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Phoenix6478
Mitglied im Astrotreff

Österreich
26 Beiträge

Erstellt am: 14.08.2018 :  15:45:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo

Heuer habe ich die Perseiden nicht nur visuell beobachtet, sondern auch mithilfe eines SDR-Empfängers. Ich habe einen SDRPlay RSP2Pro mit einer großen Discone-Antenne verwendet. Das Ganze funktioniert besser als erwartet. Als Station habe ich das GRAVES-Radar in Frankreich gewählt auf einer Frequenz von 143,050MHz. Normalerweise kann ich diese Station von mir aus nicht empfangen, da ich über 600km entfernt bin. Die Reichweite von UKW (VHF)-Wellen ist ja bekanntlich auf den Horizont begrenzt. Aber wenn nun ein Meteor in die Atmosphäre eintritt, entsteht ein ionisierter Kanal, an dem das Signal wie bei einem Spiegel reflektiert wird. Nun breitet sich das Signal in etwa so wie ein Kurzwellensignal aus, welches an der Ionosphäre reflektiert wird.

Hier habe ich 2 Videos zu dem Thema:

https://youtu.be/uHV775XsjsM
https://www.youtube.com/watch?v=vh10RsyEj0M

Das ist ein Bild, welches aus vielen einzelnen Spektrogrammen besteht. Ich bin mir aber nicht sicher, ob wirklich alle Spektrogramme durch einen Meteor entstanden sind, da ja auch Flugzeuge oder Satelliten das Signal zurückreflektieren können.

[url=https://ibb.co/eFrwt9]

Bearbeitet von: Phoenix6478 am: 14.08.2018 15:46:44 Uhr

apmtelescopes
Anbieter im Astrotreff

Deutschland
1134 Beiträge

Erstellt  am: 24.08.2018 :  16:35:36 Uhr  Profil anzeigen  Besuche apmtelescopes's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo, es würde mich interessieren wo deine Antenne aufgebaut war. Ich habe zum gleichen Zeitraum ebenfalls Bilder gemacht, die wir einmal vergleichen sollten.

Homepage: http://www.apm-telescopes.de
e-mail: anfrage(ät)apm-telescopes.de
BLOG: http://blog.apm-telescopes.de/

Bearbeitet von: am:
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apmtelescopes
Anbieter im Astrotreff

Deutschland
1134 Beiträge

Erstellt  am: 24.08.2018 :  16:37:02 Uhr  Profil anzeigen  Besuche apmtelescopes's Homepage  Antwort mit Zitat
Name vergessen: Andreas

Homepage: http://www.apm-telescopes.de
e-mail: anfrage(ät)apm-telescopes.de
BLOG: http://blog.apm-telescopes.de/

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Silvia581
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1143 Beiträge

Erstellt  am: 01.01.2019 :  18:45:25 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Silvia581's Homepage  Antwort mit Zitat
Hi Phoenix

Zitat:
Das ist ein Bild, welches aus vielen einzelnen Spektrogrammen besteht. Ich bin mir aber nicht sicher, ob wirklich alle Spektrogramme durch einen Meteor entstanden sind, da ja auch Flugzeuge oder Satelliten das Signal zurückreflektieren können.


soweit ich sehe, sind das alles Meteorspuren.

Im Moment sind übrigends die Quadrantieden aktiv. Ich nehm seit Silvester durchgehend auf... Auch über Graves...

CS
Silvia

150/750 Newton, 150/1800 Mak, 100/500 FH Cometcatcher, 60/360 Photoline, Sphinx SXW, EQ-5, NP, NEQ-3-2

Bearbeitet von: am:
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Peter_Maier
Senior im Astrotreff

Deutschland
123 Beiträge

Erstellt  am: 12.08.2019 :  16:43:56 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Peter_Maier's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo miteinander,

mal ganz ALLGEMEIN zum Thema Meterordetektor:
Habe das Thema bereits bei einem Bekannten gesehen und auch schon live verfolgen können - allerdings sagen mir als Laie diese Ausschläge leider herzlich wenig.
Klar, man kann sehen, dass da was ist und auch ob es ein starkes oder schwaches Signal ist.
Aber: Welche Substanz oder verwertbarer Nutzen stecken denn noch in diesen Daten oder Diagrammen? Kann man z.B. Rückschlüsse auf die Höhe und Position der Meteore ziehen und so ggf. eine ungefähre Flugbahn rekonstruieren? Das wäre doch interessant.
Dann könnten wir auch als Amateure aktiv Streufelder ermitteln und nicht immer erst hinterher aus den Medien erfahren, wo möglicherweise was runtergekommen ist...

Viele Grüße und klaren Himmel,
Peter

Astronomiefreunde Ingolstadt
www.astronomie-ingolstadt.de

Bayerisches Teleskopmeeting 2019 - 29.August - 1.September
http://www.astronomie-ingolstadt.de/btm/

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Chertan
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
61 Beiträge

Erstellt  am: 13.08.2019 :  19:42:58 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Peter,
zuerst einmal ist es relativ einfach möglich sich einen Aktivitätsverlauf zu basteln, um so z.B. den Zeitpunkt eines Maximums zu bestimmen. Das klappt ja anders als die visuelle Beobachtung am Tag, bei schlechtem Wetter oder wenn der Mond stört.

Position und Höhe ist komplizierter:
Im Idealfall sollten drei Empfänger mit genauem Zeitsignal ausreichen, um auch die genaue Position inkl. Höhe zu ermitteln.
Sind zwei Stationen z.B. 300km entfernt und blitzt der Meteor gerade auf der Verbindungslinie auf, ergibt das eine Zeitdifferenz von 1ms (auf der Ebene, wg. ca. 80km Höhe kommen noch ein paar Zehntel dazu). Wenn es weiter weg von der Verbindungslinie aufblitzt, sinkt die Zeitdifferenz noch weiter. (Ich glaube Silvia hat da auch kurz was zu geschrieben mit Karte, aber alle ihre Bilder sind offenbar überm Jordan )
Das verlangt also schon eine sehr genaue Zeitmessung. Im VdS-Forum habe ich mitbekommen, dass jemand zur Bestimmung von Sternbedeckungen durch den Mond das Zeitsignal eines NTP-Servers benutzt. Das wird zwar auf die ms genau angegeben, aber wiki spricht von einer Genauigkeit von 10ms.
Wenn man viele Stationen hat, könnte man hier vielleicht trotzdem zu einem sinnvollen Ergebnis kommen.
Es hilft natürlich auch Stationen zu haben, die weiter entfernt sind. Gerade die community in UK scheint recht aktiv zu sein: https://stargazerslounge.com/forum/75-radio-astronomy-and-spectroscopy/
Dann bleibt noch die Frage, ob wg. unterschiedlicher Empfindlichkeit/Latenzen der setups jeder Zeitstempel zum "richtigen" Zeitpunkt passt.
Das ist also nicht ganz so einfach und man müsste sowas wohl gleich international angehen.

Flugbahn:
Viele Radiometeore zeigen ja eine zeitlich veränderliche Frequenz, z.B. diese kurzen, "schrägen" Signale im ersten Post. Das wird als Dopplerverschiebung gedeutet.
Wenn man auch hier Signale mehrerer Stationen hätte, könnte man vielleicht was über die Flugbahn sagen (und den Meteor einem Strom zuordnen?).



Clear skies
Nils

Bearbeitet von: am:
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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3514 Beiträge

Erstellt  am: 14.08.2019 :  10:38:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Nils,

Das Thema Erfassung und zeitliche Korrelation von Messdaten per Internet ist von Amateuren bereits gut gelöst worden, und zwar bei Blitzortungs-Netzwerken. Vielleich ist das eine Basis, auf die man aufbauen kann?

Eine Schwierigkeit könnte sein, dass sich die Signale hier gar nicht mit so hoher Zeitauflösung wie beim Gewitter erfassen lassen, schlicht aufgrund der Art ihrer Entstehung.
Zumindest bräuchte es wohl eine gute automatische Analyse der Signalverläufe.

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: MartinB am: 14.08.2019 10:46:45 Uhr
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Chertan
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
61 Beiträge

Erstellt  am: 14.08.2019 :  19:39:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Martin,
stimmt, an Blitzortung habe ich gar nicht gedacht! Das ist ja quasi das gleiche Problem.
Habe mal kurz gesucht:
Die Hardware, die da weltweit genutzt wird, kommt sogar aus Deutschland: http://de.blitzortung.org/cover_your_area.php und ein bisschen technischer Hintergrund unter http://de.blitzortung.org/Compendium/Documentations/Documentation_2014-05-11_Red_PCB_10.4_PCB_12.3_PCB_13.1_PCB_14.1.pdf?1565785302
Hier wird ein sehr genauer sekündlicher Puls im GPS-Signal zur Zeitmessung genutzt und man kommt damit auf eine Genauigkeit im Mikrosekundenbereich.
So wie ich das verstanden habe, untersucht die Hardware auch gleich den Signalverlauf, damit auch wirklich nur Blitze detektiert werden.
Da müsste man vielleicht gar nicht so wahnsinnig viel ändern, um das bei einer anderen Frequenz laufen zu lassen.
Leider geben die aber keine genauen Schaltpläne raus um das selbst nachbauen zu können, weil die mit ihren Servern die Positionsermittlung aus den übermittelten Daten übernehmen und man Angst hat, dass da zuviel Traffic generiert wird...

Clear skies
Nils

Bearbeitet von: Chertan am: 14.08.2019 19:40:07 Uhr
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