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 Welcher APO für visuell?
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Seite: von 3

Vergiliae
Neues Mitglied im Astrotreff


15 Beiträge

Erstellt am: 16.04.2018 :  10:33:17 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo.
Ich möchte mir als "Zweitgerät" zu meinem 12" Newton f/5 einen APO zulegen und diesen Hauptsächlich visuell nutzen, also weniger für Fotografie. Wenn man so die Beschreibungen ließt ist jeder APO für Fotografie ausgelegt. Welche Eigenschaften sollte ein visuell genutzter APO haben?

Meine Anforderungen wären möglichst große Gesichtsfelder, so sollte also die Brennweite nicht allzu hoch sein. Da visuell genutzt dachte ich schon an mind. 100mm Öffnung, damit´s auch Spaß macht. Was wäre da ein guter Kompromiss? Budget: um 2000 €.

Gruß Tim

Bearbeitet von: am:

Cleo
Meister im Astrotreff


960 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2018 :  11:55:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Tim,

Kompromisse sind immer teuer :-) Ich hab mich auch schon mal bei kurzbrennweitigen Apos als visuelles Universalgerät umgeschaut.

Meine Kriterien waren:
- Zweilinser wegen des schnellen Auskühlens
- f/6 oder schneller für Beobachtung mit Weitwinkelokularen und großer Austrittspupille (auch mit Filtern)
- trotzdem sehr gut korrigiert für Planeten.

Der Borg 107FL erscheint da ideal: Fluorit-Zweilinser, 107 mm Öffnung, 600 mm Brennweite, f/5.6 . Sprengt aber Dein Budget ein bisschen, das musst Du wissen, ob es Dir das wert ist. Ansonsten gibt es da sehr wenig Auswahl, oder Du musst halt irgendwo Abstriche machen.

Nur für große Gesichtsfelder brauchst Du keinen Apo, nur für Planeten keine kurze Brennweite - was ist Dir wichtig und was reicht Dir? Ggf. kann man das auch auf zwei Teleskope verteilen, das ist meine momentane Lösung...

Viele Grüße

Holger

Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie.

Bearbeitet von: Cleo am: 16.04.2018 11:58:57 Uhr
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hoefats
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1149 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2018 :  12:03:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Tim,

meine Wahl wäre der Esprit

https://www.teleskop-spezialisten.de/shop/Teleskope/ED-APO/100-115mm/Skywatcher-Esprit-100ED-Professional-100mm-F-5-5-Super-APO-Triplet-Teleskop::1117.html

Da Du große Sehfelder anpeilst, wird das Sonnensystem weniger beobachtet?

Ein Newton 130 f/5 scheidet aus? Wäre deutlich günstiger.


Gruß, Tobi

C 50/540 auf T-Mont

Mit kreischendem Bremsgeräusch fuhr der Zug im Bahnhof ein.
Die Leute stiegen aus und entleerten sich.
(Max, 10 Jahre, SOS Kinderdorf)




Bearbeitet von: am:
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Skysprinter
Meister im Astrotreff


826 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2018 :  12:58:47 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Skysprinter's Homepage  Antwort mit Zitat
Ich habe den ED80 und ich liebe ihn ;-)

Ansonsten habe ich auch 12" Newton.

Aber der kleine ED80 ist meine Lieblingsoptik. Klein, handlich, superscharf.

Sternklare Grüße & 73 von

Ulrich Emanuel

Astro-Fuhrpark:
12" Dobson FlexTube manuell ("Klappergestell“) auf SW Dob-Trolley mit Lufträdern

Modifizierte SW-Säule mit Lufträdern, Lenkstange usw.

„Astronomie treiben heißt, die Gedanken Gottes nachlesen.“ (Johannes Kepler)

Bearbeitet von: am:
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4570 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2018 :  13:13:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Tim,
ich hab Erfahrung mit einem Vixen Fl102s (102/920) und einem 100/800 Triplett APO. Die 2000 Euro Limit begrenzen die APO Auswahl schon mal.

Was sind Deine Wünsche an den APO? Welche Objekte sind interessant?
Weitfeld (niedrige Vergrößerung), Kugelsternhaufen (mittel bis hohe Vergrößerung), Planeten und Mond (mit hoher Vergrößerung)?
Ist die möglichst perfekte Optik mit perfekter Farbreinheit wichtig?
Bei möglichst guter Farbreinheit käme nur ein Triplet in dem Preisbereich in Frage.
Soll es möglichst schnell einsetzbar sein (schnelle Auskühlung)?
Bei möglichst schneller Auskühlung wäre ein Zweilinser im Vorteil.

Möglichst farbrein wäre bei 4" Öffnung z.B.:
https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p5143_TS-Optics-PHOTOLINE-102-mm-f-7-FPL53-Triplet-Apo---2-5--Zahntriebauszug.html

Möglichst viel Öffnung ein moderater (geringer) Farbfehler:
115 mm da wäre der Skywatcher EVOSTAR ED120 Pro - ED APO 120/900mm oder entsprechende Equinox mit 120/900. Eigene Erfahrung hab ich da keine, aber ich hab bisher hauptsächlich gute Beurteilungen gelesen. Es stand allerdings dabei, dass man nur 115 mm frei Öffnung hat z.B.:
http://www.apm-telescopes.de/de/teleskope/linsenteleskope-optik-tubus/apochromaten/skywatcher-equinox-120-ed-refraktor-ota.html

125 mm mit moderatem (geringem) Farbfehler. Da gäbe es den TS-Optics PhotoLine 125 mm f/7,8 FPL53 Lanthan Apo.
https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p10133_TS-Optics-PhotoLine-125-mm-f-7-8-FPL53-Lanthan-Apo---2-5--Auszug.html

Bei günstigen 3 Linsern im 5" Bereich hätte ich Bauchschmerzen. Da ist nicht nur die längere Auskühlzeit ein mögliches Problem sondern die 3 Linsen müssen alle optimal zentriert sein, die Abstände müssen passen.

Wenn 3 Linser, dann würd ich vorher selber am künstlichen Stern testen, dass der Sterntest gut ist. Ansonsten sollte der Teleskopanbieter einen Sterntest machen und das Ergebnis schicken.

(geschlossener 1. Beugungsring um das runde Beugungscheibchen)
kein einseitiger Farbfehler (kein Keilfehler)
kein Astimatismus.
Idealerweise ist die Spärische Aberation auch gering.

Ein guter Sterntest wäre auch beim Zweilinser gut. Da kann man es halt aber noch eher korrigieren. Die perfekte Farbkorrektur ist zwar schön, ein guter Sterntest wäre mir von der Abbildung persönlich noch wichtiger.

f/6 und schneller würd ich bei APOs lieber nicht nehmen. Du bekommst bei bis zu ca. 900 mm Brennweite noch relativ große Felder und die Austrittspupille ist eh nur von der Öffnung und der Vergrößerung abhängig.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 16.04.2018 14:46:17 Uhr
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Cleo
Meister im Astrotreff


960 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2018 :  15:18:13 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Roland,

wie komm ich auf f/6 oder schneller:
Zitat:
f/6 und schneller würd ich bei APOs lieber nicht nehmen. Du bekommst bei bis zu ca. 900 mm Brennweite noch relativ große Felder und die Austrittspupille ist eh nur von der Öffnung und der Vergrößerung abhängig.
Im Prinzip ja, aber für richtiges Richfield-Vergnügen hab ich gern auch ein großes Sehfeld am Okular. Wenn man gern 82° hätte, ist bei 31 mm Brennweite Schluss, weil nicht mehr durch den 2"-Steckanschluss passt. Mindestens 5 mm Austrittspupille bedeuten dann f/6 als Obergrenze.

... ist aber auch wieder eine Frage der persönlichen Vorlieben...

Viele Grüße, Holger

Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie.

Bearbeitet von: am:
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4570 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2018 :  15:52:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Holger,
wenn man unbedingt Okulare mit 82° Gesichtsfeld bei 5 mm AP nutzen möchte, dann ist man da wohl begrenzt. Das ist mir persönlich nicht so wichtig.
Ein APO ist für mich nur dann interessant, wenn man nicht nur im niedrigen Vergrößerungsbereich unterwegs ist sondern zuweilen auch im mittleren und hohen Vergrößerungsbereich und die Abbildung soll auch im hohen Vergrößerungsbereich erstklassig sein. Das ist bei günstigen APOs im f/6 und schneller Bereich nicht automatisch gegeben.
Ich tendiere eher zu langsameren Geräten und brauche keine 82° Gesichtsfeld beim Okular. Dafür möchte ich eine möglichst gute Sternabbilding im gesamten Sichtfeld haben.
Apropos, zur Not kann man das 31 mm Okular mit 82° Gesichtsfeld bei f/7,5 bei 4 mm AP nutzen.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


15497 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2018 :  16:18:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Roland,
Zitat:
Meine Anforderungen wären möglichst große Gesichtsfelder...
Das ware ja die Ausgangsfrage. Ein langsamer Refraktor wird das weniger erfüllen, die großen Gesichtsfelder sind ja auch mit dem Wunsch der großen AP verbunden. Große Nebelstrukturen mit passendem OIII/UHC Filter überblicken, und das damit möglichst großer AP, damit auch das wenige Licht ins Auge kommt. Und da sind dann auch die 82° beim Okular gefragt.

Mit Filter geht übrigends auch mehr als 6mm AP sehr sinnvoll.

Aus meiner Sicht für Tim eine Anmerkung- wenn du deinen 12"er gewohnt bist wirst du unter Umständen mit nur 4" etwas enttäuscht sein. Ein Kugelsternhaufen sieht zwar gut aus, aber die Auflösung fehlt. Kenne ich aus eigener Erfahrung mit dem Blick durch einen TOA130 im Vergleich zu den großen Lichteimern daneben stehend.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4570 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2018 :  16:53:13 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan,
die Austrittspupille ist wie schon gesagt von der Öffnung und der Vergrößerung abhängig und das sichtbare Feld von der Brennweite des Telekops.
Beim langsameren Teleskop darf das Okular langbrennweitiger sein und kommt dann mit weniger Okulargesichtsfeld (kleiner wie 82°) aus.
Es mag im 82° Okular beeindruckender wirken, das ist alles.

Ich fand M13 im guten 5" Refraktor durchaus beeindruckend aufgelöst wenn er im Zenit steht und der Himmel gut ist. Schön ist da halt, dass die Sterne feiner wirken wie in manchem großen Spiegelteleskop auch wenn letzteres die Sterne heller und noch mehr davon zeigen kann.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


15497 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2018 :  18:04:26 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Roland,
Zitat:
die Austrittspupille ist wie schon gesagt von der Öffnung und der Vergrößerung abhängig und das sichtbare Feld von der Brennweite des Telekops.
Beim langsameren Teleskop darf das Okular langbrennweitiger sein und kommt dann mit weniger Okulargesichtsfeld (kleiner wie 82°) aus.
Es mag im 82° Okular beeindruckender wirken, das ist alles.
Nö, da hast du nicht ganz Recht.

Beispiel-

100/1000 - 55mm Plössl AP=5,5mm, X=18,2, Feld=2,6°
125/1000 - 55mm Plössl, AP=6,9mm, x=18,2, Feld=2,6°
100/750 -- 40mm Plössl, AP=5,3mm, X=18,8, Feld=2,1°
100/750 - 41mm Panoptic, AP=5,5mm, X=18,3, Feld=3,5°

Bei annähnernd gleichen Vergrößerungen erreicht man also durchaus unterschiedliche Größe der AP und auch unterschiedlich großes Feld.

Und wenn man in den 100/750 wahlweise ein 32mm Plössl oder ein 31mm Nagler einstöpselt, hat man annähernd gleiche AP und Vergrößerung, aber mit dem Nagler ein Feld von 3,2° anstatt nur 2,1°. Das sichtbare Feld hängt also nicht nur an der Brennweite des Teleskops, das hängt auch sehr vom Eigengesichtsfeld des Okulars ab.

Und mit dem langsamen Teleskop erreicht man eine große AP nur mit entsprechend langen Okularbrennweiten und damit hat man automatisch eine geringere Vergrößerung. Die Okularauswahl bei größer 40mm ist recht beschränkt.

Wenn ich meinen 105/735 APO mit einem 35mm Pano bestücke, zeigt mir der bei 21x ein Feld von 3° mit einer AP von 5mm. Die Optik mit dem schnelleren Öffnungsverhältnis bringt damit immer das größere mögliche Feld oder die größere AP beim gleichen Okular. Die schnellen Optiken erlauben auch die vorhandenen weitwinkligen Okulartypen (für ein f/10 gibt es halt nur 40mm/55mm Plössl oder 41mm Pano und wenige andere)

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: am:
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Der_Peter
Senior im Astrotreff


142 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2018 :  19:23:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

ein wichtiger Aspekt wurde noch nicht genannt:

Ich brauchte an meinem SW 120/900 "ED APO" einen "sauteuren" Zenitspiegel mit sehr kurzem Lichtweg, um mit TV 31 mm Nagler T5 überhaupt noch in den Fokus zu kommen, nämlich den MaxBright Diagonal (PMDMAX), der hierzulande von Baader vertrieben wird: http://www.astro-physics.com/products/accessories/visual_acc/visual_acc.htm

In Summe liefern diese drei Komponenten ein wunderschönes visuelles Erlebnis mit feinen Sternen bis in die Ecken.

Nach dieser Erfahrung würde ich mir aber vom Händler auf jeden Fall bei einem neuen APO vorher bestätigen lassen, dass man am gewünschen APO mit der gewünschten maximalen Okular-Brennweite am gewünschten Zenitspiegel in den Fokus kommt...

___________

Clear Skies!

Bearbeitet von: Der_Peter am: 16.04.2018 19:29:39 Uhr
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Cleo
Meister im Astrotreff


960 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2018 :  19:35:40 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan,

so isses, Du hast jetzt noch die Feldgröße am Himmel mit reingebracht, die letzten Endes die Brennweite bestimmt.

Schrittweise aufgedröselt sieht die Richfielder-Auslegung so aus:

1.) Festlegung der Okularbrennweite nach dem gewünschten Gesichtsfeld am Auge, z.B.: 100° -> 20 mm, 82° -> 31 mm, 68° -> 41 mm, 50° -> 55 mm ([edit]evtl. auch je nachdem, was schon an Okularen vorhanden ist...[/edit])

2.) Festlegung des Öffnungsverhältnisses aus der Okularbrennweite und der gewünschten maximalen Austrittspupille, z.B. bei 31 mm Brennweite, 6 mm AP -> f/5, oder 20 mm Brennweite, 5 mm AP -> f/4

3.) Festlegung der Teleskopbrennweite aus dem Feldblendendurchmesser des Okulars und dem gewünschten maximalen Gesichtsfeld am Himmel, z.B. 42 mm Feldblende (31 mm Nagler), 4° Feld (ganzer Cirrusnebel) -> Brennweite 600 mm.

Wahlweise kann man auch mit Schritt 3 anfangen und den maximalen Feldblendendurchmesser eines 2"-Okulars ansetzen, und hinterher sehen, welche AP man denn hinbekommt...

Klar muss man sich danach richten, was denn überhaupt erhältlich ist, aber für die erste Orientierung finde ich diese Überlegungen hilfreich. Übrigens ist das ganz zufällig genau meine Kombination :-)

Viele Grüße

Holger

Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie.

Bearbeitet von: Cleo am: 16.04.2018 19:47:10 Uhr
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


15497 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2018 :  19:58:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Peter(?),
Zitat:
Ich brauchte an meinem SW 120/900 "ED APO" einen "sauteuren" Zenitspiegel mit sehr kurzem Lichtweg, um mit TV 31 mm Nagler T5 überhaupt noch in den Fokus zu kommen
In dem Fall würde das 35mm Panoptic auch eine Abhilfe sein. Bei dem 31er liegt die Fokusebene ja tiefer im Okular, beim Panoptic dagegen etwas außerhalb. Der Gewinn an Lichtweg zwischen 31mm Nagler und 35mm Pano liegt bei gut 14mm.

Das Panoptic würde dir statt 2,7° mit nur 2,5° ein 0,2° kleineres Feld zeigen, dafür aber mit 4,7mm statt 4,1mm eine größere AP bringen.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
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Bearbeitet von: stefan-h am: 16.04.2018 20:38:12 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4570 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2018 :  21:28:47 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan,
ich hätte genauer sagen sollen, dass das maximale Sichtfeld von der Brennweite des Teleskops abhängt. Du weißt was ich meine.
Das bedeutet freilich schon auch, dass bei gleicher Öffnung das schnellere Teleskop das größere Sichtfeld zeigt.
Machen wir ein Beispiel:
Ein 100/800 Triplet f/8 mit 40 mm 68° => 3,4° bei AP 5 mm
Der 4" f/7 zeigt natürlich mehr maximales Feld:
Ein 102/714 Triplett APO (f/7) mit 40 mm 68° => 3,8° bei AP 5,7 mm
38 mm 70° => 3,7° bei AP 5,4 mm
36 mm 72° => 3,6° bei AP 5,1 mm
Beim 150/900 also f/6 ist mit dem 30 mm 82° das maximale Sichfeld 2,73 ° bei AP 5 mm.
Der 102 f/7 APO hat max 3,6° bis 3,8° Sichtfeld. Damit bekommt man auch M31 ganz ins Bild mit etwas Rand außenherum.

Beim TS-Optics PHOTOLINE 115-mm-f/6,95-Triplet-Apo mit 38 mm Erfle 70° bekommt man ein Sichtfeld von 3,3° bei AP 5,4 mm
Beim 36mm Okular mit 72° => 3,2° mit AP 5,2 mm

TS-Optics PhotoLine 125 mm f/7,8 FPL53 Lanthan Apo mit 40mm 68° Okular => 2,8° Sichtfeld und AP 5,1 mm
Das ist immer noch recht groß vom Sichtfeld. Der APO erlaubt auch hohe Vergrößerungen.

Ich würde die f/6 Grenze beim APO nicht anwenden. Dann lieber ein Zweitgerät mit maximalen Feld. Da wäre z.B. ein 120/600 FH.
Servus,
Roland

Nachtrag: Man muss sich aber natürlich schon fragen, für welche Objekte man im Teleskop Felder > 3,3° braucht und wie gut die Abbildung am Rande des Feldes ist.

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 16.04.2018 21:43:26 Uhr
Zum Anfang der Seite

Cleo
Meister im Astrotreff


960 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2018 :  21:50:38 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Roland,

grad weil ich den 120/600-Fraunhofer kenne, finde ich die Idee eines schnellen Apos sehr attraktiv, mit dem man Richfield beobachten kann, aber auch mal etwas höher vergrößern, ohne gleich Augenweh zu bekommen, oder das Teleskop wechseln zu müssen (was mit einer Doppelmontierung aber auch gut geht).

Aber jetzt soll Tim sich mal äußern, was er eigentlich vorhat - ich glaube, Futter haben wir ihm genug geboten :-)

Viele Grüße, Holger

Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie.

Bearbeitet von: am:
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4570 Beiträge

Erstellt  am: 17.04.2018 :  08:06:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Holger,
das mit dem höher vergrößern und Richfield verstehe ich. Im günstigen Bereich (2000) gibt es bei einer Öffnung von > 100 mm keinen f/6 APO.
Es gäbe noch einen 107/700 als schnellsten APO aber natürlich ist man da vom Richfield sehr nahe am 102/714 APO.
Selbst wenn man einen 100 f/6 finden täte wäre der Unterschied nicht so groß. Ich würde bei 4" einen f/7 nehmen oder je nach Vergrößerungsabsichten einen 5" APO mit f/7 bis f/8.
Bei 2000 Euro ist die Auswahl da schon eng aber warten wir ab, was der Tim sagt.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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