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 Einsteins Irrtum bei Gravitationswellen
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darksiteseeker
Meister im Astrotreff

Deutschland
361 Beiträge

Erstellt am: 11.11.2017 :  21:28:13 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Zusammen,

im Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen rund um die Gravitationsewellen ist es lohnenswert, einen alten Artikel aus der NZZ zu lesen:

"Einsteins Probleme mit dem Peer-Review-System"

https://www.nzz.ch/articled7uu6-1.176461

Im Manuskript für einen eigenen Artikel hatte Einstein die Konzeption entwickelt, daß es keine Gravitationswellen geben könne. Ein Gutachter der Zeitschrift wies Einstein drauf hin, daß diese Annahme auf einem mathematischen Fehler beruhte.

Wutentbrannt zog Einstein den Artikel zurück und reichte ihn unverändert bei einer anderen Zeitschrift ein.

Wie es dann weiterging, könnt ihr in der NZZ nachlesen.

Man sieht daran mal wieder, wie wirklich die Wirklichkeit ist.

Beste Grüße

Dietmar

oolways wook on the daaak side of sky !

http://darksitefinder.com/maps/world.html

Bearbeitet von: am:

BisaGX
Neues Mitglied


1 Beitrag

Erstellt  am: 17.09.2019 :  14:33:20 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Das ist nur ein Beispiel für Einsteins fehlerhaften Forschungen.

Bearbeitet von: am:
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AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3717 Beiträge

Erstellt  am: 17.09.2019 :  14:53:16 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: BisaGX

Das ist nur ein Beispiel für Einsteins fehlerhaften Forschungen.



Aha. Welche Fehler hat er denn noch gemacht?

Bearbeitet von: am:
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Gast10368
deaktiviert

Deutschland
1372 Beiträge

Erstellt  am: 17.09.2019 :  15:53:57 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Moin,

es gibt ein Buch über Einstein, eine Biographie, die ich mal im Urlaub gelesen habe, die Thematisiert das. Einstein war demnach kein Freund akribischer Kleinarbeit und fühlte sich von Reviewern oft nicht verstanden. So gibt es in einigen seiner Veröffentlichungen mathematische und textliche Fehler. Nichts, was die Aussagen seiner Theoreien angreift, aber heute würde man solche Arbeiten wohl zur Korrektur zurücksenden, seinerzeit war man da wohl nicht so stringent. Und in einigen Punkten, die Sache mit den Gravitationswellen oder die mit der kosmologischen Konstanten sind zwei davon, lag er einfach daneben. C'est la vie.

CS
Jörg

Bearbeitet von: Gast10368 am: 17.09.2019 15:56:06 Uhr
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dkracht
Meister im Astrotreff

Deutschland
352 Beiträge

Erstellt  am: 05.10.2019 :  21:30:54 Uhr  Profil anzeigen  Besuche dkracht's Homepage  Antwort mit Zitat
Hey leute,
die NZZ schreibt immer gute sachen.
Clear Skies
Dietrich

Skywatcher HEQ5 Pro, Orion ED 80/600, ASI294MC Pro, Canon EOS 600D APS-C, Zeiss Jena Sonnar f/4 f=300mm, Takumar 135mm, Olympus 50mm, Sigma 24mm
Software: APT, CdC, PHD2 Guiding, DSS, Fitswork, SharpCap, All Sky Plate Solver

Bearbeitet von: am:
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R_Andreas
Meister im Astrotreff

Germany
442 Beiträge

Erstellt  am: 05.10.2019 :  23:21:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: optikus64

Moin,

es gibt ein Buch über Einstein, eine Biographie, die ich mal im Urlaub gelesen habe, die Thematisiert das. Einstein war demnach kein Freund akribischer Kleinarbeit und fühlte sich von Reviewern oft nicht verstanden. So gibt es in einigen seiner Veröffentlichungen mathematische und textliche Fehler. Nichts, was die Aussagen seiner Theoreien angreift, aber heute würde man solche Arbeiten wohl zur Korrektur zurücksenden, seinerzeit war man da wohl nicht so stringent. Und in einigen Punkten, die Sache mit den Gravitationswellen oder die mit der kosmologischen Konstanten sind zwei davon, lag er einfach daneben. C'est la vie.

CS
Jörg



Dein Posting klingt für mich erst mal kolossal respektlos. Ich denke, Du solltest erst mal klare Beweise anführen, bevor Du hier jemanden posthum der Oberflächlichkeit beschuldigst.

Was die Veröffentlichung wissenschaftlicher Texte betrifft, kann heutzutage jeder Honk irgendwelchen Schwachsinn veröffentlichen, unter dem Deckmantel der Wissenschaft, dafür gibt es mittlerweile Firmen. Nach meinem Kenntnisstand war die Prüfung wissenschaftlicher Texte früher objektiver als heute.
a) war die Urheberschaft klarer
b) gab es keine Veröffentlichungsfirmen

Bearbeitet von: R_Andreas am: 05.10.2019 23:22:02 Uhr
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eric2
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
21 Beiträge

Erstellt  am: 27.10.2020 :  14:31:30 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Ich denke, Du solltest erst mal klare Beweise anführen, bevor Du hier jemanden posthum der Oberflächlichkeit beschuldigst.


Einstein war doch kein Übermensch, ohne Fehler!
Ich erinnere mich gelesen zu haben,
dass er nicht nur die RT erfunden,
sondern auch seine Frau verdroschen haben soll.

Bearbeitet von: am:
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fastride
Meister im Astrotreff

Schweiz
688 Beiträge

Erstellt  am: 27.10.2020 :  14:42:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Die Idee mit der Relativität war trotzdem recht gut, da muss man erst drauf kommen!

Grundsätzlich sind alle Nerds irgend wo verschroben. Da bildet Einstein keine Ausnahme. Seine Leistung in der Physik schmälert das aber kein bisschen.

Gruss Konrad

Galaxy D10, 114/900 Newton
Carl Zeiss: Binoctar 7x50, Jenoptem 10x50, Swarovski Habicht 7x42, Steiner Firebird T 8x30

Gras wächst nicht schneller wenn man daran zieht !

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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2111 Beiträge

Erstellt  am: 27.10.2020 :  15:44:05 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
1.
Zitat:
Der Gutachter kam zu dem Schluss, dass es sich bei dem vermeintlichen Problem nicht um ein physikalisches, sondern um ein mathematisches handelte,


2.
Zitat:
Einige Monate später traf Leopold Infeld, der neue Assistent Einsteins, den Physiker Howard Percy Robertson und entdeckte mit ihm zusammen einen Fehler in den Rechnungen zu den Gravitationswellen.


3.
Zitat:
...stellte sich heraus, dass der anonyme Gutachter von Einsteins Manuskript kein anderer war als Robertson...


öööööööööööhm....

Das passt für mich kausal nicht. Also nachdem Robertson inkognito den Fehler entdeckte, tat er das Monate später nochmal?

Aha

Entweder bei mir klemmts grade oder der Artikelschreiber sollte sich selber nochmal lektorieren

CS
Norman

gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10659 Beiträge

Erstellt  am: 27.10.2020 :  16:02:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Wenigstens gehörte Einstein zu den Leuten, die zu Lebzeiten ihre Fehler eingestehen konnten. Selbst wenn es Wochen oder Monate dauerte. Es gibt andere, denen kann man offensichtliche Fehler in ihren Ausführungen aufzeigen, und sie wollen es bis ins Grab nicht wahrhaben.

Da ich nicht dabei war, kann ich nichts dazu sagen, warum sich Einstein anfangs so schwer tat. Vielleicht lags auch einfach an der Tonart, wie man ihm es sagte bzw. wer es im sagte. Oftmals liegt sowas auch einfach an der übermittelnden Person und das verdrängt dann die Sache.

Wer Wochen oder noch länger unter größter Stressanspannung sich für etwas einsetzt, der braucht anschließend halt eine Cool-Down-Phase, wenn es nicht so läuft, wie es soll.

Übrigens:
Es gibt auch bekannte Politiker, die nach einer Wahl nicht wahrhaben wollten, dass sie abgewählt wurden und sich dann entsprechend peinlich (wie besoffen bzw. unter Drogen) aufführen ... in D. Nicht viel anderes erwarte ich demnächst in Übersee.


Kalle - Alles wird gut !
Meine Okulardatenbank im Astrotreff: hier
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NormanG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2111 Beiträge

Erstellt  am: 27.10.2020 :  16:18:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Vollkommene Zustimmung Kalle.

Ehrliches Fehler eingestehen ist zudem meiner Erfahrung nach aus der Mode gekommen. Sehe ich persönlich hingegen als Stärke an. Wird leider allzu oft als Schwäche angesehen und drauf rumgeritten, um von eigenen Fehlbarkeiten abzulenken.

CS
Norman


gepimpter 12" Sumerian-Dob mit f/4,5-Nauris-HS, 72 mm Lacerta Apo

- who stands the rain deserves the sun! -

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M_Hamilton
Mitglied im Astrotreff


67 Beiträge

Erstellt  am: 27.10.2020 :  17:09:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Der Artikel aus Physics Today, auf den sich der NZZ-Artikel bezieht, ist übrigens frei verfügbar und sehr lesenswert:

https://physicstoday.scitation.org/doi/10.1063/1.2117822

Viele Grüße
Mark

Bearbeitet von: am:
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HaHo
Altmeister im Astrotreff


2201 Beiträge

Erstellt  am: 27.10.2020 :  17:13:04 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Übrigens:
Es gibt auch bekannte Politiker, die nach einer Wahl nicht wahrhaben wollten, dass sie abgewählt wurden und sich dann entsprechend peinlich (wie besoffen bzw. unter Drogen) aufführen ... in D. Nicht viel anderes erwarte ich demnächst in Übersee.


Oh, oh. Wenn das unser SPD-Hannes liest.

Gruß
Hans

Die sozialen Medien sind der Sargnagel der Demokratien.

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TGM
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1164 Beiträge

Erstellt  am: 27.10.2020 :  17:36:32 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: M_Hamilton

Der Artikel aus Physics Today, auf den sich der NZZ-Artikel bezieht, ist übrigens frei verfügbar und sehr lesenswert:

https://physicstoday.scitation.org/doi/10.1063/1.2117822

Viele Grüße
Mark



Mark

vielen Dank für das Link zu dem frei zugänglichen Artikel, ich hatte ihn schon vor einigen Jahren mal gelesen und erinnere mich jetzt an die Story. Sie ist interessant, und im Grunde hat Einstein sich recht nachvollziehbar verhalten. Wer nur den Text hier im Thread liest bekommt vielleicht einen schiefen Eindruck. Einstein hat dem ihm kritischen und seinerzeit unbekanntnen Gutachter bei der späteren Veröffentlichung in einer anderen Zeitschrift namentlich dafür gedankt dass er ihn auf den Fehler hingewiesen hat.

beste Grüße

Thomas

p.s. auf arxiv gibt es einen Artikel von 2016 zu dem Thema der in Teilen dem Artikel in Physics Today ähnelt, bei dem Einstein alldergings besser weg kommt, dort wird geschrieben, dass Einstein dem Gutachter gedankt hat. Nicht so einfach sich ein Bild zu machen

https://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/1602/1602.04674.pdf

Bearbeitet von: TGM am: 27.10.2020 18:04:15 Uhr
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M_Hamilton
Mitglied im Astrotreff


67 Beiträge

Erstellt  am: 27.10.2020 :  23:16:12 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Thomas,

danke für den arxiv-Artikel. Dadurch wird klarer, was eigentlich das mathematische bzw. physikalische Problem war (Gravitationswellen werden üblicherweise als Lösungen der linearen Näherung der Einstein-Feldgleichungen beschrieben; es war nicht klar, ob es auch nicht-singuläre, wellenartige Lösungen der vollen, nicht-linearen Gleichungen gibt).

Der überarbeitet Artikel von Einstein und Rosen ist auch online (leider nicht frei verfügbar):

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0016003237905830

Am Ende des Artikels schreibt Einstein (Zitat aus dem verlinkten Artikel, p.54):

"Note.--The second part of this paper was considerably altered by me after the departure of Mr. Rosen for Russia since we had originally interpreted our formula results erroneously. I wish to thank my colleague Professor Robertson for his friendly assistance in the clarification of the original error. I thank also Mr. Hoffmann for kind assistance in translation. A. Einstein"

Das ist die Bemerkung, die du angesprochen hast.

Viele Grüße
Mark

Bearbeitet von: M_Hamilton am: 27.10.2020 23:23:29 Uhr
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