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 Eure Erfahrungen mit dem Bresser Mak 127/1900 ?
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Seite: von 3

Wambo
Altmeister im Astrotreff


3939 Beiträge

Erstellt am: 07.08.2018 :  05:48:01 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Freunde,

schon vor 2-3 Jahren hatte ich hier nach dem größeren 6" Bruder gefragt. In der Zwischenzeit hatten sich meine Interessen aber verlagert bzw. hatte ich einfach genug andere Teleskope zur Nutzung. Kurzzeitig hatte ich auch die Chance, an ein Vixen VC 200L zu kommen, was sich dann aber zerschlagen hatte.

Wie dem auch sei, nachdem ich mich jetzt aus o.a. Gründen länger nicht mehr für die Sache interessiert hatte, ist aktuell auch aus "gesundheitlichen" Gründen, der kleinere Bresser Mak 127/1900 für mich wieder in den Fokus gerückt.

Da ich in letzter Zeit leider mal wieder öfters "Rücken" habe und nicht immer Lust habe, große, lange Refris auf die LXD650 zu schnallen, scheint mir so ein 5" Mak für die Mondbeobachtung recht interessant.

Paolo Casarini hat das Gerät sehr wohlwollend getestet, bemängelt lediglich die schlechte Zugänglichkeit der Justierschraueben - die optische Leistung soll recht gut sein und vor allem hat man im Gegensatz zu den Skywatcher Maks, die volle 127 mm Öffnung und nicht nur 119-121 mm Öffnung.

Auch die längere Brennweite von 1900 mm würde mir als Mond und Planetenfreund entgegenkommen.

Was mich noch abhält, sind die in Deutschland recht spärlich gesäten Erfahrungsberichte.

Gibt es User hier ?

Ich hätte den ja gern mal vorab getestet, aber nach meinem Erfahrungsbericht zum langen 102/1350 mm Refraktor bin ich wohl "verbrannt"

Vielen Dank, Michael

Test von Paolo Casarini :

http://www.dark-star.it/astronomia-articoli-e-test/test-strumentali/bresser-mak-127-1900/

Bearbeitet von: Wambo am: 07.08.2018 06:56:27 Uhr

Dominik Braun
Meister im Astrotreff

Deutschland
619 Beiträge

Erstellt  am: 07.08.2018 :  21:04:43 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Dominik Braun's Homepage  Antwort mit Zitat
Hi,

ich suche auch vergebens nach Erfahrungsberichten zum 127'er Maksutov von Bresser. Ich habe einerseits positive Stimmen wie den von dir verlinkten Test gehört, an anderen Stellen kam der Mak leider nicht gut weg. Während jemand (ich glaube bei CN) von einer hohen mechanischen Qualität sprach, listet hier ein User regelrecht mechanische Mängel auf:

Zitat:

- Tube ring/s arrangement very rigid although not quite parallel and apparently not able to adjust. Nicely lined.
- Lens cap - aluminium with felt lining but loose enough that it will fall off under it's own weight if pointed down.
- Optics - VERY dusty and a dry rubber chalky effect around meniscus.
- Diagonal - lightweight plastic and full of particulate.
- Finder scope - didn't even open the bag. Ultra light weight, flimsy plastic.



Außerdem spricht der Tester von einem dunklem Bild ("far dimmer than in my 80ED"). Letztendlich hat er das Gerät zurückgeschickt und der Erfahrungsbericht widerspricht dem Bericht des italienischen Kollegen in vielen Punkten. Wem soll ich nun glauben?

Was die Kollimierung angeht, sind wohl beide Maks, also Bresser und SW, eher unglücklich konzipiert. Für das Bresser-Gerät sprechen für mich auf jeden Fall die höhere Brennweite und die "echten" 127 mm Öffnung.

Vielleicht meldet sich ja noch ein Besitzer des Bresser-Maks oder jemand, der einen Vergleich hat...

Viele Grüße

Dominik


Takahashi FC-76DS, Taurus T350
Vixen Porta II

Bearbeitet von: Dominik Braun am: 07.08.2018 21:33:27 Uhr
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Felix42
Senior im Astrotreff

Bangladesh
144 Beiträge

Erstellt  am: 07.08.2018 :  23:23:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,


die Reaktionen auf Deinen Bericht zum langen FH waren in der Tat...merkwürdig. Ich bin ja auch bekannt dafür Teleskope grundsätzlich schlecht zu machen dann will ich mal: der 127/1900 Bresser Mak hat in der Theorie den Vorteil der etwas entspannteren Auslegung als der Skywatcher was (aus der Erinnerung) einen um gut 5% besseren Strehl ermöglicht.

Praxis: die Mechanik würde ich als mit dem Skywatcher vergleichbar einstufen die Schwächen liegen halt woanders: beim Skymak ist die Justierung etwas ungünstig gelöst das ist beim Bresser meiner Meinung nach deutlich besser. (Justierschrauben unter den drei Gummistopfen am Heckdeckel). Dafür ist das Heckteil aus Kunststoff und neigt dazu sich beim Einsatz schwerer Okulare elastisch zu verformen - bei leichten 1 1/4" Okus kein Problem.

Die optische Leistung finde ich besser als beim Skymak von dem ich aber nur zwei ältere Exemplare kenne: die haben das etwas dunklere Bild der Bresser-Mak liefert da mehr Licht. Die Vignette bei den Skymaks wurde ja schon erwähnt dieses Problem hat der 5" Bresser Mak nicht.

Vergleich mit einem 80er Volksapo: da liefert der 5" Bresser Mak mehr Licht an Deep-Sky Objekten und die auf den ersten (und zweiten) Blick größere Detailvielfalt an Mond + Planeten.

Wegen echt 5" und f15 statt f12 wie beim Skymak habe ich den Bresser Mak bevorzugt. Die mechanischen Mängel heben sich meiner Meinung nach auf. Performance an Mond, Planeten usw: für einem 5" Mak dieser Preisklasse super.

Montierung: eine olle Vixen GP trägt den 5"er tadellos eine Giro Mini reicht auch.

Ach ja, ich hab bei meinem die GP-Schiene anders herum anschrauben müssen die war anders herum montiert als auf den Produktfotos: der längere Überstand über die Befestigungsschrauben muß nach hinten zeigen sonst wird es mit der Balance bei schweren Okus eng...

Bei weiteren Fragen fragt ich mach das Teil nicht besser oder schlechter als es ist.


Viele Grüße Felix

DON'T PANIC

Bearbeitet von: am:
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Wambo
Altmeister im Astrotreff


3939 Beiträge

Erstellt  am: 08.08.2018 :  05:29:18 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Felix,

Danke für deine Einschätzung aus der Praxis - dennoch eine nachfrage : ein Sternfreund schrieb mir per mail, dass bei seinem Bresser 127/1900 das Blendrohr so eng/klein sei, dass schon langbrennweitige 1,25" Okulare ebenfalls nicht mehr voll ausgeleuchtet werden. Konntest Du das nachvollziehen, z.B. mit einem Okular im Bereich 30-40 mm ?

MfG Michael

P.S.: da ich jetzt nicht wegen jedes Teleskops einen neuen Thread aufmachen will - bei TS habe ich einen klassischen Cassegrain entdeckt, der bis jetzt vollkommen an mir vorbeigegangen war. Ist das Gerät ganz neu ? Als mit f/12 eher klassisch ausgelegtes System müsste es doch im Gegensatz zu den RC Modellen von GSO auch für die visuelle Nutzung am Mond und Planeten gut nutzbar sein ?
Das ist nun ein TS-Eigenlabel - wer steckt dahinter ? Auch GSO ? Irgendwelche Tests konnte ich im web nicht finden - ist das Gerät ganz neu auf dem Markt, oder eher ein exotischer Versuchsballon ? Der Preis ist ja recht human, aber ob da auch die Qualität der Spiegel stimmt ?

https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p10748_TS-Optics-6--f-12-Cassegrain-Teleskop-154-1848-mm-OTA.html



Bearbeitet von: Wambo am: 08.08.2018 05:33:14 Uhr
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Felix42
Senior im Astrotreff

Bangladesh
144 Beiträge

Erstellt  am: 08.08.2018 :  06:06:25 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,


das Blendrohr sollte für langbrennweitige Okulare bzw. welche mit großer Feldblende etwas zu eng sein. Aber: wenn man eine 2" Adaption dran tüddelt (bei mir ein mit dem gebrauchten Gerät zusammen erstandener 2" Baader-OAZ) ist man ein Stück von Blendrohr entfernt so daß dieser Effekt wenn sehr "weich" auftreten müßte...kann ich bei Gelegenheit nochmal drauf achten bisher ist mir zumindest bis einschließlich 17er Ethos nix aufgefallen.

Das Cassegrain ist interessant hatte ich bisher nicht gesehen! Beide Spiegel aus Quarz könnte was taugen - muß aber nicht. Das Teil erinnert an die RCs von GSO sicher kein Zufall. Parabolische HS können sie und hyperbolische Sekundärspiegel hatten sie bei den RCs genug Gelegenheit zum Üben. Was jetzt auch wieder nix heißen muß. Bleibt nur: durchkukken und Testbericht schreiben ;-)


Viele Grüße Felix

DON'T PANIC

Bearbeitet von: am:
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Dominik Braun
Meister im Astrotreff

Deutschland
619 Beiträge

Erstellt  am: 08.08.2018 :  07:46:54 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Dominik Braun's Homepage  Antwort mit Zitat
Guten Morgen,

vielen Dank für deine Schilderungen, Felix. Ab welcher Okularbrennweite vignettiert das Bild denn ungfähr? 30 mm?

Interessant bleibt für mich trotzdem die Kollimierung des Geräts. Paolo Casarini schreibt dazu:

Zitat:
Es gibt keine Erklärung für ein ebenso unlogisches wie kompliziertes System, und ich kann nur seine Absurdität und sein Unbehagen beklagen.


Dann lese ich im Beitrag oben allerdings wieder:

Zitat:
beim Skymak ist die Justierung etwas ungünstig gelöst das ist beim Bresser meiner Meinung nach deutlich besser. (Justierschrauben unter den drei Gummistopfen am Heckdeckel).


Wie können die Meinungen zu einem einzigen Modell so weit auseinandergehen?

Der Cassegrain von TS ist mit seiner linearen Obstruktion von 33% interessant, liegt aber dennoch 2 bis 3% über dem Mak von Bresser. TS verwendet das selbe Produktfoto für den Cassegrain und den entsprechenden RC - bis auf die Obstruktion dürften sich die Unterschiede also in Grenzen halten. Zumindest beim größeren Bruder mit 8" scheint auch hier die Justage ein Thema zu sein: http://nightsky.at/Art/8inch_GSO_RC/

Aber wie Felix schon geschrieben hat - da hilft wohl nur durchkucken.

Viele Grüße

Dominik



Takahashi FC-76DS, Taurus T350
Vixen Porta II

Bearbeitet von: am:
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Felix42
Senior im Astrotreff

Bangladesh
144 Beiträge

Erstellt  am: 08.08.2018 :  09:08:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Dominik,


beim Skywatcher ist im Tubusinneren ein Blechring eingeschraubt an dem mit den Zug- und Druckschrauben der hintere Deckel "hängt" - zum Tubus mit einem Gummiring "abgestützt". das ganze funktioniert leidlich aber die Justage ist fummelig. Schraubenanordnung 120° also Mist...

Hier wunderbar dokumentiert: www.tbrumm.de/Optimierung_Skywatcher_Mak_127.htm br /

Beim Bresser ist unter der Plastikabdeckung ein gedrehter Aludeckel im Tubus verschraubt an dessen Innenseite der HS-Träger über Zug- und Druckschrauben gelagert ist. Zug- und Druckschrauben paarweise = funzt super...

Wichtig: beim Bresser erst die innen angeordneten Zugschrauben leicht anlösen dann erst an den dünneren außen liegenden Druckschrauben drehen. Dann ist das Teil in 2 Minuten justiert und hält die Justage 100%.

Ausleuchtung: wie gesagt im 17er Ethos und dazwischenliegendem OAZ gibt es keine sichtbare Vignetierung. Aber das sollte man bei diesen Geräten nicht überbewerten: der schleichende Lichtverlust wird vom Auge praktisch nicht wahrgenommen, wichtiger ist die Nutzung der gesamten Öffnung dann leidet die Auflösung nicht und zumindest bei Feldblenden bis etwa 30mm (32mm Plössel) sieht man keine Randabdunkelung.

Noch was: die Obstruktion ist gelogen: der aufgedampfte FS hat zwar öhm...37mm oder so aber der Plastiktrichter öffnet sich auf 52mm - kann ich gut messen das Ding liegt ausgebaut hier so rum...



Viele Grüße Felix

DON'T PANIC

Bearbeitet von: am:
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Wambo
Altmeister im Astrotreff


3939 Beiträge

Erstellt  am: 08.08.2018 :  09:57:13 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Felix, herzlichen Dank für deine fachlich fundierten und auf Praxiserfahrungen fußenden Ausführungen ! Das ist mir mehr wert, als vieles theoretisches Geschwätz - top ! Ich könnte nömlich einen Bresser Mak 127/1900 gebraucht, aber in sehr gepflegtem Zustand für 200 Eumel bekommen und habe daher etwas recherchieren wollen.

Michael

Bearbeitet von: Wambo am: 08.08.2018 09:59:02 Uhr
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Felix42
Senior im Astrotreff

Bangladesh
144 Beiträge

Erstellt  am: 08.08.2018 :  11:39:22 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,


bei dem Preis machste nix falsch denke ich da Du eh vornehmlich auf Mond + Planeten aus zu sein scheinst und damit leichte Okulare Verwendung finden ist die Schwachstelle Heckdeckel für Dich nicht störend. Ich hab 40 oder 50 Euro mehr bezahlt dafür war der einfache 2"OZ mit dabei den ich aber nur bei 2" Okus montiere (Überwurfgewinde SC oder so). Fokussierung schenkt sich auch nichts zum Skywatcher ist bei beiden ein wenig Feingefühl gefragt. Sterntest außerhalb des Fokus zeigt Aberrationen höherer Ordnung und sagt beim Maksutov-Cassegrain nichts über die optische Qualität, intra- und extrafokal sieht man leichte Unterschiede. Im Fokus liefert der kleine Eimer schön feine Sterne und an der Schärfe/Kontrast kann ich bei meinem echt nicht meckern - macht Spaß das Teil!


Viele Grüße Felix


p.s.: ich vermute daß im ETX 127/1900 die gleiche Optik steckt nur der hintere Deckel ist anders und natürlich die Adaption an die Gabelmontierung...

DON'T PANIC

Bearbeitet von: Felix42 am: 08.08.2018 12:25:58 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5870 Beiträge

Erstellt  am: 08.08.2018 :  13:34:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Felix,
Zitat:
Original erstellt von: Felix42
Noch was: die Obstruktion ist gelogen: der aufgedampfte FS hat zwar öhm...37mm oder so aber der Plastiktrichter öffnet sich auf 52mm - kann ich gut messen das Ding liegt ausgebaut hier so rum...


Bezieht sich die Aussage auf den Bresser Mak?
Mit Platiktrichter meinst Du das Blendrohr?
Ich gehe mal davon aus, dass die Optiker das Teleskop so entwickelt haben, dass das Blendrohr keine zusätzliche Obstruktion liefert.
Wenn man den Strahlengang anschaut, dann wird der Strahlengang nach der Meniskuslinse etwas aufgeweitet und trifft dann auf einen entsprechend größeren Spiegel.
https://astrofotografie.hohmann-edv.de/teleskope/reflektoren.maksutov.php
Von daher könnte es gut sein, dass das Blendrohr (Trichter) keine größere Obstruktion einführt.
Dazu könnte aber Bresser etwas schreiben.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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Felix42
Senior im Astrotreff

Bangladesh
144 Beiträge

Erstellt  am: 08.08.2018 :  15:27:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Roland,


da muß man nicht spekulieren das kann man einfach selber ermitteln: eine plane Glasplatte vorne auf den Tubus legen und einen Justierlaser draufstellen: mit dem fährst Du die Öffnung ab und kannst dann genau sehen wo der Laserstrahl hängenbleibt.

Beim Bresser-Mak zuerst am Blendrohr das vorne am Meniskus sitzt wenn er in den Tubus eintritt: das wird wunderbar von außen angeleuchtet aber der Strahl landet nicht dran vorbei auf dem Spiegel: in der Mitte ist die Wölbung des Meniskus und damit die Aufweitung des Strahlenganges am geringsten.

Die kleinstmögliche Obstruktion beim Bresser-Mak sind 42mm das ist der Außendurchmesser der Haltemutter des Hauptspiegels. Bei ausgebautem Blendrohr vorne fällt der Laserstrahl mit etwas Abstand zum Sekundärspiegel gerade an der Kante der Mutter vorbei und dann auch ganz knapp am inneren Blendrohr (das auf dem der HS gelagert ist) zum Sekundärspiegel. Immerhin erhöhrt der Trichter im Bresser Mak "nur" die Obstruktion um 10mm und beschneidet das Gerät nicht in der Öffnung:

zweiter Teil des Testes: am äußeren Rand des HS passiert beim Skymak folgendes: der Laserstrahl wird in Richtung Sekundärspiegel geworfen und da am Trichter deutlich vignetiert - das kostet fast 15mm effektive Öffnung! Beim Bresser Mak kann der Laserstrahl auch am äußeren Rand ungehindert den Sekundärspiegel erreichen und fällt dann wieder exakt an der Innenkante des hinteren Blendrohres.

Der Plastiktrichter verringert halt die Tagblindheit: Entfernt man diesen gibt es Abstand von etwa 5...10° zu hellen Lichtquellen doofe Aufhellungen - dafür ist der Kontrast besser wenn man z.B. den Mond genau auf der Achse beobachtet weil der Trichter - genau wie beim Skywatcher - innen glänzt...

Wie weit diese vorne liegende Blende beim Skymak die Obstruktion erhöht weiß ich nicht den 127er Skymak hab ich noch nicht in die Finger bekommen.

Zum Thema Herstellerangaben: es werden zum Bresser Mak bei verschiedenen Händlern 37mm Obstruktion angegeben und es sind in Wirklichkeit 52mm da nur der Außendurchmesser des FS angegeben wird. Und dann ist noch die Frage ob das bei Bresser jemand weiß oder nur der chinesische Hersteller. Also lieber selber messen...


Viele Grüße Felix


DON'T PANIC

Bearbeitet von: Felix42 am: 08.08.2018 15:33:07 Uhr
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Tistel
Neues Mitglied im Astrotreff


16 Beiträge

Erstellt  am: 08.08.2018 :  15:40:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: wambo

Hallo Freunde,

schon vor 2-3 Jahren hatte ich hier nach dem größeren 6" Bruder gefragt. In der Zwischenzeit hatten sich meine Interessen aber verlagert bzw. hatte ich einfach genug andere Teleskope zur Nutzung. Kurzzeitig hatte ich auch die Chance, an ein Vixen VC 200L zu kommen, was sich dann aber zerschlagen hatte.

Wie dem auch sei, nachdem ich mich jetzt aus o.a. Gründen länger nicht mehr für die Sache interessiert hatte, ist aktuell auch aus "gesundheitlichen" Gründen, der kleinere Bresser Mak 127/1900 für mich wieder in den Fokus gerückt.

Da ich in letzter Zeit leider mal wieder öfters "Rücken" habe und nicht immer Lust habe, große, lange Refris auf die LXD650 zu schnallen, scheint mir so ein 5" Mak für die Mondbeobachtung recht interessant.

Paolo Casarini hat das Gerät sehr wohlwollend getestet, bemängelt lediglich die schlechte Zugänglichkeit der Justierschraueben - die optische Leistung soll recht gut sein und vor allem hat man im Gegensatz zu den Skywatcher Maks, die volle 127 mm Öffnung und nicht nur 119-121 mm Öffnung.

Auch die längere Brennweite von 1900 mm würde mir als Mond und Planetenfreund entgegenkommen.

Was mich noch abhält, sind die in Deutschland recht spärlich gesäten Erfahrungsberichte.

Gibt es User hier ?

Ich hätte den ja gern mal vorab getestet, aber nach meinem Erfahrungsbericht zum langen 102/1350 mm Refraktor bin ich wohl "verbrannt"

Vielen Dank, Michael

Test von Paolo Casarini :

http://www.dark-star.it/astronomia-articoli-e-test/test-strumentali/bresser-mak-127-1900/



Evtl. kommen diese beiden in Frage:
https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p8100_Celestron-C5-XLT---125-1250-mm-Schmidt-Cassegrain---opt--Tubus.html

https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p3833_Celestron-OMNI-SC-127-1250mm-Schmidt-Cassegrain-OTA.html

Bearbeitet von: am:
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5870 Beiträge

Erstellt  am: 08.08.2018 :  15:53:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Felix,

Zitat:
Original erstellt von: Felix42
Die kleinstmögliche Obstruktion beim Bresser-Mak sind 42mm das ist der Außendurchmesser der Haltemutter des Hauptspiegels.
...
Zum Thema Herstellerangaben: es werden beim Bresser Mak bei verschiedenen Händlern 37mm Obstruktion angegeben und es sind in Wirklichkeit 52mm da nur der Außendurchmesser des FS angegeben wird.


Was ist nun die Obstruktion? 42 mm oder 52 mm?
52 mm durch ein Blendrohr statt 35 mm Fangspiegel wäre schon unglaublich viel. Wenn das 52 mm wäre, dann müsste das nachgebessert werden.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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Felix42
Senior im Astrotreff

Bangladesh
144 Beiträge

Erstellt  am: 08.08.2018 :  20:37:08 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Niko,


na wenn der Plastiktrichter 52mm Außendurchmesser hat wird das wohl die Obstruktion des serienmäßigen Maks sein. Das hatte ich auch so geschrieben:


Zitat:
Zum Thema Herstellerangaben: es werden beim Bresser Mak bei verschiedenen Händlern 37mm Obstruktion angegeben und es sind in Wirklichkeit 52mm da nur der Außendurchmesser des FS angegeben wird.


Bei meinem ist der Trichter rausgeflogen -> 42mm weniger geht nicht

Der FS hat etwa 37mm nicht 35mm.


Viele Grüße Felix

DON'T PANIC

Bearbeitet von: Felix42 am: 08.08.2018 20:48:14 Uhr
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Wambo
Altmeister im Astrotreff


3939 Beiträge

Erstellt  am: 08.08.2018 :  21:09:20 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Felix, irgendwie erscheinen alle deine Beiträge doppelt !

LG Michael

Bearbeitet von: am:
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Felix42
Senior im Astrotreff

Bangladesh
144 Beiträge

Erstellt  am: 08.08.2018 :  22:10:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Jo - nur warum? ich klicke einmal "Antwort senden" dann steht der Mist zweimal da...

Aha: wenn ich nach "Antwort senden" eine Seite zurückgehe sende ich das ein zweites Mal...?

DON'T PANIC

Bearbeitet von: Felix42 am: 08.08.2018 22:48:30 Uhr
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