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 Bath oder Michelson Interferometer?
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andi1234
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1102 Beiträge

Erstellt am: 06.02.2019 :  08:58:26 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,
ich habe schon länger ein Bath-Interferometer.
Da ich auch gerne mal was neues probiere und mich ggf. gerne Verbessern möchte, hätte ich ein paar Fragen.
Was wären den die Vorteile eines Michelson gegenüber eines Bath-Interferometers? Auch die Nachteile interessieren mich
Als Referenzsphäre würde ich ggf. meinen 70mm Achromat "kochen". Oder eine Sphäre herstellen.
Teilerwürfel habe ich. Nur der Laser macht mir Sorgen. Er sollte schon für einen ROC von ca. 5,5m funktionieren. Ich denke das wird das Problem sein.
Aber hat den das Michelson gravierende Vorteile?
Danke schon mal für eure Infos.

Grüße aus Sachsen, Andreas

Bearbeitet von: andi1234 am: 06.02.2019 09:02:27 Uhr

Omegon_Tassilo
Senior im Astrotreff

Deutschland
105 Beiträge

Erstellt  am: 06.02.2019 :  10:32:29 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Omegon_Tassilo's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,

ich arbeite mit einem Tywmann-Green beruflich und mit dem Bath privat (und der Rest der Münchner-VSW Spiegelschleifer). Es gibt zwei Michelson-Varianten: Twyman-Green Interferometer (Referenz ist Planfläche) und Fitzeau Interferometer (Referenz ist Sphäre).
Vorteil Michelson: Messung auf der Achse. Unverfälschtes Ergebnis.
Vorteil Bath: Referenzstrahl und Messstrahl laufen den gleichen Weg, dadurch kompensieren sich Schwingungen weitgehend. Sehr ruhiges Bild im Vergleich zum Michelson.

Clear skies

Tassilo

Bearbeitet von: am:
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andi1234
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1102 Beiträge

Erstellt  am: 06.02.2019 :  12:26:27 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Tassilo,
Zitat:
Vorteil Michelson: Messung auf der Achse. Unverfälschtes Ergebnis.

Aber die Referenz verfälscht die Messung, oder?
Wie gut muss sie sein?

Grüße aus Sachsen, Andreas

Bearbeitet von: am:
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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3482 Beiträge

Erstellt  am: 06.02.2019 :  12:53:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Der Wellenfrontfehler der Referenzfläche sollte natürlich minimal sein. Eine Referenzsphäre muss aber keine sehr großen Durchmesser haben, den Rand muss man nicht zwingend mitbenutzen, und eine Sphäre kann man als Amateur leicht im Nulltest prüfen. Also, frisch ans Werk! Ich würde mich freuen, demnächst hier von einem funktionierenden Fizeau-Aufbau lesen zu dürfen.

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: am:
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andi1234
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1102 Beiträge

Erstellt  am: 06.02.2019 :  13:00:54 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Martin,
ja ich würde mich auch freuen
Aber ich will mich ja auch verbessern.
Der Bath funktioniert ja. Sollte der Michelson bessere Interferogramme liefern, sauberer, besser aufgelöst, dann wäre das ein Grund. Aber wenn es nicht besser wird bleibe ich beim Bath.
Die größte Hürde scheint ein brauchbarer und auch bezahlbarer Laser zu sein.
Wenn ich sicher wäre diesen zu finden und nicht erst 3-4 probieren zu müssen wäre es wesentlich einfacher mich an die Arbeit zu machen.
Wer mir da helfen könnte, darf gerne Bescheid geben

Grüße aus Sachsen, Andreas

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andi1234
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1102 Beiträge

Erstellt  am: 06.02.2019 :  14:56:30 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Die Referezsphäre müsste doch sicherlich ein “schnelleres“ Öffnungsverhältnus haben als der zu testende Spiegel, oder?
Wenn ich also f 3,5 testen will müsste die Referenz f 3,4 haben oder besser noch schneller. Stimmt das? Oder ist das egal?

Grüße aus Sachsen, Andreas

Bearbeitet von: am:
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mkempf
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
15 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2019 :  16:55:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,

das Twyman-Green IF mit sphärischer Referenz nennt sich Williams und ist kein Fizeau IF. Es wird in aller Ausführlichkeit im Buch von William Zmek "interferometry for Amateur Telescope Makers" vorgestellt. Aufgrund der Bauart als LUPI brauchst du eine Laserquelle mit ein paar Metern Kohärenzlänge. Das ist entweder ein HeNe Gaslaser, die tauchen als Surplus immer wieder bei ebay auf, oder aber eine Laserdiode mit geeigneter Ansteuerschaltung und thermischer Stabilisierung durch grosse Kühlkörper und evtl. Peltierelemente. Infos zB bei http://hololaser.kwaoo.me/.
Nachteilig erscheinen mir bei dieser Bauart die aufwändigere Laserquelle und die Notwendigkeit einer sehr guten Referenzfläche zu sein. Dh. das Interferometer muss noch kalibriert werden, will man nicht der Fläche vertrauen. Ausser aus Spass oder wenn man eine grosse f/3 Optik hat ist das wahrscheinlich unnötiger Aufwand verglichen mit einem Bath. Zmek meint dass das Williams IF sehr viel leichter zu justieren sei und es misst auf der Achse. Ich habe es bei mir auf der Projektliste, ein noch funktionierender HeNe (ca. 30 Jahre alt) liegt
rum. Als Diode habe ich eine Osram PLT520, die könnte evtl. stabil genug im Monomode sein.

Markus

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andi1234
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1102 Beiträge

Erstellt  am: 18.02.2019 :  10:09:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Markus,
dann wird es wohl beim Bath bleiben. Es scheint zumindest keine riesigen Vorteile zu haben, die den Aufwand rechtfertigen.
Zumindest vorerst

Grüße aus Sachsen, Andreas

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