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 Newton Justage
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Phila
Neues Mitglied


5 Beiträge

Erstellt am: 15.04.2018 :  17:22:43 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Gemeinde!

Nach langer Abstinenz, (beruflich bedingt) komme ich wieder zum Hobby.

Als erstes möchte ich mein TAL - 2M justieren, dazu würde ich mir gerne ein Hilfsmittel kaufen. Was ist nun besser, ein Justierlaser oder ein Cheshire-Okulal, oder gibt es noch etwas anderes? Könntet Ihr mir bei der Wahl behilflich sein?

Gruss aus Niederbayern

Bearbeitet von: am:

mintaka
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
14055 Beiträge

Erstellt  am: 15.04.2018 :  17:34:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Phila,

ich bevorzuge den (oder das?) Cheshire, da es im Gegensatz zum Laser verkippungssicher ist und alle Schritte der Justage (auch Schritt 1: Ausrichten FS auf OAZ) zulässt. Nachteilig ist, dass man bei den wenigsten Tuben gleichzeitig an den Justageschrauben drehen und in den Cheshire sehen kann.
Viele bevorzugen das Concenterokular, welches ich nicht kenne und darum nicht beurteeilen kann.

Gruss Heinz

Bearbeitet von: am:
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CorCaroli
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3812 Beiträge

Erstellt  am: 15.04.2018 :  18:20:10 Uhr  Profil anzeigen  Besuche CorCaroli's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,

Ich stelle meinem 12" Newton auf zwei verschiedene Varianten ein:

Die Ausrichtung des Fangspiegels stelle ich zuhause mit einem
ConeCenter ein.
Besonders wichtig ist für mich die dabei die exakte Lage des
Fangspiegels zum Okularauszug, sowohl in seiner Drehung über die
Mitte vom Fangspiegel quer zum Tubus und auch seiner Ausrichtung
längs zum Tubus.

Beides kann mit einem Laser nicht festgestellt werden. Der Punkt vom
Laser kann immer noch zur Mittenmarkierung vom Hauptspiegel gebracht
werden, obwohl die Ausrichtung vom Fangspiegel quer und längs zum
Tubus nicht stimmt.
Ich habe schon selbst die Erfahrung gemacht, wie sehr sich eine kleine
Fehlstellung vom Fangspiegel, die ich mit dem Laser alleine nicht
feststellen konnte, auf die Qualität vom Bild im Okular auswirkt:

Das Trapez im Orion - von einem undefinierbaren Sternknäuel zu sechs scharfen Sternen...
...oder, wie bringe ich meinem Newton das Sehen bei.


Mit einem geübten Auge kann der Fangspiegel auch mit dem Chesire
Justierokular eingestellt werden.

Ist die Fangspiegelhalterung stabil genug, genügt es die Ausrichtung
vom Fangspiegel quer und längs zum Tubus nur wenige mal im Jahr zu
überprüfen und gegebenfalls nachzustellen.

Die Ausrichtung vom Fangspiegel zum Hauptspiegel stelle ich ab und zu
zusammen mit der obigen Prozedur mit dem Chesire Justierokular ein.


Die zweite Variante oder der zweite Teil der Justage findet nach dem
Aufbau statt:

Wenn ich das Teleskop in der jeweiligen Beobachtungsnacht aufgebaut
habe, stelle ich die Ausrichtung vom Fangspiegel auf dem
Hauptspiegel und umgekehrt mit einem Justierlaser ein.

Wichtig bei einem Justierlaser ist:
• Er sollte im Okularauszug nicht "kippeln".
• Er sollte eine breite Auflage haben.
• Der Laser selbst sollte stabil genug gebaut sein, damit er
  sich nicht von selbst verstellen kann.

Die günstigen Laser haben oftmals keine breite Auflagefläche oder
"kippeln" im Okularauszug herum.
Ich hatte selbst schon günstige, oder besser gesagt billige Laser,
die sich mit der Zeit selbst verstellten und der Laserpunkt dann
beim drehen das Lasers herumeierte.
Schlechte Erfahrungen hatte ich mit günstigen Lasern gemacht, die
Knopfzellen eingebaut hatten. Sobald diese gewechselt werden mussten,
musste auch der Laser selbst nachjustiert werden.


Mein Fazit:
Mit einem Laser alleine wirst du ein (Newton-) Teleskop nicht
vernünftig justieren können.
Es wird ein Justierwerkzeug gebraucht, mit dem exakt gearbeitet
werden kann, wie das Chesire Justierokular oder das ConeCenter.
Hat man ein geübtes Auge und Erfahrung, reicht auch eine Filmdose,
in dessen Mitte ein kleines Loch gestochen wird.

Wenn ein Laser angeschafft wird, dann einen von guter Qualität und
der durchdacht ist.
Mit den billigen Lasern verbrennt man nur sein Geld und ärgert sich
darüber, das sie zu ungenau sind.

Viele Grüße
Gerd


Amateur- und Hobbyastronomie - corcaroli.de

Bearbeitet von: am:
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Phila
Neues Mitglied


5 Beiträge

Erstellt  am: 15.04.2018 :  19:13:53 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Vielen Dank Eure Tipps mintaka und CorCaroli.

Dann wird es wohl ein Cheshire und ein Chesire (war mir bis heute unbekannt) anschaffen. Auf was soll man da achten? Gibt es bei den beiden Geheimtipps, oder kann ich jeden anschaffen?

Danke noch einmal!

Bearbeitet von: am:
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CorCaroli
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3812 Beiträge

Erstellt  am: 15.04.2018 :  19:21:17 Uhr  Profil anzeigen  Besuche CorCaroli's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo,

Zitat:
Cheshire und ein Chesire


Beides ist das gleiche.
ich habe in meinem Text das "h" im Cheshire vergessen.

Gruß
Gerd

Amateur- und Hobbyastronomie - corcaroli.de

Bearbeitet von: am:
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Phila
Neues Mitglied


5 Beiträge

Erstellt  am: 15.04.2018 :  19:59:57 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Mach Dir nichts daraus, CorCaroli, als zweites habe ich auch ein Cone Center und nicht ein Ches(h)ire :-) Das kommt davon, wenn der Nachwuchs kommt, und man das geschriebene nicht noch einmal sich zu Gemüte führt.


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