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 OdM Dezember 2017 - Schlüsselloch und Herbig-Haros
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reiner
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1445 Beiträge

Erstellt am: 26.11.2017 :  15:49:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche reiner's Homepage  Antwort mit Zitat
NGC 1999, Ori, Ra 05 36 25 Dek -06 42 43

NGC 1999, der Schlüsselloch- oder Keyhole-Nebel, ist irgendwie ein eigenartiges Objekt. Die meisten kennen ihn, er ist auch gar nicht unhell, aber er scheint trotzdem wenig beobachtet zu werden. Liegt vielleicht an den vielen (anderen) Highlights in der näheren Nachbarschaft.


image: www.stsci.edu

NGC 1999 befindet sich etwas südlich des Orionnebels und ist Teil eines großen Sternentstehungsgebiets mit vielen jungen Sternen. Er ist selbst schon in einem größeren Sucher zu sehen, aber leider nicht leicht zu identifizieren, da er recht klein ist. Man muss also wissen, welches der kleinen Sternchen man rauspicken muss.

V380 Orionis, der mit dem Reflexionsnebel assoziierte Stern, ist ein junger A0 Stern, der frisch auf die Hauptreihe gekommen ist. Er ist also kein Young Stellar Object (YSO) mehr, sondern ein bereits "ausgewachsener" Stern. Trotzdem ist er noch teilweise eingebettet in die Molekülwolke, aus der er entstanden ist, und die unter andem den Schlüsselloch-Nebel bildet.

Es war lange gängige Meinung, dass das "Dunkle" im Schlüsselloch-Nebel eine sogenannte Bok-Globule ist. Das ist ein dichterer Bereich der Staub-/Molekülwolke, der sichtbares Licht effektiv blockiert, und erst bei längeren Infrarot-Wellenlängen transparenter wird. Solche Globulen gibt es in vielen Emissions-Nebeln. Hier ist es jedoch anders. Das Schlüsselloch ist wirklich ein leerer Bereich, der vermutlich vom frisch entstandenen Stern frei geblasen wurde. Junge Sterne bilden bei ihrer Entstehung aufgrund des Drehimpulses ihrer protoplanetaren Scheibe, aus der sie entstehen, Jets. Diese können die nähere Umgebung des YSOs recht effektiv frei räumen. Auf diese Jets kommen wir aber weiter unten noch zu sprechen.

Nachgewiesen wurde das vor sieben Jahren mit dem Herschel IR Teleskop (http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/Herschel/Herschel_finds_a_hole_in_space). Dessen Beobachtungen zeigten, dass "das Dunkle" keine IR-Strahlung aussendet. Wenn es eine Bok-Globule gewesen wäre, hätte man thermische IR-Strahlung registrieren müssen. "Das Dunkle" ist also einfach "Nichts" :-)

Im Teleskop ist der Nebel ein sehr dankbares Objekt. Bei gutem Seeing ist der Dunkelnebel einfach zu sehen und in mittleren bis großen Dobsons ist auch die charakteristische Schlüssellochform kein wirkliches Problem. Der Reflexionsnebel ist durchgehend um das "Nichts" wahrnehmbar und auch die Einbettung des Sterns in den Nebelbereich ist gut sichtbar. Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie nahe man visuell an die Hubble-Aufnahme ran kommt. Das gelingt bei anderen Objekten bei Weitem nicht so gut ...

HH1 und HH2, zwei Herbig-Haro-Objekte

Direkt in der Nachbarschaft gibt es jedoch noch weiteres zu entdecken. Direkt südlich von NGC 1999 befindet sich ein weiterer junger Stern, der selbst nicht beobachtbar ist. Man kann jedoch seine beiden Jets beobachten, die auf die umgebende, recht dichte interstellare Materie treffen und so genannte Herbig-Haro-Objekte bilden.


image: Wikipedia


image: DSS

Diese beiden Objekte, HH1 und HH2 befinden sich im Bild direkt unterhalb von NGC 1999 (hier ziemlich überstrahlend) in der rötlichen symmetrischen Struktur. Es sind die jeweils hellsten Objekte darin. Der Stern selbst befindet sich im dunklen Bereich dazwischen und ist nicht sichtbar. HH1 und HH2 haben dabei einen Abstand von etwa einem Lichtjahr.

Hier gibt es eine klasse Aufnahme des Gebiets von Adam Block, eine Aufsuchkarte für HH1 und HH2 gibt es auf meiner Webseite hier

Patrick Hartigan von der Rice University in Houston, Texas, hat mit Hubble-Beobachtungen einen kleinen Film der Bewegung von Knoten innerhalb des Jets von HH1 zusammengestellt.


image: Patrick Hartigan

HH1 und HH2 sind um einiges schwieriger als NGC 1999 und man braucht schon vermutlich 12-16", um überhaupt was zu sehen. HH2 ist etwas heller und mit meinem 22" gut indirekt zu halten, HH1 ist schwächer und etwas schwieriger, aber dennoch sicher zu sehen. Beide erscheinen dabei selbstverständlich ohne Struktur.

In der weiteren Umgebung zeigt die einbettende Molekülwolke noch viele weitere interessante Strukuren.

image:NOAO/AURA/NSF

Diese Strukturen sind jedoch dann wirklich Hardcore . Die hellste, einer "Fließstruktur" ähnelnd und rechts oberhalb der Bildmitte, trägt den Nickname "Waterfall". An der habe ich mir schon die Zähne ausgebissen, konnte aber bisher nix sicheres sehen.

Viel Spaß beim Beobachten!
Reiner

Dobsons Bauen und Deep Sky
www.reinervogel.net

Bearbeitet von: reiner am: 26.11.2017 16:11:30 Uhr

Fred vom Jupiter
Senior im Astrotreff

Deutschland
180 Beiträge

Erstellt  am: 26.11.2017 :  16:47:25 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Fred vom Jupiter's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Reiner,

Danke für deine nette Präsentation von NGC 1999!

Ich hatte den Schlüssellochnebel zuletzt im Januar 2015 mit meinem 12"er im persönlichen Beobachtungsprogramm und konnte ihn bei 187-facher Vergrößerung als kleinen rundlichen Nebel wahrnehmen, in dem V380 Orionis leicht versetzt eingebettet war. Das Schlüsselloch war auch sehr einfach zu erkennen.

Vielleicht noch zwei kleine Ergänzungen zu deinen vielen Informationen, die ich damals bei meinen Vorbereitungen gelesen habe: V380 ist sogar ein Mehrfachsystem und teilweise für die schönen Strukturen verantwortlich, die du am Ende beschreibst.

LG, Tobi

Tobi
www.nebelundsternhaufen.wordpress.com

Bearbeitet von: am:
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Moonchild_27
Meister im Astrotreff


692 Beiträge

Erstellt  am: 26.11.2017 :  18:40:58 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Reiner,

ein faszinierendes Objekt hast Du dir ausgesucht und lieferst uns dabei tolle zusätzliche Informationen, danke dafür. Nach den HH-Objekten hab ich noch nicht geschaut, aber ein echter Grund für eine Nachbeobachtung. Mein ersten Besuch hatte ich Anfang 2015 mit 18 Zoll und war entzückt über die Form, vom scharf abgegrenzten "Schlüsselloch". Ebenso erstaunt war ich November 2016 über die relativ einfache Sichtbarkeit dieser Dunkelwolke mit 10 Zoll.

10 Zoll

Transparenz sehr gut, Seeing ok

Überraschend deutlich zeigte sich eine scharf abgegrenzte Dunkelwolke, in einer diffusem runden Nebel. Mit 208-facher Vergrößerung konnte ich indirekt die Verformung wahrnehmen, was annähernd an das typische Schlüsselloch erinnerte. Westlich der Dunkelwolke war der umliegende Nebel schwächer sichtbar, was mir auch die Erkennbarkeit der Form etwas erschwerte.

Zeichnung 10 Zoll, Hohe Geba (Rhön)



18 Zoll

Transparenz gut, Seeing gut-sehr gut

Die Dunkelwolke und die Form, konnte ich einfach und direkt erkennen. Bei 341-facher Vergrößerung, war die östlicher Kante vom Schlüsselloch heller abgegrenzt

Zeichnung 18 Zoll, Jeßnigk (Südbrandenburg)




Liebe Grüße
Mathias


Nauris Mirrage 21" f/4
Traveldob 14" f/4,8
Traveldob 12" f/5,3
Galaxy 10" Dobson f/5
Leica 8x42 Ultravid HD


Freunde der Nacht


Bearbeitet von: Moonchild_27 am: 26.11.2017 19:02:24 Uhr
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BenN
Meister im Astrotreff

Deutschland
660 Beiträge

Erstellt  am: 26.11.2017 :  19:02:39 Uhr  Profil anzeigen  Besuche BenN's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo miteinander,

zu NGC 1999 habe ich bei einer 10-Zoll Beobachtung - Februar 2016 in Geigersau, ein Hügel am Alpenrand - geschrieben: "... mit 190x konnte ich mit indirektem Sehen auch den Dunkelnebel im kleinen Reflexionsnebel NGC 1999 blickweise ausmachen, direkt neben dem zentralen Stern - das geht mit höherer Vergrößerung natürlich viel einfacher, sofern das Seeing gut genug ist."

Mit Fernrohren im 16- bis 20-Zoll Bereich habe ich auch Details in Erinnerung, wie sie Mathias gezeichnet hat.

Servus
Ben

http://cougar.bakonyi.de/~ben/astro/index.html

Bearbeitet von: am:
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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1746 Beiträge

Erstellt  am: 30.11.2017 :  13:07:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Reiner und alle,

ein sehr würdiges OdM. Genau, die Nähe zum Orionnebel ist der Besuchshäufigkeit abträglich. Wie von Dir dargestellt Reiner, völlig zu unrecht. Doch ein recht einzigartiges Objekt und leicht zu erreichen.

Meine Beobachtung mit 12" ist schon etwas her aber ich weiß noch genau wie beeindruckt ich war von den Strukturen. Interessante Anhängselobjekte, ein Grund mehr, da nochmal genauer hinzuschaun.

CS
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

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stardust3
Altmeister im Astrotreff


3276 Beiträge

Erstellt  am: 30.11.2017 :  22:51:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Reiner,

Ich hatte das Objekt noch nicht auf dem Radar, vielen Dank also für das interessante Prequiel. Ich habe es jetzt auf dem Kartenmaterial markiert und bin gespannt ob ich ihn mit dem 8" finde und was ich dann sehen kann. Sehr einfach scheint es nicht zu sein - mal sehen also. Hoffentlich öffnet sich der Himmel beim Dezember Neumond. Aber Januar ist ja auch noch da. Danach wird es schwieriger, weil der Orion in die westlich gelegenen Lichtmeere sinkt, nix für flächenschwache Objekte.

CS,
Walter

LLAP

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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1746 Beiträge

Erstellt  am: 01.12.2017 :  00:10:20 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Walter,
hab vorhin nochmal meine eigene Beobachtung hergefischt. Der Nebel ist eher flächenhell und vertägt eine AP von um 1 herum - ohne weiteres.

Das "schwarze Loch" ;-) war schon in Aufsuchvergrößerung zu erkennen.

Sollte mit 8" auch ein sehr schönes und einfaches Objekt sein.

CS!
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

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reiner
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1445 Beiträge

Erstellt  am: 01.12.2017 :  19:26:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche reiner's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Walter,
NGC 1999 ist mit 8" kein Problem, auch wenn die Bedingungen nicht optimal sind. Die Frage ist eher, wie gut man die Form des Schlüssellochs erkennen kann.
Viele Grüße
Reiner

Dobsons Bauen und Deep Sky
www.reinervogel.net

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nemausa
Meister im Astrotreff

Deutschland
350 Beiträge

Erstellt  am: 01.12.2017 :  23:26:38 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

nach den bisherigen Beschreibungen hier bin ich echt erstaunt, wie einfach das Schlüsselloch in mittelgroßen Teleskopen sichtbar sein soll.
Bei solchen südlichen Objekten bin ich auf meinem norddeutschen Stadtrand-Balkon anscheinend deutlich im Nachteil.

Im 11" SCT bei guter Transparenz konnte ich erst bei 280x ein rundes dunkles Loch schwach sehen, das auf der Außenseite nicht komplett von Nebel umschlossen war.
Vielleicht konnte ich gar nicht das ganze Schlüsselloch, sondern nur den rundlichen Bereich, also etwa ein Viertel vom Loch sehen.

NGC 1999 ist schon bei mäßigen Bedingungen einfach direkt sichtbar, aber für die schwachen Außenbereiche scheint ein sehr dunkler oder südlicher Standort notwendig zu sein.
Zumindest von meinem Standort aus ist das dunkle Loch deutlich schwieriger zu sehen als das Black eye in M64.
Für die vielen schönen Objekte und OdMs im Süden müsste ich vielleicht doch mal einen Ausflug bis nach Süddeutschland machen...

Viele Grüße,
Ronny

Bearbeitet von: am:
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Canis lupus
Senior im Astrotreff

Österreich
238 Beiträge

Erstellt  am: 02.12.2017 :  17:23:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Anscheinend ein weiteres Objekt , der Reflexionsnebel NGC 1999, im Orion, das ich bisher selbst noch nie beobachtet habe..bzw völlig übersehen habe - was aber durchaus dann doch visuell ganz gut gehen sollte mit 12 Zoll und gutem Himmel.

Danke für den Hinweis.

Neben dem "Affenkopfnebel", ( NGC 2174/2175) auch im Orion gelegen ...den suche ich noch ( immer) sobald das Wetter besser wird.

Jetzt kommt ja langsam die Zeit , wo das Sternbild Orion markant immer mehr Richtung früher am Abend hin genau am höchsten im Süden steht.

Vielleicht wird NGC 1999 auch etwas "übersehen" da dieses Objekt so nahe am Orionnebel liegt ?

Im Schatten des Orionnebels NGC 1999 ?

Gezielt habe ich diesen Reflexionssnebel noch nie beobachtet - bin immer beim großen Orionnebel "dann sehr sehr lange hängengeblieben"

Auf jeden Fall lohnt es sich mal zu suchen .

Im Sternbild Orion selber sind neben dem berühmten Nebel noch so viele weitere interessante Objekte.

Ich bin aber vorerst immer noch dabei, endlich mal NGC 2174, den Affenkopfnebel zu finden und endlich mal zu sehen.

Bisher hat mir vor allem das schlechte Wetter der letzen Wochen da einen Strich durch die Rechnung gemacht..

Wird schon mal klappen...früher oder später.

Freundliche Grüße,







Taurus 16“ Dob T400 SP, GSO 300/1500, 8x50 Sucher, Telrad, diverse Okulare Filter und Bücher

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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1746 Beiträge

Erstellt  am: 09.12.2017 :  23:42:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Spontan klarte es heute in Bayern auf, also fix den kleinen 72er gescschultert. Kleiner Nebel sehr einfach zu sehen bei 50fach, auch vorher schon im 13er Oku. Für mehr Vergrößererung war ich nicht gerüstet, probier ich nochmal.
CS
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

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glahn
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1368 Beiträge

Erstellt  am: 14.12.2017 :  23:19:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche glahn's Homepage  Antwort mit Zitat
Schöne Auswahl Reiner und gebührender Einstieg in die Welt der Reflexionsnebel UND Herbig-Haro Objekte.


NGC 1999
4", 147x, fst 6m5+
in Übersichtsvergrößerung schwach und klein; bei 147x immer noch klein, rund mit hellerem Kernbereich; Kernbereich scheint auf einer Seite härter abgegrenzt zu sein, Dunkelnebel als Loch aber nicht direkt wahrzunehmen

8", 229x, fst 6m5+ (Mondfinsternis)
trotz Mond helles Nebelgebilde; Dunkelnebel als solcher relativ schnell direkt W an hellem zentralen Peak des Nebels anliegend zu sehen; bei konzentrierter Beobachtung lässt sich die leicht geschwungenen Form ausmachen

16", 783x, fst 6m5+
bei niedrigster Übersichtsvergrößerung bereits auffallend helle neblige Aufhellung sichtbar; Nebel selbst ist sehr flächenhell und kann hoch vergrößert werden; um den Zentralstern befindet sich ein grob dreieckig ausgeschwungene Dunkelwolke mit hart begrenzten Kanten, die sich in Nuancen unterscheiden





Herbig-Haro 1
16", 257x, UHC, fst 6m5+
HH 1 ist der schwächere der beiden HH Objekte; 2,3' SW von NGC 1999; am besten mit UHC Filter; stellar; indirekt zu halten




Herbig-Haro 2
16", 257x, UHC, fst 6m5+
HH 2 heller als HH 1; 4' S von NGC 1999; am besten mit UHC Filter; eindeutig flächig; ca. 3:2 N-S elongiert; mit und ohne Nebelfilter direkt zu halten


Viele Grüße, uwe

www.deepsky-visuell.de

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Dominik Braun
Meister im Astrotreff

Deutschland
546 Beiträge

Erstellt  am: 19.12.2017 :  11:16:37 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Dominik Braun's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

ich konnte gestern NGC 1999 unter hervorragendem Himmel im Bayerischen Wald beobachten. Bei 70x war der Nebel um den Zentralstern bereits zu erkennen (womöglich aber nur, weil ich die Position kannte). Bei 170x und 223x war auch das Loch als dunkler Fleck zu erkennen. Dass der Kernbereich auf einer Seite härter abgegrenzt ist sah ich eigentlich nicht, die Abgrenzung erschien eher gleichmäßig.

Auf jeden Fall ein interessantes und kompaktes Objekt. Das war mal was anderes

Viele Grüße

Dominik

Takahashi FC-76DS, Taurus T350
Vixen Porta II

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Canis lupus
Senior im Astrotreff

Österreich
238 Beiträge

Erstellt  am: 20.12.2017 :  18:03:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

Anscheinend soll ausgerechnet das Wetter nach aktuellen Stand genau über die Feiertage endlich mal kurzfristig etwas besser werden.

So zumindest die derzeitige Wettervorhersage über die Feiertage jetzt für meine Region - zwei bis ( wenns ganz gut geht) drei klare Nächte könnten drin sein.

Ich werds versuchen , (falls das Wetter dann tatsächlich passend werden sollte) es auf jeden Fall probieren, NGC 1999 zu finden und beobachten

Der zunehmende Mond stört in den Nächten über die Feiertage noch nicht so stark, und geht auch noch früh genug unter.

Mal schauen, vielleicht klappt es.

Freundliche Grüße und vorab an die Runde schon mal fröhliche Weihnachten !


Taurus 16“ Dob T400 SP, GSO 300/1500, 8x50 Sucher, Telrad, diverse Okulare Filter und Bücher

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hajuem
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1220 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2017 :  18:46:14 Uhr  Profil anzeigen  Besuche hajuem's Homepage  Antwort mit Zitat
Servus
Habe NGC 1999 mit 16 Zoll 2012 mal gezeichnet. Und das bei gutem Seeing auf dem hohen Adelegg.

370 -520x
Wollte dieses Jahr bei diesem Objekt mal wieder rann, vor allem mit deinen Beobachtungserweiterungen!

Dezember wurde es nix! Januar geht ja auch noch!

Viele Grüße Hajü
www.astromerk.de

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Canis lupus
Senior im Astrotreff

Österreich
238 Beiträge

Erstellt  am: 29.12.2017 :  03:15:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Servus an die Runde,

Das Wetter war über die Feiertage in meiner Region (Salzburger Land) doch klar und die Nacht vom 25 auf den 26 zigsten , könnte ich endllich wieder einmal nutzen.

Ich Affenkopf#128512;, hab doch noch , den Affenkopfnebel gefunden ..war total leicht, von M 35 ( dieser war mit bloßem Auge ganz leicht zu sehen, runter in Richtung Orions Keule) , ein bisschen suchen, aber bald war da ein nebliges Fleckerl im Übersichtsokular 30 mm zu sehen, ganz ohne Filter absolut nicht zu übersehen.
In der Mitte des Nebels ein markant heller Stern.

Mit O3 Filter kam der Nebel eindeutig viel besser raus aber die Affenkopfform konnte ich nicht wirklich erkennen, ich hab aber NGC 2174/2175 nicht sehr lange intensiv beobachtet.

Werd ich noch nachholen, es war mir nur erst mal wichtig dieses Objekt überhaupt zu finden, beobachten werd ich weiter, dann kommen vielleicht auch mit der Zeit mehr Details raus.

Freundliche Grüße.

Taurus 16“ Dob T400 SP, GSO 300/1500, 8x50 Sucher, Telrad, diverse Okulare Filter und Bücher

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