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Seite: von 3

flack
Neues Mitglied

Deutschland
7 Beiträge

Erstellt am: 21.02.2019 :  18:44:50 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo liebes Forum,

seit langen spiele ich nun mit dem Gedanken endlich in der Welt der Teleskope abzutauchen.
Nun habe ich meine Kameraausrüstung verkauft und mir von meinen mageren Einkünften als Student ca. 1000€ angespart die ich bereit bin auszugeben bzw. wenn es sich um einen wirklichen "Schnapper" handeln sollte könnten noch ein paar Scheinchen aus dem Sparschwein fallen ;)
Denn wer billig kauft, der kauft doppelt. Ich denke/hoffe das mein Budget gut genug ist um anständig in das Hobby einsteigen zu können.

Nun aber genug um den heißen Brei geredet.

Zu meiner Lage, ich wohne am Rande einer 60000 Einwohner starken Stadt in MIttelhessen und habe ein "Feld" vor meiner Haustür, da ich als Student leider kein Auto habe wird sich mir die Gelegenheit leider nicht oft ergeben ins Umland zu fahren.
Ich Tippe mal so auf 1-2 mal im Monat wenn sich die Eltern einmal erweichen lassen ;)

Interessiert bin ich für die nächste Zeit vor allem selber Beobachten, da ich ja mein potenziellen Equipment für die Astrofotografie verkauft habe und da so schnell auch kein Ersatz kommen wird.

Somit würde ich meinen Fokus auf die Planetenbeobachtung legen, würde aber auch gerne wenn es sich anbietet mal ein paar Blicke Richtung DeepSky werfen.

Somit würde ich Richtung eines Newtons mit einer parallaktischen Montierung tendieren die wenn es möglich sein sollte über eine Nachführung verfügt.
Ein Dobson ist leider auf Grund meiner Wohnlage nicht drin, da ich im 3 Stock wohne und es keinen Aufzug gibt, da stelle ich es mir einfacher vor ein Stativ zu haben oder täusche ich mich da?

Bei Refraktoren scheint es wichtig zu sein das man einen Apochromatischen zulegt, und bei denen lassen mich die Preise doch etwas zögern...:D

Oder würde sich das schon eher lohnen da die evtl. besser in der Stadt, wegen Streulicht etc. sind?

Ich würde den Gedanken auch offen gegenüber stehen mir etwas Gebrauchtes zuholen, gibt es da "Sachen" nach denen ich mal die Augen in der Bucht offen halten sollte?

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/teleskop-skywatcher-newton-8-auf-eq-5-inklusive-zubhoer/1024856081-242-1816

Dieses ist mir gebraucht aufgefallen, da scheint eine gute Auswahl an Okularen dabei zu sein und es ist schön Lichtstark oder ist dies in der Stadt eher hinderlich?

Und welche Okulare würdet ihr mir für den Anfang Empfehlen, denn ich weiß aus der Fotografie das die "Kit-Okulare" meistens doch nur der Deko dienen, allerdings werde ich nicht schlau, bzw, tue mir schwer mich einzulesen wie die Verschiedenen Brennweiten und Winkel das Beobachtete beeinflussen.

So ich hoffe ich bin euch mit meinen Text nicht auf die Nerven gegangen, und wünsche allen die das Lesen noch einen schönen Abend/ Nachmittag ;)

Mit freundlichen Grüßen

Jannik

Bearbeitet von: flack am: 21.02.2019 18:52:33 Uhr

stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17397 Beiträge

Erstellt  am: 21.02.2019 :  19:03:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jannik,

willkommen auf Astrotreff. Ich drösel mal deine Überlegungen etwas auf.
Zitat:
Somit würde ich meinen Fokus auf die Planetenbeobachtung legen, würde aber auch gerne wenn es sich anbietet mal ein paar Blicke Richtung DeepSky werfen.

Planeten stehen derzeit recht tief und auch sonst sind sie nicht immer gut beobachtbar. Deepsky hat man bis auf die Zeit um Vollmond herum immer was zum ansehen.
Zitat:
Somit würde ich Richtung eines Newtons mit einer parallaktischen Montierung tendieren die wenn es möglich sein sollte über eine Nachführung verfügt.
Newton und parallaktisch ist nicht ganz so toll. Beim Schwenk zu anderen Objekten dreht sich der Tubus um seine Längsachse mit, damit stehen Okular und Sucher in verschiedenen Stellungen- entweder man verrenkt sich dann den Hals oder dreht den Tubus in den Rohrschellen zurück.
Zitat:
Ein Dobson ist leider auf Grund meiner Wohnlage nicht drin, da ich im 3 Stock wohne und es keinen Aufzug gibt, da stelle ich es mir einfacher vor ein Stativ zu haben oder täusche ich mich da?

Hängt etwas von der Größe ab. Beim Dobson trägst du 2 Teile. Parallaktisch trägst du Stativ, Montierung und Tubus getrennt, die Gegengewichte vielleicht mit dem Stativ zusammen.

Ein Newton 150/900 erlaubt noch eine relativ leichte Montierung, wenn du einen 200/1000 oder gar 200/1200 parallaktisch montieren willst schleppst du wenigstens eine HEQ-5 oder sogar eine EQ-6 herum- da trägt sich eine Rockerbox auch nicht schwerer, aber du gehst mit der einmal weniger.
Zitat:
Bei Refraktoren scheint es wichtig zu sein das man einen Apochromatischen zulegt...
Refraktoren machen eigentlich nur bis zu einer gewissen Größe für visuell Sinn. Für Deepsky sind nun mal 150mm bzw. 200mm Öffnung schön, die Öffnung bringt Auflösung und mehr sichtbare Sterne und erlaubt auch mehr Vergrößerung für Planeten oder kleine DS-Objekte

Streulicht stört eigentlich jedes Teleskop gleich. Über Okulare nachdenken, wenn das Teleskop feststeht. Die meisten Beipackokulare sind durchaus erst mal gut nutzbar, also zusätzlich erst Lücken füllen, dann später die Setokulare ersetzen.

Zu Vergrößerung, tatsächliches Gesichtsfeld und Eigengesichtsfeld und noch einiges mehr- lies dich mal hier durch- asiswissen für Einsteiger

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: stefan-h am: 21.02.2019 19:04:53 Uhr
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flack
Neues Mitglied

Deutschland
7 Beiträge

Erstellt  am: 21.02.2019 :  19:56:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan,

danke für deine schnelle Antwort, wenn du sagst das ein Dobson "gleichgut" zu transportieren ist dann glaube ich dir das. Evtl. kann man sich ja dafür noch ein Wägelchen zusammen schustern.

Ich hatte einmal im Taunus das vergnügen durch ein 12 zoll Dobson zu schauen, das war schon echt beeindruckend, würde etwas dagegen sprechen sich ein solchen Trümmer für die Stadt zuzulegen?
Dann muss ich beim Treppensteigen in den sauren Apfel beißen aber was solls, der Standort der mir vorschwebt ist ca. 30m von meiner Haustür entfernt.


Bearbeitet von: am:
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pescadorTT
Meister im Astrotreff

Deutschland
854 Beiträge

Erstellt  am: 21.02.2019 :  20:45:20 Uhr  Profil anzeigen  Besuche pescadorTT's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Jannik,

auch von mir ein herzliches Willkommen!
Es ist gar nicht so einfach, die richtige Entscheidung zu treffen, aber es findet sich schon was.
Zum einen sind Dobson vom Preis-Leistungsvermögen (Lichtsammelleistung) eigentlich nicht zu toppen, zum anderen sind 12“ aber auch schon ordentlich schwer und in guter Qualität auch recht teuer. Bedenke, dass Du auch Geld für gute Okulare und weiteres Equipment benötigst, denn auch wenn Dein Teleskop fantastisch abbilden sollte, könnte ein „Gurken“ Okular dieses zu Nichte machen.

Deine Aussage zum Treppensteigen in allen Ehren, aber das schlechteste Teleskop ist jenes, welches zum größten Teil nur in der Zimmerecke steht. Also überlege Dir das schon genau, ob es wirklich direkt 12“ sein sollen. Gibt ja auch noch die 8“ und 10“ Varianten von ICS (Galaxy), TS, Explore Scientific, etc.

Um zu überprüfen ob Dein Standort auch dunkel genug ist, gibt es folgende Webkarte: https://www.lightpollutionmap.info/#zoom=4&lat=5759860&lon=1619364&layers=B0FFFFTFFFF

Recherchier einfach noch ein wenig, stell weitere Fragen und freu Dich auf eines der schönsten Hobbies überhaupt.

In diesem Sinne; viel Spaß.

Besten Gruß,
Sven

| 8"/ f4 TS UHC Newton auf Celestron AVX | 12,5"/ f4,7 Christian Busch Spiegel im Dieter Martini Truss |
| ED 70/420 mit Mgen II | Vixen 102 M auf AZ | TAL1 | Revue 60/700 | Revue 60/910 |



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mbba
Meister im Astrotreff

Deutschland
480 Beiträge

Erstellt  am: 21.02.2019 :  20:49:22 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jannik,

wenn ich es recht verstehe, müsstest Du Dein Equipment immer auf's Feld raus tragen, da Du keinen Balkon o.ä. hast.

Wie mein Vorredner schon geschrieben hat, wenn Du paralaktisch arbeiten willst, hast Du Stativ, Montierung, Gegengewicht(e), Tubus und Zubehör zu schleppen. Besonders wenn Du DeepSky im Auge hast. Da fängt der Spaß wirklich erst bei ca. 200mm Öffnung an und somit wird die Montierung recht kräftig.
Etwas praktischer ist da wirklich der Dobson. Ist auch von den €'s her erschwinglicher. Zielt jetzt hauptsächlich auf DeepSky ab.
Mit einem kleineren Newton, z.B. 150/750, auf paralaktischer Montierung ist was leichter zu tragen. Die Menge der zu tragenden Teile bleibt natürlich ;-). DeepSky geht damit, mit Abstrichen, auch.

Eine evtl. Alternative wäre vielleicht ein Achromat für Weitfeld-Beobachtung (Rich-Field). Ich selbst benutze dazu einen 120/600 Achromat/FH auf einer Alt-AZ Montierung. Ja, das Ding hat einen leichten Farbfehler an hellen Objekten (Mond), aber für mich ist das nicht wirklich störend. Unschlagbar ist natürlich das kristallklare Bild an Weitfeld-Objekten, z.B. Plejaden (M45). Und das ganze ist recht einfach und leicht zu transportieren. Passt bei mir alles in eine Tasche. Nur einmal laufen ;-).
Rich-Field ist natürlich kein DeepSky. Hohe Vergrößerungen an Planeten ist begrenzt.

Apochromaten ist halt, wie Du schon richtig erkannt hast, das Geld das ausschlaggebende Moment. Aber eben kein Farbfehler und das unschlagbare Bild. Beim Achromaten bekommst Du den Farbfehler nur über die Brennweite reduziert und damit werden die Teile unhandlich und verlangen ebenso, auf Grund des Hebels, nach einer großen Montierung.

Deine Situation macht es nicht ganz einfach. Dritter Stock und zwingend nach "draußen", also kein Balkon.

Auch bei einem Dobson darf man sich nicht täuschen lassen, die wiegen auch. Der Tubus bei einem 200/1200 oder 200/1000 wiegt so um die 10 Kg. Die RockerBox hat auch ihr Gewicht.
Hat allerdings keine Nachführung.

Für 1.000€ bekommst wirklich schöne Instrumente. Evtl. sind sogar noch ein, zwei schöne Okulare drin.

Gruß und CS
Mathias

| Refraktor FH 120/600 | Refraktor FH 120/1000 | Refraktor AC 127L/1200 Messier | Maksutov SkyMax BD 127/1500 | iOptron AZ Pro GoTo | EQ-6 R | ZWO ASI224 |

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mikel_at_night
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1080 Beiträge

Erstellt  am: 21.02.2019 :  21:03:05 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jannik,

ich versuche mal nur das hier aus meiner Sicht zu beantworten:

Zitat:
Bei Refraktoren scheint es wichtig zu sein das man einen Apochromatischen zulegt, und bei denen lassen mich die Preise doch etwas zögern...:D


Als ich mein erstes Teleskop gekauft habe, war dies ein 4" Fraunhofer-Refraktor (Vixen 102M), mit dem ich heute noch mit Begeisterung den Mond und Planeten anschaue. Du schreibst doch, dass du den Schwerpunkt erst mal darauf legen möchtest.

Anders als viele Deep-Sky Objekte sind Planeten im Vergleich klein und sehr hell. Der Mond ist natürlich auch enorm hell. Das führt bei den nicht apochromatischen Refraktoren (üblicherweise 2-Linser) zu einem leichten Farbfehler, d.h. dass ich am Jupiter z.B. ein leicht bläulichen Saum am Planetenrand sehe, am Mond ist der Farbfehler am Rand bei mir eher leicht gelblich.

Nur: immer wenn einer durch meinen 4er Refraktor einen Planeten anschaut oder den Mond, hat der den leichten Farbfehler des 102M von sich aus noch nie bemerkt. Dabei ist mein Refraktor mit einem Öffnungsverhältnis von F10 und 1000 mm Brennweite nicht mal ein Planetenspezialist. Ich würde auch nicht auf die Idee kommen, ihn deswegen gegen ein Apo auszutauschen.

Wenn ich den leichten Farbfehler mit einem neuen Teleskop reduzieren wollte, würde ich mich eher nach einem Fraunhofer mit einem längeren Öffnungsverhältnis umsehen, so Richtung F15.

Z.B. zum Einstieg in die Planetenbeobachtung ein Vixen 80L, den man recht häufig auf dem Gebrauchtmarkt findet für etwa 300 Euro auf einer Vixen NP-Montierung. Manchmal sogar günstiger.

Diesen hier:

http://www.photoinfos.com/astronomie/Vixen-80L-Refraktor.htm

Dann hast du noch Geld für einen Dobson und Okulare über und quasi alles abgedeckt, was man so am Himmel visuell beobachten kann.

Einen Apo würde ich mir persönlich nur für die Fotografie von Deep Sky-Objekten kaufen, dann aber mit einer kurzen Brennweite (480mm) und einem schnellen Öffnungsverhältnis (F5 oder F6). Aber sicher nicht für Planeten.

VG und viel Spass bei der Qual der Wahl
Micha



8" Skywatcher Explorer F5 auf EQ6-R Pro & Vixen 102M auf Vixen GP

Bearbeitet von: mikel_at_night am: 21.02.2019 21:08:09 Uhr
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stardust3
Altmeister im Astrotreff


3344 Beiträge

Erstellt  am: 21.02.2019 :  21:05:30 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jannik,

und auch vonmir herzlich willkommen.

Also dritter Stock hört sich nicht gut an. Ich habe ein Setup aus "historischen" Gründen das aus einer HEQ-5 und einem 8" Newton besteht.

Der 8" Newton sind 10kg. Den 3 Stockwerke rauf zu schleppen stelle ich mir schon grenzwertig vor, aber gerade noch so machbar. Ich habe einen Fahrstuhl zur Verfügung. Und eine Garage, wo der Newton eigentlich wohnt, gleich beim Auto. Nur selten lasse ich mich dazu breit schlagen ihn in die Wohnung und auf den Balkon zu schleppen.

Dann die HEQ-5. Die ist für den 100mm Refraktor (kein ED, nur FH) gedacht, der in der Wohnung "wohnen darf".
Die HEQ-5 runter zu schleppen, und wieder rauf, 3 Stockwerke. S.o. 10kg nur das Achsenkreuz. Dazu brauche ich zwei Hände und einen starken Rücken (Gewicht vorm Bauch).

Dann die zwei Gegengewichte für den Newton. Weitere 10kg. Aus diesem Grunde wieder ein eigener Treppenlauf.

Zum Schluss das Stativ, das ist leicht - 5kg. Aber ein eigener Treppenlauf. Ein Okularkoffer kann da mit.

Es fehlt jetzt noch : ein Stuhl, Ein Tischchen. Denn Du willst ja den Oku+Zeugs Koffer nicht in den Dreck stellen.
Und Sitzmöglichkeit ist ein Muss für ein aufmerksames Beobachten von Deepsky Objekten. Ebenso, fast zwingender bei Planetenbeobachtung. Denn Auge gegenüber kleinem Okular Loch muss stabil sein, sich Abstützen am Aufbau "nogo". Für Planetendetails, die winzig sind, brauchst Du Stabilität.

Du siehst also: klingt erst mal toll, aber im Detail...
Ich karre alles in einem Handwagen runter - Fahrstuhl-Luxus halt.

Dagegen ein 8" Dobson (mehr würde ich mir bei 3 Etagen + 30m unten (reicht das, um vom Hauslicht weg zu kommen?) - nicht zumuten): 10-12kg für den Tubus und der zweite Gang mit der 8-10kg Rockerbox.

Oder ein leichteres parallaktisches Setup. NEQ5 und 6" Newton. Da tun es 5kg Gegengewicht. Montierung + Stativ auch 12kg - evtl in einem Gang. Hat halt weniger Lichtstärke für Deepsky. Für Planeten reicht das dicke bei Deutschem Seeing (Luftunruhen).

Aber wie sieht Dein Himmel aus? Ich wohne in einer 30.000 Einwohner Stadt. Schön - bin aber umzingelt von Großstädten und Industrien. Der Himmel ist katastrophal, 150mm Öffnung wären völlig ausreichend - fast schon zu viel...

Also 12"? Niemals unter diesen Umständen - bei mir.

A propos Gesamtkosten zu 1000 Euro. Beschäftige Dich mal kurz mit den Okularen zu denen hier oft geraten wird.
Ein Vierer Pack kann gerne mal 400 Euro Totale ausmachen. Dann ein Nebelfilter. Winzig, sehr sinnvoll in hellerer Umgebung, aber: 200 Euro. Da kann man beim Teleskop nicht sooo in die Vollen hauen.

Das zunächst zum Nachdenken. Wenn Du Dich positionierst beraten wir Dich natürlich gerne speziell.

Wenn Du etwas rumwühlst im Forum, oder die Suche geschickt einsetzt, findest Du Anfängerberatungen die auf ein
Fahrrad + Anhänger oder so hinaus laufen. Da kann man dann auch 10-20km an einen super Beobachtungsort radeln.
Nur braucht der Hänger wieder einen Stellplatz..

Wie stehts eigentlich mit Kellerraum?

Grüße,
Walter

LLAP

Bearbeitet von: stardust3 am: 21.02.2019 21:16:25 Uhr
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mbba
Meister im Astrotreff

Deutschland
480 Beiträge

Erstellt  am: 21.02.2019 :  21:14:53 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Micha,

wenn Du da mal nicht den "Glaubenskrieg" befeuerst ;)).

Auch wenn ich in meiner vorherigen Antwort in Richtung Dobson tendierte, würde ich auch einen schönen Achromaten bevorzugen. Wenn ich nicht an den Farbfehler denke, bemerke ich den auch nicht.
So weit ich weiß, gibt es von TS einen Achromaten mit 120/1100 oder halt die 120/1000er anderer Hersteller, da sollte der Farbfehler noch etwas geringer sein, als bei den Kurzbrennweitigen.

Die Qual der Wahl bleibt ;-).

Gruß und CS
Mathias

| Refraktor FH 120/600 | Refraktor FH 120/1000 | Refraktor AC 127L/1200 Messier | Maksutov SkyMax BD 127/1500 | iOptron AZ Pro GoTo | EQ-6 R | ZWO ASI224 |

Bearbeitet von: am:
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Outer-Rim
Meister im Astrotreff

Deutschland
267 Beiträge

Erstellt  am: 21.02.2019 :  21:18:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jannik
von mir auch noch 'zwei Cents':

Die große Herausforderung ist ja: richtig vorherzusehen, wie Du Dein Equipment nutzen wirst, wirklich primär Planeten (brauchst Du nicht soviel Öffnung, aber größere Brennweite ware günstig, Öffnungsverhätnisse von f/10 (Öffnung/Brennweite) und größer typisch, bei Refraktoren ist dann auch der Farbfehler nicht mehr so stark ausgeprägt) oder gehst Du dann doch bald auf Deep Sky los. Dann wiederum ist Öffnung angesagt, Lichtsammelvermögen.

Nicht klar geworden ist mir, ob Du jetzt damit rein mobil sein willst. Wenn es nicht gerade der eigene Garten ist, dann wird es schnell unkomfortabel. Ich selbst wuchte aber durchaus öfter mal meinen 10 zoll Dobson in den KOfferraum (naja, Auto braucht man dann) und fahre 8 Minuten, Aufbauen in 5 Minuten geschehen (gemütlich). Der Dobson ist schon schwerer, aber eine parallaktische M. mit Goto aufbauen und einnorden gerade für Neueinsteiger auch erstmal eine HErausforderung (und Zeitfresser).

Ich finde Deine Idee, erstmal gebraucht einzusteigen, richtig. DEnn noch weisst Du nicht wo Du später landen wirst. Viele hier haben mehrere Teleskope. Das hat durchaus Gründe.

Bei mir z.B.:
- Auf einer (jaaaa, nicht sooo stabilen) AZ-3 ruht entweder ein ED80-600 (fast farbrein) oder ein 'Farbwerfer' 120-600 (Refraktor). Sehe ich beim Abendessen Saturn o.ä., dann wird der geschnappt und ab in den Garten, fertig. Und das Nachführen mit den biegsamen Wellen geht herrlich (bis sie anschlagen und Du zurück'spulst' ;-)
- Der 10 Zoll Dobson wiegt halt schon, den schleppe ich rum, wenn ich mich wirklich ein paar Stunden visuell betätigen möchte.
- Und dann gibt es noch so ein paar Geräte für AStrofotografie, aber das ist ja (noch) nicht Dein Fokus (habe ich die ersten 4 Monate auch gesagt ;-).
Wenn Du mich fragst: Was gescheits, z.B. hier oder im Nachbarforum von einem erfahrenen Kollegen gebraucht kaufen und Erfharungen sammeln. Alles mit Goto ist übrigens erstmal auch so eine Sache, die etwas braucht bis es flutscht...vom Strom will ich nicht reden.
Über Okular würde ich mir noch keinen Kopp machen. Ich habe für einen zweistelligen Betrag mir ein Zoom von 8 bis 24mm zugelegt, den benutze ich fast ausschließlich (obwohl: So ein WEitfeld UWA 32mm 2 Zoll ist auch nicht zu verachten ;-)
Spare nicht am Sucher (Ich verwende am liebsten den Rotpunktsucher).
Das von Dir ausgesuchte Equipment auf Ebay-K. ist grundsätzlich kein schlechter Einstieg. Zur vorliegenden Qualität und zur EQ5 kann ich nichts sagen, von der reinen LEhre sollte die EQ5 aber den Newton tragen. Aber nochmal: Du brauchst STrom (Batterie...) und hast deutlich mehr Gewurschtel vor dem Beobachten und, man hört, es ziehen gelegentlich Wolken auf, wenn man gerade alles aufgebaut hat...;-)
Viel Spaß
CS
Andreas

Skywatcher Dobson 10" f/5, Celestron C8 Edge HD, Skywatcher Achromat 120/600 "Kometenjäger", Skywatcher Newton 150/750, Skywatcher ED APO 80/600, Celestron C11, Skywatcher Quattro 200/800, Omegon Fernglas 20x80, Sony DSLR Alpha SLT65 , Canon EOS 1000DA modifiziert, SW HEQ5, SW AZ EQ6, ASI1600mm pro + ZWO FW 1,25 8x.

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mikel_at_night
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1080 Beiträge

Erstellt  am: 21.02.2019 :  21:45:08 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Mathias,

ich persönlich sehe das immer nur als eine der vielen Möglichkeiten und es lohnt sich nicht, das man sich deswegen unter Gleichgesinnten streiten muss. Ich hab ja auch einen 8er Newton, den mag ich auch sehr. Aber am Mond und Planeten nützt ihm die größere Öffnung in Stadtnähe nicht viel. Und er ist deutlich unhandlicher.

Gern kann man auch den Strehl diskutieren und alles auf die optische Bank legen. Das kann aber das durchschauen und das Bild mal auf sich in Ruhe wirken lassen auch nicht ersetzen.

Ich habe hier schon lange nicht mehr gelesen, dass jedes Teleskop seinen eigenen Himmel hat.

VG, Micha

8" Skywatcher Explorer F5 auf EQ6-R Pro & Vixen 102M auf Vixen GP

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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17397 Beiträge

Erstellt  am: 21.02.2019 :  22:16:13 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Andreas,
Zitat:
wirklich primär Planeten (brauchst Du nicht soviel Öffnung, aber größere Brennweite ware günstig, Öffnungsverhätnisse von f/10 (Öffnung/Brennweite) und größer typisch
Das meinst du jetzt nicht wirklich ernst, oder?

Auch bei Planeten zählt die Öffnung, die bringt ja erst mal die Details. Und große Brennweite? Wozu, die Vergrößerung erhält man zusammen mit dem passenden Okular. Einzig bei Achromaten macht f/10 oder mehr Sinn, weil dann der Farbfehler weniger stark ausgeprägt ist.

Bei einem 100/1000 ist bei 200x Schluss und die Austrittspupille beträgt dann nur noch 0,5mm. Bei einem 200/1200 ist die AP dagegen bei 200x noch 2mm groß, das Abbilddamit also viermal so hell. Und man kann in guten Nächten noch deutlich höer vergrößern, die kleinere Optik erlaubt das dann gar nicht mehr.


Hi Jannik,

eine 12" über 3 Stock runtertagen- autsch, das fällt heftig aus. Was ginge, einen 200/1200 und dafür aus Gurten ein Tragegestell bauen und den Tubus wie einen Rucksack auf den Rücken schnallen. Wenn du kräftig gebaut bist, kannst du die Rockerbox dabei gleich mittragen. Die 30m oder auch noch etwas mehr lässt sich ein Dobson oder auch eine parallaktische Montierung mit einem Bollerwagen gut transportieren.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
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Grafzahl66
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643 Beiträge

Erstellt  am: 21.02.2019 :  22:23:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ein tragbarer Kompromis wäre vielleicht ein Gitterrohrdobson. Beispielsweise der ES 10" ist neu für gut 700€ zu bekommen, da bliebe noch Budget für Okulare übrig...

Gruß Horst

16" Dobson Taurus T400 pp, TS 20x80 Triplett auf Martinimontierung, Omegon Porrostar 10x50, Revue 7x50, Kite birdwatcher 8x42, VisionKing 5x25, Lunt Sunoculars 8x32

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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17397 Beiträge

Erstellt  am: 21.02.2019 :  22:36:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Horst,

der Explore Scientific 10" Ultra Light Dobson ist nicht leicht- das Dingens wiegt auch 26kg. Zerlegt zwar der größte Teil davon in der Kiste, die aufgebaut dann als Spiegelbox genutzt wird, aber Höhenräder und die Stangen trägt man extra. Und mi den Maßen der Spiegelbox 330mmx330mmx295mm ist die bei 26kg auch nicht gerade handlich.

Leichtbau geht anders und kostet deutlich mehr.

Gruß
Stefan


12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
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Grafzahl66
Meister im Astrotreff

Deutschland
643 Beiträge

Erstellt  am: 21.02.2019 :  22:49:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Der Spiegelkasten wiegt 14kg, leicht ist anders, aber noch gut 3 Stockwerke tragbar und dabei einigermaßen handlich. Man muß halt, wie bei anderen Lösungen, öfter gehen.
Die Bezeichnung "Ultra light" habe ich bei meinem Vorschlag wohlwissentlich verschwiegen ;-)

Gruß Horst

16" Dobson Taurus T400 pp, TS 20x80 Triplett auf Martinimontierung, Omegon Porrostar 10x50, Revue 7x50, Kite birdwatcher 8x42, VisionKing 5x25, Lunt Sunoculars 8x32

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pescadorTT
Meister im Astrotreff

Deutschland
854 Beiträge

Erstellt  am: 21.02.2019 :  23:13:38 Uhr  Profil anzeigen  Besuche pescadorTT's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Als ich mein erstes Teleskop gekauft habe, war dies ein 4" Fraunhofer-Refraktor (Vixen 102M), mit dem ich heute noch mit Begeisterung den Mond und Planeten anschaue.


Hi Micha,

ja der gute alte 102 M FH von Vixen ist schon eine feine Sache - stimmt.
Hatte vor ca. einer Woche noch das Vergnügen, Gevatter Mond bei gutem Seeing schnell mit dem Vixen abzuspechteln.
Gebraucht findet man auch den übrigens immer mal wieder in der Bucht....

Und Jannik, wie sehen die Tendenzen aus? Hast ja ordentlich Feedback erhalten


Viele Grüße,
Sven

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mikel_at_night
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1080 Beiträge

Erstellt  am: 21.02.2019 :  23:56:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Sven,

da haben wir gleichzeitig durchs selbe Teleskop den Mond angeschaut - nur an anderen Orten. Ich bin nach 15 Jahren immer noch platt darüber, wie "ästhetisch" das Bild durch den 102M beim Mond ist. Anders kann ich es nicht ausdrücken.

Und da hier das Gewicht eine Rolle spielt, der Vixen wiegt nur 3,8 kg. Ich hab den auf der GP. Mit Gegengewicht ca. 8 kg, also insgesamt 12 kg. Etwas schwerer als ein 10 Liter Eimer mit Wasser.

Seitdem ich den 8er Newton auf einer EQ6 habe, fällt mir erstmals richtig auf, wie easy der Refraktor zu transportieren und aufzustellen ist. 15 Minuten auskühlen lassen, Justage ist unnötig und los gehts.

Grüße
Micha

8" Skywatcher Explorer F5 auf EQ6-R Pro & Vixen 102M auf Vixen GP

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