC

  • interstellarum Deep Sky Atlas

  • Fernrohr Führerschein in 4 Schritten


Verhältnismäßig teuer in dieser Aufstellung sind kurioserweise die Taschenlampe und der Deep Sky Atlas.

Das Teleskop selber enthält noch ein SPL 25mm, 1,25" Okular, damit wären es für den Anfang also insgesamt vier Okulare.
Mit dem Telrad möchte ich vorerst warten und schauen, wie wir mit dem Leuchtpunktsucher klar kommen. Das gleiche gilt für eine Barlowlinse. Den Polfilter möchte ich für Mondbeobachtungen verwenden. Drehbare Himmelskarte haben wir schon.

Irgendwelche schlimmen Fauxpas in der Liste...? Fehlt noch irgendwas grundlegendes?

Gruß,
Thomas

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StephanPsy
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2267 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2019 :  17:49:27 Uhr  Profil anzeigen  Besuche StephanPsy's Homepage  Antwort mit Zitat
Schöne Zusammenstellung.

Der "Interstellarum Deep Sky Atlas" ist ein toller Atlas, ich hab ihn auch, aber ich befürchte, er wird einen Anfänger in der riesigen Fülle der Objekte überfordern. Besser geeignet halte ich für Euch den Karkoschka, der ist meine "Astro-Bibel" seit über 20 Jahren, immer noch in Gebrauch, immer dabei unterm Sternenhimmel, und ist auch viel billiger siehe

hier klicken

Viel Erfolg und Spass beim neuen wunderbaren Hobby !

StephanPsy vom Eridanus im ALBiREO mit Phoenix von Goldammer, Penelope von IthakA, femina, Lokomotive, PA-T, Kat:ze von der Almwiese, BlackSeeleScope, Zakyntha

Es gibt keinen Weg zum Glück. - Glücklich-Sein ist der Weg. (Buddha)

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Mettling
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
6133 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2019 :  18:18:35 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,

Der Insterstellarum Deeps Sky Atlas ist toll, aber nichts für Einsteiger. Kann es sein, dass Du da etwas verwechselst? Es gibt nämlich auch noch den „Deep Sky Reiseatlas“ aus dem Oculum Verlag. In der Regel wird der Einsteigern empfohlen, insbesondere in Kombination mit dem Telrad. Aber auch mit einem Leuchtpunktsucher ist er gut.
Vorteil: alle im DSRA eingezeichneten Objekte sind mit dem 8“ Dobson erreichbar. Von den -zig tausend Objekten im IDSA dürfte der Großteil außerhalb der Reichweite Eures Teleskops liegen.

Und die LED Lenser Taschenlampe dürfte eher ein teures Spielzeug sein. Nice to have, aber eine reine Rotlichtlampe tut es auch. Gibt es bei allen Astrohändlern oder im Supermarkt im Käseregal. Aus der roten Folie von Babybel-Käse kann man nämlich mit einer einfachen LED-Lampe eine brauchbare Rotlichtlampe basteln.

Bis dann:
Marcus

16" f/4 Dobson, 6" Reisedobs, C8, ED 80/560, Sunlux (Skylux/PST-Mod)
Vixen SP-DX und Porta
Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle.

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fluthecrank
Senior im Astrotreff

Deutschland
155 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2019 :  18:37:53 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,

ich kann Deine Fragen und Bedenken sehr gut nachvollziehen. Deine Kaufentscheidung wirst Du ganz alleine treffen müssen. Im Forum bekommst Du gute Erfahrungswerte aber entscheiden musst Du am Ende alleine. Ich bin selbst Wiedereinsteiger und habe nach ziemlich genau 25 Jahren wieder mit der praktischen Astronomie begonnen.
Damals hatte ich das übliche 114/900 Newton auf einer Wackelmontierung welche es heute noch als EQ1 gibt.
Meine Gedanken zum Wiedereinstieg waren folgende:
-ein Teleskop, welches ich auch später als Fortgeschrittener immer noch sinnvoll nutzen kann
-eine paralaktische Montierung, stabiler als die alte EQ1, motorisch nachrüstbar für spätere Fotosessions
- Okulare je nach Budget, die ich auch später an anderen Instrumenten nutzen kann.
Das mein Einsteigerinstrument nicht mein letztes Istrument sein wird war mir klar.
Gekauft habe ich dann eine NEQ5 Montierung, diese kostet ca. 300€ und ein Skywatcher Startravel 120/600, kostet auch um die 300€, da ist aber schon ein Amici Prisma und zwei Okulare dabei. Du hast ein helles, großes Gesichtsfeld und bis 60, max. 80 fache Vergrößerung ist der Farbfehler erträglich. Mittlerweile habe ich den OAZ ersetzt durch einen mit Untersetzung (ca, 150€)
Nach ersten Fotoversuchen habe ich schon jetzt die Motoren nachgerüstet und kann gut nachführen.
Teuer im Verhältnis sind die ganzen Verlängerungs- und Adapterhülsen um die Kamera anzuschließen, damit kann man sich aber Zeit lassen.
Visuell bin ich für den Anfang zufrieden und erste Fotos sind auch schon gelungen.
Die Montierung stellst Du auf Deinen Breitengrad ein (also um die 50°) und richtest sie ungefähr nach Norden aus, dann kannst Du visuell schon einfach anfangen. Wenn Du fotografieren willst musst Du dann durch den Polsucher einnorden, das geht auch auch ziemlich einfach.
Ich hänge Dir mal ein paar Fotoversuche an, vielleicht ist das ja schon interessant für Dich ?

beste Grüße Frank

P.S.: alles nur meine Erfahrungswerte, die Profis lachen vielleicht, aber ich habe Spass. Und die Fotos sind erste Tests..........vor 25 Jahren war noch "Film" angesagt........also noch gar nix mit Fotografieren.......















Skywatcher 120/600 auf N EQ-5, Okulare von 3,5 bis 40mm, Baader Objektivsonnenfilter,
ASI120MC,
TS 102 individual,102/1100, f11, Achromat auf Celestron CG5 mit SynScan GoTo aufgerüstet
Meade SC8" f10, OMEGON RC6" als Fotokanone

Astrofotos mit Anfänger SetUp
https://www.astrobin.com/users/fluthecrank/

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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


18020 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2019 :  18:38:36 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,

nimm besser Deep Sky Reiseatlas, der von dir angedachte interstellarum Deep Sky Atlas ist als gebundenes Buch nicht für den Acker gedacht bzw. dafür ungeeigneter.

Und wenn du bei dem Orion Dobson bleibst, wäre der Sprung zwischen 15mm und 6mm etwas zu groß, da fehlt was so 8-9mm.

Bei dem GSO 8-Zoll f/6 Dobson Teleskop Deluxe wäre ein gut brauchbares Übersichtsokular und ein 9mm Plössl incl., dazu wäre der Okularauszug auch wie bei dem Galaxy mit Untersetzung, bei dem einfachen Orion fehlt die Untersetzung.

Rotlichtlampe- man kann fast jede vorhandene kleine Taschenlampe mit dunkelroter und nicht zu lichtdurchlässiger roter Folie umbauen.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

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RoyalFarter
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
13 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2019 :  20:36:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Danke nochmal für Eure Antworten!

Ja, den interstellarum Deep Sky Atlas habe ich offenkundig verwechselt, ich werde natürlich den Deep Sky Reiseatlas nehmen. Danke fürs Aufpassen!

Die Lenser Taschenlampe ist sicherlich ein verhältnismäßig hochpreisiges Stück Equipment, wahrscheinlich habe ich auch irgendwo noch die kleine Maglite mit rotem Scheibchen... manchmal will man sich ja auch was nettes gönnen. Und irgendwie mag ich gute Taschenlampen... Der Hinweis auf Stirnlampe (dann für 15€) ist natürlich auch berechtigt. Mal sehen.

Das GSO Deluxe ist leider beim Astroshop erst für den 01.05. angekündigt und bei Teleskop-Express muss man die Lieferzeit anfragen. Der Geburtstag ist Anfang April - das wird zu knapp. Ich vergleiche die beiden aber nochmal, vielleicht finde ich noch einen anderen Shop.

(==>)Frank: Wirklich schöne Bilder! Aber ich will erstmal in Richtung Beobachtung gehen.

(==>)Stefan: Danke für den Hinweis bzgl. der Okulare. Wenn ich die teure Taschenlampe doch wieder rausschmeiße und durch die Einsparungen beim Deep Sky Atlas wäre da sogar ohne Mehrpreis ein weiteres Okular drin. Danke auch hier für den Input.

Weil ich solche Technik-Diskussionen bereits aus anderen Foren kenne lege ich aber Wert darauf, nicht zu viel Zeit mit dem Abwägen zu verbrauchen, sondern schlicht mal zügig in die Pötte zu kommen, damit man nicht nur darüber schreibt, sondern tatsächlich auch mal durch so ein Ding durchschaut!

Gruß,
Thomas

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Heljerer
Meister im Astrotreff

Deutschland
303 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2019 :  21:10:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,

Zitat:
Original erstellt von: RoyalFarter

Die Lenser Taschenlampe ist sicherlich ein verhältnismäßig hochpreisiges Stück Equipment, wahrscheinlich habe ich auch irgendwo noch die kleine Maglite mit rotem Scheibchen... manchmal will man sich ja auch was nettes gönnen. Und irgendwie mag ich gute Taschenlampen...



Ich habe mehrere LED Lenser Taschenlampen im Einsatz und bin sehr zufrieden damit. Ich mag auch gute Taschenlampen. Die von dir ausgesuchte mehrfarbige Taschenlampe kenne ich nicht direkt. Ich habe mir aber gerade die Beschreibung durchgelesen. Ich denke nicht, dass die Taschenlampe zum Kartenlesen geeignet ist. Erstens muss man immer über Weiß auf Rot schalten. Zweitens ist die Lampe sehr wahrscheinlich zu hell.

Gruß,
Wolfgang


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RoyalFarter
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
13 Beiträge

Erstellt  am: 25.02.2019 :  21:36:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Wolfgang!

Guter Punkt. Also doch die alte Maglite... ;-)
An der Taschenlampe wird's sicherlich nicht liegen.

Gruß,
Thomas

Bearbeitet von: am:
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stardust3
Altmeister im Astrotreff


3653 Beiträge

Erstellt  am: 26.02.2019 :  14:39:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: RoyalFarter

Danke nochmal für Eure Antworten!
..., wahrscheinlich habe ich auch irgendwo noch die kleine Maglite mit rotem Scheibchen... manchmal will man sich ja auch was nettes gönnen.
...
Gruß,
Thomas



Das ist eh die Beste, die ich habe !

Prima Leuchtfeld für Karten, nicht zu breit, nicht zu eng (einstellbar), keine Seitenstreuung. Dazu sehr gleichmäßig über die Leuchtfläche. Nicht zu vergleichen mit meiner Celestron Rotlicht LED.
Liegt auch sehr gut in der Hand.

Nachteil wegen Glühbirnchen:
- Batterien sind schnell alle
- Glühfaden brennt schnell durch, weil Mikro Glaskolben.

Aber egal, ist einfach ein Klassiker von hoher Qualität. Irgendwann hab ich mal eine kleine rote LED reingesteckt, da hat mir aber die Ausleuchtung nicht gefallen, Typ Spotlight (enger Spot 1/2 Karkoschka-Seite).

CS,
Walter

LLAP

Bearbeitet von: stardust3 am: 26.02.2019 14:41:27 Uhr
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RoyalFarter
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
13 Beiträge

Erstellt  am: 27.02.2019 :  00:55:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Der Messie in mir (der Sammler, nicht der Fußpilzer) feiert - habe ich doch glatt zu meiner ca. 15 Jahre alten Maglite Mini noch das rote Plastikscheibchen und sogar die Gummihalterung im Keller gefunden. Und das nach vier Umzügen!
Damit kann das Taschenlampenproblem ad acta gelegt werden. Ein großer Schritt in Richtung Teleskop!

Gruß,
Thomas

Bearbeitet von: am:
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StephanPsy
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2267 Beiträge

Erstellt  am: 27.02.2019 :  07:32:07 Uhr  Profil anzeigen  Besuche StephanPsy's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Der Messie in mir (der Sammler, nicht der Fußpilzer) feiert - habe ich doch glatt zu meiner ca. 15 Jahre alten Maglite Mini noch das rote Plastikscheibchen und sogar die Gummihalterung im Keller gefunden. Und das nach vier Umzügen!


BRAVO ! Du bist mir sehr sympathisch !

(Edit: Motorrad fahr ich auch)


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Es gibt keinen Weg zum Glück. - Glücklich-Sein ist der Weg. (Buddha)

Bearbeitet von: StephanPsy am: 27.02.2019 07:51:53 Uhr
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