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Seite: von 3

asyx77
Mitglied im Astrotreff

Österreich
86 Beiträge

Erstellt  am: 15.03.2018 :  09:17:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Christoph,

Sehr interessant was du über AOM schreibst, ein "leistbares" Fluorit Triplet klingt spannend, der 160er AOM ist bei mir schon länger auf der Wunschliste. Bei Zeiss ist es natürlich auch das Begehren der Sammler welches die Preise (leider) in die Höhe treibt. Ein originales AS ist nun mal ein originales AS, ein guter Apochromat hat klarerweise eine bessere Farbkorrektur, aber Zeiss hat eben eine Historie und dafür wird entsprechend viel bezahlt, zudem die Abbildung für das damalige Design (bis auf wenige Ausnahmen) als exzellent zu bezeichnen ist.
Eine Sammlerleidenschaft ist in den seltesten Fällen rational zu erklären und ein Blick durch ein Zeiss AS oder auch durch ein C63/840 ist für mich immer eine Freude.

Viele Grüße
Ernst Christian

Bearbeitet von: asyx77 am: 15.03.2018 09:39:29 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4722 Beiträge

Erstellt  am: 15.03.2018 :  10:13:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Christoph,
im Bereich bis 5" kann man auch Zweilinser mit "akzeptabler" Brennweite bis ca. 1m oder 1,3 m sehr farbrein herstellen.
Auf der Seite von Ralf Mündlein steht:
https://www.astro-theke.de/astro-optik-manufaktur/s-fpl51-vs-53/
Offenbar scheint Fpl53 nicht nur sehr teuer zu sein, sondern sich auch schlechter bearbeiten zu lassen. Daher fiel die Wahl auf Fpl51.
Alternativ zu Fpl53 ist natürlich Fluorite ein Linsenmaterial mit dem man mit geeigenten Partnerlinsen (aus entsprechendem Spezialglas) sehr farbreine Optiken erstellen kann. Das sieht man ja selbst bei den alten Zweilinser APOs wie dem Vixen Fl102s.
Gerade beim 4" soll man mit Fpl53 oder Fluorite mit entsprechendem Partnerglas bei f/10 schon Systeme mit 0,98 oder 0,99 Polystrehl herstellen können.
http://www.telescope-optics.net/semiapo_and_apo_examples.htm
Da scheint sogar der Zweilinser mit Fpl53 und ZKN7 die höhere Polystrehlzahl zu erreichen. Leider kann ich die anderen Zahlen nicht deuten.
Wie es scheint wird diese Materialkombination ZKN7 und FPL53 bei den üblichen APOs nicht benutzt? Was hat es mit dem Lanthan auf sich, mit dem heute oft geworben wird? Ist das gleichwertig zum ZKN7?

Wie auch immer, ein gut gefertigter 4" f/10 Fluorite APO mit 0,98 Polystrehl wäre schon ein Edelapo mit den Vorzügen, die ein Zweilinser eben hat. Die Zentrierung von Zweilinser ist leichter, die genauen Linsenabstände einhalten (ohne Keilfehler) auch und die Fehler bei der Linsenfertigung und Reflexion können sich aufaddieren. Dadurch ist es schwieriger bzw. aufwendiger einen gleich guten Dreilinser zu bauen. (Lediglich die Brennweite kann man kürzer wählen, oder?)
Beim ölgefügten APO sollten die Reflexionen zwar vernachlässigbar sein, aber wie sind die Eigenschaften bei tiefen Temperaturen z.B. -30°C und die Auskühlzeit eines Triplets dürfte spürbar länger sein, wie beim Zweilinser zumindest hab ich das beim Vergleich LZOS 100 f/8 und dem Vixen Fl102s gesehen. Genaue Zahlen hab ich dazu aber leider nicht. Der Vorteil beim Triplet ist halt, dass man kürzere Brennweiten verwenden kann um auf eine bestimmte Farbreinheit zu kommen.
Wenn Herr Mündlein eine neue Reihe APOs mit Fluorite herausbringen möchte, dann wäre es schön, wenn er für die kleinen Öfffnungen 4" und 5" auch Zweilinser mit Fluorite und entsprechendem Partnerglas fertigt. :)
Schauen wir einmal ...
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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Lars73
Senior im Astrotreff

Deutschland
116 Beiträge

Erstellt  am: 15.03.2018 :  12:02:27 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Lars73's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Cuno, Christoph, Christian,
schon sehr lange habe ich den kürzeren AS 80/840 und es ist immer wieder eine Freude, damit zu beobachten, z.B. mit einem Pentax-Weitwinkel bei hoher Vergrößerung sich in M13 "einzusehen", wo schon zig Sterne zu erkennen sind. Der Farbfehler ist wegen der kleinen Öffnung noch sehr moderat. Der AS 80/1200 ist natürlich besser und steht auf meiner Wunschliste. Vielleicht findet sich noch ein Tubus, ansonsten wird es ein Selbstbau mit dem schon besorgten Objektiv.

Als Ralf Mündlein über das Doublet-Projekt mit Peter Große und Dr. Pudenz geschrieben hat, war ich davon gleich fasziniert - da war halt Verlass auf Zeiss-Qualität. Es ist dann der AOM 160/1600 geworden, und zwar das 2. Gerät. Die Beobachtung ist eine echte Freude. Der Ringnebel ist auch für die Besucher kein Problem und M13 der Hammer - ästhetischer als im 12"-Dobson wie ich finde.
Seitdem der 200er APQ "durchsickerte" war schon klar, daß es in dieser Richtung irgendwie weitergehen könnte, da können wir gespannt sein. Vielleicht sind die Kosten für das Kalziumfluorid mittlerweile nicht mehr so hoch, mehr Verarbeitung, mehr Nachfrage, geringere Herstellungskosten, wer weiß...
Und zu den anderen Herstellern: Ich denke wo immer auf höchstem Niveau gearbeitet wird muss ein ähnlicher Aufwand betrieben werden. Früher hat man ja von "Handwerkskunst" gesprochen, und das heisst ja, jemand muss sich mehr engagieren als Dienst nach Vorschrift zu machen.

Gruß Lars

Bearbeitet von: Lars73 am: 15.03.2018 14:31:23 Uhr
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Lars73
Senior im Astrotreff

Deutschland
116 Beiträge

Erstellt  am: 15.03.2018 :  12:16:34 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Lars73's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Roland,
in dem Aufsatz von Dr. Pudenz zur Enstehung der APQ-Objektive wird erklärt, warum man nicht beim 2-Linser mit Flussspat stehengeblieben ist. Die Vorteile des Triplets mit Ölfügung waren überzeugend, zumal eben schnellere Öffnungsverhältnisse möglich sind. Bei Lösungen mit gleicher Glassorte für die beiden Partnerlinsen ist der Aufwand für die Brechzahlbestimmung und -berücksichtigung nicht größer. Die vollflächige Ölfügung hält die gegenseitige Lage der Linsen stabiler als Abstandsplättchen und das Fassungsproblem (Temperaturkompensation) ist gelöst. Temparaturtests haben stattgefunden.
Gruß Lars

Bearbeitet von: Lars73 am: 15.03.2018 14:29:54 Uhr
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donadani
Meister im Astrotreff


522 Beiträge

Erstellt  am: 11.08.2018 :  10:39:39 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zeiss is nice... und der Zeiss-Virus bildet offensichtlich einen ähnlichen Krankheitsverlauf aus wie eine ausgeprägte Takitis :D










Der AS100 in der "weißen" Variante und mit silbernem OAZ ist für mich eines der am schönsten anzuschauenden Teleskope überhaupt. Optisch kann er leider nicht ganz mit der nahezu perfekten Linse eines AS80/1200 mithalten was sich hauptsächlich in einer schlechteren Farbkorrektur zeigt. Die sphärische Korrektur bewegt sich aber trotzdem auf top-Niveau und bringt bei 250fach eine harte airy disc mit erstem Beugungsring und sehr schöne intra/extrafokale Ringbilder.

Im Vergleich zum AS80/1200 fällt auch auf, dass der Tubus des AS100 offensichtlich eine etwas dünnere Wandstärke hat - war überrascht wie "leicht" das Gerät ist. Der AS80 erinnert da eher an eine Panzerkanone ;) - daher benötigt der AS80 sicher auch nicht so schöne Stabilisierungsringe, die ja gerade den Charme des 100er Refraktors ausmachen.

Schöner Oldtimer, der defintiv auch heute noch viel Spaß bietet!

Klare Nächte
Christoph

Bearbeitet von: donadani am: 11.08.2018 10:42:08 Uhr
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asyx77
Mitglied im Astrotreff

Österreich
86 Beiträge

Erstellt  am: 11.08.2018 :  12:04:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Christoph,

Da bin ich absolut bei Dir, mMn eines der schönsten je gebauten Teleskope, zusammen mit dem Asekomet, dem Kometenfinder aus Messing. Ich finde den Farbfehler beim
AS100/1000 nicht wirklich so störend und die sphärische Korrektur ist eine Klasse für sich. Das AS100/1000 galt ja seinerzeit schon als Planetenkiller,
wenn ich richtig informiert bin.

Viele Grüße
Ernst Christian

Bearbeitet von: am:
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Marc
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3218 Beiträge

Erstellt  am: 11.08.2018 :  13:15:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi,
sehr feines Gerät da hab ich anfang der 90er und lange danach von geträumt-ein AS bzw APQ zu besitzen-leider wurde nichts draus.

das höchste war Glockensäule,IB Montierung und vieles mehr an teleskopzubehör auf jeden fall höchste Produktqualität made in Germany

APQ s wurden ja bis 300 mm in Aussicht gestellt,der 200er APQ sollte 30000 DM kosten
leider kam Lothar Späth und machte alles zunichte und kapitulierte vor china

2001:D&G FH D 125 f 2250 mm

2018:ES 12" f 5 Gitterdobson
APM APO 140 f7 SD
Hyperion 8-24 Zoom Oku. MarkIV,ES f6,7 82° Oku.

Bearbeitet von: am:
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asyx77
Mitglied im Astrotreff

Österreich
86 Beiträge

Erstellt  am: 11.08.2018 :  14:40:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Marc,

Ich hatte vor kurzem die Ehre jemanden kennenzulernen der seinerzeit eine hohe Position bei Zeiss bekleidete, er erzählte mir
einen Teil "der Geschichte", eine sehr sehr traurige wie ich finde, ich versprach Verschwiegenheit an die ich mich selbstverständlich auch halte. Ich bin
überzeugt, Zeiss würde auch heute noch seinen Platz am Astromarkt einnehmen, sehr exklusiv aber das war Zeiss ja eigentlich immer.

Viele Grüße
Ernst Christian


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