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Seite: von 10

mattschu
Meister im Astrotreff

Deutschland
518 Beiträge

Erstellt  am: 13.03.2020 :  20:13:54 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ja, der Vergleich mit andersfarbigen Sternen und dazu noch weit entfernt stehenden, bringt so manche Probleme beim visuellen Schätzen.
Ich habe mir mal die Mühe gemacht und die bei der AAVSO eingegangen visuellen Schätzungen zu Betelgeuse im Zeitraum zwischen dem 09.03. und 12.03 anzusehen. Gemeldet wurde da im Bereich zwischen 1.0 und 1.6m, wobei der Schätzwert 1.3 am häufigsten vorkommt, gefolgt von 1.4. Die Streubreite ist da doch sichtlich groß, was aber nicht verwunderlich ist.

Gruß Matthias

Bearbeitet von: am:
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Okke Dillen
Mitglied im Astrotreff


48 Beiträge

Erstellt  am: 14.03.2020 :  21:16:13 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Moinmoin,

es gibt neues Licht ins Dunkel:
https://www.youtube.com/watch?v=wuYxxDsO58U

Grüße
Okke

Meine kleine Galerie auf Astrobin: https://www.astrobin.com/users/Okke_Dillen/

Bearbeitet von: Okke Dillen am: 14.03.2020 21:16:45 Uhr
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mattschu
Meister im Astrotreff

Deutschland
518 Beiträge

Erstellt  am: 14.03.2020 :  23:13:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ja Okke - ein schöner Beitrag. Josef Gaßner gefällt mir auch in seiner Art sehr gut.

Habe übrigens heute Betelgeuse zu 1.1m visuell geschätzt. Habe mal 3 Vergleichssterne benutzt: beta Tau, beta Gem und alpha Tau.

Gruß Matthias

Bearbeitet von: am:
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Spica 44
Meister im Astrotreff


772 Beiträge

Erstellt  am: 15.03.2020 :  00:36:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Danke Okke!

für die Verlinkung zu dem Thema. Wird in dem Film sehr gut erklärt.

Grüße
Marwin

Bearbeitet von: am:
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mmpgb
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1705 Beiträge

Erstellt  am: 15.03.2020 :  09:59:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo allerseits,

gestern Abend war endlich mal wieder etwas klarer Himmel, wenn auch mit deutlich reduzierter Transparenz, sodass mal wieder eine Strichspuraufnahme möglich war.
Wenn die Spuren diesmal nicht so breit sind wie die vorangegangenen, dann wird es daran liegen, dass nicht so stark defokussiert wurde.
Hier die Fotos in Farbe ...







... mit allen konvertierten Farbkanälen ...







... und mit dem konvertierten Grünkanal allein:







Den Versatz in den Strichspuren hat anscheinend unser Wuffi verursacht; er lag entspannt direkt neben dem Stativ und hat sich wohl einmal etwas zu sehr gereckt.
Trotzdem: die beiden letzten Fotos zeigen deutlich, dass Beteigeuze inzwischen wieder heller ist als Bellatrix. Bei nächster Gelegenheit werde ich noch einmal probieren, die Helligkeiten der Pixel zu ermitteln und zu vergleichen; vielleicht ergibt sich daraus ja eine Möglichkeit, die Helligheit von Beteigeuze so auch in Magnituden zu ermitteln.

Was mich allerdings inzwischen sehr interessiert: wie geht man vor, um die Helligkeit von Beteigeuze z.B. mit Aldebaran visuell zu vergleichen?

Viele Grüße
Manfred

53°15'N; 08°49'O

Bearbeitet von: am:
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mattschu
Meister im Astrotreff

Deutschland
518 Beiträge

Erstellt  am: 15.03.2020 :  12:35:35 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Manfred,

ja wie vergleicht man Betelgeuse mit Aldebaran? Das Problem beim visuellen Schätzen bei solch hellen Veränderlichen wie Betelgeuse sind die dann auch weit abseits stehenden Vergleichssterne die im Helligkeitsbereich liegen. Aber das kann auch dann passieren wenn man Veränderliche (etwa Mira Sterne) mit dem Teleskop beobachtet. Sind diese Mira Sterne in der Nähe ihres Maximums, kann es auch sein das dann im Gesichtsfeld des Okulares keine in etwa gleich hellen Vergleichssterne mehr zu finden sind, nur noch schwächere. Dann bleibt nichts weiter übrig als das Fernrohr in Richtung eines helleren Vergleichsstern zu schwenken und dann im Hin- und Herwandern sich die Helligkeiten einzuprägen. Eine andere Möglichkeit wäre dann dafür etwa den Sucher des Fernrohres oder einen Feldstecher zu verwenden, die ja größere Gesichtsfelder haben.

Bei Betelgeuse geht das genau so; erst den Veränderlichen in der Helligkeit einprägen und dann den Vergleichsstern. Mehrmals hin und her gehen! Dann kommt man auch zu einem Helligkeitseindruck zwischen beiden Sternen. Die AAVSO gibt dazu auch mögliche Vergleichssterne an, im Falle von Betelgeuse sind das etwa: Procyon mit 0.4, Aldebaran mit 0.9, Pollux mit 1.2 und beta Tau mit 1.7.
Der Stern Bellatrix wird wegen seiner anderen Farbe nicht empfohlen. Sicher haben die anderen Vergleichssterne auch nicht exakt die gleiche Spektralklasse wie Betelgeuse, liegen ihr aber näher.

Gruß Matthias

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mmpgb
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1705 Beiträge

Erstellt  am: 15.03.2020 :  18:34:58 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Matthias,

danke für Deine Antwort. Irgendwie empfinde ich es als erstaunlich, dass es anscheinend außer dem "Erinnern" einer Helligkeit keine weitere Möglichkeit für einen Vergleich zu geben scheint. Auf die Schnelle habe ich auch versucht, etwas zu "ergoogeln", aber keine Beschreibung einer anderen Möglichkeit gefunden. Dabei geht mir etwas durch den Kopf, was eventuell ein praktikabler Ansatz sein könnte, der auch einen Aspekt meiner Strichspurmethode enthalten würde:

Angenommen, ein beleuchtetes Fadenkreuzokular mit regelbarer Helligkeit hätte keine rote, sondern eine weiße Beleuchtung und kein Fadenkreuz, sondern stattdessen einen kleinen weißen Fleck.
Nimmt man dann einen leicht defukossierten Stern ins Okular, so könnte man dann die Helligkeit der Beleuchtuung solange vergrößern, bis dieser Fleck die gleiche Helligkeit hat wie der defokussierte Stern. Der Vorteil wäre, beide Helligkeiten gleichzeitig im Blickfeld zu haben. Dann wäre es ein Leichtes, auf einen anderen Stern umzuschwenken und dessen Helligkeit mit dem des beleuchteten Flecks zu vergleichen.

Vielleicht ist dieses schon einmal ausprobiert worden oder jemand kann aus Erfahrung sagen, dass es schwierig bzw. nicht möglich ist, diesen Vergleich am Okular wegen xyz so auszuführen, wobei mir die Erfahrung fehlt, dieses xyz zu benennnen.
Aber vielleicht ist es für jemanden, der/die gerne bastelt, mal einen Versuch wert.

Gruß,
Manfred

53°15'N; 08°49'O

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Christoph HD
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
11 Beiträge

Erstellt  am: 15.03.2020 :  18:41:13 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zum aktuellen Stand habe ich hier https://forum.meteoros.de/viewtopic.php?f=1&p=228169#p228169 einen Beitrag erstellt. Ich habe in ihm auch die Lichtkurven von drei verschiedenen Beobachtern aus der AAVSO-Datenbank eingestellt um zu zeigen, wie unterschiedlich die einzelnen Beobachter den Helligkeitsverlauf erfassen. Die Kurven sind zwar in sich recht konsistent, aber weichen untereinander zT deutlich ab, was schließlich zu der großen Streuung der Schätzwerte beiträgt. Von gemittelten Werten halte ich persönlich daher nicht viel. Im Falle Betelgeuze beziehe ich mich auf die V-magnitude aus PEP-Messungen, die ja über den AAVSO-Lichtkurvengenerator erreichbar sind. Zum Glück gibt es da einen Beobachter, der unter den V-magnituden PEP-Messungen einstellt (CTOA). Mit denen vergleiche ich dann meine Schätzungen.

an Nils zum Thema Farbindex (B-V): In der AAVSO-Datenbank befinden sich unter den V-magnituden (auswählen in der Rubrik: Select Bands) auch die PEP-Messungen von Beobachter CTOA (Tom Calderwood). In seiner Messreihe erscheint auch die B-magnitude. Man kann beide markieren und sie gemeinsam anzeigen lassen. Während der gesamten Saison erhält er konstant einen Wert von +1.8. Dies liegt über dem "Katalogwert" von +1.5 (der zB auch in stellarium verwendet wird). Dein Wert mit +1.65 liegt also genau dazwischen.
Ich verwende immer den Farbindex aus stellarium, der ist (meistens) korrekt. Mit ihm bin ich bisher gut gefahren.

Gruß Christoph

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mattschu
Meister im Astrotreff

Deutschland
518 Beiträge

Erstellt  am: 20.03.2020 :  21:31:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Nachts unter den Sternen kommt man derzeit endlich mal auf andere Gedanken. So habe ich soeben auch meine visuellen Schätzungen mit Ferngläsern an insgesamt 28 Veränderlichen abgeschlossen. Und den Stern um de es hier geht, also Betelgeuse, habe ich dabei zu 1.15 geschätzt. Damit ist er schon fast wieder so hell wie Aldebaran.

Gruß Matthias

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Troilit
Mitglied im Astrotreff


29 Beiträge

Erstellt  am: 24.03.2020 :  22:23:26 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich konnte gerade das erste Mal seit mehreren Tagen einen Blick auf den Sternenhimmel werfen und war erstaunt, wie hell alpha Orii inzwischen ist. Der Helligkeitsanstieg geht ja wirklich schnell im Vergleich zum Rückgang in den letzten Monaten. Manfred, hattest du inzwischen wieder eine Gelegenheit, neue Strichspuraufnahmen anzufertigen?

Viele Grüße,
Simon

Celestron Skymaster 15x70
Skywatcher Newton 200/1000
HEQ5-pro
Canon EOS 600d

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mmpgb
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1705 Beiträge

Erstellt  am: 25.03.2020 :  09:42:38 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Simon,

nein, leider nicht. Oft war es super klar, aber gegen Abend zogen dann hier und da Schleierwolken durch, und es war kaum auszumachen, ob sie den einen oder anderen Stern gerade etwas abdunkelten. Mein Prüfobjekt ist meistens der kleine Wagen, und außer Polaris und Kochab hatte ich schon Schwierigkeiten, die anderen noch zu erkennen. Fotos unter diesen Umständen wären wohl wenig aussagekräftig gewesen. Aber ich versuche, dranzubleiben, denn ich möchte die Intensitäten der beiden Strichspuren noch messtechnisch vergleichen, und da wäre die Entwicklung über einen längeren Zeitraum schon interessant.

Gruß,
Manfred

53°15'N; 08°49'O

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mmpgb
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1705 Beiträge

Erstellt  am: 26.03.2020 :  12:39:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Simon und ihr anderen,

zwar war der Himmel gestern Abend alles andere als klar, aber probieren wollte ich es einfach mal wieder, auch wegen Deiner Anfrage, Simon.
Hier das nur links und rechts gekappte Foto, das bei Bellatrix deutliche Helligkeitsschwankungen in der Strichspur erkennen lässt:








Nach dem Nebeneinanderlegen der beiden Strichspuren zeigt sich diesmal ein deutlicher Helligkeitsunterschied sowohl mit allen Farben









als auch mit dem Grün-Kanal allein









Inzwischen wird es schwieriger mit diesen Fotos, da die beiden Sterne schon in der späten Abenddämmerung unterschiedliche Höhe über dem Horizont aufweisen und der Weg durch die Atmosphäre ja auch unterschiedlich länger wird.
Aber Beteigeuze scheint ihre Krise ja inzwischen überwunden zu haben; es wäre ja auch schade, wenn dieser markante Sten im Orion einmal fehlen sollte. Vielleicht gab es beim Siebengestirn ja auch einmal eine vergleichbare Entwicklung …

Gruß,
Manfred

53°15'N; 08°49'O

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stardust3
Altmeister im Astrotreff


3418 Beiträge

Erstellt  am: 26.03.2020 :  14:27:05 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi,

Ich finde in der fortgeschrittenen Dämmerung lässt sich der Helligkeitsunterschied der hellen Sterne viel besser rauspulen zwischen Beteigeuze, Bellatrix, Aldebaran, Pollux. Ich bin bei 1,2mag ... (Pollux noch eine Spur heller.)

CS,
Walter

PS: Die ESO sollte noch schnell mal wieder so ein tolles Foto machen...

LLAP

Bearbeitet von: stardust3 am: 26.03.2020 14:29:21 Uhr
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mattschu
Meister im Astrotreff

Deutschland
518 Beiträge

Erstellt  am: 26.03.2020 :  16:50:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Mal sehen wie lange wir noch Betelgeuse verfolgen können, denn so lange wird Orion nicht mehr zu sehen sein. Meine letzte visuelle Schätzung war übrigens 0.9m, also gleich hell wie Aldebaran.

Gruß Matthias

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stardust3
Altmeister im Astrotreff


3418 Beiträge

Erstellt  am: 26.03.2020 :  17:14:40 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Matthias,

Tatsächlich? uups, ich fand Aldebaran spürbar heller. Schade, jetzt milcht es in der Stratosphäre zu, sonst hätt ich in 2 Stunden noch mal nachbeobachtet :-)...

CS,
Walter

LLAP

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