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Seite: von 2

ReneM
Meister im Astrotreff

Deutschland
536 Beiträge

Erstellt am: 19.11.2017 :  15:51:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ReneM's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

das hier wird mein erster richtiger Beobachtungsbericht von einer Nacht.
Bislang habe ich immer nur in Auszügen oder Zusammenfassungen geschrieben oder ein Einzelobjekt vorgestellt.
Obwohl Nacht zuviel gesagt ist. Ich war Freitag zwischen 18 Uhr und 21 Uhr in meinem heimischen Garten zu Gange, also war das eher noch früher Abend.
Aber dunkel ist dunkel und das ist ja einer der Vorteile dieser Jahreszeit.

Hier mal ein Blick in meinen Garten:

Das Bild ist noch von 2012 aus meiner Fotografenzeit - und natürlich ist das hier eine Fotomontage. In Wirklichkeit gibt es hier so gut wie kein Streulicht.

Tags zuvor hatte ich mich schon nach draußen gewagt, aber den Vorhersagen zum Trotz lag etwas Schlieriges in der Luft, ich vermute erste Ansätze von Hochnebel, der meist von dem Radar meiner Wetter-App nicht erfasst wird.
Weil ich nicht wieder alles umsonst auf- und abbauen wollte, entschloss ich mich zu einer Nacht mit meinem 10x50 Fernglas, stativgestützt (gaaanz wichtig - nur so komme ich an Sterne etwas über 11 mag heran).

Zudem war ich gespannt auf das first measurement meines Hygrometers.
Als Luftfeuchte-Indikator betrachte ich regelmäßig meine Atem-Wolken, die sich im Schein der Stirnlampe während des Aufbaus abzeichnen.
An diesem Abend ertappte ich mich dabei, dass ich öfter mal die Luft anhielt, nur um nicht diese deprimierenden riesigen Nebelschwaden ertragen zu müssen.
Aber der kausalen Kette Garten => Strom => Fön folgend hatte ich die besten natürlichen Feinde von Tau und Reif auf meiner Seite, also hopp und los ...

Ich hatte bis auf ein Objekt nix bestimmtes vor. Deshalb entschied ich mich spontan für Region um den sterbenden … ähem untergehenden Schwan und wollte mich ihm von der Leier aus nähern.


Mein erstes Objekt ASCC 101 (R.A. 19h13m37s/ Dec. +36°19'48") in der Leier.

ASCC was? Ja doch, einer dieser schönen Fernglas-Sternhaufen. Wirklich?
Bei einer Beobachtung mit dem Refraktor hatte ich bei diesem Haufen mal dazu geschrieben „Mit dem zweiten sieht man besser“, weil der Haufen genauso wie das alte ZDF-Zeichen aussah. Die Älteren unter uns erinnern sich sicher.
Diesmal ein ganz anderer Eindruck … der ein Vogels, der seine Schwingen weit ausgebreitet hat.
Die vier hellsten Sterne bilden Kopf, Flügelspitzen und Schwanzende.
Der Schwanz selbst wird von 4 Sternen im Südwesten gebildet, die einen kleinen Bogen formen.
Die Schwingen werden von Sternketten gebildet, die parallel zueinander verlaufen und an den Enden spitz zusammen gehen.
Der Haufen füllt mit seinen 40‘ Durchmesser schon ein ordentliches Stück Gesichtsfeld aus.
Wirklich ein schönes Fernglasobjekt.


Nur 1,5° nordöstlich steht das eigentlich angestrebte Ziel Berkeley 46 (auch NGC 6791/ R.A. 19h20m53s/ Dec. +37°46'19").

An den Haufen pirsche ich mich mit Aufsuchkarte heran.
Eine Dreierkette von 10 bis 11 mag hellen Sternen südlich des Haufens ist als zarter nebliger Strich erkennbar, aus dem die Sterne indirekt immer wieder herausblitzen.
Nördlich begrenzt diesen Haufen ein 10m6 heller Stern.
Zwischen diesen Markierungen wird der Haufen mit etwas Geduld indirekt als diffuser schwacher Schimmer sichtbar.
Trotz Grenzbeobachtung ein schöner Schimmer.


Ein Sprung in den Schwan zu NGC 6834 (R.A. 19h52m12s/ Dec. +29°24'29").
Der Haufen ist direkt als kleiner diffuser Nebelfleck erkennbar. Indirekt zeigt er ein helleres Zentrum, das fast stellar wirkt.
Der OS wird in Teleskopen interessant, denn aufgrund einer markanten Kette hellerer Sterne wirkt er anfangs eher länglicher.
Er wandelt dann mit steigender Vergrößerung allmählich seine Gestalt zu einem ausgewachsenen Haufen.
Den nahe stehenden PN NGC 6842 habe ich auch mal kurz mit zwei UHC-Filtern probiert, aber das war ein aussichtsloses Unterfangen.


Weiter gen Osten zu NGC 6885 im Füchschen (R.A. 20h12m01s/ Dec. +26°28'41").
Der „Kleine Elefant“-Haufen ist in Teleskopen ganz imposant. Einige von Euch erinnern sich sicherlich:

Um den hellen zentralen Stern des Haufens sind indirekt ein paar schwächere Sternchen erkennbar, vor allem am Südostrand sind diese am auffälligsten.
Ungefähr 10 dieser schwachen Sterne kann ich auszumachen.
Hm, irgendwie hatte ich mir von dem Gesellen mehr versprochen.


Macht ja nix.
Weiter nach Osten, da steht noch so ein fettes Teil NGC 6940 (R.A. 20h34m26s/ Dec. +28°16'59")

Wenn man dem Gebiet nahe kommt, blinkt der Haufen am Bildfeldrand schon wunderschön als neblige Verdichtung auf.
Direkt betrachtet sind drei Sterne sichtbar, indirekt sind es schon 6 Sterne. Der Haufen wirkt insgesamt besehen unruhig bis leicht angranuliert.
Ein schönes Fernglasobjekt und eine echte Empfehlung.


So, soll reichen in dieser Richtung. Ich habe ja diese Nacht noch ein Rendezvous in Perseus.
Ich will versuchen den California-Nebel NGC 1499 im Fernglas zu erhaschen.
Schneller Schwenk gen Osten und … ne, ach doch noch schnell Messier 34 (bei den Messiers spare ich mir die Koordinaten).

Hoi, ist der auffällig. Im kompakten Zentrum sind 5 bis 6 Sterne erkennbar.
In den Außenbereichen sind noch ein paar hellere Sterne sichtbar, die sich in Sternketten nach außen zu spiralen scheinen.
Deren Gesamtanordnung um das kompakte Zentrum erinnert an den Flight (Flügel) von einem Dartpfeil, eine Seite rund gebogen und die gegenüber liegende Seite spitz zulaufend.
Der Haufen ist insgesamt besehen unregelmäßig offenbart viele Lücken.


Jetzt aber … nee, noch nicht. Schnell noch NGC 1245 (R.A. 03h14m48s/ +47°15'11")

Da bin ich vor kurzem gescheitert. Diesmal wird mit etwas Geduld indirekt ein relativ großer sehr schwacher matter Fleck sichtbar.
Im Grunde sehe ich nur einen Hauch, den ich aber ab und an auch länger halten kann.
Bei solchen Beobachtungen schwingt bei mir auch immer die Erinnerung mit, wie schön diese Haufen in Teleskopen sind.
Der hier wirkt zum Beispiel in meinem 12,5“er ähnlich wie NGC 7789 in Cassiopeia - sternreich mit vielen gleichhellen Sternen.
Nun bin ich froh, dass ich ihn auch im Fernglas gesehen habe.


Da sind dann noch zwei Kandidaten, an denen ich mir zuletzt die Zähne ausgebissen habe.
NGC 1220 und King 5 gut 5° weiter nördlich werden anvisiert …
... und wieder scheitere ich grandios
Ich werde die beiden auch nicht mehr probieren, ich glaube, die gehen von den Eckdaten wirklich nicht im Fernglas.


Da muss ein Erfolgserlebnis her. Nee, nicht NGC 1499. Das schiebe ich vor mir her, weil ich … ach weiß auch nicht.
Erfolgserlebnis, das kann nur Melotte 20 sein, der Perseusbewegungshaufen

Ein wunderbares Fernglasobjekt mit einem schönen Aha-Effekt gegenüber dem freiäugigen Anblick.
Soviele funkelnde Sterne innerhalb meines 6,7° großen Gesichtsfeldes.
Vor allem südlich von Mirphak ziehen sich gut drei Dutzend Sterne in Ketten und Bögen dahin.
Meine Beobachtungsbescheibungen sind viel länger, aber ich will Euch nicht langweilen.


Jetzt aber zu NGC 1499. Also ziehe ich los die Filter aus dem Koffer holen.
Auf dem Weg dorthin fällt mir ein, ich hatte doch das Hygrometer aufgestellt. Das hat Vorrang.
Aber ach oje. So ein Mist, der Zeiger hat sich verhakt bei 110%:

Das Bild habe ich zwar schon an anderer Stelle in Mathias seinem Beitrag gezeigt, ich frage mich aber auch jetzt noch ungläubig, was das sollte - gleich in der ersten Nacht Arbeitsverweigerung.
Ich glaube, das Ding will lieber drin im Warmen hängen, da zeigt es ordentliche Werte an.

Jetzt aber endlich der California-Nebel NGC 1499 (R.A. 04h03m18s/ Dec. +36°25'19").

Ein Sternkreuz aus dem Stern Menkib und drei 6 bis 8 mag hellen Sternen nördlich markiert im Grunde schön die Region, in der sich der Nebel befindet.
Ich halte zwei Filter (H-Beta + UHC) vor die Objektivöffnungen. Das verkleinert zwar die Öffnung, aber egal.
Puh. Langes intensives Schauen. Ist da was? Schwierig. Filter weg. Haben die Sterne einen Halo?
Ja. Fön. Wo ist der Fön? Aber nicht die Objektive, sondern die Okulare tauen jetzt immer wieder recht schnell zu.
So, wieder ran ans Fernglas, Filter davor. Ein wenig Schwenken. Da, ja genau. Zunächst der indirekte Nachweis.
Wenn ich zwischen der Regionen nördlich und südlich von dem 4 mag hellen Stern Menkib hin und her schwenke, wirkt die nördliche Region heller.
Die Aufhellung ist strukturlos und wird bei längerer Betrachtung am deutlichsten zwischen den drei nördlich von Menkib liegenden 6 bis 8 mag hellen Sternen, die dieses eingangs erwähnte Kreuz bilden.
Die östliche Region scheint dabei ein wenig heller zu leuchten (heller Leuchten ist dabei relativ zu sehen ).
Geschafft. Das hätte ich nicht gedacht. Nicht schön, aber selten


Hey, wenn das so gut geklappt hat, dann versuche ich auch gleich mal den Cirrus-Nebel mit zwei UHC-Filtern.
Ich habe einen UHC und einen UHC-E. Also wieder ein Komplettschwenk in die andere Richtung in den Schwan.
Den Stern 52 Cyg anvisiert, an dem der westliche Bogen klebt und los. Nix. Komisch.
Ah, alles klar. Ich ziehe den Fön aus meinem Pistolenhalfter und drücke ab …
... wieder mit den Augen am Fernglas denke ich, jetzt bloß nicht atmen!
Nach gefühlt 5 Minuten Luft anhalten fehlt es mir ein wenig an Konzentration.
Ich schwenke in meiner Verzweifelung großräumiger …
... und siehe da, der östliche Bogen NGC 6992 zeigt sich indirekt in seiner vollen Pracht, also ich meine, er ist schon sehr auffällig.
Viel weiter weg steht er, als ich dachte. Mann, ist der Cirrus doch so groß im Fernglas mit 10-facher Vergrößerung?
Ich bin echt überrascht. Da hat mich meine Erinnerung vom Teleskop aber voll in die Irre geleitet.
Ich versuche noch, den Hexenbesen NGC 6960 zu erhaschen, aber leider Fehlanzeige.
Auf die Idee, einen der beiden UHC-Filter mal gegen [OIII] zu tauschen, komme ich in dieser Nacht nicht.

Ich will mir zum Abschluss noch richtig die Augen verblitzen und halte noch einmal mein Fernglas in entgegen gesetzte Richtung auf Messier 45.
Fantastisch. Allys Zopf wirkt wie ein Vogel mit ausgebreiteten Schwingen.

Einer geht noch. Melotte 25, die Hyaden.
Mitten im Haufen gut 1,5° westlich von Aldebaran fiel mir ein Muster aus sieben Sternen auf, alle mit Helligkeiten zwischen 4 und 6 mag.
Drei recht ähnliche Sternpaare bilden einen Grundkörper und markieren den Osten, Süden und Westen, ein Stern nordwestlich ist die Antenne … oder was auch immer … das erinnert mich stark an einen dieser Spielzeugroboter.

Mit den nur gut 4° weiter nördlich stehenden Wilden 13 beende ich die Beobachtungsnacht.
Das ist eine Sterngruppe, die auch gern als Geist der Hyaden bezeichnet wird, weil die Anordnung der Sterne dort den Hyaden zum Verwechseln ähnlich sieht.
Stimmt. Verblüffend. Nur einen adäquaten Ersatz für den fette Aldebaran vermisse ich hier bei den Geisterhaften.

So, das war ein Ritt. Das Highlight dieser Nacht war für mich ASCC 101. Oder nee NGC 6940 … ach Quatsch, an Melotte 20 führt kein Weg vorbei.
Na, gefreut habe ich mich aber auch über solche Grenzbeobachtungen wie NGC 1245 und Berkeley 46.
Im Nachgang betrachtet waren das mal wieder jede Menge Sternhaufen.
Bis auf den Nebel NGC 1499 hatte ich nichts geplant.
Ich will aber nicht verheimlichen, dass mir in diesen spontanen Nächten die vielen kleinen Klebepfeile helfen, die ich in einigen Abenden zuvor in meinen Sternatlas geklebt habe.
Den Tipp habe ich mal von Norman bekommen, als wir über ein Beobachtungsprojekt philosophiert haben. Inzwischen wiegt mein Sternatlas sicherlich gut doppelt soviel

Über weitere Anregungen und Beobachtungserfahrungen von Euch zu Sternhaufen, die auf der Bekanntheitsskala nicht ganz weit oben stehen, sich bei der Fernglasbeobachtung aber als Hidden Champion entpuppt haben, würde ich mich sehr freuen.

Ansonsten bleibt mir nur noch eines zu sagen. Fernglasbeobachtung lohnt sich!

Viele Grüße

Rene

Edit wg. Filterkonkretisierung


Freunde der Nacht

Bearbeitet von: ReneM am: 23.11.2017 20:56:41 Uhr

Moonchild_27
Meister im Astrotreff


681 Beiträge

Erstellt  am: 19.11.2017 :  17:40:04 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Rene,

einen sehr schönen und informativer Bericht, den du hier ablieferst. Danke Dir erstmal dafür.

Finde es echt erstaunlich, was du in letzter Zeit mit dem Fernglas versuchst, auch abseits dieses Berichtes. Da leistest du echte Pionierarbeit, schonmal großes Lob dafür. Einige von uns (mich eingeschlossen) sind ja auf möglichst viele Details aus und bevorzugen dementsprechend mehr Öffnung. So eine Fernglas bietet aber einiges an Überraschungen was z.b. die Sichtbarkeit angeht, da man sich mit dieser Öffnungsklasse meist auch auf unbekannten Terrain bewegt.

Bei meinen Fernglasbeobachtungen belief es sich bis jetzt auf "gemütliches umherschwenken". Ich denke für fehlt mir auch ein gescheites Stativ. Hast du eigentlich noch den Schwenkarm, wie auf dem 2012er Foto ? Kann mich nur an den Kugelschwenker erinnern den Du mir mal beim HTT gezeigt hattest.

Toll das du in deinem Bericht auch Hinweise zur Ansicht im Teleskop gibst. So schreit es förmlich nach einer Nachbeobachtung zu NGC 1245 bei mir, da scheint noch einiges mehr möglich. Danke Dir für die Erinnerung.

Klasse deine Sichtung zu den Nebeln, ob beim California auch was mit dem H-beta zu holen ist ? Da ein ausgewiesenes Paradeobjekt für H-Beta. Oder wirds dann doch zu dunkel ?

Melotte 20 war eines meiner ersten Deep-Sky Objekte die ich bewusst beobachtet habe. Vor gut 5 Jahren, noch ohne ein Instrument zu besitzen, nur mit bloßem Auge. Wenig später dann mit Fernglas ein wahrer Augenöffner und ist bis heute bei fast jedem "Himmelsschwenk" mit dabei.

Leider bleibt das "kleine Schwarze" bei mir viel zu oft zu Hause...da sollte ich in Zukunft wohl mal öfters dran denken.

Krass mit der Feuchtigkeit bei Dir. Ich nehme an, deine extra dafür aufgestellte "12-Zoll Tonne" war am ende voll gewesen, frisches Brandenburger Tauwasser eben.

Liebe Grüße
Mathias


Nauris Mirrage 21" f/4
Obsession 18" f/4,5 Classic
Traveldob 14" f/4,8
Traveldob 12" f/5,3
Galaxy 10" Dobson f/5
Leica 8x42 Ultravid HD


Freunde der Nacht


Bearbeitet von: Moonchild_27 am: 19.11.2017 17:45:52 Uhr
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ReneM
Meister im Astrotreff

Deutschland
536 Beiträge

Erstellt  am: 19.11.2017 :  18:25:49 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ReneM's Homepage  Antwort mit Zitat
Lieber Mathias,

besten Dank. Dein Lob ehrt mich, echte Pionierarbeit mache ich aber nicht.
Bei NGC 1499 hat Christopher wegen seiner Beobachtung mit einem Großfernglas auf die Idee gebracht, es auch mal mit meinem Fernglas zu versuchen.
Und hier wurde auch schon mal darüber geschrieben http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=52746
Schon 10 Jahre her, aber dank Google kann man solche älteren Berichte schnell wieder zurück ans Licht holen.
Das hier hat mich auch stark beeindruckt: http://www.deepsky-visuell.de/Zeichnungen/NGC1499.htm

Deine Filterfrage zu NGC 1499 zwingt mich zu der schnellen Antwort. Ich habe in meinem Bericht versäumt zu schreiben, dass einer der verwendeten Filter ein H-Beta-Filter war. Deshalb habe ich den Bericht schnell editiert. Danke für den Hinweis Mathias. Ich habe NGC 1499 aber auch mal mit zwei UHC-Filtern probiert und denke, ein H-Beta-Filter sollte mindestens dabei sein.

Die Schwenkarm-Montierung habe ich nicht mehr. Kay ist jetzt glücklicher Besitzer dieser tollen Montierung. Eigentlich gibt es nix Besseres, aber das Ding hat einfach zuviel Platz bei mir im Haus weg genommen und ich bin überall damit gegen gerammelt.

Viele Grüße

Rene


Freunde der Nacht

Bearbeitet von: ReneM am: 19.11.2017 18:38:31 Uhr
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C.Hay
Senior im Astrotreff


178 Beiträge

Erstellt  am: 19.11.2017 :  19:22:22 Uhr  Profil anzeigen  Besuche C.Hay's Homepage  Antwort mit Zitat
Lieber Rene,

Das ist eine tolle Sammlung von Anregungen. Da bekomme ich regelrecht Lust, Deinen Beitrag auszudrucken und diesen Pfad nachzuvollziehen!

Wie Du erwähnst, war ich ebenfalls in dieser Woche am Kaliforniennebel zugange. Gerät/Bedingungen: 18x80 Fernglas, H-Beta-Filter vor beiden Okularen (das Glas hat 2-Zoll-Anschluss okularseitig). 4 Grad Gesichtsfeld. Vorstadthimmel mit guter Transparenz aber nicht topp, 4 Grad südwestlich des Kaliforniennebels konnte ich mit blossem Auge den Stern 40 Per halten 42 Per jedoch nicht.

Es klingt unglaublich, aber in den Grundzügen entsprach das, was ich sah, gut dem Wikisky-Foto, das Du zeigst. Der mehr als auffallende Nebel erstreckte sich über 2 Grad Länge. Der südöstliche Teil hatte eine homogene Helligkeit, eine Breite von knapp einem halben Grad, und war gut von der Umgebung abgegrenzt. Der nordöstliche Teil wirkte etwas faserig und lief unbestimmt aus zwischen einer Ansammlung von schwächeren Sternen.

Man beachte: Dies im lichtversifften Rheintal auf halbem Wege zwischen Frankfurt und Heidelberg. Für eine Sichtung des Kaliforniennebels mit blossem Auge braucht es wohl tatsächlich neben H-Beta-Filter einen 7mag-Alpen-Himmel - für eine Sichtung mit Fernglas jedoch keinesfalls!

Dass meine Beobachtung des Nebels doch sehr viel deutlicher war als Deine führe ich nicht nur auf die größere Öffnung zurück.
1)Vermutlich ist es wesentlich, in beiden Strahlengängen H-Beta zu haben. (Filter-Kombinationen habe ich nicht durchgespielt - dafür war ich einfach zu glücklich über diese tolle Sichtung.)
2) Ausserdem habe ich mir nicht vorher die Augen an Melotte 20 verblitzt, sondern an Barnard's Loop im Orion "konditioniert".
3) Ich steckte den Kopf unter ein dunkles Beobachtungstuch. Wie ein Kanarienvogel eingetütet wurde ich ganz friedlich und konnte mich voll auf das visuelle Erlebnis konzentrieren.

Kurz gesagt: Ich bin sicher, dass für Dich und Dein 10x50 an Deinem Standort am Kaliforniennebel mehr drin ist! Brauchst halt ein zweites H-Beta (brauchst Du sowieso für Barnard's Loop, ist doch klar) und müsst vorher die Augen an noch schwächeren Nebeln konditionieren.

Aber ich will hier nicht zu sehr von Deinem Aufruf am Ende Deines feinen Beitrags ablenken. Ich zitiere ihn hier also:

Zitat:
Über weitere Anregungen und Beobachtungserfahrungen von Euch zu Sternhaufen, die auf der Bekanntheitsskala nicht ganz weit oben stehen, sich bei der Fernglasbeobachtung aber als Hidden Champion entpuppt haben, würde ich mich sehr freuen.


Beste Grüße, Christopher


Freunde der Nacht - BAfK Beobachteratlas für Kurzentschlossene


Bearbeitet von: am:
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Dahlmann
Senior im Astrotreff

Deutschland
138 Beiträge

Erstellt  am: 19.11.2017 :  21:27:58 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Lieber Rene,

diesen tollen Bericht wolltest du uns vorenthalten?....;-)... vielen lieben Dank für die Arbeit und die damit verbundenen Anregungen zur Nachbeobachtung. Ein guten Fernglas habe ich leider nicht aber ein altes Zeiss Monookular oder wie diese halbierten Porro Teile heißen. Da kann ich ja auch meinen einen UHC mal hinterklemmen. Muss ich mal mehr nutzen. Ansonsten natürlich mit dem Teleskop, bevorzugt der APO die offenen angehen. Bin gespannt.

Neben den wie immer hervorragend recherchierten Daten mag ich deine Art die Objekte zu beschreiben. Beeindruckend empfinde ich deine Begabung, Sterne in Bewegung und Linien zu sehen. Dies erleichtert die Beschreibung. Hierbei fehlt es mir definitiv an Begabung.

Bin gespannt ob es in den kommenden Tagen noch Beobachtungsmöglichkeiten geben wird. Den California muss ich zumindest mal probieren.

Als denn, guten Start in die Woche morgen!

Gruß Holger

12,5" Martini Classic Dobson - Spiegel von Christian Busch, TMB-Apo 100/800

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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1687 Beiträge

Erstellt  am: 20.11.2017 :  11:10:06 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Rene,

Glückwunsch zum gelungenen Erstbericht! Der letzte dahingehende Versuch endete ja in Bissspuren in der Tischkante wenn ich mich recht entsinne

Schön aufbereitet. Auch wenn Montage vom Plätzchen, sieht man sehr schön, dass dies Dein astronomisches Zentrum ist. Bei so einem schönen Garten nicht verwunderlich, dass Du Deinen Hintern da kaum wegbekommst
Nicht zuletzt sicher auch wegen diesem monströsen Stativ da rechts - wer will das schon transportieren ;-)
Hat Du den Boliden früher mal irgendwo so erwischt oder hat da auch der Montagekünstler zugeschlagen?

Runde Sache, lustige Beschreibungen des Drumrum und nette Objektwahl. Interessant, dass einige Häufchen schon im Fernglas was hermachen. So hätte ich das von dem Haufen nahe des Cirrusnebels (NGC 6940) nicht gedacht. Hab den nur mit 4" in Erinnerung, da war der auch recht schwach aber deutlich. Deutlicher als das DSS vermuten lässt. Und ganz hübsch durch die große Fläche. DSS-Bildchen ist generell interessant, macht mich auf den roten hellen Stern in der Mitte aufmerksam. Muss ich nochmal hin. Interessant wäre immer zu wissen, ob solche Sterne dann nur Vordergrund sind oder dazugehören. Genauso bei diesem Elefantenhaufen da mit dem fetten 6mag-Stern drinnen. Bin da immer zu faul in den Katalogen zu gucken.

Mit der Atemluft als Feuchte-Indikator - so witzig das klingt... aber das mache ich öfter auch ganz bewusst. Mit Deinem Hygrometer ist natürlich spaßig. Insofern gute Schätzung von Dir mit den über 100% wie du öfter schreibst ;-)

Dieser ASCC 101 - ist das ein echter Haufen oder steht ASC für Asterismus-irgendwas? Vogel, stimmt, die Assoziation hatte ich auch - aber eher das hier, mit Kopf nach unten:

http://www.paperdroids.com/wp-content/uploads/2012/12/klingon-bird-of-prey.jpg




Schöne Grüße und CS
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

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stardust3
Altmeister im Astrotreff


3089 Beiträge

Erstellt  am: 20.11.2017 :  19:58:29 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Rene,
echt jetzt? Dein erster Beobachtungsbericht?! Der ist Dir aber glänzend poliert gelungen :-). Naja, wie eigentlich zu erwarten. Nur dass es bis heute gedauert hat.
Es ist ja schön, wie die kleinen Öffnungen wieder mehr zur Geltung kommen. Back to the Roots scheint das Motto zu sein. Aber im Herbst gibt es halt nur Lücken und da sind kleine Öffnungen auf Stativen halt das Mittel der Wahl.
Vielen Dank für diesen schön untermalten und bebilderten Bericht. Und toll, daß Du den California Nebel so rauspulen konntest. Das Kreuz muss ich mir mal merken. Ich bin nämlich nicht ganz sicher, ob ich tatsächlich den Kaliforniennebel damals in der Rhön ausgemacht habe.

Den Ottifanten muss ich auch mal ansteuern, hab es mir schon mal angemerkt, aber das ging verschütt. Muss ich mal auch so ein Aufkleber auf die Karte heften. Ach! Den hatte ich doch schon, das ist doch der an der schönen langen Sternenkette im Schwan. Hatt ich schon mal drin, aber ohne Ottifanten. Na dann muss ich noch mal. Steht er im Newton aufrecht im Okular?

Viele Grüße und bitte mehr davon :-).

Viele Grüße,
Walter

LLAP

Bearbeitet von: stardust3 am: 20.11.2017 20:08:34 Uhr
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ReneM
Meister im Astrotreff

Deutschland
536 Beiträge

Erstellt  am: 20.11.2017 :  20:44:15 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ReneM's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Christopher, Holger und Norman ... und Walter,

vielen lieben Dank für Eure Antworten und Eure Ermutigungen. Ich war mir nicht sicher, ob Sternhaufen mit dem Fernglas wirklich ziehen.

Christopher, fein dass Du Deine Erfahrungen zur Beobachtung von NGC 1499 hier mit veröffentlicht hast. Das klingt weitaus inspirierender als meine mäßig verbissene Beobachtung.
So ein Beobachtungstuch habe ich auch. Aber ein zweiter H-Beta-Filter. Das ist hart. Dann warte ich mal auf das nächste Teleskoptreffen und probiere es mit einem zweiten geborgten Filter.
Ich denke, dass Dein Filteranschluss okularseitig am FG auch einen deutlichen Vorteil gegenüber meiner hemdsärmligen Methode bringt.

Holger, jetzt weißte, das ich nicht viel plane und dann ziemlich chaotisch durch den Himmel pflüge

Und genau Norman, die Holzsplitter sind langsam wieder rausgeheilt. Nicht vergessen habe ich, dass ich den Bericht nun immer mit einem anderen Programm und nicht direkt im Browser schreibe
Der Bolide kam tatsächlich in der besagten Nacht runter. Wir dachten erst, wo ist denn jetzt ein Feuerwerk? Genau in diese Richtung geht es nämlich in die zvilisationsfreie Lieberoser Heide. Wir haben ziemlich lange gebraucht, bis wir begriffen haben, dass das ein echtes kosmisches Feuerwerk war. Leider hat die Kamera nicht aufgezeichnet, wie das Ding zerbrochen ist. Ich habe bei dem Startrail nur den Vordergrund montiert und zwei Einzelbelichtungen eingefügt, sonst hätte es so ausgeschaut:


Die farbigen Sterne sind in der Tat eine Bereicherung, für aber meist erst ab einem Teleskop. Bei Berkeley 46 steht nur leicht nordwestlich der wunderschöne U Lyr. Im Teleskop ein schöner Hingucker, im Fernglas habe ich ihn komplett ausgeblendet

Bei NGC 6885 wird der 6 mag Stern dem Haufen zugehörig angegeben. Bei NGC 6940 würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen, der Haufen ist schon über 800 Mio. Jahre alt. Möglich ist es aber allemal.
Die ASCC´s sind in der DSH-Liste zu finden. Mehr weiß ich aber auch nicht. Ich vermute, das ist eine Abkürzung für vier Deep Sky Hunter, die in einem Durchmusterungsprojekt zusammen gearbeitet haben. Zumindest scheint der Haufen schon untersucht worden zu sein, er wird als echter Sternhaufen in meinem Atlas gelistet. Deine Interpretation gefällt mir fast noch besser, als mein aufsteigender Vogel. Davon gibt es inzwischen zuviele am Himmel. Aber Klingonenkreuzer ...gibt es nur zwei . NGC 1662 ist auch so ein Kandidat.

Walter ... ja, back to the roots finde ich auch hochspannend im Moment. Vor allem fasziniert mich, wie ein Objekt sich von kleinen Öffnungen hin zu größeren (oder umgedreht) wandelt. Betrachte ich aber die Zahl meiner dokumentierten Beobachtungen, so ist meine 12,5"-Tonne (wie Mathias den Ninja liebevoll getauft hat ) noch der klare Favorit. Aber die Kleinen holen auf ;-)

Viele Grüße

Rene


Freunde der Nacht

Bearbeitet von: am:
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BenN
Meister im Astrotreff

Deutschland
618 Beiträge

Erstellt  am: 20.11.2017 :  21:22:19 Uhr  Profil anzeigen  Besuche BenN's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Rene,

mir gefällt dein Beobachtungsbericht auch sehr gut, und schön ergänzt durch die Aufnahmen aus WikiSky ! Ich weiß ja schon aus früheren Posts, dass du so richtig in der Pampa wohnst, da ist es schön dunkel - wobei ich das Streulicht so eines Boliden immer gerne in Kauf nehmen würde .

Das ist ein Vorteil, den man als "Sternhaufenfuzzi" hat: Da ist mit wenig Öffnung schon schnell mal eine Menge an Details zu erkennen - ob mit Feldstecher oder 80mm Fernrohr. Die meisten deiner gezeigten Haufen waren bei meinen 120mm Refraktor-Beobachtungen ja auch mit dabei. Die "Wilden 13" kannte ich nicht - nach einem Blick in den isDSA habe ich aber eine Vermutung, welches Sternmuster damit gemeint ist.

Zitat:
... und siehe da, der östliche Bogen NGC 6992 zeigt sich indirekt in seiner vollen Pracht, also ich meine, er ist schon sehr auffällig.


Kann ich nur bestätigen, und bei richtig dunklem Himmel ist der schon ganz ohne Filter recht deutlich im 8x56-Feldstecher auszumachen .

Servus
Ben

http://cougar.bakonyi.de/~ben/astro/index.html

Bearbeitet von: am:
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ReneM
Meister im Astrotreff

Deutschland
536 Beiträge

Erstellt  am: 21.11.2017 :  19:11:46 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ReneM's Homepage  Antwort mit Zitat
Moin Ben,

vielen Dank auch Dir. Hui, das freut mich, dass ein Objekt dabei war, von dem Du noch nicht gehört hast ;-)
Zitat:
Original erstellt von: BenN

...die "Wilden 13" kannte ich nicht - nach einem Blick in den isDSA habe ich aber eine Vermutung, welches Sternmuster damit gemeint ist.
Tada:
Die Wilden Kerle reichen noch ein wenig weiter gen Osten, aber das eingekreiste Gebiet ähnelt den Hyaden in der Tat verblüffend.

Zitat:
... NGC 6992 ... Kann ich nur bestätigen, und bei richtig dunklem Himmel ist der schon ganz ohne Filter recht deutlich im 8x56-Feldstecher auszumachen .

Das klingt ja sehr interessant. Vermutlich braucht es dann aber einen Top-Himmel. Ich werde es auch mal ohne Filter probieren.

Viele Grüße

Rene


Freunde der Nacht

Bearbeitet von: am:
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ReneM
Meister im Astrotreff

Deutschland
536 Beiträge

Erstellt  am: 23.11.2017 :  21:01:47 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ReneM's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Bzusammen,

kleiner Nachtrag zum Cirrusnebel.
Gestern Nacht habe ich den östlichen Bogen im 10x50 Fernglas auch ohne Filter indirekt recht einfach bei recht guten Bedingungen ausmachen können.
Es reicht also auch guter Landhimmel für die Sichtung im Fernglas (ohne Filter).
Für den westlichen Teil NGC 6960 brauchte ich dann aber schon [OIII] + UHC zur Sichtbarmachung und zumindest der Nebelteil südlich von 52 Cyg war mit dieser Kombination schwach sichtbar.

Viele Grüße

Rene


Freunde der Nacht

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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1687 Beiträge

Erstellt  am: 23.11.2017 :  21:16:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Juten!

Cirrus im 10x50: So isses Rene, geht auch einäugig ohne Filter.
Ich muss es wissen, denn ein ganzes FG war mir damals zu schwer zum Mitnehmen, hatte nur ein halbes dabei - nee im Ernst, FG ist mittendurch gebrochen und seither monokelig im Einsatz.. Also, Objekt beim Brandenburger FLACHLANDHIMMEL kein Problem, da braucht man nur eine Hälfte ;-) Wobei, ich war fast in der Wüste...also doch 7m5er Himmel? Einen Ort namens Wüstenjerichow gabs da nämlich in der Nähe...

Achso, ganz vergessen - coole Sache, dass Du den Boliden so erwischt hast. Was für ein Glück! Glückwunsch dazu! Noch dazu vom heimischen Plätzchen aus... echt klasse.

CS!
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

Bearbeitet von: NormanG am: 23.11.2017 21:18:00 Uhr
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ReneM
Meister im Astrotreff

Deutschland
536 Beiträge

Erstellt  am: 23.11.2017 :  21:33:44 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ReneM's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Norman,

Wüstenjerichow? Der Name ist garantiert Programm .

Die Knochenhand monokelig - habe verstanden. Ich kneife nächstes Mal auch noch ein Auge zu. Wenn das auch noch funktioniert, dann müssen wir uns noch etwas einfallen lassen. 8x42, 4x32 ... vorher kurz blenden ... oder sowas
Haste den westlichen Teil damit auch sehen können? Oder geht es lediglich mir so, dass ich den deutlich schwerer finde.

Viele Grüße

Rene


Freunde der Nacht

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Dahlmann
Senior im Astrotreff

Deutschland
138 Beiträge

Erstellt  am: 23.11.2017 :  21:56:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Rene,

gestern war ja mit einem mal der Himmel klar und ich hatte mir deine Sternhaufen in SkySafari hinterlegt. Ich hatte gestern zwar nur ca. Eine Stunde Zeit, wollte es aber mal mit dem 8“ Hofheim probieren.
Hier der Auszug aus meinem BOB

BOB vom 22.11.2017, Bärenklau

NGC 6791 offener Sternhaufen in der Leier. Nur ein schwacher Schimmer sichtbar. 8“ Hofheim und 8mm Ethos. Unter top Bedingungen sicher schön, hier lohnt er nicht

NGC 1245 offener Sternhaufen im Perseus. Im 8mm Ethos schnell gefunden. Nicht spektakulär aber schön. Einige hellere Einzelsterne aufgelöst. Hintergrund bleibt leicht griselig.

Also der 6791 war unter meinen Bedingungen selbst im 8 Zöller grenzwertig. Leider hat es zeitlich für die anderen nicht mehr gereicht.

Gruß Holger

12,5" Martini Classic Dobson - Spiegel von Christian Busch, TMB-Apo 100/800

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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1687 Beiträge

Erstellt  am: 24.11.2017 :  11:30:50 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Rene,

jetzt hätte ich zu Deiner Zirrusnebelfrage fast was falsches geschrieben... hab aber meinen alten Bericht nochmal ergoogelt ;-)

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/522372/Re_Atmosphare_pur

Kurz: ich hab nur den helleren Teil des Cirrus gesehen. Welcher das ist, keine Ahnung War dann nach Deinen Angaben wohl die Knochenhand.

Schöne Grüße
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

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ReneM
Meister im Astrotreff

Deutschland
536 Beiträge

Erstellt  am: 24.11.2017 :  16:42:06 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ReneM's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Holger,
das finde ich supernett von Dir, wie Du Dich immer in die Nachbeobachtung von Objekten aus meinen Berichten rein hängst.
Ein bisschen gestutzt habe ich, dass der 8"er + 8 mm Ethos (=100-fache Vergrößerung) nicht mehr hergibt bei den beiden NGC 6791 und NGC 1245.
Vielleicht machen 4" mehr und ein dunkler Himmel wirklich den Unterschied bei Haufen, die nicht durch besonders helle Sterne auffallen.
NGC 6802, der Sternhaufen direkt neben dem Kleiderbügel im Füchschen ist ein passendes Beispiel, der hat auch schwache Sterne und den fand ich in 8" noch total unauffällig, mit 12,5" hat er sich zu einem ausgemacht schön anzusehenden Haufen entpuppt.
Den Reiz von diesen zumeist älteren Haufen mit vielen gleichhellen Sternen liegt meiner Ansicht nach dennoch manchmal gerade bei den Öffnungen, die diese Haufen noch nicht ganz auflösen können und in denen sie wie Puderzuckerkleckse glitzern.

Hallo Norman,
hey, cooler (unverkennbarer ) Bericht bei Astronomie.de ... und damals sogar noch mit einer ganzen Menge Antworten . 2008 habe ich meine ersten Gehversuche mit einem kleinen Teleskop gemacht. Damals habe ich noch mehrere Anläufe für NGC 7000 und den Cirrus gebraucht. Und dann war ich noch so glücklich, als ich das erste Mal den Nordamerikanebel mit 3" und Filter entdeckt habe. Alles hat seine Zeit und seinen Reiz.
Nur Du Norman scheinst schon immer (also zumindest 2008 schon) so ein Coole-Berichte-Schreiberling gewesen zu sein

Viele Grüße

Rene


Freunde der Nacht

Bearbeitet von: ReneM am: 24.11.2017 16:42:43 Uhr
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