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 Okulare für APM 100-45 ED APO ?
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Seite: von 4

Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

Deutschland
393 Beiträge

Erstellt  am: 25.05.2018 :  00:59:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Mettling

Hallo Bernie,

Zu Okularen am Bino kann ich mangels Bino nichts beistuern, außer dass das 24mm Panoptic allgemein ein sehr gutes Okular ist. Aber das hast Du glaube ich auch schon selbst mitbekommen.
Mich würde interessieren, wie Du das Gerät montiert hast. Verwendest Du die APM Mittelmontierung oder eine Gabel? Oder eine ganz andere Lösung? Hintergrund ist, dass ich mich prinzipiell auch für das Gerät interessiere, aber große Zweifel an der Stabilität der APM-Einarmgabel habe.

Neugierig:
Marcus



Hallo Marcus,

ich stelle gerne bald ein Bild von meiner neuen Montierung für das APM 100er hier rein. Das dauert noch etwas. Das APM Ärmchen werde ich definitiv im Feld nicht benutzen. Ich riskiere meine Ausrüstung nicht durch so ein Teil. Ich werde meine AYO Mark II auf das Baaderstativ schnallen und für die eine Seite eine massive gesicherte L-Halterung bauen. Die ALU-Platten sind schon bestellt. Auf die Gegenseite kommt, obwohl das wegen der AYO selbst nicht nötig wäre, ein Gegengewicht von ca. 2,5 kg (mit Stange dann ca. 3,5kg).

Also bitte noch ein kleinwenig Geduld ... aber diese Geduld hast Du ja :-))

Beste Grüße und CS
Bernie




Bearbeitet von: am:
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Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

Deutschland
393 Beiträge

Erstellt  am: 25.05.2018 :  01:05:19 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: matthisk

Hallo,

Zitat:
Original erstellt von: Astro-Bernie Franken
Was ist wohl der beste Kauf im Bereich 25-30mm Brennweite und größer 75° Feld ?



Sowas gibt es nicht in 1,25”, von daher irrelevant ...

Viele Grüsse
Matthias



Hallo Matthias,

nun, 65-70° reichen sicher auch .....

Grüße
Bernie




Bearbeitet von: Astro-Bernie Franken am: 25.05.2018 01:31:29 Uhr
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matthisk
Senior im Astrotreff

Deutschland
139 Beiträge

Erstellt  am: 25.05.2018 :  01:37:58 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Astro-Bernie Franken

Zitat:
Original erstellt von: matthisk

Hallo,

Zitat:
Original erstellt von: Astro-Bernie Franken
Was ist wohl der beste Kauf im Bereich 25-30mm Brennweite und größer 75° Feld ?



Sowas gibt es nicht in 1,25”, von daher irrelevant ...

Viele Grüsse
Matthias



Hallo Matthias,

nun, 65-70° reichen sicher auch .....

Grüße
Bernie



Kenne ich auch keines. Vielleicht gibt es irgendwo ein 25mm mit 65 Grad, mehr mehr wird nicht drin sein. 24mm mit 68 Grad, ja.

Gruss
Matthias

Bearbeitet von: am:
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b_schaefer
Senior im Astrotreff

Deutschland
175 Beiträge

Erstellt  am: 25.05.2018 :  10:17:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Huch, warum so gereizt? Ich habe deutlich dargestellt, dass das meine Ansichten zu bestimmten Punkten sind. Das bedeutet ja nicht, dass diese auch für andere gelten müssen.

Zur APM Gabel. Ich habe sie im Angebot gekauft, für deutlich weniger als 200 Euro. Aber auch dafür finde ich sie nicht massiv überteuert, ICS verkauft seine Einarmgabeln für die Miyauchi oder Kowa Großferngläser für 475,- bzw. 1050,- Euro, Kowa selbst nimmt ca. 1500 Euro für seine Einarmgabel. Diese sind natürlich auch stabiler als die APM-Gabel. Meine arbeitet klaglos, kam einwandfrei an und bringt keine zusätzlichen Schwingungen in den Aufbau ein.

Das Problem ist, dass APM die Einarmgabeln nicht beim Design einplant. Zumindest bei den 70er-100ern wird also nicht genug Platz für eine sinnvoll dimensionierte zentrale Aufnahme gelassen. Beim 120er mag das anders sein, aber beim 100er wurde die Einarmgabel erst nach Fertigstellung des Fernglases entwickelt. Der beschränkte Platz führte zu dem dünnen Ausleger und der kleinen Alt-Achse. Am 100er APM führt die Montierung daher wohl eine deutliche Anfälligkeit für Schwingungen ein. An meinem Gerät eben nicht, weil es leichter und kleiner ist.

Und es lohnt sich tatsächlich, mal zu schauen, welche Bildfeldwölbung man erwarten darf. Hochgeöffnete Refraktoren (wie in den Großferngläsern) haben dabei andere Charakteristiken als moderat geöffnete Refraktoren. Und wenn ein Okular eben für einen Refraktor mit bestimmter Petzval-Summe gerechnet ist, wird es an diesem sehr gut funktionieren, an anderen nicht. Das hat mit "Gurken" nichts zu tun.

Ich habe keinen Ehrgeiz, für irgendjemand Werbung zu machen, keine Ahnung, wie man auf diese Idee kommt... Ich nenne in meinen Beiträgen selten konkrete Produkte, wenn das nicht unbedingt nötig ist, was mir ja auch gleich am Anfang dieses Themas einen Anranzer eingebracht hat.

Viele Grüße,
Sebastian


Bearbeitet von: am:
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C.Hay
Senior im Astrotreff


240 Beiträge

Erstellt  am: 25.05.2018 :  19:42:27 Uhr  Profil anzeigen  Besuche C.Hay's Homepage  Antwort mit Zitat
Bernie: Sebastian hat wirklich Recht mit der Bildfeldkrümmung. Das muss man erlebt haben. Es ist erstaunlich, wie ein Okular von Objektiv zu Objektiv sich ganz anders verhalten kann, und zwar eben wegen einer sich verstärkenden oder ausgleichenden Bildfeldkrümmung. Gerade die Pentax XW-Okulare sind z.B. dafür bekannt, wobei Pentax meines Wissens wiederum der einzige Hersteller ist, der die Krümmungen lobenswerter Weise veröffentlicht. Kurz gesagt, die Gleichung "Objektiv-Qualität + Okular-Qualität = Super-System" greift nicht unbedingt.

Was Sebastian bzgl. Mitbeobachter sagt, finde ich sehr sympathisch. Auch ich gestalte meine Systeme immer mit Mitbeobachter im Hinterkopf, darunter selbstverständlich auch Kinder.

Matthias, Du fragst nach Okularen um 5mm. Ich schlage 3 Kandidaten vor, nicht super-billig, aber wohl durchdacht:
1. Wenn es um das grösste Feld geht: Ein Astro-Kumpel von mir, der ein sehr versierter und anspruchsvoller Beobachter ist, ist von den "TS SWA 100° Ultra-Series 5 mm 1.25" Xtreme Weitwinkel" am APM 100mm begeistert. Hätte ich nicht erwartet, ist aber so.
2. Wenn es um eine gute Mischung von Top-Qualität und grossem Feld geht, würde ich zu den Nagler 5mm neigen, sofern Brille kein Thema ist. Ich kann persönlich ab 1,5mm AP abwärts meine Brille weglassen. Allerdings würde mich die Randverzeichnung am Planeten und auch am Mond stören. Ich kann es nicht leiden, wenn ein Planet am Rand zum Ei wird. Geschmackssache.
3. Aus obigem Grund würde ich persönlich am APM 100 zu den Nagler 3-6mm Zoom neigen. Nicht die billigste Lösung, aber 4 Brennweiten in einem, praktisch parfokal, und erlaubt unter allen Bedingungen ein Herantasten an die maximale Vergrößerung. Am Planeten empfinde ich eine engere Einrahmung im Sehfeld sogar als vorteilhaft, das erhöht die Konzentration auf das Objekt. Auch diese Empfehlung ist durch Erfahrung untermauert, habe mal den Mars damit im APM angeschaut und war beeindruckt.

Das sind alles Okulare mit besonderen Eigenschaften, die den einen oder anderen Aspekt konsequent ausreizen. 68-Grad-Okulare fände ich weder Fisch noch Fleisch.

CS, Christopher


Freunde der Nacht - BAfK Beobachteratlas für Kurzentschlossene


Bearbeitet von: am:
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matthisk
Senior im Astrotreff

Deutschland
139 Beiträge

Erstellt  am: 25.05.2018 :  21:54:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Christopher,

Danke hierfür!

400-1000€ wollte ich nicht ausgeben, da ich nur gegelentlich mit dem Bino auf Planeten halte.

Hat jemand Erfahrung mit kurzbrennweitigen Okularen an dem Bino, bei <100€ pro Okular?

Viele Grüsse
Matthias

Bearbeitet von: am:
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TGM
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1146 Beiträge

Erstellt  am: 25.05.2018 :  22:54:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: C.Hay

Bernie: Sebastian hat wirklich Recht mit der Bildfeldkrümmung. Das muss man erlebt haben. Es ist erstaunlich, wie ein Okular von Objektiv zu Objektiv sich ganz anders verhalten kann, und zwar eben wegen einer sich verstärkenden oder ausgleichenden Bildfeldkrümmung. Gerade die Pentax XW-Okulare sind z.B. dafür bekannt, wobei Pentax meines Wissens wiederum der einzige Hersteller ist, der die Krümmungen lobenswerter Weise veröffentlicht. Kurz gesagt, die Gleichung "Objektiv-Qualität + Okular-Qualität = Super-System" greift nicht unbedingt.

Was Sebastian bzgl. Mitbeobachter sagt, finde ich sehr sympathisch. Auch ich gestalte meine Systeme immer mit Mitbeobachter im Hinterkopf, darunter selbstverständlich auch Kinder.

Matthias, Du fragst nach Okularen um 5mm. Ich schlage 3 Kandidaten vor, nicht super-billig, aber wohl durchdacht:
1. Wenn es um das grösste Feld geht: Ein Astro-Kumpel von mir, der ein sehr versierter und anspruchsvoller Beobachter ist, ist von den "TS SWA 100° Ultra-Series 5 mm 1.25" Xtreme Weitwinkel" am APM 100mm begeistert. Hätte ich nicht erwartet, ist aber so.
2. Wenn es um eine gute Mischung von Top-Qualität und grossem Feld geht, würde ich zu den Nagler 5mm neigen, sofern Brille kein Thema ist. Ich kann persönlich ab 1,5mm AP abwärts meine Brille weglassen. Allerdings würde mich die Randverzeichnung am Planeten und auch am Mond stören. Ich kann es nicht leiden, wenn ein Planet am Rand zum Ei wird. Geschmackssache.
3. Aus obigem Grund würde ich persönlich am APM 100 zu den Nagler 3-6mm Zoom neigen. Nicht die billigste Lösung, aber 4 Brennweiten in einem, praktisch parfokal, und erlaubt unter allen Bedingungen ein Herantasten an die maximale Vergrößerung. Am Planeten empfinde ich eine engere Einrahmung im Sehfeld sogar als vorteilhaft, das erhöht die Konzentration auf das Objekt. Auch diese Empfehlung ist durch Erfahrung untermauert, habe mal den Mars damit im APM angeschaut und war beeindruckt.

Das sind alles Okulare mit besonderen Eigenschaften, die den einen oder anderen Aspekt konsequent ausreizen. 68-Grad-Okulare fände ich weder Fisch noch Fleisch.

CS, Christopher



Hallo Christopher,

vielen Dank für deinen gelungen positiven, Beitrag.

Mit Vielem stimme ich überein, an anderer Stelle bin ich dagegen skeptisch.

1. Es ehrt einen wenn man an Mitbeobachter denkt, das liegt in Sebastians Fall mit einer Familie mit Kindern auf der Hand, doch in erster Linie schafft man Okulare an, von denen man selbst zu 100% überzeugt ist. Meine beiden - inzwischen schon erwachsenen Söhne - z.B. sind auch mal mit raus aufs Land gefahren und haben durch das Fernrohr geblickt, doch ich denke sie wären reichlich verwundert, wenn ich auf meine Lieblingsokulare verzichtet hätte weil sie eventuell nicht damit zurecht kommen.

2. Du bringst immer wieder das Nagler Zoom mit 3-6 mm ins Spiel. Hast du es mal in Kombination mit dem APM ED Bino verwendet?

Das 100er soll von der Optik nicht an das 70iger heranreichen, in meinem 70iger lohnt sich ein 4.5 mm Okular nicht, das Bild ist größer als bei 6,5 mm aber ich sehe nicht mehr Details. Bei hellen Objekten sieht man mit 1 mm Austrittspupille ( also 5.5 mm Brennweiter) bereits 95% des theoretisch möglichen, oder andersherum, wenn das Teleskop nur 5% weniger als das Maximum liefert bringt eine kleinere Austrittspupille und damit höhere Vergrößerung nichts.

Mein Fazit, sicherlich etwas provakant: Das Nagler Zoom lohnt sich nur wenn man schlecht Augen hat, oder es einfach groß liebt. Man sieht nicht mehr, das Gesichtsfeld wird nur kleiner, was gerade bei einem Bino stört, das sich eher auf einer einfachen Montierung ohne Nachführung befindet.

beste Grüße

Thomas

Bearbeitet von: am:
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b_schaefer
Senior im Astrotreff

Deutschland
175 Beiträge

Erstellt  am: 26.05.2018 :  08:42:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

auch wenn Mitbeobachter keine Rolle spielen, empfehle ich bezüglich der Pentaxe ein paar Tests. Die Form des Okularkörpers kann (je nach Gesicht natürlich) für binokulare Beobachtung problematisch sein. Bei den XL kann man noch den ganzen Okularkörper abnehmen, bei den XW nur noch den vorderen Ring. Vielleicht kann man ja mal zwei verschiedene, aber ähnlich lange XWs probehalber auf gleicher Höhe nebeneinander klemmen. Ich persönlich jedenfalls kam mit zwei XW 10mm nicht klar, mein Augenabstand sind aber auch nur 61,5 bis 62mm.

An meinem Gerät (f/5,6) funktionieren die Antares W70 4,3mm sehr gut. Die könnten auch am APM 100 (f/5,5) funktionieren, wobei sie das Gerät mit 128x und einer AP von knapp 0,8mm natürlich sehr fordern. Sie sind klein, leicht und günstig. Mit 70° sGF läuft einem das Motiv auch nicht so rasant aus dem Blickfeld wie im Nagler-Zoom.

Viele Grüße,
Sebastian


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AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3717 Beiträge

Erstellt  am: 26.05.2018 :  10:30:20 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,
der Einblick mit Brille ist bei den Pentaxen sehr gut. Aber, wie eben erwähnt, bei schmaler Augendistanz schwierig. Die Bildfeldwölbung fällt auch am f10 Refraktor auf.
Allerdings nur bis zum 10 mm Okular. Beim älteren 5,2 XL und den XW 3,5 aber nicht mehr. Ich nutze meist am Binoansatz nur die kurzbrennweitigen Okus.
Aber selbst beim 10ner ist die Bildfeldwölbung nur am Mond schwach sichtbar, bei 1 mm Austrittspupille, eigentlich völlig zu vernachlässigen.
Ansonsten sind es perfekte Okulare, auch für die Planetenbeobachtung.
Die Bildfeldwölbung ist mir eigentlich nur mit dem 20 iger bewußt aufgefallen, beim Blick am Tage in die Landschaft.

Gruß Armin

PS Die Bildfeldwölbung hängt meines Wissens auch deutlich vom Objektiv ab.
Öffnungsverhältnis, großes, flaches Bildfeld etc.

Bearbeitet von: AS-Fan am: 26.05.2018 11:18:57 Uhr
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TGM
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1146 Beiträge

Erstellt  am: 26.05.2018 :  11:30:13 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: AS-Fan



PS Die Bildfeldwölbung hängt meines Wissens auch deutlich vom Objektiv ab.
Öffnungsverhältnis, großes, flaches Bildfeld etc.



Die Bildfeldwölbung, der Krümmungsradius, hängt in erster Linie von der Brennweite des Objektivs ab, deshalb bedarf es bei den kurzbrennweitigen APM Binos besonderer Beachtung. Das Öfnugsverhälntis geht kaum ein, oder nur sehr indirekt über die Konstruktion des Objektivs.

Gruß

Thomas

Bearbeitet von: am:
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AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3717 Beiträge

Erstellt  am: 26.05.2018 :  12:37:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ja...eigentlich bräuchte man für jedes Objektiv, daß genau gerechnete/angepaßte Okular.
Also am besten auf nem Teleskoptreffen viele Okus durchtesten.

Gruß Armin

Bearbeitet von: am:
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C.Hay
Senior im Astrotreff


240 Beiträge

Erstellt  am: 26.05.2018 :  12:51:51 Uhr  Profil anzeigen  Besuche C.Hay's Homepage  Antwort mit Zitat
Thomas: Ha, interessant, diese Nagler-Zoom Debatte! Vielleicht habe ich tatsächlich schlechte Augen. Auch, dass ich es gelegentlich gross liebe, will ich nicht leugnen.

Doch wie dem auch sei: Es ist meine Erfahrung. Ich hatte mal einen Abend lang die 3-6 Zooms im APM 100 ED und war wirklich angetan. Das Einblickverhalten fand ich binokular ohne Brille sehr gut. Durch die gute Randschärfe ist das gesamte Feld gut brauchbar. Fand ich am Planeten überhaupt nicht eingeschränkt.

Es mag sein, dass 4,5mm Okularbrennweite zu wenig ist bei einem f5,5 Fernglas. Aber der Witz vom Zoom ist ja, dass 6, 5, 4 und 3 zur Verfügung stehen, man kann also auswählen. Die einzelnen Schritte machen eine Menge aus. Ich hatte das Zoom in Mono-Modus an vielen 2- bis 5-Zoll Refraktoren mit Öffnungsverhältnissen zwischen f5 und f6,4 im Betrieb. Ich landete oft bei 5mm, was für mich ein Sweet Spot war. Aber manchmal war 6mm angenehmer, gelegentlich zeigte 4mm mehr, 3mm brachte am Planeten nichts.

Bei Doppelsternen wiederum mag das anders sein, die DS-Beobachter gehen oft ganz bewusst in die Übervergrößerung!

Was AP betrifft, hatte ich früher, in einer Phase, in der ich die AP-Frage am Planeten sehr differenziert in der Praxis durch-dekliniert habe, eine Vorliebe für 0,7mm bei Jupiter, empfand 0.9 als zu viel. Bei Venus finde ich weiterhin eine Vergrößerung bis 0,6mm AP am Apo förderlich. Es wird dann leichter, die Eindellungen am Terminator zu sehen, welche auf grossräumige Wolkenbänder auf der Planetenoberfläche schliessen lassen, was mein Hauptziel bei der Venus-Beobachtung ist.

Es hängt eben alles von der Anwendung ab, und vor allem vom Beobachter selbst, und ist zudem im Laufe eines Beobachterlebens im Fluss.

CS, Christopher


Freunde der Nacht - BAfK Beobachteratlas für Kurzentschlossene


Bearbeitet von: C.Hay am: 26.05.2018 12:59:08 Uhr
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TGM
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1146 Beiträge

Erstellt  am: 27.05.2018 :  19:16:34 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: C.Hay

Thomas: Ha, interessant, diese Nagler-Zoom Debatte!

...
Es mag sein, dass 4,5mm Okularbrennweite zu wenig ist bei einem f5,5 Fernglas. Aber der Witz vom Zoom ist ja, dass 6, 5, 4 und 3 zur Verfügung stehen, man kann also auswählen. Die einzelnen Schritte machen eine Menge aus. Ich hatte das Zoom in Mono-Modus an vielen 2- bis 5-Zoll Refraktoren mit Öffnungsverhältnissen zwischen f5 und f6,4 im Betrieb. Ich landete oft bei 5mm, was für mich ein Sweet Spot war. Aber manchmal war 6mm angenehmer, gelegentlich zeigte 4mm mehr, 3mm brachte am Planeten nichts.
..
Es hängt eben alles von der Anwendung ab, und vor allem vom Beobachter selbst, und ist zudem im Laufe eines Beobachterlebens im Fluss.

CS, Christopher




Hallo Christopher, hallo zusammen,

vielleicht hilft es nochmal aus einer anderen Blickrichtung mit der Auswahl von Okularen für ein Großferngläser zu beginnen.

1.Wenn unsere Augen perfekt wären käme man mit einem Okular aus, doch sind sind es nicht, aber doch deutlich besser als man häufig denkt. Bei 2 mm Austrittspupille schöpft man bereits 80% der Teleskopleistung aus, bei 1 mm sind es sogar 95%. Mit 2 bzw. 3 Okularen gut gestuften Okularen nutzt man daher bereits 80 bzw. 95 % der Fernglas-Leistung aus. Die erste Frage ist daher wie viele Okulare will ich anschaffen, 2, 3, oder mehr und dabei im Blick hat, dass man wahrscheinlich den Okularsatz später ausbauen möchte. Diese Entscheidung will gut überlegt sein, denn wenn man später ergänzen will stimmt meist die Abstufung der Okulare nicht. Bei zwei Okularen pro Brennweite geht dies ins Geld.

2. Riesige Gesichtsfelder (>75 Grad) - gerade bei niedrigen Vergrößerungen - bekommt man einen spektakulären Bildeindruck, wie kein anderes Teleskope ihn liefern kann. Diese Bedingungen schränkt die Auswahl an Okularen stark ein (TV Nagler, Ethos (?), Baader Morpheus, die jetzt erscheinenden APM high eyerlief) Hier muss jeder für sich entscheiden, wie wichtig die perfekte Randschärfe ist, Augenabstand, (Brille), wie viel Geld man investieren kann und möchte. Nicht unwichtig, wie sind die Brennweiten abgestuft (enge oder weite Stufen)?

3. Jetzt konkret, vor 10 Jahren hat mir die Auswahl von Frank Richardsen , einem sehr erfahren Deep-Sky Beobachter für sein 130 f/6 TBM Bino, sehr geholfen:

Bericht Binoptic 130 mm

Nur drei Okulare, Televue Panoptic 24 mm, Nagler 13 und 7 mm, also etwa 4 mm, 2 mm und 1mm Austrittspupille. Dies ist immer noch eine sehr gut Wahl, die Okulare sind parfokal und ich wiederhole, dies ist besonders bei den APM Gläser hilfreich, denn es reduziert das Risiko dass sich beim häufigen Fokussieren mit den recht strammen Drehfokussierern die Ausrichtung des Glases auf das Objekt verloren geht.

Ich bin inzwischen auf die Morpheus Okulare umgestiegen, das Gesichtsfeld des Morpheus 12,5 mm und des Nagler ist praktisch gleich groß, doch der Augenabstand ist beim Morpheus viel größer und angenehmer. Da ich noch einen Doppelrefraktor für 2“ Okulare besitze ist mein Okularsatz entgegen meinem ursprünglichen Wunsch stark angewachsen, ich habe Zoom-Okulare ausprobiert, einen kompletten Satz Orthos angeschafft. Doch im Grunde verwende ich immer nur ein recht minmalistisches Set von drei Okularen, beim APM Bino Panoptic 24 mm, Morpheus 12,5 und 6.5 mm.


4. Wie sehe für mich eine ideale Okularkombination für ein APM Bino aus?
Am wichtigsten wäre mir ein extremes Weitwinkel mit möglichst langer Brennweite, 85 Grad und 19 mm hat APM angekündigt mehr geht, nicht bei 1.25“, dazu 10 mm und etwas bei 5-6 mm . Da wird die Auswahl schon schwieriger, wenn großes Gesichtsfeld (> 75 Grad) höchste Priorität hat, Nagler 11 mm oder Morpheus 9 mm, Alternative Delos 10 mm mit etwas kleinerem Gesichtsfeld. Im Bereich 6 mm sind die gleichen Kandidaten interessant. Es geht auch viel preiswerter. Wenn man sich mit ca. 65 Grad Gesichtsfeld begnügt, da würde ich die APM UFF Okulare wählen, eines (18 oder 15 mm) wird ja mitgeliefert.

Christopher, zum Schluss sollte ich mich nochmal zum Nagler Zoom äußern. Klar, mein Kommentar war schon etwas frech, du besitzt sicherlich viel mehr Beobachtungserfahrung als ich . Doch ich bin schon etwas erstaunt darüber dass es für dich im Bereich unterhalb von 1 mm Austrittspupille so große Unterschiede gibt, auch in Abhängigkeit vom Objekt. Beim Vergleich mit dem 71 mm Borg FL Bino von Sebastian hatte er ein 4.3 mm Antares und 2.5 mm Nagler dabei und ich fand das Bild vor allem im Nagler vom Mond im APM Bino furchtbar matschig, im Borg etwas besser. Ich denke ab AP kleiner 1 mm sieht man je nach Optik vielleicht nur minimal mehr, aber man sieht es einfacher, dafür ist das Bild weniger ästhetisch. Wie du schon schreibst, es hängt vom Betrachter ab und es ist Geschmackssache, was einem wichtiger ist.


Sorry, ist etwas lang geworden.

Beste Grüße

Thomas

p.s. Link berichtigt

Bearbeitet von: TGM am: 27.05.2018 22:27:32 Uhr
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C.Hay
Senior im Astrotreff


240 Beiträge

Erstellt  am: 28.05.2018 :  18:45:04 Uhr  Profil anzeigen  Besuche C.Hay's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,
Danke für den interessanten Link zum 130er Bino, den ich noch nicht kannte. Ich könnte lange diese Austrittspupillen-Diskussion weiterspinnen. Ich denke jedoch, dass sie eigentlich in die Planeten- oder Doppelstern-Beobachter-Foren gehört, wo es viele interessante Mitteilungen dazu gäbe. Hier im Fernglas-Forum befürchte ich dagegen, damit zunehmend off-topic zu geraten. Ich verabschiede mich also mit Dank für den spannenden Austausch.
Christopher


Freunde der Nacht - BAfK Beobachteratlas für Kurzentschlossene


Bearbeitet von: am:
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TGM
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1146 Beiträge

Erstellt  am: 30.05.2018 :  00:05:38 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Christopher,

die Diskussion über maximale Vergrößerung führt hier nicht weiter, da stimmen wir überein, das war auch die Intention meiner lezten Zeilen, vielleicht nicht deutlich genug.

Ein Aspekt, da bin ich neugierig und ich würde mich freuen wenn du darauf eingehst: Du hast hier propagiert die Okulare nach Anwendungen auszusuchen, was für ein Okularsatz kommt denn dabei raus?

Beste Grüße

Thomas

Bearbeitet von: TGM am: 30.05.2018 00:06:55 Uhr
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