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 Okulare für APM 100-45 ED APO ?
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Seite: von 2

Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

Deutschland
329 Beiträge

Erstellt am: 17.05.2018 :  23:47:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich habe mir ein APM 100mm 45° ED APO Großfernglas geleistet.

Jetzt geht es darum, das schöne Teil mit Okularen zu versehen.

Wer von EUCH nutzt auch ein solches Teil und für welche Okulare habt Ihr Euch entschieden ?

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht ?

Beste Grüße
Bernie

Takahashi TSA 102 N + Takahashi FS-60 C(B) parallel auf einer SkyWatcher AZ-EQ6 auf Berlebach Planet Stativ

APM 100-45 ED APO auf Baader Hartholzstativ

AYO Mark II


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Dietmar
Altmeister im Astrotreff


1307 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2018 :  00:30:47 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich habe ein ähnliches 100mm Fernglas und benutze 24mm Panoptic und 13mm Nagler, ggf. 9mm Nagler

Clear Skies

Gruß Dietmar

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Andreas72202
Meister im Astrotreff

Deutschland
394 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2018 :  11:07:19 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

zusätzlich zu den serienmäßigen APM 18 mm-Okus habe ich 24er Panoptic und 10er Delos im Einsatz, die eignen sich sehr, sehr gut für das 120er SD Bino. Geplant sind noch 6er Delos und evtl. etwas im Bereich um 4,5 mm Brennweite.

Viele Grüße
Andreas

***Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe***

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Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

Deutschland
329 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2018 :  12:08:30 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Dietmar

Ich habe ein ähnliches 100mm Fernglas und benutze 24mm Panoptic und 13mm Nagler, ggf. 9mm Nagler



Hallo Dietmar,
darf ich fragen, welches 100er Du benutzt ? Das APM hat eine Brennweite von 550 mm.
Beste Grüße
Bernie

Takahashi TSA 102 N + Takahashi FS-60 C(B) parallel auf einer SkyWatcher AZ-EQ6 auf Berlebach Planet Stativ

APM 100-45 ED APO auf Baader Hartholzstativ

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Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

Deutschland
329 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2018 :  12:19:01 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Andreas72202

Hallo,

zusätzlich zu den serienmäßigen APM 18 mm-Okus habe ich 24er Panoptic und 10er Delos im Einsatz, die eignen sich sehr, sehr gut für das 120er SD Bino. Geplant sind noch 6er Delos und evtl. etwas im Bereich um 4,5 mm Brennweite.

Viele Grüße
Andreas



Hallo Andreas,
warum hast Du die Delos den T6 Nagler vorgezogen ?

Offensichtlich ist wohl das 24mm Panoptic unter Binonutzern gesetzt. Das habe ich nun verstanden. Gibt es denn ein empfehlenswertes Okular, welches niedrigere Vergrößerungen als die 23x des Pan liefert ?

Hat Jemand von Euch mit den Pentax XW/XL Erfahrungen gemacht ?

Und wie sieht es denn mit Zomm Okularen aus ?

Ich habe bereits ein 3-6mm Nagler Zoom. Ein zweites Teil wäre machbar... macht das Sinn in Eueren Augen.

... und dazu dann zwei Pentax XF 6,5-19,5mm

... und obennraus zwei Panopic 24mm


?

Beste Grüße
Bernie

Takahashi TSA 102 N + Takahashi FS-60 C(B) parallel auf einer SkyWatcher AZ-EQ6 auf Berlebach Planet Stativ

APM 100-45 ED APO auf Baader Hartholzstativ

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Andreas72202
Meister im Astrotreff

Deutschland
394 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2018 :  13:08:39 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Bernie,

die Delos haben meine Nagler T6 damals abgelöst, weil sie deutlich besseren Kontrast und größere Schärfe liefern. Aber: sie sind insgesamt viel voluminöser und somit nicht für jeden am Bino verwendbar (Augenabstand, Nasengröße etc.).

Viele Grüße
Andreas

***Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe***

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Dietmar
Altmeister im Astrotreff


1307 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2018 :  14:48:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
meines ist ein Omegon Nightstar 100 Triplet mit 2 Okularen 20x +40x Vergr.

Clear Skies

Gruß Dietmar

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b_schaefer
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
30 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2018 :  15:10:52 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Das 24er Panoptic bietet derzeit das maximale Feld für 1,25" Okulare und ist zudem wirklich gut. Daher ist es so oft an Großferngläsern zu finden.

Generell gibt es einige Dinge, welche die Okularauswahl beeinflussen können: Während am Binoansatz oftmals leichte Okulare bevorzugt werden, muss man das am Großfernglas nicht zwangsläufig auch so halten. Worauf man allerdings achten muss, ist die Fokuslage. Bei manchen Okularen (z.B. Delos 17,3mm) liegt der Fokus sehr weit innen und man bekommt daher evtl. keine scharfe Abbildung auf Unendlich. Einige wenige 1,25" Okulare können auch zu dick sein, um bei einem engeren Augenabstand genügend nahe zusammen gebracht werden zu können. Zudem setzt das Großfernglas durch seine Umlenkprismen und die fixe Kollimierung der Hochvergrößerung Grenzen. Daher lohnt es normalerweise kaum, unter eine AP von 1 mm zu gehen.

Es verbleibt in jedem Falle genügend Auswahl. Die Vergütungen haben sich in den letzten Jahren/Jahrzehnten doch noch deutlich verbessert, weswegen die moderneren Okularserien (z.B. Tele Vue Delos, Baader Morpheus oder Vixen SSW) oftmals kontrastreicher und farbechter sind als ihre Vorgängerserien. Eine scheinbares Gesichtsfeld um 70-75° wird oft als optimal gesehen, nicht tunnelig und trotzdem gut zu überblicken. Da es sehr individuell ist, wie gut man mit bestimmten Okularen zurecht kommt und es auch in den verschiedenen Serien unterschiedlich gute Kandidaten gibt, wäre ich mit Empfehlungen vorsichtig. An manchen Okularen muss z.B. der Augenabstand sehr genau stimmen; da kommt einer problemlos mit zurecht, ein anderer klagt über ständige Abschattungen. Manch einer schwört auf die High End Serien wie TeleVue Ethos, Takahashi UW oder Docter UWA, der andere kommt mit Baader Hyperions, Antares und/oder günstigen chinesischen Okus gut aus.

Allzuviele Okulare braucht man wahrscheinlich auch nicht, ich denke, zwischen 24 mm und ca. 5,5 mm passen vielleicht noch zwei Pärchen. Auch drei Okularpaare reichen sicher gut hin.

Viele Grüße,
Sebastian




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TGM
Meister im Astrotreff

Deutschland
959 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2018 :  16:17:08 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Astro-Bernie Franken

Zitat:
Original erstellt von: Andreas72202

Hallo,

zusätzlich zu den serienmäßigen APM 18 mm-Okus habe ich 24er Panoptic und 10er Delos im Einsatz, die eignen sich sehr, sehr gut für das 120er SD Bino. Geplant sind noch 6er Delos und evtl. etwas im Bereich um 4,5 mm Brennweite.

Viele Grüße
Andreas



Hallo Andreas,
warum hast Du die Delos den T6 Nagler vorgezogen ?

Offensichtlich ist wohl das 24mm Panoptic unter Binonutzern gesetzt. Das habe ich nun verstanden. Gibt es denn ein empfehlenswertes Okular, welches niedrigere Vergrößerungen als die 23x des Pan liefert ?

Hat Jemand von Euch mit den Pentax XW/XL Erfahrungen gemacht ?

Und wie sieht es denn mit Zomm Okularen aus ?

Ich habe bereits ein 3-6mm Nagler Zoom. Ein zweites Teil wäre machbar... macht das Sinn in Eueren Augen.

... und dazu dann zwei Pentax XF 6,5-19,5mm

... und obennraus zwei Panopic 24mm


?

Beste Grüße
Bernie




Hallo Berni

vielleicht in paar allgemeine Dinge:

1. Ich würde darauf achten dass die Okulare parfokal sind, binokular und besonders bei den APM Geräten steigert dies den Komfort ungemein.
2. Ich würde versuchen mit möglichst wenig Okularen auszukommen, nicht nur wegen der Kosten, sondern weil es nervig ist zwei Okulare häufig zu wechseln.
3. Okulare mit großem Gesichtsfeld machen sich auch binokular sehr gut.
4. Als kürzeste Brennweite würde ich nicht unter 6 mm gehen (meine persönliche Meinung)

Nun konkret, wie bereits mehrfach geschrieben, das Panoptic 24 mm (alternativ APM Uff 24) passt sehr gut zum Bino, Okulare mit längerer Brenweite liefern auch kein größeres Gesichtsfeld, ich denke es lohnt nicht, denn die niedrigere Vergrößerung führt dann zu einem Tunnelblick.

Ich würde die Baader Morpheus Okulare empehlen, z.B. 14 mm und 6.5mm, wenn du mit insgesamt 3 Okularen auskommen möchtest. Das Gesichtsfeld ist fast so groß wie das der TV Nagler und merkbar größer als das der Delos, aber sie sind wegen des großen Augenabstandes viel komfortabler als die Nagler (meine Nagler benutze ich kaum noch..).

Wenn du nicht sofort dich entscheiden musst, im Mai soll von APM ein 12.5 mm Okular und später ein 18,75 mm Okular mit 85 Grad Gesichtsfeld raus kommen, passend zu Binos. Das wäre vielleicht das nun plus ultra.


p.s. das Nagler Zoom 3-6 führt aus meiner Sicht zu Übervergrößerung

beste Grüße

Thomas



Bearbeitet von: TGM am: 18.05.2018 16:23:33 Uhr
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C.Hay
Senior im Astrotreff


116 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2018 :  17:46:42 Uhr  Profil anzeigen  Besuche C.Hay's Homepage  Antwort mit Zitat
Lieber Thomas,

Ich muss Dir in zwei Punkten widersprechen:

Erstens: Ich habe am APM 100 ED eines Freundes mal durch zwei Nagler Zooms auf Planeten geschaut und war sehr angetan. Klar sieht man mit jedem halbwegs guten 8-Zöller am Planeten mehr als mit dem 100er Bino. Aber wenn man nun einmal mit dem Grossfernglas unterwegs ist und nebenbei einen Blick auf Planeten und Mond schauen will ist das schon sehr nett.

Zweitens und vor allem: Wenn die Beobachtung galaktischer Nebel mit Filter ein Thema ist - und dies wäre für mich ein Hauptgrund, ein solches Glas zu betreiben - dann würde ich >5mm AP wollen. Wenn ich vom Himmelsobjekt her denke ist bei galaktischen Nebeln AP kritisch, nicht das scheinbare Gesichtsfeld.

Somit wären die Pan24 mitnichten am Optimum, denn damit ist die AP bei F5,5 nur 4,4mm, was mir - aus Erfahrung - bei Schmalbandfilterung zu wenig ist. Ich erlebe eine deutliche Schwelle um 5mm AP herum. Darunter gibt es Verluste.

Deshalb würde ich auf alle Fälle ausprobieren wollen, wie die Televue 32mm Plössls sich mit UHC und H-Beta machen. Auch die Baader Eudi (baugleich: Celestron Ultima) 30mm und 35mm sind Optionen, die ich testen wollen würde. Das Eudi 35mm hat übrigens spürbar mehr reales Feld wie das Pan24 (29mm Feldblende gegenüber 27mm. Ich habe Pan24 und Eudi35 Paare in der Praxis verglichen, das reale Feld ist spürbar größer in den Eudi35 - Tunnelblick im Vergleich zu den Pan24, aber wie gesagt, wenn ich vom Himmelsobjekt her denke ist das nicht immer wichtig.

Früher habe ich dazu geneigt, in sich "schlüssige" Okularreihen aufstellen zu wollen mit gleichmäßigen Schritten in der Vergrößerung, z.B. in Deep Sky Faktor 1,6 und bei Planeten ganz eng um Faktor 1,2. Inzwischen sehe ich jedes Okularpaar von der Anwendung her, d.h. ich definiere vorher die Anwendung, davon hängt alles Andere ab.

In einem Punkt muss ich Dir aber voll und ganz Recht geben, Thomas: Es steigert die Freude ungemein, möglichst wenige Okularpaare während einer Beobachtungssession zu verwenden. Mittlerweile lasse ich in einer Nacht und bei einer Anwendung ein einziges Paar im Auszug.
Umgekehrt macht es allerdings auch Sinn möglichst viele Paare auf Vorrat zu haben und sie immer mal auszuprobieren, da die Vorlieben, Erfahrungen und Umgebungsbedingungen im Wandel sind. Ich habe es nie bereut, ganze Reihen doppelt vorzuhalten. Bereut habe ich nur, wenn ich sie alle ins Feld schleppte und dann ständig mit Wechseln beschäftigt war.

CS, Christopher




Freunde der Nacht - BAfK Beobachteratlas für Kurzentschlossene


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Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

Deutschland
329 Beiträge

Erstellt  am: 19.05.2018 :  01:17:28 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: TGM

Hallo Berni

...

Nun konkret, wie bereits mehrfach geschrieben, das Panoptic 24 mm (alternativ APM Uff 24) passt sehr gut zum Bino, Okulare mit längerer Brenweite liefern auch kein größeres Gesichtsfeld, ich denke es lohnt nicht, denn die niedrigere Vergrößerung führt dann zu einem Tunnelblick.

Ich würde die Baader Morpheus Okulare empehlen, z.B. 14 mm und 6.5mm, wenn du mit insgesamt 3 Okularen auskommen möchtest. Das Gesichtsfeld ist fast so groß wie das der TV Nagler und merkbar größer als das der Delos, aber sie sind wegen des großen Augenabstandes viel komfortabler als die Nagler (meine Nagler benutze ich kaum noch..).

Wenn du nicht sofort dich entscheiden musst, im Mai soll von APM ein 12.5 mm Okular und später ein 18,75 mm Okular mit 85 Grad Gesichtsfeld raus kommen, passend zu Binos. Das wäre vielleicht das nun plus ultra.

p.s. das Nagler Zoom 3-6 führt aus meiner Sicht zu Übervergrößerung

beste Grüße

Thomas




Hallo Thomas,

besten Dank für die ausführliche Antwort.

Hast Du ein APM 100er ED Bino ?

Warum sollte ich lieber ein TV Pan 24 als ein TV 32 Plössl nehmen? Beide liefern ein absolut vergleichbares Feld.

Das APM UFF 24 kostet nur ein Drittel des TV und Du nennst beide Alternativ. Das liest man gerne.

Bei meinem APM 100er Apo wurde von der Firma Wellenform die hintere Blende auf 25mm erweitert. Das sollte eigentlich weitere Optionen ermöglichen. Auch wurde von Wellenform mit einem TV Nagler 3-6mm Zoom die Optik justiert. Warum soll das Zoom dann zu einer Übervergrößerung führen ?

Du empfielst also die Baader Morpheus Okus .... Wo bekomme ich denn zu disen Okularen weitergehende Infos ? Ich kenne nur die Hyperions und die haben mich nicht überzeugt.

Was ich wirklich komisch finde, ist, dass praktisch niemand die Pentax XW empfiehlt. An meinem Takahashi TSA stecken diese Okulare aber wirklich alle anderen Okus locker in die Tasche.

Irgend wie blicke ich die Groß-Bino-Sache nicht ....

Das sind doch eigentlich zwei ED-Tuben, die zum Bino kombiniert wurden. Okay, Augenabstand, ist bei mir als Breitschädel aber kein Thema.

Ich bin verwirrt.

Grüße
Bernie


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Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

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329 Beiträge

Erstellt  am: 19.05.2018 :  01:24:01 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: C.Hay

Lieber Thomas,

Ich muss Dir in zwei Punkten widersprechen:

Erstens: Ich habe am APM 100 ED eines Freundes mal durch zwei Nagler Zooms auf Planeten geschaut und war sehr angetan. Klar sieht man mit jedem halbwegs guten 8-Zöller am Planeten mehr als mit dem 100er Bino. Aber wenn man nun einmal mit dem Grossfernglas unterwegs ist und nebenbei einen Blick auf Planeten und Mond schauen will ist das schon sehr nett.

Zweitens und vor allem: Wenn die Beobachtung galaktischer Nebel mit Filter ein Thema ist - und dies wäre für mich ein Hauptgrund, ein solches Glas zu betreiben - dann würde ich >5mm AP wollen. Wenn ich vom Himmelsobjekt her denke ist bei galaktischen Nebeln AP kritisch, nicht das scheinbare Gesichtsfeld.

Somit wären die Pan24 mitnichten am Optimum, denn damit ist die AP bei F5,5 nur 4,4mm, was mir - aus Erfahrung - bei Schmalbandfilterung zu wenig ist. Ich erlebe eine deutliche Schwelle um 5mm AP herum. Darunter gibt es Verluste.

Deshalb würde ich auf alle Fälle ausprobieren wollen, wie die Televue 32mm Plössls sich mit UHC und H-Beta machen. Auch die Baader Eudi (baugleich: Celestron Ultima) 30mm und 35mm sind Optionen, die ich testen wollen würde. Das Eudi 35mm hat übrigens spürbar mehr reales Feld wie das Pan24 (29mm Feldblende gegenüber 27mm. Ich habe Pan24 und Eudi35 Paare in der Praxis verglichen, das reale Feld ist spürbar größer in den Eudi35 - Tunnelblick im Vergleich zu den Pan24, aber wie gesagt, wenn ich vom Himmelsobjekt her denke ist das nicht immer wichtig.

Früher habe ich dazu geneigt, in sich "schlüssige" Okularreihen aufstellen zu wollen mit gleichmäßigen Schritten in der Vergrößerung, z.B. in Deep Sky Faktor 1,6 und bei Planeten ganz eng um Faktor 1,2. Inzwischen sehe ich jedes Okularpaar von der Anwendung her, d.h. ich definiere vorher die Anwendung, davon hängt alles Andere ab.

In einem Punkt muss ich Dir aber voll und ganz Recht geben, Thomas: Es steigert die Freude ungemein, möglichst wenige Okularpaare während einer Beobachtungssession zu verwenden. Mittlerweile lasse ich in einer Nacht und bei einer Anwendung ein einziges Paar im Auszug.
Umgekehrt macht es allerdings auch Sinn möglichst viele Paare auf Vorrat zu haben und sie immer mal auszuprobieren, da die Vorlieben, Erfahrungen und Umgebungsbedingungen im Wandel sind. Ich habe es nie bereut, ganze Reihen doppelt vorzuhalten. Bereut habe ich nur, wenn ich sie alle ins Feld schleppte und dann ständig mit Wechseln beschäftigt war.

CS, Christopher




Hallo Christopher,

ich finde Deinen Ansatz höchst interessant. Besonders weil an meinem APM 100er die hintere Blende auf 25mm erweitert wurde. Das macht das Bino noch Deep-Sky-geeigneter.

Ich würde Dich gerne bitten, Deine Gedanken weiter auszuführen.

Schreibe doch ganz konkret, was Du mir vorschlagen würdest. Das APM ist als Ergänzung zu meinem Takahashi TSA 102 N gedacht.

Beste Grüße
Bernie

Takahashi TSA 102 N + Takahashi FS-60 C(B) parallel auf einer SkyWatcher AZ-EQ6 auf Berlebach Planet Stativ

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Astro-Bernie Franken
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329 Beiträge

Erstellt  am: 19.05.2018 :  01:29:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: b_schaefer

Das 24er Panoptic bietet derzeit das maximale Feld für 1,25" Okulare und ist zudem wirklich gut. Daher ist es so oft an Großferngläsern zu finden.

Generell gibt es einige Dinge, welche die Okularauswahl beeinflussen können: Während am Binoansatz oftmals leichte Okulare bevorzugt werden, muss man das am Großfernglas nicht zwangsläufig auch so halten. Worauf man allerdings achten muss, ist die Fokuslage. Bei manchen Okularen (z.B. Delos 17,3mm) liegt der Fokus sehr weit innen und man bekommt daher evtl. keine scharfe Abbildung auf Unendlich. Einige wenige 1,25" Okulare können auch zu dick sein, um bei einem engeren Augenabstand genügend nahe zusammen gebracht werden zu können. Zudem setzt das Großfernglas durch seine Umlenkprismen und die fixe Kollimierung der Hochvergrößerung Grenzen. Daher lohnt es normalerweise kaum, unter eine AP von 1 mm zu gehen.

Es verbleibt in jedem Falle genügend Auswahl. Die Vergütungen haben sich in den letzten Jahren/Jahrzehnten doch noch deutlich verbessert, weswegen die moderneren Okularserien (z.B. Tele Vue Delos, Baader Morpheus oder Vixen SSW) oftmals kontrastreicher und farbechter sind als ihre Vorgängerserien. Eine scheinbares Gesichtsfeld um 70-75° wird oft als optimal gesehen, nicht tunnelig und trotzdem gut zu überblicken. Da es sehr individuell ist, wie gut man mit bestimmten Okularen zurecht kommt und es auch in den verschiedenen Serien unterschiedlich gute Kandidaten gibt, wäre ich mit Empfehlungen vorsichtig. An manchen Okularen muss z.B. der Augenabstand sehr genau stimmen; da kommt einer problemlos mit zurecht, ein anderer klagt über ständige Abschattungen. Manch einer schwört auf die High End Serien wie TeleVue Ethos, Takahashi UW oder Docter UWA, der andere kommt mit Baader Hyperions, Antares und/oder günstigen chinesischen Okus gut aus.

Allzuviele Okulare braucht man wahrscheinlich auch nicht, ich denke, zwischen 24 mm und ca. 5,5 mm passen vielleicht noch zwei Pärchen. Auch drei Okularpaare reichen sicher gut hin.

Viele Grüße,
Sebastian




Hallo Sebastian,

besten Dank für Deine Ausführungen.

Kennst Du das APM 100er persönlich ?

Was würdest Du konkret empfehlen ?

Danke !
Bernie


Takahashi TSA 102 N + Takahashi FS-60 C(B) parallel auf einer SkyWatcher AZ-EQ6 auf Berlebach Planet Stativ

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b_schaefer
Mitglied im Astrotreff

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Erstellt  am: 19.05.2018 :  21:36:57 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Bernie,

ich habe das 100er APM nicht, es stand aber auf meiner Kandidatenliste als ich letztes Jahr selbst auf der Suche nach einem ähnlichen Gerät war. Daher habe ich mich ausführlich darüber belesen und auch mal durch ein 90°-APM geschaut.

Konkrete Ratschläge gebe ich nicht, weil ich erstens nicht sagen kann, welches Okular an diesem Gerät gut harmoniert. Zweitens halte ich es für generell problematisch, anderen ganz bestimmte Geräte zu empfehlen, weil es zu viele individuelle Faktoren gibt, die letztlich entscheiden, wie gut man mit den Dingen zurecht kommt.

Von den Morpheus Okulare. habe ich allerdings noch nichts schlechtes gelesen, auch ich kam mit den ausprobierten Modellen gut zurecht. Da kann ich also Thomas‘ Tipp gut nachvollziehen.

Christophers Vorschlag ist auf jeden Fall bedenkenswert. In Frage käme neben dem Plössl vielleicht auch das Edmund Optics RKE 28mm. Es hat zwar nur 45° sGF und damit weniger Feld als das 32mm Plössl mit 50° sGF. Aber durch seine riesige Augenlinse und extrem komfortablen Augenabstand bietet es wohl einen sehr angenehmen Einblick. Ich habe es nicht selbst, aber viele Nutzer sprechen davon, dass das Okular geradezu verschwindet, wenn man durchsieht. Es ist auch sehr günstig.

Das APM UF 24mm hat etwas weniger Gesichtsfeld als das Panoptic und schneidet im Direktvergleich vieler Nutzer etwas schwächer ab. Angesichts des Preisunterschiedes ist das aber sicher verkraftbar.

Ganz so einfach, dass ein Grossfernglas einfach zwei Apos sind, ist es nicht. Die Umlenkprismen sind recht komplex, mit 6 Spiegelungen bei der 45°-Variante und einem ziemlich langen Glasweg durch die Prismen. Das begrenzt die Abbildungsqualität etwas, was allerdings hauptsächlich bei hohen Vergrößerungen auffällt. Unbenutzbar ist auch ein 3-6mm Zoom deshalb nicht, im Vergleich zu Deinem 106mm Apo wirst Du den Unterschied aber sehen. Ich hatte mich aus diesem Grund für ein Doppelteleskop mit Umlenkspiegeln entschieden, was allerdings preislich auch massiv über einem vergleichbaren Grossfernglas liegt.

Ich hoffe, Du kannst unseren Beiträgen ein paar Denkanstöße und Hinweise entnehmen. Mehr als Startpunkte für eine eigene Recherche sollte man Forenbeiträge wahrscheinlich generell nicht sehen.

Viele Grüße,
Sebastian

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Astro-Bernie Franken
Meister im Astrotreff

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329 Beiträge

Erstellt  am: 20.05.2018 :  13:33:53 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: b_schaefer

Hallo Bernie,

ich habe das 100er APM nicht, es stand aber auf meiner Kandidatenliste als ich letztes Jahr selbst auf der Suche nach einem ähnlichen Gerät war. Daher habe ich mich ausführlich darüber belesen und auch mal durch ein 90°-APM geschaut.

Konkrete Ratschläge gebe ich nicht, weil ich erstens nicht sagen kann, welches Okular an diesem Gerät gut harmoniert. Zweitens halte ich es für generell problematisch, anderen ganz bestimmte Geräte zu empfehlen, weil es zu viele individuelle Faktoren gibt, die letztlich entscheiden, wie gut man mit den Dingen zurecht kommt.

Von den Morpheus Okulare. habe ich allerdings noch nichts schlechtes gelesen, auch ich kam mit den ausprobierten Modellen gut zurecht. Da kann ich also Thomas‘ Tipp gut nachvollziehen.

Christophers Vorschlag ist auf jeden Fall bedenkenswert. In Frage käme neben dem Plössl vielleicht auch das Edmund Optics RKE 28mm. Es hat zwar nur 45° sGF und damit weniger Feld als das 32mm Plössl mit 50° sGF. Aber durch seine riesige Augenlinse und extrem komfortablen Augenabstand bietet es wohl einen sehr angenehmen Einblick. Ich habe es nicht selbst, aber viele Nutzer sprechen davon, dass das Okular geradezu verschwindet, wenn man durchsieht. Es ist auch sehr günstig.

Das APM UF 24mm hat etwas weniger Gesichtsfeld als das Panoptic und schneidet im Direktvergleich vieler Nutzer etwas schwächer ab. Angesichts des Preisunterschiedes ist das aber sicher verkraftbar.

Ganz so einfach, dass ein Grossfernglas einfach zwei Apos sind, ist es nicht. Die Umlenkprismen sind recht komplex, mit 6 Spiegelungen bei der 45°-Variante und einem ziemlich langen Glasweg durch die Prismen. Das begrenzt die Abbildungsqualität etwas, was allerdings hauptsächlich bei hohen Vergrößerungen auffällt. Unbenutzbar ist auch ein 3-6mm Zoom deshalb nicht, im Vergleich zu Deinem 106mm Apo wirst Du den Unterschied aber sehen. Ich hatte mich aus diesem Grund für ein Doppelteleskop mit Umlenkspiegeln entschieden, was allerdings preislich auch massiv über einem vergleichbaren Grossfernglas liegt.

Ich hoffe, Du kannst unseren Beiträgen ein paar Denkanstöße und Hinweise entnehmen. Mehr als Startpunkte für eine eigene Recherche sollte man Forenbeiträge wahrscheinlich generell nicht sehen.

Viele Grüße,
Sebastian




Hallo Sebastian,

erst einmal besten Dank für Deine Anregungen.

Ich sehe die Sache mit den konkreten Empfehlungen nicht so. Was soll den daran schlimm sein, die eigene Meinung klar zu äußern ? Wenn ich Dich etwas frage, dann muss mir als Fragenden natürlich klar sein, dass Deine Antwort subjektiv ist. Bekomme ich aber 10 subjektive (aber ehrliche) Meinungen, dann kann ich diese zu einem Bild zusammenfügen und nach meinem Filter bewerten. Bekomme ich aber 10 weichgewaschene allgemeine Hinweise, dann ist erstens der Erkenntnisgewinn klein und zweitens die Möglichkeit, Nutzen zu erzeugen unverhältnismäig.

Mich stört schon lange in deutschen Foren, dass es bei jeder Kleinigkeit auf Grundsatzdebatten einiger Vielschreiber hinausläuft.

Nehmen mir das Beispiel APM 100 ED APO. Mal angenommen, Jeder, der so ein Teil hat, würde einfach nur hier einstellen, welche Okulare er oder sie nutzt und warum (ZDF mit eigener Meinung), dann würde hier ein Wissenspool entstehen, der für jeden Neuling oder jedem potenziellen Käufer weit nützlicher wäre, als alle vorsichtigen Abschätzungen.

Zumindest sehe ich das so (und ich denke, aufgrund meines beruflichen Hintergrundes da etwas sagen zu dürfen).

Schau, Du sprichst vom Edmund Optics RKE 28mm. Dieses Okular kannte ich noch nicht. Jetzt, durch Deine konkrete Nennung kann ich und jeder andere Interessent genau dieses Okular ansehen und entweder verwerfen oder in die engere Auswahl einbeziehen.

Ich persönlich halte die TV Plössl übrigens für unterbewertet und die Delos und Pans für überbewertet ... meine persönliche Meinung nach gut 10 TV Okularen in meinem Besitz. Und ich habe noch kein TV Okular gefunden, welches bei kurzen Brennweiten mit meinen Pentax XW mithalten hätte können.

Also, lieber Sebastian, ich bin sehr dankbar dafür, wenn Du mir die Chance gibst, von Deinen konkreten Erfahrungen zu erfahren. Denke kann ich selbst :-)))

Beste Grüße und CS
Bernie

Takahashi TSA 102 N + Takahashi FS-60 C(B) parallel auf einer SkyWatcher AZ-EQ6 auf Berlebach Planet Stativ

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AYO Mark II


Bearbeitet von: Astro-Bernie Franken am: 20.05.2018 13:38:43 Uhr
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gerritsytze
Neues Mitglied im Astrotreff

Netherlands
13 Beiträge

Erstellt  am: 20.05.2018 :  19:11:01 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
"Wer von EUCH nutzt auch ein solches Teil und für welche Okulare habt Ihr Euch entschieden ?"
(Englische Sprache):

These are my eyepieces for my APM 100 ED 45 degree version, 23mm aperture.
Note: I'm wearing glasses;
22mm Vixen LVW: sharp in the Center, a little bit astigmatism, also remarkable sharp at the edge, some lateral color, very comfort for the eye, NO MORE available!
17.5mm Morpheus: very sharp in the center, but surprisingly soft at the edge, especial at the 8 'O clock hour position , the 10 year older Vixen LVW 22mm beats the 17.5mm Morpheus near the edge of the field, some minor lateral color also, also very comfort for the eye, despite huge field of 76 degree.
12mm Delos: very sharp in the center and edge, almost a perfect eyepiece for the APM, 2.15mm exit pupil size, 46x magnification, and a large 1.56 degree field, very comfort for the eye especial if you wear glasses.
9mm Delite: smaller apparent field then the Delos, Morpheus and Vixen, near perfect eyepiece, perfect eyepiece focal-length for viewing small galaxies with the APM, also useful for the moon.
5mm Delite: 110x magnification, for the moon only.

I also tested the true aperture of the APM 100mm with a complex expanded Helium Neon laser beam trough the eyepiece: 99mm! just 1mm short...

Gerrit van der Veen, Die Niederlande

Bearbeitet von: gerritsytze am: 20.05.2018 19:39:52 Uhr
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