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 Astronomie - die Beobachtungen, Bilder, Ereignisse
 Deep Sky Objekt des Monats
 OdM Februar 2018-NGC2261 Hubbles variabler Nebel
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Seite: von 2

Andreas72202
Meister im Astrotreff

Deutschland
402 Beiträge

Erstellt am: 28.01.2018 :  17:45:10 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

als ich mir NGC 2261 alias "Hubbles variabler Nebel" als "mein" diesjähriges OdM ausgesucht hatte, wollte ich zum OdM-Termin eigentlich schon mit eigenen aktuellen Beobachtungen gewappnet sein. Daraus wurde allerdings bislang nichts, da mir das Wetter im diesjährigen Winter seit Oktober keine brauchbaren Bedingungen bot und ich in meinen Aufzeichnungen seltsamerweise ebenfalls nichts zu diesem Objekt finden konnte. So habe ich hier selbst noch etwas zu tun und werde meine eigenen Beobachtungen hier nachliefern, sobald es das Wetter einmal zulässt.

Jetzt aber zum Objekt selbst...


Foto: Carole Westphal/Adam Block/NOAO/ AURA/NSF

Koordinaten: RA 06h 40m 11 s, Dec +08° 43' 52"
Entfernung 2500 Lj., Helligkeit ca. 9mag, stark variabel: Helligkeitsschwankungen bis zu 2mag innerhalb weniger Monate möglich.

Bei NGC 2261 handel es sich um einen ca. 2 x 4' großen Reflektionsnebel, der vom Stern R Mon angestrahlt wird. Dieser zählt zu den sogenannten Young Stellar Objects (YSO), einer Objektklasse, zu der auch andere bekannte Objekte, wie z.B. NGC 1555 (Hinds variabler Nebel), oder McNeills Nebel in M78 gehören. Reiner Vogel hat auf seiner Webseite eine ganze Rubrik dieser Objektklasse gewidmet. Dort findet man auch Interessantes zur Physik der YSO´s und weitere Objektbeispiele (http://www.reinervogel.net/index.html?/exotic/exotic07.html).


Foto: Tom Polakis (http://www.pbase.com/polakis/image/163069532)

Die starken Helligkeitsschwankungen lassen sich bereits in vergleichsweise kurzen Zeiträumen beobachten. So hat z.B. Tom Polakis in 1999 und nochmal in 2015/16 den Nebel über einen Zeitraum von mehreren Monaten viele Male fotografiert und eindrucksvolle Zeitrafferaufnahmen zusammengestellt. Hierbei kann man deutlich sehen, dass sich die Grundgestalt des Nebels gar nicht verändert. Wohl aber ist die Nebelfläche selbst stärkeren Veränderungen unterworfen. Es sieht gerade so aus, als würden Schatten über den Nebel laufen. Diese stammen wohl tatsächlich von Staubmassen, die sich um R Mon herum bewegen und dann als Schatten auf die Nebelfläche projiziert werden.

NGC 2261 befindet sich ca. 10° östlich von Beteigeuze, mitten in der Wintermilchstraße. In seiner Umgebung finden sich bekannte Objekte wie z.B. den Christmas Tree Cluster und NGC 2244 im Rosettennebel sowie etliche weitere offene Sternhaufen. Hubbles variabler Nebel sollte für fast jede Instrumentengröße erreichbar sein, so dass hier hoffentlich viele Beobachtungen zusammen kommen werden.

Vielleicht nehmen sich unsere Zeichner ja mal vor, die zeitlichen Veränderungen von NGC 2261 per Zeichenstift festzuhalten?

Ich bin gespannt auf Eure Beiträge :-)

Viele Grüße
Andreas


Edit: unrechtmäßige ' entfernt

***Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe***

Bearbeitet von: Andreas72202 am: 29.01.2018 20:51:58 Uhr

Moonchild_27
Meister im Astrotreff


643 Beiträge

Erstellt  am: 28.01.2018 :  21:33:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,

eine schöne Auswahl und eine gute Idee die Veränderung einmal visuell beobachten zu wollen, mit entsprechender Öffnung sicherlich machbar.

Meine letzte Sichtung war im Februar 2016, mit einem 10" Teleskop und 210-fach, zunächst war die Kometenform damit sehr deutlich. Bei längerer Beobachtung konnte ich auch die Form etwas definierter herausarbeiten. Die Ost- und Westkante wirkte besser abgegrenzt. Nach Norden eher diffus und indirekt mit zwei "Zipfeln"an den Rändern. Ebenfalls nur schwach indirekt konnte ich die östliche Kante leicht gebogen sehen, während die westliche Kante eher gerade blieb und die Spitze etwas "eingeknickt" wirkte.

Transparenz: gut, Seeing: mäßig-sehr gut

Zeichnung 10 Zoll, Jeßnigk (Südbrandenburg)



Liebe Grüße
Mathias


Nauris Mirrage 21" f/4
Obsession 18" f/4,5 Classic
Traveldob 14" f/4,8
Traveldob 12" f/5,3
Galaxy 10" Dobson f/5
Leica 8x42 Ultravid HD


Freunde der Nacht


Bearbeitet von: Moonchild_27 am: 28.01.2018 23:11:03 Uhr
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Klotzi
Meister im Astrotreff

Deutschland
415 Beiträge

Erstellt  am: 29.01.2018 :  09:40:42 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Klotzi's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,

eine schöne Idee das Objekt einmal über einen Längeren Zeitraum zu beobachten! Beim Blick in mein Beobachtungsbuch musste ich jedoch feststellen, dass ich ihn länger schon nicht mehr beobachtet hatte :-(

Dennoch hier ein Eintrag aus meinem Logbuch aus meiner ersten Beobachtungsnacht auf dem Schauinsland, an die ich mich nach fast 10 Jahren trotzdem noch gut erinnern kann:

NGC 2261 (Hubble´s Veränderlicher Nebel)
Schauinsland, 28.12.08, 20-22:30 MEZ, D=1/5, U=2/5, fst >6m,0, HRD 8" f/4

Unweit vom Weihnachtsbaum-Sternhaufen, der gut als Aufsuchhilfe dienen kann, liegt Hubble´s Nebel ein Reflexionsnebel der, getrieben durch den Sternenwind eines heißen Sterns, ständig seine Struktur verändert. Im 7mm Nagler (114x) wird er als kleiner Kometnschweif sichtbar, der Schweif ist nach Norden hin geöffnet. UHC oder OIII-Filter bringen keine Verbesserung der Wahrnehmung, am besten ohne Filter bzw. mit leicht kontrasverstärkendem UHC-S-Filter. Kann bei schwacher Vergrößerung leicht übersehen werden, kleine Ausdehnung!


---------------
Grüße
Thomas
http://www.blackskynet.de

Bearbeitet von: am:
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Ralph_Rogge
Senior im Astrotreff

Deutschland
120 Beiträge

Erstellt  am: 29.01.2018 :  17:02:06 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Ralph_Rogge's Homepage  Antwort mit Zitat
Ein sehr schönes Objekt mit reichlich Dynamik ;)

An meinem städtischen Balkonstandort (NELM 6,04 mag) kann ich mit meinem 6” Refraktor (70x) die kometengleiche Form deutlich erkennen, allerdings zeigt sich mir die Fläche des Nebels strukturlos. Mit indirektem Sehen entdecke ich auch R Mon an der Spitze des Nebels.


NGC 2261 aufgenommen mit einem PlaneWave CDK 20 Astrograph und einer Finger Lake Instrumentation FLI-PL11002 CCD Kamera.

http://adastra.site

Bearbeitet von: am:
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Eric
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1201 Beiträge

Erstellt  am: 29.01.2018 :  17:17:41 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Eric's Homepage  Antwort mit Zitat
Moin,

es wäre schön, wenn der "Hubbles variabler Nebel" richtig ohne D´apostroph geschrieben werden würde.
Den gibt es nämlich bei uns nicht.
Ein Korrektur wäre schön, Danke! ;)

Gruß Eric

Salmei, Dalmei, Adomei
http://www.hellenot.org/
Lichd aus!(Der Schuh des Manitu)

Bearbeitet von: Eric am: 29.01.2018 17:18:16 Uhr
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Canis lupus
Senior im Astrotreff

Österreich
119 Beiträge

Erstellt  am: 08.02.2018 :  04:14:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

Ich hab da eine Frage,

Nur rein visuell, will man NGC 2261 "finden und beobachten" ( jetzt mit 12 " Öffnung am Dobson die ich nutze) ist da irgend ein Nebelfilter sinnvoll oder bei diesem Objekt vielleicht besser ohne irgendwelche Filter ?

Das Objekt ist ja ein sehr kleiner "kometenähnlicher" Reflektionsnebel, bringen da visuell irgend welche Nebelfilter was bei diesem Objekt oder eher doch besser ohne und dafür mehr dunkler Himmel ( den hab ich) ?..bzw. könnte da rasch hinkommen zu noch dunkleren Himmel.

Liegt ja im Sternbild Einhorn, quasi zwischen Konusnebel bzw. dem Weihnachtsbaumhaufen und dem Rosettennebel dieses Objekt .

Müsste ja nicht sooo schwierig sein - kennt man Weihnachtsbaumhaufen und Rosettennebel aus eigener Erfahrung durchs Okular als durchaus bekannte Objekte .."müsste" nicht so schwierig sein..aber in der Praxis unterm Sternenhimmel wird es dann wieder ganz anders ausschauen.

Die Zeit drängt ja nun schon im Februar langsam aber sicher , bei solch typischen Objekten des Winterhimmels, diese Deep Sky Objekte mit etwas Glück noch bis Mitte März am Abend zu erwischen, bevor es erst am frühen Morgen ab Ende August Anfang September erst wieder was werden könnte mit diesen Objekten.

Ich denke da auch an NGC 1499, ein Objekt des Vormonats.. ( welches ich immer noch suche)... naja, wer suchet, der findet...so heißt es ja zumindest.

Aber bei Hubbles veränderlichen Nebel , jetzt visuell...ein Filter sinnvoll oder besser ohne ?...Oder je nach Himmelsqualität?

Ich meine, das sind nicht so einfache Objekte, erst recht wenn man sie vorher noch nie beobachtet hat .

Ist bei mir ( vielleicht auch bei manch anderen) wie es bei mir war mit dem Nordamerikanebel, NGC 7000 was habe ich dieses Objekt verzweifelt gesucht, aber dann hat es Klick gemacht und ich hab NGC 7000 gefunden.

Einmal gefunden , ist der Nordamerikanebel mittlerweile ( für mich) seit einiger Zeit kein Problem mehr, ich finde das Objekt mittlerweile längst ohne Atlas und aus dem Gedächtnis heraus ganz leicht am realen Himmel und hab für mich die Erfahrung gemacht das er am besten mit OIII Filter an Details rauskommt.

Hat aber natürlich einige Zeit gedauert.

Aber bei neuen Objekten, die man noch nie gesehen, gefunden und beobachtet hat ist es immer so eine Sache..welche Okulare überhaupt am besten , irgendwelche Filter dazu ja oder nein...

Ihr wisst sicher, wie ich das auszudrücken zu versuche- wie ich das meine.



Freundliche Grüße


GSO 300/1500, 8x50 Sucher, Telrad, diverse Okulare Filter und Bücher

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Rudi FK
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
98 Beiträge

Erstellt  am: 08.02.2018 :  14:40:18 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Canis Lupus,

mit 12“ und ohne Filter sollte der Nebel auf jeden Fall sichtbar sein. Filter zur Beobachtung des Objekts werden meines Wissens nirgends empfohlen. O3 bringt nichts hab ich versucht.
Welche Karte hast Du zum Aufsuchen? Vom Wheinachtsbaum geht es ganz einfach.

Ich hab den Nebel am Dienstag von meiner Terrasse aus beobachtet (16“ Dobson). Himmel würd ich sagen war aufgehellt und es war ein ganz leichter Nebelschleier vorhanden. Vom Sternbild Einhorn war eigentlich nichts direkt zu sehen. Ich hatte eher Schwierigkeiten den Weihnachtsbaum zu finden.

Die Typische Keilform von NGC2261 mit der Hellen Spitze war gut zu erkennen. Beobachtet habe ich mit 134fach und 225fach.

Frohes auffinden.
Gruß Rudi

Bearbeitet von: am:
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Canis lupus
Senior im Astrotreff

Österreich
119 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2018 :  01:31:04 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

Danke dir für deine Aufsuch und Beobachtungstips bezüglich NGC 2261 , Rudi.

Ich nutze zum Auffinden von (für mich) neuen Deep Sky Objekten in Kombination vor allem den Deep Sky Reiseatlas mit dem Deep Sky Atlas und als „elektronische Hilfe“ dazu noch Programme wie Stellarium und Redshift.

Den „Karkoschka „ nutz ich auch immer wieder.

Beim Nordamerikanebel, NGC 7000, haben mir beim Auffinden vor allem Deep Sky Reiseatlas wie der Deep Sky Atlas sehr weitergeholfen, weit besser als Stellarium und Redshift.

Ausschlagebend war bei mir beim Nordamerikanebel letztendlich dieses „Mini-Orion Sternbild „ beim Blick durchs Okular, ganz nahe an NGC 7000 um das Objekt endlich aufzufinden.

Sind schon Gold wert, diese beiden Sternatlanten.. beide super Aufsuchilfen.

Aber bei ganz neuen Objekten die man noch nie vorher beobachtet hat, ist es Anfangs trotz gutem Atlas immer noch etwas schwierig.

Übt allerdings nebenbei auch einen starken Reiz aus, ( für mich) es einfach immer wieder weiter zu versuchen...bis ein Objekt gefunden und eindeutig identifiziert ist.


Nette Grüße

GSO 300/1500, 8x50 Sucher, Telrad, diverse Okulare Filter und Bücher

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blauemaus
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1284 Beiträge

Erstellt  am: 10.02.2018 :  15:07:24 Uhr  Profil anzeigen  Besuche blauemaus's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo an Euch,

habe am 7.2. eher zufällig NGC2261 aufgenommen. Nach diesem Beitrag dann mit einer Aufhame von mir vom Dezember 2016 verglichen. Ist schon beeindruckend:


NGC 2261 Hubbles veränderlicher Nebel am 7.2.2018
7,3 Sekunden pro Einzelbild mit ALCCD5LII am 200/1000 Newton


zum Vergleich eine Aufnahme vom 26.12.2016,
allerdings mit dem 120/850 Newton


Werde dieses Objekt jetzt öfter mal anfahren...

Viele Grüße,

Micha

Meine Astroseite aktuell:http://www.mschmiedecke.de
Dinge, die ich gerne verkaufen oder tauschen möchte:
http://www.mschmiedecke.de/astro/angebot.htm

Bearbeitet von: am:
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Canis lupus
Senior im Astrotreff

Österreich
119 Beiträge

Erstellt  am: 12.02.2018 :  21:03:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Naja ..

Morgen Abend und auch Übermorgen Abend, sagt der Wetterbericht wahrscheinlich( endlich mal wieder ) einen klaren Himmel in meiner Region vorraus.

( nach aktuellen neuesten Stand zumindest).

Die astronomische Dämmerung endet morgen Abend in meiner Region etwas gegen 19 Uhr, ab spätestens halb acht Uhr Abends ist es jedenfalls astronmisch ganz sicher stockdunkle Nacht.

Der Mond spielt diese ganze Woche ebenfalls kein Thema - ist die Woche rund um Neumond, diese Woche.

Die Wintersternbilder aber auch noch das Herbststernbild Perseus ( mit dem Kaliforniennebel, NGC 1499 stehen so um 19 Uhr 30) noch hoch im Zenit.

Also , falls das Wetter wirklich passen sollte... falls und wann , wenn nicht morgen Abend, dann wenigstens übermorgen Abend das es auch für mich mal klappen könnte, NGC 1499 und auch NGC 2261 endlich doch noch mal mal zu finden und zu beobachten.

Ich habe beide Objekte bisher noch nie selber mit eigenen Augen durchs Okular beobachtet,( kenne nur die Google-Bilder) ich weiß zwar wo man die beiden Objekte findet, und kenn mich doch etwas unterm echten Sternenhimmel aus, und mein Teleskop wie auch meine Ausrüstung sowie die Himmelsqualität die von meinem Standort habe, sollten es "eigentlich" zulassen, beide zu finden.

Aber ...wie man immer weiß...der "Teufel" steckt dann irgendwo im Detail, falls es dann doch nicht klappt.

Falls es doch klappt , werde ich ein paar Zeilen dazu schreiben ( wenn ich darf) wie meine allererste visuelle Beobachtung von NGC 1499 und NGC 2261 so war.

Ich hoffe, es klappt, endlich morgen Abend oder wenigstens Übermorgen.

Vielleicht wird es doch was..hoffentlich kommt nicht wieder Hochnebel.

Ganz nette Grüße.




GSO 300/1500, 8x50 Sucher, Telrad, diverse Okulare Filter und Bücher

Bearbeitet von: am:
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Junior
Senior im Astrotreff


121 Beiträge

Erstellt  am: 12.02.2018 :  23:48:56 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

ich habe gerade mal meine Aufnahme von letzter Woche mit einer alten Aufnahme von 2011 zusammen geschnibbelt. Der Nebel macht seinem Namen alle Ehre. Interessanterweise scheint sich auch der Stern am rechten Rand des Nebels merklich bewegt zu haben.


(C9.25 auf EQ6)

Viele Grüße,
Carsten

Bearbeitet von: Junior am: 12.02.2018 23:53:13 Uhr
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robert_zebahl
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
46 Beiträge

Erstellt  am: 14.02.2018 :  09:20:52 Uhr  Profil anzeigen  Besuche robert_zebahl's Homepage  Antwort mit Zitat
Ich habe mir NGC 2261 gestern aus der Stadt Leipzig heraus angesehen und nutzte meinen 120/600er Refraktor. Die Bedingungen waren gut (Bortle 6, SQM-L 19.2).

Bei 48x war der Nebel indirekt recht auffällig und die Kometenform war erkennbar. Bei 66x konnte der Nebel fast direkt gesehen werden und seine typische Form war auffällig. Zur einen Seite schien der Nebel etwas heller und definierter.

Ich wollte nun wissen, bis zu welcher Öffnung NGC 2261 unter diesen Bedingungen noch sichtbar ist. Ich habe den Refraktor auf 70mm abgeblendet. Bei 48x konnte ich den Nebel indirekt noch relativ gut erkennen. Er erschien eher leicht länglich (wohl aufgrund des helleren Bereichs des Nebels). Die Kometenform war nicht mehr wahrnehmbar. Bei 60mm Öffnung und 48x musste ich schon sehr genau hinschauen - extrem schwach an der Wahrnehmungsgrenze.

Ich war erstaunt, wie groß der Sprung von 70mm auf 60mm war. Ich hoffe nur, dass ich mich bei der Blende nicht vertan habe. Ich habe noch weitere Blenden dabei gehabt.

www.faint-fuzzies.de

Freunde der Nacht
VdS FG Deepsky - Skyguide

Bearbeitet von: robert_zebahl am: 14.02.2018 09:58:36 Uhr
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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1367 Beiträge

Erstellt  am: 14.02.2018 :  09:37:47 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Guten Morgen,

letzte Nacht bei angenehmen -13 Grad (gefühlt -6), Luftfeuchte 95%, südlich von München, Beobachtung im 72mm-Refraktor:

26 mm-Okular: sehr kleine nicht-stellare Aufhellung, hätte genauso gut ein enges Sternpaar sein können.

8 mm (50fach): deutliches kleines Nebelchen, dreieckige Form bereits erkennbar, R Mon blitzt immer wieder durch; auf der gegenüberliegenden Seite (bezogen auf den hellen Stern) ist eine schwache nebulöse Aufhellung, Einzelsterne erahnbar - grün eingekreiste Region



4,7 mm (90fach): R Mon indirekt dauerhaft zu halten, eingekreistes Sternpärchen als solches erkennbar, das kleine Minidoppelsternchen oben ist als ein Objekt wahrzunehmen und wirkt deutlich heller gegenüber dem unteren Sternchen - letzteres, also das im eingekreisten Bereich unten links liegende Sternchen, noch recht einfach aufblitzend aber nicht dauerhaft zu halten.

Achso, Carsten, interessante Sternbewegung! Komisch, dass hierzu noch keiner was sagt.

CS
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

Bearbeitet von: NormanG am: 14.02.2018 11:37:00 Uhr
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M_Hamilton
Mitglied im Astrotreff


34 Beiträge

Erstellt  am: 14.02.2018 :  12:42:17 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Carsten,

Zitat:
Original erstellt von: Junior
Interessanterweise scheint sich auch der Stern am rechten Rand des Nebels merklich bewegt zu haben.



Der Stern, der sich bewegt hat, ist vermutlich LSPM J0639+0845, der in SIMBAD als "High proper-motion Star" klassifiziert wird.

http://simbad.u-strasbg.fr/simbad/sim-id?Ident=%403999765&Name=LSPM%20J0639%2b0845&submit=submit

Viele Grüße
Mark

Bearbeitet von: am:
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Dirk Eckhoff
Senior im Astrotreff


187 Beiträge

Erstellt  am: 14.02.2018 :  18:42:30 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Moinsen,
gestern konnte ich 2261 auch beobachten und fertigte eine Skizze direkt am Teleskop an. Mit Gimp invertiert und nur ein wenig bearbeitet.
Transparenz war sehr gut. Seeing begrenzt - mit 12mm schon übervergrößert. Objekt wird beim indirekten sehen deutlich heller und wirkt größer.
Teleskop steht noch draußen und hoffe, dass der Schleim aus Westen noch ein wenig fern bleibt und heute auch noch ein bisschen Beobachtungszeit rein kommt.
Grüße
Dirk


------------------------
18"f5 Quante Dobson
35mm Panoptic, Nagler 16, 12, 7mm Astronomik 2" UHC,OIII, H-beta
Sagt die Erde zum Mond:,, Ich hab Homo Sapiens." Sagt der Mond:,, Das geht vorüber."

Bearbeitet von: am:
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Canis lupus
Senior im Astrotreff

Österreich
119 Beiträge

Erstellt  am: 14.02.2018 :  19:06:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo ans Forum,

Hab es gestern endlich doch noch geschafft und NGC 2261 wie auch ein Objekt des Vormonats, NGC 1499 , den Kaliforniennebel, beide Objekte endlich das allerste Mal gefunden.

( Ich beoabachte nur rein visuell)

Beeindruckt hat mich durchs Okular vor allem NGC 2261 - ein echtes Schmuckstück dieser kleine Reflexionsnebel.

NGC 1499 ist halt wie schon oft beschrieben " wirklich ein sehr großes flächiges Objekt", vielleicht einfach doch zu groß fürs Teleskop, vielleich besser mit Fernglas, und Fernglas mit H-Beta dran, das verstehe ich jetzt.

Ohne H-Beta Filter, war von Menkib aufwärts überhaupt nichts zu sehen, aber mit dem H Beta war dann doch plötzlich was zu sehen...so eine Art "Nebelschleier"...aber riesengroß, ich bin da die Ränder dieses "Nebelschleiers" mit dem Teleskop dann mehrmals abgefahren, hab mehrmals die Okulare von 32mm, 2 " bis 40mm 2" geweschselt ( das größte Okular das ich habe) und mit und ohne H-beta probiert , der Eindruck blieb...mit H-Beta ist da ganz eindeutig was ( großes flächiges an Nebel) zu sehen..ohne Filter überhaupt gar nichts.

Aber immerhin, doch gefunden. ( endlich)

Richtig gut gefallen hat mir allerdings Hubbles veränderlicher Nebel, NGC 2261, vom Weihnachtsbaumsternhaufen ausgehend ( das Objekt ist mir ja schon länger bekannt), ist NGC 2261 eigentlich ganz leicht zu finden. ( wenn man danach sucht).

Im 30mm 2" Übersichtsokular, ( 50 fach) sticht das diffuse Nebelfleckerl schon heraus..schaut da echt so aus wie "ein Komet".

Filter , hab ich bei NGC 2261 keine verwendet, ich bin dann noch mit der Vergrößerung raufgegangen auf 79fach( mit dem 19er Panoptic) und auf 107fach mit dem ES 14er 82°er, wurde immer schöner das Objekt..sanfte Details wurden sichtbar,stimmt mit einigen Zeichnungen überein wie ich selber NGC 2261 durchs Teleskop gestern erstmals gesehen habe.

Trotz erstmaliger Sichtung ( für mich jetzt überhaupt ) von diesem Objekt.

Ich hätte noch weiter vergrößern können, und hätte da auch gern getan - aber die Zeit wurde langsam knapp und ich musste ans aufhören denken.

Aber NGC 2261 werd ich mir künftig auf jeden Fall immer wieder mal anschauen, dieser kleine Reflektionsnebel hat mich schon bei meinem persönlichen "First Light" durchaus sehr beeindruckt durch Okular.

Mal viel Zeit haben und verschiedene Vergrößerungen probieren , dieses Objekt mal länger und mit Ruhe beobachten können, da sind sicher noch viele Details drin bei NGC 2261, auch nur rein visuell.


Nette Grüße



GSO 300/1500, 8x50 Sucher, Telrad, diverse Okulare Filter und Bücher

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