Statistik
Besucher jetzt online : 192
Benutzer registriert : 21181
Gesamtanzahl Postings : 1042772
Besuchen Sie den Teleskop - Service …
Benutzername:
Passwort:
Passwort speichern
Passwort vergessen?

 Alle Foren
 Astronomie – die Wissenschaft
 Allgemeine astronomische Themen
 Ein paar Gedanken zum Fermi-Paradoxon
 Neues Thema  Zum Thema antworten
 Druckversion
Vorherige Seite
Autor Vorheriges Thema Thema Nächstes Thema
Seite: von 2

Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
9784 Beiträge

Erstellt  am: 12.07.2018 :  22:18:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Stefan,
für interstellare Kommunikation halte ich bei derzeitigem Technikstand "Funk" (Radar arbeitet im Mikrowellenbereich) für veraltet. Mit im Femtosekundenbereich gepulsten Lasern erreichst du noch ganze andere Energiedichten bei minimalen Aufweitungswinkel und extrem schmalen Frequenzbandbreiten.

(==>)Blechi:
Das Problem ist, dass wir unseren Technikstand nur als "ein" Optimum ansehen dürfen. Wir haben keine Ahnung, welchen Technikstand andere haben; müssen quasi beim Empfang mit allem rechnen.

Kalle - Alles wird gut !
Meine Okulardatenbank im Astrotreff: hier
Termine Teleskoptreffen gibt es hier

Bearbeitet von: Kalle66 am: 12.07.2018 22:21:06 Uhr
Zum Anfang der Seite

TGM
Meister im Astrotreff

Deutschland
982 Beiträge

Erstellt  am: 12.07.2018 :  23:21:57 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

ich denke wenn ein entsprechendes interdisziplinär zusammengesetztes Expertenteam sorgfältig das Fermi Paradoxon ( ich kann mir gut vorstellen, dass Fermi es nicht so ernst gemeint hat) prüfen würde, wird es sich auflösen, die Distanzen selbst innerhalb Galaxien sind schlichtweg zu groß. Natürlich kann man über Technologiesprünge spekulieren, doch dürfen die uns bekannten Naturgesetze nicht verletzt werden. Den optischen Spektralbereich halte ich (wie Kalle) auch für viel geeigneter als Radiowelle etc. doch wenn man es zu Ende denkt, bringen extrem kurze Pulse oder auch extreme Kollimation im Gesamtresultat keinen wesentlichen Vorteil.

Ein kleines Zahlenbeispiel: Geht man davon aus, dass die Milchstrasse 1000 Hochkulturen bevölkern, so beträgt der mittlere Abstand etwa 10% des Durchmessers der Milchrasse, etwa 17000 Lichtjahre. In dieser Entfernung wäre die Sonne ein Stern von ca. 19 mag, ein Planet wie der Mars, ca. 23. mag schwächer, also 42 mag. Eine extrem heller Scheinwerfer mit 1 MW Leistung ( keine Ahnung ob es so etwas schon gibt) würde etwa 70 mag entsprechen, 40 mag schwächer als die Grenzhelligkeit des Hubble Teleskops bei stundenlanger Belichtungszeit...

beste Grüße

Thomas

p.s ich hoffe ich habe mich bei der Abschätzungen nicht vertan

p.p.s. Meine persönliche Meinung, es würde mich extrem wundern wenn wir im All 'allein' sind, doch aus den genanten Gründen ebenso, wenn wir Signale von Außerirdischen empfangen

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

Doc HighCo
Meister im Astrotreff

Deutschland
312 Beiträge

Erstellt  am: 12.07.2018 :  23:30:58 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Mirko et al.,

ich bin da auch keine Experte. Aber das Paradox ensteht dadurch, soweit ich weiß, daß eine genügend fortschrittliche Zivilisation, die im Schnitt mit z.B. nur 1% der Lichtgeschwindigkeit in der Milchstrasse expandiert, diese in nur ca. 10 Millionen Jahren kolonisiert hätte. Das hätte in der Lebensdauer der Milchstraße bis jetzt viele hundert Mal geschehen könne - selbst wenn es nur immer eine intelligente Rasse pro 10 Millionen Jahre gäbe, die dazu willig und fähig wäre. Die würde per "Starhopping" nach und nach alle geigneten Systeme besuchen bzw. ausbeuten und dort Artefakte hinterlassen, die man bemerken könnte. Selbst wenn viele der "Kolonisten" ind vielen Systemen scheitern würden und nicht weiter machen würden, genügten einige andere, die den Willen zur Expansion behielten um den Prozess weiterzutreiben.
Man muß sich das wohl wie einen Bakterienbefall vorstellen. Die Bakterien besiedeln langsam aber unausweichlich den erreichbaren geeigneten Nährboden und vermehren sich. Selbst wenn etwas sie lokal stoppt und vernichtet, kommen von woanders andere wieder nach - analog zur Besiedlung der Erde durch den Menschen.
Bei einer Rasse die anfängt in die Milchstrasse zu expandieren, dürfte es ähnlich sein, wenn die Bedingungen dafür gegeben sind. Ab einer kritischen Größe ist die Expansion nicht mehr zu stoppen. Selbst wenn einige der "Kolonisten" ethisch wäre oder damit aufhören würden, gäbe es andere Fraktionen die weitermachen würden. Das wäre nur ganz am Anfang wieder zu stoppen.
Die Frage ist, was kann so einen Prozeß am Anfang stoppen? Ist der "Nährboden" vielleicht nicht da oder "frißt" oder besetzt die erste Rasse, die mit dem Expandieren anfängt den ganzen "Nährboden", so daß alle anderen überhaupt nicht mehr expandieren könnten - das könnten wir sein, sonst hätten wir schon nichts mehr zum "fressen" (oder wären "gefressen" worden bzw. unsere Resourcen.)
Alles sehr hypothetisch.

Gruß

Heiko

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite
Seite: von 2 Vorheriges Thema Thema Nächstes Thema  
Vorherige Seite
 Neues Thema  Zum Thema antworten
 Druckversion
Springe nach:
Astrotreff - Astronomie Treffpunkt © Astrotreff 2001 - 2015 Zum Anfang der Seite
Diese Seite wurde in 0.9 sec erzeugt. Snitz Forums 2000

Der Astrotreff bedankt sich für die Unterstützung von:



?