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 Astronomie - die Beobachtungen, Bilder, Ereignisse
 Deep Sky Objekt des Monats
 OdM September 2018 - NGC 7293
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Seite: von 2

Robin
Meister im Astrotreff

Deutschland
508 Beiträge

Erstellt am: 27.08.2018 :  20:28:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

als Deep-Sky Objekt des Monats September 2018 habe ich den bekannten Helixnebel NGC 7293 im Sternbild Aquarius ausgewählt.

Hier sind erst mal ein paar Daten zur Übersicht:

DE: -20°44'10"
RA: 22h30m37s
Visuelle Helligkeit: 6.3 mag
Scheinbare Größe: 16' x 12'
Entfernung: 650 Lichtjahre
Alter: Etwa 10600 Jahre

Der Helixnebel ist ein planetarischer Nebel, den die meisten, die hier Beobachtungsberichte schreiben, schon mal mit verschiedenen Öffnungen beobachtet haben dürften.
Er ist insgesamt recht hell, jedoch verteilt sich die Helligkeit über eine recht große scheinbare Fläche (siehe Daten oben), so dass die Flächenhelligkeit recht gering ist. Für Beobachter in mitteleuropäischen geographischen Breiten kommt erschwerend hinzu, dass er meist recht nah am Horizont ist.

Interessant ist unter anderem, was man mit verschiedenen Öffnungen und unter verschiedenen Beobachtungsbedingungen an Details in der Struktur dieses planetarischen Nebels erkennen kann - mit oder ohne Filter.
Außerdem ist die Frage, was die kleinste Öffnung ist, mit der man den Nebel unter guten Bedingungen erkennen kann.



image credit DSS
http://archive.stsci.edu/dss/copyright.html
Aladin Sky Atlas


Hier ist noch eine Herausforderung für Beobachter mit sehr großen Öffnungen: Direkt hinter dem Helixnebel befindet sich eine lichtschwache Galaxie:
2MASX 22290968-2047179
DE: -20°47'17.9"
RA: 22h26m25.90s
16.8 bmag
Der Kontrast zum Nebel selbst dürfte recht gering sein und die Sichtbarkeit erschweren.
Konnte die jemand von euch schon mal beobachten?
Als Aufsuchhilfe ist hier der DSS-Ausschnitt mit Markierung der Galaxie (kleines hellgrünes Quadrat etwa in der Bildmitte):



image credit DSS
http://archive.stsci.edu/dss/copyright.html
Aladin Sky Atlas


Viel Spaß beim Beobachten oder beim Blättern in euren Beobachtungsaufzeichnungen! Und natürlich wie immer:

Clear skies!


Robin








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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1431 Beiträge

Erstellt  am: 27.08.2018 :  22:06:17 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Robin,

ui! Sehr interessantes OdM! Ein richtiger Böller

Den muss ich unbedingt aucch mal wieder besuchen. Vor, ohgott - fast 20 Jahren sinds jetzt bald - habe ich den im 10x50 Fernglas am Rande Berlins (Ostrand, Stadtgrenze) aufgespührt. Horizontsicht war sehr gut.

Jahre später in den Alpen im 12er hat mich das Teil richtig geflasht. Ohne Filter natürlich ;-) Das wäre tatsächlich mal ein Kandidat, den ich mal zeichnen müsste.
Ich zitiere mal meinen eigenen Bericht von damals, locker 7mag-Himmel bei 20% Luftfeuchte... im 12"er beobachtet:

"WAS FÜR EIN TEIL. Die Kulmination war etwa 1 h vorbei, ggf. auch zwei. Aber allemal hoch genug noch. Wir wissen ja alle, was für ein großes Gerät das ist, aber selten hält man ob der Bedingungen drauf. Aber DAS war echt mal was anderes. Im 26er Nagler eine Scheibe von grob geraten einem Drittel Monddurchmesser. Ein breiter Ring umspannt eine riesige Fläche mit zahlreichen Sternen im Inneren, darunter auch der Zentralstern. Das 12er Nagler war aber zu viel des Guten."

Absolut wichtig ist natürlich gute Horizontsicht. Da sollte man wohl noch die wenig vernebelten Spätsommernächte für nutzen... Im Herbst wirds bestimmt trüber...

CS!
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

Bearbeitet von: am:
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Klotzi
Meister im Astrotreff

Deutschland
421 Beiträge

Erstellt  am: 28.08.2018 :  09:39:59 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Klotzi's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Robin,

ein schöner Klassiker, immer wieder gerne angeschaut, vor allem auch, weil er so unglaublich groß ist! Hier mal ein paar Auszüge aus meinem Beobachtungsbuch mit verschiedensten Geräten (interessant dabei, dass die Aussagen bezüglich Filterwirkung teilweise widersprüchlich sind!?):

St. Julie Labrousse F, 20.09.06, 21:45 MESZ, D=1-2/5, U=3/5, fst >6m,0 HRD 8" f/4
Größter planetarischer Nebel, im 27 mm PanO (30x) ein schwacher Nebelfleck, relativ groß, keine zentrale Verdunkelung wahrnehmbar. Mit UHC-Filter erscheint der Zentralbereich etwas dunkler, die Ringstruktur deutet sich an. Im 9 mm Nagler (89x) mit UHC-Filter etwas besser, am besten mit OIII-Filter. Zarte Ringstruktur, fast gesichtsfeldfüllend, die im Zentrum aber nicht so dunkel wirkt, wie z.B. bei M57. Bedingungen nicht optimal, leicht diesig am S-Horizont.

Emberger Alm A, 28./29.08.08, 21-1:30 MESZ, D=1/5, U=2-3/5, fst >6m,5 HRD 8" f/4
Bereits im 10x50 Dekarem ohne Probleme als kreisrunde Scheibe auszumachen. Im 24 mm Widefield (33x) mit OIII-Filter deutlicher, mit zentraler Abdunkelung (schwach). Am besten im 9 mm Nagler mit OIII-Filter, hierbei kommt die zentrale Abdunkelung besser heraus.

Roque de los Muchachos, 30./31.08.13, 21:00-3:00 MESZ, D=1/5, U=1/5, fst >6,5, 4" Doppelrefraktor f/6,5
Bereits im 8x42 als runde Nebelscheibe deutlich sichtbar, im 4"-Bino bei 30x und 60x als Ring sichtbar, UHC- oder OIII-Filter bringen etwas Kontraststeigerung, mit OIII-Filter Ringmitte etwas aufgehellt.

Puntagorda/La Palma, 23./24.09.14, 22:00-04:00, D=2/5, U=2/5, fst >6m,8
Im 8x30 Fernglas schwach sichtbar, im 10x70 Fernglas deutlich, groß, im 8"er Ringstruktur offensichtlich, am besten mit UHC-Filter, im 18"er Strukturen im Ring sichtbar und äußere Schalen angedeutet.

Hier gibt's es auch noch eine Zeichnung von mir mit 4" (ganz runter scrollen):

http://blackskynet.de/dszeichnungen.html


---------------
Grüße
Thomas
http://www.blackskynet.de

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Atlas
Meister im Astrotreff

Deutschland
338 Beiträge

Erstellt  am: 28.08.2018 :  11:55:35 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Atlas's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Robin,

sehr schöne Auswahl des OdM September. NGC 7293 ist spannend.

Wenn ich zu Deiner Objektvorstellung noch einen Aspekt hinzufügen darf: Ich finde auch die Halos von NGC 7293 interessant. Gut zu sehen sind sie auf dieser SChmalbandaufnahme von Martin Pugh (APOD 4. Okt. 2012):

https://apod.nasa.gov/apod/ap121004.html

Die Frage ist, wieviel davon man visuell erfassen kann. Der Hauptarm, den man auch auf jedem Foto sieht, sollte ohne allzu große Öffnung bei guter Transparenz möglich sein.

Viele Grüße
Johannes

25" f4 Selbstbaudobson, Argo Navis, ServoCat
Meine Astronomie Website: Blick ins All

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oliva
Senior im Astrotreff

Deutschland
197 Beiträge

Erstellt  am: 28.08.2018 :  13:09:48 Uhr  Profil anzeigen  Besuche oliva's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Robin,

ja, kann mich den Postern nur anschließen. Schönes Objekt. Hier ebenfalls ein Auszug aus meinem Beobachtungsbuch:

14.05.2015, 25" Dobson, 180x, Ort: Tivoli Astrofarm, SQM-L 21.76

„Wunderschön bei hundertfach und OIII Filter. Der Helixnebel erscheint so wie man ihn von Fotografien her kennt. Mein Ziel ist auch die Hintergrundgalaxie. Bei 180 fach und AP von 3.5 mm wird die schwache Galaxie tatsächlich blickweise immer wieder sichtbar. Bildet mit zwei Sternen ein gleichseitiges Dreieck. Einer von beiden kann indirekt nur schwer gehalten werden. Sichere Beobachtung, da die Galaxie bei relativ gutem Seeing flächig wirkt.”

Oliver

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Canis lupus
Senior im Astrotreff

Österreich
131 Beiträge

Erstellt  am: 04.09.2018 :  02:44:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Grüße euch,

Ein tolles neues Objekt für den September NGC 7293, oder auch als der berühmte Helixnebel bekannt.

Immerhin hab ich diesen planetarischen Nebel in letzten Wochen schon einige Male beobachten können, nach für mich erstmaligen Auffinden Mitte August.

Den hatte ich schon seit letzen Herbst auf meiner Liste, hat aber erst vor ein paar Wochen das erste Mal geklappt, diesen PN endlich zu finden.

Ein schöner planetarischer Nebel..aber im Vergleich zu anderen planetarischen Nebel erschlägt einen fast die Größe, des Helixnebels.

Auf der anderen Seite ist er aber sehr sehr viel schwächer als der auch nicht gerade weit bekannte Hantelnebel ( M27)

Und leider steht er- wie schon angeführt recht tief am Südhorizont für mitteleuropäische Breiten.

Ich muss mal probieren, was da visuell geht beim Helixnebel in einem nahegelegen großflächigen Almgebiet meiner Region, auf etwa 1400 m Höhe, etwa eine gute halbe Stunde von mir nur zu fahren da hab ich einen guten Spechtelplatz gefunden.

Richtig toller dunkler Himmel.

Leider ist zwar eine Mautgebühr zu zahlen aber naja ganz selten muss das schon mal drin sein.

Mal schauen wie sich da der Helixnebel von dort aus dann "prsäentieren" wird .

Allerdings geht das derzeit nicht mit meinem aktuellen Teleskop , dem GSO 12er Volltubus Dobson..zu sperrig, zu aufwendig, zum transportieren, einfach nicht zum Transport zu gebrauchen dieses Teleskop.

Spare da auf ein anderes Teleskop das ich schon einige Zeit im Blick habe vielleicht...wenns geht noch dieses Jahr.

Nette Grüße.

GSO 300/1500, 8x50 Sucher, Telrad, diverse Okulare Filter und Bücher

Bearbeitet von: am:
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hajuem
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1197 Beiträge

Erstellt  am: 07.09.2018 :  18:38:52 Uhr  Profil anzeigen  Besuche hajuem's Homepage  Antwort mit Zitat
Servus
Hatte mir dieses Objekt mal genauer im September 2013 auf dem hohen Adelegg beobachtet.
Hier meine Beobachtung:

100 -136x
...Mit dem Lumicon UHC kanllt der Nebel so richtig raus! Mit 136 ist er nahezu okularfüllend. Der nördliche Teil scheint heller. Der Süden des Objekts scheint schmäler. Am südöstlichen Teil des Nebels könnte indirekt ein Ansatz der nach außen zieht zu sehen sein. Der westliche und östliche Teil scheint dunkler , diffuser..
Der ZS ist zu beobachten. Westlich davon nochmal ein schwacher Stern. Helligkeit ca. gleichhell wie der ZS. Südlöstlich sind noch 2 Sterne mit UHC sichtbar....

Viele Grüße Hajü
www.astromerk.de

Bearbeitet von: hajuem am: 07.09.2018 18:44:59 Uhr
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Timm
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2536 Beiträge

Erstellt  am: 11.09.2018 :  20:52:52 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Timm's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Freunde,

endlich kann ich auch mal was Brauchbares beitragen:

Ich beobachte schon seit 2006 in südlichen Gegenden wie Namibia oder in Südafrika den Helix im Zenith!
Mann, da geht die Post ab! Schon im Sucher ist er auffällig und im 20"er braucht man keinen OII Filter.
Höchstens, wenn man die äußere Schale sehen möchte. Die Schale ist nicht umlaufend,zu beobachten, sondern nur an zwei Stellen zu erahnen.

Wenn man dann Höchstvergrößerung einsetzt, kann man die schwache Hintergrundgalaxis sehen. Nicht immer, aber bei gutem seeing ist das möglich.
Eine nette Bestätigung: Patrice saß an seinem 16er und auf meine Bitte, mal durch das 4,7mm-Okular am 20"er zu sehen und zu sagen, was er sehen kann, war seine Antwort: das ist doch der Helixnebel... und dann ergänzte er, dass er eine längliche Aufhellung sieht. Also sicher erkannt!

Der Helix macht immer Freude.

cs
Timm

48°24'39"N / 8°0'38"O
und
26°52'53"S / 25°01'32"O

carpe noctem
observo ergo sum


Bearbeitet von: am:
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hoefats
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1162 Beiträge

Erstellt  am: 12.09.2018 :  12:20:43 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Zusammen,

ein Dankeschön an Robin für die Auswahl, wollte den Helixnebel längst etwas intensiver beobachten.
Nun hat`s geklappt.



Achromat 120/600, Zenitspiegel, 30mm Erfle, Baader 8-24 Zoom + Barlow 2,25, EQ5 motorisiert.
Standort Oberallgäu 920m ü.NN, 6m4 später 6m6 Himmel im Zenit,
5m4 später 5m8 am Objekt.
Beobachtungszeit 23:00 bis 0:45, Zeitangaben in MESZ.
Seeing 2-3/10, wohl auch dem aufgeheiztem Dach der Nachbarn geschuldet.
Zeichnung auf weissem Papier mit 2H und 2B für die Sterne, schwarzer Schleifstaub für den Nebel.
Fotografiert, in Photoshop invertiert und leichte Tonwertkorrektur.

Vorab gleich eine Entschuldigung, der Nebel ist mir einen kleinen Ticken zu hell geraten, die Feinabstimmung der Helligkeitsverläufe
bereitet mir noch Probleme.

Aufgesucht mit Leuchtpunkt und 30mm Erfle bei Alt 19° sofort im Blickfeld.Auffallend trotz leichter Lichtverschmutzung und zu großer AP.
Strukturen konnte ich keine erkennen, deshalb auf das Zoom incl.
Barlow gewechselt. Bei rund 70fach hatte ich den besten Eindruck,
das Scheibeninnere leicht abgesetzt vom Aussenbereich, jedoch längst nicht so intensiv wie beim Ringnebel.
Höhere Vergrösserungen brachten keinen Gewinn, bei 170fach kein Nebel mehr sichtbar.

Die Sterne, 7St. im Nebel


Gegen 23:30 erste Sichtung des Zentralsterns bei rund 120x, allerdings blitzte es nur immer kurz auf. Ab 24:00 konnte ich den ZS für rund 2s mehrmals halten, die Sterne 1 & 2 scheinen schwächer, nur jeweils 5-6 Mal ein kurzes Aufleuchten.
Die Sterne im Dreieck hingegen konnte ich gut halten, trotz unruhiger Luft. Gelegentlich lohnte auch 150fach, Fokussierung jedoch sehr knifflig und anstrengend.

Ende 0:45, keine Konzentration mehr, die Müdigkeit war zu stark.
Vielleicht nächste Saison ohne Zenitspiegel und Festbrennweite,
ein Filter soll lohnenswert sein, leider nicht so günstig in der Anschaffung.

Eine Frage bitte:
Welche mag hat denn der Zentralstern, meine Quellen geben zwischen 13m0 und 13m7 an.

Herzlichen Dank und eine schöne Herbstsaison


Gruß, Tobi

C 50/540 auf T-Mont

Mit kreischendem Bremsgeräusch fuhr der Zug im Bahnhof ein.
Die Leute stiegen aus und entleerten sich.
(Max, 10 Jahre, SOS Kinderdorf)




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Andreas72202
Meister im Astrotreff

Deutschland
407 Beiträge

Erstellt  am: 16.09.2018 :  13:00:12 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

trotz zeitweise durchziehender Cirrusbewölkung war der Helixnebel gestern Nacht im 21"er bei knapp 100x einfach direkt als große lichtschwache Scheibe sichtbar. Die Westseite erschien dabei unklarer definiert, das innere Drittel dunkler. Weitere Halos konnte ich nicht sehen. Innerhalb der Nebelfläche waren 7-8 Sternchen zu erkennen. Mit OIII-Filter waren die Kontraste stärker ausgeprägt, aber es kamen keine neuen Details hinzu. Erinnert ein wenig an den Ringnebel in der XL-Ausgabe. 

Die schwache Hintergrundgalaxie am Westrand konnte ich nicht eindeutig festnageln. Blickweise schien da etwas zu sein, was ich aber vorläufig als "indirekt vermutet" einstufen würde.

VG
Andreas

***Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe***

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Canis lupus
Senior im Astrotreff

Österreich
131 Beiträge

Erstellt  am: 19.09.2018 :  01:35:01 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Hallo Freunde,

endlich kann ich auch mal was Brauchbares beitragen:

Ich beobachte schon seit 2006 in südlichen Gegenden wie Namibia oder in Südafrika den Helix im Zenith!
Mann, da geht die Post ab! Schon im Sucher ist er auffällig und im 20"er braucht man keinen OII Filter.
Höchstens, wenn man die äußere Schale sehen möchte. Die Schale ist nicht umlaufend,zu beobachten, sondern nur an zwei Stellen zu erahnen.

Wenn man dann Höchstvergrößerung einsetzt, kann man die schwache Hintergrundgalaxis sehen. Nicht immer, aber bei gutem seeing ist das möglich.
Eine nette Bestätigung: Patrice saß an seinem 16er und auf meine Bitte, mal durch das 4,7mm-Okular am 20"er zu sehen und zu sagen, was er sehen kann, war seine Antwort: das ist doch der Helixnebel... und dann ergänzte er, dass er eine längliche Aufhellung sieht. Also sicher erkannt!

Der Helix macht immer Freude.

cs
Timm




Servus Tim, sehr schön, dein toller Beobachtungsbericht zum Helixnebel..da kommt bei mir gar etwas "Neid" auf ( ist nicht bös gemeint) ..ich würde auch mal gern von dort "unten" im südlichen Afrika da unter dem südlichen Sternenhimmel sehr gerne beobachten wollen.

Wo der Helixnebel von dort aus gesehen sehr hoch am Himmel steht.

Alleine schon , einmal die beiden magellanschen Wolken mal nur mit dem bloßen Auge dort in Namibia mal zu sehen.


Leider ist mir das nicht so einfach möglich, so muss ich mich eben "nur" mit dem nördlichen Sternenhimmel unter Landbedingungen für mitteleruropäische Breiten zufrieden geben.

Aber auch der Nordhimmel ist gut und hat viele interessante Objekte für den Hobbyspechtler.

Ich glaube, wenn ich das erste Mal nur mit bloßem Auge den Sternenhimmel an einem dunklen Ort auf der Südhalbkugel betrachten könnte von vorne bis hinten würde ich mich nicht mehr auskennen.

Die bekannten Sternbilder stehen kopfüber im Norden und in Blickrichtung Süden , Sterne und Sternbilder die man nur über Stellarium bestenfalls kennt aber noch nie mit eigenen Augen gesehen hat.

Muss schon ein kleines Erlebnis sein das erste Mal mit eigenen Augen den Südsternhimmel an einem dunklen Ort zu sehen...alleine mit den bloßem Auge.

Freundliche Grüße






GSO 300/1500, 8x50 Sucher, Telrad, diverse Okulare Filter und Bücher

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Monoceros
Meister im Astrotreff

Colombia
434 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  04:36:58 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

sehr tolles Objekt der Helixnebel. Hab es noch nie geschaft ihn zu beobachteten.
Bald kommen ja wieder die mondlosen Nächte.

Grüsse

Robert

BPC5 8x30
6" f7.1 Selbstschliff
10,6" f5.3 Selbstschliff

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CorCaroli
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3883 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  09:07:12 Uhr  Profil anzeigen  Besuche CorCaroli's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,

Den Helixnebel habe ich in der Nacht vom 18. auf dem 19. Oktober 2014
mit meinem 12" Newton beobachtet.

In dieser Nacht hatte ich mit hoher Luftfeuchtigkeit zu kämpfen, so
das ich nicht lange beobachten konnte, denn überall am Teleskop
bildete sich Tau, der irgendwann zu viel wurde.

Der SQM-L Wert im Zenit war 20m78.

Meine Beobachtung bei einer Vergrößerung von 136x mit [O III] Filter:

Den Planetarischen Nebel kann ich schon ohne Filter sehen, er ist dann
eine sehr schwache Aufhellung.
Mit dem [O III] Filter ist der Nebel sehr deutlich und hell.
Der Planetarische Nebel ist ein großer, ringförmiger Nebel. Der
Bereich innerhalb vom Ring ist dunkel und deutlich abgesetzt.
Der Ring ist komplett geschlossen. Der Außen- und der Innenrand ist
sehr unregelmäßig geformt. Die Ränder gehen scharf in den Hintergrund
über.
Der Ring ist ungleichmäßig hell und hat einige dunkle Einschlüsse.
Im Ring kann ich einige schwache Sterne sehen.
Ohne Filter erkenne ich auch den Zentralstern, der fast in der Mitte
vom Nebel ist.
Ein weiterer schwacher Stern ist an der Ostseite, fast an der
Innenkante vom Ring.

Viele Grüße
Gerd

Amateur- und Hobbyastronomie - corcaroli.de

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hajuem
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1197 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  13:52:37 Uhr  Profil anzeigen  Besuche hajuem's Homepage  Antwort mit Zitat
Servus Tobi!
Hervorragende Beobachtung und Zeichnung des Helixnebels!Gratulation!

Viele Grüße nach Oberstdorf

HaJü
www.astromerk.de

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hoefats
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1162 Beiträge

Erstellt  am: 22.09.2018 :  05:56:18 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo HaJü,

danke für Deine netten Worte.
Der Nebel erscheint jedoch längst nicht so hell wie gezeichnet, da ist künftig mehr Fingerspitzengefühl gefragt.

Gruß, Tobi

C 50/540 auf T-Mont

Mit kreischendem Bremsgeräusch fuhr der Zug im Bahnhof ein.
Die Leute stiegen aus und entleerten sich.
(Max, 10 Jahre, SOS Kinderdorf)




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Werner_B
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
58 Beiträge

Erstellt  am: 23.09.2018 :  20:32:28 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Robin

Den Helixnebel habe ich knapp vor einem Jahr aufs Papier gebracht. Also fast noch Druckfrisch.
NGC7293 Helixnebel / Auge in Auge mit Gottes Auge


Der PN erscheint etwas dunkler und etwas größer als der Hantelnebel, den ich einen Monat vorher aufs Papier brachte.
Bei gleicher Vergrößerung reagierte er auf UHC und OIII Filter recht gut. Mit OIII war etwas mehr Volumen.
Bei UHC kamen die Strukturen besser. Sterne zeichnete ich ohne Filter und bis zu 365x vergrößert.
Zum Zeichnen ein dankbares Auge.
Auch eine Nachbeobachtung am 05.Sept 18 brachte bei mäßiger Transparenz keine kleine GX zum Vorschein .
-Schade.


Danke fürs Einstellen

Projekt: OdM
Stammplatz: Hohe Adelegg

Werner

undercover informant by Astromerk

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