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 Erste Kellerbilder: Bresser Silver Line 80/1200
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Seite: von 6

memento
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
80 Beiträge

Erstellt  am: 07.06.2018 :  11:25:54 Uhr  Profil anzeigen  Besuche memento's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Hannes und Michael,

danke für die Infos! Sehr interessant! Ich würd mich freuen wenn jemand noch was von den alten Katalogen zuhause haben sollte und evtl. einfach abfotografieren oder einscannen.

Witzig finde ich, daß das mit dem Linsenverdrehen überhaupt passiert. Das merkt man doch dann beim Durchschauen spätestens am 3. Abend ?!?! Oder dachten die Vorbesitzer alle, sie haben ihr Teleskop "kaputtgeputzt" und es deswegen dann verkauft?

Ich bin halt mit den Vixen und Celestron Katalogen "großgeworden", in den 80ern als ich noch Kind bzw. Jugendlicher war. Die Celestron Girls :) und diese alten Vixen Kataloge mit dem Priester und den Schafen, dem Polizisten am Feldstecher. Herrliches Zeugs. Dazu die Preislisten von Vehrenberg ...

Bresser hatten wir damals gar nicht so auf dem Schirm, eher Tasco oder Danubia ... ich weiß gar nicht, wieso.

Gestern der kleine 100x Jupiter, tiefstehend und durch Wolkenlücken, und dann noch mit dem primitiven 12.5mm "S.R." war wirklich schon ein Hochgenuß. Ich müßte auch mal den Vixen SP-80M meines Bruders reaktivieren, den er beim Vehrenberg so um 1987 neu gekauft hat (als "Celestron Firstscope C80"). Ich meine aus der Erinnerung, daß der bei 100x schon einen kleinen Hauch "Farbe" hatte und bei 150x erst recht; weiter sind wir nie gegangen. Von Farbsäumen habe ich gestern im 80/1200er bei 100x wirklich rein gar nix gesehen. Naja, ich hab auch nicht mehr die Adleraugen von damals :)

Somit hat mich der "Lange" gestern echt spontan begeistert. Vor allem finde ich ihn (im Vergleich zu meinem Celestron C5 oder erst recht zu dem C8 meines Bruders) wirklich *eklatant* weniger seeing-empfindlich. Und genau das hab ich ja gesucht, ein Teleskop womit man schnell (ohne großes Auskühlen, Temperieren) Mond und Planeten anschauen kann bei begrenzt viel Zeit am Abend. Und offene Sternhaufen wird er auch noch gut zeigen.

Bei mehr "Öffnungsfieber" also in der 100er Klasse, die ja auch noch sehr schnell auskühlen usw., sind die Refraktoren dann gleich sooo lang, daß sie nicht mehr auf die Monti oder in mein Auto passen (1.3 oder 1.5 Meter Brennweite ...) oder man braucht was mit Sondergläsern, da ist dann eben der Preis ein Mehrfaches. Naja so bin ich halt beim 80 f/15 gelandet. :)

LG
Thomas

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wambo
Altmeister im Astrotreff

Antigua and Barbuda
3396 Beiträge

Erstellt  am: 07.06.2018 :  22:29:27 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,

hier nun das erwähnte Katalogbild allerdings schon aus dem Jahrgang 1984/85. Hier ist der Bresser Silverline schon ein echter Vixen 80L mit der New Polaris Montierung.

Dein Bresser muss also vorher rausgekommen sein...ich hatte es ja oben schon versucht, zeitlich etwas einzugrenzen....


LG Michael

Trinken nicht vergessen !

Bearbeitet von: wambo am: 08.06.2018 06:32:49 Uhr
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memento
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
80 Beiträge

Erstellt  am: 08.06.2018 :  12:08:55 Uhr  Profil anzeigen  Besuche memento's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,

danke für das Bild schonmal. Genau so ein silbernes Vixen-Teleskop auf der alten Polaris-Montierung gibt es übrigens auch hier zu sehen:

https://www.cloudynights.com/topic/322270-a-most-unusual-telescope/

Allerdings ist es da ein 80M, also 910mm und nicht 1200mm Brennweite.

LG
Thomas

Bearbeitet von: am:
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memento
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
80 Beiträge

Erstellt  am: 09.06.2018 :  21:09:15 Uhr  Profil anzeigen  Besuche memento's Homepage  Antwort mit Zitat
So hier noch meine übergangsweisen Super-Primitiv-Okulare. Die neuen Antares-Plössl 25mm, 12.5mm und 7.5mm aus den USA werde ich nächstes WE dann in Händen halten, endlich ...



Das Kellner 22mm hat mir der Micha mitgeschickt, das scheint wohl original dabei gewesen zu sein? Auch bei der Vixen-Version (siehe den Scan von Micha zwei Beiträge weiter oben) wird das erwähnt. Es hat 3 Nachteile: (1) Feldblende unscharf; (2) scheinbares GF ist nur ca. 30 Grad; (3) außerhalb der Feldblende im "schwarzen" sieht man zumindest tagsüber jede Menge starke Reflexe wegen fehlender Innenschwärzung. Vorteile? Das Bild ist aber scharf und kontrastreich. Immerhin! :) Trotzdem find ich es gewagt, zu einem Refraktor mit 1200mm Brennweite ein 22mm Okular mit nur 30 Grad scheinbarem Feld als "Übersichtsokular" zu liefern. Auch bei 24.5mm Steckdurchmesser müßte doch noch deutlich mehr an Feld gehen.

Das HM 12.5mm hab ich irgendwoher ... wenn ich wüßte, woher? *grübel* Hier ist der Augenabstand extrem niedrig (also wie bei einem 6mm Ortho), aber das SGF ist überraschend groß (40 Grad, halt wie bei nem Ortho), Feldblende scharf, Abbildung sehr gut und kontrastreich. Am Jupiter macht es richtig Spaß. Hätte ich nicht mit gerechnet.



Der Blick von vorn zeigt, daß die damals in Punkto Innenschwärzung einfach gar nix gemacht haben. Da sind so gedrehte Messingteile (in beiden Okularen), sowas muß man ja nicht schwarz anpinseln ... lol ... aber dran basteln werd ich jetzt auch nicht; dafür nehm ich dann künftig doch lieber gleich bessere Okulare.

In jedem Fall ist es wohl doch nicht nötig, um *jedes* HM / SR usw. direkt einen Bogen zu machen: Bei dem 12.5mm ist die Verarbeitung und die Bildqualität überraschend gut. Das Problem ist nur, die etwas besseren von den schlechteren zu unterscheiden ... ich hab auch schon Vixen "Huygens" gesehen mit mickerigsten Plastik-Feldblenden und so weiter. Ein kleiner Hinweis ist vielleicht die sauber weiß ausgelegte Gravur beim 12.5mm. Je billiger die sonstige Qualität, desto weniger aufwendig auch die Beschriftung. Beim Kellner 22mm ist da nur so ein Aufkleber ...

Wieviel größer "packt" die Montierung eigentlich noch? Micha oben hat was geschrieben von einem 127er Achromaten und einem 100er f/16 die da auch drauf waren? Und das ging auch beim Beobachten noch alles klar?

Wenn ich mich nochmal "vergrößern" würde irgendwann, fänd ich zugegeben ja mal zur Abwechslung zu den Klassikern dann zwei moderne Teleskope sehr spannend, einmal den Teleskop-Service 102/1100er Achromaten und dann den FrT aus Belgien, ein 100/1200er mit Istar-Objektiv.

https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p1958_TS-Optics-Planeten-Refraktor-102-1100mm-F-11---Verbesserte-Farbkorrektur.html

http://www.frtelescopes.com/frt100.html

Der Vorteil dieser beiden "Neuen" gegenüber den meisten Klassikern ist halt, daß sie als 100er keine f/15 haben, sondern f/11 oder f/12 und so würden sie gerade noch gut auf die Rückbank passen in meinem Wagen. Andererseits bin ich vielleicht auch zu optimistich: Jetzt der Bresser 80 f/15 verwöhnt mich doch sehr mit dem scharfen, farbreinen Bild; ein 100er müßte ansich ja sogar ein f/18 sein um dieselbe "Farbreinheit" zu erzielen ... und kein f/11 oder f/12 ...

(Ja ich weiß es gibt aktuell auch die Bresser 90 f/13 und 102 f/13, aber nach dem was Ihr und andere davon zu berichten wißt ... nein danke. Dann lieber etwas sparen und einen von den beiden da oben nehmen, von vernünftigen Herstellern, die wissen worauf es ankommt und wo die Teleskope von vornherein "vernünftig" gemacht sind.)

LG
Thomas

Bearbeitet von: memento am: 09.06.2018 21:14:21 Uhr
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wambo
Altmeister im Astrotreff

Antigua and Barbuda
3396 Beiträge

Erstellt  am: 09.06.2018 :  21:45:09 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,

wegen der erwähnten Baustelle komme ich erst am Montag dazu, Dir das 4er Ortho zu senden. Mit dabei sind dann eine original Metall Meade Barlo-Linse in 0.96", sowie 2 Mondfilter....+ 1 geschwärzte Metallblende, die Du kraftschlüssig in das Posaunenrohr schieben kannst.

MfG Michael

P.S.: DK-Montierung - ich hatte meinen 120/1000 mm Achromaten drauf, dazu hatte ich mir in RA einen EQ5 Motor adaptiert. Da war ein sehr stabiles Setup, sogar noch mit angehängter Digi-Knipse zum videografieren !
Vorgesehen ist die Montierung vom Hersteller auch heute noch für einen 153/1300 mm Catadiopter.
Von der Nachführung her, war sie bei mir gleichmäßiger als meine EQ5.

Zur Erinnerung hier Bilder vom Setup und Bilder, die damit entstanden sind, wobei ein Problem höchstens im Schwabbel-OAZ des Achromaten zu suchen war !

Die DK würde ich jederzeit einer stinknormalen EQ5 vorziehen.

LG Michael





Hier hatte ich ersatzweise die GG-Stange einer LXD75 Montierung eingeschraubt, weil ich für den 120er mehr Gewicht brauchte.












Trinken nicht vergessen !

Bearbeitet von: wambo am: 09.06.2018 22:23:21 Uhr
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memento
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
80 Beiträge

Erstellt  am: 12.06.2018 :  17:17:01 Uhr  Profil anzeigen  Besuche memento's Homepage  Antwort mit Zitat
Das sind tolle Bilder. Echt beeindruckend!

Aber nachdem ich jetzt noch mal hin und her überlegt hab ... glaub ich daß ich visuell bei dem langen 80er bleiben werde. Finde diesen "farbreinen" Anblick im Okular einfach toll. Bei Fotos kann man das ja leicht rausnehmen, beim Durchgucken eher weniger :)

Soo ... zurück zu dem 80er ... eeeeendlich isser fertig, so wie ich mir das die ganze Zeit vorgestellt hatte. Hab heute das neue Landegestell bekommen. Ich glaube es stammt von einer Celestron CG5 Montierung. Wichtig war mir jedenfalls, daß oben der "Azimut-Pin" abschraubbare ist und nicht fest eingegossen wie bei den Vixen-Stativen ... die originale zentrale Schraube paßt perfekt. Ich weiß immer noch nicht so ganz genau, ob das nun 3/8" oder M10 ist, womöglich sind diese beiden Größen zufällig aber auch einfach identisch ...



Das einzige, was jetzt noch theoretisch fehlt: Das Stativ hat oben eine ca. 65mm große Aussparung, eben Vixen GP-kompatibel. Bei der Dai-Ichi Kogaku-Montierung wäre aber nur eine ca. 24mm oder so große Aussparung notwendig. Eigentlich gehört da, um es wirklich "perfekt" zu machen, doch noch ein Adapterchen rein. Da ich nicht drehen kann, habe ich das mal im Dienstleistungs-Forum gepostet:

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=226232

Aber auch ohne diese Platte macht das Stativ jetzt mit der Montierung schon einen ziemlich "bombenfesten" Eindruck. Ich finde, das Ganze sieht jetzt auch einfach schick aus! :)



LG
Thomas

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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4731 Beiträge

Erstellt  am: 12.06.2018 :  17:47:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,
beim 100 f/12 muss man schauen wie gut das Objektiv ist. Vermutlich ist es ein Istarobjektiv. Bei den Istarobjektiven gab es leider früher, also vor ca. 2 Jahren noch Qualitätsprobleme. Da ist der 102/11000 vermutlich die bessere Alternative auch wenn er geringfügig mehr Farbfehler hat.
Ich würde die ED APOs 4" f/7 (idealerweise mit Fpl53 und Lanthan) und 4" f/9 (Fpl53) in Betracht ziehen, alternativ den 125mm f/7.8 mit Fpl53 und Lanthan als großen Refraktor.

Ich bin einen anderen Weg gegangen. Ich hab neben dem 4" f/9 Fluorite APO einen 6" f/8 Newton. Meine Erfahrungs ist, dass im Idealfall (gutes Seeing + gutes lokales- + Tubusseeing) der 6" f/8 mit ein bisserl feinerer Auflösung und hellerem Bild punkten kann. Von den Planetendetails war aber alles was im 6" zu sehen war auch im 4" f/9 zu sehen. Der 4" f/9 ist im Einsatz gutmütiger was lokales Seeing, Auskühlung und Justage betrifft. Mit dem sehr leichten 4" f/9 (ca 4kg) geh ich einfach hinaus und kann nach sehr kurzer Auskühlzeit Jupiter mit 180x oder auch 200x beobachten und hab bei diesen Vergrößerungen noch ein kontrastreiches, scharfes (je nach Seeing) und visuell farbreines Bild. Ich bring einfach als erstes den 4" hinaus und dann die Okulare, Akku für de Nachführung. Bis alles am Platz ist, ist der APO voll einsetzbar. Ähnlich ist es auch mit dem 80/1200.
Das ist beim 6" f/8 Newton nicht der Fall. Der braucht a bisserl mehrer strecheln ;)
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 12.06.2018 17:50:14 Uhr
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memento
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
80 Beiträge

Erstellt  am: 12.06.2018 :  23:33:43 Uhr  Profil anzeigen  Besuche memento's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Roland,

Ja der FrT aus Belgien nutzt Istar Objektive. Ich hatte schon etwas gegoogelt und rausgefunden, daß die wohl irgendwie etwas "umstritten" sind? Naja ... schade. Ich bleib also mal bei meiner Regel, entweder ein echter "Klassiker" oder – wenn es doch mal was Neues wird – dann wohl ein chinesischer APO oder ED.

Ein 6" f/8 Newton oder sogar ein 8" f/6 Newton ist sicher, wenn alle Rahmenbedingungen perfekt sind, das beste für Planeten in Punkte Preis und Leistung / Abbildungsqualität. Aber bei meinen Beobachtungsgewohnheiten ist "das beste" wohl nur selten gegeben. Insofern versuche ich mich ja grad auf die Refraktoren zu konzentrieren, da die einfach unkompliziert sind.

Im Endeffekt seh' ich von Planeten eh nur einen lächerlichen Bruchteil dessen, was man heute alles per Raumsonde und Google serviert bekommt. Da gilt für mich eher das Motto "Dabeisein ist alles" ... und im Moment habe ich mit den alten Teleskopen da am meisten Spaß, so ganz subjektiv gesehen ... also nutze ich das auch so aus ... ist halt vielleicht ein bißchen wie wenn ein Freund von mir ne Ausfahrt mit seinem alten VW Käfer macht und sich tierisch freut, daß der Wagen ganz ohne Fehlzündungen fehlerfrei von A nach B gekommen ist :) nach dem gleichen Motto sehen andere mit ihrem Eqipment vielleicht viel mehr als ich, aber: Was soll's!

LG
Thomas

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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4731 Beiträge

Erstellt  am: 13.06.2018 :  01:06:22 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,
ich weiß den aktuellen Stand nicht, auf dem die Istarobjektive sind. Der Andreas IV hat sich so ein 4" f/12 gekauft und es mit seinem Tal 100 verglichen. Ja, es war merrklich farbreiner, aber auch weniger scharf. Zuerst waren die Linsen dezentriert aber auch danach war er nicht überzeugt. Sein alter Tal 100 (100 mm f/10) hat einfach besser abgebildet. Istar war danach aber offenbar bemüht die Objektive zu verbessern. Ob das gelungen ist, weiß ich nicht. Optisch schauen die Objektive ja gut aus. Der TS 102/1100 ist für einen 4" f/11 FH gut, kommt aber auch aus China (Kunming), ist aber gut verarbeitet....
Ein 4" oder 5" ED APO aus China sollte heute schon gut sein. Hier ein Bericht vom 5" f/7,8 APO:
https://www.nightsky.at/Art/TS%20125-975%20APO/
Mit 5" kommst Du in den Bereich wo Du auch bei guten Bedingungen im 6" f/8 Newton keinen Zugewinn mehr sehen wirst. Wenn die Abbildung (Farbkorrektur und sphärische Korrektur, Zentrierung) wie in meinem 4" f/9 Fluorite ist, dann ist das schon ein feiner Augenschmaus und von der Bildästhetik schöner wie im 6" f/8 Newton.
Der Preis ist natürlich mit 1500 Euro deutlich teurer.
Zurück zum 80/1200. Ich kann nur von meinem Vixen 80L sprechen und der ist echt gut und es macht Spaß mit dem klassischen und guten 80 f/15 FH zu beobachten. Da geht gerade am Planeten auch schon einiges, so dass man nicht unbedingt einen großen Refraktor braucht.
In M13 konnte ich über den gesammten Bereich feine Sterne und ein paar Sternketten sehen. Die Vergrößerung war im Bereich 100x-120x. Mit dem 32 Plössl kann man die Einzelsterne nicht so klar auflösen aber man sieht einen klitzernden Nebel wo es eben gerade beginnt Einzelsterne klitzern zu sehen. Musst ausprobieren . Der Ringnebel ist auch bei 80x oder 100x als kleiner aber klarer Raucherkringel zu sehen...
Das hab ich aus einem Vorort von München beobachtet. M13 war im Zenit gestanden und man hat die Milchstraße gesehen. Umso besser der Himmel umso mehr geht, wenn die Augen an die Dunkelheit angepasst sind selbst mit nur 8 cm Öffnung.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 13.06.2018 01:08:54 Uhr
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memento
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
80 Beiträge

Erstellt  am: 14.06.2018 :  14:46:31 Uhr  Profil anzeigen  Besuche memento's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Roland,

vermutlich bleib ich einfach jetzt mal bei dem 80er. Der macht einfach Laune! Und ich hab mich ja nunmal auf das Experiment eingelassen, auch mit den 24.5mm Okularen. Mein kleiner 60er langweilt sich schon. :/

1.500 Euro ist ansich für ein "endgültiges" Teleskop ja noch vertretbar, jedoch sind es halt trotzdem 1.500 Euro. Die Tage habe ich ein komplettes oranges C8 mit Gabel für 450 entdeckt, naja ... da können die Neupreise nunmal einfach nicht mithalten. Das wär natürlich "die" Ergänzung für mich, "vintage", Legende, und generell die mobilste Möglichkeit, 8" zu haben. Aber da ich mein geliebtes C5 nicht arbeitslos machen möchte ... laß ich erstmal von dem C8 auch die Finger. :)

Am Wochenende hoffe ich die ersten Beobachtungserfahrungen mit den Antares Plössl beisteuern zu können. Ein bißchen Sorge habe ich, daß das maximale Feld (für 24.5mm) beim 25mm Plössl noch durch den engen Auszug des 80ers durchgeht.

Nicht daß die damals mit Absicht als weitestes Okular nur ein Kellner mit 22mm (statt 25 ...) und dann nur ca. 30° scheinbarem Feld (statt wie beim Plössl 50° ...) beigelegt hatten ... weil sonst halt der Auszug "dichtmacht".

Aber in ein paar Tagen werd ich da mehr wissen.

"untenrum" hab ich dann noch ein 12.5mm und ein 7.5mm Plössl, das 12.5mm kann ich dann mal direkt mit dem überraschend guten alten 12.5mm HM vergleichen und mit dem 7.5mm bei 160x Vergrößerung dann dem Jupiter so richtig "auf die Pelle" rücken. :)

LG
Thomas

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wambo
Altmeister im Astrotreff

Antigua and Barbuda
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Erstellt  am: 14.06.2018 :  18:54:22 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas, hättest Du mal vorher was gesagt wegen deines Montierung/Stativ-Adapters ( Scheibe ), da hätte ich dir was machen können. Man kann so was mit etwas bastlerischem Geschick auch leicht aus Hartholz fertigen. BTW: guck die Tage mal in deine Pack-Station
MfG Michael

Trinken nicht vergessen !

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memento
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Erstellt  am: 14.06.2018 :  21:21:59 Uhr  Profil anzeigen  Besuche memento's Homepage  Antwort mit Zitat
Ich mußte das Stativ ja erstmal finden und kaufen :) ... also im Prinzip hat es ne ganz normale (ältere) Vixenaufnahme, 65mm Durchmesser. Und da muß halt die Adapterscheibe rein passen. Der Flansch von der Dai-Ichi-Montierung hat ja einen viel schmaleren Durchmesser als das.

Also so richtig wichtig ist das ja glaub ich eh nicht, hält ja auch so? Wobei eben der Montierungskopf im Stativ jetzt nicht wirklich "fest" plaziert wird, sondern nur durch die lange Schraube gehalten. Ich weiß nicht, ob das auf Dauer ungünstige Auswirkungen haben kann. Wenn Du da was machen kannst? ... gerne Details per Mail, natürlich gegen Obulus, logisch. Hat ja wie gesagt eh keine große Eile ...

Packstation: Vorfreude!

Heute hab ich tatsächlich bei ebay ein Celestron Kellner 12mm mit 24.5mm Steckdurchmesser verpaßt, komisch daß mir das die ganzen Tage nie aufgefallen war. Naja. 12mm Okulare hab ich eh genug, im Endeffekt. Bin immer noch ganz hin und weg, wie gut das HM 12.5mm ist :)

LG
Thomas

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memento
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Erstellt  am: 17.06.2018 :  15:59:30 Uhr  Profil anzeigen  Besuche memento's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

soo es gibt Nachschub an der Okular-Front. Michael, habe Deine Sendung erhalten ... vielen Dank! Das 4mm Ortho hab ich aber mangels Gelegenheit noch nicht am Stern ausprobieren können ... ist ja ansich wie geschaffen um sich mal die Beugungsringe anzuschauen, die der 80er produziert :)

Auch die drei Antares Plössl sind jetzt da. Sind wie zu erwarten "normale" China-Plössl, aber auf den ersten Blick machen sie einen guten Eindruck. Sind aber eine Qualitätsklasse unterhalb der Baader Classic Orthos anzusiedeln – dafür hab ich jetzt weitere drei Brennweiten, die es bei den Classic Orthos eh nicht gibt.



Witzigerweise steht auf der Schachtel des 25mm "Made in Canada", bei dem 12.5mm und 7.5mm wie zu erwarten "Made in China".



Leider vignettiert das 25mm, bzw. gibt es am Gesichtsfeldrand einige kleine schwarze Abschattungen. Erst dachte ich, das ist der Okularauszug des 80ers schuld – ist er aber nicht, es liegt am Zenitprisma! Alle mein drei "japanischen" Zenitprismen haben, wie ich also jetzt rausgefunden habe, viel weniger freien Durchlaß als eigentlich bei 24.5mm Steckdurchmesser möglich wäre ... da wurde wohl damals schon mehr in der Produktion gespart als man denkt ...

Schade, denn ansich wäre das 25er ideal, es ermöglicht halt den maximalen Bildwinkel beim 24.5mm Steckdurchmesser und das Teleskop (abgesehen von dem zu engen Zenitprisma) gibt das problemlos her. Sogar mein 32mm Plössl mit 1 1/4" Zenitspiegel habe ich mal testweise hinter das Auszugsrohr gehalten – auch das geht noch ohne störende Abschattung, hätte ich nicht gedacht.

Ich seh mich den Refraktor irgendwann doch noch auf 31.8mm umbauen, angeblich geht das ja mit einem handelsüblichen Chrom-Abwasserrohr ganz einfach. Hier ein Bild:

https://www.cloudynights.com/topic/482086-towa-965-focuser-extension-tube-modification/page-6#entry6330582



LG
Thomas

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wambo
Altmeister im Astrotreff

Antigua and Barbuda
3396 Beiträge

Erstellt  am: 21.06.2018 :  19:12:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Gut, dass mit Dir Thomas, auch mal wieder jüngerer Nachwuchs in die Klassiker-Szene gekommen ist ! Mach weiter so !

Michi

Trinken nicht vergessen !

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memento
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Deutschland
80 Beiträge

Erstellt  am: 21.06.2018 :  20:29:01 Uhr  Profil anzeigen  Besuche memento's Homepage  Antwort mit Zitat
Haha naja was heißt jünger ... der Bresser hier im Thread ist immer noch sicher mindestens 5, 6, 7 Jahre jünger als ich :)

Zwei neue Erkenntnisse:
Selbst das 12.5mm Plössl hat irgendwie noch am Rand vignettiert hinter meinen alten Zenitprismen. So richtig kapieren tu ich das nicht; da ist doch der Feldblendendurchmesser viel geringer als daß das Prisma das "beschneiden" sollte?!

Die Klassiker-Fans bei Cloudynights haben mir empfohlen, mal auf die Suche nach einem Unitron Zenitprisma zu gehen ... da bekommt man den vollen Durchlass, der bei 24.5mm Steckdurchmesser halt möglich ist. Vielleicht gibt's auch noch Prismen von Zeiss Jena oder Takahashi oder sowas, nur ... da zahlste Dich ja dämlich. :) Aber Unitron scheint wohl so um 50 Euro machbar zu sein, das ist ja vernünftig. So ein Ding kauft man ja auch nur einmal ... wenn's was taugt. (Hat wer eins über?)

Zweite Erkenntnis:
Gestern hielt ich abends so 20 Minuten vor dem Schlafengehen auf den Jupiter, dabei habe ich mal das Antares Plössl 12.5mm und das alte HM 12.5mm (original von meinem Dai-Ichi 60/910) verglichen. Tjaa was soll ich sagen. Augenabstand beim HM 12.5mm geringer, aber irgendwie für mich trotzdem noch ok (keine Brille getragen). Scheinbares Feld ist beim HM etwas kleiner, halt so wie bei einem Ortho. Also schätzungsweise ca. 40° statt 50°. Spielt für Planeten nicht wirklich eine Rolle. Ansonsten kam mir das HM 12.5mm von den Details her mindestens gleichscharf vor, subjektiv vielleicht sogar nen Tick kontrastreicher.

Also selbst wenn man als großer Beobachtungs-Experte das alle noch viel detaillierter beurteilen kann als ich jetzt, bin ja mehr der Gelegenheits-Gucker, fand ich das gute Abschneiden des HM 12.5mm schon erstaunlich. Das olle Ding macht irgendwie wirklich Laune.

Micha; Dein Ortho 4mm hab ich noch nicht "ernsthaft" probiert, Jupiter stand dafür gestern zu tief / Luft zu unruhig ...

Grüße in die Runde,
Thomas

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