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Seite: von 6

mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2710 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2018 :  21:37:00 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,

falls du die *.dat von der MetroPro Messung abgespeichert hast, könnte ich ja mal versuchen die konische Konstante rauszurechnen. Ich würde gerne mal testen ob mein Skript auch mit Konvex-Spiegeln funktioniert. Ich hab's bislang nur mit Parabolspiegeln getestet.

Gruß
Michael

Bearbeitet von: mkoch am: 09.02.2018 21:37:57 Uhr
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AndiL
Senior im Astrotreff

Deutschland
141 Beiträge

Erstellt  am: 10.02.2018 :  13:35:39 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,

die *.dat habe ich natürlich abgespeichert. So kann ich auch offline vom Interferometer arbeiten. Du bekommst eine email.

Gruß
Andreas

Bearbeitet von: am:
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2710 Beiträge

Erstellt  am: 10.02.2018 :  23:53:17 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,

unter der Annahme dass das Interferogramm einem Durchmesser von 66.0mm entspricht habe ich die berechnete sphärische Aberration subtrahiert.
In den gemessenen Daten ist Z8 = 0.323 waves, und der zu subtrahierende Teil ergibt sich rechnerisch zu Z8 = 0.302 waves, d.h. in dem Spiegel scheint schon etwas zu viel Hyperbel drin zu sein. Ich hoffe dass ich mich nicht verrechnet habe -- ich habe das Skript bislang noch nie für Konvex-Spiegel getestet.

Gruß
Michael


P.S. Die Auswertung ist für 66mm Durchmesser

Bearbeitet von: mkoch am: 11.02.2018 09:49:57 Uhr
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AndiL
Senior im Astrotreff

Deutschland
141 Beiträge

Erstellt  am: 11.02.2018 :  19:16:57 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,

danke für deine Mühe. Wenn ich mir den äußersten Rand wegdenke, kommen etwa 0.1 wave PTV heraus. Ich halte es sinnvoll nicht komplett bis zum Rand zu gehen. Es wäre interessant, was bei 97% Apertur heraus kommt.

Nach Abzug der cc=-2.7 Hyperbel bleibt also Z8=0.021 übrig. Wie viel Hyperbel würde das entsprechen?

Für das Optikdesign ist eine Abweichung der cc von ±0.1 akzeptabel. Bei noch größerer Abweichung kann das über den Spiegelabstand kompensiert werden. Dann ändert sich natürlich der backfokus und es bleibt die Frage, ob die Fokuslage dann akzeptabel ist.

Die cc=-2.7 gilt übrigens für einen Hauptspiegel mit cc=-1.01 (Das war das Endergebnis bei meinem Hauptspiegel und ist mit einem geschätzten Fehler von ±0.01 behaftet). Für einen Hauptspiegel mit exakt cc=-1 würde der Sekundärspiegel rechnerisch cc=-2.6 benötigen. Da sieht man mal, wie empfindlich sich die Daten bei einem Zweispiegelsystem gegenseitig beeinflussen. Zum Glück ist im Cassegrainfokus mit der großen Öffnungszahl die Schärfentiefe recht groß (in meinem Fall 0.7mm).

Jetzt muss es wirklich der Sterntest zeigen, wie Haupt- und Sekundärspiegel zusammenwirken. Zuerst muss ich eine saubere Justage erreichen. Neben der Zentrierung muss hier auch der Spiegelabstand justiert werden. Das werde ich über die Beobachtung der sphärischen Korrektion (Über-/Unterkorrektion) versuchen. Mal sehen, wohin dann der Fokus wandert.

Viele Grüße
Andreas

Bearbeitet von: am:
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2710 Beiträge

Erstellt  am: 11.02.2018 :  21:34:04 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: AndiL
Es wäre interessant, was bei 97% Apertur heraus kommt.



Das ist etwas, was gestern noch nicht möglich gewesen wäre. Denn das nachträgliche Verändern der Apertur wollte nicht zusammen mit dem Numeric-Nulling Skript funktionieren. Inzwischen weiss ich aber wie das geht.


Zitat:
Original erstellt von: AndiL
Nach Abzug der cc=-2.7 Hyperbel bleibt also Z8=0.021 übrig. Wie viel Hyperbel würde das entsprechen?



Wenn Z8=0.302 einer CC von -2.7 entspricht, dann würde Z8=0.323 einer CC von -2.89 entsprechen. 7% Überkorrektur.

Gruß
Michael

Bearbeitet von: mkoch am: 11.02.2018 22:07:13 Uhr
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2710 Beiträge

Erstellt  am: 12.02.2018 :  09:52:07 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage  Antwort mit Zitat
Merkwürdig ist, dass OpenFringe als Best Fit Conic -2.698 angibt. Irgendwo muss ein Fehler sein.

Gruß
Michael

Bearbeitet von: am:
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AndiL
Senior im Astrotreff

Deutschland
141 Beiträge

Erstellt  am: 12.02.2018 :  18:49:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,

Zitat:
Wenn Z8=0.302 einer CC von -2.7 entspricht, dann würde Z8=0.323 einer CC von -2.89 entsprechen.


Dann kann man das also linear rechnen, einfach über Dreisatz. Ich war mir nicht sicher ob das zulässig ist. Wie ist denn die Formel für Z8 als Funktion der CC?


Zitat:
Merkwürdig ist, dass OpenFringe als Best Fit Conic -2.698 angibt. Irgendwo muss ein Fehler sein.


Vielleicht sind es alle Unsicherheiten die hier zusammen kommen. Zum Beispiel basieren die beiden Messungen auf verschiedenen Referenzflächen. Auf der Box der Zygo-TS steht f=11 und 1043, was wohl der Krümmungsradius ist.

Inwieweit beeinflusst der Krümmungsradius des Spiegels die Berechnung der numerischen Null? Meine letzte Messung lag hierzu bei 703.2mm. Allerdings bin ich nicht sicher, ob ich richtig gemessen habe. Die 703.2mm erhalte ich, wenn ich die Interferenzstreifen so einstelle, dass es nur noch eine Krümmung in eine Richtung gibt, wobei der mittlere Streifen möglichst geradleinig durch die Spiegelmitte geht.

Viele Grüße
Andreas



Bearbeitet von: am:
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2710 Beiträge

Erstellt  am: 12.02.2018 :  19:14:07 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas,

Zitat:
Original erstellt von: AndiL
Wie ist denn die Formel für Z8 als Funktion der CC?



In meinem skript verwende ich diese Formel:

Z8 = ConicConstant * (Diameter ^ 4) / (768 * (RadiusOfCurvature ^ 3)) / Wavelength

Zitat:
Original erstellt von: AndiL
Auf der Box der Zygo-TS steht f=11 und 1043, was wohl der Krümmungsradius ist.


Ja, 1043mm passt und der optisch wirksame Durchmesser der Referenzfläche ist dann 97.0mm. Das ergibt für den gemessenen Durchmesser D = 97.0 * 704.1 / 1043.0 = 65.48mm

Gruß
Michael

Bearbeitet von: am:
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AndiL
Senior im Astrotreff

Deutschland
141 Beiträge

Erstellt  am: 12.02.2018 :  20:09:34 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,

der Z8 ist also sehr sensitiv auf den Durchmesser:

D=66mm ergibt Z8=0.302
D=65.5mm ergibt Z8=0.293

Da stellt sich die Frage, wie genau ist die automatische Apertur-Erkennung. Zudem ist das Interferogramm sehr pixelig, oder ist das nur in der Darstellung und intern ist es in besserer Auflösung erhalten?

Der ROC verhält sich eher harmlos, 1mm Abweichung ist da unbedeutend.

Gruß,
Andreas

Bearbeitet von: am:
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2710 Beiträge

Erstellt  am: 12.02.2018 :  21:14:36 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: AndiL
der Z8 ist also sehr sensitiv auf den Durchmesser:

D=66mm ergibt Z8=0.302
D=65.5mm ergibt Z8=0.293



Ja, der Durchmesser ist eine sehr kritische Eingangsgröße, das ist bekannt.

Zitat:
Original erstellt von: AndiL
Da stellt sich die Frage, wie genau ist die automatische Apertur-Erkennung.


Recht gut, nach meiner Erfahrung. Ob ein Pixel gültig ist oder nicht wird aus dem Modulationsgrad ermittelt. Den Grenzwert kann man auch einstellen, das ist der Parameter "Min Mod Pct:". Es ist bei MetroPro leider so dass die Dokumentation nicht so toll ist, und viele nützliche Tricks findet man erst im Laufe der Zeit heraus, meist völlig unerwartet und zufällig auf der Suche nach etwas ganz anderem.
Man muss sich alles aufschreiben was man rausgefunden hat. Hatte ich dir ja schon mal geschickt.

Zitat:
Original erstellt von: AndiL
Zudem ist das Interferogramm sehr pixelig, oder ist das nur in der Darstellung und intern ist es in besserer Auflösung erhalten?



Es ist intern so abgespeichert wie es in der Datei steht. Dein Interferogramm hat rund 200 Pixel Durchmesser. Das ist nicht viel. Es kann sein dass die Kamera keine höhere Auflösung zulässt, es kann aber auch sein dass die Auflösung auf 50% eingestellt ist. Kommt drauf an was da für eine Kamera drin ist. Da gibt es irgendwo einen Menüpunkt wo man die Auflösung einstellen kann. Mit meinem Interferometer könnte ich maximal 1k x 1k aufnehmen.

Gruß
Michael

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AndiL
Senior im Astrotreff

Deutschland
141 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2018 :  00:02:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,

gut, dass du mir eine Einweisung in die Tiefen des MetroPro gibst. Ich kann mit dem Interferometer leider nicht nach Belieben rumspielen und ich will bloß nichts daran verstellen.

Zu etwas Anderem:
Ich war draußen, es gab kurzzeitig tatsächlich eine Wolkenlücke. Das Seeing war leider bescheiden, so dass ein aussagekräftiger Sterntest noch warten muss. Dennoch gibt es erste positive Resultate zu vermelden:

Der provisorisch mit tesa-Powerstrips aufgeklebte Sekundärspiegel hält. So kann ich ihn schnell und rückstandslos wieder lösen, bevor er verspiegelt und endgültig mit Silikon geklebt wird.

Die Astro-Unger Fangspiegelspinne mit Zentralrohr-Einheit hat sich bewährt. Die Zentrierung war trotz erstmaligem Einbau schon fast gegeben. Der Abstand zum Hauptspiegel war schnell mit den Überwurfmuttern eingestellt. Die Justage erfolgte an Sirius, da wegen rückseitigem geraden Einblick und Zugang zum Sekundärspiegel ein tief stehender Stern geeigneter ist.

Es folgte ein erster Sterntest am höher stehenden Prokyon. Das Seeing war allerdings immer noch bescheiden. Dennoch kann ich am defokussierten Stern intra- und extrafokal ähnlich aussehende Ringmuster erkennen. Der äußerste Ring ist extrafokal etwas deutlicher als die anderen Ringe, was auf leichte Überkorrektur hindeutet. Intrafokal sehe ich den innersten und äußersten Ring etwas deutlicher. Um genauere Aussagen zu machen, war das Seeing zu schlecht. Zudem habe ich noch keinen richtigen Okularauszug, sondern ein Provisorium. Das Okular in der Steckhülse zu schieben ist bei der großen Schärfentiefe eigentlich nicht ausreichend, der Weg ist zu kurz.

Gruß
Andreas



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Guntram
Meister im Astrotreff

Österreich
647 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2018 :  10:25:27 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas.

Ich habe den Thread still mitgelesen. Herzliche Gratulation zu deinem Cassegrain!
Du wirst mit diesem Instrument viel Freude haben. Davon bin ich überzeugt. Saubere Arbeit.

Zur Sekundärspiegelaufhängung mit Power Strips: Das kann halten, muss aber nicht. Ich habe den konvexen Sekundärspiegel meines ersten Tetra-Schiefspieglers auch so befestigt. Nur lag der nach ein paar Wochen auf dem Boden des Teleskops, mit einem Sprung.

Ich empfehle dir dringend eine Sicherung gegen Absturz. Das können auch drei ganz simple provisorische Halteklammern aus dünnem Blech sein. Sonst ist im schlimmsten Fall ein neuer Sekundärspiegel fällig, und der HS eventuell auch noch beschädigt.


Viele Grüße,
Guntram

Bearbeitet von: am:
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AndiL
Senior im Astrotreff

Deutschland
141 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2018 :  13:15:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Guntram,

danke für dein positives Feedback.

Mit den Powerstips war ich auch skeptisch. Natürlich habe ich es erst einmal ausprobiert, bevor der Sekundärspiegel ins Teleskop kam. Die Klebung hat drei Tage lang gehalten und war auch für einige Stunden draußen in der Kälte. Der Sekundärspiegel ist leicht und wiegt nur 130g.
Das Teleskop wird liegend gelagert. Sicherheitshalber werde ich unter den Spiegel noch ein Handtuch in den Tubus legen. ich werde an deine schlechte Erfahrung denken, wenn ich das Teleskop wieder aufbaue. Es wäre ein Desaster, würde der Spiegel auf den Hauptspiegel knallen.

An Halteklammern, oder vielmehr Sicherungsklammern, hatte ich auch schon gedacht. Vielleicht werde ich einen Blendring anbringen, der die äußeren nicht verwendeten 4mm Rand abdeckt. Damit hätte ich gleichzeitig ein Sicherung.

Viele Grüße
Andreas


Bearbeitet von: am:
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Guntram
Meister im Astrotreff

Österreich
647 Beiträge

Erstellt  am: 13.02.2018 :  17:11:01 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas.

Mein Spiegel hatte einen Durchmesser von ca. 70mm, und war 8mm dick. Kein Schwergewicht, und trotz sorgfältigen Klebens futsch. Seither verwende ich an allen geklebten Spiegeln eine Sicherung. Und natürlich hat sich seither auch keiner mehr gelöst!


Viele Grüße,

Guntram

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Alois
Altmeister im Astrotreff

Austria
1276 Beiträge

Erstellt  am: 15.02.2018 :  23:42:52 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Andreas

Vielleicht gelingt dir noch einen brauchbaren Sterntest zu machen.
Ansonsten, wenn es dir nicht zu weit ist, kannst du auch zu mir kommen
und ich würde dir, weil es soo spannend ist, deinen Cassegrain in autokollimation gratis testen.
Das hat den Vorteil weil bei der Conic Konstante 0, spielt die Durchmessergenauigkeit
nicht mehr eine so große Rolle und du bekommst den tatsächlichen Gesamtwert und auch
die Vergleichswerte zur der von Michael Kochs berechneten Überkorrektur.

Beste Grüße
Alois


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