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 Petition gegen Lichtverschmutzung abgeschlossen
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Seite: von 2

Sternwarte-Johannisthal
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
14 Beiträge

Erstellt am: 03.10.2009 :  12:20:45 Uhr  Profil anzeigen
Hallo,

...fast zwei Jahre später...

Am 25.09.09 bekam ich vom Petitionsausschuss per Brief die Mitteilung, in dem steht, das der Deutsche Bundestag die Petition am 08.09.09
beraten und folgendes beschlossen hat.

1. Die Petition

a.) der Bundesregierung-dem Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit-zu überweisen,

b.) den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis zu geben,

2. das Petitionsverfahren im Einzelfall abzuschliessen.

Drucksache : 16/13960

Die Begründung wird demnächst auf der Webseite des Deutschen Bundestages unter " Abgeschlossene Petitionen " zu lesen sein.


Mit sternfreundlichen Grüssen

Roy Hengst

Bearbeitet von: am:

Maurice
Altmeister im Astrotreff

Netherlands
2841 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2009 :  12:31:43 Uhr  Profil anzeigen
Und auf allgemein verständlichem Deutsch heißt das jetzt was?

Bearbeitet von: am:
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BennyH
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1863 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2009 :  12:33:53 Uhr  Profil anzeigen  Besuche BennyH's Homepage
Hallo,

Zitat:
Und auf allgemein verständlichem Deutsch heißt das jetzt was?


Klappe zu Affe tot

Wobei ein Hoffnungsschimmer, dass die verantwortlichen Politiker zumindest mal das Anliegen auf ihre Schreibtische bekommen...


cS Benny


Bearbeitet von: BennyH am: 03.10.2009 12:35:53 Uhr
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Setebos
Meister im Astrotreff


809 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2009 :  13:25:02 Uhr  Profil anzeigen
Lichtverschmutzung?

Ist doch gar kein Thema mehr.
Wenn nun die Laufzeiten der Atomkraftwerke wieder verlängert werden, gibt's doch genug Strom für alle .

Gruß
Christian

Bearbeitet von: am:
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Caro
Astrophysikerin

Deutschland
6093 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2009 :  13:33:48 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Caro's Homepage
Nun, es bedeutet immerhin, daß man uns nicht für völlig verrückt hält.

Petitionen, die die Ausschußmitglieder nämlich für nicht weiter beachtenswert halten, werden abgelehnt. Es wäre allerdings utopisch, daß der Ausschuß nun gleich im Anschluß einen Gesetztesentwurf in unserem Sinne vorlegt, den der frisch gewählte Bundestag nur noch beschließen müßte. Dazu mahlen die Mühlen unserer Gesetzgebung viel zu langsam, abgesehen davon, daß Deutschland sich in Sachen direkte Demokratie (also Petitionen und Volksentscheide etc.) noch nie besonders hervorgetan hat.

Caro

Bearbeitet von: am:
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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10197 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2009 :  16:23:02 Uhr  Profil anzeigen
Ich denke, da kommt nix bei rum. Solange Politiker der Meinung sind, dass davon keine Wählerstimmen abhängig sind, keine Medienpräsenz/Eigenwerbung möglich ist etc., solange gibt es kein wirkliches Interesse an diesem Thema. Es sei denn, ein maßgeblicher Politiker ist selbst Astronom.

Man kann nicht auf der einen Seite nach Entbürokratisierung schreien und auf der anderen Seite irgendwelche Regeln gegen LV schaffen, die dann z.B. in die Bauordnung etc. einfließen müssten.

Wer hier in D einen dunklen Himmel haben will, müsste mal auf einer exponierten Stelle eine Forschungssternwarte a la ESO installieren. Dann kommen die Verdunkelungsregeln für die Umgebung von ganz alleine.

Aber gegen Halbwissen und Argumente wie Sicherheit, Tourismus, 24h-Schichtbetrieb an Verkehrsumschlagsplätzen etc. kommen wir nicht an. Eher bauen die noch ein paar Planetarien, um zu zeigen wie der Himmel aussieht.

Gruß

Kalle - Alles wird gut !
Meine Okulardatenbank im Astrotreff: hier
Termine Teleskoptreffen gibt es hier

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Gast00060
Altmeister im Astrotreff


1075 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2009 :  16:50:29 Uhr  Profil anzeigen
Ich werde mal "meinen" Bundestagsabgeordenten auf diese nun "auf dem Dienstweg" verteilte Petition hinweisen. Wenn einige von Euch dieses auch tun, ist zumindest daß Thema mal in Bonn - ähm Berlin - verbreitet - positive Spätfogen nicht ausgeschlossen.
Schauen wir mal was sich da tut!
Grüße,
Guido

Bearbeitet von: am:
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Sternwarte-Johannisthal
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
14 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2009 :  21:23:02 Uhr  Profil anzeigen
Hallo,

nun habe ich mich überwunden den fünf seitigen Text abzuschreiben.
Dieser Text wird sich frustrierend lesen, aber kann auch als
Teilerfolg interpretiert werden, da die Petition am Ende der Wahlperiode nicht liegen geblieben ist,der Ausschuss nicht dem FDP-Votum gefolgt ist und das Verfahren einfach nur abgeschlossen hat.Der Deutsche Bundestag hat sich erstmals mit dem Thema beschäftigt und befasst.Dies könnte ein weiterer Startpunkt sein,um weitere Aktionen durch zu führen.
Die Petition liegt beim Umweltministerium, das von jedem darauf hin
angesprochen werden kann!
Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei allen Bedanken die Ihre Unterschrift dafür gegeben haben. Besonderen Dank an Dr.A.Hänel von Dark Sky/VdS und Peter Hettlich von Bündnis90/Die Grünen und dessen Mitarbeitern.
Ich bitte um Verständnis, das ich nicht auf allen anderen Foren die fünf Seitige Begründung veröffentliche, da Sie sowie so auf der WebSeite des Deutschen Bundestages demnächst veröffentlicht wird und gelesen werden kann.
Bei den Deutschlehrern bitte ich um Verständnis, wenn hier und da beim Abschreiben ein Rechtschreibfehler sich eingeschlichen hat und deswegen keine Diskussion wieder entsteht.

So, nun zum Eigentlichen :




BEGRÜNDUNG

Mit der Petition wird aus Gründen des Umwelt-und Klimaschutzes ein bundesweites Gesetz gegen Lichtverschmutzung gefordert.

Zur Begründung verweist der Petent auf die Beeinträchtigung der Umwelt
durch die starke Zunahme heller Lichtquellen.Es gebe immer mehr helles Licht,abgestrahlt u.a. durch veraltete Straßenbeleuchtungen,Gebäudebeleuchtungen und -anstrahlungen,Lichtwerbungen sowie lichtstarke gebündelte Scheinwerfer (Skybeamer), durch das die Sicht auf die Sterne stark beeinträchtigt werde und das sich insbesondere auf nachtaktive Tiere und Zugvögel,aber auch auf den Energieverbrauch negativ auswirke.
Daher müsse endlich auch in Deutschland ein (bundesweites) Gesetz zur
Reduktion des Lichtsmogs eingeführt werden. Hierdurch sollte die Lichtabstrahlung soweit reduziert werden,dass ein besserer Blick auf die Sterne möglich sei und insbesondere Zugvögel und nachtaktive Tiere vor der Beeinträchtigung durch Lichtverschmutzung geschützt würden.Darüber hinaus könne ein solches Gesetz auch zur Einsparung von Energie und damit zum Klimaschutz beitragen.
Für eine gesetzliche Regelung gegen Lichtverschmutzung gebe es bereits Vorbilder in anderen Staaten; so beispielsweise Slowenien am 30.08.2007 ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.
Seine Forderung nach Einführung eines bundesweiten Gesetzes gegen Lichtverschmutzung unterstreicht der Petent durch eine dem Petitionsausschuss ergänzend übermittelte,detallierte Dokumentation zu der von ihm angesprochenen Problematik.
Im Hinblick auf die Einzelheiten des Vortrages des Petenten wird auf den Akteninhalt Bezug genommen.
Zu dieser als öffentliche Petition zugelassenen Eingabe sind 7.828 Mitzeichnungen und 153 Diskussionsbeiträge eingegangen.Darüber hinaus liegt dem Petitionsausschuss zu dem Anliegen des Petenten eine weitere Eingabe vor, die zusammen mit diesem einer gemeinsamen parlamentarischen Beratung zugeführt wird.
Der Petitionsausschuss hat zu der Petition eine Stellungsnahme des BMU
eingeholt.Er hat die Eingabe darüber hinaus am 13.10.2008 in öffentlicher Sitzung beraten, in deren Verlauf dem Petenten die Gelegenheit gegeben wurde,dem Ausschuss sein Anliegen zu erläutern.
Unter Berücksichtigung der Stellungsnahme des BMU stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung der Eingabe wie folgt dar:
Den Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Lichtemission gewerblicher Art regelt der deutsche Gesetzgeber im BImSchG.Lichtimmissionen gehören nach dem BImSchG zu den schädlichen Umwelteinwirkungen,wen sie nach Art,Ausmaß oder Dauer geeignet sind,Gefahren,erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder für die Nachbarschaft herbeizuführen.
Lichtabstrahlungen von Himmelsstrahlern (Skybeamern) können zu einer Beeinträchtigung des Vogelfluges bzw. einer Schädigung geschützter oder zu schützender Tiergruppen führen,die im Einzelfall unter Berücksichtigung der konkreten Situation(beispielsweise der Zeitdauer der Einwirkung)am Aufstellort zu prüfen ist.Der Schutz der Atmosphäre ist dagegen nicht betroffen,da die Lichtstrahlen die natürliche Zusammensetzung der Luft nicht verändern.Auf den Menschen kann das Licht hauptsächlich einen belästigenden Einfluss haben,d.h. Störungen des körperlichen oder seelichen Wohlbefindens bewirken, die nicht mit einem Schaden für die Gesundheit verbunden sind. Im konkreten Einzelfall ist zu prüfen,wann eine Lichteinwirkung noch als zumutbar oder als schädliche Umwelteinwirkung in Form einer erheblichen Belästigung anzusehen ist.Zurzeit gibt es keine rechtsverbindlichen Vorschriften zur Bestimmung der immisionsschutzrechtlichen Erheblichkeitsgrenzen für Lichtimmissionen.Um den zuständigen Immissionsschutzbehörden ein entsprechendes Beurteilungssystem zur Verfügung zu stellen,hat der Länderausschuss für Immissionsschutz(LAI) jedoch eine Licht-Leitlinie "Messung und Beurteilung von Lichtimmissionen" erarbeitet,die seit Jahren Anwendung findet und auf der Grundlage vorliegender Praxiserfahrungen im Jahr 2000 novelliert wurde.Die Licht-Leitlinie enthält Vorgaben zur einheitlichen Messung und Beurteilung von Lichtimmissionen in den Bereichen Raumaufhellung und Blendung.Im Anhang finden sich außerdem Hinweise über die schädliche Einwirkung von Beleuchtungsanlagen auf Tiere-insbesondere auf Vögel und Insekten-und Vorschläge zu deren Minderung.Nicht unmittelbar von der Licht-Leitlinie erfasst werden weit reichende Lichtabstrahlungen,die zu einer Aufhellung des Nachthimmels führen,soweit die Immissionskriterien im Hinblick auf die Raumaufhellung und Blendung,gegebenfalls unter Hinweis auf die Berücksichtigung der Hinweise zum Schutz der Tierwelt,eingehalten werden.Die Vorgaben der Licht-Leitlinie sind als nicht abschließend anzusehen.Im Einzelfall ist unter Berücksichtigung der konkreten Situation(z.B.der Zeitdauer der Einwirkung am Aufstellort) zu prüfen,wann eine Lichteinwirkung noch als zumutbar oder als schädliche Umwelteinwirkung anzusehen ist.Bei der Beurteilung,ob eine erhebliche Belästigung durch Lichtimmissionen gegeben ist,können auch andere,neben den in der Licht-Leitlinie genannte Kriterien herangezogen werden,die aber von gleichem Gewicht sein müssen.
Auf der Grundlage der im Rahmen der Behandlung der Petition gewonnenen Erkenntnisse hält der Petitionsausschuss das gegenwärtige rechtliche Instrumentarium für ausreichend,Beeinträchtigungen des Menschen und der Umwelt durch Lichtimmissionen entgegenzutreten ; insofern kann er ein vom Petenten gefordertes generelles bundesweites Gesetz gegen Lichtverschmutzung derzeit nicht in Aussicht stellen.Allerdings verkennt der Petitionsausschuss nicht, dass die Entwicklung der Lichtemissionen und ihrer Auswirkungen auf Menschen und die Umwelt einer weiteren intensiven Beobachtung und Erforschung bedürfen, um erforderlichenfalls vonseiten des Gesetzgebers korrigierend eingreifen zu können,etwa durch eine Verschärfung des immissionsschutzrechtlichen Instrumentariums.Dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf die Gefahren, die von der hochreichenden Lichtabstrahlung der Skybeamern auf die Vögel-und Insektenwelt sowie generell auf nachtaktive Tiere ausgehen können.Demgegenüber sieht der Petitionsausschuss keine Notwendigkeit ,zusätzliche gesetzliche Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung einschliesslich der Festlegung genereller bundesweiter Grenzwerte für Lichtemissionen allein deswegen zu ergreifen,um die Möglichkeiten der Sternenbeobachtung nachhaltig zu verbessern.Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Petitionsausschuss, die Petition der Bundesregierung-dem BMU- zu überweisen sowie den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis zu geben und das Petitionsverfahren im Einzelfall abzuschliessen,weil ein der Forderung des Petenten entsprechendes bundesweites Gesetz gegen Lichtverschmutzung derzeit nicht in Aussicht gestellt werden kann.Der Antrag der Fraktion der FDP,das Petitionsverfahren abzuschliessen,sowie der Antrag der Fraktion von Bündnis90/Die Grünen, die Petition der Bundesregierung- dem BMU - zur Erwägung zu überweisen,sie den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis zu geben,sowie den Landesvolksvertretungen zuzuleiten,soweit eine Anpassung des gesetzlichen Rahmens zur Vermeidung von Lichtverschmutzung gefordert ist,wurden jeweils mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU,SPD und Die Linke, gegen die Stimmen der Fraktionen der FDP und von Bündnis90/Die Grünen abgelehnt.

.....Ende.....


Nun kann sich jeder selber ein Bild machen und sich auch überlegen wie es weitergeht.
Das Thema Lichtverschmutzung ist nicht unter dem Tisch!
Im kommenden Jahr wird eine IGB Studie weitere Informationen und Daten
zur Lichtverschmutzung bringen.

siehe hier :www.igb-berlin.de/info/public.html

Und jeder selber hat die Möglichkeit,z.B. mit Beschwerden gegen Skybeamern,bei den Behörden um eine Reduzierung von Lichtverschmutzung mit einer Eingabe für sich selber und andere zu bewirken, auch im kleinen Rahmen für seine Beobachtergruppe und dessen Beobachtungsstandort.

Denn wir wollen alle etwas gemeinsam..............

Mit freundlichen Grüssen

Roy Hengst



Bearbeitet von: am:
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mintaka
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
14731 Beiträge

Erstellt  am: 03.10.2009 :  21:51:57 Uhr  Profil anzeigen
Danke Roy für die Mühe, das Schreiben abzutippen und dass du diesen Stein überhaupt ins Rollen gebracht hast.

Dass die Petition durchaus ihre Wirkung hat, wenn auch indirekt, zeigt sich m.E. auch hier:
http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/politik/2009/7/23/news-126889711/detail.html
http://www.michael-brinkmeier.de/cms/uploads/media/LichtverschmutzungB.pdf

Gruss Heinz

Bearbeitet von: mintaka am: 03.10.2009 21:53:18 Uhr
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Rieger
Meister im Astrotreff

Deutschland
507 Beiträge

Erstellt  am: 05.10.2009 :  22:51:19 Uhr  Profil anzeigen
Hallo ihr Lieben,

Guidos Idee, politisch aktive Mitglieder der künftig an der Regierung beteiligten Parteien anzusprechen finde ich einen guten Ansatz. Es gibt auch unter denen sicher aktive Astro-Beobachter.
Ein eher unkonventionelles CDU-Mitglied, das seine Privatsternwarte auf Korsika betreibt ist z. B. Jürgen Todenhöfer. Könnte man herausfinden, ob auch in der anderen Regierungspartei oder auch in Oppositionsparteien Astro-Begeisterte sind? Wie könnte man diesen unser Anliegen vorbringen?
Auch wenn z. B. Todenhöfer wegen seiner entschiedenen Afghanistaneinsatz-Ablehnung eher Infant-Terrible für einige CDU-Mitglieder geworden ist, weiß er sicher, wie und wem man ein solches Anliegen antragen sollte.

Grüße,

Hubertus

Bearbeitet von: Rieger am: 05.10.2009 23:01:13 Uhr
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Dysnomia
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1049 Beiträge

Erstellt  am: 06.10.2009 :  16:13:22 Uhr  Profil anzeigen  Sende Dysnomia eine ICQ Message
Lange ruhte der Artikel auf meiner Festplatte. Jetzt habe ich mal einen passenden Grund gefunden, diesen in meinem Blog zu veröffentlichen.

http://aschnabel.bplaced.net/wordpress/2009/10/licht-und-schatten/

Gruß und cs
Andreas

https://astrofan80.de

Meade LXD55 10" f/4
GSO Dobson 8" f/6
Bresser Skylux 70/700mm
Canon EOS 600Da/1000Da

---
Das Weltall ist ein Kreis, dessen Mittelpunkt überall, dessen Umfang nirgends ist. - Blaise Pascal

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nonsens2
Meister im Astrotreff

Österreich
884 Beiträge

Erstellt  am: 06.10.2009 :  17:33:55 Uhr  Profil anzeigen  Besuche nonsens2's Homepage
Hallo zusammen!

Wir Amateurastronomen sind leider nur ein kleines Grüppchen, von dem zwar einige Astrohändler leben können, was auch gut ist, denn Konkurrenz belebt das Geschäft und ist auch gut für unser Portemonnaie, aber politisch ist unser Einfluß verschwindend gering. Ist bei uns in Österreich so und wird in Deutschland nicht anders sein. Aber vielleicht noch ein Argument, an dem man nicht so leicht vorbeikommt: neben den Naturschutzargumenten kann man noch die gesundheitliche Komponente einbringen. Die intensive Straßenbeleuchtung ist nich nur belästigend sondern verändert auch unsere Schlafgewohnheit ins negative. Schlaf im Bereich eines Dunklen Landhimmels bringt eine andere Schlafqualität als unter hellen Großstadtbedingungen. Er ist deutlich erholsamer. Diesen Selbstversuch kann jeder durchführen und zwar frei von nerwünschten Nebenwirkungen. Allerdings kommt in der Politik leider der wirtschaftliche Aspekt vor allem anderem. Wird sich auch in der Zukunft leider nicht ändern.

Trotzdem viel Erfolg bei der Petition. Ist auf jeden Fall ein Schritt (wenn auch ein kleiner - Rom ist auch nich an einem Tag erbaut worden) in die richtige Richtung. Weiter so!

CS aus Wien

Grüße Niki

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diva
Meister im Astrotreff

Deutschland
399 Beiträge

Erstellt  am: 06.10.2009 :  18:38:22 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Jungs und Mädels,

meiner Meinung nach hatte die Petition die falsche Motivation. Mit an das Gewissen gerichteten Argumenten wird man der Plage niemals Herr werden. Wir müssen das System an der Wurzel packen. In Anbetracht der größer werdenden Schuldenberge wäre doch die Einrichtung einer sogenannten regionalen "Lichtsteuer" genau das Richtige! Wer viel Licht sinnlos in die Umwelt vergeudet, muß bei den Städten und Gemeinden sogenannte Verschmutzungsrechte erwerben. Was haltet Ihr davon?

Gruß
Dirk

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mintaka
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
14731 Beiträge

Erstellt  am: 06.10.2009 :  19:49:59 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Dirk,

erstens sind Städte und Gemeinden zum grossen Teil selber die Verschmutzer und wenn die Geld dafür bekommen, dass örtliche Unternehmen und Einwohner die Nacht zum Tage machen, werden die sich über jede zusätzliche Lichtquelle riesig freuen. Das ist bestimmt kein sinnvoller Weg.

Gruss Heinz

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Iceman24
Meister im Astrotreff

Deutschland
526 Beiträge

Erstellt  am: 07.10.2009 :  18:19:32 Uhr  Profil anzeigen
Hi Leute!

So wie ich das letztens in den Nachrichten gehört habe, werden Preissenkungen wie z.B. beim Strom nicht an die Ottonormalverbraucher weitergegeben, sondern an Firmen und Konzerne. Auch wenn die für Sicherheit sorgen müssen etc. und Strom brauchen, so sind doch etliche Lichtquellen nachts unnötig eingeschalten. Und warum, weil die es sich leisten können. Laut Verbraucherschutz zahlen wir viel zu viel Geld für Strom und da kommt kein Kartelamt und sagt, das das nicht so gehen kann. Finde ich schon merkwürdig, oder? Aber das ist jedenfalls meine Meinung und ich muß auch sagen, das die Städte von den Firmen/Konzernen leben und ihr Geld beziehen. In der jetzigen Wirtschaftskrise ist mir auch nicht aufgefallen, das Bürotürme oder große Anlagen von Konzernen weniger beleuchtet sind, um Strom und damit Geld zu sparen. Gerade die jammern doch, das es ihnen so schlecht geht und da ist doch Strom sparen eine tolle Sache, aber nein, stattdessen werden Arbeitsplätze vernichtet.
Also müsste man wie schon erwähnt, das Problem an der Wurzel anpacken und das sind die Energieriesen und die Politik selber. Doch die Politik kann ja nix machen, da Firmen/Konzerne ja reichlich Steuereinnahmen bedeuten und sowas bekämft man halt nicht. So oder so, das Problem mit der Lichtverschmutzung werden wir Spechtelfreunde immer an der Backe haben, leider.

PS: Wenn das Argument was bringen würde, das wir sehr weit raus in die Pampa fahren müssen, um unser Hobby nachgehen zu können und dabei Unmengen von CO2 dabei ausstoßen, dann hätte ich noch Hoffnung. Aber die sagen dann vielleicht, das wir das Hobby aufgeben sollen oder Elektroautos kaufen müssten.

Gruß Matze

Bearbeitet von: Iceman24 am: 07.10.2009 21:43:29 Uhr
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diva
Meister im Astrotreff

Deutschland
399 Beiträge

Erstellt  am: 07.10.2009 :  21:54:36 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Heinz,

Zitat:
Städte und Gemeinden zum grossen Teil selber die Verschmutzer


und das doch nur sicher deshalb, weil denen das Geld für Investitionen in sinnvolle Straßenbeleuchtung fehlt.

Wer bezahlt eigentlich die sinnlos angestrahlten Kirchen? Ich höre bisher immer das die Kirchengemeinden kein Geld mehr haben. Das kann doch nur bedeuten das der Strom viel zu billig ist. Ich bekomme jetzt schon ein beklemmendes Gefühl wenn ich an die Markteinführung der ersten bezahlbaren kW-Strahler mit Leuchtdioden denke.

Gruß
Dirk

Bearbeitet von: am:
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