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 Welche transportable Monti für 160er Refraktor ?
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Lars73
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
75 Beiträge

Erstellt am: 15.04.2018 :  13:59:18 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,
bisher bin ich für alle transportablen Geräte mit der Ib-Montierung von Zeiss ausgekommen, die ja nur einen Synchronmotor in Rektaszension hat. Das ist für Planetenfilmerei ausreichend, lässt aber für DS-Fotos mit längeren Brennweiten nur ein paar Sekunden Belichtungszeit zu. Mit der ASI1600mmc ist nun der "Appetit beim Essen" gekommen - also ich würde gern eine moderne guidingfähige Montierung anschaffen. Sie soll den AOM 160/1600 zumindest mit Reducer (1200 mm Brennweite) fotografisch bewältigen. Dieser wiegt mit Kamera u.s.w. um die 15 kg, wobei sicher eher der Hebelarm das Problem ist.
Vom Konzept her finde ich die iOptron CEM 60 interessant. Die Polhöhenwiege ist sehr massiv und der Schwerpunkt liegt sehr günstig.
Da ich noch nie mit einer "neuzeitlichen" Montierung gearbeit habe, fällt mir es mir aber schwer, dieses oder andere Modelle einzuschätzen.
Kann mir jemand etwas raten ? Was wäre eine Alternative im Preisrahmen bis ca. 2.500 Euro ?
Würde es evtl. auch die iOptron iEQ45 Pro tun ? Kommt man in der Praxis gut ohne Encoder aus ?
Wie verhalten sich die Steuerungen um den Meridian herum ? Wenn ich es richtig verstanden habe ist es immer so, daß ein Umschlagen nötig ist ? Bei der Ib u.ä. spielt das ja keine Rolle....

Und noch etwas:
Was bedeutet "Dithern" bei der Nachführung mit MGen ?

Danke und Grüße
Lars

Bearbeitet von: am:

JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
3256 Beiträge

Erstellt  am: 15.04.2018 :  14:19:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Lars,

mit den Ioptronmontierungen habe ich keine Erfahrungen, wohl aber kenne ich diverse EQ8-Montierungen. Und die tragen z.B. ein Meade 14" SCT ganz gut. Sollte also auch mit dem Hebelarm des langen Refraktors zurechtkommen. Allerdings sprengt die Montierung den Preisrahmen (Montierungskopf ca. 3400 Euro).

Selber hatte ich mal einen 152mm APM mit f/8 auf einer EQ6, und die IEQ45 setze ich in die gleiche Liga. Das war ein Notbehelf, um ein Test-Astrofoto zu schiessen, aber der besagte Refraktor war auf der EQ6 nicht mehr wirklich gut bedient. Im Zweifelsfall wuerde ich lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen und eine EQ8 anschaffen. Das ist dann zukunftssicher, sollten mal andere Instrumente hinzukommen. Selber hatte ich eine EQ8 angepeilt, bis mir eine alte Rupp 4 in die Haende kam, die meine kuenftige Sternwartenmontierung wird (nebenbei: Definitiv nicht transportabel - Kopfgewicht 80kg!).

Ich sehe gerade, dass die Ioptron 60-er mit ca. 2100 Euro deutlich guenstiger als die EQ8 ist. Ist die EQ8 also wirklich nicht drin, waere das eine interessante Alternative - wenn sie was taugt. Wie gesagt, kann ich keine Erfahrungen beisteuern. Hoffentlich kann Dir ein Benutzer hier weiterhelfen.

"Dithern" beim MGEN bedeutet, dass zwischen den Belichtungen das Teleskop ein kleines Stueck in eine zufaellige Richtung verschoben wird. Hierdurch faellt das Signal auf unterschiedliche Pixel, und Pixelfehler mitteln sich so heraus. Das geht natuerlich nur, wenn der MGEN weiss, wann gerade nicht belichtet wird. Hast Du eine Canonkamera, die durch den MGEN gesteuert wird, ist das Problem geloest.


Best wishes,

Juergen

Wenn Du als Sterngucker keine Freunde hast, besorge Dir eine Drehbank und die Dinge aendern sich.

Bearbeitet von: JSchmoll am: 15.04.2018 14:27:47 Uhr
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Mettling
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5225 Beiträge

Erstellt  am: 15.04.2018 :  15:19:05 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Lars,

Die effektive Brennweite mit Reducer ist für die Wahl der Montierung unwichtig, hier kommt es auf die tatsächliche Länge an. Und da stellt Dein Refraktor mit rund zwei Metern inc. Kamera und Taukappe schon sehr große Anforderungen, insbesondere fotografisch. Denn da ist Stabilität das a&o.
Hier im Forum bietet gerade jemand eine gebrauchte Millenium Mount an, die in Deiner Preislage liegt. Das könnte so gerade noch passen. Ansonsten, wie Jürgen schon schrieb, eine Montierung der EQ-8-Klasse oder besser. Auch wenn es da mit der Transportabilität schon eng wird.

Wenn Du wirklich mobil fotografiern willst, wieso nicht mit einem komplett kleineren Setup? Ein 80mm oder 100mm ED auf einer HEQ-5 oder gebrauchten EQ-6 ließe sich für das gleiche Geld realisieren wie eine angemessene Montierung für das 160mm-Monster. Und wäre deutlich mobiler einsetzbar.
Und der AOM bleibt zu Hause in der Sternwarte. Das einzige Risiko das Du dabei eingehst ist, dass Du den großen eventuell igendwann kaum noch nutzen wirst, weil ein mobileres Setup leichter und öfter eingesetzt wird und deshalb mehr Spaß bringt...

Bis dann:
Marcus

16" f/3,7 Dobson, 6" Reisedobs, C8, ED 80/560, Sunlux (Skylux/PST-Mod)
Vixen SP-DX und Porta, Star Adventurer
Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle.

Bearbeitet von: Mettling am: 15.04.2018 15:22:59 Uhr
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Lars73
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
75 Beiträge

Erstellt  am: 16.04.2018 :  21:51:26 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jürgen, hallo Marcus,
danke für Eure Antworten. Daß die EQ6 zu schwach für den 160iger ist hatte ich auch schon vermutet. Das Verhalten mit dem 152er APM ist ein guter Anhaltspunkt, da er ja nur 40 cm kürzer ist.
Wahrscheinlich ist der mobile Einsatz mit einer EQ8 doch etwas zu aufwendig. Da finde ich die Variante iOptron CEM 60 von der Transportabilität her als verlockender.
Es soll jedenfalls der 130er Refraktor zum mobilen Fotografieren drauf, und für den 160er wird sie sicher wenigstens visuell reichen (die Ib trägt ihn eigentlich auch schon).
Der aufgerufene Preis ist derzeit schon interessant.
Gruß Lars

Bearbeitet von: am:
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