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 Hardcore-Astronomie: DS mit max 70mm aus der Stadt
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hasebergen
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3234 Beiträge

Erstellt am: 06.11.2018 :  12:57:48 Uhr  Profil anzeigen  Besuche hasebergen's Homepage  Antwort mit Zitat
Mit 20" in den Alpen kann ja deepsky-mäßig jede/r ... olle Kamelle .

Ein wirklicher "Hardcore" in unserem Hobby ist: mit bis zu max 2"8 aus der Stadt bzw. bei sonstig hellem Himmel DeepSky zu beobachten ;-)

Daher mal ein Projektvorschlag (auch) für die Hell-Himmel-Geplagten unter uns:

Astronomie ... mit max 70mm Öffnung bei Stadthimmel.


Da müssen natürlich keine mitteleuropäischen Schlecht-Himmel sein, das kann "all over the world" sein ... Licht- und luftverschmutzte Beobachtungsorte gibt es ja überall zuhauf ... so dann auch beispielsweise in Urlaubszielen ...

Idee ist, hier das zusammenzutragen, was mit kleinsten Öffnungen unter schlechtem Himmel möglich ist.

Einen Schwerpunkt machen hier sicher einerseits Doppelsterne aus. Hierzu empfehle ich als Quelle das (vermutlich leider schon beendete Projekt "The Spirit of 33" von Luis Arguelles aus Nordspanien - http://www.carbonar.es/s33/33.html ) Objekte sind aber auch hellere kleinere Nebel, KS, PN ... na aber letztlich all das DS, was Ihr beobachtet :-)


Ich schmeiss mal die erste Beobachtung in die Runde:

Ich habe mich gestern mal mit meinem - wie ich meine - aussergewöhnlich gutem Everlite 60/910mm-Refraktor (ist Vixen-Fabrikat) aus den 80er Jahren ... (dieser hier)






... an einen durchaus - gerade unter städtischen Bedingungen! - schweren Doppelstern gewagt (Okulare: "Planetary" 25mm (36fach),
ca. 35Jahre altes Celestron-6mm-Ortho (151fach), 5er Nagler(182fach) und 3.2er "Planetary" (ca 284fach)
Struve 32 Piscis 13.4" 6.90/10.70 102° 00h 30m 47s/+16° 02' 15"

Hier ist nicht die Distanz (ich würde diese eher bei ca. 20"-22" sehen) das Kriterium, sondern der doch recht starke
Helligkeitsunterschied beider Komponenten. Zudem - ich hatte gestern einen üblichen ca 3m8er-4m0er Himmel in Stuttgart mit
mittelprächtigem Seeing ist die 10m7er Größenklasse bei dem Himmel mit 2"4 Öffnung nicht mal eben was für "im Vorübergehen".

Dennoch konnte ich ihn "knacken":

Im 25er soff die dunklere Kompoenten natürlich im gräulichbraunen Himmelshintergrund ab. Im 6er fand ich die B-Komponente zunächst auf nicht, umso schneller dann aber im anschliessend genutzten 5er Nagler (bei weiterer Adaptierung der Augen an die städtische Halbdunkelheit). Hier war die B-Komponente zunächst nur indirekt zu sehen, dies aber dauerhaft.

Dann konnte sie im weiteren Verlauf bei 284fach (3.2er) auch direkt gehalten werden.






Es wäre schön, wenn wir hier eine Beobachtunsgreihe (Objekte, benutzte Optiken etc.) hinbekommen, um auch stadtlichtgeplagten SternfreundInnen Motivation und "astronomische Pewrspektive" geben zu können ;-)

Greetz Hannes

Diverses klassisches Zeugs - Klassikerseite: http://amateurastronomie.com/index.htm - Bereich Klassiker

--> 07-2019: Erstellung eines Einsteigerbüchleins: Was ist zu bedenken beim Einstieg - welches Teleskop ist wirklich ein "Einstiegsgerät" etc.

Facebook - Gruppe Klassische Teleskope https://www.facebook.com/groups/1101191130018058/

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b_schaefer
Senior im Astrotreff

Deutschland
144 Beiträge

Erstellt  am: 06.11.2018 :  14:49:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Eine sehr schöne Idee!

Zwei Fragen:
Sind Ferngläser bis zum genannten Durchmesser erlaubt?
Waren 71mm auch noch OK? Das sind ja ca. 2,795”...

Viele Grüße,
Sebastian

Bearbeitet von: am:
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hasebergen
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3234 Beiträge

Erstellt  am: 06.11.2018 :  15:10:46 Uhr  Profil anzeigen  Besuche hasebergen's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: b_schaefer

Eine sehr schöne Idee!

Zwei Fragen:
Sind Ferngläser bis zum genannten Durchmesser erlaubt?
Waren 71mm auch noch OK? Das sind ja ca. 2,795”...

Viele Grüße,
Sebastian



Moin Sebastian,

klar ... ! Alles bis 70 (okay 71mm )

Greetz Hannes

Diverses klassisches Zeugs - Klassikerseite: http://amateurastronomie.com/index.htm - Bereich Klassiker

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b_schaefer
Senior im Astrotreff

Deutschland
144 Beiträge

Erstellt  am: 07.11.2018 :  00:41:57 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
So, dann mal los.

Auf dem Heimweg kurz nach Sonnenuntergang war das Problem deutlich zu erkennnen: Trotz eines wolkenlosen Himmels zeigte sich leichter Dunst. Der war auch bis in die Nacht nicht verschwunden. Das begünstigt die Lichtverschmutzung und behindert die Transparenz.

Trotzdem wollte ich die Herausforderung annehmen und baute das Stativ auf der Loggia unserer Wohnung im vierten Stock auf. Wir wohnen in einer typischen Stadtlage, blockweise 5-6-geschossige Wohnbebauung, hauptsächlich 1875 bis 1925, mit Nachkriegs- und Nachwende-Ergänzungen. Natürlich ist jede Strasse beleuchtet, immerhin gibt es keine angestrahlten Fassaden oder Flutlichter in der Nähe.

Das Fenster des verglasten Balkons lässt sich nach Osten weit öffnen, also stand heute Fuhrmann, Stier, Anfangs Perseus, später noch Zwillinge zur Auswahl.

Instrument ist mein kleines Doppelteleskop 2x 71mm, f=400mm (die inzwischen nicht mehr angebotenen Borg 71FL) auf AOK Swiss Bino-Plattform mit Matsumoto EMS-UM Bildaufrichtern. Drei Okularpaare kamen zur Anwendung: TeleVue Panoptic 24mm, Nikon Mikroskop-Orthos (12,5mm) und Vixen SSW 7mm. Im Ergebnis komme ich damit auf ca. 17x, 32x und 57x.

Ein erster Kontrollblick auf die Pleiaden mit 17x zeigt die Misere ganz gut: Insgesamt recht wenige Sterne und kein Hauch von Nebulosität um die hellen Sterne. Vorgenommen hatte ich mir heute drei Objekte aus dem Beobachtungsatlas für Kurzentschlossene (BAfK), nämlich Messier 36 bis 38, die lustigerweise auch Melotte 36 bis 38 sind - nur in anderer Reihenfolge untereinander...

Der Weg dahin ist leicht zu finden: Capella und Alnath sind schnell mit dem bloßen Auge erkannt, das Gerät wird auf letzteren gerichtet und dann schwenken wir nach links oben, bis wir Melotte 31 im Okular haben. Die charakteristische Form, welche von den helleren Sternen gebildet wird, heißt offenbar auch Fliegendes Fischchen. Von dort aus müssen wir nun wieder etwas nach links unten, bis wir auf unseren ersten Kandidaten für heute treffen. M36, oder auch Melotte 37 ist selbst bei den mäßigen Bedingungen ein funkelndes Häufchen Sterne. Mehr Vergrößerung schadet hier nicht, die Orthos (32x) zeigen auch nicht mehr Sterne als die Superweitwinkel-Vixen. Man sieht daran auch wieder, was moderne Designs und Vergütungen leisten.

Nach unten in Richtung Horizont findet man dann mit etwas Glück schnell M37 (Melotte 38), deutlich schwächer als M36. Dieser Haufen macht bei dunklerem Himmel mehr Freude, auch ein größeres Teleskop würde sicher helfen. Aber wir waren da und haben es gesehen. Am schwersten macht es uns M38 (Melotte 36) für den wir wieder Richtung Zenit schwenken, erst zurück zu M36 und dann weiter. Der auch Seestern-Haufen genannte offene Sternhaufen zeigt sich blass und etwas ausgedehnter als die anderen beiden Messier-Objekte. NGC 1907 rechts darunter ist nur zu erahnen.

Immerhin, insgesamt fünf offene Sternhaufen (mit den Kontrollblick-Pleiaden sogar sechs) sind uns vor die Optik gekommen und waren in allen heute gewählten Vergrößerungen gut erkennbar. Das sollte einäugig nicht anders sein, wobei für mich persönlich der Spaß gerade im beidäugigen Blick liegt.

Fenster zu, Ausrüstung eingepackt und ab ins Bett. Morgen wartet ein voller Tag.

Gute Nacht,
Sebastian


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hasebergen
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3234 Beiträge

Erstellt  am: 09.11.2018 :  07:01:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche hasebergen's Homepage  Antwort mit Zitat
Moin Allerseits ...

ja ich merke: Stadtastronomie mit kleineren Öffnung hat für viele hier einen "zähen Beigeschmack" . Kann man ja auch irgendwie verstehen, aber viele von uns stecken nunmal in der Misere. Und dann - aufgeben? Nö!

Sebastian hat ja schon mal einen Anfang gemacht und auch mit einem Doppelteleskop/Fernglas den Schritt in die "Stadtmulsche" gewagt(Danke ). !

Ich hab mal einie Objekte zusammengetragen, die man auch bein einem üblichen 3m8-4m0er Matschhimmel beobachten kann ... also:

Beobachtungsempfehlungen für Optiken bis 71mm aus der Stadt

- DS e Lyrae (der Klassiker) im 60/910: länglich bei 54 fach, bei 72x gut getrennt, 182fach: lehrbuchmäßig
- DS pi Aql (1"41): natürlich nicht getrennt aber bei 182fach deutlich länglich erkannt (ein 60er kann minimal ca 1"9 auflösen/Dawes)

- PN 6826 Cyg:("Blinking PN", Cyg): bei 182 fach als "fluffiger" runder Fleck mit gelegentlich aufblinkenden Zentralstern
- PN 7027 Cyg: heller, aber flächenkleiner als 6826: leicht länglich identifiziert (auch 182fach)
- PN 6210 Her: V=152, runder Fleck, der nach innen hin heller wurde

(Dies sind aber ältere Beobachtungen, ich werde diese aber im Verlaufe der Zeit nochmals nachvollziehen und dann ggf. auch Zeichnungen machen)


Für Euch, die Ihr auch mit kleinen Optiken aus der Stadt bzw. unter lichtverseuchtem Himmel beobachten müsst, folgende Objektempfehlungen:

Natürlich die Standard"kerzen" PN M57, KH M13&M92 und auch - der in der Stadt durchaus garnicht mal so einfache weil flächengroße PN M27.

DS: Zum "Warmmachen" immer der Doppel-Doppelte e Lyrae; hier kann man dann testen, wie gut das Seeing ist. Weitere Doppelsterne bis zur "kritischen Größe" für Eure Öffnung findet Ihr hier http://www.carbonar.es/s33/33.html; also Daumen mal Pi: für 50mm: 2"3 Distanz, für 60mm 1"9 und für 70mm ca 1"6)

Dann PNs: die oben genannten PNs: 6210Her (mit dem würde ich anfangen, da Herkules schon recht tief im SW steht!), 6826, 7027. Weiter seien noch genannt: NGC 6543 Dra ("Cats Eye"), NGC 7662 And ("Little Dumbell") und später NGC 2392 Gem.

GN: natürlich etwas später der M42/43er-Komplex

Nur mal ein paar Vorschläge ... wenn Ihr weitere habt, immer her damit :-)



Traut Euch da ruhig mal ran und nehmt Euch etwas Zeit. Vielleicht mal wirklich nur zwei, max drei Objekte am Abend, die dann aber mit Ruhe. Und wenn es das Seeing dann doch mal zulassen sollte, experimentiert gerade an den kleinen flächenhellen PN´s ruhig mal mit höherer Vergrößerung (also z.B. mit 60mm bis 150/180 fach)

Greetz Hannes

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stardust3
Altmeister im Astrotreff


3226 Beiträge

Erstellt  am: 09.11.2018 :  11:09:49 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: hasebergen

Moin Allerseits ...

ja ich merke: Stadtastronomie mit kleineren Öffnung hat für viele hier einen "zähen Beigeschmack" .

...
Greetz Hannes



Hi Hannes,

was meinst Du? Ich hab hier nix in der Richtung gelesen. Ich beobachte ja überwiegend auch vom Balkon aus über meine und die nächsten 7 Städte hinweg, inklusive ein großes chem./pharma Industriegebiet. Allerdings mit 4" und ohne Aufzeichnung .


Meine Empfehlung im Moment: Omega Ceti (Mira), ein Variabler, der auch bei 3,5mag Himmel geht und gerade im Ansteigen begriffen ist.


CS,
Walter

LLAP

Bearbeitet von: stardust3 am: 09.11.2018 11:13:34 Uhr
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b_schaefer
Senior im Astrotreff

Deutschland
144 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2018 :  07:06:27 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

gestern abend hat mich der Himmel über Berlin mal positiv überrascht. Trotz Lichtsmog habe ich den Orionnebel so klar gesehen wie vorher noch nicht. Ich musste zwar das Stativ halb auf die Fensterlaibung lehnen um genügend weit nach Südosten schauen zu können, aber es hat sich gelohnt.

Zuerst hatte ich die 34mm Siebert Observatory drin (11,9-fache Vergrößerung, AP 6mm, ca. 5,5° Feld). Der Himmel wirkte damit ziemlich hell und das Schwert des Orion samt NGC 1981 darüber hatte noch ordentlich Platz drumherum. Der Nebel war schwach zu erahnen, etwa so wie ich es von früheren Beobachtungen (mit anderen Vergrößerungen) aus der Stadt kannte. Ein Kontrollblick im 10x50 zeigte ein recht ähnliches Bild.

Also weiter zu den Docter/Noblex 12,5mm Okularen. Ich kippte beinahe aus den Latschen. M42 zeigte Struktur! Die dunkle Einbuchtung zum Trapezium war deutlich direkt sichtbar, schon leicht indirekt offenbarten sich die Schwingen des Nebels und konnten dann direkt gehalten werden. Die AP von ca. 2,2mm schaffte einen ordentlichen Kontrast. Zudem ein wunderschön gerahmtes Bild bei 32-fach und gut 2,5° Feld: Das Schwert des Orion vollständig im Bild und oben noch der offene Sternhaufen NGC 1981. Zu diesem Bild bin ich dann im Laufe des Abends immer wieder zurück gekommen.

Ich habe dann noch höhere Vergrößerungen probiert, eigentlich nur, weil das Trapezium bei 32-fach nur drei Sterne zeigte. Aber auch bei 4,3mm (93-fach, AP ca. 0,76mm) und 3,4mm (117-fach, 0,6mm) war der Zentralbereich des Nebels gut zu erkennen. Auch wenn es insgesamt dunkler wurde, gewann er an Textur und Details. Mehr als 4 Sterne mit einer eventuell zeitweise aufblitzenden 5. Komponente gab das Trapezium leider nicht her.

Auch wenn in den höheren Vergrößerungen mehr Struktur zu erkennen war, habe ich aufgrund des schönen Anblicks bei 32-facher Vergrößerung den Rest der Zeit meistens damit verbracht. Als ich den Anblick nur noch Mono hatte, weil ein Rohr nur noch auf die Hausecke schaute, habe ich den Abend beendet.

Für mich ein erstaunlich und vor allem sehr schönes Erlebnis mit (2x) 71mm aus der Stadt. Aber ich werde mir jetzt endlich ein Beobachtungstuch machen/kaufen. Das hilft bei der Konzentration.

Viele Grüße,
Sebastian

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hasebergen
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3234 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2018 :  13:42:05 Uhr  Profil anzeigen  Besuche hasebergen's Homepage  Antwort mit Zitat


Moin Sebastian,

schöner Bericht - danke! Interessant Deine Trapez-Beobachtungen .. zunächst nur drei Sterne, dann bei höheren Vergrößerungen 4 mit einer eventuell zeitweise aufblitzenden 5. Komponente ... Ich habe die 5. Komponente mit Öffnungen (bislang!) bis 102mm nicht geschafft. Aber, mal sehen. Allerdings ist das Wetter hier im Süden derzeit ein einem fulminanten Wolken-Modus, so daß es keine aktuellen Beobachtungen von mir gibt (stattdessen bastel ich mit Stativen herum ;-) ). Just heute - wo gleich eine Weihnachtsfeier im Job ansteht - reissen die Wolken auf. Da werde ich aber beobachtungsmäßig nicht viel von haben ... ;-))

Aber ich hoffe mal, dass ich demächst auch mal wieder einen Bericht aus der Großstadt bringen kann ...

Greetz Hannes

Diverses klassisches Zeugs - Klassikerseite: http://amateurastronomie.com/index.htm - Bereich Klassiker

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C.Hay
Senior im Astrotreff


178 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2018 :  16:39:35 Uhr  Profil anzeigen  Besuche C.Hay's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Sebastian,

Danke für Deinen netten Bericht. Ich denke, dass ein Beobachtungstuch Dir Einiges bringen könnte. Ich setze den gerne ein, wenn es mit der nachbarlichen Beleuchtung - die jetzt in der Vorweihnachtszeit besondere Blüten treibt - gar zu bunt wird. Macht oft den Unterschied zwischen Sehen und Nicht-Sehen aus.

Wir haben das Trapez zum Aufmacher unserer Dezember-Aktualisierung gemacht, siehe meine Signatur. Nach Deiner eingehenden Betrachtung mag das für Dich von besonderem Interesse sein. Die Komponenten E und F sind wirklich merkwürdig schwierig mit kleiner Optik, obwohl ihre Helligkeiten von 11m1 und 11m5 eigentlich gute Zugänglichkeit mit einem 4-Zöller suggerieren. Das ist wohl vor allem ihrer Nähe zu A bzw. C geschuldet. Gerade bei C-F ist der Helligkeitsunterschied von 6m4 so massiv, dass dies die Trennung sehr erschwert.

Beste Grüße, Christopher




Freunde der Nacht - BAfK Beobachteratlas für Kurzentschlossene


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b_schaefer
Senior im Astrotreff

Deutschland
144 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2018 :  20:29:19 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Hannes,

ich bin mir bezüglich des E-Sternchens wirklich nicht sicher. So richtig im Vordergrund stand das Trapez ja auch nicht. Jetzt bin ich aber neugierig geworden und werde mich bei Gelegenheit nochmal speziell daran versuchen. Jetzt, wo auch Christopher das Objekt gerade aufs Trapez gebracht hat...

Doppelsterne sind generell nicht so mein Metier, es fehlt dafür an Nachführung oder zumindest parallaktischer Montierung. Deswegen habe ich als höchste Vergrößerung 160-fach mit 2,5mm Naglern. Auch da dreht sich die Welt schon ziemlich rasant. Mit Vixen HR 2,0mm bei 45° sGF käme ich wohl kaum noch hinterher...

Ich hatte auch überlegt, die Beobachtung bei „Messier im Fernglas“ einzustellen, aber dafür warte ich noch auf mein zweites 20er. Dann habe ich ein halbwegs plausibles 20x71 im Angebot, statt des doch recht ungewöhnlichen 32x71.

Viele Grüße,
Sebastian


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Astronomie
Meister im Astrotreff

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360 Beiträge

Erstellt  am: 24.04.2019 :  06:55:11 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Astronomie's Homepage  Sende Astronomie eine AOL Message  Antwort mit Zitat
Hallo,

prima Idee !

Ich mach mit: Fernglas 15x70 und 8x32...

Beobachtungen kommen in Kürze

CS Jörg

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Avier50
Altmeister im Astrotreff


1036 Beiträge

Erstellt  am: 24.04.2019 :  08:40:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,
zum E im Trapez: Ich habe 1996 (wie die Zeit vergeht!) mal ein Minimum des Trapezsternes A (V 1016 Ori) durchbeobachtet. Instrument war ein 80 Jahre alter Carl Zeiss E 110/1650. Die Komponente E war anfangs trotz aller Versuche unsichtbar. Als A dann aber in der Helligkeit absackte, kam sie raus! So was von klar sichtbar! Mit dem Wiederanstieg der Helligkeit von A versank E wieder in der Bedeutungslosigkeit.
Es scheint so aehnlich wie bei Sirius A/B. Die Überstrahlung killt die schwächere Komponente.
Viele Gruesse
Andreas

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Astronomie
Meister im Astrotreff

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360 Beiträge

Erstellt  am: 01.05.2019 :  11:28:06 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Astronomie's Homepage  Sende Astronomie eine AOL Message  Antwort mit Zitat
Doppelstern : STF 1633

Zur Zeit ein sehr schönes Objekt für kleine Instrumente:

9 Bogensekunden Abstand und mit mag 7 fast zwei geich hellen Komponenten.

Mein erster Eindruck war, ich habe einen Augenfehler bei 27 facher Vergrößerung.
Mit 67,5 facher Verg. war bei mir alles wieder geklärt und eindeutig.
Mit 22,5 fach konnte ich ihn noch nicht trennen.

Haben biseher nur wenige beobachtet und darüber berichtet.

Ab welcher Vergr. trennt Ihr ihn eindeutig ?

cs
Jörg

Bearbeitet von: Astronomie am: 01.05.2019 11:31:23 Uhr
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C.Hay
Senior im Astrotreff


178 Beiträge

Erstellt  am: 10.05.2019 :  15:33:47 Uhr  Profil anzeigen  Besuche C.Hay's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Jörg,
Danke für den Hinweis - ich werde bei nächster Gelegenheit draufhalten! Struve 1633 scheint ja im Coma-Haufen Melotte 111 zu stehen. Ich habe mal geschaut, ob die Entfernung zu einer Mitgliedschaft im Haufen passt. Struve 1633 ist 300 Lichtjahre von uns entfernt, Melotte 111 etwa 280. Das ist zwar kein eindeutiger Beleg, aber ein Indiz. Weiss jemand etwas Genaueres dazu?
Gruss, Christopher


Freunde der Nacht - BAfK Beobachteratlas für Kurzentschlossene


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C.Hay
Senior im Astrotreff


178 Beiträge

Erstellt  am: 26.05.2019 :  19:36:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche C.Hay's Homepage  Antwort mit Zitat
Lieber Jörg,

Zwischenzeitlich habe ich zu Mel 111 die Frage der Haufen-Zugehörigkeit in einem schon laufenden Thread auf Cloudy Nights gestellt, wodurch der Thread sich dieser Frage zuwandte, mit interessanten Ergebnissen. Schaue Dir mal die Abbildung in #3 an:
https://www.cloudynights.com/topic/661020-double-stars-in-mel-111/

Dort sind sichere Haufen-Mitglieder eingekreist.

Es stellt sich heraus, dass praktisch alle Doppelsterne im Gebiet von Mel 111 (und viele der Einzelsterne) nicht wirklich zum Haufen gehören. Schade, irgendwie. Hinzu kommt, dass laut stelledoppie.it der physikalische Doppelstern-Charakter von Struve 1633 unsicher ist. Doppelt schade.

Jedenfalls habe ich Struve 1633 auf Deinen Hinweis hin mittlerweile ein paarmal besucht und finde mit 3 Zoll bei 30x ein hübsches kompaktes Paar, sauber getrennt.

CS, Christopher


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Bearbeitet von: am:
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C.Hay
Senior im Astrotreff


178 Beiträge

Erstellt  am: 30.05.2019 :  12:40:08 Uhr  Profil anzeigen  Besuche C.Hay's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo allerseits,

Gestern nacht, bei fst ca. 4m0, habe ich vergnügliche 5 Minuten mit dem 15x45 Fernglas verbracht. Zuerst den Asteroiden Pallas betrachtet, der vor einigen Tagen die Grenze von Boötes zu Coma Berenikes überschritt und nun, stetig schwächer werdend und langsamer laufend, um 9 Mag herum Helligkeit hat. Es macht wirklich eine merkwürdige Freude, diesen Gesellen von Tag zu Tag zu verfolgen. Sehr für kleine Öffnungen unter Stadthimmel zu empfehlen! Er steht aktuell weiterhin lange hoch am Himmel, im Gegensatz zu Ceres, der trotz Oppositionshelligkeit irgendwie etwas mühsam bleibt, da er tief im Skorpion entlangschrammt.

Dann einige Grad westlich zum Coma-Sternhaufen Mel 111 rüber, um Jörg's Frage nach der kleinsten Vergrößerung für Struve 1633 zu klären. Und tatsächlich: haarfein getrennt bei 15x. Hatte ich bei 8,9" Abstand nicht erwartet. Bin immer wieder weg und wieder hingeschwenkt, um sicher zu sein. Das Bild ist bei 30x im 3-Zöller ästhetischer, keine Frage, aber es hat was, die Dinge so auszureizen.

CS, Christopher

PS: Ich bin mittlerweile seit einem Monat der einzige Beitragende zu diesem Thread. Haben die Stadtleute aufgegeben? Vielleicht liegt es auch an der Begrenzung auf 70mm Öffnung, die ich unglücklich finde. Hannes, liesse sich der Titel auf "max 100mm" ändern? Dann wäre hier sicher mehr Bewegung.



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Bearbeitet von: C.Hay am: 30.05.2019 12:42:26 Uhr
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