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 Teleskop oder teleobjektiv?
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urobe
Neues Mitglied


2 Beiträge

Erstellt am: 07.11.2018 :  14:02:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

ich bin relativ neu in dem Thema, bin aber mit der Fotografie sehr vertraut.

Ich würde gern meinen Blick ein wenig in den Himmel verschieben und überlege mir ein Teleskop zu kaufen.

Allerdings habe ich schon ein Nikon 5,6/600 (mit 2x Telekonverter, als alternativ ein 11/1200) mit manuellem Fokus, ein Spektivadapter (Lenstoscope) ist auch vorhanden.

Meine erste Frage, würde es Sinn machen das Nikon zur für die Sterne zu verwenden? Optisch finde ich das alte Objektiv hervorragend.

Ein Stativ habe ich auch schon, aus Holz von Berlebach, was ich mit dem 5,6/600 noch lange nicht am Limit ist.

Meine Zweite Frage ist nun, sollte sich das Objektiv und Stativ eignen, welche Goto Montierung kann man denn einzeln kaufen und würde sich dafür eignen?

Überwiegend würde ich gern Bilder machen, von fernen Nebeln und anderen kleinen Objekten. Mond (mit Tele) und Milchstraße (mit Weitwinkel-normalbrennweite) habe ich schon ein paar mal fotografiert.

Bin für jeden Tipp dankbar!

-Peter

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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


16250 Beiträge

Erstellt  am: 07.11.2018 :  14:17:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Peter,

willkommen auf Astrotreff.

Der Reihe nach ein paar Anworten zu deinen Fragen.
Zitat:
Allerdings habe ich schon ein Nikon 5,6/600 (mit 2x Telekonverter, als alternativ ein 11/1200) mit manuellem Fokus, ein Spektivadapter (Lenstoscope) ist auch vorhanden.

Objektive sind für Tageslicht gebaut, eine saubere punktförmige Abbildung bei Sternen ist für viele Objektive schwierig, besonders die Randabbildung leidet hier oft deutlich. Natürlich könntest du mit dem Lanstoscope das Objektiv für Beobachtungen benutzen, aber rein von der Öffnung her fehlt da schon einiges.
Zitat:
Meine Zweite Frage ist nun, sollte sich das Objektiv und Stativ eignen, welche Goto Montierung kann man denn einzeln kaufen und würde sich dafür eignen?

Dein Stativ dürfte mit einem Anschluss für Kameras ausgelegt sein. Montierungen haben da andere und auch unterschiedlich ausgelegte Adaptierungen. Und auch wenn das Stativ für Fotografie noch nicht am Limit ist, eine Montierung darauf bringt eine deutlich höhere Belastung. Welches Stativ ist es denn? Man bekommt von Berlebach Stativköpfe für die astronomischen Serien auch einzeln, für die "einfachen" Fotostative dagegen wohl nicht.

GoTo muss nicht sein, wichtig ist bei einer parallaktischen Montierung die motorische Nachführung und die Steuerung sollte einen Anschluss für später mal Autoguiding haben. Damit sind längere Belichtungszeiten möglich.

Für nur die Kamera auf der Montierung- da wäre wohl eine EQ-5 von Skywatcher gut ausreichend und die würde auch noch etwas Luft bieten, um statt Kamera direkt auch einen kleinen APO oder ED-Refraktor zu nutzen.

Den Telekonverter wirst du für die Zwecke wohl in die Tonne treten können, der dürfte die Abbildung nochmals verschlechtern und vor allem erzwingt f/11 sehr lange Belichtungszeiten.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4863 Beiträge

Erstellt  am: 07.11.2018 :  16:55:55 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Peter,
leider kann ich die Qualität der Nikon Objektive nicht einschätzen. Meine Vermutung ist, dass es für Fotos aussreicht und für niedrige bis mittlere Vergrößerungen auch noch geht, aber ein richtiger APO mit gleicher Öffnung fürs visuelle Beobachten besser ist. Die 600 mm begrenzen die "Vergrößerung" am Bild. Das heißt, es werden kleine Probleme bei der Abbildung, die bei höherer Vergrößerung entstehen, verziehen.
Nachdem Du schon einen Spektivadapter hast, würd ich es einfach mal probieren und damit visuell beobachten.
(Ich vermute, dass es bis 120x vielleicht bis 150x in Ordnung ist.
Das ist der Bereich in dem man auch die Russentonnen mit 1000 mm Brennweite und f/10 betreiben kann.)
Erfahrung hab ich damit leider keine. Wie schon gesagt, ich würd's einfach einmal ausprobieren.
Eine Frage, die ich mir stellen würde, wie gut die Farbkorrektur und Schärfe des Objektivs ist. Das könntest Du mit Okularen im Bereich von 150x bis 200x Vergrößerung mal ausprobieren.

Um Deepskyaufnahme zu machen würd ich bei f/5,6 bleiben. F/11 verlängert die Belichtung unnötig ohne das Bild zu verbessern. Bei Mond und Planeten ist das etwas anderes.
Für Deepsky brauchst Du am Besten eine parallaktische Montierung mit Nachführung. Vermutlich würd ich in Richtung EQ5 gehen. Dafür brauchst Du aber noch einen Zusatz für Dein Objektiv, vielleicht so etwas?

https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p4171_TS-Optics-Mounting-Adapter-for-MTO1000--Mak1000-and-Mak1000Astro.html

Für weitere Tipps hoffe ich, dass Dir andere dazu etwas mehr schreiben können.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

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Fotogravieh
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
16 Beiträge

Erstellt  am: 07.11.2018 :  18:07:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Muss auch klar sagen, dass mein billiges Teleskop (Skywatcher PDS200) sichtbar bessere Leistung am Himmel bringt, als die bisherigen teuren Teleobjektive, die ich probiert habe.

Bei den Teleobjektiven merke ich auch die kleinste Dezentrierung. Das Teleskop kann man sich hingegen selber justieren.

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30sec
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1995 Beiträge

Erstellt  am: 07.11.2018 :  23:22:53 Uhr  Profil anzeigen  Besuche 30sec's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Peter,
ich würde mich meinen Vorrednern nur zum Teil anschließen. Es ist ja immer die eigene Arbeitsweise, die das Urteil einfärbt und ich selber arbeite gerade mit einem (kleinen) Tele und bin ganz begeistert. Also wird meine Grundaussage sein: Arbeite mit dem Tele.
Es gibt aber Dinge die beurteilt werden müssen. Da wäre z.B. deine eigene Einstellung. Bist du ein Pedant? Dann machen dich eirige Sterne am Rand unglücklich. Willst du erst einmal Erfahrungen sammeln um zu entscheiden, was du in Zukunft so machen möchtest, dann sind die Eiersterne evtl. vertretbar. Deine Kamera ist auch recht wichtig. Mit APSC Sensor dürften die schlimmsten Eckenfehler abgeschnitten sein. Die Pixelgröße muss zur Brennweite passen und das ganze zum erwarteten Seeingdurchschnitt. Das sieht soweit ganz gut aus denke ich, wenn die Pixel um die 5 µm haben. Mehr Brennweite ist kaum nötig. Der Telekonverter definitiv auch nicht.
Die EQ5 wäre mir als Monti auch eingefallen. Ob mit GoTo oder ohne ist nicht relevant für die Bildqualität. Grundsätzlich musst du dich entscheiden, ob du guiden willst/musst oder nicht. Wenn, dann hast du eine 2. Baustelle. (i.d.R. weitere Optik, Guiding-Kamera). Ich selber verzichte darauf und belichte Einzelbilder relativ kurz, dafür muss ich dann etwas an Gesamtbelichtungszeit zugeben um das gleiche Ergebnis zu haben.
"sehr vertraut mit der Fotografie" kann sehr gut sein ;-) muss aber nicht. Vieles ist bei Deep-Sky-Fotos anders als in der Tageslichtfotografie. Leidige Themen sind : Rauschen, welche ISO, Pseudo-Brennweitenverlängerung durch APSC usw.
In der Tageslichtfotografie ist Blende 5,6 = 5,6, egal welche Brennweite du hast, das Bild ist gleich hell. In der D-S-Fotografie ist das anders, denn hier zählt viel mehr die Öffnung, bzw. wie viele Photonen du wirklich einfangen kannst.(der Rest dazu muss halt stimmen)
Öffnung ist auch bei der Mondfotografie, wenn es um feinste Details geht, das wichtigste. Hier bist du dann allerdings mit dem Tele nicht gut ausgerüstet. Detailreiche Mondfotos werden i.d.R. auch ganz anders gemacht. (gefilmt mit s.g. Planetenkameras).
Und zum Schluss rudere ich dann doch noch etwas zurück. Ein brauchbarer Newton zum fotografieren kostet um die 300 € ganz grob. Im Verhältnis zu den anderen Investitionen eher wenig.(man braucht aber noch so einiges dazu) Du hast dann Spikes (oft gerne gesehen) und vor allem eine Öffnung, die deutlich mehr Photonen durch lässt.)
Viele Grüße,
ralf



Mitglied im Astrofototeam Niederrhein
http://www.astrofototeam-niederrhein.de

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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4863 Beiträge

Erstellt  am: 07.11.2018 :  23:38:55 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Fotograviech,
nun, einen 8" Newton kann man schlecht mit einem ca 4" Objektiv vergleichen. Der 8" ist natürlich optisch leistungsstärker, braucht aber auch eine viel stärkere Montierung ...
Der realistische Vergleich ist kleine ED/APO im Bereich von ca- 80 mm bis ca. 110mm oder kleiner Newton mit 5" f/5 oder Russentonne.
Wie gut waren die Fotoobjektove im Vergleich zu kleinen APOs selber Öffnung?
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

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urobe
Neues Mitglied


2 Beiträge

Erstellt  am: 08.11.2018 :  06:53:12 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

vielen Dank schon mal für die zahlreichen und ausführlichen Antworten! Das hat mich sehr gefreut.

Die Mehrzahl denkt ja schon, dass es nicht die beste Idee ist.

Zuerst zu meinem Stativ, es ist, bzw es wird dann zu einem Report 372 erweitert. https://www.berlebach.de/?bereich=details&id=179
Nur dass ich die Flache platte drauf habe und einen Kugelkopf (RRS BH-55)

Ein Bressr Messier MC-152 Hexafoc würde sich wesentlich besser eignen?
Viel schwerer sollte ich zumindest dem Staiv nicht zumuten.

Habe jetzt auch überlegt zuerst die Montierung einzeln zu kaufen, und wenn mich die Resultate nicht überzeugen später dann noch ein Teleskop zu kaufen?

Bearbeitet von: am:
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


16250 Beiträge

Erstellt  am: 08.11.2018 :  10:29:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Peter,
Zitat:
Ein Bressr Messier MC-152 Hexafoc würde sich wesentlich besser eignen?
Im Gegenteil, das Teil wäre noch schlechter. 1900mm Brennweite bei f/12,5- damit würdest du nicht froh. Und vom Gewicht her, der Mak wiegt 6,5kg, dazu kommt das Gewicht der nötigen Montierung, die EQ-5 wiegt knapp 8k, dazu kommen zwei Gegengewichte zu je 5kg- das wäre für das Berlebach ein bisserl zu viel des Guten.

https://www.teleskop-express.de/shop/index.php/cat/c224_Flatfield-APO-Refraktor-Teleskope.html

Da findest du einige ED-/APOs, als Montierung eine EQ-5 SkyScan, bei der wäre das Stativ gleich dabei und würde den Nachkauf der passenden Kopfplatte für das Berlebach ersparen.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

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GJP
Neues Mitglied im Astrotreff


10 Beiträge

Erstellt  am: 09.11.2018 :  13:30:30 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Peter.
bin selbst nach ein Greenhorn, und habe vor derselben Frage gestanden: Wenn schon ein Tele vorhanden ist, ist dann noch der Kauf eines Refraktors mit 400 - 500mm Brennweite sinnvoll?
Vielleicht hilt Dir zur Beantwortung ein Blick auf die Fotos meines ersten Astro-Winters: Bei https://www.astrobin.com/users/Gujopedi/ findest Du 5 Bilder, die mit einem 6" Newton gemacht wurden (gebraucht mit EQ3 für 200€ erworben) und ein weiteres Bild, nämlich von der Andromeda Galaxie, das mit einem Teleobjektiv gemacht wurde (Sigma 150-600 mm Contemporary). Für die ausgedehnte Galaxie ist nämlich die Brennweite des Newton (750 mm) zu viel.
Kurzum: Für´s erste, so denke ich, kannst Du mit dem vorhandenen Tele beginnen. Aber eine passende Montierung müsste schon her. Habe mir eine HEQ5 synscan gekauft und bin für meine Greenhorn-Verhältnisse damit sehr zufrieden. Einen Adapter, mit dem das ZoomObjektiv + dranhängende DSLR auf die Montierung geschraubt wird, habe ich selbst gebastelt.
Jetzt denke ich in Ruhe darüber nach, welcher Refraktor es demnächst werden soll. Ganz edle Teile (Takahashi o.ä.) sind leider außerhalb meiner finanziellen Reischweite.

Viel Erfolg und möglichst oft Clear Skies!
Günther

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