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chipmunk
Neues Mitglied


5 Beiträge

Erstellt am: 06.01.2019 :  17:12:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo liebes Forum,

nachdem ich mich nun schon seit einiger Zeit im Netz und auch hier im Forum eingelesen habe, möchte ich nun einmal selbst in die Diskussion einsteigen. Mir ist dabei klar, dass gerade Anfänger wie ich häufig mit den gleichen Fragen (nicht nur hier, sondern in Foren aller möglichen Bereiche) auftreten, ich hoffe daher, niemanden zu nerven, sondern eben noch einige Anregungen zu erhalten (oder ggf. Hinweise, ich sei auf dem Holzweg...)

Kurz zu meinem Hintergrund - als Kind habe ich die Teleskope im Schaufenster der Optiker bei uns in der Stadt bewundert, mein Interesse ist allerdings dann eingeschlafen, andere Hobbies (Fotografie etc.) standen im Vordergrund, das Hobby Teleskop erschien mir zu aufwändig - mir fehlten einfach auch die Berührungspunkte.

Nun bin ich 43. Vor ungefähr zwei Monaten hatte ich ein längeres Gespräch mit einem Teleskopbesitzer, welches in mir den Wunsch geweckt hat, selbst einmal ein solches zu besitzen.

Mein Interesse an der Beobachtung geht dabei über unser Sonnensystem hinaus, die unendliche Weite des Alls hat mich schon immer fasziniert. Astrofotografie wäre zwar schön, ist für mich aufgrund des Aufwands jedoch auch zukünftig kein Thema. Dass ich bei einem Blick durch ein Teleskop nicht das sehen werde, was in Hochglanzmagazinen abgedruckt wird, ist mir auch bewusst.

Ich wohne in der Großstadt, viel werde ich hier nicht beobachten können. Allerdings liegt das Westhavelland (Gülpe) nur 120 km entfernt, mit 2-3 Beobachtungswochenenden im Jahr wäre ich (aus heutiger Sicht) schon zufrieden.

Hinsichtlich der Ausrüstung für den Anfang hat sich erst einmal folgendes herauskristallisiert:

Explore Scientific Ultra Light Dobson 10" (ich hatte erst an ein 8" gedacht, allerdings scheint mir das ES bei Nichtbenutzung leichter verstaubar zu sein)

ES Okular 82° - 30mm

Baader Zoomokular Hyperion 8-24mm

Nach bisheriger Recherche scheint dies Sinn zu machen - oder was meint ihr ?

Viele Grüße,
Andreas

Bearbeitet von: am:

Dominik Braun
Meister im Astrotreff

Deutschland
795 Beiträge

Erstellt  am: 06.01.2019 :  18:06:12 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,

ich finde deine Überlegungen gut und vernünftig. Aber: Wenn ich wenige Male im Jahr extra 120 km zum Beobachten fahren würde, würde ich mir zumindest einen 12-Zöller holen. Der Transportaufwand im Vergleich zum 10er ist mit einer so niedrigen Beobachtungsfrequenz egal, auch von der Lagerung her wird sich der zusätzliche Platzbedarf in Grenzen halten. 12" gelten für viele Beobachter als eine der magischen Grenzen und wenn der 12er im Bereich deiner Möglichkeiten liegt, lohnt sich der Aufpreis.

Zugriff auf den Himmel vom Westhavelland zu haben ist eine tolle Sache, meiner Meinung nach muss man aber nicht immer gleich unter Super-Himmel fahren. Man kann auch mal 30 oder 40 km aus der Stadt rausfahren und da den Himmel austesten.

Das ES 82° mit 30mm ist sehr gut, ich nutze es selbst als Übersichtsokular. Die Frage ist: Lohnt sich am Anfang so ein teures Okular zur Übersicht, oder sollte man lieber ein 8.8er und 14er von ES für gute Detailbeobachtungen nehmen? Im Endeffekt kommt es auf deinen Beobachtungsstil an. Mein Übersichtsokular nutze ich mit Abstand am wenigsten, weil ich mit dem Dobson eigentlich nur Detailbeobachtungen mache. Hier lohnen sich dann eher gute Festbrennweiten mit mehr Gesichtsfeld. Persönlich glaube ich eher, dass du dich auch nach Detailbeobachtungen mit angenehmeren Gesichtsfeld sehnen wirst, wenn du unter so gutem Himmel stehst - dazu lädt so ein Dobson ja ein.

Viele Grüße
Dominik


Bearbeitet von: Dominik Braun am: 06.01.2019 18:07:03 Uhr
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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
9886 Beiträge

Erstellt  am: 06.01.2019 :  18:39:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,
im Grunde hast du ganz gut vorab recheriert. Aber das ändert kaum etwas an Deinem Problem, dass du als Neu-Einsteiger eine "Katze im Sack" kaufst.
Die typischen 8" und 10"-Dobson mit Volltubus passen noch ganz gut so gerade in ein Auto: Tubus quer auf den Rücksitz, Rockerbox in den Kofferaum (z.B. eines Golfs). Lagern tut man die, indem man sie einfach mit senkrechtem Tubus in eine Ecke stellt. Der Stangen-Dobson braucht unterm Strich die gleiche Grundfläche, nur dass eventuell ein passendes Regal da ausreicht. Im Auto ist die zerlegbare Version dann von Vorteil, wenn mehr als 2 Personen mitfahren, denn das Equipment passt komplett in den Laderaum. Dafür ist der Aufbauaufwand größer.

Optisch tun sich beide Versionen nicht viel.

Ich persönlich bin kein Freund von Zoom-Okularen, sondern hätte zum 10"-Dobson lieber drei Einzelokulare (z.B. 6mm und 10mm zum 30er). Ein 8mm-Okular für die Höchstvergrößerung ist etwas zu wenig für einen 10"-f/5. Wenn das Seeing mitspielt - täte ich da zu einem 4mm oder 5mm Okular greifen. Ein 6er passt vermutlich für die hälfte aller Nächte, wenn das Seeing nicht wirklich mitspielt. Wenn man ein 30er Okular bereits hat, machen die 24mm des Zooms am anderen Ende auch wenig Sinn.

Ich kann zum Hyperion-Zoom an einem f/5 bezüglich Randschärfe jetzt mangels eigener Erfahrung nicht viel sagen. Für mich ist das bei der Okularauswahl ein gewisses K.O.-Kriterium, dass es mit dem Öffnungsverhältnis 'klar kommt', sonst kauft man das Okular im Leben zweimal.

PS: Die Höchstvergrößerung ist auch abhängig vom Objekt, das man beobachten will. Für den Zirrusnebel verweilt man eher beim 30er, dito bei der Andromeda-Galaxis. Am Orionnebel will man schon mal ins Trapez reinvergrößern. Für Saturn und Co sowie einige planetarische Nebel oder Doppelsterne will man aber schon höchstmögliche Vergrößerung nutzen.

Kalle - Alles wird gut !
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Bearbeitet von: am:
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CorCaroli
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3975 Beiträge

Erstellt  am: 06.01.2019 :  19:14:40 Uhr  Profil anzeigen  Besuche CorCaroli's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,

Zitat:
PS: Die Höchstvergrößerung ist auch abhängig vom Objekt, das man beobachten will. Für den Zirrusnebel verweilt man eher beim 30er, dito bei der Andromeda-Galaxis.


Diesen pauschalen Hinweis auf die Vergrößerung finde ich
realitätsfern.

Gerade beim Zirrusnebel sind mittlere bis höhere Vergrößerungen sehr
angebracht. Mit kleinen Vergrößerungen entgehen dem Beobachter die
vielen kleinräumigen Strukturen, die in beiden Bögen des Zirrusnebels
zu sehen sind.

Auch die beiden Staubbänder der Andromedagalaxie lassen sich mit
mittleren Vergrößerungen besser herausarbeiten.

Zitat:
Am Orionnebel will man schon mal ins Trapez reinvergrößern.


Nicht nur in das Trapez.
Die Huygens Region ist ein sehr dankbares und ausgiebiges Gebiet an
kleinräumigen Strukturen. Mit dieser Region kann man sich lange
beschäftigen, es gibt gerade mit hoher Vergrößerung hier viel zu
sehen.

Meiner Meinung nach kann keine ideale oder pauschale Höchstvergrößerung
für ein Objekt angegeben werden.
Gerade in den großen Galaktischen Nebeln und auch Galaxien gibt es
so viele Strukturen zu sehen, die mit kleinen Vergrößerungen schlicht
nicht zu sehen sind oder übersehen werden.

Viele Grüße
Gerd

Amateur- und Hobbyastronomie - corcaroli.de

Bearbeitet von: am:
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chipmunk
Neues Mitglied


5 Beiträge

Erstellt  am: 06.01.2019 :  21:06:32 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo ihr drei,

vielen Dank für eure Hinweise!

Zitat:
Wenn ich wenige Male im Jahr extra 120 km zum Beobachten fahren würde, würde ich mir zumindest einen 12-Zöller holen. Der Transportaufwand im Vergleich zum 10er ist mit einer so niedrigen Beobachtungsfrequenz egal, auch von der Lagerung her wird sich der zusätzliche Platzbedarf in Grenzen halten. 12" gelten für viele Beobachter als eine der magischen Grenzen und wenn der 12er im Bereich deiner Möglichkeiten liegt, lohnt sich der Aufpreis.


An das 12" hatte ich auch gedacht - der Mehrpreis scheint mir vertretbar zu sein, abgeschreckt hat mich allerdings, dass es (bei astroshop und bei den Sternfreunden Münster) offenbar eher für Fortgeschrittene empfohlen wird - ich will auch nicht übertreiben und als Einsteiger am Ende mit der Ausrüstung überfordert sein...

Zitat:
Ich persönlich bin kein Freund von Zoom-Okularen, sondern hätte zum 10"-Dobson lieber drei Einzelokulare (z.B. 6mm und 10mm zum 30er). Ein 8mm-Okular für die Höchstvergrößerung ist etwas zu wenig für einen 10"-f/5. Wenn das Seeing mitspielt - täte ich da zu einem 4mm oder 5mm Okular greifen. Ein 6er passt vermutlich für die hälfte aller Nächte, wenn das Seeing nicht wirklich mitspielt. Wenn man ein 30er Okular bereits hat, machen die 24mm des Zooms am anderen Ende auch wenig Sinn.


Bei der Okularauswahl bin ich unschlüssig - mein Gedanke war, ein gutes Übersichtsokular zu kaufen (die Beschreibung, dass man sich fühlt, als würde man im Weltall schweben - das hat mir gefallen ), dann das Zoom für die größeren Vergrößerungen (welchem wohl ein Tunnelblick in den höheren zweistelligen Bereichen nachgesagt wird, den Bereich könnte ich ja dann weglassen). Als Ergänzung später dann vielleicht noch ein gutes 6mm Okular...

Viele Grüße,
Andreas

Bearbeitet von: am:
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Dominik Braun
Meister im Astrotreff

Deutschland
795 Beiträge

Erstellt  am: 06.01.2019 :  21:37:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Andreas,

Zitat:
Original erstellt von: chipmunk

An das 12" hatte ich auch gedacht - der Mehrpreis scheint mir vertretbar zu sein, abgeschreckt hat mich allerdings, dass es (bei astroshop und bei den Sternfreunden Münster) offenbar eher für Fortgeschrittene empfohlen wird - ich will auch nicht übertreiben und als Einsteiger am Ende mit der Ausrüstung überfordert sein...


der 12er ist vermutlich wegen des Preises und der fortgeschrittenen Größe nicht mehr als Einsteigergerät klassifiziert. Ich habe mich am Anfang selbst zwischen 10" und 12" entscheiden müssen und ich habe den 12er gewählt, weil das, was man sieht, erheblich von der Öffnung abhängig ist.

12" sind ein sportlicher Einstieg, aber es klappt wunderbar. Das Prinzip der Bedienung ist das Selbe wie beim 10-Zöller. Größe und Gewicht (nicht aber die Stellfläche) sind eben noch beeindruckender. Bei niedriger Beobachtungsfrequenz ist das aber egal und der Zugewinn an Auflösungs- und Lichtsammelvermögen machen wirklich eine lohnende Investition draus.

Von daher - keine Angst vor den 2" mehr Öffnung

Viele Grüße
Dominik

Bearbeitet von: Dominik Braun am: 06.01.2019 21:39:05 Uhr
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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
9886 Beiträge

Erstellt  am: 06.01.2019 :  21:39:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Gerd,
du hast noch vergessen die Minuten anzugeben, nach denen ich am Zirrus vom Überischtsokular auf die hohe Vergrößerung wechseln muss.

Kalle - Alles wird gut !
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Bearbeitet von: am:
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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1604 Beiträge

Erstellt  am: 06.01.2019 :  21:54:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,

der Tipp vom Dominik ist eine Überlegung wert - allerdings ist ein 10er schon ein ordentliches Gerät. Eine gute Wahl. Bei den Okularen les dich mmal etwas in dem angepinnten Thema ein - Hinweise für Einsteiger.
Das Aufsuchokular ist schonmal gut, ein Zoom ist eher nicht der Hit. Wichtig sind mittlere Vergrößerungen bei schön großem Sehfeld.

Katze im Sack finde ich nicht, wie Kalle anmerkt. Du bist immerhin nicht erst seit gestern erwachsen und hegst schon länger den Traum - was solls dagegen zu sagen geben Und die Marke ist anerkannt vernünftig.

Also nicht lange grübeln - kaufen, vernünftiges Okular noch holen mit Brennweite zwischen 10-13 mm und fertig ist der Lack.

Schönen Himmel für Dich und viel Spaß im Hobby!
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

Bearbeitet von: am:
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chipmunk
Neues Mitglied


5 Beiträge

Erstellt  am: 08.01.2019 :  20:53:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
der Tipp vom Dominik ist eine Überlegung wert - allerdings ist ein 10er schon ein ordentliches Gerät. Eine gute Wahl. Bei den Okularen les dich mmal etwas in dem angepinnten Thema ein - Hinweise für Einsteiger.
Das Aufsuchokular ist schonmal gut, ein Zoom ist eher nicht der Hit. Wichtig sind mittlere Vergrößerungen bei schön großem Sehfeld.


Die Idee mit dem 12" gefällt mir mittlerweile immer besser...

...und von dem Zoom rücke ich wohl auch ab, stattdessen erst einmal etwas wie

- ES 82° Okular 6,7mm (1,25")

und

- ES 82° OKULAR 14MM (1,25")

Viele Grüße,
Andreas

Bearbeitet von: am:
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Dominik Braun
Meister im Astrotreff

Deutschland
795 Beiträge

Erstellt  am: 09.01.2019 :  10:02:06 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi,

die Idee mit dem 12-Zöller ist ja auch gut

Das ES 82° mit 14 mm passt für viele, viele Objekte sehr gut. So hohe Vergrößerungen wie beim 6,7 mm kann man immer wieder verwenden, aus meiner Sicht wäre aber das 8,8 mm für Detailbeobachtungen wichtiger (das war nicht umsonst mein meistverwendetes Okular). Für Deep-Sky wird das 6,7 mm schon hübsch dunkel, die Vergrößerung von 224x verwendet man eher mal bei Planetarischen Nebeln. Wenn du nun z. B. M81 beobachten möchtest, kannst du hier die beiden Okulare vergleichen: Messier 81 im Field of View Calculator

Bedenke dabei, dass das Bild mit 6,7 mm merklich dunkler ist.

Viele Grüße
Dominik

Bearbeitet von: Dominik Braun am: 09.01.2019 10:02:37 Uhr
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chipmunk
Neues Mitglied


5 Beiträge

Erstellt  am: 12.01.2019 :  13:31:17 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
So hohe Vergrößerungen wie beim 6,7 mm kann man immer wieder verwenden, aus meiner Sicht wäre aber das 8,8 mm für Detailbeobachtungen wichtiger


Das erscheint mir nachvollziehbar, wenn ich mir die Empfehlungen in dem angepinnten Thread "Basiswissen für Einsteiger..." anschaue. Dort wird eine Austrittspupille von 2 mm für die Beobachtung von Galaxien angegeben, bei 305/1525 komme ich da auf ein 10mm Okular, 8,8 hätte dann ja eine AP von 1,76. Mir ist schon klar, dass man da kaum verallgemeinern kann, viel beruht ja auf persönlichen Vorlieben.

Bei dem angepinnten Thread wird ja angegeben:

Zitat:
5mm - 5,5mm AP für Übersichtsbeobachtung, bei gutem dunklem Himmel auch bis 6,5mm
3,5mm - 4mm für großflächige Nebel mit niedriger Flächenhelligkeit
2mm zur Beobachtung von Galaxien (...)
0,8mm - 1mm für maximale Vergrößerung (...)
0,5mm - 0,8mm Trennung von Doppelsternen


Soll das auch eine Empfehlung für eine sinnvolle Staffelung von Okularen sein ? Bei den angegebenen AP komme ich bei 305/1525 ja dann auf 30/18/10/5mm (wenn ich die AP von 0,5 dabei außen vor lasse).

Zitat:
Das ES 82° mit 14 mm passt für viele, viele Objekte sehr gut.


Wie passt dann das 14mm dort rein ? Macht das 18 mm auch Sinn ?

Also wäre denkbar: 8,8/14(oder 18)/30mm - später dazu noch 6,7 oder 5mm.

Ich habe schon vor, mir diverse Okulare vor dem Kauf noch einmal in der Praxis anzuschauen, im Augenblick macht es mir allerdings Spaß, mich zunächst einmal mit der Theorie zu beschäftigen.

Viele Grüße,
Andreas

Bearbeitet von: chipmunk am: 12.01.2019 13:33:32 Uhr
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Dominik Braun
Meister im Astrotreff

Deutschland
795 Beiträge

Erstellt  am: 12.01.2019 :  13:55:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,

Zitat:
Soll das auch eine Empfehlung für eine sinnvolle Staffelung von Okularen sein ? Bei den angegebenen AP komme ich bei 305/1525 ja dann auf 30/18/10/5mm


ja, das ist durchaus ein Ansatz für die Okularstaffelung. 30/18/10/5 geht für so einen 305/1525-Dobson schon in die richtige Richtung, aber es fehlt die wahrscheinlich wichtigste Vergrößerung im Bereich von 100 bis 120-fach. Deshalb auch meine Empfehlung für das 14mm-Okular: Die "Universalvergrößerung" von 107-fach und das Gesichtsfeld von 82° machen das zu einem richtigen Arbeitstier für Deep-Sky.

Für die gängigen Detailbeobachtungen bist du mit 8 bis 10mm gut bedient, das 8,8er von ES bietet sich also regelrecht dafür an.

Ich besitze ja selbst einen 300/1500-Dobson und bin mit der Staffelung 6,7/8,8/14/24 sehr gut gefahren. Das 24er war mein Übersichtsokular (mittlerweile besitze ich das 30er). Mit Abstand am meisten benutzt habe ich die 8,8 und 14mm.

Zitat:
Ich habe schon vor, mir diverse Okulare vor dem Kauf noch einmal in der Praxis anzuschauen


Sich das Ganze mal in echt anzuschauen ist sehr empfehlenswert und vermutlich hilfreicher als man denkt

Viele Grüße
Dominik

Bearbeitet von: Dominik Braun am: 12.01.2019 13:56:27 Uhr
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


16425 Beiträge

Erstellt  am: 12.01.2019 :  13:58:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Andreas,
Zitat:
Soll das auch eine Empfehlung für eine sinnvolle Staffelung von Okularen sein ? Bei den angegebenen AP komme ich bei 305/1525 ja dann auf 30/18/10/5mm (wenn ich die AP von 0,5 dabei außen vor lasse).
Ja, kann man so betrachten.
Zitat:
Wie passt dann das 14mm dort rein ? Macht das 18 mm auch Sinn ?
Zwischen Übersicht 30mm und z.B. 10mm sollte durchaus was für mittlere Vergrößerung vorhanden sein. Aber wenn du was um 18mm nimmst wäre der Abstand zu dem 14mm zu gering und das 14 damit nicht unbedingt nötig.

8,8mm oder 9mm bringt dir eine fast immer gut nutzbare hohe Vergrößerung und für noch mehr dann was um 5mm.

Wobei es auch immer auf das "was will ich gesamt ausgeben" ankommt. Ich habe mir über längere Zeit eine Reihe Okulare aus dem Gebrauchtangeboten durchaus günstig zugekauft und für meinen 12" f/5 sind das: 30 - 26 - 17 - 12 - 9 - 7 (alles TV Nagler) und dazu das 3-6mm Nagler Zoom. Ds 30mm ist dabei mit OIII/UHC für Nebel, das 26er für Übersicht ohne Filter besser (eigentlich Luxus )

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

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Grafzahl66
Meister im Astrotreff

Deutschland
317 Beiträge

Erstellt  am: 12.01.2019 :  18:21:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Meine Staffelung(ursprünglich auch für einen 12" f5-Newton), in etwa der "Wurzel 2- Regel" folgend lautet:
30mm, 20mm, 14mm, 9mm, 6,7mm, 4,7mm und noch 3,5mm

meist genutzt,neben dem Übersichtsokular, sind das 14mm und das 6,7mm. 4,7mm und 3,5mm kommen nur bei wirklich guten Tagen für sehr helle Objekte in Betracht, 20mm und 9mm sind für mich gern genutzte Zwischengrößen, die schön zu haben, aber auch nicht unbedingt nötig sind.

Ein Okular von 12-15mm würde ich in jedem Fall setzen..

Gruß Horst,

16" Dobson Taurus T400 pro, 15x70 Celestron Skymaster auf Martinimontierung, Omegon Porrostar 10x50, Revue 7x50, VisionKing 5x25

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chipmunk
Neues Mitglied


5 Beiträge

Erstellt  am: 16.01.2019 :  22:08:12 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Vielen Dank für eure Unterstützung ! Ich denke mal, dass ich dadurch schon deutlich klarer sehe (im wahrsten Sinne des Wortes...)

Zitat:
Wobei es auch immer auf das "was will ich gesamt ausgeben" ankommt.


Das ist ja immer eine gute Frage...am Anfang lag ich bei 500 €, immer unter der Annahme, dass ich das Teleskop hier in der Stadt praktisch nicht nutzen kann. Mittlerweile habe ich als groben Rahmen so 2.000 € veranschlagt (wenn ich unter dunklem Nachthimmel wohnen würde, wäre das wohl nicht meine Grenze). Komplett übertreiben will ich es ja auch nicht

Viele Grüße,
Andreas

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