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Seite: von 4

mmpgb
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1537 Beiträge

Erstellt am: 04.12.2015 :  14:08:11 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Guten Tag allerseits,

heute war einmal wieder Gelegenheit, die Kulmination der Sonne innerhalb des Hauses zu beobachten, wenn sie ab Anfang November bis Ende Januar durch ein Schlüsselloch, das fast genau Richtung Süden weist (3° Abweichung laut Bauzeichnung), im Treppenhaus auf eine ca. 6m entfernte Wand fällt. Dort habe ich über die Jahre die Unterkante der Sonne markiert und kann so ziemlich genau ablesen, welcher Tag gerade ist oder ob der Nachmittag schon begonnen hat.

Heute konnte ich eine Markierung hinzufügen und gleichzeitig die „Ganggenauigkeit“ dieser Kulminationsuhr überprüfen.

Die Lage der senkrechten Markierungen (Abstand von 48mm) hatte sich dadurch ergeben, dass ich in meinem inzwischen uralt- Sternprogramm Skyplot den genauen Kulminationszeitpunkt bestimmt und genau zu dem Zeitpunkt dann die Markierung angebracht habe. Nachteil dieses Programms: Breite und Länge können nur auf volle Minuten genau eingegeben werden. Bezüglich Länge ergibt sich dadurch ein maximaler Fehler von 4 Sekunden bezüglich Uhrzeit.









Das Foto von heute zeigt, dass die Sonne um 12:14:35 Uhr kulminiert hat. Laut Skyplot, meinem Bezugsprogramm, sollte es eine Sekunde später sein – das passt also richtig gut. Auch die Markierung direkt am unteren Rand der Sonne passt – sie ist vom 04.12.2010.

Stellarium sagt 12:14:48 Uhr. Vielleicht hätte ich einen Moment später auslösen sollen – rechts steht die Sonne anscheinend etwas weniger weit über als auf der linken Seite. Aber irgendwie wandert die Sonnenscheibe doch recht schnell, und dann fehlt doch das letzte Bisschen an Konzentration.

Heavens Above nennt als Höchststand nur 12:15, ohne Sekundenangabe. Vielleicht kann ja jemand einen Hinweis auf eine verlässliche Quelle geben, inzwischen ist es eine kleine Herausforderung geworden.

Aber mit dem heutigen Ergebnis bin ich genauso zufrieden wie mit der Tatsache, dass meine Markierungen schon zwei Kinder und den einen oder anderen Neuanstrich überdauert haben; immerhin stammt die erste Markierung vom 20.12.1998.


Viele Grüße und ein sonniges Wochenende
Manfred

53°15'N; 08°49'O

Bearbeitet von: mmpgb am: 05.12.2018 23:01:40 Uhr

Predel
Meister im Astrotreff

Deutschland
261 Beiträge

Erstellt  am: 04.12.2015 :  14:58:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Das gefällt mir ziemlich gut, danke fürs Zeigen

Bearbeitet von: am:
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Unigraph
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2564 Beiträge

Erstellt  am: 04.12.2015 :  15:08:51 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Unigraph's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Manfred,

deine Beobachtungen erinnern mich irgendwie an die Möglichkeiten des Sonnenobservatorium in Goseck hier bei mir in der Nähe. Hier wird auch über Peilung bestimmt, wann die Wendepunkte der Sonne erreicht werden. Damit hat man dann einen kalendermäßigen Anhaltspunkt über die weitere Entwicklung der Umwelt und der Landwirtschaft.

cs Harald
www.unigraph.de

Bearbeitet von: am:
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Augsburger
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
13 Beiträge

Erstellt  am: 04.12.2015 :  15:24:15 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Sehr sehr schöne Arbeit (y).

Celestron Firstscope 76, Omegon 150/750

Bearbeitet von: am:
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mmpgb
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1537 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2015 :  10:51:42 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Benjamin, Harald und Aaron,

vielen Dank für euer positives Feedback, das mich auch irgendwie überrascht hat, weil in diesem Forum überwiegenst andere Aspekte der Sonnenbeobachtung im Vordergrund stehen.

Harald, deinem Hinweis werde ich auch mal nachgehen. Solche "Landmarken" finde ich immer sehr interessant, besonders, wenn man mit deren Hilfe schon geringe Veränderungen bemerken kann.
Eine meiner schönsten und passendsten war einmal eine große, markante Tanne, hinter der gerade zur Wintersonnenwende die Sonne unterging und den Baum glühen ließ. Hier ein Bild vom Winteranfang 2004; vor Jahren habe ich mal als Foto eingescannt:







leider gibt es ihn nicht mehr...

Viele Grüße
Manfred

53°15'N; 08°49'O

Bearbeitet von: mmpgb am: 05.12.2015 10:52:21 Uhr
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mmpgb
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1537 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2015 :  13:46:59 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Nachtrag:
Es sah doch etwas flau aus, deshalb hier das Bild noch einmal etwas überarbeitet:






Gruß,
Manfred

53°15'N; 08°49'O

Bearbeitet von: am:
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Unigraph
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2564 Beiträge

Erstellt  am: 05.12.2015 :  14:14:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Unigraph's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Manfred,

im Sonneforum kann normalerweise jedes Sonnethema aufgenommen werden. Die Frage ist nur, ob man hier immer die richtigen Experten dafür findet. Es geht im Forum sicher primär um die fotografische Abbildung der Oberfläche mit Teleskopen und dafür gibt es genug Expertenwissen. Somit sind Nischenbeobachtungen (wie deine) recht interessant, weil sie Abwechslung und Wissen in die Szene bringen.

Zu deinem schönen Foto von 2004 trage ich mal eines von meinen Aufnahmen am Sonnenobservatorium bei. Es zeigt eine Abendaufnahme um die Sommersonnenwende. Angeblich soll die Horizontlinie sich in den letzten 6000 Jahren leicht verändert haben, grob stimmt sie noch. Das Sonnenobservatorium Goseck bekommt ab und zu mal "Profi"Besuch, weil ein Wissenschaftler der Meinung ist, dass sich die Markierungen auch auf bestimmte Stellungen des Mondes beziehen. Bei der diesbezüglichen Beobachtung war ich vor ein paar Jahren dabei - leider ohne Erfolg, weil sich das Wetter eintrübte.




cs Harald
www.unigraph.de

Bearbeitet von: am:
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mmpgb
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1537 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2015 :  14:21:35 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Harald und natürlich alle anderen, die es interessiert,

recht unerwartet, aber zu einem günstigen Zeitpunkt kam doch noch die Sonne heraus; heute morgen ließen die Wolken nur sekundenlange Blicke auf Venus, Mars und die Mondsichel zu, Mars wäre sowieso hoffnungslos gewesen; da hätte ich gerne noch einige Fotos gemacht.

Aber zur Kulmination mit 14°20’ über dem Horizont hat es geklappt, es gab eine schöne Abbildung (hoffentlich ist sie nicht zu groß geraten …):








Ein Vergleich mit dem Sonnenstand von vorgestern bietet sich natürlich an:








Es ist schon erstaunlich, welcher Unterschied in den Mittagshöhen innerhalb von nur zwei Tagen und nahe der Sonnenwende auf so einfache Art und Weise erkennbar ist. In der Projektion sind es immerhin 24mm, das entspricht laut Stellarium einer Differenz von ca. 15,3 Bogenminuten. Auch die Verschiebung des Kulminationszeitpunkts von fast einer Minute kann abgelesen werden.

Beim „Abbauen“ ergab sich dann noch eine Art „Selfie“ …








Inzwischen finde ich es nur schade, dass dort an der Wand Rauhfasertapete klebt, sodass man auf diesem Relief nicht so gut schreiben kann und einige Marken inzwischen schon etwas verblasst sind.

Und seit einiger Zeit sind auch die Wolken wieder alle zurück …

Harald, dir noch ein Dankeschön für deine Einschätzung und deine Informationen zu dem Sonnenobservatorium. Nach Weihnachten werde ich mehr Ruhe haben, mich damit intensiver zu beschäftigen.


Viele Grüße
Manfred

53°15'N; 08°49'O

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mmpgb
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1537 Beiträge

Erstellt  am: 09.12.2015 :  19:35:24 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo allerseits,

gestern war der 08.Dezember, der ja alljährlich wiederkehrt. Und beim Betrachten von Fotos gestern fiel mir zufällig die Markierung vom 08. Dezember 2002 auf - eine gute Gelegenheit, die "Ganggenauigkeit" noch einmal zu testen.

Leider kam zu Zeitpunkt der Kulmination etwas dazwischen, aber ca 8 Minuten später habe ich die Projektion gerade noch erwischt, kurz bevor sie von einer Wand abgeschattet wurde. In dieser Zeit dürfte sich die Höhe über dem Horizont nur unwesentlich verändert haben.

Hier das Ergebnis:







Es ist folgendermaßen zu lesen: Die Uhrzeit gilt für die hellere, kleinere "Teilsonne", sie und Uhr sind Bestandteil desselben Bildes. Darin sind die Markierungen einigermaßen scharf abgebildet, aber die Sonnenscheibe weniger als zur Hälfte.. Beim Foto unmittelbar davor hat der Autofokus nicht richtig reagiert und deshalb waren die Markierungen unscharf. Daraus habe ich die etwa halbe dunklere Sonnenscheibe ausgeschnitten samt einiger Markierungen links, um beide Teile genau zur Deckung bringen zu können.
Die gelbe Linie (nach Pixelreihenanzeige eingerichtet) zeigt somit auf die gestrige Kulminationshöhe. Die von 2002 ist direkt rechts darunter. Doch, ein recht zufriedenstellendes Ergebnis.

Viele Grüße
Manfred.

53°15'N; 08°49'O

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AS-Fan
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3392 Beiträge

Erstellt  am: 09.12.2015 :  22:36:30 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Manfred!
Ich find das Ganze eine spannende Sache! Die Sonne ist da ja wie bei einer Lochkamera projiziert. Das erinnert mich daran, mal gelesen zu haben, daß die ersten Venustransite auf ähnliche Weise durch solche Sonnenprojektionen beobachtet worden sind.
In gut hundert Jahren machst du dann nen Thread auf: "Venus im Treppenhaus"

Viele Grüße
Armin

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jurie
Senior im Astrotreff

Deutschland
101 Beiträge

Erstellt  am: 10.12.2015 :  07:44:22 Uhr  Profil anzeigen  Besuche jurie's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Manfred,
das ist eine tolle Idee. Diese Messreihe über die Jahre zeigt sehr schön, mit welchen "astronomischen" Größen wir es zu tun haben und warum es sich lohnt, nicht nur für den Augenblick zu planen. Echter Forschergeist steckt dahinter.

Viele Grüße
Jürgen

200/1000 Newton; 150/750 Newton; 72/500 Borg ED Refraktor; 120/1000 Achromat; 102/1350 Achromat; 80/720 Achromat; ALCCD 5v; ZWO ASI 120 mc; Canon Eos 400Da
http://sites.google.com/site/juriesastronomieseite/

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Dobsenschubser
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1379 Beiträge

Erstellt  am: 10.12.2015 :  11:16:55 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Dobsenschubser's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Manfred,

ich bin begeistert von dieses Langzeitprojekt! Danke fürs zeigen.
Gerne mehr von deinem RaSoOb (Rauhfaser-Sonnenobservatorium) ;-)

Gruß Dirk

Dobson 8", 12", 18", Lunt LS60THa, ED 90/900, 30/88° Leitz Kuhauge, 20mm & 14mm ES 100, 10 und 5mm Pentax, 3mm LE, 2,5mm Planetary

Besucher immer Willkommen auf
http://astro.lichterzaehler.de


Wenn der/die/das Allmächtige gewollt hätte, dass wir alles ordentlich verschrauben, hätte er uns nicht das Panzerband erfinden lassen.

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mmpgb
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1537 Beiträge

Erstellt  am: 10.12.2015 :  19:40:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Guten Abend, Armin, Jürgen und Dirk,

vielen Dank für euer überaus positives Feedback. Das motiviert mit Sicherheit zur Fortsetzung, auch in Richtung Lochkamera. Wenn Venus irgendwann einmal mit weinger als -15° Deklination kulminiert und es im Treppenhaus ausreichend dunkel ist (bei max 45° östlicher Elongation dürfte aber dann die Sonne den Himmel noch recht stark aufhellen und alles sabotieren ...), dann wird das die ultimative Herausforderung werden. Aber vorher wären die Sonnenflecken und der Mond dran. Nach Weihnachten dürfte dafür mehr Zeit sein, in der Richtung zu experimentieren.

Wenn sie denn zur Mittagszeit scheinen sollte, dann wären erst einmal die feinen Unterschiede interessant, die in der Zeit um die Sonnenwende herum beobachtbar sind. Womit man dann zeigen könnte, dass es nur allereinfachster Mittel und zweier Augen, die hinsehen, bedarf, um den Tag der Sonnenwende recht genau festzustellen.

Für mich bedeutet das dann: ab jetzt steigt sie wieder, und wenn sie oben angekommen ist, dann ist SOMMERANFANG.

Viele Grüße
Manfred


53°15'N; 08°49'O

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Cleo
Altmeister im Astrotreff


1307 Beiträge

Erstellt  am: 10.12.2015 :  20:49:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Manfred,

bin gespannt auf die Lochkamera... die ideale Lochgröße (für beste Auflösung) liegt meines Wissens da, wo Beugung am Loch und die Lochgröße selbst gleichgroße Effekte liefern. Näherungsweise kann man die Wurzel aus der Entfernung (in Metern) nehmen und erhält die Lochgröße in mm. So richtig dolle wird das dann aber nicht mit der Auflösung mit rund 2.5 mm Lochgröße und 48 mm Sonnenscheibe - da werden nur große Sonnenflecken sichtbar sein.

Ich stand ja mal im Naumburger Dom zwischen den Stifterfiguren und hab auf den Boden projiziert Sonnenflecken gesehen. Da war irgendwo im Chor oben ein passendes Loch in der richtigen Größe, um ein Sonnenbild mit 10-15 cm Durchmesser zu erzeugen. Hab ich bestimmt schon mal geschrieben - begeistert mich aber immer noch!

EDIT: diverse Tippfehler...

Viele Grüße

Holger

Machen ist wie wollen, nur krasser.

Bearbeitet von: Cleo am: 10.12.2015 21:07:56 Uhr
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Cleo
Altmeister im Astrotreff


1307 Beiträge

Erstellt  am: 11.12.2015 :  14:48:39 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Manfred,

das Bild von der am 8.12. zu spät fotografierten Sonnenscheibe hat mich dazu gebracht, darüber nachzudenken, ob die Sonne tatsächlich innerhalb deiner Markierung am tiefsten (an der Wand) steht, bzw. ob und wie viel sie auf der gezeigten Strecke nach oben oder unten läuft.

Oder anders gefragt: steht die Sonne genau im Süden (=Meridiandurchgang) am höchsten (=Kulmination)? Die Antwort ist nein, weil sich die Sonne durch den Tierkreis auch nach oben (Frühjahr) oder unten (Herbst) bewegt, was dazu führt, dass sie etwas nach oder vor dem Meridiandurchgang die maximale Höhe erreicht.

Nur ist die Sonne für die Beobachtung dieses Effekts sehr ungeeignet, weil er sehr klein ist (das sind anscheinend nur ein paar Sekunden vor oder nach dem Meridiandurchgang). Ich habe dann auf eine eigene Berechnung verzichtet, als mir die Größenordnung klar war. Aber immerhin, Kulmination und Meridiandurchgang sind nicht das Gleiche und Du beobachtest hier eher letzteren . Beim Mond ist der Effekt schon ausgeprägter.

Nachlesen kann man das Ganze wieder bei Wikipedia... hier

Viele Grüße

Holger

Machen ist wie wollen, nur krasser.

Bearbeitet von: am:
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mmpgb
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1537 Beiträge

Erstellt  am: 11.12.2015 :  19:19:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Holger,

jetzt habe ich begriffen, so glaube ich, was du meinst: dadurch, dass die Sonne im Laufe des Jahres in Deklination steigt oder sinkt, führt dazu, dass sie auch zum Zeitpunkt der Kulmination eine Bewegung nach oben bzw unten ausführt. Nur zum Zeitpunkt der Sommer- und Wintersonnenwende dürfte dieser Effekt gleich null sein, im Frühlings- und Herbstpunkt am stärksten.

Hoffentlich richtig soweit? Wenn ja, dann beträgt die stärkste mögliche Änderung (bei senkrechter Bewegung der Sonne durch den Umlauf der Erde) etwa 1° pro Tag = 3600"/d = 2,5"/min. Da die Ekliptik aber maximal um ca 24° gegen den Himmelsäquator geneigt ist, bleibt eine Komponente von ca. 1"/min übrig, um die die Sonne während der Kulmination pro Minute laufender Zeit maximal steigt oder fällt, pro Sekunde ca.0,02".

Dieses, so bin ich mir sicher, wird in meinem Observatorium nicht darstellbar sein, und deshalb möchte ich auch darauf verzichten nachzurechnen, um wieviel Bogensekunden oder -minuten ein Stern pro Minute nach Kulmination sinkt. Das geht über z.B. Stellarium wohl schneller. Kommt später dran,die Sonne ist sowieso schon weg.

Viele Grüße
Manfred


53°15'N; 08°49'O

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