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 Buchrezension "Astronomie-Atlas"
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Ute07
Meister im Astrotreff

Deutschland
409 Beiträge

Erstellt am: 18.05.2014 :  19:46:55 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Astronomie-Atlas
Monat für Monat


Autor:Will Gater, Giles Sparrow
Verlag: Dorling Kindersley Verlag
128 Seiten
Preis: € 15,40
ISBN: 978-3-8310-2330-1

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© Dorling Kindersley Verlag
Mit freundlicher Unterstützung
des Verlages


Klappentext:

Dieser praktische Atlas zeigt, wie Sie sich das ganze Jahr über am Nachthimmel orientieren und die interessantesten Himmelsobjekte auffinden können

  • Grundlagenwissen zu Beobachtungstechniken und sinnvolle Ausrüstung

  • Detaillierte doppelseitige Monatskarten für Nord- und Südhimmel zeigen, welche Sterne, Sternbilder und Objekte sichtbar sind

  • Sehenswerte Galaxien, Sternhaufen, Nebel – Höhepunkte am Nachthimmel werden für jeden Monat ausführlich erklärt

  • Mit Extra-Karten zu den Positionen der Planeten in den nächsten Jahren

  • Jahrestafeln verzeichnen wichtige astronomische Ereignisse bis 2021



Rezension:

Dieser Atlas kommt etwas größer als A4 Format mit einer ansprechenden astronomischen Titelgestaltung daher. Bei einem ersten Durchblättern fallen die vielen Fotos, Grafiken und Sternkarten auf, die den größten Teil dieses Buches einnehmen.

Aber von Anfang an …
Das Buch gliedert sich auf in einen Einführungsteil „Blick nach oben“, den Kartenteil mit monatlichen Sternkarten und einen Almanach.

Im „Blick nach oben“ erfährt man, mit welchen Entfernungen in der Astronomie gearbeitet wird und anhand von Grafiken werden die Grössenverhältnisse einleuchtend vermittelt. Die Orientierung am Nachthimmel ist ein weiterer Punkt und es wird das System von Rektaszension/Deklination im Vergleich zu den Längen- und Breitengraden auf der Erde dargestellt.
Dass der Himmel jeden Tag anders aussieht, ist jedem klar, aber warum? Auch hierfür wieder einprägende Grafiken, auch wie es zu Finsternissen kommen kann und wieso es Halbschattenfinsternisse und ringförmige Sonnenfinsternisse gibt.
Dann noch eine Doppelseite zur Beobachtung, über warme Kleidung, Rotlichtlampe bis zu unterschiedlichen Fernglas- und Teleskoptypen bis hin zur Astrofotografie.

Es folgt der Kartenteil mit einer Einführungsseite und anschließend für jeden Monat 4 Doppelseiten.
Jeder Monat beginnt mit einem Überblick mit Hinweisen zu Konstellationen, Asterismen und Sternen sowie interessanten DeepSky-Objekten und Meteorschauern sowohl für nördliche als auch südliche Breiten. Außerdem werden jeden Monat 2 Sternbilder mit einem Kartenausschnitt und ein paar Fakten und Bemerkungen vorgestellt. Den größten Platz auf diese Übersicht nimmt jedoch eine Karte des Planetenlaufs ein. Auf einer Karte der Ekliptik sind die Positionen der Planeten von 2013 bis 2021 jeweils zum 15. des jeweiligen Monats eingezeichnet. Dies klingt erst einmal recht verwirrend, ist aber gut gelöst, so dass man sich nach wenigen Augenblicken gut zurecht findet.
Die folgende Doppelseite beherbergt jeweils eine Grafik des sichtbaren Himmels mit den Sternbildern bei Beobachtungsstandorten an 20°, 40° und 60° Nord sowie auf der Seite für südliche Breiten zu 0°, 20° und 40° Süd. Ein paar schöne Himmelsobjekte, die sich im beobachtbaren Bereich befinden, werden mit einem Foto und ein paar Bemerkungen vorgestellt.
Die dritte Doppelseite enthält eine Karte des gesamten Himmelsgewölbes in nördlichen Breiten mit Blickrichtungsangabe und eingezeichneten Himmelsobjekten. Das gleiche findet sich auf der vierten Doppelseite für südliche Breiten, wieder für Standorte an 0°, 20° und 40° Süd. Die eingezeichneten Himmelsobjekte werden unterschieden in Galaxien, Kugel- und offene Sternhaufen, Diffuse Nebel und Planetarische Nebel.
Das Buch schließt mit einem Almanach von 2013 bis 2021 mit Hinweisen zu besonderen Himmelsereignissen wie Mond- oder Sonnenfinsternissen aber auch zur Sichtbarkeit der Planeten.
Ein einseitiges Glossar und natürlich ein Inhaltsverzeichnis runden das Bild ab.

Wenn man das Buch in die Hand nimmt, macht es einen guten Eindruck, fester stabiler Einband, gedruckt auf festem Papier, gute Qualität der Fotos und übersichtliche Grafiken.
Die meisten Seiten haben einen schwarzen Hintergrund, dadurch wird mit den farbigen Grafiken und Sternkarten einen schöner Effekt erreicht.
Es findet sich in dem Buch auch der Hinweis, niemals mit Teleskop oder Fernglas auf die Sonne zu blicken. Leider ist dieser Hinweis nicht besonders hervorgehoben und durch den Abdruck unterhalb des Impressums wird er auch leicht übersehen.
Die ersten Seiten wirken durch die vielen Grafiken überladen, was sich verliert sobald man sich mit den kurzen und knappen Erklärungen befasst.
Es wird versucht, mit möglichst wenig Text sehr viel zu erklären, das ist durch die übersichtlichen Grafiken gut gelungen.
Natürlich kann man in wenigen Doppelseiten nicht wirklich alles erklären, dennoch kann das Buch ein erstes Interesse wecken. Auch sind die Himmelskarten das Hauptanliegen des Buches und für erste Ausflüge mit dem Fernglas sind diese locker ausreichend. In den Himmelskarten sind Messier- und einige NGC-Objekte eingezeichnet. Dass dabei M1 zum Planetarischen Nebel wird, kann man wohl verkraften
Es sind Sterne bis zur 5. Größenklasse eingezeichnet, die Darstellung ist sehr ansprechend, auch das Band der Milchstraße ist angedeutet.
Obwohl die Karten über zwei Seiten reichen, gibt es kein Problem in der Mitte des Buches, die Karten sind so gedruckt, dass auf beiden Seiten ausreichend Kartenmaterial doppelt gedruckt ist.

Was mir im Astronomie-Atlas nicht gefallen hat, es sind viele schöne Fotos von astronomischen Objekten abgedruckt, aber es steht nirgendwo dass man diese im Teleskop nur wesentlich schwächer und nicht farbig sehen kann. Damit wäre der Frust dann wieder vorprogrammiert, besonders wo in einem Abschnitt über Teleskope ein Refraktor mit 60 – 80 mm Durchmesser als normales kleines Teleskop bezeichnet wird.
Gut, im Absatz über Astrofotografie wird erwähnt dass es sich oft um sehr lange Belichtungen oder um aus vielen Einzelbildern gestackte Fotos handelt, was ja auch mit kleiner Öffnung erzielt werden kann. Trotzdem ist das Bild, welches man beim Durchschauen sieht, von den farbigen Astrofotos so weit entfernt wie mein kleines Skylux 70/700 von Hubble.

Das Buch ist eindeutig für Einsteiger zugeschnitten und kann für die angehenden Hobby-Astronomen viele ersten Fragen klären. Es kommen im Text natürlich Fremdworte vor, der größte Teil wird im Glossar erklärt.


Fazit:

Bei dem Astronomie-Atlas handelt es sich um ein schön aufbereitetes Buch, das nicht nur für Kinder und Jugendliche geeignet ist. Wer ein erstes Interesse für Astronomie hat und mal reinschnuppern möchte, dem wird hier eine Grundlage geboten mit vielen Grafiken, welche einige Zusammenhänge sehr gut veranschaulichen. Dass das Thema Astronomie damit nicht vollständig abgedeckt werden kann, dürfte jedem klar sein, das ist auch sicher nicht das Ziel dieses Buches.
Aber Interesse wecken, die Schönheit des Nachthimmels selber zu entdecken – das kann dieses Buch und gibt viele empfehlenswerte Ziele für Ausflüge am Himmel vor.


53.401 N, 8.023 O

Capt. Kirk: GSO Dobson 12"
Albert Einstein: Bresser Skylux 70/700
Col. O'Neill: GSO 8" Parabol Newton auf HEQ5
Caroline Herschel: Meade ETX70
zu Hause im "Astrobunker"

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