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 TeleVue Nagler Okulare bei Newtons
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Capellax
Neues Mitglied


4 Beiträge

Erstellt am: 06.12.2018 :  13:18:20 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen ,

benötigt man bei TeleVue Nagler Okularen bei Newtonsystemen wegen der Randschärfe zusätzlich noch einen Koma Korrektor ?

Grüße
Markus

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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


16323 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2018 :  14:03:19 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Markus,

willkommen auf Astrotreff.

Jain- das hängt von mehreren Punkten ab. Das Problem der schnelleren Newton ist ja die Koma des Parabolspiegels und auch der stumpfe Strahlengang. Viele Okularkonstruktionen kommen damit nicht oder nur schlecht zurecht.

Die Koma führt zu den zum Bildrand hin zunehmenden, nach außen zeigenden Komaschwänzchen an den Sternen, der stumpfe Strahlengang führt bei einfacheren Okularkonstruktionen zu nicht mehr scharf abgebildeten und damit etwas vergrößerten Sternen, zum Bildrand zunehmend.

Beides zusammen wirkt sich dann mehr oder weniger stark entsprechend unschön aus. Die Okulare der Naglerserie und ebenso die Ethos, Delos und auch hochwertige Okulare anderer Hersteller sind so ausgelegt, das sie mit dem stumpfen Strahlengang kein Problem haben.

Daher zeigt ein Nagler z.B. am Bildrand halt "nur" die komatöse Abbildung, aber diese weitgehend scharf. Bei f/5 fällt das noch weniger auf, bei f/4,5 schon etwas stärker und noch schnellere Spiegel zeigen die Koma dann eben auch deutlicher ausgeprägt.

Der Komakorrektor bügelt dann auch das noch aus und damit erhältst du bis zum Rand hin eine punktförmige Darstellung der Sterne. Bei einer einfacheren Okularkonstruktion wird der Korrektor zwar die Koma beseitigen, aber das Problem stumpfer Strahlengang und damit vergrößerte Sternabbildung bleibt.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: am:
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Sselhak
Senior im Astrotreff

Österreich
147 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2018 :  18:13:25 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich habe TeleVue Okulare und ich habe Newton-Teleskope.

Grundsätzlich bilden die TeleVue-Okulare sehr randscharf ab. Aber sie sind nicht komakorrigierend!
Durch die scharfe Randabbildung fällt die Koma vom Teleskop aber weniger auf.

Ich selbst nehme (wenn ich speziell darauf achte) ab etwa f/5 Koma am Rand wahr, aber nur minimal und nicht störend.
Ab etwa f/4 würde ich aber auch bei TeleVue Okularen einen Komakorrektor verwenden, denn dann wird es langsam auffällig.

Somit: Bei sehr schnellen Newtonteleskopen ja, ab etwa f/4 und langsamer brauch ich persönlich dann keinen mehr, wenn ich TeleVue Delos oder Nagler drinnen habe.

Grüße, Mario

Bearbeitet von: Sselhak am: 06.12.2018 18:15:04 Uhr
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Capellax
Neues Mitglied


4 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2018 :  18:40:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo , vielen Dank für die Info , dann weiß ich jetzt Bescheid :-).

Grüße
Markus

Bearbeitet von: am:
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Grafzahl66
Meister im Astrotreff

Deutschland
304 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2018 :  18:49:26 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich selber setze bei f4,5 und vorher auch schon bei f4,9 sehr gerne einen Komakorrektor (ES HRCC) ein, allerdings nicht mit Televueokularen, sondern ES 82° und 100° Okularen.

Ich persönlich finde den positiven Effekt dieser Kombination deutlich höher, als den Nachteil weiterer Glaskörper im Strahlengang und würde die Kombination ES 30mm +ES HRCC jeden vergleichbaren TV-Okular ohne Komakorrektor vorziehen.

Aber wie Du siehst, da sind die Präferenzen verschiedener Beobachter weit gestreut...

Gruß Horst


16" Dobson Taurus T400 pro, 15x70 Celestron Skymaster auf Martinimontierung, Omegon Porrostar 10x50, Revue 7x50, VisionKing 5x25

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Specht
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1167 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2018 :  19:15:58 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo!

Wir hatten hier im Forum einmal ein ausführliches Thema über Koma, Okulare und Korrektoren.

salü, volker.

Bearbeitet von: am:
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Dobsenschubser
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1358 Beiträge

Erstellt  am: 07.12.2018 :  07:31:12 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Dobsenschubser's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Markus,

der Abbildungsfehler, den wenig oder völlig unkorrigierte Okulare zeigen ist nicht Koma des Spiegels, sondern deren eigener Astigmatismus. Okulare wie die Nagler sind darauf korrigiert.
Das heißt, erst mit so einem Okular wird die reine Koma eines Newton überhaupt erst sichtbar. Ansonsten verschwindet die Koma in der "Astischwalbe".
Ein optischer Fehler, der so ähnlich aussieht aber deutlich auffälliger ist und die Spiegelkoma überlagert.
Dieser Fehler wird z.b. bei den üblichen Erfle an einem f/5 Spiegel ab etwa 50% Feld sichtbar und ab 70% stören, je nach empfinden. Das heißt auch, dass ein Korrektor mit einem Erfle immer noch keine scharfe Randabbildung zeigt. Die Sterne werden dann mehr oder weniger zu Strichen.
Wenn du an deinem Teleskop mit Naglern o.ä. mit der Randunschärfe nicht zufrieden bist, sollte man über einen Korrektor nachdenken. Wenn das Ok ist nicht. Dann sollte man aber auch nicht auf die Idee kommen und mal zum Vergleich mit einem Korrektor beobachten. Das Bessere ist dann des Guten Feind ;-) Das gilt für Spiegel ab f/5 und schneller.

Gruß Dirk

12" f/5 Dobson, Lunt LS60THa, FH 127/1200, ED 90/900, 30/88° Leitz Planokular, 20mm & 14mm ES 100, 10mm Pentax, 5mm Pentax, 3mm LE, i.Nova PLB-Mx, cooled ASI224
Ferngläser 10*50, 20*60

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(Mel Bartels)

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