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Seite: von 2

AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2708 Beiträge

Erstellt am: 16.02.2017 :  20:23:17 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,
vor einiger Zeit erzählte mir mal jemand, in den Periskopen der U-Boote des 2.Weltkrieges, wären diese Objektive verbaut gewesen. Allerdings las ich in dem Buch "Das Boot", von Lothar Günther Buchheim, daß die Sehrohroptiken von der Schweizer Firma Oerlikon geliefert worden wären. Im Netz finde ich keine richtigen Infos über diese Optiken. Da ja die AS-Objektive auch als klassisch zu bezeichnen sind, stell ich die Frage mal hier ins Klassikerboard.

Viele Grüße
Armin

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wambo
Altmeister im Astrotreff


2865 Beiträge

Erstellt  am: 16.02.2017 :  20:36:05 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Armin,

fürwahr gern hätt' ich Dir geholfen, jedoch fand ich nur dies :

https://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot-Klasse_XXI#Sehrohre

Vielleicht kann Dr. Wimmer hier Kunde tun ?

lG Micha

MAN WIRD RUHIGER !

Märklin M-Gleis, what else ?

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Jürgen
Senior im Astrotreff

Germany
149 Beiträge

Erstellt  am: 16.02.2017 :  22:22:00 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Jürgen's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Armin,

da gibt es nur einen der Dir helfen kann! Hans T. Seeger aus Hamburg(google den mal, falls Du keine Kontaktdaten findest kann ich Dir weiterhelfen, ich kenne Ihn ganz gut). P.S. Der Wimmer würde auf deine Frage ein Buch aus dem gut gefüllten Archiv bei Zeiss ziehen. Rate mal von wem :-)

Gruß in die Runde,
Jürgen

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wambo
Altmeister im Astrotreff


2865 Beiträge

Erstellt  am: 16.02.2017 :  22:32:19 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Jürgen

... P.S. Der Wimmer würde auf deine Frage ein Buch aus dem gut gefüllten Archiv bei Zeiss ziehen. Rate mal von wem :-)

Gruß in die Runde,
Jürgen





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Märklin M-Gleis, what else ?

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DL4JM
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
41 Beiträge

Erstellt  am: 17.02.2017 :  01:11:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Armin,

in den U-Boot-Periskopen wurden garantiert keine großen Objektive verbaut, denn das widerspricht dem Verwendungszweck:

Ein kleines Objektiv ist zwingend, um und ein stark verjüngtes Sehrohr zu ermöglichen.

Um den natürlichen visuellen Eindruck zu ermöglichen, wurde eine Vergrößerung von 1,5 verwendet ( alternativ 6 x), wozu ein 30mm-Objektiv ausreichend ist.

Gruß
Tim

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JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
3064 Beiträge

Erstellt  am: 17.02.2017 :  01:29:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Mein Datenpunkt hierzu: Die Cleveland and Darlingtion Astronomical Society hat ein etwa 200mm grosses Objektiv im Besitz, das ehemals in einem U-Boot zum Einsatz kam. Allerdings wurde es von David Sinden (ehemals Chefoptiker von Grubb Parsons, Newcastle) umgeschliffen, um es fuer astronomische Zwecke zu optimieren. Soll sehr gut gewesen sein, aber ich habe nie durchgeschaut und derzeit ist das Instrument eingelagert.

Es zeigt jedoch, dass groessere Optiken durchaus fuer den submarinen Verwendungszweck verbaut wurden.

Um die Frage exakt zu klaeren, waere jedoch ein instrumentenkundlicher Militaerhistoriker die bessere Wissensquelle.

Best wishes,

Juergen

Wenn Du als Sterngucker keine Freunde hast, besorge Dir eine Drehbank und die Dinge aendern sich.

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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4380 Beiträge

Erstellt  am: 17.02.2017 :  07:02:01 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Grüß Euch,
in der Schulsternwarte des Max-Born-Gymnasiums haben sie ein 5" f/14 FH dessen Objektiv auch ehemals in einem U-Boot in Einsatz war. Es war meines Wissens kein AS Objektiv sondern ein normales FH Objektiv.
Das 5" f/14 Objektiv war aber jedenfalls relativ gut.
Nachtrag:
Hmm, wenn
https://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot-Klasse_XXI#Sehrohre
stimmt, dann war/ist es offenbar eine Zeiss Optik. Ob es statt 5" f/14 ein 130 f/15 war ... Ich weiß es nicht... Wäre das nicht zu teuer gewesen?

Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 17.02.2017 07:11:01 Uhr
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FrG
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1725 Beiträge

Erstellt  am: 17.02.2017 :  07:48:46 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Zusammen,

wer es genau wissen will, muss bloss ein Bissel Geld anfassen:
https://www.abebooks.de/servlet/BookDetailsPL?bi=8172498297

Gruß & CS Franjo

Die Arbeit läuft dir nicht davon, wenn Du Deinem Kind den Regenbogen zeigst.
Aber der Regenbogen wartet nicht, bis Du mit der Arbeit fertig bist.

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JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
3064 Beiträge

Erstellt  am: 17.02.2017 :  09:45:43 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Wäre das nicht zu teuer gewesen?


Fuer das Militaer war nichts zu teuer. Ich denke da an die Firma "BW Optik Langner Voss", die in den 1990ern ausgemustertes Zeugs aus dem beendeten Kalten Krieg veraeusserte. Darunter viel Zeiss und Leitz, alles nur vom Feinsten.

Ausserdem waren ja damals Kriegszeiten und die Produktion der Industrie war auf Militaergueter umgestellt. Ich denke, es war waehrend dieser Zeiten schwierig, von Zeiss ein astronomisches Instrument kaufen zu wollen ... wobei die meisten Leute damals andere Sorgen hatten.

Ich habe sogar gelesen, dass damals in den USA Amateur-Spiegelschleifer Linsen fuer den "war effort" in Heimarbeit herstellten. Es wurden alle Register gezogen.


Best wishes,

Juergen

Wenn Du als Sterngucker keine Freunde hast, besorge Dir eine Drehbank und die Dinge aendern sich.

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wambo
Altmeister im Astrotreff


2865 Beiträge

Erstellt  am: 17.02.2017 :  16:38:32 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ja, für das Militär war / ist nichts zu teuer .....
Wenn Du es unbedingt wissen willst,lieber Armin, folge Jürgens Rat und frage DEN Experten für Militär-Optik.

Mir persönlich geht es allerdings so was vom am Allerwertesten vorbei, mit welcher Optik die Knappen des 1000jährigen Reiches ihre Gegner anvisiert haben...na ja lassen wir das.......

Trotzdem liebe Grüße, Armin !

Micha

MAN WIRD RUHIGER !

Märklin M-Gleis, what else ?

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wambo
Altmeister im Astrotreff


2865 Beiträge

Erstellt  am: 17.02.2017 :  16:42:56 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: JSchmoll

Mein Datenpunkt hierzu: Die Cleveland and Darlingtion Astronomical Society hat ein etwa 200mm grosses Objektiv im Besitz, das ehemals in einem U-Boot zum Einsatz kam. Allerdings wurde es von David Sinden (ehemals Chefoptiker von Grubb Parsons, Newcastle) umgeschliffen, um es fuer astronomische Zwecke zu optimieren. Soll sehr gut gewesen sein, aber ich habe nie durchgeschaut und derzeit ist das Instrument eingelagert.
......




Bravo Jürgen ! Mr. Sinden hat der Optik damit doch noch einen ehrenwerten Nutzen verpasst !

LG Michi

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AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2708 Beiträge

Erstellt  am: 17.02.2017 :  17:08:17 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Danke erstmal für eure Infos!
Auf das Thema bin ich gekommen, weil mir ja mal jemand sagte (ich weiß leider nicht mehr,wer), beim Gespräch über den 150er Coudé, daß die meisten, dieser Objektive, nicht in Sternwarten verbaut wären, sondern auf dem Meeresgrund, in gesunkenen U-Booten lägen. Und dann eben die Info in Buchheims Buch mit Oerlikon. Das fiel mir kürzlich wieder ein und deshalb stellte ich die Frage mal hier.
Außerdem fand ich es auch verwunderlich, daß so große Öffnungen da verbaut sein sollen...3-5 cm Linsendurchmesser hättens ja auch getan, eben wie Tim sagte, die Verjüngung des Rohres, wäre ein wichtiger Ausschlußfaktor.
Aber...unabhängig vom Einsatz der U-Boote und für wen, interessierte mich das Schicksal und die Verwendung von Zeiss-AS-Objektiven.
Bin ja AS-Fan !

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Cleo
Meister im Astrotreff


818 Beiträge

Erstellt  am: 17.02.2017 :  17:19:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen,

mehr übers Optikdesign von Periskopen kann man hier nachlesen. In dem oben auf der Seite gezeigten Linsenschnitt sind rechts (d.h. unten im U-Boot) gleich zwei Objektive größeren Durchmessers verbaut. Der große Durchmesser hat einen Sinn, weil man damit den Abstand in weiten Bereichen ändern kann (d.h. das Periskop ausfahren), ohne dass sich an der Abbildung nennenswert etwas ändert (abgesehen von etwas Vignettierung). Kann also gut sein, dass auf dem Meeresgrund einige gute Objektive größeren Durchmessers rumliegen.

Wenn ich mit Hausmitteln ein Periskop bauen müsste, würde ich mir zwei Refraktoren inklusive Okular und Zenitspiegel besorgen und die mit den Objektiven gegeneinanderstellen. Wer das zur Verfügung hat, kann es ja mal ausprobieren...

Hoffe, das hilft weiter

EDIT:kleinere Präzisierungen

Viele Grüße

Holger

Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie.

Bearbeitet von: Cleo am: 17.02.2017 17:27:32 Uhr
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JSchmoll
Altmeister im Astrotreff

United Kingdom
3064 Beiträge

Erstellt  am: 17.02.2017 :  17:30:01 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Klar, die zwei groesseren Objektive dienen als Kollimatoren. Im paraxialen Fall wird nur der zentrale Bereich dieser Linsen verwendet. Da sie aber nicht in der Systempupille liegen, sondern diese feldwinkelbedingt ueber die Linse wandert, muessen diese Linsen ueberdimensioniert sein.

Vielleicht musste David Sinden deshalb die 200mm-Linse umschleifen - weil sie im Rahmen des Gesamtdesigns nicht von sich heraus fuer eine Abbildung von Unendlich nach Fokus hin ausgelegt war, sondern eine leichte Deviation der Strahlen ausgleichen musste, die von den Linsen am Periskopeingang stammten. Leider kann ich ihn nicht mehr fragen - David Sinden verstarb 2007.




Best wishes,

Juergen

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AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2708 Beiträge

Erstellt  am: 17.02.2017 :  17:31:58 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Danke Holger,
schöne Infos! Sollten tatsächlich sogar zwei große AS-Objektive gegenüberliegend verbaut sein, lohnt sich ne Bergungstauchfahrt!
Dann bau ich mir nen Klassikeroptikbino!

Bearbeitet von: am:
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Avier50
Meister im Astrotreff


834 Beiträge

Erstellt  am: 17.02.2017 :  19:21:12 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Armin,
Ich wars. Die Quelle weiss ich aber auch nicht mehr. Bin gespannt, was noch dabei herauskommt, um es sozusagen gerichtsfest zu machen.
Gruesse
Andreas

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