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Seite: von 7

HaHo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1840 Beiträge

Erstellt am: 03.08.2017 :  09:17:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Mit den Vereinbarungen des Dieselgipfels vom 2.8.2017 nimmt die Bundesregierung die körperliche Unversehrtheit und den Tod Zehntausender Bundesbürger billigend in Kauf. Ein Verstoß gegen das Grundgesetz Artikel 2.

Gruß
Hans


Bearbeitet von: am:

Mettling
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5740 Beiträge

Erstellt  am: 03.08.2017 :  09:19:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Warum?

Marcus

16" f/3,7 Dobson, 6" Reisedobs, C8, ED 80/560, Sunlux (Skylux/PST-Mod)
Vixen SP-DX und Porta, Star Adventurer
Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle.

Bearbeitet von: Mettling am: 03.08.2017 09:19:58 Uhr
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HaHo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1840 Beiträge

Erstellt  am: 03.08.2017 :  09:38:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/diesel-gipfel-wie-sich-stickoxide-auf-den-koerper-auswirken-1.3614096

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/dieselgipfel-mit-abgas-in-den-abgrund-kommentar-a-1161116.html

Gruß
Hans


Bearbeitet von: HaHo am: 03.08.2017 09:45:52 Uhr
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Mettling
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5740 Beiträge

Erstellt  am: 03.08.2017 :  10:04:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Hans,

Kann man so sehen. Wenn man dieser Argumentation folgen würde, müsste man allerdings jede Form von Umweltverschmutzung als Verstoß gegen GG Art.2 sehen. Ich denke nicht, dass ein Gericht deiner Argumentation folgen würde, da die Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt ist.
Du kannst ja mal versuchen eine Verfassungsklage auf sofortiges Erlöschen der Betriebserlaubnis aller Dieselmotoren anzustrengen. Viel Erfolg.

Bis dann:
Marcus

16" f/3,7 Dobson, 6" Reisedobs, C8, ED 80/560, Sunlux (Skylux/PST-Mod)
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Bearbeitet von: am:
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hasebergen
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3230 Beiträge

Erstellt  am: 03.08.2017 :  11:36:09 Uhr  Profil anzeigen  Besuche hasebergen's Homepage  Antwort mit Zitat
Was bei (nicht nur) diesem Vorgang erschreckend deutlich wird, ist das offene Maß an Korruption in unserem Land. Diese wird zwar - bewußt täuschend und verniedlichend - nett als "Kumpanei" etc. hingestellt, damit dem Bürger/Wähler vernebelt werden soll, in welch verkommenem Zustand große Teile der politischen Kultur dieses Landes wirklich sind.

Signifikant: das auffallend häufige Involviertsein einer bestimmten Doppelpartei in solche halbseidenen Vorgänge; deren Chef-Vertreter auf der einen Seite Dobrindt und auf der anderen Seite Matthias Wissmann sind. Und diese beiden Herren stehen für ein Höchstmaß an Hinterzimmer"diplomatie" zum gegenseitigen Maximalnutzen und für die Bevölkerung an: Zahlen werdet (nach dem 24.09.) ... IHR!

Da wundert es auch nicht wirklich, das dieser vermeintliche "Diesel-Gipfel" - statt mit Ermittlungsverfahren, um Korruptionsverdachtsmomente zu klären - eben so wie bekannt ausgegangen ist. Das war eine peinliche Schmierenkomödie, um dem Wähler irgendwie vorgaukeln zu können: "Wir tun doch was". Ergebnis: Die Schuldigen bleiben unbehelligt und die Konzerne kommen davon.

Und diese Nummer mit der Software wird in einigen Monaten kaum mehr interessieren. Es geht doch nur primär darum, die Parteien der Hauptinvolvierten (siehe oben) vor dem Wahlkampf nicht zu belasten, sondern den Wähler schön bei der Stange zu halten, um die bisherige Kanzlerinnen-Regierungsmacht weiter zu sichern.

Denn wie sähe es im Wahlkampf aus, wenn dann Ermittlungsverfahren wegen Bestechungsverdacht gegen Verkehrsminister Dobrindt ("C"SU) oder den ehemaligen Verkehrsminister und jetztigen Automobilcheflobbyisten Wissmann ("C"DU) eingeleitet werden würden? (Dazu sei die Frage erlaubt, warum wehren sich insbesondere die beiden "C"-Parteien mit äußerster Macht gegen eine Offenlegung der Lobbykontakte ? Haben die etwas zu verbergen?)

Sehr bedenklich dabei: unsere Justiz ist - durch Tatenlosigkeit - ganz auf deren Linie und verliert weiter an Glaubwürdigkeit, sondern bekomt hier den Beigeschmack einer dieser Handelnden willfährigen Passiv-Justiz.

Und nach dem 24.09. interessiert das keinen der Macher mehr.

Nur: zahlen werden wir. Die Bürger. Die Bevölkerung. NICHT die Konzerne. Entweder über Fahrverbote, Steuererhöhungen (durch dieses Dieselgate, natürlich versteckte) oder eben den Zwang sich ggf. neue Autos kaufen zu müssen. Den Dobrindts und Wissmanns sei Dank.

Und all denen, die jetzt "die anderen aber auch" johlen, sei nochmals ins Gedächtnis gerufen: WER ist Verkehrsminister, also der oberste "Chef"? Und WER ist oberster Lobbyist der Autoindustrie? Und WELCHE Position hat diese Cheflobbyisten-Person vorher innegehabt?

Und als kleines Sahnehäubchen für diese "die anderen aber auch"-Schreihälse: WELCHE Partei im Bundestag kassiert von der Autoindustrie mit Abstand die meisten "Spenden" (oder sollte man - nun endlich mal ehrlicherweise - von Bestechungsgeldern sprechen)? Hmmh? Klingelt es jetzt?

Vergesst das nie bei Euren Wahlentscheidungen.

Greetz Hannes

EDIT weiter oben statt "ist" "sind" eingefügt + zusätzlichem Satz

Diverses klassisches Zeugs - Klassikerseite: http://amateurastronomie.com/index.htm - Bereich Klassiker

--> 07-2019: Erstellung eines Einsteigerbüchleins: Was ist zu bedenken beim Einstieg - welches Teleskop ist wirklich ein "Einstiegsgerät" etc.

Facebook - Gruppe Klassische Teleskope https://www.facebook.com/groups/1101191130018058/

Bearbeitet von: hasebergen am: 03.08.2017 11:41:05 Uhr
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


17033 Beiträge

Erstellt  am: 03.08.2017 :  12:05:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Der eigentliche Skandal dabei ist doch- 5,5 Millionen PKW sollen per SW-Update umgerüstet werden- aber auf freiwilliger Basis.

Wie viele Beitzer von diesen Diesel-PKWs werden denn freiwillig die Werkstatt aufsuchen? Es drohen doch lt. bisherigen Aussagen Mehrverbrauch, geringere Leistung und mögliche Schäden am Motor.

Hannes,

zu deinen Aussagen hier noch was ergänzend- Nebeneinkünft der Abgeordneten und Spenden an die Parteien

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nebeneinkuenfte-in-den-landtagen-das-sind-die-top-verdiener-a-1136866.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/a-765050.html

Die Ansicht von Hans halte ich allerdings für reichlich überzogen.


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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10111 Beiträge

Erstellt  am: 03.08.2017 :  15:02:28 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Die Diskussion um NOx greift zu kurz. Ausgangslage war vor Jahren die Feinstaub-Diskussion, die zur Umweltplakette führte. Abgesehen davon, dass wissenschaftlich noch längst nicht geklärt ist, was die Ursachen für die Feinstaubbelastung ist, wurden seinerzeit PKW-Diesel (nicht aber Schiffsdiesel oder andere Emittenten für Feinstaub) aus Verursacher ausgemacht. Maßgeblich für die Feinstaubbelastung ist aber nicht nur der Eintrag, sondern auch dessen Verweildauer in der Luft. Nachts z.B. geht sie immer zurück, weil thermische Verwirbelung durch Sonneneinstrahlung wegfällt und Taubildung die Benetzung und Bindung der Mikropartikel an Oberflächen erhöht. Dazu kommen Inversionswetterlagen, die Luftaustausch behindern können und die Werte in den Himmel schießen lassen. Welche Maßnahme in Städten die Feinstaubbelastung wirklich wirksam senkt ... ich weiß es nicht. Vermutlich würde die Schaffung von Grünflächen da mehr helfen als Fahrverbote ausgewählter Fahrzeuge. Denn Feinstaub entsteht auch durch Verwitterung von Stein/Beton oder Abrieb von Straßenoberflächen.

Abhilfe der Feinstaubemission beim Dieselmotor geschieht durch Feinstaubfilter und durch Erhöhung der Verbrennungstemperaur. Letzteres lässt die NOx-Werte steigen. Im Grunde eine Quadratur des Kreises und deshalb haben Euro-5-Fahrzeuge mitunter bessere NOx-Werte als Euro-6-Fahrzeuge.

Abgesehen von den Manipulationen der Autoindustrie hinsichtlich ihrer Abgaswerte muss sich die Politik fragen lassen, warum sie so zweideutige Abgasnormen überhaupt festgelegt hat und diese anschließend nicht wirksam kontrolliert hat. Und warum sie entsprechende Normen nicht auf andere Emittenten auch anwendet (u.a. Schifffahrt).

Ich täte mir wünschen, das Zollamt als zuständige Behörde für die Kfz-Steuer überprüft die aktuellen Abgaswerte alle Bestandsfahrzeugtypen und legt im Rahmen eines Hinterziehungsverfahrens die Steuern neu fest. Wenn die Abgaswerte für NOx nicht wahr sind, ist anzunehmen, dass auch die CO2-Werte falsch sind. ... und nimmt die Hersteller und diejenigen Vertreter, welche die Typzulassungen beim KBA eingereicht und unterschrieben haben dann in Haftung. Analog, wie sie seinerzeit Al Capone hinter Gitter brachten.

(==>)Stefan:
Wenn ohne Software-Update die Betriebszulassung erlischt, bekommt "freiwillig" eine völlig neue Bedeutung.

(==>)Hannes: Ganz eindeutig die SPD
Im Aufsichtsrat von VW sitzen Weil (SPD - MP Niedersachsen), Lies (SPD - Min. f. Arbeit Niedersachsen) nebst 50% (gewerkschaftsnahe) AN-Vertreter. Immerhin hat aufgrund des VW-Gesetzes immer noch das Land Niedersachsen im VW-Konzern das letzte Wort. Und die haben nachweislich am meisten mit ihren Angaben betrogen und bauen allein mehr Fahrzeuge als alle anderen dt. Hersteller zusammen.

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HaHo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1840 Beiträge

Erstellt  am: 03.08.2017 :  15:52:58 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan,

Zitat:
Die Ansicht von Hans halte ich allerdings für reichlich überzogen.


was genau meinst Du?

Gruß
Hans


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Wattwurm
Meister im Astrotreff

Deutschland
301 Beiträge

Erstellt  am: 06.10.2017 :  05:09:19 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ist ja schon ein bischen her, aber ich hätte noch etwas beizutragen. Meines Ermessens gibt es auch " Umweltmoden", und im Moment halt eine mit Feinstaub. Früher hatten wir z.B. mal das " Waldsterben". Ob das im August noch mit den bevorstehenden Bundestagswahlen zusammenhing, weiß ich nicht, halte es aber für nicht unwahrscheinlich. In Büroumgebungen liegt meines Wissens der Feinstaubgrenzwert höher. Und was die Dieseltechnologie angeht: Davon abgesehen, daß der PKW- Individualverkehr natürlich ökologisch nicht unbedenklich ist, haben Diesel den Vorteil eines höheren Wirkungsgrades, also weniger CO2- Ausstoß als Benziner.
Was die Schiffahrt angeht- also ökologischer kann man Waren eigentlich nicht transportieren als via Schiff. Schaut Euch mal die Dieselaggregate der Riesencontainerschiffe an( Schweröl), beispielsweise die CSCL Globe, die hier vor 1,5 Jahren in der Elbe feststeckte: 14.000 TEU und 75.000 kw Motorleistung: Macht 5,3 kw je Vierzigfuß- Container. Ein LKW kann max 2 transportieren, also etwa 11 kw- nur so ein Wundertier ist mir noch nie untergekommen ( Smart= 33kw).

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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10111 Beiträge

Erstellt  am: 06.10.2017 :  09:38:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Wattwurm,
hier vom Bundesumweltamt eine Publikation zu den unterschiedlichen Grenzwerten von Stickoxiden:
http://www.umweltbundesamt.de/themen/unterschied-zwischen-aussenluft

Die ganze Diskussion leidet für die Öffentlichkeit an einem Problem: Der Großteil der Leute (Bevölkerung, Politiker, andere Meinungsmacher) unterscheidet nicht zwischen ...

- Feinstaub (Partikel kleiner als 10 Mikrometer, und damit so klein, dass sie aus der Lunge durch die Zellwände in den BLutkreislauf gelangen können)
- Stickoxide (NOx)
- CO2 (Kohlendioxid)
- und weiteren Belastungen aus Aerosolen/Gasen wie z.B. Amoniak, Kohlenwasserstoffe, Schwefeldioxid (u.a. Ursache des Waldsterbens) oder Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW u.a. Ursache fürs Ozonloch).

Da sucht sich jeder gerade aus, was ihm in den Kram passt. Ursache/Wirkungszusammenhänge werden da teilweise vorsätzlich ignoriert, weil sie dem politischen Weltbild nicht entsprechen. Andere sind noch nicht mal erforscht oder werden bewusst ausgeklammert.

Apropos Schiffe: In Hamburg wurden von Schiffen mehr Stickoxide emittiert als durch Kraftfahrzeuge (PKW/LKW)
(siehe http://www.hamburg.de/contentblob/3744850/f3984556074bbb1e95201d67d8085d22/data/fortschreibung-luftreinhalteplan.pdf;jsessionid=CA65BD868D9241F59979EBFCC1627E90.liveWorker2
dort unter 5.1.1 ff:
NOx Straße 7200t/Jahr
NOx Schiffe ~8000 t/Jahr
NOx Industrie ~3500 t/Jahr

Und im Hafengebiet fahren Seeschiffe schon mit speziellen Treibstoffen und nicht mit dem klassischen Schweröl.

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Wattwurm
Meister im Astrotreff

Deutschland
301 Beiträge

Erstellt  am: 10.10.2017 :  17:48:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Klar, Kalle!

Die Schiffe transportieren ja auch ein ganz anderes Volumen als die Kraftfahrzeuge. Und mit dem Durcheinander- Werfen hast Du natürlich Recht. Mit diesem Unwissen wird halt auch Politik gemacht. Etwas off- topic,wie damals mit Fukushima. In Japan nennt man das " die drei Unglücke": Der AKW- Zwischenfall, das Erdbeben und der Tsunami. Etwa 18500 Tote durch die beiden letzteren. Durch´s AKW bisher NULL! Und dennoch wurde/ wird hier/ 8000 Km weit weg- immer nur das Kernkraftwerk in den Blick genommen.Es standen wichtige Landtagswahlen an. Fällt mir nur ein von wegen Nullemissionen...Und hier in Nordeutschland, da kann man (fast) nicht mehr aus dem Fester kucken, ohne so ein Produkt unserer hochsubventionierten Energiewende zu sehen. Bei mir ist´s die Biogasanlage hier im Dorf. Subventioniert 2016 mit 60.000€! Und die anderen Bauern klagen, daß die Pachtpreise durch die Decke gegangen sind( hier ist Milchwirtschaft). Da bin ich mit meinen 100€/ha der echte Billigheimer! Aber ich leb´ja auch nicht davon...
Ein Drittel circa der landwirtschaftlichen Anbaufläche in NDS ist inzwischen mit Mais bepflanzt!

Michael

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Jogi
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Deutschland
3669 Beiträge

Erstellt  am: 11.10.2017 :  08:11:13 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Jogi's Homepage  Antwort mit Zitat
Man muss aber auch mal klar reduzieren.
Woher kommt denn der Feinstaub?

nicht nur von den Verbrennungsmotoren in unseren PKWs. Der Hauptanteil kommt von den Bremsen, von den Reifen, von sonstigen Stäuben die durch die Reifen zermahlen werden, Vom Fahrbahnabrieb, von den Heizungen ( besonders durch die neue Mode der Holzheizungen, denn wer hat schon Filter drin), und von den Flugzeugen, Auch die Industrie erzeugt Feinstaub.
Auch wenn wir den Verbrennungsmotor abschaffen, habe wir immer noch die anderen Quellen.

Ich will das jetzt ganz und gar nicht runterspielen, da ich selber reine Luft atmen will, aber die Falsch Sau durch Dorf zu treiben ist auch nicht sinnvoll.

Und wenn wir dafür gleich wieder der Politik die Schuld geben, machen wir es uns viel zu leicht. Es ist die Schuld unseres Fortschrittlichen Lebens, übertrieben gesprochen- Eine Pferdekutsche oder ein Ochsenkarren machen keinen Feinstaub.


Vor ca. einem Halben Jahr kam da mal ein guter Bericht im TV auf zdf NEO.
Wie gesagt ich will da jetzt für die Politik kämpfen oder so, ich will selber das die Luft so sauber wie möglich ist.

In dem Bericht haben Sie Messungen gemacht, und mit alten Messwerten verglichen. Laut der Messungen habe wir aktuell in Hamburg und Berlin einen niedrigeren feinstaubgehalt in der Luft, als wir vor 40-50 Jahren auf dem Land hatten. Es hat sich also schon was getan in den Städten. Aber noch nicht genug.

Die Frage ist, was kann man noch mehr tun. Selbst wenn wir 100% Strom aus regenerativen haben, selbst wenn jedes Auto Elektrisch ist, habe wir immer noch unsere Heizungen, den Reifenabrieb, die Bremsen, usw. usw usw. Selbst Staub aus den Wüsten, oder wenn es Wochen lang bei uns nicht regnet, weil der Klima Wandel fortschreitet, gehört mit eingerechnet.


Alles nur auf den Diesel zu schieben, ist vieeeeeeellll zu einfach.

Und an allem ist sowieso nur immer die Politik schuld.

Wir selber sind es nie. Wir könnten viel mehr mit den ÖNV fahren, oder zu Fuß gehen, oder mit dem Fahrrad, oder mal die Klotze und die Playstation/Xbox auslassen usw. usw.

Jetzt wird bestimmt wieder gleich einer kommen " jaja aber ich mache ja schon ........... ". Ich rede Global, und spreche nicht bestimmte einzelne hier an.

Und noch einen Punkt sollten wir nicht vergessen. Woher soll die ganze Energie kommen, wenn wir jeden PKW, jeden LKW, jedes Schiff, Jede Heizung auf E umstellen. Diesen Energiebedarf werden wir in den nächsten 100 Jahren nicht aus regenerativen erzeugen können. Weil auch nicht jeder Bereit ist, bzw. es sich gar nicht leisten kann, sich Solar aufs Dach zu machen.
Wie wird denn auf den Dörfern und vom Umweltschutz gegen Windkraftanlagen gekämpft. Über all, aber nicht bei mir ist doch die Devise. Ich möchte auch kein so ein Ding neben mir haben. Aber wir werden uns nicht davor wehren können wenn wir den Klimawandel und die Luftverschmutzung stoppen wollen. Wir brauchen immer mehr Energie, und die muss irgendwo herkommen.
Von den Rohstoffen und dessen Abbau, die wir für die Akkus benötigen, habe ich noch gar nicht gesprochen.

Es ist also alles nicht so einfach wie man es sich immer wieder macht.
Man reduziert der Feinstaub Ausstoß um 10% aber der Energiebedarf steigt um 10%. Was habe wir dann gewonnen. Wir machen überall LED rein, und weil wir soviel Energie/Geld damit Sparen, beleuchten wir jetzt noch den Garten oder kaufen davon einen 78zoll TV, weil der 50Zoll je zu klein geworden ist.

So und jetzt zerreißt mich. Aber Wahrung, mich zu zerreißen erzeugt Feinstaub.

Gruß Jogi

www.modellbau-kessler.de
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AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3410 Beiträge

Erstellt  am: 11.10.2017 :  10:40:25 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jogi,
das waren richtige Worte! Der Autofahrer ist ja per se bzw. von vornherein der Böse, der Umweltverschmutzer
Dabei wird meist völlig übersehen, daß der Anteil am CO2-Ausstoß nur um die 27% ausmacht und, wie du schonausgeführt hast, auch die Feinstäube viele andere Quellen haben. Aber fahrende Autos sieht man, während die Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen, nicht ins Auge stechen.
Hier in Rostock gibts kaum Feinstaubprobleme, wegen des Klimas. Viel Wind der ihn abtransportiert. Bis auf eine Ausnahme. Auf 100 m Länge der durch Rostock führenden L22, die die am meisten befahrene Landstraße Mecklenburg/Vorpommerns ist, werden diese Werte öfters überschritten. Aber da wohnen nur wenig Leute,die ihre Fenster wegen des Straßenlärms sowieso geschlossen haben. Auch Fußgänger sind da selten unterwegs.Es gibt die Forderung nach Dieselverboten. Aber diese Straße dafür als Umweltzone auf nur 100m einzurichten, geht völlig am Sinn von Umweltzonen vorbei!
Aber noch ist sie frei und bleibt es hoffentlich auch.

Bearbeitet von: AS-Fan am: 11.10.2017 10:49:53 Uhr
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Jogi
Anbieter

Deutschland
3669 Beiträge

Erstellt  am: 11.10.2017 :  11:47:27 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Jogi's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Armin,

ja der Diesel ist hier schon arg der Buhmann.

Ich bin ja mit meiner Firma im Automotiv Prototypenbau tätig und bekomme da so manches mit.
Seit Oktober 2015 habe ich nahezu keine Prototypenteile mehr gebaut.
Die Entwicklung bei den Verbrennungsmotoren nahezu gestoppt, bei Diesel Komplett auf 0 runtergefahren.

Der Diesel wird Sterben, er ist das Baueropfer, dabei ist er nur bei den Stickoxiden etwas schlechter als der Benziner, ansonsten schenken die beiden sich nix.
Es wird gerade das ganze Geld in E-Mobilität gesteckt. Wobei das nur Augenwischerei ist.

Aktuell ist es so.

Wer einen Tesla kauft, meint gutes zu tun, aber dem ist nicht so. die Produktion des Akkus erzeugt soviel co² das ein tesla in der Umweltbilanz erst nach 8 Jahren besser ist, als aktuelle Verbrenner Motoren. Erst wenn Tesla seine autarke Giga Factory fertig hat, und den kompletten Energiebedarf über erneuerbare selber produziert, ist Tesla schon von anfang an basser, Aber das Dauert noch.
Und nach 8 Jahren, ist dann schon wieder ein neuer Akku fällig.

Bei den anderen Herstellern wie DIE POST mit Ihren E-Transportern, BMW, RENAULT, MERCEDES und die ganzen anderen die mit E-Autos, da wird es die nächsten Jahrzehnte noch so bleiben.
Da wird der Dreck halt wo anders produziert, aber er wird Produziert. Wenn man dann noch den ganzen ausbau der Infrastuktur mit einberechnet, um die nötigen Lademöglichkeiten zu schaffen, ist es die reinste lachnummer.

Aber die Umweltverbände fordern die E-Mobilität. Darüber Nachgedacht, hat keiner.

Das einzige was wirklich Zukunft hat ist Hybrid, und oder Wasserstoffbrennzelle. Da fällt der CO² Akku mit all seinen Nachteilen teilen weg.


Gruß Jogi

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Kalle66
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Deutschland
10111 Beiträge

Erstellt  am: 11.10.2017 :  11:52:41 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Armin,

zum Thema FEINSTAUB ...

wenn Bewohner ihre Fenster geschlossen halten, dann dürfte die Feinstaubkonzentration in der Wohnung eher höher liegen ... mangels Luftaustausch. Aber für Innenräume gelten ja andere Regeln. Dort erreicht regelmäßig die Durchschnittskonzentration schon den für Außenluft zulässigen Grenzwert.

Hier ein Bericht des Umweltbundesamt dazu:
www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/pdfs/feinstaub_2008.pdf

Hier Grenzwerte:
TRGS 900 Arbeitsplatzgrenzwerte (Technische Regel für Gefahrstoffe)

MAK- und BAK-Grenzwerte der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG):
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/9783527805976.oth/pdf?src=asp-cu&typ=dl&cid=5258

Ganz nebenbei: Im Auto, im Bus und in der U-Bahn ist die Konzentration regelmäßig auch höher als irgendwo draußen.

Wenn Leute also an Feinstaub vorzeitig versterben ... sollte man mit den Innenräumen anfangen, denn da halten sie sich überwiegend auf. Und angesichts der Nichtraucher-Kampagnen der letzen Jahre hat man den mit Abstand größten "Übeltäter" diesbezüglich schon angegangen.

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Kalle66
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Deutschland
10111 Beiträge

Erstellt  am: 11.10.2017 :  12:11:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Jogi,
Zitat:
... Aber die Umweltverbände fordern die E-Mobilität. ...

Meinst Du jetzt den Verein "Deutsche Umwelthilfe" (DUH), die sich diesbezüglich medial so hervortut?
Der Verein hatte 2016 gerade einmal 243 Mitglieder und 90 Angestellte und gilt unter Kritikern als "Abmahntruppe".
siehe
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Umwelthilfe#Kritik

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