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Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

Deutschland
348 Beiträge

Erstellt am: 09.06.2018 :  21:51:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vor wenigen Monaten habe ich mir einen alten Tasco 13 V Refraktor gekauft. Leider wurde das Teleskop fahrlässigst verpackt und so kam es, wie es kommen musste: zerstörter Auszug, gebrochenes Okular, verkratzter Tubus ... und "keine Garantie und Rücknahme" - etwas, was ich bei Sternfreunden so eigentlich nicht kenne, aber der Herr war sich ja auch keiner Schuld bewusst....

Nun, die Optik ist aber unbeschädigt angekommen (ist von Vixen 80-910 analog Vixen 80M)... wenigstens was.

Nach ein Paar Monaten in der Kiste soll das gute alte Teleskop nun zum Sonnenteleskop umgebaut werden.

Was habe ich schon:

- Neuer OAZ von Baader ... einen Steeltrack für Refraktoren
- Lunt APM Herschelkeil 1,25" mit den nötigen Filtern
(B+W 110 ND3.0 und B+W Top-Pol)
- Baader Filterfolie ND5 mit Halterung für Aufsatz auf Objektiv

Nicht viel also.

SOOOOOOOO, nun zu meinen Fragen an die erfahrenen Sonnenbeobachter:

1.) Weisslicht:

Welche Filter nutzt Ihr zu Euren Herschelkeilen ?

Würdet Ihr mir raten, einen 2" HK für den 80er zu nutzen ?

Welche Tipps könnt Ihr mir geben ?


2.) H-alpha

Hat Jemand von Euch schon einmal so einen Refraktor mit Teilen eines Coronado ST (PST) o.ä. bestückt und zum H-alpha-Teleskop umgebaut?

Wenn ja, wie seid Ihr da vorgegangen ?

Auf was ist dabei genau zu achten ?


3.) Steckt in dem Tasco (Vixen) 80er noch ein mir noch nicht bekanntes Potenzial als Sonnenteleskop ?


Viele Fragen, wenig Ahnung meinerseits.

Es wäre echt Klasse, wenn Ihr mich bei dem Umbau unterstützen würdet.

Herzlichen Dank !
Bernie







Bearbeitet von: am:

donadani
Meister im Astrotreff


480 Beiträge

Erstellt  am: 09.06.2018 :  22:28:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Bernie,

bzgl. Weißlich:

wieso steckst Du den Herschelkeil nicht einfach in den TSA - mit 100mm hast Du dann auch eine bessere Auflösung - wg. Filtern kann nachher mal schauen welche Graufilter ich in meinem 2" Baader Herschelkeil habe - den hab ich auch an 5" schon ohne Probleme verwendet.

Und entscheiden musst Du Dich natürlich ob Du den Herschelkeil ODER die Filterfolie nehmen willst - beides braucht man nicht und funktioniert vermutlich auch gar nicht zusammen. Ich bevorzuge den Herschelkeil und nehme Folie nur bei größeren Optiken wie z.B. meinem 8" Dobs.

Bzgl. H-Alpha:

Zum Umbau eines PST kann ich Dir auch nicht helfen aber das hört sich nach einer guten Lösung an!

Bzgl. 80M Optik

...die sind ganz nett haben aber natürlich einen Farbfehler - bei H-Alpha ist das nicht so wichtig, da Du eh nur auf die Wasserstofflinie also eine Wellenlänge fokussierst - da kommt es dann darauf an wie die Optik hier spährisch korrigiert ist - vermutlich nicht so schlecht. Aber beim Weißlich kommt der Farbfehler leider voll zum tragen daher wäre der TSA hier klar besser - wobei ich vermuten würde, dass der auch für H-Alpha also den tiefroten Bereich besser korrigiert ist als der Waldundwiesen 80M.

Gruß
Christoph

Bearbeitet von: donadani am: 14.06.2018 21:48:33 Uhr
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Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

Deutschland
348 Beiträge

Erstellt  am: 09.06.2018 :  22:56:50 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: donadani

Hi Bernie,

bzgl. Weißlich:

wieso steckst Du den Herschelkeil nicht einfach in den TSA - mit 100mm hast Du dann auch eine bessere Auflösung - wg. Filtern kann nachher mal schauen welche Graufilter ich in meinem 2" Baader Herschelkeil habe - den hab ich auch an 5" schon ohne Probleme verwendet.

Und entscheiden musst Du Dich natürlich ob Du den Herschelkeil ODER die Filterfolie nehmen willst - beides braucht man nicht und funktioniert vermutlich auch gar nicht zusammen. Ich bevorzuge den Herschelkeil und nehme Folie nur bei größeren Optiken wie z.B. meinem 8" Dobs.

Bzgl. 80M Optik

...die sind ganz nett haben aber natürlich einen Farbfehler - bei H-Alpha ist das nicht so wichtig, da Du eh nur auf die Wasserstofflinie also eine Wellenlänge fokussierst - da kommt es dann darauf an wie die Optik hier spährisch korrigiert ist - vermutlich nicht so schlecht. Aber beim Weißlich kommt der Farbfehler leider voll zum tragen daher wäre der TSA hier klar besser - wobei ich vermuten würde, dass der auch für H-Alpha also den tiefroten Bereich besser korrigiert ist als der Waldundwiesen 80M.

Gruß
Christoph



Hallo Christoph,

herzlichen Dank für Deine Anregungen.

Mit dem TSA habe ich etwas anderes vor, der sucht gerade nach einem Zwilling (EMS, BB-160).... der Mensch hat zwei Augen :-)))

Mir geht es darum, das schöne alte Tasco sinnvoll zu nutzen. Für mich ist dieses Teleskop so etwas wie ein vom Vorbesitzer geschändetes Tier, das mir zugelaufen ist, krank, verletzt, schlimm dran, und jetzt soll es wieder einen Sinn in seinem Dasein bekommen....

Einfach wäre natürlich, im Weißlicht mit Herschelkeil zu arbeiten. Lohnt sich der Schritt zum 2" Keil ? Würdest Du mir den Baader oder lieber den Lunt empfehlen ?

Der Farbfehler bei der Vixen-Optik ist ohne Zweifel vorhanden wobei ein guter Achromat mit f/11,4 halbwegs taugen sollte. Je enger das optische Band ist, um so weniger ist der Farbfehler ein Thema. Deshalb ja meine Idee, auf die H-Alpha-Lini zu springen. Aber ganz ehrlich, vor dem Umbau habe ich etwas Bammel.

Du merkst schon, da ist noch nicht viel fix in meinem Kopf.

CS Kollege
Bernie





Bearbeitet von: Astro-Bernie Franken am: 15.06.2018 20:51:40 Uhr
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Mettling
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5257 Beiträge

Erstellt  am: 09.06.2018 :  23:07:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Bwernie,

Wie man einen 70mm Refraktor mit dem Kasten eines PSTs in ein reines H-Alphateleskop umbaut, habe ich hier beschrieben:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=136471
Das wird mit einem 80mmRefraktor genauso gehen, du benötigst nur einen größeren Front-ERF.

Nach so einem Umbau kann man den Tubus wegen der unumgänglichen Kürzung aber nicht mehr für Weißlicht oder irgendetwas anderes benutzen. Aber dafür kannst Du ja ohnehin den TSA nutzen, da bin ich ganz bei Christoph. Den würde ich mit dem 1,25" Herschelkeil nutzen, der lässt höhere Vergrößerungen zu als die Folie und liefert ein krontrastreicheres Bild. Einen 2"-Keil benötigst Du nur, wenn Du 2"-Okulare nutzen willst. Aber Sonne beobachtet man meist ohnehin bei Vergrößerungen >100x. Brauchst Du dafür 2"?

Zum Umbau: ist wie gesagt in dem Thread beschrieben. Mach Dich aber vorher unbedingt schlau, wie ein H-Alphateleskop funktioniert, was die einzelnen Komponenten machen und wie sie es tun. Da Du selbst umbaust gibt es natürlich keine Garantie von niemandem auf irgendetwas. Du solltest also genau wissen, dass Du alles richtig gemacht hast, bevor Du das erste Mal hindurch schaust. Und stelle den Umbau schon während der Bauphase hier im Forum vor, dann können erfahrene Leute Dich auf Fehler hinweisen.

Aber der Sunlux-Mod wurde mittlerweile schon mehrfach erfolgreich nachgebaut, der funktioniert also. Mit 910mm Brennweite wirst Du aber nicht mehr die komplette Sonne durch den BF bekommen, auch wenn die f/11 sehr schön zum PST-Etalon passen. Dafür wäre ein größerer BF oder weniger Brennweite nötig.

Und da sind wir schon bei den ersten Quizfragen zum Thema H-Alphateleskop:
-Was ist ein ERF und was macht er?
-Was ist ein BF und was macht er?
-Was ist ein Etalon und was macht es?
-Warum passt die Sonne bei 910mm Brennweite nicht durch den BF eines PSTs?
-Warum passen die f/11 so gut zum PST-Etalon?

Versuche mal die Antworten auf diese Fragen durch eigene Recherche zu finden. Dabei wirst Du eine Menge über H-Alphateleskope lernen. Und dieses Wissen brauchst Du unbedingt um so einen Umbau selber sicher zu planen und über die Bühne zu bringen. Und Du wirst dabei auch Alternativen zum Sunlux-Mod kennenlernen, die Du ebenfalls in Betracht ziehen kannst.

Bis dann:
Marcus

16" f/3,7 Dobson, 6" Reisedobs, C8, ED 80/560, Sunlux (Skylux/PST-Mod)
Vixen SP-DX und Porta, Star Adventurer
Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle.

Bearbeitet von: am:
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_Frank_
Meister im Astrotreff


425 Beiträge

Erstellt  am: 09.06.2018 :  23:45:05 Uhr  Profil anzeigen  Besuche _Frank_'s Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Bernie,

es gibt auch die Möglichkeit ein kleines Lunt (hier das mit 50mm Öffnung und Pressure Tuner System) auf 80mm Öffnung zu bringen. Funktioniert insgesamt sehr gut! Hier die Umbauanleitung (https://astrobebchen.jimdo.com/h-alpha-teleskop-umbau/) und hier auch bei meinem Equipment zu sehen (http://sternwarte-wasserberg.de/Equipment). Kostentechnisch sicherlich deutlich unter dem original Lunt mit der entsprechenden Öffnung.


Viele Grüße
Frank

http://sternwarte-wasserberg.de

http://www.astrobin.com/users/_Frank_/

Bearbeitet von: am:
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Mettling
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5257 Beiträge

Erstellt  am: 10.06.2018 :  10:27:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Bernie,

Den von Frank verlinkten Umbau finde ich auch sehr gut. Wenn ich noch mal vor der Entscheidung stünde, welches H-Alphateleskop ich modifizieren wollte, würde ich auch zum Lunt LS50 mit dem 600er BF greifen. Der Pressure Tuner liefert meiner Erfahrung nach ein homogeneres Sonnenbild als das Kippetalon des PSTs und lässt sich deutlich besser tunen. Und der BF ist mit 6mm größer als der 4mm BF des PSTs. Aber damals gab es das Lunt LS50 noch nicht.
Allerdings würde ich nicht irgendeinen Refraktor davor setzen, sondern erst mal ausmessen welches Öffnungsverhältnis die eigene Optik des Luntileins hat. Und dann einen entsprechend größeren Refraktor mit annähernd dem gleichen oder etwas langsamerem Öffnungsverhältnis davor setzen. Der Grund ist, dass die Telezentrik des Etalons (noch eine Vokabel zum recherchieren) für ein bestimmtes Öffnungsverhältnis oder langsamer gerechnet ist. Bei perfekt passendem Verhältnis nutzt Du die ganze Fläche des Etalons.

Weiterhin würde ich:
1. keine Brennweite verwenden, die deutlich größer ist als das 1,5-fache des BF-Durchmessers in mm. Dann passt nämlich noch das komplette Sonnenbild durch den BF.
2. den ERF immer vor das Objektiv setzen, auch wenn es teurer wird. Die Methode mit dem ERF im Tubus geht auch, aber ich persönlich halte es für sinnvoller möglichst viel der nicht benötigten Sonnenenergie von vornherein komplett aus dem Teleskop heraus zu halten. Und das geht nur mit einem Front-ERF.
3. einen ERF oder einen zusätzlichen IR-Blockfilter aus Schott KG3-Glas einbauen. KG3 macht im IR komplett zu, im Gegensatz zu den meisten ERFs, die im mittleren IR wieder aufmachen. UV/IR-Block on KG3-Filter bekommst Du bei Beloptic (Oliver Smie). Ich habe den internen ERF meines PST-Kastens durch einen Beloptic-ERF ersetzt. Zusammen mit dem 75mm Baader D-ERF vor dem Objektiv kommt da nichts mehr durch.

Viel Spaß und Erfolg bei der Planung:
Marcus

16" f/3,7 Dobson, 6" Reisedobs, C8, ED 80/560, Sunlux (Skylux/PST-Mod)
Vixen SP-DX und Porta, Star Adventurer
Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle.

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Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

Deutschland
348 Beiträge

Erstellt  am: 10.06.2018 :  12:35:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Mettling

Hallo Bwernie,


... Den würde ich mit dem 1,25" Herschelkeil nutzen, der lässt höhere Vergrößerungen zu als die Folie und liefert ein krontrastreicheres Bild. Einen 2"-Keil benötigst Du nur, wenn Du 2"-Okulare nutzen willst. Aber Sonne beobachtet man meist ohnehin bei Vergrößerungen >100x. Brauchst Du dafür 2"? ...


Bis dann:
Marcus



Hallo Marcus,

da kann man Dir schlecht widersprechen. Grundsätzlich ist also der 1,25" Herschelkeil die richtige Wahl. Das spart schon ´mal einige Euronen (auch wenn man an die Filter denkt). Wobei "Sparen" bei der Sonnenbeobachtung sicher fehl am Platz ist ! Das Geld wird besser in hochwertigere Filter investiert. Okay, die B+W Filter sind wohl nicht zu toppen.

Gibt es eine Grenze für die Öffnung des Teleskopes, ab der die Energie besser in einem 2" HK abgeführt werden sollte ?

Danke
Bernie






Bearbeitet von: am:
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Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

Deutschland
348 Beiträge

Erstellt  am: 10.06.2018 :  12:40:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Mettling

Hallo Bwernie,

...

Und da sind wir schon bei den ersten Quizfragen zum Thema H-Alphateleskop:
-Was ist ein ERF und was macht er?
-Was ist ein BF und was macht er?
-Was ist ein Etalon und was macht es?
-Warum passt die Sonne bei 910mm Brennweite nicht durch den BF eines PSTs?
-Warum passen die f/11 so gut zum PST-Etalon?

...


Bis dann:
Marcus




Hallo Marcus,

das werde ich natürlich tun. Die Theorie ist immer das Eine, die Praxis oft das Andere. Die Theorie denke ich verstanden zu haben (bin ja Physiker), aber Erfahrung habe ich da eben Null.

Beste Grüße
Bernie




Bearbeitet von: am:
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Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

Deutschland
348 Beiträge

Erstellt  am: 10.06.2018 :  12:44:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: _Frank_

Hallo Bernie,

es gibt auch die Möglichkeit ein kleines Lunt (hier das mit 50mm Öffnung und Pressure Tuner System) auf 80mm Öffnung zu bringen. Funktioniert insgesamt sehr gut! Hier die Umbauanleitung (https://astrobebchen.jimdo.com/h-alpha-teleskop-umbau/) und hier auch bei meinem Equipment zu sehen (http://sternwarte-wasserberg.de/Equipment). Kostentechnisch sicherlich deutlich unter dem original Lunt mit der entsprechenden Öffnung.




Hallo Frank,

das sieht ja schon eher machbar aus .... und würde auch noch so ins Budget passen.

Besten Dank, das schaue ich mir im Detail an.

Grüße und CS
Bernie




Bearbeitet von: am:
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wambo
Altmeister im Astrotreff


3308 Beiträge

Erstellt  am: 10.06.2018 :  13:44:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

schade nur, dass Du dafür einen relativ seltenen Klassiker verwursten willst. Eine solche Aktion hättest Du auch mit jedem x-beliebigen modernen 80 mm Achromaten durchführen können. Mir tuts immer weh, wenn für solche "Projekte" historische Geräte zerpflückt werden. Schade d'rum.
Vor allem, wenn man dann aus deinem Eingangs-Post erkennen kann, dass Du dich vorher gar nicht eingehend mit der Materie befasst hast - aber erst mal nen Klassiker zerpflücken und danach fragen, ob der überhaupt für Sonnenbeobachtung taugt
Just my 2 cents.

Und das hier :

"Mir geht es darum, das schöne alte Tasco sinnvoll zu nutzen. Für mich ist dieses Teleskop so etwas wie ein vom Vorbesitzer geschändetes Tier, das mir zugelaufen ist, krank, verletzt, schlimm dran, und jetzt soll es wieder einen Sinn in seinem Dasein bekommen...."

ist geradezu grotesk, mehr will ich dazu gar nicht sagen. Zumindest weiss ich jetzt, an wen ICH mit Sicherheit keinen Klassiker verkaufen werde.

Und wenn Du das Gerät hier von einem Foren-Teilnehmer haben solltest, würde es mich bzgl. Verpackung wundern. Man kennt sich in der Klassiker-Szene und hier habe ich bisher nur beste Erfahrungen gemacht. Zudem gibt es bei DHL und Konsorten auch eine Transportversicherung...nicht immer ist es die Schuld des Absenders. habe selber schon mal den Fall gehabt, dass ich einen Klassiker sorgfältigst verpackt mit DHL schickte und beim Empfänger kam er mit gebrochener Fokussierwelle und beschädigter Taukappe an. Leider wird mit Paketen oft wie Sau umgegangen...

Leider fällt mir bei Dir extrem auf, dass Du schon öfters erst Teleskope kaufst und dann mit wilden, planlos wirkenden "Umbau- und Optimierungs-Aktionen" anfängst !

Das Thema hatten wir doch hier schon mal :

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=213270&whichpage=4

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=219346

Du wirbelst erst jede Menge Staub auf, fragst tausend Leute um Rat und machst dann doch dein eigenes Ding - was ist denn damals aus dem MK67 geworden ? Kam ja leider auch keine Rückmeldung mehr - als Akademiker soltest Du hier etwas planvoller vorgehen. Damals hattest Du für das MK67 doch offenbar schon einen Fachmann (Kurt) an Bord.....wenn man selber nicht mehr weiter weiss, kann man ein Teleskop/Optik auch mal richten lassen, dann muss man nur mal etwas Geld in die Hand nehmen, bevor man selber alles verbastelt. Fachleute die sowas für Sternfreunde gern machen gibt es genügend : Kurt, Alois, W. Grzybowski....einfach mal planvoll vorgehen.

Michael

Mondbeobachtung, Restaurierung und Reparatur ( nicht nur ) klassischer Astro-Gerätschaft

Bearbeitet von: wambo am: 10.06.2018 15:13:32 Uhr
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Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

Deutschland
348 Beiträge

Erstellt  am: 10.06.2018 :  16:40:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: wambo

Hallo,

schade nur, dass Du dafür einen relativ seltenen Klassiker verwursten willst. Eine solche Aktion hättest Du auch mit jedem x-beliebigen modernen 80 mm Achromaten durchführen können. Mir tuts immer weh, wenn für solche "Projekte" historische Geräte zerpflückt werden. Schade d'rum.
Vor allem, wenn man dann aus deinem Eingangs-Post erkennen kann, dass Du dich vorher gar nicht eingehend mit der Materie befasst hast - aber erst mal nen Klassiker zerpflücken und danach fragen, ob der überhaupt für Sonnenbeobachtung taugt
Just my 2 cents.

Und das hier :

"Mir geht es darum, das schöne alte Tasco sinnvoll zu nutzen. Für mich ist dieses Teleskop so etwas wie ein vom Vorbesitzer geschändetes Tier, das mir zugelaufen ist, krank, verletzt, schlimm dran, und jetzt soll es wieder einen Sinn in seinem Dasein bekommen...."

ist geradezu grotesk, mehr will ich dazu gar nicht sagen. Zumindest weiss ich jetzt, an wen ICH mit Sicherheit keinen Klassiker verkaufen werde.

Und wenn Du das Gerät hier von einem Foren-Teilnehmer haben solltest, würde es mich bzgl. Verpackung wundern. Man kennt sich in der Klassiker-Szene und hier habe ich bisher nur beste Erfahrungen gemacht. Zudem gibt es bei DHL und Konsorten auch eine Transportversicherung...nicht immer ist es die Schuld des Absenders. habe selber schon mal den Fall gehabt, dass ich einen Klassiker sorgfältigst verpackt mit DHL schickte und beim Empfänger kam er mit gebrochener Fokussierwelle und beschädigter Taukappe an. Leider wird mit Paketen oft wie Sau umgegangen...

Leider fällt mir bei Dir extrem auf, dass Du schon öfters erst Teleskope kaufst und dann mit wilden, planlos wirkenden "Umbau- und Optimierungs-Aktionen" anfängst !

Das Thema hatten wir doch hier schon mal :

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=213270&whichpage=4

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=219346

Du wirbelst erst jede Menge Staub auf, fragst tausend Leute um Rat und machst dann doch dein eigenes Ding - was ist denn damals aus dem MK67 geworden ? Kam ja leider auch keine Rückmeldung mehr - als Akademiker soltest Du hier etwas planvoller vorgehen. Damals hattest Du für das MK67 doch offenbar schon einen Fachmann (Kurt) an Bord.....wenn man selber nicht mehr weiter weiss, kann man ein Teleskop/Optik auch mal richten lassen, dann muss man nur mal etwas Geld in die Hand nehmen, bevor man selber alles verbastelt. Fachleute die sowas für Sternfreunde gern machen gibt es genügend : Kurt, Alois, W. Grzybowski....einfach mal planvoll vorgehen.

Michael



Lieber Michael,

das Ganze ist zwar OT aber so kann ich die Dinge nicht stehen lassen:

Erstens:

Der Tasco kam ramponiert bei mir an. Dafür kann ja wohl ich nichts. Der Verkäufer war sich - natürlich - keiner Schuld bewusst. Die Vertargspartner für den Versand sind der Versender und das Versandunternehmen. Der Versender hätte einen Schaden, den er mir gegenüber ausgeglichen hat, über die Versandversicherung beim Versender geltend machen müssen. Da sich der Versender aber weigerte, mir außer einer verbogenen Welle und ein Paar gebrauchten Kleinteilen, den Schaden zu ersetzen, ....


Zweitens:

Was machst Du denn mit einem Klassiker, dessen OAZ kaputt ist ? Meine Lösung: einen modernen dran und soweit instandsetzen, damit eine nutzung wieder möglich und sinnvoll ist. Da kannst Du gerne anderer Meinung sein. Ich habe jedenfalls das Tasco nicht zerstört und auch nicht verbastelt. ich bitte das zur Kenntnis zu nehmen.


Drittens:

Du darfst Dich wundern.


Viertens:

Ich wusste nicht, dass Fragen-stellen gleichbedeutend mit Staub-auwirbeln ist. Tausende Leute haben nicht geantwortet. Natürlich sind mir die Meinungen und Anregungen anderer Menschen wichtig, mir war nur nicht klar, dass ich deren Anregungen dann auch umzusetzen habe. Ich höre mir die Meinungen an, und ziehe meine eigenen Schüsse daraus. Wenn das auf Dich planlos wirkt, dann mag das so sein, ist aber ganz ehrlich für mich nicht entscheidend.

Fünftens:

Der gute MK67 war zur Reparatur beim Fachmann in München - habe ich auch so im Forum kommuniziert. Die Aussage war: Totalverlust, Reparatur nicht sinnvoll möglich (Details tun hier wegen OT nichts zur Sache). Auch hier irrst DU Dich leider.


Sechstens:

Ich mache hier auch Themen auf, weil ich diese für relevant halte auch im Hinblick auf Informationen, die Anfänger oder (Wieder-)Einsteiger benötigen könnten. Ehrlich gesagt dachte ich, dass dafür ein Forum da sei....


So, welch´ ein doch so unnötiger post. Übrigens, lieber Michael gibt es auch dieser Plattform die Möglichkeit, Mitgliedern eine Nachricht zu schreiben. Da kann man sich dann austauschen, auch über unterschiedliche Grundhaltungen ohne anderen Unwahrheiten vorzuwerfen.

Das hättest Du tun sollen. Ich hätte Dir die Dinge gerne erklärt - soweit Dich das etwas angeht.

Sorry, ich konnte Deine Behauptungen nicht so stehen lassen. Schreib´mir einfach eine Nachricht wenn Du weiteren Diskussionsbedarf hast. Alles Gut.

Beste Grüße und sorry an die anderen Mitleser !
Bernie




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Mettling
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5257 Beiträge

Erstellt  am: 10.06.2018 :  17:40:16 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Bernie,

Ob es eine maximal mögliche Öffnung bei Verwendung eines Herscheilkeils gibt, kann ich Dir nicht sagen. Ich würde da mal die Webseiten der Hersteller ( nicht der Händler) konsultieren und gegebenenfalls anfragen. Bei 90mm bist Du aber auf jeden Fall noch auf der sicheren Seite.

Die 910mm Brennweite des Tasco wären mir für einen Skylux-Mod mit einem PST-Kasten zu viel, siehe maximale Brennweite und Durchmesser des BF. Beim 600er BF des Lunt passt das schon eher. Aber das Objektiv des Lunt LS50 hat laut meiner Recherche (ohne Gewähr) f/7, sprich ist ein 50/350 Refraktor, Du könntest also bei 910mm Brennweite deutlich mehr Öffnung nutzen (= mehr Auflösung) oder einen kürzeren Refraktor mit 90mm Öffnung verwenden (= kompakteres, leichteres Instrument). So oder so würde ich also ein anderes Teleskop in Betracht ziehen.

Bedenke dabei, dass das teuerste am H-Alpha Mod immer die Filtereinheiten sind. Die Kosten für den Refraktor an sich sind verglichen damit immer relativ gering. Deshalb macht es meiner Meinung nach mehr Sinn, sich bei der Wahl der Komponenten nach dem bevorzugten H-Alpha-System zu richten und dazu dann einen passenden Refraktor anschaffen. Und nicht umgekehrt.

Bis dann:
Marcus

16" f/3,7 Dobson, 6" Reisedobs, C8, ED 80/560, Sunlux (Skylux/PST-Mod)
Vixen SP-DX und Porta, Star Adventurer
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Bearbeitet von: am:
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Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

Deutschland
348 Beiträge

Erstellt  am: 10.06.2018 :  18:17:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Mettling

Hallo Bernie,

Ob es eine maximal mögliche Öffnung bei Verwendung eines Herscheilkeils gibt, kann ich Dir nicht sagen. Ich würde da mal die Webseiten der Hersteller ( nicht der Händler) konsultieren und gegebenenfalls anfragen. Bei 90mm bist Du aber auf jeden Fall noch auf der sicheren Seite.

Die 910mm Brennweite des Tasco wären mir für einen Skylux-Mod mit einem PST-Kasten zu viel, siehe maximale Brennweite und Durchmesser des BF. Beim 600er BF des Lunt passt das schon eher. Aber das Objektiv des Lunt LS50 hat laut meiner Recherche (ohne Gewähr) f/7, sprich ist ein 50/350 Refraktor, Du könntest also bei 910mm Brennweite deutlich mehr Öffnung nutzen (= mehr Auflösung) oder einen kürzeren Refraktor mit 90mm Öffnung verwenden (= kompakteres, leichteres Instrument). So oder so würde ich also ein anderes Teleskop in Betracht ziehen.

Bedenke dabei, dass das teuerste am H-Alpha Mod immer die Filtereinheiten sind. Die Kosten für den Refraktor an sich sind verglichen damit immer relativ gering. Deshalb macht es meiner Meinung nach mehr Sinn, sich bei der Wahl der Komponenten nach dem bevorzugten H-Alpha-System zu richten und dazu dann einen passenden Refraktor anschaffen. Und nicht umgekehrt.

Bis dann:
Marcus



Hallo Marcus,

in diese Richtung gehen meine Gedanke nun auch. Die Waage schlägt auch gerade in Richtung Lunt aus. Der Umbau von Frank gefällt mir gut und erscheint auch einfacher und sicherer zu realisieren zu sein. Ganz sicher bin ich mir da aber noch nicht.

Vielen Dank auf jeden Fall für Deine konstruktiven Hinweise.

Macht´s gut
Bernie




Bearbeitet von: am:
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_Frank_
Meister im Astrotreff


425 Beiträge

Erstellt  am: 14.06.2018 :  23:12:36 Uhr  Profil anzeigen  Besuche _Frank_'s Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Bernie,

um nochmal auf den Lunt-Mod zu kommen und dir vielleicht etwas die Bedenken zu nehmen: Der Umbau ist sehr einfach und vor allem in wenigen Minuten wieder rückgängig zu machen. Das Lunt mit Etalon und Pressure Tuner ist am Refraktortubus nur verschraubt, so dass du wirklich nur den Gewindeadapter einschrauben musst und auf der anderen Seite an das Schraubgewinde des neuen Refraktor OAZ.

Die einzige Schwierigkeit bei mir war, dass das Drehteil des Pressure Tuners nach festziehen der Verschraubung „nach unten“ geguckt hat, so dass ich den Mod nicht mehr ohne weiteres auf eine ebene Umterlage abstellen konnte. Zwei kleine Gewindelöcher zur Posiitionsfixierung mit Madenschrauben waren das Aufwändigste und haben dieses Problem sehr einfach gelöst. ;-) Den ERF habe ich im Tubus und kann in seiner Holzfassung zwischen zwei der originalen Blendringe des Refraktors geklemmt werden. Der Umbau geht also auch mit zwei linken Händen... :-))

Das kleine 50er Lunt hat übrigens genau wie Marcus sagt ein Öffnungsverhältnis von f/7. Der von mir verbaute 80/540 quasi ebenfalls, so dass dies gut miteinander harmoniert.


Viele Grüße
Frank

http://sternwarte-wasserberg.de

http://www.astrobin.com/users/_Frank_/

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