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Seite: von 3

Ullrich
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
5164 Beiträge

Erstellt  am: 26.10.2014 :  19:31:10 Uhr  Profil anzeigen  Sende Ullrich eine ICQ Message  Sende Ullrich eine Yahoo! Message  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Xsplendor

Hallo Zusammen, ich würde gerne mal die Einschätzung von erfahrenen Astrofotografen hören ab wann diese Bilder sinnvoll werden.


Ich habe mich zu beginn Eingelesen in diese ganze Dark Flat Bias Geschichte, diverse Quellen haben dann aber behauptet für kurz Belichtete Aufnahmen unter 1 Minute bräuchte man diese Bilder nicht in den stacking Prozess miteinzubeziehen.


Was sagt ihr ab wievielen Sekunden / Minuten Belichtungszeit (Einzelaufnahme) wird es "Sinnvoll" oder "sollte man unbedingt" solche Aufnahmen machen?



Das ist sehr vom Dunkelstrom der verwendeten Kamera abhängig. Das Problem hierbei ist, daß der Dunkelstrom von DSLR-Kameras selten angegeben wird, da sie meist nicht bei definierter fester Temperatur betrieben werden, sondern die Chiptemperatur selbst während einer Aufnahme variiert.
Man kann einen Test machen: Sind auf einer Aufnahme mit 10s bereits viele heiße Pixel, also helle Pixel, die immer an der selben Stelle auftreten, sollte man bereits ab 1s Darkframes aufnehmen. Manche Sensoren erfordern erst ab 1 Minute Belichtungszeit ein Darkframe, aber das ist eher selten. Generell empfiehlt sich die Verwendung von Darks ab 10s, bei hohen Temperaturen auch schon ab 1-2s. Diese Werte sind aber nur als Schätzungen anzunehmen und nicht als fixe Werte - aus den oben genannten Gründen

Gruß

ullrich

Bearbeitet von: am:
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Xsplendor
Altmeister im Astrotreff

Schweiz
1107 Beiträge

Erstellt  am: 29.10.2014 :  12:30:02 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Xsplendor's Homepage  Antwort mit Zitat
Ok, danke für die Antwort Ullrich.

Interessierten Astrofotografie-Einsteigern möchte ich einen Blick in mein Tutorial empfehlen:
http://www.xsplendor.ch/astrofotografie-tutorial.php?Page=Hauptseite

http://www.xsplendor.ch/


Grüsse und allzeit clear sky, Simon

Bearbeitet von: am:
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Sho
Meister im Astrotreff

Schweiz
772 Beiträge

Erstellt  am: 06.01.2015 :  09:40:43 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Sho's Homepage  Antwort mit Zitat
Auf der anderen Seite schaden die Darkframes vor allem bei kurzen Belichtungszeiten ja auch nicht, die Zeit, die man für ein paar Darkframes mit wenigen Sekunden aufwenden muss hält sich da ja sehr in Grenzen.

CS, Matthias
Meade 8" SC LX90

www.matthiasaltermatt.ch

Bearbeitet von: am:
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Kreislauf
Altmeister im Astrotreff


2579 Beiträge

Erstellt  am: 19.05.2015 :  14:39:01 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Bezüglich der Darkframes und der Temperaturproblematik einen Tip.

Bei einer längeren Fotosession durch die Nacht bringt die Praxis seine Darkframes im Nachhinein in der abmontierten Kamera und bis in die Morgenstunden anzufertigen rasche Temperaturabweichungen. Gerade in den wärmeren Jahreszeiten, wenn in den Morgenstunden der Einfluß der Sonne auf die Lufttemperatur stärker wird.

Ob die Darkframes noch passen erkennt man recht genau an der Dateigröße. Hier orentiert man sich am Startwert der ersten Darkframes, die noch zeitnah zu den letzten Lights gemacht wurden. Wenn die Kamera wärmer wird, erhöhen sich Dunkelstrom, Rauschen und die Hotpixelzahl, was sich in der Dateigröße ausdrückt. Läuft die Dateigröße zu sehr vom Startwert weg, so empfielt es sich diese Darks zu verwerfen. Damit man aber noch genügend Darks zur Verfügung hat, lohnt es sich Belichtungszeiten zu standardisieren und Darks fortlaufend mittelfristig zu speichern. So kann man noch Darks aus den letzten Tage und Wochen recyceln, wenn ihre Dateigröße ungefähr dem gesuchten Startwert entspricht (natürlich müssen Kamera, Belichtungszzeit und ISO identisch sein).

Bearbeitet von: Kreislauf am: 19.05.2015 14:45:26 Uhr
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Godnamedthor
Meister im Astrotreff

Deutschland
584 Beiträge

Erstellt  am: 19.05.2015 :  17:17:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Interessanter Ansatz,
jedoch auch stark vom Aufnahmeort und dem Wetter abhängig. Wenn ich in meinem Garten aufnehme variieren die möglichen Belichtingszeiten doch stark mit der Himmelsqualität mit. An guten Abenden schaffe ich mal 10-12 Minuten bevor die Lichtverschmutzung zu sehr durchkommt, an schlechten gehen grad mal 5-7 Minuten. Wie definierst du in dem Bezug "Mittelfristig"?
Spricht prinzipiell was dagegen eine Darenbank für nach Temperatur und Belichtungzeit sortierten Darks? Davon ausgehend das der ISO-Wert identisch ist.
Wie lange kann man alte Darks verwenden? Gibts da ein Verfallsdatum?

Bearbeitet von: am:
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mekbuda
Meister im Astrotreff

Deutschland
856 Beiträge

Erstellt  am: 19.05.2015 :  18:43:53 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Godnamedthor

...
Spricht prinzipiell was dagegen eine Darenbank für nach Temperatur und Belichtungzeit sortierten Darks? Davon ausgehend das der ISO-Wert identisch ist.
Wie lange kann man alte Darks verwenden? Gibts da ein Verfallsdatum?



Hallo,
ich bin zwar jetzt nicht der absolute Experte, aber in den etzten April und teils auch Mainächten war es fast genauso kalt wie in den meisten Februarnächten, so dass ich bei fast allen Aufnahmen auch noch aus der Zeit Darks genommen habe. Wenn die Temperaturunterschiede nicht so groß sind geht das glaube ich. Ich habe erst neue Darks gemacht, als z.B. zu Begin einer Aufnahmeserie die Temperatur bei 12°C lag und zum Ende bei vielleicht 9 - 8°C. denn so warm wars im Feb dann auch wieder nicht. Teils wurde es dann noch kälter bis runter auf 5 - 4°C. Da hab ich die vom Feb genommen.
LG
Jörg

LG
Jörg

Skywatcher 6" f5 pds Newton, GSO 8"f5 Newton Neq5 Goto, EQ6 R, EOS 1300Da, Nikon 5100, zoom 18-55, zoom 55-200mm

Bearbeitet von: am:
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skanker
Senior im Astrotreff

Österreich
204 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  13:09:54 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich habe das Internet zu diesem Thema durchforstet und es haben sich für mich folgende Fragen ergeben:

Voraussetzung: Kamera -> Canon 6D(A) // Objektiv-> Brennweiten von 50-200mm // Benutze keine Teleskope (!)

1)Laut Berichten hat die Canon 6D einen "Rauschunterdrücker" eingebaut welcher die Erstellung von Darks fast "überflüssig" macht...
Stimmt das?

2)In meinem Workflow lade ich die Bilder in Lightroom und mache dort immer die Objektivkorrekturen. Danach exportiere ich die Bilder für die weiter Bearbeitung als TIFF. Die Korrekturen beseitigen eine eventuelle Vignette... Kann ich mir dadurch die Flats ersparen oder beinhalten die noch weitere Infos die abgezogen werden sollten!?

CS Gernot

https://www.astrobin.com/users/Gernot_Obertaxer/

Bearbeitet von: skanker am: 20.09.2018 13:11:03 Uhr
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optikus64
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1369 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  13:40:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

nein, das hat nichts miteinander zu tun.

Bitte dringend das Thema "Bildkalibrierung" durchgehen. Das hier aufzudröseln, zumal bereits vielfach diskutiert, sprengt den Rahmen.

CS
Jörg

Arise, arise, Riders of Théoden!
Spear shall be shaken,
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A sword-day,
A red day, Ere the sun rises!
Ride now, ride now, ride!
Ride for ruin and the world's ending!

Bearbeitet von: am:
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der alex
Meister im Astrotreff

Deutschland
843 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  14:41:33 Uhr  Profil anzeigen  Besuche der alex's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Gernot,

Es hat , meiner Meinung nach,doch was damit zu tun.
Wenn du die rauschunterdrückung bei langzeitbelichtung meinst, macht deine Kamera nach jedem Bild ein Dark. Dadurch dauert es auch doppelt solange ein Bild aufzunehmen. Ob Canon nun dieses vom Light subtrahiert und das Ergebnis besser wird, als wenn man einige Darks am Ende des Abends macht, weiß ich nicht. Der Nachteil ist, das ein 5 min. Bild jedes mal 10 min. dauert. Zu deinem zweiten Punkt. Es geht nicht nur um vignettierungen sondern auch um Dreck, welcher sich als so genannter Donut bemerkbar macht. Insofern ist es schon sinnvoll. Siehe seite 1

Viele Grüsse

Meade 8 Zoll SC,
William Optics GT 81 Apo,
William optics spacecat
Mgen 2, Canon Eos 200d CentralDs gekühlt
Neq 6
Canon Eos 1300da

Bearbeitet von: der alex am: 20.09.2018 14:43:51 Uhr
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skanker
Senior im Astrotreff

Österreich
204 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  15:41:23 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Ich meinte etwas Anderes... Ich hatte einen Artikel gelesen, in dem behauptet wurde, dass die Canon 6D ein sehr geringes Dunkelstrom -Rauschen hat und so Darks nicht unbedingt nötig sind. Kann ja sein,dass dies Humbug ist... Deswegen hier meine Frage :)

CS Gernot

https://www.astrobin.com/users/Gernot_Obertaxer/

Bearbeitet von: am:
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optikus64
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1369 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  15:44:21 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi,

das kam so nicht raus.

Die neuen DSLR sind schon sehr gut, mit Dithern und anderen Verfahren kommt man vielleicht ohne Darks aus, aber nie ohne Flats. Denn die nehmen nicht nur die Vignettierung weg sondern auch alle störenden Staubartefakte usw., die aus dem Lichtweg kommen, egal von wo. Dafür gibt's nach meiner Kenntnis noch keinen "Hack" mit dem man das anders umschiffen kann. Und wenn's ans Eingemachte geht was das Motiv angeht, wird sowieso nix anderes übrig bleiben. Ich bin da eher ein Verfechter der mathematisch richtigen Kalibrierung, der Rest ist hingerechnet, und hinrechnen muss man ohnedies noch genug ...

CS
Jörg

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KometC8
Altmeister im Astrotreff


1106 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  15:54:03 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Dürft ich da auch grade noch ne Frage anhängen?

Ich hab in meiner ALCCD8L irgend einen Fusel o.ä.,
der wandert mir jetzt seit Tagen durch's Bild bzw. verändert seine Position

Jetzt hab ich klar am Anfang der Serie Flats gemacht,
die diesen Fussel jedoch nur mit der Position des ersten Tages eliminieren, da hat man wohl keine Chance das irgendwie "wegzustacken"?
Also z.B. jeden Morgen neue Flats machen, dann ein Summenbild dieser Nacht machen usw. etc.?

Ich will die Kamera jetzt nicht runterholen da ich heute Nacht nochmals das Objekt belichten will.

MfG
Chris

TS 90/600 auf CEM25P / Nikon D5600a / MGEN an 60mm Sucher

Bearbeitet von: am:
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skanker
Senior im Astrotreff

Österreich
204 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  16:05:32 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Danke für eure Antworten :)

https://www.astrobin.com/users/Gernot_Obertaxer/

Bearbeitet von: am:
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optikus64
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1369 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  16:56:19 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Moin,

so'n wanderndes Teil nervt, da bleibt nur der Versuch, wenn er in der Belichtungsreihe rumklimpert ihn wegzuclippen, aber ob das geht? Ich wäre für eliminieren, auch wenns Arbeit macht.

CS
Jörg

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der alex
Meister im Astrotreff

Deutschland
843 Beiträge

Erstellt  am: 20.09.2018 :  17:15:50 Uhr  Profil anzeigen  Besuche der alex's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Chris,

Doch das geht schon. Ich denke warum nicht. Du machst deine bildserie von dem Objekt, machst deine Dark und flats und dann stakst du das ganze. Die nächste Nacht dasselbe. Das ganze immer wieder und die Ergebnisse der einzelnen Nächte stapelst du nochmal.
Also gemacht habe ich es noch nicht aber du hast jede Nacht fertig kalibrierte Bilder, welche du nochmals stackst. Da das Rauschen ja ein zufälliges grisseln ist ,verbesserst du dieses durch das stapeln der einzelnen summenbilder.

So denk ich mir das .....warum nicht

Viele Grüsse

Meade 8 Zoll SC,
William Optics GT 81 Apo,
William optics spacecat
Mgen 2, Canon Eos 200d CentralDs gekühlt
Neq 6
Canon Eos 1300da

Bearbeitet von: der alex am: 20.09.2018 17:20:39 Uhr
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