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 Urlaubsfernglas 11-15 x70, von TS oder Celestron
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chekobraun
Senior im Astrotreff

Deutschland
135 Beiträge

Erstellt am: 08.08.2018 :  20:29:05 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Gemeinde,

nach längerer Auszeit habe ich mir wieder ein Teleskop zugelegt.
Für den Urlaub möchte ich aber noch ein Fernglas.

Ich selbst bin Brillenträger und habe -4,8 Dioptrien auf den Augen.
Würde aber selbst, wenn möglich, gerne ohne Brille beobachten.

Jetzt habe ich mir in der Preisklasse, welche nach dem Teleskopkauf möglich ist und in der Gewichtsklasse, welche ich noch körperlich vertreten kann folgende Ferngläser ausgesucht:
• TS 11x70LE
• TS 15x70 E, hier hätte ich noch ein gutes Stativ zuhause.
• Celestron Cometron 12x70
• Celestron Skymaster 11x70

Wer von euch benutz eines von diesen und kann mir etwas über die Mechanik und Verarbeitung sagen. Bei der Vergütung kann ich aus den Beschreibungen der Hersteller auch keine Klarheit erlangen. Ist MC eine Qualitätsaussage?

Wer von euch ist ähnlich kurzsichtig und kommt mit dem Einstellbereich am Fernglas zurecht. Bei den Beschreibungen steht nichts über den Dioptrien Bereich. Auf Emailnachfrage habe ich auch noch keine Antworten erhalten.

Ebenso würde mich die Erfahrung von Brillenträgern interessieren, wie kommt ihr mit dem Augenabstand zurecht?
Über ein paar Infos würde ich mich freuen. Probieren kann ich hier leider nicht, die Geschäfte, welche solche Geräte führen sind weiter weg.

Gruß

Thomas

Thomas
Aktiv bei den "Rieser-Sternfreunden" www.rieser-sternfreunde.de

Bearbeitet von: chekobraun am: 09.08.2018 10:30:12 Uhr

mintaka
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
14492 Beiträge

Erstellt  am: 09.08.2018 :  10:50:27 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,

ich muss zugeben, dass ich kein Freund von 70mm-Feldstechern bin, die m.E. weder Fisch noch Fleisch sind. Für den längeren Freihandbetrieb sind sie zu gross, aber richtige Stativferngläser sind sie auch nicht. So fehlt die bei 80mm-Gläsern übliche verschiebbare Stativhalterung.

Zu den Vergütungen:
FC - Alle Glas/Luft-Flächen haben eine Vergütungsschicht (fully coated)
MC - mindesten eine Glas/Luft-Fläche ist mehrschichtvergütet (multicoated)
FMC - alle Glas/Luft-Flächen sind mehrschichtvergütet (fully multicoated)

Gruss Heinz

Bearbeitet von: am:
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niki
Senior im Astrotreff

Austria
114 Beiträge

Erstellt  am: 09.08.2018 :  11:18:35 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Thomas,

ich denke, das müsste man leider wirklich selbst ausprobieren. So rein vom Prospekt weg oder aus Erfahrungen anderer Nutzer bekommt man kein Gefühl, wie ein Glas in der (eigenen) Hand liegt, wie schwer es sich anfühlt und wie gut der Dioptrienausgleich wirkt. Hier wäre also der Weg ins Geschäft sicher nützlich.

Ich selbst hatte auch schon Probleme mit einem Fujinon 7 x 50 (also quasi dem Standardglas für Sterne gucken), da rotierte ein unscharfer Bereich beim Verstellen des Dioptrienausgleichs mit (Verkipping) und rechts hatte es eine deutliche Koma, helle Objekte waren kleine Kometen, es war schlicht unbrauchbar. Im Geschäft hab ich zumindest mal am Tag 3 aussortieren können, die optisch nicht in Ordnung waren (!). Und das bei Fujinon, vor 20 Jahren...

Also lieber selbst in die Hand nehmen, die Optik prüfen und nochmals sicher entscheiden, ob wirklich immer mit Stativ beobachtet werden soll oder nicht, bei Deinen angeführten, großen Geräten geht´s aber eh nicht ohne... :)

Ich würde in dieser Klasse eher schon ein APM 70 oder 80mm oder ähnliches mit Wechselokularen (!) in Erwägung ziehen. Auch wenn teurer: mit Televue Delos zum Beispiel kann man dank gutem Augenabstandauch auch brillentauglich beobachten, auch sind Korrekturlinsen zum Einschrauben erhältlich, falls man Astigmatismus hat.

MC heißt nur "multi coated", also mehrfachbeschichtet, und das sollten alle heutzutage sein.

lg
Niki

Das Seeing ist wichtiger als das Teleskop | FS-60CB | Lacerta 72/432 ED | FSQ-85ED | FS-100DC | TSA-120 | SW Mak 127 | SW Mak 150 | C8 | Mewlon 210 |

Bearbeitet von: am:
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Antonio
Mitglied im Astrotreff

Österreich
98 Beiträge

Erstellt  am: 09.08.2018 :  12:35:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,

ich/wir? würden noch ein paar entscheidende Grundinformationen brauchen wie: Wohin soll es im Urlaub gehen? An einen dunklen Ort?
Wie ist der geschätzte Anteil an Freihandbeobachtung gegenüber Stativbenutzung?

Einen schönen Kompromiss zwischen Vergrößerung und Lichtstärke, freihändiger Benutzbarkeit und noch nicht ganz so engem Sehfeld wie es 11x70 hat, stellt das Cometron 12x70 dar, über das ich noch nichts Negatives gelesen habe, eher im Gegenteil.

Ein Celestron Skymaster 11(!)x70 gibt es meines Wissens nicht. Der AP-Abstand sollte bei allen genannten Gläsern (mehr als) ausreichend sein.
Mechanisch und verarbeitungsmäßig liegen alle Gläser gleichauf, sie befinden sich in der Einstiegsklasse und sind diesbezüglich als "ausreichend" zu bezeichen. Die TS-Gläser haben FMC-Vergütung und sollten etwas kontrastreicher sein, der Unterschied dürfte aber subtil sein und würde mich nicht davon abhalten, etwa ein Cometron zu wählen, wenn dieses 55° Sehfeld bietet und das TS 11x70 nur 51°.

Viele Grüße,
Antonio

Bearbeitet von: am:
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chekobraun
Senior im Astrotreff

Deutschland
135 Beiträge

Erstellt  am: 09.08.2018 :  13:36:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Antonio, Niki und Mintaka,

danke für die Infos und die Ratschläge.

ich werde, so wie ihr vorschlagt, mich nochmal beraten lassen, sowie testen.

Vielleicht bietet sich ja auf der AME eine gute Möglichkeit.

Das Celestron, da habe ich das 15x70 gemeint.

Bei Ferngläsern ab 20x80mm Objektivdurchmesser war ich mir wegen der Größe der AP nicht sicher. Ist es sinnvoll unter 4,5 mm zu gehen, oder macht das einfach der größere Opjektivdurchmesser wieder wett?

Gruß

Thomas

Thomas
Aktiv bei den "Rieser-Sternfreunden" www.rieser-sternfreunde.de

Bearbeitet von: am:
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Antonio
Mitglied im Astrotreff

Österreich
98 Beiträge

Erstellt  am: 09.08.2018 :  14:43:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: chekobraun


Bei Ferngläsern ab 20x80mm Objektivdurchmesser war ich mir wegen der Größe der AP nicht sicher. Ist es sinnvoll unter 4,5 mm zu gehen, oder macht das einfach der größere Objektivdurchmesser wieder wett?


Nein, der größere Objektivdurchmesser macht punkto Bildhelligkeit nichts wett, im Gegenteil, 20x80 ist natürlich etwas dunkler. Trotzdem noch allemal hell genug, auch für Deep Sky, und die gesteigerte Vergrößerung und Öffnung ergeben eine höhere Fernglasleistung.

Allerdings ist 20x80 ein reines Stativglas.

Gruß,
Antonio

Bearbeitet von: am:
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mintaka
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
14492 Beiträge

Erstellt  am: 09.08.2018 :  16:05:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Es ist die Vergrösserung, welche die Detailerkennbarkeit verbessert. Jäger beurteilen die Nachtleistung eines Fernglases mit der Dämmerungszahl, der Wurzel aus Vergösserung*Durchmesser.

Hier die AP. Lichtstärke und Dämmerungszahl für drei der genannten Ferngläser:
11x70 6,4 40,5 27,7
15x70 4,7 21,8 32,4
20x80 4,0 16,0 40,0

Bearbeitet von: mintaka am: 09.08.2018 16:06:20 Uhr
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