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 Astronomie - die Technik (Bilderfassung)
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 Richtige Belichtungszeit // Histogramm
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skanker
Mitglied im Astrotreff


52 Beiträge

Erstellt am: 13.09.2018 :  07:00:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich habe heuer im Januar eine Widefieldaufnahme der Orion Region angefertigt.

[URL=http://www.directupload.net][/URL]

Blende 2.8 // 50mm // ISO 1600 // 180 Sekunden

Was sagt ihr zur Lichtverschmutzung (Aufnahme aus dem Garten)?
Ist das Histogramm zu weit in der Mitte?
Würdet ihr die ISO auf 800 reduzieren?

Danke für eure Hilfe :)

CS Gernot

Bearbeitet von: skanker am: 13.09.2018 07:02:43 Uhr

Xsplendor
Meister im Astrotreff

Schweiz
956 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2018 :  16:46:58 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Xsplendor's Homepage  Antwort mit Zitat
Wie kann deine cam mit iso 1600 umgehen ist alles noch gut? Hast du n qualitätsschub (weniger rauschen) mit iso 800? Dann würd ich reduzieren

Wie kommt das aktuelle bild nach dem stacken und bearbeiten raus? Vom histo her kann mans so noch machen, ich würds persönlich aber noch bissl nach links schieben, evtl. Eins mehr abblenden, dann werden die sterne auch noch etwas besser vermutlich.

Interessierten Astrofotografie-Einsteigern möchte ich einen Blick in mein Tutorial empfehlen:
http://www.xsplendor.ch/astrofotografie-tutorial.php?Page=Hauptseite

http://www.xsplendor.ch/


Grüsse und allzeit clear sky, Simon

Bearbeitet von: am:
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wynnie
Senior im Astrotreff

Deutschland
224 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2018 :  17:13:16 Uhr  Profil anzeigen  Besuche wynnie's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,

den mehr oder weniger optimalen ISO Wert für Deine Kamera findest Du hier. Bei meiner 1000D steht da als Empfehlung ISO200-800. Ich nehme meist die goldene Mitte bei ISO400 und bin damit bisher gut gefahren. Bei ISO1600 ist das Rauschen im gestackten Bild deutlich höher (bei gleicher Belichtungszeit in Summe). In warmen Sommernächten würde ich eher an das untere Ende gehen da die Kameras ihr Rauschen etwa alle 7 Grad verdoppeln.

Mit dem Histogramm würde ich auch etwas nach links gehen, also entweder die Blende weiter schließen oder die Belichtungszeit reduzieren. Ich richte es meist so ein, dass der ‚Buckel‘ bei etwas 1/3 des Histogramms ist.

Viele Grüße
Michael

_________________________
per aspera ad astra ...

Skywatcher Explorer-150PDS
GSO 200/1000
EQ6-R

Bearbeitet von: am:
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skanker
Mitglied im Astrotreff


52 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2018 :  22:11:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich hatte hier ein normale Canon 5D Mark IV in Verwendet... Bei der Cam dürfte ISO 800 kaum besser sein (invariant).

Kann man von der Aufnahme ableiten ob ein Clip- Filter gegen Lichtverschmutzung Sinn macht oder nicht !?

CS Gernot

Bearbeitet von: am:
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astro_alex
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
51 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2018 :  23:01:07 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Gernot,

wie Michael schon schreibt, etwas weniger Belichtungszeit bzw. geringe ISO würde auch ausreichen.
Am Ende geht es darum hintergrundlimitiert aufzunehmen, bedeutet dass die Himmelshelligkeit (bzw. dessen Photonenrauschen) das von der Kamera indizierte Rauschen (Ausleserauschen) sicher übersteigt. Das ist gegeben, wenn der Histogramm-Berg auf dem ersten Drittel liegt. Ein längerer Einzelframe bringt dann nicht mehr viel. Die gewonnene Zeit lieber in mehr Einzelframes investieren.

ISO hochdrehen nützt auch nur bedingt - die Zahl der eintreffenden Lichtteilchen vom aufgenommenen Objekt werden dadurch ja nicht mehr.
Die bewirkte Signalverstärkung durch höhere ISO (oder Gain bei Astro-Kameras) erhöht auch die Intensität ungewünschter Bildanteile (Rauschen).
Gleichzeitig sinkt der Dynamikumfang bei höherer ISO/Gain-Zahl. (Ausleserauschen bei unterschiedlichen ISO/Gain hier mal aussen vorgelassen).

Ich würde erstmal ohne Filter weitermachen. Filter können hilfreich sein, schränken jedoch den Durchlass ein und stellen damit eine noch höhere Anforderung an die Farbkalibrierung/Nachbearbeitung. Die linke Bildhälfte wirkt heller als die rechte. Diesen Gradienten bekommst du aber recht einfach auch so weg.
der Screenshot ist nicht flatkorrigiert vermute ich oder?

Viele Grüße,
Alex

Bearbeitet von: am:
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skanker
Mitglied im Astrotreff


52 Beiträge

Erstellt  am: 14.09.2018 :  07:47:34 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
(==>) Alex

Der Screenshot zeigt eine Einzelaufnahme und wurde nicht korrigiert.

(==>) Alle

Danke für die Tipps :)

LG Gernot


Bearbeitet von: am:
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skanker
Mitglied im Astrotreff


52 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  12:56:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Kann mir bitte jemand von euch noch einmal genau erklären, was es mit der "hintergrundlimitierten Aufnahme" auf sich hat bzw. warum das so wichtig ist!? Da steige ich noch nicht ganz dahinter :)

Habe jetzt ein Canon 6D(A) und meine Recherchen haben ergeben, dass ISO 1600 zu empfehlen ist. Hat das mit der Hintergrundlimitierung zu tun!?

CS Gernot

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sgo2000
Meister im Astrotreff

Deutschland
469 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  13:17:47 Uhr  Profil anzeigen  Besuche sgo2000's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Gernot,

Alex hat das eigentlich schon schön erklärt, aber ich versuche es nochmal: Der Kamera-Chip erzeugt ein Rauschen, das wir auf den Bildern nicht wollen. Wir wollen aber soviel Signal wie möglich - also Detail des Deep Sky Objekts auf dem Chip haben. Damit soviel Signal wie möglich aufgenommen wird, wird die Aufnahme "Hintergrund limitiert": Die Belichtungszeit wird also gewählt, dass der Himmelshintergrund sicher heller auf dem Einzelbild ist als das Grundrauschen der Kamera. Dann geht durch das Rauschen sicher keine Information verloren. Die Belichtungszeit ist also abhängig vom Himmelshintergrund (und damit von der Lichtverschmutzung): Je heller der Himmel desto kürzer die Belichtungszeit, deswegen "Hintergrund limitiert".
Praktisch gehst Du mit der 6d so vor: Nimm ein Bild auf, schaue dir das Bild dann auf der Kamera an. Wenn Du jetzt INFO drückst, zeigt sie neben dem Bild das zugehörige Histogramm. Hier sollte der große Buckel - der stellt nämlich den Himmelshintergrund dar - ungefähr im ersten drittel auf der linken Seite liegen, dann ist die Belichtungszeit perfekt.
Die ISO-Einstellungen wählst Du dann so, dass die Belichtungszeit Deinem Equipment entsprechend (Nachführgenauigkeit etc.) damit eine gute Zeit herauskommt. Für die 6d benutze ich meist ISO 800 oder wenn mal nötig ISO 1600.

Viele Grüße

Stefan

Che la luce delle stelle illumini sempre il tuo cammino!

Meade 8" LX 200 classic * SGO Solarscope 100/1000 *
10" TS Photon Newton F/4 * TS IMagingSTar 130 * 16" F/4,5 Dobson * Omegon 102/714 APO *12" Eigenbau-Dobson * AZ-EQ5 * EQ6R * StarAdventurer

http://www.sgo-online.de/astro

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sgo2000
Meister im Astrotreff

Deutschland
469 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  13:21:33 Uhr  Profil anzeigen  Besuche sgo2000's Homepage  Antwort mit Zitat
Achja und zu Deinem Bild:
Bei der 5D Mark IV spielt diese ISO eben weil sie invariant ist eine große Rolle. 1600 geht noch ganz gut, 800 sind aber definitiv besser.
Das gilt für die 6D übrigens ganz genauso.
Theoretisch ist es bei entsprechender Bearbeitung wurscht, aber praktisch macht man sich das Leben deutlich leichter mit weniger ISO.

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http://www.sgo-online.de/astro

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skanker
Mitglied im Astrotreff


52 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  13:43:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan! Danke für die detaillierte Erklärung :)

Das mit den ISO 1600 habe ich von hier:http://dslr-astrophotography.com/iso-values-canon-cameras/


Bearbeitet von: am:
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skanker
Mitglied im Astrotreff


52 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2018 :  07:54:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich habe mich gestern an NGC 7000 gewagt und wollte euch fragen ob das Histogramm so in Ordnung ist!?

Habe das Foto bei mir im Garten geschossen :)
Canon 6D(a)+ Samyang 135mm (mit Red Enhancer -Filter)

[URL=http://www.directupload.net/file/d/5229/wcb68aw4_jpg.htm][/URL]

CS Gernot

Bearbeitet von: skanker am: 03.10.2018 07:59:25 Uhr
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astro_alex
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
51 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2018 :  08:31:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Gernot,

das Histogramm sieht gut aus, lediglich der Grün- und Blau-Kanal könnten noch ein bisschen vertragen, das liegt aber wahrscheinlich an dem Filter, ohne sollte es passen.
Wie lange waren die Einzelbelichtungen?

Lass unbedingt den Red Enhancer FIlter weg. Das sind Filter für Tagfotografie. Die nehmen dir Licht weg und bringen eine farbliche Unbalance ins Bild, die du, wenn du nicht gerade Pixinsight oder Photoshop-Akrobat bist, nur schwerlich wieder raus bekommst. Wenn dein Himmel es zu lässt, fotografiere ohne Filter. Ansonsten mit einem astronomischen UHC oder CLS Filter der bekannten Hersteller.

Das NGC 7000 in angenehmen rot erscheint, erreichst du durch anschließende Bildbearbeitung. Vermute mal, dass hat dich zum Einsatz des Filters bewogen.

Ansonsten ein sehr gute Einzelbelichtung. Fokus sitzt, Nachführung läuft, Sterne in den Eckken gut, gut gewählter Bildausschnitt.
Davon noch 20-30 aufnehmen, miteinander verrechnet und du hast eine schöne Weitfeldaufnahme der Objekte im Schwan :-)

Schönen Feiertag,
Alex

Bearbeitet von: am:
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skanker
Mitglied im Astrotreff


52 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2018 :  08:48:25 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Servus Alex!

Die Daten zum Bild : 90 Sekunden // ISO 800 // F2.8

Ich hatte das Bild auch schon ohne den Filter gemacht und da war der Kontrast nicht so gut da sich ein wenig Lichtverschmutzung ins Bild verirrt :) Es ist einfach über das ganze Bild ein leichter Lichtschleier...

"Out of the cam" schaut das Bild mit Filter schon besser aus ...

Ich habe diese Aufnahme in einer Bortle 4 -Gegend gemacht und bin am Wochenende auf einem Astrotreffen bei uns in Österreich wo wir Bortle 3 -Himmel haben.
Ich denke das ich da dann den Filter weglassen kann :)

Danke für dein Feedback! Bin gerade noch am "trockentrainieren" damit es am Wochenende dann auch klappt ;)

CS Gernot

Bearbeitet von: skanker am: 03.10.2018 08:51:58 Uhr
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Galaxien-Spechtler
Meister im Astrotreff

Deutschland
592 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2018 :  11:29:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
servus zusammen,

beim Thema ISO-Einstellung komme ich bei meinen Kameras auf andere Werte, als sie hier oder auf den genannten Seiten angegeben werden. Und das aus drei Gründen.
1) wenn ich niedrige ISO-Werte nehme, muss ich mehr länger belichten, um das gleiche Chip-Signal (nicht das Signal, das auf den Chip kommt, sondern das, was dann ausgelesen wird) zu bekommen. In der Folge kann ich also für eine Nacht, in der das Objekt 3 Stunden hoch genug steht, weniger Einzelaufnahmen machen, was dann bei der Bearbeitung ein etwas höheres Rauschen zur Folge hat.
2) bei niedriger ISO-Zahl wird die Dynamik zwischen Stern und Nebel/Galaxie in weniger Bit-Werte "gepresst". Vorteilhaft: die Sterne brennen nicht so sehr aus; Nachteil: weniger Dynamik bei schwachen Helligkeitsunterschieden. Mit höherer ISO-Zahl brennen die Sterne natürlich aus, aber ich habe den Dynamikbereich genau dort, wo ich ihn haben will: bei den schwachen Nebel-Strukturen.
3) die ISO-Zahl hat keinen EInfluss auf das BIAS, den Dunkelstrom oder die Flatkorrektur. Sie verändert nur das Ausleserauschen der Verstärker-Elemente des CMOS. Somit kann ich leicht die ISO-Zahl ermitteln, die das geringste Ausleserauschen hat. Bei meiner EOS 1000D waren das 800 ISO, bei meiner 6D sind es 2.500 ISO.
Beide Werte sind höher als in den Angaben, und ich fahre richtig gut damit. Bei 3 Stunden Gesamt-Belichtungszeit komme ich bei der 6D dann auf 36 Einzelaufnahmen je 5min, und das ist eine gute Statistik, um das Rauschen zu reduzieren. Bei Sternhaufen belichte ich allerdings nur 1 min pro Einzelaufnahme, mache dann 45-60 Einzelaufnahmen-> auch gut für die Statistik, ich schaffe mehrere Objekte pro Nacht, und die Sterne brennen bei der kürzeren Zeit nicht so sehr aus.

Meine persönliche Erfahrung; sicherlich haben andere Fotografen andere Vorlieben oder Erfahrungen gemacht. Aber Freunde mit der 6D haben den gleichen ISO-Wert wie ich in der Anwendung.

CDS
Stefan

"In meinem Alter ist man nicht mehr erfahren, sondern schon Zeitzeuge"
14.5" f/4.7 ICS Dobson
Lichtenknecker FFC 4.0/760mm

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skanker
Mitglied im Astrotreff


52 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2018 :  11:48:40 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
(==>)Stefan

Also würde z.B. ISO 1600 in meinem Beispiel von NGC 7000 vorteilhaft für die Nebelregionen sein!?

CS Gernot

Bearbeitet von: skanker am: 03.10.2018 17:17:34 Uhr
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skanker
Mitglied im Astrotreff


52 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2018 :  17:21:07 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hier zeige ich euch meine Ergebnisse der letzten Nächte -> Einmal ohne Red Enhancer und einmal mit Red Enhancer von HOYA! Die Bilder sind unbearbeitet!

[URL=https://www.bilder-upload.eu/bild-d0d443-1538579923.jpg.html][/URL]

Ich finde trotzdem das der Filter etwas mehr Details bringt...
Meint ihr es würde Probleme in de Nachbearbeitung eines Stacks mit Filter-Fotos geben?

CS Gernot

Bearbeitet von: skanker am: 03.10.2018 18:04:14 Uhr
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