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Seite: von 2

Smoke85
Neues Mitglied

Deutschland
2 Beiträge

Erstellt am: 19.03.2017 :  11:39:58 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Zusammen,

als Einsteiger interessiere ich mich für den Kauf eines Dobson-Teleskops, da diese für meine Ansprüche (Beobachtung von Planeten und Deep Sky Objekten, Transportfähigkeit, kein Interesse an Astrofotografie, gutes Preis-Leistungsverhältnis in Bezug auf die Öffnung, Goto mit Nachführung) am besten geeignet zu sein scheinen. Dabei stehen folgende Geräte in engerer Auswahl:
 
http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p6760_Orion-SkyQuest-XX12g-12--f-4-9-GoTo-Gitterrohr-Dobson-Teleskop.html
 
und dem
 
http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p4337_Skywatcher-Skyliner-300P-SynScan---305-mm--f-4-9--Dobson-Reflektor.html
 
fallen.
 
Allerdings habe ich noch einige Detail-Fragen, um die finale Entscheidung zu treffen. Könnt ihr mir hier mit eurer einschlägigen Erfahrung womöglich helfen?
 
1) Wie schätzt ihr die Transportfähigkeit der Geräte ein? Das Orion ist auf Grund der Rockerbox um einiges schwerer, scheint aber leichter in Einzelkomponenten zerlegbar zu sein, die wiederum besser verstaut und transportiert werden können. Zudem gibt es für das Orion Polstertaschen, die so für das Skywatcher nicht verfügbar sind. Sehe ich es richtig, dass die Transporteigenschaften des Orion in Summe besser sind trotz des höheren Gewichts?
 
2) Wie schätzt ihr die Qualität der Teleskope im Vergleich ein (Spiegel, Lichtsammelvermögen, Okularauszug, Goto Steuerung, etc.)
 
3) Thema Okulare:
 
3.1) Zu welchen zusätzlichen Okularen kann hier geraten werden? Da ich bei beiden Geräten mit den beigefügten Okularen nicht annähernd die max mögliche Vergrößerung ausreizen, scheint es notwendig zu sein, weitere Okulare ergänzend hinzuzukaufen.
 
3.2) Macht es Sinn, ein 2,5mm Okular zu kaufen, um eine 600fache Vergrößerung zu erzielen? Ich habe in einigen Foren gelesen, dass der Teiler Teleskopbrennweite / Okularbrennweite nicht größer sein sollte als 1.5 mal Durchmesser des Teleskops und nicht kleiner als Durchmesser/8. Genau diese Grenzen würde ein 2,5mm Okular sprengen. Für ein Teleskop mit 1500mm Brennweite wird öfters von Okularen unter 5mm Brennweite abgeraten...
 
3.3) Auf was muss beim Kauf von Okularen geachtet werden? Welche Werte für das Eigengesichtsfeld machen in Bezug auf das Beobachtungsobjekt (Planet, Deep Sky Objekt) Sinn? Und auf welche Bauart sollte ich achten?
 
3.4) Macht der Kauf einer Barlow-Linse Sinn? Was ist der Unterschied zwischen beispielsweise dem Einsatz einer 10mm Okulars oder eines 20mm Okulars mit zusätzlicher Barlow-Linse? Oder gibt es keinen?
 
Ich danke euch vorab für die Unterstützung!

Lg aus dem wolkenverhangenen Ruhrgebiet

Steffi
 


Bearbeitet von: am:

stefan-h
Altmeister im Astrotreff


14622 Beiträge

Erstellt  am: 19.03.2017 :  12:46:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stephanie,

willkommen hier auf Astrotreff.

Ein paar Antworten zu deinen Fragen-

1) bei beiden hast du eine relativ große und nicht gerade leichte Rockerbox, dazu jeweils das große untere Tubusteil incl. Spiegel. Den SW kann man einfach einschieben, hat dann aber Hut und unteres Teil als ein großes Teil, auch nicht gerade leicht und handlich.

2)wird nicht viel um sein

3) Beipackokulare von beiden- kann man in der Pfeife rauchen. Für ein f/4,9 ein 2" Übersichtsokular mit 35mm Brennweite ist irgendwie unsinnig, die resultierende Austrittspupille ist zu groß und eine Angabe des Eigengesichtsfeld fehlt. Wenn es eines der günstigen Erfle sein sollte dann zeigt es mit Siherheit heftige Randunschärfe. Un die bei SW beigepackten sind einfache Plössl. Das 25mm passt zwar von der Brennweite, aber dem fehlt dann das große Eigengesichtsfeld.

2,5mm zukaufen- nö, das wirst du kaum nutzen. Ich habe für meinen 12"er 9mm und 7mm und da steckt das 7mm schon nicht mehr so oft im OAZ. Das auch bei mir vorhandene 3-6mm Zoom kommt schon sehr selten zum Einsatz und wenn dann vielleicht mit Einstellung 6mm oder 5mm.

Zu deiner Rechnung- die Austrittspupille sollte nicht kleiner 0,5mm sein, aber bereits mit 0,7mm AP bist du gut bedient, mit rund 1mm AP siehst du bereits 95% aller Details und das Bild ist dabei noch deutlich heller als mit der kleineren AP.

3.3) Augenabstand- falls du mit Brille beobachten musst sollte der nicht zu klein sein. Eigengesichtsfeld- am Dobson ist ein größeres von Vorteil, dann hat man das Objekt gerade bei höheren Vergrößerungen länger im Blickfeld. Also 65° oder 72° sind angenehm, 82° sind angenehmer. Planeten beobachtet man zwar auf der Achse, also in der Bildmitte, aber man guckt halt auch mit hoher Vergrößerung und damit bewegt sich die kleine Murmel schon zügig durch das Blickfeld. So gesehen hat man da auch mit einem großen eGF ein angehmeres Beobachten.

Okulare nicht bunt würfeln, also lieber aus einer Serie wählen. Einige sind parfokal, du musst also den Fokus beim Wechsel nicht oder kaum nachstellen, bei bunter Mischung drehst du immer viel am Fokusrad.

Barlow- nur wenn man mit z.B. nur 3 Okularen insgesamt auskommen will. Dann sollte aber die Barlow hochwertig sein und die Okularbrennweiten müssen natürlich passend abgestuft sein. So gesehen eher nicht nötig, lieber bei den Okularen 1 oder 2 gute mehr nehmen.

Anmerkung noch zum GoTo- halte ich bei einem Dobson für unnötig. Ein Telrad als den besseren Sucher montiert und etwas Übung und du findest deine Objekte selbst und stellst diese schneller ein als es das GoTo kann. Den Himmel bzw. die Sternbilder musst du sowieso kennen, ohne das kannst du auch kein Alignment für das GoTo durchführen. So gesehen- kauf einen Dobson ohne das GoTo dingens und steck das gesparte Geld lieber in gute Okulare- da hast du mehr davon.
Zitat:
Einfache Eichung an zwei Sternen

Anmerkung zum Werbetext- eichen tut nur das Eichamt, wir justieren oder führen ein Alignment durch.

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

Bearbeitet von: stefan-h am: 19.03.2017 13:05:06 Uhr
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Der_Peter
Mitglied im Astrotreff


45 Beiträge

Erstellt  am: 19.03.2017 :  12:47:05 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Steffi,

lies Dich erst mal etwas in die Materie ein, z.B. hier, dann wird vieles klarer und soviel, wie in diesen kleinen Büchern geschrieben ist, wird keiner in einem Forum posten:

https://www.amazon.de/Fernrohr-F%C3%BChrerschein-Schritten-Eine-Anleitung-Teleskop-Besitzer/dp/3938469811/ref=pd_sbs_14_img_0/256-9281757-0520207?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=EW46YSB05F157CZ9D998

https://www.amazon.de/Hobby-Astronom-Schritten-Ein-praktischen-Astronomie/dp/3938469404/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1489923105&sr=1-1&keywords=hobby+astronomie+in


Zu Okularen:
Das ist ein sehr persönliches Thema. Ich mag beispielsweise die 100-110° Okulare, die leider richtig ins Geld gehen (Televue, Explore Scientific, TS XWA...)
Wenn Du mit dem Instrument preislich schon in die vollen gehts, würde ich für drei ordentliche Okulare und etwas Zubehör auch mal 1.000,- bis 1.500,- einkalkulieren.

Zur Vergrößerung: Unser Himmel bzw. das schlechte Seeing geben maximal eine Vergrößerung von 300-400 her und das in ganz wenigen Nächten im Jahr.

___________

Clear Skies!

Bearbeitet von: Der_Peter am: 19.03.2017 12:49:11 Uhr
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Grafzahl66
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
25 Beiträge

Erstellt  am: 19.03.2017 :  15:01:56 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Steffi,

mit steigender Beobachtfungserfahrung wirst Du wahrscjeinlich jedes kg zuviel am Gerät hassen und jede Steigerung der Okularqualität lieben lernen...

Die genannten 1000-1500 für zusätzliche Okulare sind da keineswegs übertrieben, erst recht nicht, kalkuliert man noch einen guten OIII- und/oder UHC Filter mit ein...

Auch Stefan's Anmerkungen kann ich voll und ganz unterschreiben.Ich

Gruß Horst

Bearbeitet von: am:
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stardust3
Altmeister im Astrotreff


2045 Beiträge

Erstellt  am: 19.03.2017 :  16:38:38 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Da verkauft jemand einen Martini Gitterrohrdobson in 12". Ganz heißer Kandidat!

Gewicht wäre für mich ein Thema, Volumen aber auch! Auf GoTo und Elektrilk müsste man verzichten - ich würde es aber eh nur für die Planetenverfolgung (==>)400x als unabdingbar betrachten.

Ich habe mal 20kg gebeugt zu heben und 3m zu tragen versucht. Das hat mir die Lust an solchen Kalibern genommen. 35kg für ein Einzelstück?! Um Himmels Willen...

Probiere unbedingt die Gewichte aus (ins Auto heben, bis 4m tragen), z.B. anhand 2er Waaserkisten (die mit Glasflaschen).

Gruß,
Walter

LLAP

Bearbeitet von: am:
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Felgi
Mitglied im Astrotreff

Schweiz
52 Beiträge

Erstellt  am: 19.03.2017 :  17:44:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: stardust3

Da verkauft jemand einen Martini Gitterrohrdobson in 12". Ganz heißer Kandidat!



Das wäre dann meiner

Ein optisch und mechanisch wirklich tolles Gerät, aber ich habe mal wieder Öffnungsfieber

Gruss
Remo

Martini 12,5" Classic Dobson
Hofheim 8 Zoll Reisedobson
Skywatcher Equinox 120 Pro


Bearbeitet von: am:
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Grafzahl66
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
25 Beiträge

Erstellt  am: 19.03.2017 :  19:02:54 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Jetzt fehlt mir der "Gefällt mir"-Button!

Gruß Horst

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StefanZ
Neues Mitglied


3 Beiträge

Erstellt  am: 19.03.2017 :  21:16:12 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Steffi

Versuche mal ein paar Fragen kurz und bündig zu beantworten da ich den 12 Zoll Skywatcher mit GoTo habe.

Ich finde so ein 12 Zoll Dobson eigentlich kein Anfänger Teleskop aber ich habe wie gesagt den "12 Zoll" Skywatcher Flextube mit Goto.

Die Rockerbox passt in meinem Ford Kombi hinten nur quer rein und der Tubus muss so auf die Rückbank, sonst passt es nicht da die Rockerbox des 12 Zöllers aufrecht zu hoch ist. Die Rockerbox ist mit seinen ca. 20kg ordentlich schwer. Die Rockerbox von Orion wie ich lese wiegt schon 30 kg wenn das stimmt, das wäre mir zu schwer, alleine deswegen habe ich mich für den Skywatcher 12 Zoll entschieden, sonst wäre es ein 14 Zöller geworden.

Der Okularauszug ist sehr stabil und hält mühelos schwere 2 Zoll Okulare und lässt sich präzise scharfstellen. Das Lichtsammelvermögen im Vergleich zu einem 8 Zöller z.B. ist beachtlich und von der Spiegelqualität bin ich sehr beeindruckt, obwohl es kein Premium Spiegel wie von ICS ist wo ich mal durch schauen konnte, aber das sind auch andere Welten, auch im Preis.

Von der GoTo Steuerung bin ich ebenfalls beeindruckt, ich stelle immer den Polarstern ein und einen zweiten Referenzstern, das genügt und das GoTo fährt supergenau die anschließenden Objekte an.

Allerding sollte man sich schon am Himmel auskennen um die Sterne einzuorden um das GoTo zu benutzen. Man muss ja noch den Ort, Zeit u.s.w eingeben oder man benutzt ein GPS Modul was aber nicht dabei ist. Ohne das funktioniert kein GoTo.

Die dabei gewesenen Okulare kann man vergessen, lagen bei mir schneller im Regal wie ich sie ausgepackt habe. Die andere Frage ist, wie viel Geld man investieren will in Okulare. Ich benutze Weitwinkel Okulare trotz Nachführung.

600 fache Vergrösserung ist einfach viel zu viel, aus meiner Erfahrungssicht her. Die Wetterverhältnisse sind bei mir noch nie so gut gewesen um die Höchstvergrösserung auszureizen, ich habe ein 3mm Okular für Höchstvergrösserung das ich so gut wie nie benutze. Würde erst mal bis 4,5 mm gehen was bei 1500mm Brennweite 333 fache Vergrösserung bringt, aufstocken geht ja immer noch.

Ich benutze wie gesagt nur Weitwinkel Okulare wobei meine Arbeitspferde 13mm/115 fache (2,6mm AP) und 17mm/88fache (3,4 mm AP) Okulare sind.

Das sind ein paar Erfahrungswerte zu den Skywatcher den ich wieder kaufen würde. Wenn es grösser werden sollte, würde ich nur noch mit Gitterrohrstäben kaufen da es sonst zu schwer und unhandlich wird.

viele liebe Grüsse

Stefan

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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
6824 Beiträge

Erstellt  am: 20.03.2017 :  11:45:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan,

alles was du aufführst kann ich unterschreiben bis auf

Zitat:
Anmerkung noch zum GoTo- halte ich bei einem Dobson für unnötig. Ein Telrad als den besseren Sucher montiert und etwas Übung und du findest deine Objekte selbst und stellst diese schneller ein als es das GoTo kann.


Hab meinen 16" f/4 Dobson auf die EQ6 Alt Az Goto geschnallt. Einhellige Meinung von mehreren erfahrenen Mitbeobachten und mir: Warum nicht gleich so? Auch als erfahrener Beobachter findet man die weniger gut sichtbaren DS- Objekte mit GoTo viel schneller als mit "Schubson". OK, um GoTo zu lernen braucht man ein Mindestmaß an Himmelskenntnis. Wenn man so die hellsten 10 bis 20 Sterne kennt reicht es aber bereits.

Gruß Kurt


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Grafzahl66
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
25 Beiträge

Erstellt  am: 20.03.2017 :  16:04:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Man nimmt sich aber den Spass des findens...

Gruß Horst

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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
6824 Beiträge

Erstellt  am: 20.03.2017 :  16:34:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Horst,
Zitat:
Original erstellt von: Grafzahl66

Man nimmt sich aber den Spass des findens...

Gruß Horst


mit GoTo findest du aber öfters....

Gruß Kurt

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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


14622 Beiträge

Erstellt  am: 20.03.2017 :  16:58:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Kurt,
Zitat:
Original erstellt von: Kurt

Hallo Stefan,

alles was du aufführst kann ich unterschreiben bis auf
Zitat:
Anmerkung noch zum GoTo- halte ich bei einem Dobson für unnötig. Ein Telrad als den besseren Sucher montiert und etwas Übung und du findest deine Objekte selbst und stellst diese schneller ein als es das GoTo kann.

Hab meinen 16" f/4 Dobson auf die EQ6 Alt Az Goto geschnallt. Einhellige Meinung von mehreren erfahrenen Mitbeobachten und mir: Warum nicht gleich so? Auch als erfahrener Beobachter findet man die weniger gut sichtbaren DS- Objekte mit GoTo viel schneller als mit "Schubson". OK, um GoTo zu lernen braucht man ein Mindestmaß an Himmelskenntnis. Wenn man so die hellsten 10 bis 20 Sterne kennt reicht es aber bereits.

Gruß Kurt

Mag ja sein, aber zwischen dem azimutal montierten Dobson und dem Aufbau auf der AZ EQ6 dürfte schon ein kleiner Unterschied sein.

Beim Dobson muss der Antrieb auch die Rockerbox mitbewegen und leichte Schrägstellung im Gelände führt zu Problemen. Auch bekannt- etwas schwere Gewichte im OAZ und der Antrieb schafft es nicht mehr, den Tubus anzuheben.

Bei der AZ EQ6 kannst du per Stativ nicht ganz ebenes Gelände ausgleichen, Ungleichgewichte per GG oder Tubusposition in den Rohrschellen beseitigen. Beides geht bei dem GoTo-Dobson aber nicht.

Und für Stephanie wäre ja auch das zum Teleskop nötige Zubehör wichtig und das schlägt bekanntlich ja auch ganz schön im Geldbeutel zu.

Weitere bzw. bessere Okulare als die unsinnigen Beipackokulare der von ihr gelinkten Dobson und ein guter OIII Filter in 2" fressen schnell mal 1k€ (oder auch gern mehr). Und statt GoTo ein "normaler" Dobson und dafür das gesparte Geld in das Zubehör gesteckt macht für mich deutlich mehr Sinn.

Was hilft das GoTo, wenn es zwar die Objekte anfährt, ich diese mangels Okular/Filter aber nicht sehen kann?

Gruß
Stefan

12" Galaxy Dobson * 105mm William ZS - 66mm William ZS - Tak FSQ85
Vixen Atlux - Skysensor 2000 PC - GP DX Skysensor 2000 / auf Berlebach Planet
Sonnenbeobachtung: 2" Baader Herschelkeil - SolarMax 60 mit BF15

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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
6824 Beiträge

Erstellt  am: 20.03.2017 :  22:06:39 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Stefan,
Zitat:
Mag ja sein, aber zwischen dem azimutal montierten Dobson und dem Aufbau auf der AZ EQ6 dürfte schon ein kleiner Unterschied sein..


mein Newton ist auf der Alt AZ EQ6 azimutal montiert. Mangels spezieller Erfahrung mit anderen azimutalen GoTo s kann ich nicht sagen ob meine Monti so toll besser ist.
Zitat:
Was hilft das GoTo, wenn es zwar die Objekte anfährt, ich diese mangels Okular/Filter aber nicht sehen kann?


Gute WW-Okus für Newtons sind erst dann richtig gut wenn man auch noch einen guten Komakorrektor hinzunimmt. Das wird bekanntlich leider nicht billig. Einer derartigen Kombination würde ich ebenfalls eine höhere Priorität vor GoTo zuordnen.

Gruß Kurt


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Smoke85
Neues Mitglied

Deutschland
2 Beiträge

Erstellt  am: 21.03.2017 :  07:54:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Guten Morgen Zusammen,

erst einmal danke für die Tipps und Infos!
Zu einigen Kommentaren möchte ich dennoch etwas sagen ;) Der Vorteil beim Orion ist die Zerlegbarkeit der Rockerbox in 4 Teile, so dass das die Schlepperei doch wesentlich erleichtert.
Ich möchte auch absolut nicht an den Okularen etc sparen. Mir nützt das beste Gerät nix mit bescheidenen Okularen. Und das die mitgelieferten Okulare nix sind ist mir leider auch bewusst :(
Liebäugel zur Zeit mit einem Baader Morpheus 6,5mm und einem TeleVue Panoptic 35 mm. Mal sehen... was könnt ihr denn da empfehlen?

Grüße

Steffi

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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4203 Beiträge

Erstellt  am: 21.03.2017 :  08:57:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Steffi,
ich muss sagen, dass ich keinen Dobson habe. Zwei Sachen möchte ich aus meiner Erfahrung mit anderen Teleskopen schreiben. Das Gewicht und die Sperrigkeit von Teleskopen ist ein wichtiger Faktor. Klar kann man 20 kg oder 30 kg tragen. Das hört sich zunächst machbar an. Du musst aber bedenken, dass das Hinausgehen oder Hinausfahren auch etwas Überwindung braucht. Wenn Du dann schon weißt, dass das zum Auto Schleppen recht anstrengend und unkommod ist, dann kann es leicht passieren, dass Du Dich nicht aufraffen kannst obwohl Du 20kg normal schon tragen kannst. Ich würde also eher zum kleineren und/oder leichteren Dobson tendieren.
Die 600x Vergrößerung wirst Du auch nur selten nutzen können. Meist wird 200x bis ca. 300x gut drin sein. Das ginge auch mit einem 8" Dobson!
Nun zum Goto: Da gehen die Meinungen auseinander. Manche lieben Goto und für andere ist Goto langweilig. Für viele Dobsonfreunde, die gerne Nebelfelcken anschauen, ist der Weg das Ziel. Dazu gehört das selbständige Suchen und Finden.
Je nach Gegend ist die Galaxie oder was auch immer "nur" ein zarter schwacher "Wattebausch". Je nach Objekt, Himmel und Übung kann man auch Strukturen erkennen.
Im Hochgebirgshimmel kannst Du schon z.B. mit 10" schöne Strukturdetails erkennen, die in Stadtnähe auch mit 16" vollkommen unsichtbar sind. Da ist oft nicht einmal die Galaxie sichtbar.

Es kann also ein kleiner 8" Dobson mehr sein wie ein großer 12" Gotodobson....
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

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stardust3
Altmeister im Astrotreff


2045 Beiträge

Erstellt  am: 21.03.2017 :  09:35:53 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Steffi,

das klingt so, daß Du Dich für den Orion Goto entschieden hast, wenn Du schon nach Okularen fragst?

Man staffelt ja Okulare eher nach AP (AustrittsPupille-Größe). Das ist der Lichtkreis den Du im Okular,
mit etwas Abstand siehst, wenn er im Teleskop steckt (und auf eine helle Fläche zeigt).

Typischerweise maximal 6mm, minimal 0,5mm - besser 0,7mm.

Die Rechnung geht so: Lichtstärke (z.B. f/5) mal Brennweite_Okular.
Dein Orion Teleskop und das 35mm Panoptik -> 35mm:4,9=7,14mm AP
Das ist zu viel. Besser wäre ein 27mm Panoptic -> 5,5mm

Auf der Hochvergrößerungsseite würde ich mit AP 0,7mm ran gehen. Das wären
bei umgekehrter Rechnung: 0,7*4,9= 3,4mm also ein 3,5mm Okular
Mit 3,5mm würdest Du eine Vergrößerung erhalten von 1500mm:3,5mm=430x, reicht dicke als Anschlag.

Den Rest der Okulare dazwischen. Meist würde man 2-3 Okulare dazwischen nehmen.
Achtung, nicht gleichmäßig verteilt (mm mäßig).

Hier ist ein guter Ratgeber zur Okularwahl. Einer von etlichen, wenn du etwas durch die Anfänger Ratschläge hier blätterst...
http://www.deepsky-brothers.de/okuwahl.htm

Gitterohr Dobson (ohne Goto) kommt für dich also nicht in Frage? So eins z.B.
http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p6879_Explore-Scientific-Ultra-Light-Dobson-Teleskop---Oeffnung-305mm---Brennweite-1525mm.html

Wenn Du in der Nähe von München wohnst, würde ich einen der Shops besuchen und mit so einem Teil mal hantieren.

Gruß,
Walter

LLAP

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