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Seite: von 3

konfokal
Mitglied im Astrotreff


28 Beiträge

Erstellt  am: 13.06.2018 :  22:10:12 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Ein_Franke



Wäre es sinnvoller eine kleinere Optik und weniger Okulare zu kaufen, dafür eine parallaktische Montierung (viel. mit GoTo)? Oder ist ein Dobson gut und ich kaufe bei entsprechender Begeisterung und Sparzeit eine NEQ-6 auf die ich das Rohr von der Dobson befestige. (und geht das überhaupt).

Meine Frage ist im Endeffekt: Wenn Ihr erfahrenen Leute nochmal mit 1500,- anfangen würdet, was würdet ihr kaufen und warum in dieser Konstellation.
....
Danke schonmal,
Mfg Hannes





Hallo Hannes,

viele Wege führen nach Rom... und manchem entpuppt sich der Weg als das Ziel. Welcher Devise soll man dabei folgen? Die Auswahl hängt entscheidend von den eigenen Bedingungen, Erwartungen und Vorlieben ab, und das für meine Begriffe sehr viel mehr, als von der "objektiven" optischen Leistung eines Teleskops.

Ich würde deshalb zuerst mal bei anderen mitbeobachten, d.h. anderen Sternguckern in Deiner Umgebung mal über die Schulter schauen, um Dir einen eigenen Eindruck vom Umgang mit verschiedenen Gerätetypen zu machen und was einen als Visueller hinterm Okular so erwartet. Die örtliche Sternwarte, ein Teleskoptreffen, private Kontakte usw. bieten gute Gelegenheiten sich anzuhören und anzusehen, wie unterschiedlich die Leute da herangehen. Dann kann man besser selbst einschätzen, welche Art zu Beobachten einem liegen könnte.

Die meisten Einsteigerberatungen blenden die persönlichen Umstände weitgehend aus, was ich für einen Fehler halte. Sie folgen fast nur einer Devise: maximale Öffnung für's Geld. So landet man zwangsläufig beim Dobson, wozu in gefühlt mindestens 95% aller Fälle geraten wird. Für viele Leute kann das auch genau das Richtige sein - aber für viele auch nicht. Jedenfalls sind nach meinem Eindruck gefühlt deutlich weniger als 95% derer, die sich einen Dobson anschafften hinterher auf Dauer damit rundum glücklich. Nicht wenige dieser Teile werden irgendwann irgendwo abgestellt oder wieder verkauft (der Gebrauchtmarkt spricht Bände) weil der Aufwand zum Beobachten unterschätzt wurde: die Zeit bis man startklar ist, alles eingestellt und die Objekte gefunden hat usw. ist für einen Routinier zwar kein Problem, aber nicht jeder wird so ein Routinier. Bei vielen stellt sich im Laufe der Zeit heraus, dass sie eher nur sporadisch beobachten. Und dann kann ein Teleskop, das kleiner und leichter, aber dafür auch handlicher und schneller einsatzbereit ist, und einfacher zu Bedienen, in einem gewissen Sinn sogar mehr zeigen, als eine große Öffnung, die öfter ungenützt in der Ecke stehen bleibt.

Ich persönlich würde daher erstmal nicht auf maximale Öffnung schielen, sondern darauf, mit welcher Gerätschaft ich unter meinen Verhältnissen am häufigsten und bequemsten zum Beobachten komme, denn Beobachtungsgelegenheiten und Zeit am Okular sind knapp und die Wetterbedingungen machen das in Zukunft auch nicht besser.

Meine Antwort auf Deine Frage, ob es sinnvoll sein kann, eine kleinere Öffnung - oder mehrere kleinere - zu kaufen, und das Geld in andere Qualitäten zu stecken, z.B. die Montierung, eine Nachführung, eine GoTo-Funktion, oder einen Binokularansatz oder evt. auch eine Videokamera etc., ist jederzeit ein klares Ja. Ich habe mich auf kompakte Optiken zwischen 3" und 6" beschränkt, dafür mit GoTo, und das bis heute nicht bereut, obwohl ich den Blick durch 8", 10", oder 12" an unserer Sternwarte sehr gut kenne und vergleichen kann. Mir ist es viel wert, mit wenigen Handgriffen notfalls auch in Wolkenlücken losbeobachten zu können, und ich habe durch die häufigeren Einsätze und das schnelle Auffinden der Objekte schon viele Phasen mit gutem Seeing nutzen können, für die ein größeres rein manuelles Gerät unter meinen Bedingungen nicht rechtzeitig startklar gewesen wäre.

Hinzu kommt, das diese kleineren GoTo- Geräte auch für Videoastronomie viel Spaß machen, und natürlich auch als Reisegeräte. Sicher ist eine Kombination aus Weitfeld-Achromaten und Katadiopter nicht jedermanns Sache, aber man sollte auch einen Dobson nicht zu jedermanns Sache erklären. Allein der Beobachtungskomfort einer gescheiten Nachführung ist nicht zu verachten...

Viel Glück beim Probieren und Aussuchen!

Mathias

Bearbeitet von: konfokal am: 13.06.2018 22:25:29 Uhr
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C.Hay
Senior im Astrotreff


126 Beiträge

Erstellt  am: 13.06.2018 :  22:46:16 Uhr  Profil anzeigen  Besuche C.Hay's Homepage  Antwort mit Zitat
Ich muss da nochmal in Mathias' Kerbe hauen. Ein alter Spruch besagt: "Das beste Teleskop ist dasjenige, das am meisten benutzt wird." In meinem Fall, wie bei Mathias, sind das stets 3- bis 6-Zöller. Ein 10-Zöller ist eine feine Sache, aber bedeutend weniger beweglich wie ein 6-Zöller. Mit jedem halbwegs gescheiten 6-Zöller kannst du, Hannes, jahrelang am Himmel beschäftigt sein ohne dass die Objekte ausgehen, und das auf-die-Montierung-Schnallen ist ganz problemlos.
Viel Glück bei der Auswahl wünscht
Christopher


Freunde der Nacht - BAfK Beobachteratlas für Kurzentschlossene


Bearbeitet von: am:
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Heljerer
Senior im Astrotreff

Deutschland
106 Beiträge

Erstellt  am: 14.06.2018 :  13:42:13 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Hannes,

insgesamt bist du bisher hier schon sehr gut beraten worden. Dir muss natürlich klar sein, dass es nicht die eine richtige Antwort gibt. Deshalb hast du ja auch ganz bewusst gefragt: "Wenn Ihr erfahrenen Leute nochmal mit 1500,- anfangen würdet, was würdet ihr kaufen und warum in dieser Konstellation?"

Im Folgenden liegt die Betonung immer auf dem wie ich es für mich machen würde. Denn es gibt ja viele Randbedingungen, die eben dafür entscheidend, aber bei jedem anders sind.

Ich würde möglichst alles gebraucht kaufen. Gerade die Anfängergeräte werden oft zu einem sehr guten Preis angeboten.

Kleiner Dobson (6" oder 8", wahrscheinlich lieber 8"). Den kann ich ganz schnell auf die Terrasse stellen oder ins Auto laden. Kein großer Aufbau, kein großes Gewicht. So mag es der innere Schweinehund. 10 Zoll wären mir dafür schon zu sperrig.

Du musst folgendes bedenken, was oft unterschätzt wird: Der Umgang mit einem Teleskop muss ähnlich gelernt werden wie der Umgang mit einem Musikinstrument oder einem Fahrzeug. Es muss irgendwann alles locker und unverkrampft von der Hand gehen. Das erfordert Übung. Du musst einfach möglichst viel Zeit mit deinem Baby verbringen. Sinnvoll ist daher ein Gerät zu haben, mit dem man auch mal schnell von zu Hause aus durch Wolkenlücken schauen kann.

Dann würde ich mir noch einige Mittelklasse-Okulare gebraucht kaufen und mit dem Karkoschka (hast du ja schon) sofort loslegen. Alles weitere ergibt sich dann später.

Einziges Problem bei diesem Vorgehen: Was würde ich mit dem vielen Geld machen, das von den 1500 EURO noch übrig ist. Vielleicht einen schönen Kurzurlaub in klarer Alpenluft oder einfach zurücklegen und sparen. Denn eines ist sicher: Wer das Hobby weiter betreiben will, braucht langfristig leider viel Geld.

So würde ich es mit heutigem Wissen machen. Wie habe ich es tatsächlich gemacht?

Damals gab es solche 8-Zoll-Dobsons noch nicht. Ich hatte einen 114mm-Newton (neu gekauft) auf sehr solider parallaktischer Montierung. Damals alles noch in der Mietwohnung auf dem Balkon. Da wäre es mit einem Dobson wegen der Brüstungshöhe sowieso schwierig geworden.

Und heute? Mittlerweile bin ich bei 18-Zoll angekommen. Trotzdem bin ich froh den 114mm-Newton nie verkauft zu haben. Raus stellen, auskühlen, loslegen.

Gruß
Wolfgang

Bearbeitet von: Heljerer am: 14.06.2018 13:43:48 Uhr
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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1322 Beiträge

Erstellt  am: 14.06.2018 :  14:50:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Hannes und alle,

ggf. hab ich es übersehen - aber ist der Vorschlag mit dem BTM in Pfünz schon gefallen? Das bietet sich für Dich als Franken doch mehr als an, da einfach mal vorbeizuschaun. Vereine und sowas schön und gut, aber auf einem Teleskoptreffen gibt es eine riesige Bandbreite an Geräten, die man sofort mal ein wenig antesten kann/ einen Eindruck bekommen kann.

Im Endeffekt kannst Du Dir nur selbst beantworten was Du willst. Das Beste ist, man hat mehrere Teleskope - eins für Schnellschnell, das andere für den langjährigen Spaß. Bei mir ist langjähriger Spaß bedingungslos mit neuen Objekten, Eindrücken, Herausforderungen verknüpft.
Für diese Anforderung wird die Luft mit 6" sehr sehr dünn - Galaxien bleiben meist strukturlos, PN ebenfalls - weil die nötige sinnvolle Vergrößerungsfähigkeit fehlt.

Richtigerweise wird hier betont, nur jenes Teleskop macht Sinn, welches man auch nutzt. Ich sage Dir, 4-6" sind schön und für entspanntes Hin-und-wieder-Gucken hinreichend, aber für Tiefergehendes abseits der Messiers - für mich - auf Dauer nicht befriedigend. Dass mit der Öffnung der Aufwand steigt ist ja klar. Allerdings steigt damit erheblich die Bandbreite des Beobachtbaren. Und das kannst wirklich nur du für dich selbst beantworten.

10-12" sind die magische Grenze, wo Quasare gut erreichbar werden (nicht nur eins, zwei, sondern viele), Supernovae sind häufiger damit erreichbar etc., Staubbänder und Spiralstrukturen in Galaxien ...


CS
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

Bearbeitet von: NormanG am: 14.06.2018 14:53:27 Uhr
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Cleo
Altmeister im Astrotreff


1001 Beiträge

Erstellt  am: 14.06.2018 :  14:56:43 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Wolfgang (und Hannes),
Zitat:
Original erstellt von: Heljerer
Einziges Problem bei diesem Vorgehen: Was würde ich mit dem vielen Geld machen, das von den 1500 EURO noch übrig ist.

Ganz klar: ein Fernglas dazu, falls noch nicht vorhanden.

Auch finde ich den Vorschlag, eine Nummer kleiner einzusteigen, recht sympathisch. Zum Reinfinden und Üben reicht es mit 6-8" allemal, ohne langweilig zu werden, und dann kann man sich in Ruhe überlegen, was es später werden soll. So ähnlich wie bei den Okularen: das Teleskop fürs Leben findet man auch nicht sofort... Ich hab mit einem 5"-Refraktor angefangen, auch das geht.

Viele Grüße

Holger

Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie.

Bearbeitet von: am:
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pescadorTT
Meister im Astrotreff

Deutschland
467 Beiträge

Erstellt  am: 14.06.2018 :  15:09:21 Uhr  Profil anzeigen  Besuche pescadorTT's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Hannes,

stimme meinen Vorrednern mit dem gebrauchten Teleskop zu. Und wie es der Zufall will, wird in Deiner entfernteren Umgebung auch einiges angeboten, bei dem es sich schon lohnen könnte, mal näher nachzuschauen.

Hier mal zwei Fundstücke:


Skywatcher Dobson Teleskop N 200/1200 - Preis: 280 €
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/skywatcher-dobson-teleskop-n-200-1200/880038243-87-8713


TS-Optics 10" Dobson Teleskop 250/1250 Deluxe verbesserte Ausstattung - Preis: 550 € VB
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/ts-optics-10-dobson-teleskop-250-1250-deluxe-verbesserte-ausstat/880167288-242-22226


Ansonsten auch immer mal wieder hier im Forum den Gebrauchtmarkt durchstöbern oder direkt ein "Gesuch" einstellen

Beste Grüße,
Sven

Spiegel | Linse | Kopfkino



Bearbeitet von: am:
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


15631 Beiträge

Erstellt  am: 14.06.2018 :  15:14:52 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi,

zum Reinfinden hatte Hannes ja schon das Lidlscope. Ob nun mit dem Wunsch nach mehr Öffnung ein 200/1200 oder ein 250/1250 angeschafft wird- da ist nicht so viel um, jedenfalls was den Transport betrifft. Der 10"er ist nur etwas dicker und schwerer, von der Länge her etwa gleich zu 8".

Mit kleinen Öffnung sind halt viele Objekte nicht erreichbar bzw. nur sehr begrenzt erkennbar. M13 mit 4" ist hübsch anzusehen, mit 8" schon besser aufgelöst und mit 10" oder gar 12" sind dann Unmengen an Randsternen erkennbar. Auch Details am Mond oder bei den Planeten bekommt man mit mehr Öffnung eben erheblich mehr zu sehen.

Das BTM besuchen wäre nicht verkehrt, ebenso wäre das Angebot von Simon eine gute Gelegenheit.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: am:
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Heljerer
Senior im Astrotreff

Deutschland
106 Beiträge

Erstellt  am: 14.06.2018 :  19:21:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: NormanG
Ich sage Dir, 4-6" sind schön und für entspanntes Hin-und-wieder-Gucken hinreichend, aber für Tiefergehendes abseits der Messiers - für mich - auf Dauer nicht befriedigend.


Das geht mir genauso. Deshalb finde ich 8 Zoll ideal für den Einstieg. Ich hab nur festgestellt, dass viele Anfänger der Ansicht sind: "Lieber von Anfang an was ordentliches Großes, dann muss ich später nicht nochmal Geld investieren."

Das stimmt aber so nicht. Ein schönes, solides, kleines Gerät wird man auch später immer wieder gerne fürs Schnellspechteln benutzen. Insofern eine gute Investition.

Gruß
Wolfgang

Bearbeitet von: am:
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Ein_Franke
Neues Mitglied

Deutschland
8 Beiträge

Erstellt  am: 15.06.2018 :  20:12:06 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Oh Wow, danke erst mal an alle...
Da bin ich jetzt doch mal etwas überwältigt.:)

Der Vorschlag mit auf Treffen fahren ist natürlich das beste. Hab ich auch schon gemacht;) Weikersheim, bzw die Astronomische Vereinigung Weikersheim ist ca 50 min von mir weg, da war ich jetzt ein paar mal. Habe die Sonnenfinsternis damals durch ca 20 Teleskope beobachtet, Nachts dann Hauptsächlich durch Ihr großes.
Das ist alles schön und gut, ich komme ehrlich gesagt nur nicht klar damit wenn jemand hinter mir steht und wartet. Klingt vielleicht komisch aber ich habe da immer das Gefühl anderen was weg zu guggen. Ihr versteht was ich meine.

Das schöne an meinem Bauernhof ist dass es egal ist ob ich mit einem 5 Kilo Gerät rausgehe oder mit einem 30 kg Gerät. Ich kann das Teleskop ebenerdig aus der Garage tragen (oder mir zur Not Schienen bauen ;)dadurch sollte es egal sein ob ich mit 6" oder mit 10" raus gehe. Und da muss ich dann sagen dass die Mobilität das beste Argument für eine kleinere Optik ist?

GoTo bin ich mir auch nicht sicher ob so viel schneller geht, du musst es erst mal ordentlich ausnorden, Referenzsterne anfahren usw. Bis dahin habe ich sogar mit der kleinen Azimut vom Lidl Scope schon mein Ziel (welches jedoch immer sehr prominent am Himmel stand) gefunden.
Und der Ehrgeiz sich auszukennen ist ja schon da.
Ich weiß es nicht ich kann es nur mit der Erde vergleichen. Ich kann euch heute noch den Weg vom Colloseum zur besten Pizzeria meines Lebens sagen. Weil ich den selbst gelaufen bin. Aber von hier zu meiner Schwägerin in Berlin komm ich nur mit Navi, ich bins ja immer nur mit Navi gefahren.



Nichts desto trotz vielen lieben Dank für die Tipps erst mal.

Momentan sieht es so aus dass ich nächsten Freitag mit Herrn Thurner von ICS ein Treffen habe. Dort werde ich mich mal gut Umschauen und mir das ganze mit Live-Auswahl durch den Kopf gehen lassen.

Natürlich werde ich berichten wie es ausgeht.
Wenn mir noch was einfällt werde ich auch nochmal schreiben, aber jetzt müssen erst mal die Kinder ins Bett;)
Wenn euch noch was einfällt natürlich immer her damit.

Mfg Hannes



Ein Weihnachts 70/700... Ich brauche mehr :D

Bearbeitet von: am:
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Heljerer
Senior im Astrotreff

Deutschland
106 Beiträge

Erstellt  am: 15.06.2018 :  22:19:34 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Hannes,

Zitat:
Original erstellt von: Ein_Franke

Das schöne an meinem Bauernhof ist dass es egal ist ob ich mit einem 5 Kilo Gerät rausgehe oder mit einem 30 kg Gerät. Ich kann das Teleskop ebenerdig aus der Garage tragen (oder mir zur Not Schienen bauen ;)dadurch sollte es egal sein ob ich mit 6" oder mit 10" raus gehe.


Das hört sich ja traumhaft gut an!

Ich bin selber rein visuell tätig, d.h. mit Fotografie habe ich nix am Hut. Wenn ich aber einen Bauernhof mit dunklem Himmel hätte, hätte ich mir vielleicht längst eine Sternwarte gebaut und würde Fotos schießen. Leider geht das bei mir zu Hause nicht.

Wo bei dir die Reise hingehen wird, kannst du ja noch gar nicht wissen. Entweder Schwerpunkt Fotografie oder Schwerpunkt visuell oder vielleicht findest ja auch langfrisig gar keinen Spaß daran und hörst wieder auf - wäre schade.

Für mich persönlich als Visuellen war zu einem bestimmten Zeitpunkt vollkommen klar, was ich haben wollte: Einen großen Dobson.

Aber zwischen Lidl-Scope und Sternwarte oder großem Dobson solltest du unbedingt nochmal einen Zwischenschritt machen! Insofern hat die bisherige Beratung schon gepasst.

Wenn du zu ICS fährst, solltest du vor allem im ersten Schritt auf folgendes achten: Was liegt dir mehr? Das Dobson-Geschubse oder der Komfort einer Montierung mit Nachführung? (Mathias - konfokal - hat mit recht darauf hingewiesen.) Der Dobson ist sicherlich weniger bequem, aber du bekommst mehr Öffnung für weniger Geld.

Falls du dich für den Dobson entscheiden solltest, ist die Frage 8 oder 10 Zoll? Vergiss was größeres, dazu reicht dein Budget nicht. Ich denke, du kannst bei dieser Frage nicht wirklich was falsch machen. Ich persönlich würde 8 Zoll nehmen.

Falls du dich für eine Montierung entscheiden solltest, nimm was wirklich stabiles.

Und nochmal zum Schluss: Ich bleibe dabei, dass ich alles gebraucht kaufen würde.

Gruß
Wolfgang

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stardust3
Altmeister im Astrotreff


2638 Beiträge

Erstellt  am: 15.06.2018 :  23:28:43 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Hannes,

Also Bauernhof und abgelegen? Da würde ich eine so große Öffnung nehmen wie Du fürs Geld kriegen kannst.
Also gebraucht 12", denke ich. Und dann auch gebraucht Okulare aus dem mittleren Segment.
Justage geht auch mit einfachen Mitteln (Filmdose und ein paar zurechtgeschnittene Pappschablonen).

Also lass Dir auch mal ein 12" vorführen. Klar- neu ist er zu teuer. Dann eben 10". Für Galaxien fehlt einem 8" noch ein klein wenig was, sobald ein Himmel nicht ganz perfekt dunkel ist.

Okulare sind auch ein Thema, ich würde versuchen mit dreien auszukommen, maximal vier. Vermutlich 32,12,8,(6).
Gebraucht kannst Du für 1500 Euro schon ein schönes Set kaufen. Nur kostet das Versenden dann leider auch kräftig was. Insbesondere wenn mehrfach aus verschiedenen Quellen (Okulare). Darf man auch nicht vergessen. Aus Augsburg alles mitnehmen spart nicht unerheblich Postgebühr.

Gruß,
Walter

LLAP

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rayvogel
Mitglied im Astrotreff


89 Beiträge

Erstellt  am: 16.06.2018 :  10:45:35 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hey Hannes,

abgelegener Bauernhof? Dein Eigentum? Dann solltest Du mittelfristig auch über eine Betonsäule nachdenken. Seit ich mir eine in den Garten gestellt habe, hat sich meine Astrozeit sicher verzehnfacht, weil die ganze Vorbereitungszeit wegfällt. Perfekt eingenordet und per W-LAN mit dem Laptop vernetzt kann man jede Wolkenlücke für einen Himmelsspaziergang nutzen. Plane runter, Tubus drauf, während der Laptop hochfährt und los gehts.

Gruss Andi

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Heljerer
Senior im Astrotreff

Deutschland
106 Beiträge

Erstellt  am: 16.06.2018 :  11:03:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Walter,

Zitat:
Original erstellt von: stardust3

Also Bauernhof und abgelegen? Da würde ich eine so große Öffnung nehmen wie Du fürs Geld kriegen kannst.
Also gebraucht 12", denke ich.


Deine Argumentation leuchtet mir ein. So viel Öffnung wie möglich! Das sehe ich auch so. Mein Gedanke war aber, dass das jetzt erst der Zwischenschritt in Richtung 16 bis 20 Zoll (oder noch mehr ) ist. Natürlich erst nach ein paar Jahren und wenn's auch weiterhin Spaß macht. Ich habe 18 Zoll. Das ist schon sehr schön und lässt sich noch hervorragend alleine transportieren.

Als Zwischenschritt finde ich 8 Zoll geeigneter als 12 Zoll. Den 8er kann man später weiter gut nutzen. Den 12er wird man eher nicht mehr nehmen, wenn man einen 20er hat. So war meine Überlegungen.

Und es ist ja noch gar nicht klar, wohin bei Hannes die Reise geht. Vielleicht doch Betonsäule - Montierung - Goto - Fotografie?

Gruß
Wolfgang

Bearbeitet von: Heljerer am: 16.06.2018 11:48:53 Uhr
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Ein_Franke
Neues Mitglied

Deutschland
8 Beiträge

Erstellt  am: 17.06.2018 :  10:10:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Eine Betonsäule wäre eine relativ einfach Angelegenheit. Oder eine Sternwarte. Da ist das schöne an einem Bauernhof, ich hätte Material rumliegen dass ich heute Abend eine Säule betoniert hätte.
Oder ich baue mir auf die Güllegrube eine Kuppel? ;) Platz, handwerkliches Geschick und Lust ist da.

Aber natürlich macht es keinen Sinn.
Trotzdem: Wie genau meint Ihr das: Man kauft für ein solches Setup doch wahrscheinlich keine Skyscanner Montierung oder? Das sind doch dann schon wahrscheinlich Montierungen die "handgemacht" sind oder? Spannendes Thema auf jeden Fall auch wenn viel zu aufwendig und teuer.

Trotzdem, muss ich sagen dass ich jetzt, wo ich mich so intensiv damit beschäftige, natürlich schon in die Zukunft träume :D
Man darf gespannt sein :)


Ein Weihnachts 70/700... Ich brauche mehr :D

Bearbeitet von: am:
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stardust3
Altmeister im Astrotreff


2638 Beiträge

Erstellt  am: 17.06.2018 :  10:51:35 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Hannes,

natürlich kannst Du jede Kauf-Montierung, es gibt ja ziemlich schwere Exemplare, auf eine geeignete Betonsäule montieren und fast jedes beliebige Set drauf aufbauen, C11, 14" Newton,...Man muss nicht alles selbst machen.

Kann aber ;-), siehe dieser begnadete Künstler, meine Großeltern würden sagen: "Ein Mann mit goldenen Händen".
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=145164

CS,
Walter

LLAP

Bearbeitet von: stardust3 am: 17.06.2018 10:52:15 Uhr
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