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Seite: von 7

Caro
Astrophysikerin

Deutschland
5639 Beiträge

Erstellt  am: 14.11.2009 :  12:47:43 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Caro's Homepage
Michael,

bitte lies nach was ich oben auf dein Posting geantwortet habe. Die Situation in Hamburg ist mit den meisten Bundesländern nicht vergleichbar.

Caro

PS. Wie haben eigentlich die Generationen vor uns das Abi geschafft, als man gar keine Fächer abwählen konnte?

Bearbeitet von: am:
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FrankH
Altmeister im Astrotreff


9698 Beiträge

Erstellt  am: 14.11.2009 :  13:08:41 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Michael

sage ich doch das System ist Mist
ich bin auch nicht der Auffassung das die Schule dazu da sein sollte mehr wie das Nötigste auswendig zu lernen, wichtiger sind Grundwerte und zu lernen Probleme selbstständig zu lösen, gibt ja Bücher, mit ein paar Grundkenntnissen und der Fähigkeit zum Lesen und rechnen sollte man wohl die meisten Aufgaben lösen können.

Diese Spezialisierung bedeutet das du dich früh festlegst, wenn das dann später nicht gebraucht wird hast du eben verloren, gut für die Wirtschaft und schlecht für dich, so ein System will ich nicht gutheißen

Gruß Frank

Bearbeitet von: am:
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Dysnomia
Meister im Astrotreff

Deutschland
858 Beiträge

Erstellt  am: 14.11.2009 :  17:22:08 Uhr  Profil anzeigen  Sende Dysnomia eine ICQ Message
Auch ich bin dafür, den Astronomieunterricht bundesweit als Pflichtfach zu etablieren, wenn man bedenkt, das der Aberglaube mittlerweile wieder gesellschaftsfähig wird und dadurch unter Umständen Verschwörungstheorien aus Unkenntnis entstehen (siehe Mondlandelüge, 2012 Unsinn etc.). Auch könnte man den Kindern und Jugendlichen verstärkt umweltbewustes Denken vermitteln.

Auch finde ich es unerhört zu behaupten, dass die Schule nur Wissen vermitteln soll, die für die Wirtschaft und zukünftige Arbeitgeber wertvoll ist. Schließlich liegt das nicht vorrangig im Aufgabenbereich der Schule. Aber leider stehen am Ende immer noch die wirtschaftliche und finanzielle Interessen.

Aufgrund leerer Kassen, dem allgemeinen Lehrkräftmangel und anderer politischer Gründe sehe ich allerdings kaum Aussichten auf Erfolg. Zumindest wäre die Überlegung die Astronomie als Wahlpflichtfach einzuführen, eine mögliche Option.

Siehe auch meinen Blog-Artikel


Gruß und cs
Andreas

Meade LXD55 10" f/4
GSO Dobson 8" f/6
Bresser Skylux 70/700mm
Canon EOS 600D / 100D / 1000Da

---
Das Weltall ist ein Kreis, dessen Mittelpunkt überall, dessen Umfang nirgends ist. - Blaise Pascal

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Christoph_Lohuis
Senior im Astrotreff


154 Beiträge

Erstellt  am: 14.11.2009 :  20:05:41 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Christoph_Lohuis's Homepage
Hallo lucas w,

ich verstehe, was du sagen möchtest. In einer solch komplexen Diskussion wie dieser, bedarf es aber einer exakten Sprache (mal als Hinweis für die Bedeutung des Unterrichtsfaches "Deutsch"). Deine gewählte Formulierung ist für "Außenstehende" aber mehr als eindeutig, wobei der Schwerpunkt auf dem letzten Teil deiner Aussage liegt:

---
--
Zitat:Welche Fächer könnte man dann wegfallen lassen?

Religion, Sport, GL, Biologie, Kunst... alles Fächer in denen man nichts oder nichts nützliches lernt.
--
---

Es ist doch gerade die Biologie, welche mit den hier angeführten Argumentationssträngen zur Astronomie als Unterrichtsfach mehr als Stand halten kann (neben einem fächerübergreifenden Charakter, ist es doch insbesondere der "Schülerbezug" oder viel besser "Menschen- und Gesellschaftsbezug). Ich kann deine Antwort in etwa abschätzen ... aber du musst dann genau differenzieren, ob es sich um ein strukturelles oder um ein subjektives Problem handelt!

Liebe Grüße und schön, dass du als "9. Klässler" an dieser Diskussion teilnimmst (finde ich wirklich toll!).

Christoph Lohuis

www.avgb.de

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marcelinhio
Senior im Astrotreff

Deutschland
216 Beiträge

Erstellt  am: 14.11.2009 :  20:41:25 Uhr  Profil anzeigen  Sende marcelinhio eine ICQ Message
Zitat:
In einer Projektwoche hat man dann wenigstens mal Zeit eine Sternenwarte zu besuchen oder den Unterricht in dunklere Stunden zu verlegen.


Das muss nun wirklich nicht so sein.
Ich hatte letztes Jahr Astronomie als Projektwoche, und eins kann ich euch sagen: Wenn der Reguläre Astronomie Unterricht so verlaufen würde, würde das bestimmt keiner wählen.

Wir waren weder im Planetarium in Bochum, noch haben wir irgendetwas anders halbwegs interessantes gemacht.

Wir haben nur die Mytologie der Sternbilder besprochen und in der Aula das Sonnensystem auf den Fußboden geklebt (Von der Sonne bis zum Neptun waren es sage und schreibe 10 meter)

Ich würde sagen, sowohl in einer Projektwoche, wie auch als Schulunttericht lohnt sich das Thema Astronomie nur, wenn der Lehrer Ahnung von der Materie hat, denn sonst kann man sich sowas gepflegt in der ***** schieben.

T´schuldigung wegen dieser Ausdrucksweise aber anders wusste ich es nicht zu beschreiben


Gruß Marcel

Newton Reflektor 200/1000;Meade ETX 70 AT;BOBOptik 10-30*60;Canon EOS 1000D

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Ute07
Meister im Astrotreff

Deutschland
414 Beiträge

Erstellt  am: 14.11.2009 :  22:57:32 Uhr  Profil anzeigen
So, dann will ich meinen Ketchup auch mal dazu geben

Wie man aus vielen Meinungen heraus hören kann, liegt es bei den naturwissenschaftlichen Fächern mit den Lehrern ziemlich im Argen.
Das war zu meiner Zeit auch schon so (Abschluß 1974). Der Gemeinschaftskundelehrer sollte uns Physik beibringen und hat 3 Stunden auf dem Relais rumgekaut ... bis ER es endlich begriffen hatte
Ansonsten hatte er überhaupt nicht die Spur einer Ahnung von dem Stoff.
Biologie hatten wir nur 1 oder 2 Jahre, dann fiel das aus wegen Lehrermangel.
Aber Lukas, Bio ist überhaupt nicht nur Theorie, man braucht nur mal vor die Tür zu gehen und sich zu bücken ... boah, da stehen Pflanzen = Biologie. Man kann sich natürlich auch mit der Fliege an der Decke (= auch Biologie) im Klassenzimmer beschäftigen
Nach meiner unmaßgeblichen Meinung werden die Schüler einfach zu Versuchstieren für immer monströsere Schulsystemversuche. Das fing schon an mit Orientierungsstufe und Mengenlehre, wobei ich nie verstanden habe, wozu das letztere sinnvoll sein soll. Oder rechnet noch irgend jemand damit?
Warum wird den Schülern nicht beigebracht, das lernen Spaß machen kann, dass eine Materie immer spannender wird, je mehr man davon versteht? Warum gibt man nicht den Anstoß zum Lernen?
Dann würde jeder sich alle 10 Finger nach Astronomie-Unterricht lecken, denn der Stoff kann spannend und aufregend sein. Es ist einfach überwältigend sich vorzustellen, das was ich da am Himmel sehe ist so viele Millionen LJ entfernt.
Die Politiker reden vom lebenslagen Lernen, die heutigen Schüler haben (verständlicherweise)jetzt schon die Nase davon voll. Wenn sie einige Jahre aus der Schule raus sind und das Ganze mit etwas Abstand betrachten, sieht es schon wieder ganz anders aus, dann kommt evtl. auch Interesse an einigen Fächern auf, für die man in der Schule keinen Finger krumm gemacht hätte.
Es hapert nicht an den Schülern, sondern an den Schulsystemen, an den Lehrern (und oft auch am Elternhaus) wenn die Schüler keinen Bock mehr auf Lernen haben.

Das wars, und bitte nicht schlagen

Liebe Grüße
Ute (die glücklicherweise schon lange aus der Schule ist )

53.401 N, 8.023 O

Capt. Kirk: GSO Dobson 12"
Albert Einstein: Bresser Skylux 70/700
Col. O'Neill: GSO 8" Parabol Newton auf HEQ5
Caroline Herschel: Meade ETX70
zu Hause im "Astrobunker"

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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
9502 Beiträge

Erstellt  am: 15.11.2009 :  02:34:27 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
... wenn man bedenkt, das der Aberglaube mittlerweile wieder gesellschaftsfähig wird ...


Dagegen hilft nur eine profunde Problemlösungskompetenz, die - unabhängig vom Fach - diesen Aberglauben offenbart. Dieser Aberglauben tarnt sich schließlich gerne ständig neu hinter Unwissen, unzulässiger Dialektik und Suggestiv-Thesen, die viele - mangels Kompetenz - dann nicht durchschauen/widerlegen können.

Wer nicht rechnen kann, dass z.b. 2x2=4 ist, muss dann einen "Joker ziehen" und macht eine Umfrage und glaubt der Mehrheitsmeinung, die vielleicht so bei 4,15 liegt. Wenn dann einer behauptet, dass es aber genau 4,000000 ist nicht 3,999998 und auch nicht 4,00001, dann ist man nicht in der Lage, dies zu überprüfen. Und morgen geht's dann vielleicht um 2^2 oder (3-1)*(1+1) oder das biblische Alter der Erde vs. C14-Isotopentest von Holzstämmen.

Gruß

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Energy1957
Mitglied im Astrotreff


47 Beiträge

Erstellt  am: 15.11.2009 :  11:51:33 Uhr  Profil anzeigen
Astronomie als Schulfach? Fände ich Klasse, vorallem, da ich an der Materie wortwörtlich interessiert bin.
Aber heutzutage wird sich der Unterricht vorallem bei Schülern warscheinlich schwer durchsetzen. Die meisten Jugendliche finden es "uncool" über "diese komischen Planeten und so" zu reden, weil sie dem Fach keine Chance geben sich zu entfalten und ihre Vorbilder, sprich Lieblingsmusiker, sowieso alles und jeden verteufeln, was mit Schule zu tun hat. Man denke nur an Sido oder Eminem...

Ich bin noch jung, deshalb kann ich vielleicht nicht ganz so gut mitreden, aber dass der Unterricht von den Schülern nicht angenommen wird, steht denke ich auf der Hand. Vorallem Haupt- und Realschule werden da große Probleme kriegen. Ich kenne einen Realschüler, der - wenn neuer Stoff in Mathe drankommt - sofort "check ich net" sagt und erst gar nicht dafür lernt, weil er es angeblich ja nicht versteht...

Und überhaupt geht es mit der Jugend den Bach runter, das liegt wie oben schon gesagt hauptsächlich an den schlechten Vorbildern. Man kann schon fast sagen, dass das von der Regierung gewollt ist, womit wir zu dem Thema "Meinungsmanipulation" kommen, die besagt, dass die Jugend so "dumm" werden soll, damit die Freidenker aussterben und die Regierung so dem Grundinstinkt des Menschen, sein eigenes Ego zu sein, keinen Handlungsspielraum mehr lassen. Aber das steht hier nicht zur Debatte.
Dass es an den Ballerspielen liegt kann ich nicht nachvollziehen, ich spiele auch welche und habe es dennoch auf das Gymnasium geschafft.

Entschuldigt, falls dieses Thema schon einmal aufgegriffen wurde, ich habe jetzt nur die erste Seite gelesen.

Bearbeitet von: Energy1957 am: 15.11.2009 12:07:04 Uhr
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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
9502 Beiträge

Erstellt  am: 15.11.2009 :  13:41:10 Uhr  Profil anzeigen
Hi Energy,
Zitat:
... Und überhaupt geht es mit der Jugend den Bach runter ...
Ich sach mal: Wir haben die beste Jugend der Welt! Oder kennst Du derzeit eine bessere?

Ich kann dieses "Geschwafel" nach dem Motto "früher war alles besser" nicht mehr hören, ich lebe nicht "früher" sondern jetzt (... und zähl mich mit 43 gewiss nicht mehr zu den Jugendlichen).

So schön das mit Astronomie in der Schule sein mag, bin ich dennoch vorsichtig mit Forderungen nach einem eigenen Schulfach. Zuvor sollte man erst mal die Lernziele zum Bereich "Astronomie" definieren und dann schauen, was bereits in anderen "Fächern" geleistet wird. Alles andere halte ich für einen Schnellschuss. Mir persönlich würde es schon reichen, wenn in der öffentlichen Meinung und im Schulsystem die naturwissenschaftliche Ausbildung insgesamt einen besseren Stellenwert erhalten würde. Da kommt mir nämlich die K.... (anderes Wort für Mageninhalt) hoch, wenn ich sehe, dass mancher Prominenter damit kokettiert, dass er z.B. von Mathe keine Ahnung hat und auch noch Beifall erhält.

Gruß

Kalle - Alles wird gut !
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Bearbeitet von: am:
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Energy1957
Mitglied im Astrotreff


47 Beiträge

Erstellt  am: 15.11.2009 :  14:57:48 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: Kalle66

Zitat:
... Und überhaupt geht es mit der Jugend den Bach runter ...
Ich sach mal: Wir haben die beste Jugend der Welt! Oder kennst Du derzeit eine bessere?


Ich habe ja nicht "unsere" geschrieben.

Bearbeitet von: am:
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FrankH
Altmeister im Astrotreff


9698 Beiträge

Erstellt  am: 15.11.2009 :  15:59:07 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: Kalle66

Hi Energy,
Zitat:
... Und überhaupt geht es mit der Jugend den Bach runter ...
Ich sach mal: Wir haben die beste Jugend der Welt! Oder kennst Du derzeit eine bessere?

Ich kann dieses "Geschwafel" nach dem Motto "früher war alles besser" nicht mehr hören, ich lebe nicht "früher" sondern jetzt (... und zähl mich mit 43 gewiss nicht mehr zu den Jugendlichen)...........



Hi

sorry, ich sage mal einfach ja, weil mit 8 auf dem Schulweg schon offen die erste Kippe und mit 11 ins Koma gesoffen ist nicht gerade ein Fortschritt, habe natürlich Versdtändnis dafür das man in solcherlei Drogenrausch den Schulstoff nicht mehr schafft, der viele Unterrichtsausfall ist letztlich auch bloß ein psychische Folge des auftretens dieser besseren Jugend.

ok. die Mineralölsteuer war niedriger
die Umsatzsteuer war niedriger
der Reallohn war höher
die kassenärtzliche Versorgung war besser
die Arbeitslosenquote war niedriger
das Schulsystem war einfacher aufgebaut
es gab tatsächlich noch deutsche Wertarbeit, ein Zeichen dafür das was produziert wurde
und vor allem war das Wetter besser

von letzterem mal abgesehen alles per Gesetzt so beschlossen, das brauchst du nicht zum Mageninhalt vorne raus finden, das geht auf hinten den Körperverlassen hinaus, ist wohl eine Kriese, aber schon länger, oder Fehlentwicklung, ist aber nur eine Frage des Standpunktes


in Bildung wird wirklich zu wenig investiert, das sieht man auch an der Pisastudie, da wird nur eingespart, Fächer abwählen passt da schon gut rein

Gruß Frank

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lilongwe
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1617 Beiträge

Erstellt  am: 15.11.2009 :  17:59:16 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: FrankH
sorry, ich sage mal einfach ja, weil mit 8 auf dem Schulweg schon offen die erste Kippe und mit 11 ins Koma gesoffen ist nicht gerade ein Fortschritt, habe natürlich Versdtändnis dafür das man in solcherlei Drogenrausch den Schulstoff nicht mehr schafft, der viele Unterrichtsausfall ist letztlich auch bloß ein psychische Folge des auftretens dieser besseren Jugend.



Das ist doch immer wieder schön, zu lesen wie einige Volldeppen den Status einer ganzen, zum allergrößten Teil normalen Altersgruppe in den Dreck zu ziehen. Aber ich werde das jetzt nicht wieder richtigstellen, das ist mir nach 20.000 malen, wo ich das gemacht habe, inzwischen zu dumm.
Noch schöner ist es nämlich zu wissen, das die ganzen Erwachsenen, die keine Ahnung haben das ohnehin nicht glauben und weiterhin Müll verbreiten!

Bis Dann,

Michael

Skywatcher 150/750mm auf H-EQ5
Canon EOS 400D mit Canon 10-18, Tamron 17-50 und 70-300

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FrankH
Altmeister im Astrotreff


9698 Beiträge

Erstellt  am: 15.11.2009 :  18:43:19 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Michael

ganz sicher kann man da nicht alle über einen Kamm scheren, sagen wir mal wir taten das alles ein paar Jahre später, außerdem ist es auch von Außen so begünstigt worden, das Selbstbewustsein derer die etwas quer schlagen dies auch öffentlich zur Schau zu stellen ist aber auch gewachsen, gibt aber auch umgekehrt eine Menge Musterschüler, die Schere wird größer, wahrscheinlich können dann nicht alle in einer Klasse dem selbem Ziel folgen, was macht man dann Unterricht für die zurück hängenden für die ganz schlauen, mittelmaß oder lässt man das Fach abwählen?
Immerhin schaffen es die Grundschüler schon über die Straße ohne mit Butterflymesser rumzufuchteln, das war ja vor 15 Jahren ganz wild.
Vielleicht passt das Schulsystem einfach nicht mehr zu den Schülern, oder man hat im Vorfeld was verpasst, das ist nun zB. in Frankreich ganz anders.

Gruß Frank

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R_Andreas
Meister im Astrotreff

Germany
397 Beiträge

Erstellt  am: 15.11.2009 :  22:38:31 Uhr  Profil anzeigen
Hallo zusammen,

ich möchte auf Caros und Matthias' Beiträge eingehen, in denen sinngemäß darstellt wird, dass durch die Astronomie ein fachübergreifendes naturwissenschaftliches Fach geschaffen werden könnte. Das Argument ist stark, man würde natürlich viele chemische, physikalische und mathematische Dinge quasi im Vorbeigehen am lebenden Beispiel erfahren. Da ich Biologie studiert habe kann ich relativ genau abschätzen, dass man in der Biologie ähnliche Kompetenzen benötigt, ein Chemiker wird vermutlich das gleiche behaupten, der Physiker sowieso. Das wäre dann mein Gegenargument, es gibt bereits drei solche interdisziplinäre Fächer in der Schule, warum also noch eines schaffen? Astronomie ist ein Teilbereich der Physik und hat nichts elementareres zu bieten als die genannten anderen Fächer.

Mit Religion hat Astronomie nun wirklich nichts zu tun, dann schon eher mit Ersatzreligion. Wer den "lieben Gott" am nächtlichen Sternenhimmel sucht, mag ihn aber dort vielleicht trotzdem finden.

Was ich gar nicht sinnvoll finde ist die Forderung einiger, sozialwissenschaftliche Fächer zu kürzen. Unsere Schüler profitieren von der universellen Grundausbildung in den Schulen, die Spezialisierung sollte später erfolgen. Wer das partout nicht möchte hat die Möglichkeit, auf ein technisches Gymnasium zu wechseln, oder vielleicht auf eine Walldorf Schule. Aber am Ende müssen sie doch alle das Zentralabitur machen.

Thema Petition - die wendet sich an Politiker, diese setzen sich nur für Mehrheiten ein, oder für lobbystarke Gruppierungen, jedenfalls sicher nicht für Hobbyastronomen, also vergesst es einfach und verpulvert Eure endliche Lebensenergie nicht an solchen Dingen.

Viele Grüße
Andreas

Bearbeitet von: am:
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FrankH
Altmeister im Astrotreff


9698 Beiträge

Erstellt  am: 15.11.2009 :  23:04:40 Uhr  Profil anzeigen
Hallo

mikr würde es da mehr um eine Grundinformation gehen, eben der Aufbau, materielle Beschaffenheit und die Einheiten um die Dimension von Raum und Zeit begreiflich zu machen. Die erkenntniss auf was für einen Fliegenkekel wir im Gegensatz zu den Entfernungen bloß mal zur Nachbargalaxie sitzen lässt schon über einiges anders denken.
Wenn man weiß wie die Planisphäre benutzt wird und mit den Staundenwinkeln umgehen kann um möglicherweise ein Objekt einzustellen, und man dann eine Vorstellung hat was man da eigentlich sieht wäre das schon eine feine Sache.
Muß ja nicht alles gleich in Streß ausarten, wenn jeder 10000 dann aus intresse sich selbst weiter bildet und entsprechend studiert ist ausreichend, für den rest hat es sicher anderen Nutzen.
Westen ist ja bei uns da wo Moos an den Bäumen wächst, ist mir biologisch völlig egal hatte aber schon seinen Nutzen ;) irgendwo hat man das auch mal gelernt und es macht Sinn.

Gruß Frank

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